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Rezensionen verfasst von
D. Lang "Dave Metal-Webzine "myrevelations.de""
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Survivor Series 2012 [Blu-ray]
Survivor Series 2012 [Blu-ray]
Preis: EUR 20,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht die Creme, aber unterhaltsam allemal, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Survivor Series 2012 [Blu-ray] (Blu-ray)
Weiter geht die lustige WWE-Veröffentlichungswelle. Der letzte PPV der "Big 4", die Survivor Series geht in die 26. Runde und auch wenn man dieses Jahr keinen Rocky am Start hat, weiß die Veranstaltung über weite Strecken zu gefallen. Seltsam nur, dass der "Hell In A Cell"_PPV, der ja zeitlich zwischen "Night Of Champions" und der Series ansteht (zunächst?!) ausgespart wurde.

Los geht es mit einem traditionellen Survivor-Tag Match. Brodus Clay, Justin Gabriel, Tyson Kidd, Sin Cara und Rey Mysterio (wer passt nicht ins Bild?) rangeln mit Tensai, Primo, Epico, Darren Young und Titus O'Neill. Ein amüsanter Opener: schnell, gute Action, ein Tanzbär verkackt, ein zukünftiger profitiert (um mal ein Highlight zu nennen).
Hatte ich im letzten Review Hoffnung für die Diven schöpfen können... Kaitly und Eve liefern jedenfalls nicht ihr Meisterwerk ab und auch U.S.-Champ Antonio Cesaro und R-Truth bieten nicht mehr als solide Leistung.
Auf das folgende Promosegment möchte ich nicht wirklich eingehen, weil ich finde, dass AJ eine miese Schauspielerin ist. Sinnlos.

Nach ihrem, will fast sagen Klassiker bei "Hell In A Cell" erreichen Sheamus und Big Show dieses Niveau leider nicht mehr. Das Match um die World Heavyweight Championship ist ganz ok, während die Nachwehen weitaus cooler daher kommen.
Im zweiten traditionellen Tag Match des Abends geht es dafür aber ordentlich zur Sache: Alberto del Rio, Damien Sandow, David Otunga, Wade Barrett und Dolph Ziggler nehmen es mit Team "Hell No", also Kane und Daniel Bryan, sowie Kofi Kingston, The Miz (verwundert?!) und Randy Orton auf. Sahne, meine Lieben!

In die Fehde um die WWE Championship zwischen Titelträger CM Punk und John Cena hat sich kurzerhand ein weiterer Mitstreiter eingeschlichen (genau genommen nicht erst jetzt, doof dass "Hell In A Cell" noch nicht raus ist): Senkrechtstarter Ryback mischt im Triple Threat um das begehrte Gold plötzlich im Main Event mit. Dieser sorgt zwar nicht gerade für hochklassiges Wrestling, bringt aber ein Stück Urgewalt mit zum Ring. Ein geiles Match, mit einem zunächst ärgerlichen Ende. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich dies aber als äußerst wichtig für die kommenden Monate: Sierra, Hotel, India, Echo, Lima, Delta... nicht wahr?!
Höhepunkte aus RAW und Smackdown als Bonus? Blu-ray kaufen!


Night of Champions 2012 [Blu-ray]
Night of Champions 2012 [Blu-ray]
Preis: EUR 20,99

5.0 von 5 Sternen Spitzen PPV!, 9. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Night of Champions 2012 [Blu-ray] (Blu-ray)
Zunächst einmal ein Hoch auf Freemantle Media Enterprises, die nach dem Ende der Zusammenarbeit zwischen World Wrestling Entertainment und Silvervision dafür gesorgt haben, dass Fans der WWE auch weiterhin problemlos an Großveranstaltungen und Co. kommen können. Ein bisschen Meckern muss allerdings erlaubt sein, denn ein wenig Mehraufwand für ein vernünftiges Wendecover dürfte schon sein. Wrestlingfans sind in der Regel Sammler und dieses bekackte FSK-Logo nervt.
Das soll's mit der Kritik aber erstmal gewesen sein, ich freue mich aktuell nur über die Flut an Veröffentlichungen, die in den nächsten Monaten über uns herein brechen wird.

Los geht der Reigen mit einem der unterbewertesten PPVs 2012: Night Of Champions; und die startet, für mich persönlich, schon derart genial, das gibt es gar nicht. Nach Jerry Lawlers (echtem!) Herzinfarkt während einer RAW-Folge muss sein Platz am Kommentatorenpult vorübergehend neu besetzt werden (wenngleich es ihm zu diesem Zeitpunkt auch wieder relativ gut ging) und wer könnte das besser als einer meiner absoluten Lieblinge am Mikro: John Bradshaw Layfield. Der Texaner wird sehr herzlich empfangen und dann geht es auch schon mit der Action los.
Rey Mysterio, Cody Rhodes und Sin Cara sind alle heiß auf The Miz' Intercontinental Championship, also wurde ein Fatal 4 Way angesetzt, bei dem alle vier zeigen können, warum gerade sie den Titel verdient haben. Sin Cara, muss ich leider zum wiederholten mal festhalten, hat ihn nicht verdient. Der maskierte Mexikaner arbeitet wieder arg unsauber, doch ansonsten gibt es wenig zu bemängeln. Es gibt einen schönen Tower Of Doom zu sehen, das Publikum schlägt sich fix auf die Seite der Heels und ein nettes Finish rundet das Eröffnungsmatch ab.
Backstage erfährt man, dass Kaitlyn verletzt ist... "verletzt".

Im Match um die Tag Team Championship treffen die amtierenden Champs Kofi Kingston und R-Truth auf eines der merkwürdigsten Teams in der jüngeren Geschichte der WWE: Daniel Bryan und Kane. Diese beiden funktionieren aber irgendwie, auf eine ganz bizarre Art und Weise, womöglich auch aufgrund ihrer dubiosen, aber doch witzigen Storyline, laut der sie sich überhaupt nicht ausstehen können. Auch hier spielen die Faces kaum eine Rolle, werden sogar ausgebuht, während dem ungleichen Paar "Hug It Out"-Chöre entgegen schallen. Kurios!
"Uns'" Antonio bietet wie gehabt gute, kurzweilige Unterhaltung im Match um seinen U.S.-Titel, selbst mit Zack Ryder.
Randy Orton und Dolph Ziggler bieten im Anschluss ebenfalls ein gutes Match (Publikum für Ziggler, noch Fragen?!), welches ebenfalls durch ein spannendes, cooles Finish zu gefallen weiß.
Da Kaitly ja "verletzt" ist, rutscht kurzerhand Eve in das Match um Laylas Divas Championship, na so was. Erstaunlicherweise haben wir es hier aber mit einem wahrhaftig guten Diven-Match zu tun: Hart, schnell und gar nicht mal so kurz. Könnte dies ein Quasi-Neustart für die kränkelnde Division werden?! Eins vorweg: Laylas dämlicher Springboard-Move geht endlich mal schön daneben.

Alberto del Rio will Sheamus' World Heavyweight Titel und das mit allen Mitteln. Dafür hat man sich sogar eine selten dämliche Storyline einfallen lassen: Sheamus darf seinen Brogue Kick nicht einsetzen, da er sonst seinen Titel los wäre... äh, ja, hoffentlich darf er del Rio wenigstens eine hauen, oder sich wehren, sonst wird es eng. Unmittelbar vor dem Match kommt zum Glück aber GM Booker T und hebt den ganzen Quatsch wieder auf. Das Match selber ist in Ordnung, mehr nicht.
Meine Hoffnung, dass der Main Event aus diesem bisher schon guten PPV ein Pflichtprogramm macht, sollten nicht umsonst gewesen sein. Voran ein dickes Filmchen und ein Heyman-"Intro" und los geht's. Trotz Heimspiel für Cena und der Tatsache, dass Punk im Grunde als Heel antritt, kommt es zu den alten "Let's Go Cena" / "Cena Sucks!"-Spielchen. Dem Champ sei Dank haben wir es hier im weiteren Verlauf nicht mit einem typischen Cena-Match zu tun. Super-Konter, unfassbare (und unzählige) Nearfalls, sowie ein kontroverses Ende machen aus dem Match schon jetzt einen Klassiker.
Blu-ray Käufer sind auch hier mal wieder im Vorteil: Die Höhepunkte aus RAW und Smackdown veredeln die blaue Scheibe.


Veto (Limited Edition)
Veto (Limited Edition)
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 21,93

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut gerechtfertigte 5 Sterne!, 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Veto (Limited Edition) (Audio CD)
Heaven Shall Burn gehören zu den besten Live-Erlebnissen, die man in Sachen extremer Musik haben kann. Weltweit! Punkt!
Auf Platte, muss ich jedoch einräumen, war es für mich nie der Hochgenuss den Thüringern zu lauschen. "Antigone" hatte ganz klar einige Höhepunkte, ließ meines Erachtens jedoch auf die gesamte Länge etwas Abwechslung missen. Ansonsten wurde mein Hörvergnügen durch den allerorten hoch gelobten Sound vermiest, den ich stets für zu undifferenziert hielt. Zusammen mit den oft gleichförmigen Rhythmen, die die Band benutzt ergab das zwar ein homogenes, aber für mich dadurch auch eintöniges, streckenweise langweiliges Ganzes.

Nun hatte ich die Band konserventechnisch schon abgeschrieben, da kommt mit "Veto" das siebte Studioalbum der smarten Saalfelder und ich staune nicht schlecht. Nicht, dass man urplötzlich etwas völlig anderes machen würde, doch als hätte man mein Bitten erhört, wird gleich über die ersten drei Songs Abwechslung groß geschrieben.
Das eröffnende "Godiva" würde jeder melodischen Death Metal Band zur Ehre gereichen, und ich meine die Klassiker. "Land Of The Upright Ones" tönt, dank den Herren Weichert und Dietz heftig nach Arch Enemy, nur um in einem HSB-typischen Ober-Mitgröler zu enden. "Die Stürme rufen dich" ist ebenfalls ein klarer Hit mit, Überraschung, deutschem Refrain. "You Will Be Godless" besticht durch ungewohnte Brachialität vom ersten Ton an, "Hunters Will Be Hunted" wird DIE Anti-Jagdhymne und dann, ja dann covern die Herren auch noch Blind Guardian. Jepp, richtig gelesen, "Valhalla" wird durch den Saalfelder Fleischwolf gedreht und das sogar ziemlich gut, selbst Ober-Wächter Hansi Kürsch jodelt mit.
Auf Albumlänge hat sich kein einziger Abkacker eingeschlichen, jeder Song wartet mit mindestens einem arschgeilen Riff auf, Drummer Matthias Voigt knüppelt so abwechslungsreich wie noch nie und Sänger Marcus Bischoff schreit sich auf gewohnt hohem Niveau die Stimmbänder zu Schrott. Da könne sich die ganzen Gore-Kasper mal ne dicke Scheibe von abschneiden, DAS ist brutaler Gesang!

Die Texte sind natürlich wie gehabt jenseits von platten Stammtischparolen oder oberflächlichem Palaver. Gerade in diesem Punkt haben sich HSB schon immer von der breiten Masse abgehoben.
"Veto" ist von vorn bis hinten richtig geiler S***** und wie ich finde erstmals richtig mächtig und asozial gut produziert. Extrem Metal, den man 2013 gehört haben muss!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2013 9:03 PM MEST


TNA-Turning Point 2012 [2 DVDs]
TNA-Turning Point 2012 [2 DVDs]
DVD ~ Diverse
Preis: EUR 10,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Allein 3 Matches werten diesen PPV auf, 18. April 2013
Rezension bezieht sich auf: TNA-Turning Point 2012 [2 DVDs] (DVD)
"Turning Point 2012" startet mit einer ziemlich coolen Spendenaktion von Taz, Bully Ray und Radiomoderator Buckethead für die Opfer des Hurrikan Sandy.
Television Champion Samoa Joe und Magnus liefern sich danach einen soliden Opener, in dem die No DQ-Regel jedoch kaum zum Einsatz kommt. In Ordnung, aber kein Pflichtprogramm.
Auch das anschließende Mixed Tag Team Match (bei der TNA bedeutet das, dass auch Männlein gegen Weiblein ran darf) lässt mich nicht aus dem Sofa schießen, ist aber weitaus weniger lahm wie befürchtet. Allzu albern wurden ODB und Eric Young dann doch nicht dargestellt und selbst Taras "Hollywood"-Freund Jessie kackt nicht ab. Braucht man trotzdem nicht so richtig. Schade, denn gerade Young wird seit Jahren fast nur noch als Lachnummer dargestellt. Dabei ist der Mann ein echtes Talent.
Genauso wenig benötigt man das Match um die X-Division Championship zwischen Herausforderer Joey Ryan und Champion Rob Van Dam. Da hat der gute RVD schon coolere Kämpfe gehabt.
Joseph Park, Abyss' Bruder (also eigentlich natürlich Abyss selbst) lässt sich anschließend auf eine Auseinandersetzung mit Aces & Eights' Doc (ehemals Luke Gallows / Festus in der WWE) ein. Dabei macht sich der "Anwalt" gar nicht mal so schlecht. Richtiges Wrestling sieht zwar auch hier wieder anders aus, doch für die kurze Dauer weiß es als Showeinalge zu gefallen.
Richtig Fahrt kommt anschließend im Match um die World Tag Team Championship auf. Kazarian und Christopher Daniels hauen in ihrem zugesicherten Re-Match gegen die, mehr oder weniger frisch gekrönten Champs Chavo Guerrero und Hernandez mächtig auf den Putz. Sämtliche Aktionen, die man von den Vier erwartet, gibt es auch zu sehen, und es macht einfach Spaß, dem wilden Treiben zuzusehen.

Der Three-Way-Dance zwischen Bobby Roode, James Storm und AJ Styles stellt dann (vorerst) die absolute Krönung des PPVs dar. Zu der ohnehin nicht gerade harmonischen Beziehung zwischen Roode und Storm kommt noch erschwerend hinzu, dass der Sieger der Nummer 1 Titelanwärter für die TNA Heavyweight Championship ist und den beiden Verlierern anschließend ein ganzes Jahr jegliche Chance auf ein Titelmatch verwehrt bleibt. Entsprechend verbissen gehen alle drei ins Match und zeigen absolut beeindruckende Höchstleistungen.
Aces & Eights Anführer Devon legt sich danach mit Kurt Angle an. Wir erleben ein grundsolides Match, jedoch nichts, was in die Geschichte eingehen wird. Devon jedenfalls mag als Gang-Boss aktuell aufblühen, ein überzeugender Main Eventer wird er aber wohl nicht mehr werden. Greift die Rockerbande während des Matchs ein? Was für eine Frage... Wirkt sich das auf den Matchausgang aus? Abwarten!
Zum Abschluss wird es noch einmal großartig. TNA World Heavyweight Champion Jeff Hardy verteidigt sein Gold gegen den entthronten Austin Aries in einem Leitermatch. Wer diese beiden Ausnahme-Athleten kennt, kann sich vorstellen, dass sich während dieser Schlacht die "Wow"s und "Boah"s die Klinke in die Hand geben. Beide Männer setzen ernsthaft ihre Gesundheit aufs Spiel und zeigen unfassbar waghalsige Manöver, die ich so teilweise noch nie gesehen habe. Das Match ist, gerade gegen Ende an Spannung kaum noch zu überbieten. Etliche Near-Falls und spektakuläre Action machen dieses Match schon jetzt zu einem kleinen Klassiker. Ein mehr als würdiger Main Event.
Mit Bonusmaterial wird nicht gegeizt, so gibt es, bei TNA mittlerweile schon Standart, eine ganze Bonus-DVD, wenn auch nur eine gute halbe Stunde lang, inklusive des obligatorischen "Before The Bell" und einiger Interviews.
Zwar gibt es beim eigentlichen PPV ein wenig Füllmaterial, doch allein die 3 "Must Sees" (die zeitlich gesehen bald über die Hälfte der gesamten Match-Zeit ausmachen), allen voran die Hardy / Aries-Schlacht machen "Turning Point 2012" schon fast wieder zur Pflicht.


Mission To Lars [Blu-ray]
Mission To Lars [Blu-ray]
DVD ~ James Moore
Wird angeboten von music_wasmyfirstlove
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend, lustig, spannend, wunderschön, 18. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Mission To Lars [Blu-ray] (Blu-ray)
Tom wohnt in England, ist ein riesiger Metallicafan und möchte seinen Helden Lars Ulrich treffen, der, wie der kulturell bewanderte Mensch weiß, Drummer eben jener Band ist.
Diesen Wunsch hegen gewiss einige Menschen da draußen, nur wird er Tom gewährt. Mit Hilfe seiner Schwester Kate, einer Journalistin und seinem Bruder Will, der das Unternehmen filmt, macht er sich auf den Weg in die Staaten, um seinen Traum zu verwirklichen.
Wer sich fragt, wo denn jetzt das Problem an der Sache ist, muss eine wichtige Sache über Tom wissen, denn Tom leidet am "Fragilen X-Syndrom", einer besonderen Form des Autismus.
In seinem Fall bedeutet dass u.a. die absolute Notwendigkeit fester Rituale, wie die eines geregelten Tagesablaufs und penibelste Pünktlichkeit. Wie man sich denken kann, ist also Tom selbst das eigentliche "Problem" bei der Aktion, oder wie das DVD-Cover es tatsächlich mal treffend formuliert: "Der Road-Trip des Lebens für Tom - Mit einem Hindernis... Tom!"

Über Jahre sagte Tom seiner Schwester beispielsweise immer wieder, dass er Lars treffen wolle, doch als der Termin näher rückt, beginnt er zu begreifen, was die Reise für sein akkurat geordnetes Leben eigentlich bedeutet... und flüchtet erstmal.
"Mission To Lars" ist eine wundervolle Dokumentation, die neben einem zum Schmunzeln verleitenden Titel eine grundsympathische Hauptdarstellerriege (wenn man das Im Falle einer Doku sagen kann) und eine herzerwärmende Story zu bieten hat. Nicht viele Regisseure wagen sich an solch ein emotional besetztes und schwieriges Thema wie Behinderungen und erschaffen daraus etwas, das sowohl den Protagonisten als auch sein Anliegen ernst nimmt, ohne auf der Mitleidschiene zu fahren. Kate und William Spicer wirken natürlich deshalb so authentisch, weil sie in erster Linie Toms Geschwister sind, was aber nicht heißen soll, dass die beiden nicht öfter an ihre Grenzen geraten. Ihr Bruder macht es ihnen, seiner Krankheit geschuldet, nicht gerade leicht, doch der Wille der beiden, ihn mit Lars bekannt zu machen ist unbändig. Man wünscht sich als Zuschauer schon nach kurzer Zeit nichts sehnlicher als dass Tom seine Ängste überwindet und sein Traum wahr wird.

Obwohl wir es mit einer Dokumentation zu tun haben, verläuft die Spannungskurve einem Spielfilm ähnlich und gerade der Schluss hat wohl nicht nur mir ein bisschen Pipi in die Augen getrieben.
Neben einigen Metallica-Songs punktet der Film zudem mit einem sehr schönen, beruhigenden Score, der die Aufnahmen immer herrlich unaufgeregt begleitet. An Extras gibt es neben dem Trailer und einigen gelöschten Szenen auch ein cooles Interview mit Lars Ulrich und ein nicht weniger unterhaltsames mit Tom. Zudem kommt die Blu-ray in einem schicken Pappschuber. Bisweilen lustig, öfter rührend aber immer echt, echt toll!


Hate
Hate
Preis: EUR 15,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn schon Deathcore, dann so!, 10. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Hate (Audio CD)
Diese Rezension hätte um ein Haar ganz anders ausgesehen, doch auf Anraten eines guten Freundes gab ich der Platte noch eine Chance mehr.
Ich gebe zu, mein erstes Annähern verlief etwas vorurteilsbesetzt, was sich Thy Art Is Murder jedoch selbst zuzuschreiben haben. Ein digitales Monster auf dem Cover, dass es bei den "Doom"-Spielen schon schicker gab und ein völlig austauschbarer Namensschriftzug machten den Anfang, der Bandname selbst reihte sich auch in die Liste der einfallslosen 3-4-Wort-Konstrukte, und schwupps, war man in der Deathcore-Falle gefangen.

Das ist prinzipiell auch nicht falsch, DOCH und hier muss man halt mitunter zweimal hinhören, bewegt man sich eben nicht in reinen "ich schlag alles kabott"-Breakdown-Gefilden, sondern gibt dem Death Metal mitunter sogar mehr Raum. Dabei orientieren sich die Australier erfreulicherweise nicht nur an den üblichen Verdächtigen, sondern huldigen gerne mal den mächtigen Decapitated. Der Core-Anteil auf "Hate" erinnert dann auch nicht gerade an Band XY, verneigt man sich doch am ehesten vor den großartigen Despised Icon, was sich u.a. in astreinen Aggro-Gangshouts und richtigen, teils kompakten Songs (Songs!) niederschlägt.
Im immer voller werdenden Genre-Teich könnten sich Thy Art Is Murder jedenfalls als Hechte entpuppen, die nach der Auslese munter weiter schwimmen.


Terror Regime
Terror Regime
Preis: EUR 17,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Nacken hält nicht still, 10. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Terror Regime (Audio CD)
Als es hieß, ich solle die neue Jungle Rot besprechen, ging, ich gebe es gerne zu, automatisch die Schublade für grundsoliden, aber austauschbar-groovigen Death Metal Marke Six Feet Under auf. Es geschehen aber noch Zeichen und Wunder und schnell erwischte ich mich dabei, wie Nacken und Füße wie ferngesteuert anfingen, sich rhythmisch zu bewegen.
Davor war ich jedoch auch fast kurz davor, den Amis Orientierungslosigkeit vorzuwerfen, da auf "Terror Regime" lange nicht mehr der obligatorische Dumpfknüppelsound vergangener Tage gefahren wird.
Zwar wird die Scheibe nach wie vor als Death Metal beworben, das ist aber nur die halbe Wahrheit, hat sich nach all den Jahren doch meines Erachtens auch ein wenig Thrash Metal im Sound des Wisconsin-Abrisskommandos eingenistet. Womöglich mag das sukzessive vonstatten gegangen sein (die letzten Alben sind allesamt an mir vorüber gezogen), für mich kam es überraschend.
Ist auch alles wurscht, kann ich "Terror Regime" doch getrost allen Freunden straight nach vorn ballernder Extremkost empfehlen. Austauschbar ist das nämlich bei weitem nicht mehr. Zu knallefettem Sound bietet die Band in gut 35 Minuten 11 Songs, von denen euch JEDER im Handumdrehen zum durchdrehen/ schneller fahren/ heftiger bangen/ kleine Kinder anbrüllen bringen wird.
Keine Hits im klassischen Sinne, aber Hooks, die sich genau so schimpfen dürfen, Grooves, die keine Wahl lassen und Riffs, die so simpel wie effektiv sind. Macht Spaß!


Meir
Meir
Preis: EUR 5,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zündet nicht so schnell wie das Debüt, kann aber einiges!, 10. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Meir (Audio CD)
2010 sind Kvelertak mit ihrem gleichnamig betitelten Debüt im Underground eingeschlagen wie eine Bombe und auch ich konnte mich irgendwann nicht mehr der Magie der Norweger entziehen. Ihr ungestümer, frischer Mix aus dreckigem Rock 'n' Roll und dezentem Black Metal Touch in Verbindung mit einem Händchen für zwingende Arrangements war einfach zu gut, um ignoriert zu werden.
Nun steht Album Nummer 2 ins Haus und ich frage mich umgehend, wo besagtes Händchen in der Zwischenzeit wohl geblieben ist. Sprangen einem auf dem Erstling die Kracher nur so ins Gesicht, so verhält es sich auf "Meir" etwas anders. Gleich das eröffnende "Åpenbaring" kommt zunächst nicht so richtig in die Pötte. Mit "Spring Fra Livet" und "Trepan" macht man dann jedoch eine angenehme Kehrtwende, wenngleich genannte Songs auch nicht an die Klasse eines "Fossegrim" oder gar "Mjoed" heranreichen.

So geht das Spielchen munter weiter und beinahe hätten Kvelertak von mir auch die Rechnung dafür bekommen, doch erstens kommt es anders... Nachdem in meinem Bekanntenkreis nämlich die Diskussion um die Platte in Fahrt kam, gab ich ihr noch eine Chance, und noch eine und noch eine und langsam aber sicher entfalteten auch die Songs auf "Meir" eine kleine Sogwirkung.
"Mammutprojekte" wie "Nekroskosmos", "Undertro" und "Tordenbrak", die allesamt über 6 Minuten dauern ("Tordenbrak" fast 9!) könnten zwar etwas kompakter sein, doch allein "Bruane Brenn" mit seinem sofort zündenden Ohrwurm-Refrain und bereits erwähnte "Spring Fra Livet" und "Trepan" wachsen zu absoluten Knallern mit Langzeitwirkung.

Wie gesagt, das Debüt riss einen von Sekunde 1 an mit und hatte zudem das Überraschungsmoment auf seiner Seite. Die Erwartungshaltung der, nicht gerade kleinen Fangemeinde wurde in kaum erfüllbare Höhen geschraubt. Somit ist der Erstling des Stavanger-Sextetts natürlich Fluch und Segen zugleich, denn diesen zu toppen, schien schier unmöglich.
Wenn ihr euch also zunächst schwer tun solltet, die Platte aber auch nicht gleich abschreibt, besteht die große Chance, dass ihr "Meir" ebenso wie ich, alsbald in euer Herz schließen werdet.
Erwähnte ich das geile Artwork von John Baizley (Baroness)?!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 18, 2013 10:42 AM MEST


Nero di Marte
Nero di Marte
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Allein der Mut verlangt schon nach 5 Sternen!, 6. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Nero di Marte (Audio CD)
... und das Songwrting erst!
Bereits 2007 gegründet, erfreuen uns die italienischen Nero Di Marte dieser Tage mit ihrem ersten, selbstbetitelten Studioalbum für Prosthetic Records. Schnell schießen mir beim Hören Namen wie Hacride, The Ocean und andere gleichermaßen experimentelle, wie brachiale Soundkommandos durchs Hirn und ich denke, dass das Quartett sehr gut mit diesen Vergleichen leben kann.

Weiß sich ein Großteil, derer, die zur Zeit die Extrem-Metalwelt beherrschen in Sachen Laut-Leise-Dynamik doch wenn überhaupt nur durch relativ simple Breaks zu helfen, gehen Nero Di Marte einen gewagteren Weg. Ihre harschen Riffs stehen oft im starken Kontrast zu den atmosphärischen, teils rein instrumentalen Parts. Dabei verliert sich die Band nie im selbstverliebten "zur Schau stellen", der eigenen (durchaus vorhandenen) Fähigkeiten, sondern bleibt durch einen, nicht immer gleich nachvollziehbaren, aber stets vorhandenen roten Faden hochinteressant.
Keiner der sechs Songs geht in unter sechs Minuten über die Ziellinie, der Titeltrack bringt es sogar auf weit über zwölf und doch wird es zu keiner Sekunde langweilig. Der Bologna-Vierer hat das Talent, dich bei Laune zu halten. Beim ersten Hören will man einfach nur wissen, wie es weitergeht. Alle weiteren Durchläufe offenbaren dann nach und nach das große Ganze, mit all seinen filigranen Details.

Stilvoller und einfallsreicher als im eröffnenden "Convergence" oder z.B. im Titelsong wurde in letzter Zeit zudem wohl kaum geblastet. Richtig gelesen, hier wird sich auch nicht gescheut, die Geschwindigkeitsextreme auszuloten. Schlagzeuger Marco Bolognini muss sowieso unter krassen Drogen stehen, oder wollte auf Teufel komm raus Brann Dailor (Mastodon) ausstechen. Seine Kollegen brillieren ebenfalls an ihren Instrumenten und lassen daran, wie gesagt, ohne Angebereien, keinerlei Zweifel aufkommen, zu keiner Sekunde. Gitarrist und Sänger Sean Worrell schreit geradezu hypnotisch zu seinen eigenen Riffs und denen von Francesco D'Adamo. Schließlich lässt Andrea Burgio seinen Bass zu den abgefahrenen Riffs wummern und kreiert gemeinsam mit Bolognini ein undurchdringliches Rhythmusfundament.

Auf "Nero Di Marte" gibt es viel zu entdecken, sowohl für Tech-Death Fans als auch Freunde progressiver Musik im Allgemeinen. Also: Anschnallen und mitnehmen lassen!


Dragged Down a Dead End Path
Dragged Down a Dead End Path
Preis: EUR 17,67

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AGGROOOOOOOOO!!!, 4. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Dragged Down a Dead End Path (Audio CD)
Während all meiner Jahre als Erzieher haben Kinder im Zusammenhang mit härterer Mucke (die sie in meiner Gruppe irgendwann halt mal zu hören bekommen) unabhängig voneinander immer wieder den Begriff "Schlagmusik" gebraucht. Selten griff diese Bezeichnung so gut wie bei "Dragged Down A Dead End Path", dem Debüt von Call Of The Void.
Die Trümmerbande ist einer der neuesten Signings von Relapse Records und begeistert mit einer aggressiven, aber auch erfrischenden Spielart des Hardcore. Vermischt mit derbem Grindcore kommt das Ganze einer recht einseitigen Schlägerei gleich, der man aber durchaus eine kathartische Wirkung zuschreiben kann. Quasi Fightclub ohne Gegenwehr.
Vergleiche zu Trap Them kann man gerne ziehen, jedoch gehen Call Of The Void teils noch eine Spur ruppiger zu Werke. Allein das eröffnende "Failure" zieht dir dermaßen brutal den Scheitel, dass es eine Freude ist; latenter Masochismus vorausgesetzt.
Ob doomig schleppend oder viehisch schnell spielt hier keine Rolle, das Quartett überzeugt in jedem Tempo. Asoziales Geschrei, krankes Riffing und Geprügel vom Feinsten.
"Dragged Down A Dead End Path" lässt dich womöglich völlig fertig, als Freund roher Gewalt aber ebenso glücklich zurück.


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