Profil für Julian Marek > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Julian Marek
Top-Rezensenten Rang: 3.467.357
Hilfreiche Bewertungen: 83

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Julian Marek "soniclife" (Hannover)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Room on Fire
Room on Fire
Preis: EUR 6,99

31 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Revolution come and gone, 2. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Room on Fire (Audio CD)
Vor zwei Jahren kreierten ein paar Söhnchen reicher Vätern ihre eigene Marktlücke um sie mit „Is this it?" auch gleich wieder zu füllen. „New New York" und so. Mitnichten neu, aber eben lange nicht da gewesen. Television, Stooges, blahblah. 98% der Hype-Mitmacher kannte die angeblichen Vorbilder zwar nicht, aber egal: 11 Hits. Punkt. Beziehungsweise: Was soll jetzt noch kommen?
„I wanna be forgotten and I don't wanna be reminded" sind die ersten Zeilen auf "Room on Fire"... Der sinnigste Weg, ein solches Unterfangen in die Tat umzusetzen, bestünde darin, einen möglichst langweiliges zweites Album abzuliefern, um dann in der Versenkung zu verschwinden. Eigentlich ist ein Nachfolger zu einer ach-so-wegweisenden Platte bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt: „Müder Abklatsch - Die Revolution frisst ihre Väter" - Ähnlich wie bei einem Nachruf auf den Papst dürften die Überschriften bereits in der Schublade liegen... Nichtsdestotrotz will die Jubel-Fraktion ebenfalls bedient werden: Die Indie-Bravo NME konsultiert die Haarsträubende-Vergleiche-Maschine und will mitunter Soul- & Reggae-Anleihen rausgehört haben. Anderswo klänge die Single „12:51" gar nach Liquido. Nun denn...
Mal ehrlich: Überraschungsmomente gibt es nur insofern als dass man sich bisweilen fragt, warum die simpel-genialen Melodien in der Rockhistorie noch nicht dutzende Mal verbraten wurden. „Whatever happened?" ist ein furioser Opener, während die folgenden Stücke selbige Frage beantworten: Nicht viel! Notorisch monoton vorgetragene Strophen, euphorische Refrains, neckische Gitarren-Soli, pseudo-rauhe Abmischung - alles andere wäre auch Blödsinn. Und wer's genau wissen will: „Reptilia" rockt, „Between Love & Hate" reggaet, und „Under Control" soult - Mir egal, denn der Rest ist auch toll... Wie auch immer: Nach einer guten halben Stunde endet der Spuk genauso plötzlich wie unspektakulär („I can't win" hat keine Chance gegen „Take it or leave it"). Trotzdem bleibt die Erkenntnis, dass die Strokes tatsächlich ein wirklich gutes zweites Album abgeliefert haben. Das ist mehr als man erwarten durfte; die Überschriften wandern vorerst zurück in die Schublade und schlummern dort bis zur nächsten Platte.


More Parts Per Million
More Parts Per Million
Preis: EUR 19,66

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen More Songs per Minute, 25. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: More Parts Per Million (Audio CD)
Nein! Dies sind nicht die nächsten Strokes. Und man hat auch nicht das Gefühl, dass die Thermals es überhaupt sein wollen. Einfach eine euphorische Platte mit kurzen (ohne überflüssiges Gedöns), aber extremst eingängigen 1-2-Akkord-Songs. Keine Pseudo-LowFi-Produktion, sondern wirklich „roh". Das vertonte Lehrbuch zum Thema „Eine halbe Stunde Spass - wenn man Guided by Voices mag". Denn eben diese Könige der auf-den-ersten-Blick unscheinbaren Mini-Songs/Hits dienen hier vorzüglich als Referenz - nur eben mit mehr Adrenalin. SubPop at its best. Oder so.


Sumday-Ltd Enhanced Edition
Sumday-Ltd Enhanced Edition
Preis: EUR 14,79

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu schön um schön zu sein, 25. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Sumday-Ltd Enhanced Edition (Audio CD)
Wunderbar und zuckersüß - gar keine Frage. Man versinkt, summt mit und freut sich einfach. Dabei merkt man nur bei etwas distanzierterer Betrachtung, dass zumindest eine Mission fehlgeschlagen ist (sofern sie denn überhaupt geplant war): Einen ebenbürtigen Nachfolger zum Über-Vorgänger „Sophtware Slump" zu kreieren. „Sumday" ist Erfüllung und Enttäuschung zugleich. Es ist ein perfektes, schnörkelloses Popalbum geworden - nur eben diese Schnörkel oder Kanten (oder wie man es auch nennen will) wird so mancher schmerzlichst vermissen. Der „Tod" von Roboter Jed scheint jedenfalls überwunden - es wird wieder mehr gelacht und dabei leider zu oft auf die gleiche Stimmung/Songstruktur zurückgegriffen. Ich habe mich auf diese Platte genauso gefreut wie damals auf einen Nachfolger von Mercury Revs „Deserter's Songs". Die Ernüchterung ist sehr gut vergleichbar - aber Himmel! Man kann nicht permanent Übermenschliches verlangen. Erst beim nächsten Album wieder.


Friends of Mine
Friends of Mine
Preis: EUR 16,20

26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freunde für's Leben, 3. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Friends of Mine (Audio CD)
Ich hasse ihn! Die Moldy Peaches sind/waren mir bisweilen zu nervig, aber das hier? 15 Songs und 56 Ohrwürmer in 32 Minuten. Das Streicher-Outro aus "Hard to be a Girl" wird wahrscheinlich bis zu meinem Ableben in den in mir verwurzelten Hirnwindungen rumturnen. Überhaupt Streicher - die sind in jedem der Stücke mal mehr mal weniger präsent. Und sonst? Ja, teilwiese fast schon Country. Hin und wieder ein wenig kitschig, und der Rock ist auch weg. Und dann wären da noch diese dämlich-versaut-pietätlosen Texte... die man trotzdem unweigerlich mitsingt. Easy to have sex with a girl with no legs. Oder so. Verbrecher. Schon lange. Zumindest seit der ersten Solo-Platte. Kaufen? Ja! Aber man wird es bereuen...Düüb-daadaadaa-düüb-dadadaa-düüb-daadaadaadaaa... Blödmann, der.


One Step More and You die
One Step More and You die
Wird angeboten von Blind Owl Records
Preis: EUR 15,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mog...no, 10. April 2003
Rezension bezieht sich auf: One Step More and You die (Audio CD)
Nicht nur die Anfangsbuchstaben haben Mono mit den 85%-Intrumental-Schotten von Mogwai gemein. Wenn ich nicht wüsste, dass es diese Japaner tatsächlich gibt und sie auch schon im Rahmen der PopKomm aufgetreten sind, würde ich wetten, dass es sich um ein Pseudonym handelt. „Com (?)" oder „Halo" könnten 1:1 auch auf der CODY Platz finden. Insofern ist über die Musik eigentlich alles gesagt. Allerdings muss man auch konstatieren, dass Mogwai sich mit „Rock Action" oder der neuen „Happy Songs for Happy People" ein wenig weiterentwickelt haben, während Mono konsequent (und stur) Laut-Leise-Schiene weiterfahren. Innovation geht anders. Trotzdem eine angenehme Platte, die Mogwai/Godspeed-Fans bedenkenlos kaufen können - schließlich gibt es nicht sooo viele Alternativen.


Make Up the Breakdown
Make Up the Breakdown
Wird angeboten von Giant Entertainment
Preis: EUR 16,39

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hot Hot Hype?, 24. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Make Up the Breakdown (Audio CD)
Verstehe das, wer will... HHH kennt hierzulande kaum jemand. Dabei Sub Pop. Dabei über Wochen die Uni-Charts jenseits des Atlantiks (okay: zumindest im Heimatland Kanada...) anführend. Dabei spannender als die Strokes... Letztere sollen hier mal als Vergleich fungieren. Nur: Hot Hot Heat sind aufregender, abwechslungsreicher, verspielter... Besser. Wahrscheinlich und hoffentlich dudelt die Single „Bandages" demnächst bei Charlotte, aber unter den 9 anderen Stücken befinden sich mindestens noch 17 andere Hits (Ernsthaft: Melodie-technisch verbraten die Jungs 3 Songs in einem!). Hand drauf! Klar: 32 Minuten sind kurz. Aber werden sie - wenn auf Repeat gestellt - auch nach 8 Stunden nicht langweilig. Außerdem vermute ich stark, dass die 5 Songs der „Knock Knock Knock"-EP bei einem anstehenden Major-Release als Bonus-Tracks fungieren. Wir werden sehen. Ach so: Es wäre ein berechtigter Hype.


Make Up the Breakdown
Make Up the Breakdown
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 17,69

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hot Hot Hype?, 24. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Make Up the Breakdown (Audio CD)
Verstehe das, wer will... HHH kennt hierzulande kaum jemand. Dabei Sub Pop. Dabei über Wochen die Uni-Charts jenseits des Atlantiks (okay: zumindest im Heimatland Kanada...) anführend. Dabei spannender als die Strokes... Letztere sollen hier mal als Vergleich fungieren. Nur: Hot Hot Heat sind aufregender, abwechslungsreicher, verspielter... Besser. Wahrscheinlich und hoffentlich dudelt die Single „Bandages" demnächst bei Charlotte, aber unter den 9 anderen Stücken befinden sich mindestens noch 17 andere Hits (Ernsthaft: Melodie-technisch verbraten die Jungs 3 Songs in einem!). Hand drauf! Klar: 32 Minuten sind kurz. Aber werden sie - wenn auf Repeat gestellt - auch nach 8 Stunden nicht langweilig. Außerdem vermute ich stark, dass die 5 Songs der „Knock Knock Knock"-EP bei einem anstehenden Major-Release als Bonus-Tracks fungieren. Wir werden sehen. Ach so: Es wäre ein berechtigter Hype.


Murray Street
Murray Street
Wird angeboten von roundMediaUK
Preis: EUR 1,84

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Business as usual, 12. Juni 2002
Rezension bezieht sich auf: Murray Street (Audio CD)
Mit „Washing Machine" dürfte es angefangen haben: Von da an befürchtete ich mit jeder neuen Sonic Youth LP den Abschluss ihres Tonträgerwerkes in den Händen zu halten, denn mit nunmehr Ende Vierzig wird die Definition von Jugend doch etwas überstrapaziert. Aber nein: Sie holen mit Jim O'Rourke sogar ein fünftes festes Bandmitglied ins Boot und lassen verlauten, dass „Murray Street" (dort steht ihr Studio) erst das zweite Album einer „proposed trilogy about the cultural history of Lower Manhattan" sei. Stellt sich die Frage, was denn dann die 15 Vorgänger waren - wenn eine Band mit einer Stadt assoziiert wird, dann Sonic Youth mit New York, dazu bedarf es keinen Themenalben.
New York hin, O'Rourke her - musikalisch bleibt alles beim Alten und Bewährten: Der Opener „The Empty Page" rockt fast schon dirtyesque, aber seltsam unmotiviert. „Radical Adults" umgarnt einen mit extrem hohen Saxophonsequenzen, die ohne Kenntnis des Website-Infos aber genauso gut als verzerrte Gitarren durchgehen würden. Lee Ranaldo greift (wie so oft) beim schönsten Stück zum Mikrofon: „Karen revisited" ist eigentlich nach drei Minuten beendet, aber es folgen (wie so oft) weitere acht voller Geräusche und Feedback-at-its-best und leider in der Konsequenz ein „Das musste jetzt (nicht) sein"-Gefühl. Kim Gordon kommt erst am Ende zu Wort und führt das Album zu einem schönen (routinierten) Abschluss. Ansonsten reichen sich Bekanntes und Altbekanntes die Hand. Während man sich (zumindest ich mich) insbesondere bei den von Thurston Moore gesungenen Songs hinsichtlich der Schlichtheit der Songstrukturen an sein Soloalbum erinnert fühlt, scheinen einige Intrumentalpassagen sehr bis zu stark an die SYR-EPs angelehnt zu sein.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Sonic Youth können und sollen sich nicht neu erfinden, aber nach der hervorragenden „NYC Ghosts & Flowers" stellt "Murray Street" im direkten Vergleich schon eine kleine Enttäuschung dar. Trotzdem werden wir alle wieder zugegen sein, wenn sich die vier (diesmal mit ihrem Adoptivsohn) für ein paar Konzerte in Deutschland die Ehre geben. Schließlich könnten es die letzen sein.


Seite: 1