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S. Berghof "Rezension München" (München)
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Risikomanagement in Versicherungsunternehmen: Grundlagen, Methoden, Checklisten und Implementierung
Risikomanagement in Versicherungsunternehmen: Grundlagen, Methoden, Checklisten und Implementierung
von Frank Romeike
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 109,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Standardwerk zum Risikomanagement in Versicherungsunternehmen, 5. Dezember 2008
Das in der Praxis vorzüglich bewährte Werk der beiden einschlägig bekannten Autoren liegt nunmehr in der zweiten Auflage in aktualisierter Form vor. Dies ist sicher auch dem Umstand geschuldet, dass das Solvency II-Projekt, welches alle europäischen Versicherungsunternehmen in gleicher Weise betrifft, mittlerweile weiter fortgeschritten ist und in Teilen bereits legislative Umsetzungen in nationales Recht gefunden hat.

Der chronologische Aufbau des Textes ist im wesentlichen unverändert geblieben. Nach einer teilweise recht kurzweiligen historischen Rückschau auf die Entstehungsgeschichte der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik als Grundlagen des Versicherungswesens und des modernen Risikomanagements wird Teil I des Textes durch einige grundsätzliche wirtschaftswissenschaftlich fundierte Ausführungen zum Risikobegriff (Risikoarten, negative Risiken als Gefahr, positive Risiken als Chance) und zum Risikomanagement (Regelkreislauf aus Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung und Risikoüberwachung) ergänzt. Hier finden sich im Rahmen der spezifischer auf Versicherungsunternehmen abgestellten Ausführungen auch schon Hinweise auf den Solvency II-Prozess und andere auf europäischer Ebene angesiedelte Aktivitäten (Müller-Report, KPMG-Studie). Die einzelnen Risikoformen eines Versicherungsunternehmens werden in der zweiten Auflage deutlicher getrennt und ausführlich erläutert (Versicherungsbetriebsrisiken / Versicherungstechnik, Finanzrisiken, Versicherungsproduktrisiken, Versicherungsvertriebsriken, operationale Risiken).

Die aktuellen rechtlichen Aspekte des Risikomanagements in Versicherungsunternehmen, insbesondere der regulatorischen Aufsicht, werden in Teil II behandelt. Hier sind wohl die meisten Aktualisierungen gegenüber der ersten Auflage vorgenommen worden. Die sich inzwischen deutlicher abzeichnende zukünftige harmonisierte Ausgestaltung des europäischen Aufsichtswesens wird sehr detailliert vorgestellt, auch unter Einbezug der zahlreichen aktuellen Publikationen durch die EU-Kommission und ihrer Unterorganisationen wie CEIOPS, des Komitees der europäischen Versicherungsaufsichtsbehörden. Die an Basel II angelehnte Architektur von Solvency II mit ihren drei Säulen und ihren zu erwartenden Auswirkungen auf die einzelnen Versicherungsunternehmen wird auch für Praktiker verständlich dargestellt. Hier wurden insbesondere neue Abschnitte aufgenommen zu den geplanten, teilweise im neuen VAG schon berücksichtigten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und den Perspektiven zum Einsatz interner Modelle. Die sich anschließende Auswertung der Benchmarkstudie zu Solvency II wirft ein interessantes Licht auf die aktuelle Akzeptanz und planerische Umsetzung des Solvency II-Prozesses. Dabei sind durchaus auch kritische Anmerkungen zu dem vorgesehenen Standardansatz zu finden, sowohl aus fachwissenschaftlicher als auch aus risikopolitischer Sicht (etwa mangelhafte Berücksichtigung extremer Ereignisse in den dort zu Grunde gelegten mathematischen Modellen, Beschränkung der Sichtweise auf ein einzelnes Geschäftsjahr). Natürlich darf in diesem Abschnitt des Textes auch die "moralische" Komponente nicht fehlen, die unter dem Stichwort Corporate Governance zusammengefasst werden kann. Äußerst hilfreich sind hier die gegenüber der ersten Auflage deutlich erweiterten Ausführungen zum empfohlenen Aufgabenspektrum von Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand (nicht nur bei Aktiengesellschaften), die in dem Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktualisieren Fassung vom Juni 2007 festgeschrieben sind. Es folgen noch ergänzende Ausführungen zum Sarbanes-Oxley-Act und zu anderen, die Bilanzierung betreffenden deutschen Gesetzen sowie zum Aufbau und zur Pflege eines geeigneten internen Kontrollsystems (Stichwort: KonTraG). Die das Kapitel abschließenden Ausführungen zu IFRS wurden aus der ersten Auflage übernommen, bleiben aber auf Grund der aktuellen Solvency II-Auswirkungsstudien mit ihrer IFRS-nahen "Bilanzierung" hochaktuell.

Der dritte Teil des Textes ist den technischen Aspekten des Risikomanagements im Versicherungsunternehmen gewidmet. Hier geht es um Frühwarnsysteme, stochastische Risikomodelle inklusive passender Simulationswerkzeuge (Monte-Carlo-Methoden) und (aus einer höheren Sicht) um das Asset-Liability-Management, welches auf eine ganzheitliche Betrachtung von sich gegenseitig beeinflussenden (Zins- und/oder Laufzeit-abhängigen) Risiken auf der Kapitalanlagenseite und der versicherungstechnischen Seite abhebt. Die Dynamische Finanzanalyse (DFA) geht hier noch einen Schritt weiter, indem eine stochastische Abbildung des gesamten Unternehmens über mehrere Perioden im Vordergrund steht, die auch eine Modellierung strategischer Entscheidungen erlaubt (etwa Änderung der Rückversicherungsstruktur, Aufgabe oder Neuaufnahme von Geschäftsfeldern, Revision der Risikokapitalallokation). Die mit solchen Entscheidungen verbundenen Risiken und andere (operationale) Risiken rücken gerade auch unter Solvency II zunehmend in den Vordergrund, ihre Behandlung ist dort aber noch nicht endgültig ausgereift. Die zweite Auflage des Buchs hat diese Aspekte ebenfalls aktualisiert.

Der das Buch abschließende vierten Teil mit dem Titel "Integriertes Risikomanagement" kann in gewisser Weise als Quintessenz der vorangehenden Textteile angesehen werden, wobei hier noch zusätzlich gewisse verhaltenswissenschaftliche Aspekte ins Spiel kommen. Das Konzept der Balanced Scorecard wird als wichtiges Steuerungsinstrument im integrierten Risikomanagement vorgestellt und ausgiebig erläutert. Sehr hilfreich ist auch der Anhang des Buches mit einem umfänglichen Glossar wichtiger Begriffe aus dem Risikomanagement.

Für mich ist dieser Text das beste und aktuellste Buch zum Thema. Die hervorragend gelungene Verschmelzung der teilweise stärker mathematisierten Grundlagen mit Beispielen aus der Praxis ist ein Markenzeichen der Autoren. Eine detaillierte Segmentierung des Textes in zahlreiche Unterabschnitte erlaubt es dem Leser auch, sich nur über Teilaspekte des Risikomanagements in Versicherungsunternehmen zu informieren, ohne auf wesentliche Informationen zu verzichten.

Ich empfehle das Buch regelmäßig Versicherungsvorständen und einschlägig vorgebildeten Aufsichtsräten zur Lektüre, vor allem zur gründlichen Vorbereitung auf die kommenden Solvency II-Herausforderungen. Aber auch für Studierende mit einem Schwerpunkt im Versicherungs- oder Finanzwesen (wirtschaftswissenschaftlicher oder mathematischer Richtung) und für angehende Aktuare ist es eine perfekte Ergänzung zur fachwissenschaftlichen Ausbildung. (Prof. Dr. Dietmar Pfeifer, Universität Oldenburg)


Rechtliche Grundlagen des Risikomanagements: Haftungs- und Strafvermeidung für Corporate Compliance
Rechtliche Grundlagen des Risikomanagements: Haftungs- und Strafvermeidung für Corporate Compliance
von Frank Romeike
  Taschenbuch
Preis: EUR 49,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "Muss" für alle Vorstände, Geschäftsführer und Aufsichtsratmitglieder, 23. Dezember 2007
Die Haftungsproblematik und die Inanspruchnahme von Unternehmensorganen hat in jüngster Zeit erheblich an Bedeutung zugenommen (siehe beispielsweise Gesetze basierend auf dem 10-Punkte-Plan der Bundesregierung sowie aktuelle Urteile (siehe etwa Urteil des Landgerichts München vom 5. April 2007 (Az.: 5 HK O 15964/06) In der angloamerikanischen Rechtsprechung ist es längst üblich: Vorstände/Geschäftsführer und Aufsichtsräte werden zunehmend für ihre Pflichtverstöße persönlich haftbar gemacht.

Maßstab für die persönliche Haftung der Unternehmensleiter - Vorstand oder Geschäftsführer - ist die Sorgfalt des ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns (§ 93 Aktiengesetz und § 43 GmbH- Gesetz). Für den Aufsichtsrat gilt dieser Maßstab über § 116 Aktiengesetz entsprechend. Ansatzpunkt für die Haftung von Aufsichtsräten und von Beiräten ist vor allem die mangelhafte Überwachung der Geschäftsleitung.

Das Buch "Rechtliche Grundlagen des Risikomanagements" ist ein "Muss" für alle Organmitglieder und Aufsichtsratmitglieder. In dem Herausgeberwerk werden alle relevanten Branchen (Banken, Versicherungen, Industrie/Dienstleistungen, Energiehandel) behandelt. Die einzelnen Beiträge folgen insgesamt einem logischen Aufbau, sind in einer klaren Sprache verfasst und lassen nur wenige Fragen offen.


Lexikon Risiko-Management: 1000 Begriffe rund ums Risiko-Management nachschlagen, verstehen, anwenden
Lexikon Risiko-Management: 1000 Begriffe rund ums Risiko-Management nachschlagen, verstehen, anwenden
von Frank Romeike
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompakt und aktuell, 12. Mai 2004
Das Lexikon definiert kurz und knapp die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Risikomanagement in einem interdisziplinären Ansatz. Gerade dieser "Blick über den Tellerrand" der eigenen Branche ist interessant. So verwenden bspw. Risiko-Experten in Versicherungen für identische Sachverhalte und Methoden andere Begriffe als Risiko-Experten in Versicherungen oder in der Industrie. Der Autor erklärt dabei nicht nur die einzelnen Begrifflichkeiten, sondern ordnet sie auch in einen Gesamtzusammenhang ein. Verschiedene Grafiken reduzieren die Komplexität (etwa bei der Definition von expected und unexpected loss). Das Lexikon ist hochaktuell, interdisziplinär und hat ein transparentes Verweissystem. Eine wertvolle Arbeitshilfe! Sehr zu empfehlen!


Balanced Scorecard in Versicherungen: Strategien erfolgreich in der Praxis umsetzen
Balanced Scorecard in Versicherungen: Strategien erfolgreich in der Praxis umsetzen
von Frank Romeike
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 67,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BSC-Praxiswissen für die Finanzdienstleistungsbranche, 6. Oktober 2003
Nach einer aktuellen Studie betrachten lediglich 35 % der Befragten ihre Messsysteme zur Performancekontrolle als effektiv oder sogar sehr effektiv, d.h. sieben von zehn Unternehmen sind damit unzufrieden. Während sich die Prozesse und Anforderungen in den vergangenen Jahren dramatisch verändert haben, sind die Systeme zum Performance Measurement immer noch jene der Vergangenheit. Und hier liegt die Wurzel des Übels: Bei der Strategieumsetzung und Performancemessung dominieren heute vor allem finanzielle Steuerungsgrößen. In heutigen wertschöpfenden Wirtschaftsorganisationen erweisen sich solche Systeme als mangelhaft. Intangible Assets, d.h. immaterielle Vermögenswerte werden nur unzulänglich berücksichtigt. Zudem werden Strategien häufig von denen, die sie umsetzen müssen, nicht verstanden.
Traditionelle Kennzahlensysteme ermöglichen häufig keine Steuerung des Unternehmens, weil sie an Symptomen und nicht an Ursachen anknüpfen. Die Balanced Scorecard ist ein strategisches Managementsystem, das die Unzulänglichkeiten rein finanzwirtschaftlich ausgerichteter Kennzahlensysteme beseitigen und eine umfassende, an der Unternehmensstrategie ausgerichtete, Steuerung ermöglichen soll. Unternehmen wissen eventuell, wo sind hinwollen (Vision und Strategien), aber nicht, wie sie dort hinkommen (Ziele und Erfolgsfaktoren). Der Autor fokussiert sich auf die spezifischen Bedürfnisse der Finanzdienstleistungsbranche und beschreibt in einer flüssigen Sprache die verschiedenen Schritte und Erfolgsfaktoren bei der Erstellung einer Balanced Scorecard.
Viele Beispiele (basierend auf der fiktiven Versicherung Yellow-Umbrella) nehmen die Theorielast und erleichtern die Umsetzung in die Praxis. Der Autor beschreibt Prozesse und Details, die für ein BSC-Projekt wichtig sind.
Das Buch kann uneingeschränkt Projektverantwortlichen, Führungskräften und Vorständen in Banken und Versicherungen empfohlen werden.


Firewalls für Dummies
Firewalls für Dummies
von Jörn Wettern
  Taschenbuch

29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für 'Dummies' ..., 1. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Firewalls für Dummies (Taschenbuch)
Die gelb-schwarzen ‚Dummies' gehören seit nunmehr 10 Jahren zu den erfolgreichsten Buchreihen im Bereich der Einsteigerliteratur. Das Motto ‚Keep it simple and have fun' sind sicherlich der Hauptgrund für den Erfolg der ‚Dummies', die es in der Zwischenzeit auch für Themen wie Projektmanagement oder Schach gibt. Die ‚für Dummies'-Bücher wurden weltweit in 42 Sprachen übersetzt und die Gesamtauflage hat die 100-Millionen-Grenze überstiegen.
Die aktuelle Publikation ‚Firewalls für Dummies' ist nicht nur für Einsteiger und Dummies in das Thema geeignet, sondern auch Netzwerkadministratoren und IT Freaks können hier noch eine Menge lernen. Auf der ersten Seite wird man von einer Schummelseite begrüßt, eine Kurzübersicht der IP-Adressbereiche, der üblichen TCP- und UDP-Ports, einer Linkliste sowie einer Firewall-Einkaufsliste. Das Buch ist in fünf Kapitel strukturiert und nach einer Baukastenlogik aufgebaut. Insbesondere Leser, die das Buch nicht von vorne bis hinten lesen möchten, sondern ganz gezielt Informationen suchen, werden dieses System zu schätzen wissen. In einem einführenden Kapitel geben die Autoren zunächst einen Überblick über die Risiken des Internets und die verschiedenen Angriffsformen. Die TCP/IP-Protokoll Familie wird auch für den Laien ohne kompliziertes Fachjargon beschrieben. Auch Begriffe wie Netzwerk-Router und DSL werden nicht ausgelassen. Die Autoren gehen auch auf die Grenzen von Firewalls ein. Viele Angriffe auf Unternehmensnetzwerke kommen von innen (Nach einer Sicherheitsumfrage des CSI / FBI (CSI = Computer Security Institute; FBI = Federal Bureau of Investigation) aus dem Jahre 1999 sind 71 % aller Computerkriminalitätsfälle auf eigene Mitarbeiter zurückzuführen). Derartige interne Netzwerk-Schnüffeleien kann eine Firewall nicht verhindern. Nicht nur ‚Dummies' werden im Kapitel 4 ‚Das Nicht-so-Grundlegende der Firewall verstehen' einiges über ‚Statisches Adress-Mapping', Inhalts-Filterung, Leistungsverbesserung durch Caching und Load Balancing sowie das Erkennen von Einbruchsversuchen lernen.
Der zweite Teil des Buches hilft dem Leser beim Aufstellen von Firewall-Regeln, um Netzwerke oder Heimbüros zu schützen. Außerdem wird erklärt, welche Protokolle man in das Netzwerk herein- und welche man hinauslässt, um entsprechende Protokoll-Regeln zu formulieren.
Im dritten Teil werden die gängigen Firewall-Konfigurationen beschrieben. Im anschließenden Kapitel geben die Autoren einen Überblick über die einzelnen Maßnahmen, um Microsoft Windows (98, ME, NT 4.0, 2000) zu sichern sowie die Firewalls ‚Microsoft Internet Security and Acceleration (ISA)' und Check Point FireWall-1' zu konfigurieren. ZoneLabs' ZoneAlarm ist die am weitesten verbreitete kostenlose Personal-Firewall. Die Autoren beschreiben detailliert die Features, die Installation und die Konfiguration von ZoneAlarm und der Personal-Firewall ‚BlackICE'.
Was wäre ‚Firewalls für Dummies' ohne eine Top-Ten Liste? Hier werden Tipps zur Sicherheitskonfiguration gegeben, Werkzeuge zum Testen von Firewalls vorgestellt, hilfreiche Websites aufgeführt und IP-Protokollnummern, ICMP-Typnummern und PCP- und UDP-Portlisten zusammengefasst.
Das Buch ist in einer normalen Alltagssprache geschrieben und somit auch für den Nicht-Techniker leicht verständlich. Viele Symbole, Abbildungen, Absätze und Zusammenfassungen lockern den Text auf. Karikaturen bringen den Leser zum Schmunzeln. Fachbegriffe werden vermieden, kleine Anekdoten aus der Welt der Netzwerksicherheit und rund um die ‚elektronische Brandschutzmauer' machen die Lektüre zu einem Vergnügen.
Also, wer genug hat von trockener und staubiger Computerliteratur sollte einmal zu den gelb-schwarzen ‚Dummies' greifen. (Romeike / RiskNet - The Risk Management Network)


Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet.
Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet.
von Simon Singh
  Taschenbuch

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam geschrieben ..., 30. Dezember 2001
Viele Leser werden Simon Singh durch den Bestseller ‚Fermats letzter Satz' kennen, in der es um den Satz des Pythagoras und den Beweis bzw. die Notizen des französischen Mathematikers Pierre Fermat geht, nach dem diese Urformel immer und überall gilt, aber nur in der Zweier-Potenz, mit keiner anderen Zahl. Mit ‚Geheime Botschaften' bietet Singh diesmal eine geniale Einführung in das Thema Kryptographie.
Singh gibt zunächst einen Überblick über die Geschichte der Kryptographie. Angefangen von altertümlichen Texten, der Caesar-Verschlüsselung bis zu den Quantencomputern der Zukunft. Die einzelnen Codierungsverfahren werden detailliert erklärt. Im Kern unterscheidet man in der Kryptographie zwei verschiedene Verfahren, die Transposition und die Substitution. Bei einer Transposition werden die einzelnen Buchstaben einer Botschaft einfach anders angeordnet. Dieses Verfahren ist insbesondere bei kurzen Mitteilungen sehr unsicher. Bei dem Wort ‚nur' gibt es beispielsweise sechs verschiedene Möglichkeiten der Darstellung. Bei dem Satz ‚Betrachten wir zum Beispiel diesen Satz' existieren exakt 29 960 000 000 000 000 000 000 000 000 000 verschiedene Anordnungsmöglichkeiten.
Wird ein jeder Buchstabe durch einen anderen Buchstaben oder ein Symbol ersetzt, so spricht man von Substitution (Ergebnis = Geheimschrift oder Chiffre).
Insbesondere im Zeitalter des E-Business ist es immer wichtiger, dass Informationen auf der Reise über den Globus geschützt werden. Insbesondere mit Hilfe der Public-Key-Kryptographie wurde heute ein Verfahren entwickelt, welches nur schwer zu knacken ist.
Am Ende des Buches sind zunehmend komplexere Codes dargestellt, zu deren Entschlüsselung der Leser eingeladen wird.
Die Einführung in die Kryptographie der vergangenen 2000 Jahre ist umfassend und detailliert und auch für den Einsteiger leicht verständlich. Singh zeigt, dass wissenschaftliche Themen auch spannend dargestellt werden können.
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und ist uns 5 Sterne wert (RiskNet / Frank Romeike)


Six Sigma umsetzen: Die neue Qualitätsstrategie für Unternehmen
Six Sigma umsetzen: Die neue Qualitätsstrategie für Unternehmen
von Kjell Magnusson
  Taschenbuch

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als Einführung in Six Sigma sehr zu empfehlen ..., 30. Dezember 2001
Das aktuell stark diskutierte Management-Konzept Six Sigma wurde ursprünglich für Produktionsprozesse entwickelt und heute erfolgreich auch in Dienstleistungsprozessen eingesetzt. Six Sigma ist eine Methode zur systematischen Qualitätsverbesserung. Es basiert auf einer Null-Fehler-Philiosophie und wird bei Unternehmen wie Motorola, Ford und General Electric erfolgreich eingesetzt. Six Sigma ist eine statistische Größe, die von Philip Crosby geprägt wurde und bedeutet 3,4 Ausfälle bei einer Million Möglicheiten oder 99,9997 % Qualitätsgrad. Traditionell wurden bei vielen Unternehmen 99 % als ausreichend angesehen. 99 % Qualitätsgrad bedeuten jedoch beispielsweise, dass bei der amerikanischen Post jede Stunde 17.000 Briefe verloren gehen.
General Elextric steigerte mit Six Sigma seinen Gewinn auf 9,3 Milliarden Dollar.
Six Sigma fokussiert dabei auf die zentralen Ziele Qualitätsverbesserung und Kosteneinsparung. Auch in Europa und Asien wird Six Sigma von immer mehr Unternehmen eingesetzt. So haben Unternehmen wie Ericsson, Philips, Nokia und Siemens mit der Umsetzung von Six Sigma begonnen. Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von Six Sigma ist eine bestimmte Six Sigma-Kultur im Unternehmen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist der sogenannte ‚Champion', der den Six Sigma-Prozess immer wieder antreibt. Wenn diese Duchdringung bis in die kleinste Organisationseinheit eines Unternehmens gelingt, hat Six Sigma Aussicht auf Erfolg. Six Sigma ist eher eine ‚Lebensform' für Unternehmen.
Im Kern gibt es sechs fundamentale Regeln als Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung von Six Sigma im Unternehmen:
1. Identifizieren von Produkt oder Service, der dem Kunden angeboten werden soll.
2. Identifizieren des Kunden und dessen, was für ihn wichtig ist.
3. Identifizieren, was notwendig ist, um einen Herstellerservice aufzubauen, mit dem der Kunde zufrieden ist.
4. Definieren der Prozesse
5. Optimieren der Prozesse und Vermeiden unnötiger Arbeiten
6. Review - Sicherstellen und permanentes Verbessern der Prozesse durch Messen und Analysieren.

Kjell Magnusson ist stellvertretender Vorsitzender und Six Sigma-Champion bei ABB Transmission and Distribution Management Ltd., Zürich. Dag Kroslid ist Manager für Kontinuierliche Verbesserung und Six Sigma-Champion bei Scana Stavanger, Norwegen. Bo Bergman ist Professor für Total Quality Management an der Chalmers University of Technology, Schweden.
Enthalten ist eine CD-Rom mit einer Vollversion von Micrografx ABC FlowCharter 3.0 sowie zahlreiche Fallstudien und Beispiele. Leider ist die FlowCharter Version reichlich überholt. Insgesamt als Einführung in Six Sigma sehr zu empfehlen.


Maximum Protection
Maximum Protection
von Ryan Russel
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie man sich gegen Hacker verteidigt ..., 1. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Maximum Protection (Taschenbuch)
Sind Sie als professioneller User an Hintergrundwissen zum Thema IT Sicherheit interessiert? Das Buch 'Maximum Protection' basiert auf der einfachen Erkenntnis: Wer sich gegen Hacker verteidigen will, sollte wissen, wie ein Hacker denkt. Dabei vermeiden es die Autoren von 'Hack Proofing Your Network; deutsche Ausgabe: Maximum Protection' den Hype rund um das Thema 'Hacker' und 'Hacking' aufzunehmen. Bereits im Vorwort wird man von einem Kenner der Hackerszene begrüsst: Peiter Tatko (Nickname: Mudge), Vizepräsident von @stake.
Nach einer Definition der verschiedenen Hackertypen zeigt das Buch die Sicherheitsregeln im Internet auf und geht auf die verschiedenen Angriffskategorien sowie die Absicherungsmöglichkeiten ein. Das Buch beschreibt Diffing, Krypographie, Sniffer, Session-Hijacking, Spoofing sowie Viren, Trojaner und Würmer.
Die Publikation ist sehr anschaulich aufgebaut und zeigt anhand vieler Beispiele nützliche und hilfreiche Information rund um die Thematik 'Angriffe aus dem Internet'. Das Buch ist insbesondere für Netzwerkadministratoren geeignet, die ein Netzwerk sicher gestalten möchten.


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