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robotgeorgie "robotgeorgie" (Wien)
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)   

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Catwoman
Catwoman
DVD ~ Halle Berry
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 13,38

25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Katzenjammer, 1. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Catwoman (DVD)
Es muß eine feucht-fröhliche Party in einer Villa in Hollywoods Hügeln gewesen sein, als die Produzenten von Warner Bros. beschlossen, für die verlockend preiswerte Summe von 85 Mio$ eine Verfilmung des Kultcomics "Catwoman" in Auftrag zu geben. Comicverfilmungen sind gerade 'in', dachte man sich wohl, denn Konkurrent Columbia Pictures hatte mit "Spiderman" gerade unvorstellbare 600 Mio$ erwirtschaftet, bei Produktionskosten von 135 Mio$. Natürlich war man bestrebt, es besser und spektakulärer zu machen.
Man trommelte zunächst gleich sieben Drehbuchautoren zusammen, denn, so dachte man sich, wenn ein Drehbuchautor gut ist, müssen sieben noch viel besser sein. Nach der kurzen Zeit von sechs Monaten hatte man sich auf eine Story geeinigt; das keiner der Autoren auch nur einen Film oberhalb der B-Liga für sich verbuchen konnte, schien die Leute bei Warner nicht zu stören, schließlich wollte man auch nicht Weltliteratur verfilmen, sondern einen Kultcomic. Und überhaupt, das (wohl männliche) Kinopublikum will Popcorn, Action und, in diesem Falle, etwas fürs Auge. Zu diesem Zwecke hatte man zwei ganz fantastische Hauptdarstellerinnen engagiert: Zum einen die oscarpreisgekrönte Halle Berry, die zuletzt als von Visionen geplagte Psychiaterin in "Gothika" zwar einen veritablen Flop hingelegt hatte, aber wenn interessiert das schon, wenn man so einen verführerischen Körper hat wie sie? Zum zweiten engagierte man Sharon Stone, von der hatte man zwar etwas länger nichts gehört, aber als eispickelschwingende femme fatale aus "Basic Instinct" mußte sie noch jedem in Erinnerung sein. Leider hatte man zu diesem Zeitpunkt für die Gagen von Berry & Stone schon einen Großteil der budgetierten 85 Mio$ ausgegeben, sodaß man sich nur mehr einen Regisseur leisten konnte, der sich selbst keinen eigenen Namen leisten kann: Pitof. Sechs weitere Monate verstrichen mit den Dreharbeiten, blöderweise war dann am Ende von den 85 Mio$ fast gar kein Geld mehr da, sodaß man für Post Production und digitalen Tricks Firmen engagieren mußte, die normalerweise Spezialeffekte auf dem Niveau von Fernshespots und Videoclips produzieren.
Aber egal, dachte man sich bei Warner, es war eine Comicverfilmung mit zwei tollen Hauptdarstellern in sexy-scharfen, sexy-schwarzen Outfits und es gab Action. Und vorallem: Rasante Kamerafahrten, rasante Schnitte, die den Begriff 'MTV-Ästhetik' neu definieren sollten. Was sollte also schiefgehen?
Jedoch, die Überraschung muß zugegebenermaßen groß gewesen sein, als "Catwoman" schließlich im Sommer 2004 an den Kinokassen schneller unterging als die Titanic seinerzeit im Atlanik, und sich die negativen Kritiken häuften wie Müll auf der Deponie.
"Catwoman" bilanzierte schließlich mit knapp 40 Mio$ Einspielergebnis leicht unter den Erwartungen von Warner Bros., während "Spiderman 2" 400 Mio$ in die Kassen von Columbia Pictures schwemmte.
Nun, wie auch immer: Warner Bros. und Regisseur Pitof, der wohl aus gutem Grund seinen richtigen Namen (Jean-Christophe Comar) hinter einem Pseudonym verbirgt, dürfen sich dennoch die Hände reiben: Neben qualitativ vergleichbaren Produktionen des Jahres 2004 ist ihr Film "Catwoman" für die in der Filmbranche begehrte Auszeichnung "Goldene Himbeere" in gleich mehreren Kategorien nominiert: Film, Regie, Drehbuch, sowie Haupt- (Halle Berry) und Nebendarstellerin (Sharon Stone). Und, so hört man, Regisseur Pitof würde sich für einen zweiten Teil von "Catwoman" zur Verfügung stellen.


Spiel mir das Lied vom Tod (Deluxe Edition) [Special Edition]
Spiel mir das Lied vom Tod (Deluxe Edition) [Special Edition]
DVD ~ Claudia Cardinale

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino a la Leone, edel verpackt, 1. Februar 2005
Selten genug, daß im deutschsprachigen Raum Sammlerboxen in aufwendiger Gestaltung erscheinen, wie es z.B. in Japan oder den USA bei Klassikern der Filmgeschichte selbstverständlich ist. Umso positiver zu vermerken, daß sich Paramount entschlossen hat, einen der unvergeßlichsten Western in einer exklusiven Sammler-Edition zu veröffentlichen.
Sergio Leones meisterhaftes Epos "C'era Una Volta Il West" - so der Originaltitel - war zu seiner Zeit in den USA kein großer Erfolg: Offenbar war dieser Film dem amerikanischen Publikum zu anspruchsvoll, zu episch, vorallem aber - zu lang. Kurzerhand kürzte man den Film um 22 Minuten, was nicht nur dem Regisseur (bei "Once Upon A Time Im America" sollte ihm ähnliches widerfahren), sondern auch Cineasten wehtat. Anders in Europa (hier besonders in Frankreich) und Japan: "Once Upon A Time In The West" entwickelte sich zu einem großen Erfolg, sowohl in finanzieller als auch in küstlerischer Hinsicht. Die akribische und detailbesessene Arbeit des Regisseurs wußte man entsprechend zu würdigen.
Claudia Cardinale, Henry Fonda, Charles Bronson - große Namen in einem großen Film. Leone selbst definierte den Rhythmus seines Films als "Tanz mit dem Tod", zu dessen Wirkung trug selbstverständlich auch der bekannte Score von Ennio Morricone bei. Nicht bloß ein Film, schnell heruntergekurbelt, um das Mainstream-Publikum zu befriedigen: Die heutige Film- und Kino-"Kultur" ist so schnellebig. "Spiel mir das Lied vom Tod" hingegen läßt sich und dem Betrachter Zeit. Leones Markenzeichen waren u.a. die urplötzliche Eruption von Gewalt, der Wechsel zwischen extremem Weitwinkel- und extremen Close-Ups. Sensationell, wie dieses Konzept auch in diesem Film umgesetzt wurde. Die optische Wucht der Bilder, so sieht wahres Cinemascope aus (Kameramann Tonino Delli Colli u.a. "Der Name der Rose", "Das Leben ist schön"), die epische Art der Erzählung - trotz der über zweieinhalb Stunden Spielzeit fesselt jede Sekunde, die perfekte Inszenierung der Akteure - freilich gewürzt mit Humor - nicht umsonst wird "Spiel mir das Lied vom Tod" mit dem Prädikat "Kult" gehandelt.
Die digitale Restaurierung des Films ist Paramount hervorragend gelungen. Exzellente Farbabstimmung, sensationelle Schärfe. Die Bonus-DVD bietet informative "Making of..." und Dreharbeiten-Berichte, der Film selbst wird von einem optionalen Audiokommentar begleitet. Die Doppel CD's finden sich in einem der schönsten Digipaks, die im deutssprachigen Raum je veröffentlicht wurden. Wer diesen Film nicht hat, muß wohl schon tot sein.


The Godfather Suite
The Godfather Suite

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nino Rota und zweimal Coppola: Sizilianische Suite..., 1. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: The Godfather Suite (Audio CD)
Der Film - resp. die Trilogie - von Francis F. Coppola zählt ohne Zweifel zu den bedeutendsten, wenn nicht herausragendsten der Filmgeschichte überhaupt. Basierend auf dem Roman von Mario Puzo, ist die Verfilmung auch heute noch maßstäbesetzend in vielen Bereichen, wohl unübertroffen in der Dichtheit der Atmosphäre, der Konsequenz der Fervilmung eines komplexen Stoffes.
Ein guter (wirklich guter) Film besteht aus vielen Komponenten, Filme-machen ist zweifellos eine Kunst (wenn es nicht bloß um das Moment der Unterhaltung geht), man spricht von Filmkunst und meint die Fähigkeit des Regisseurs, die gezeigten (inszenierten) Bilder als (filmische) Wirklichkeit erscheinen zu lassen; doch der filmische Moment besteht eben nicht bloß vom Bild allein, so wenig wie ein gutes Abendessen nur aus einem Gang besteht. Francis Ford Coppola wußte genau, was er wollte, pokerte hoch und gewann. "Der Pate" und die Sequels "Der Pate II" und "Der Pate III" hatten mit einem Schlag das Genre des Gangsterfilms revolutioniert. Es sind aber nicht nur die Ausstattung, die Inszenierung, die Schauspieler und die Detailverliebtheit, die den Film zu etwas besonderem machen - es ist auch die Musik. Nino Rota, 1911 geboren in der Lombardei, hatte schon seit den vierziger Jahren mit Leuten wie Fellini zusammengearbeitet, ehe er mit dem unvergesslichen "Godfather"-Thema (in verschiedensten Variationen) den Sprung nach Hollywood machte, wo etliche Aufträge als Komponist folgten (u.a. "Im Namen des Vaters", zuletzt zitierte "Lost In Translation" Fellinis "La dolca vita" zu dem Nino Rota den Score beigesteuert hatte) Neben weiteren der Zeitebene des Films gerecht werdenden Kompositionen von Rota finden sich auf dieser Trilogie Werke von Carmine Coppola (Vater von Francis F.).
Man kann nur die höchste Kaufempfehlung aussprechen für diese CD, die Kompositionen 'funktionieren' auch für sich, ganz ohne bewegte Bilder. Am besten gute Pasta mit gutem Rotwein und zum Abschluß ein kräftiger Espresso. Bei Momenten wie diesen kann man einfach nur schwach werden.


Vertigo (Expanded Version)
Vertigo (Expanded Version)
Preis: EUR 20,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bernard Herrmann: Mystisch und zeitlos schön..., 1. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Vertigo (Expanded Version) (Audio CD)
Bernard Herrmann darf ohne Zweifel zu den ganz großen Komponisten Hollywoods gezählt werden, weren schöpferisches Wirken immer unvergessen bleiben wird - seine zahlreichen Filmscores sind mittlerweile legendär und inspirieren Filmkomponisten noch heute. Schon mit nur dreißig Jahren komponierte Herrmann den Score zu Orson Welles meisterhaft-mystischem Film "Citizen Kane", es folgten in den nächsten Jahrzehnten Klassiker wie "Der Tag an dem die Erde stillstand", "Kap der Angst" und "Fahrenheit 451". Aber besonders durch seine intensive und fast leidenschaftliche Zusammenarbeit mit Alfred Hitchcock wurden seine oft düsteren Melodien ("Psycho", "Der unsichtbare Dritte") berühmt. Die Kompositionen von "Vertigo" bieten allesamt eine fast mystische Tiefe, sind perfekt arrangiert und faszinieren durch oft ungewöhnliche Instrumentierung. Sie harmonieren mit der brillianten Fotografie von "Vertigo" (Kameramann Robert Burks, auch "Das Fenster um Hof", "Der unsichtbare Dritte") aber 'funktionieren' auch für sich, als vom Bild isolierte musikalische Interpretation von Gefühlen und Stimmungen. In den 90ern zitierte Filmkomponist Jerry Goldsmith schließlich Herrmann in seiner Vertonung des Films "Basic Instinct", und lieferte den Beweis wie zeitlos und unvergänglich Herrmanns Kompositionen sind.
Wer sich eine Sammlung mit berühmter Scores legendärer Filmkomponisten aufbauen möchte, wird an "Vertigo" wohl nicht vorbeikommen. Zudem ist die Klangqualität dieser CD hervorragend, die im hochauflösenden Digitalformat aufgenommen wurde.


Aviator (2 DVDs)
Aviator (2 DVDs)
DVD ~ Leonardo DiCaprio
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,40

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Howard Hughes: The World's Greatest Womanizer..., 1. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Aviator (2 DVDs) (DVD)
Mit großem Interesse wurde Martin Scorseses filmische Biografie über den Flugzeugpionier, Regisseur, Multimillionär und Exzentriker Howard Hughes erwartet. Ursprünglich hätte Michael Mann ("Heat", "Collaretal") Regie führen sollen, war jedoch mit eigenen Projekten ausgelsatet und bot das Script von John Logan ("Gladiator", "Last Samurai") Michael Scorsese an, der im Juli 2003 mit den Dreharbeiten zu "Aviator" begann.
Ausgehend mit einer kurzen Szene aus Hughes Kindheit (die den Ursprung seiner späteren Neurosen dokumentiert), skizziert Scorsese in dem knapp dreistündigen Film hauptsächlich jenen Lebensabschnitt, der von Hughes Leidenschaft für ebenso teure wie provokante Filme ("Hell's Angels", Scarface"), Flugzeuge ("The spruce goose", Fluglinie TWA) und schöne Frauen ("The world's greatest womanizer", u.a. Katherine Hepburn, Bette Davis, Ava Gardner) in den zwanziger bis vierziger Jahren geprägt war. Hughes, geboren 1905 in Texas, gestorben 1976 ebendort, war weiters im Besitz mehrerer Casinos, des Fernsehsenders Channel 8 - und litt an Zwangsneurosen, so etwa sein Waschzwang, aus ständiger Angst vor Bakterien. Für die Rolle des Howard Hughes war zunächst Jim Carrey vorgesehen, als man sich schließlich für Leonadro Di Caprio entschied. Zwar entspricht Di Caprio nicht ganz der Erscheinung eine Howard Hughes, ist auch etwas kleiner, dennoch identifiziert er sich mit seiner Rolle derat glaubhaft, daß man ihm (eigentlich schon seit Spielbergs "Catch me if you can") zugestehen muß, sich vom Image des milchbübischen Teenie-Idols endgültig verabschiedet zu haben und die Reife eines Charakterdarstellers erreicht zu haben.
Martin Scorsese und sein Kameramann Robert Richardson ("Casion", "Kill Bill") schaffen es mit "Aviator", die glorreiche Ära der 'golden Hollywood' zu rekonstruieren, mittels digitaler Nachbearbeitung strahlt der Film in der typischen, teils unnatürlich wirkenden Technicolor-Ästhetik der damaligen Zeit, als die Buntheit des neuer Technologie des Farbfilms angetreten war, den schwarz-weiß Film zu verdrängen. Komponist Howard Shore ("Sieben", "Der Her der Ringe") steuert einen für ihn vielleicht ungewohnt beschwingten Score bei, der die visuelle Kraft der Bilder harmonisch begleitet.
"Aviator" ist eine spannende und emotionale Biografie über eine amerikanische Legende, der Film rutscht dabei wohltuenderweise nicht ins pathetische ab, hat vielleicht die ein oder andere Länge ohne dabei je langweilig zu sein. Insgesamt vielleicht nicht Scorseses überzeugendstes Werk ein, und von weit weniger großem Echo als "Tax Driver" oder "Die letzte Versuchung Christi", dennoch inhaltlich anspruchsvolles, sehr ambitioniert gemachtes und vorallem technisch überzeugendes Kino.


Donnie Darko (Single Disc)
Donnie Darko (Single Disc)
DVD ~ Jake Gyllenhaal
Preis: EUR 6,49

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frank - 28:06:42:12, 1. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Donnie Darko (Single Disc) (DVD)
Hätte David Lynch eine Teenie-Komödie á la "Zurück in die Zukunft" inszeniert, vermutlich wäre ein Film wie "Donnie Darko" herausgekommen - mit allen Zutaten, die das Mysteriöse, Verwirrende, Unerklärliche und Abgründige abbilden. Nicht Unterhaltung, sondern Verstörung scheint als Ziel gesteckt, fernab vom meist hoch budgetierten Mainstream-Kino (bei denen die Gagen der Hauptdarsteller oft ein vielfaches der Gesamtproduktionskosten von "Donnie Darko" sind - der Film kostete die bescheidene Summe von 4.5 Mio$). Angeblich war ein Eisblock, der aus der Flugzeugtoilette in ein Einfamilienhaus einer amerikanischen Kleinstadt gekracht war, die Inspiration für Regisseur Richard Kelly, diesen Film zu machen. Und so begab sich ein talentierter Jungregisseur, einen der ambitioniertesten Filme der letzten Jahre zu drehen. Von Anfang an war klar, daß es sich um eine Independent-Produktion handeln sollte - und statt auf breitangelegte PR setzte man auf Mundpropaganda. Ein Entschluß, der zunächst nur im angloamerikanischen Raum aufgehen sollte: In Deutschland und Österreich schaffte es "Donnie Darko" erst gar nicht in die Kinos (von ein paar Arthouse-Lichtspieltheatern abgesehen), doch wie hätte das Popcorn-Kino geeichte Massenpublikum mit diesem Film auch umgehen sollen?
Sein Publikum fand "Donnie Darko" hierzulande via DVD, und eine kleine aber feine Community rätselte alsbald über die vielschichtige Story dieses...Science Fiction-Films...oder doch, Horrorfilms?
"Donnie Darko" entzieht sich konventionellen Seh- und Interpretationsschemen, läßt unterschiedlichste Deutungsmöglichkeiten zu, von denen jede ihre Berechtigung hat.
Was wie ein klassischer Teenie-Film beginnt, wandelt sich bald zu einem düsteren Mix einer abgründigem, mystischem Erzählung, ein Film der scheinbar jedes Genre zu streifen scheint: Action, Drama, Komödie, Romanze, Sci-Fi, Thriller, Fantasy, Mystery...da fällt die Ketegorisierung schwer.
Die Idylle einer Kleinstadt wird urplötzlich durchbrochen von Donnie's zerstörerischen Aktionen - deren Auftrag er von Frank, einem Wesen im Hasenkostüm erhält. Frank, der nur für Donnie zu existieren scheint...doch ist Donnie überhaupt noch normal? In 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden würde die Welt untergehen, so Frank...und Donnie setzt sein zerstörerisches Treiben fort. Kling absurd, verwirrend, schwer nachvollziehbar? Dem nicht genug, schlägt der Film noch den Haken Richtung Zeitreisen und schwarze Löcher. Kein Film, der sich dem Zuseher beim ersten Mal vollends erschließt, vielmehr ein Film, der unterschiedlichste Deutungen zuläßt, ein Film, der sich erst bei mehrmaliger Betrachtung in all seinen Facetten dem Zuseher erschließt. Doch der Film beläßt es nicht bei dem Aufbau Spannung, er ist auch böse. Es wurde nicht verabsäumt, den 'american way of life' in einer zwar subtilen, aber duch recht hintergründigen (und tiefgehenden) Art zu persiflieren. Neben zahlreichen weniger bekannten Schauspielern (worin nicht zuletzt die Einzigartigkeit von "Donnie Darko" liegt, nicht stets bloß diesselben bekannten Gesichter zu sehen) sind in nicht unbedeutenden Rollen Drew Barrymore und - kongenial - Patrick Swayze zu finden. Mit einem Wort: Kult!


Thelma & Louise (Gold Edition)
Thelma & Louise (Gold Edition)
DVD ~ Harvey Keitel
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 14,90

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feministisches 90er-Roadmovie, 29. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Thelma & Louise (Gold Edition) (DVD)
Ridley Scotts "Thelma & Louise" markierte Anfang der 90er eine in der Folge vieldiskutierte Trendwende - nicht mehr Männer waren die 'Helden' eines, in diesem Falle actiongeladenen Roadmovies, sondern ein Frauenduo. Zwei Frauen, wie sie zunächst unterschiedlicher nicht sein könnten, aber im Innersten verbindet sie wahre Freundschaft.
Ridley Scott inszenierte dabei aber weit mehr als ein klassisches Action-Roadmovie, im Innersten ist "Thelma & Louise" ein gleichsam mitreißender wie berührender Film über Rollenbilder Mann - Frau, eine Abhandlung über Gewalt, Rache und der Suche nach Gerechtigkeit, eine Aufarbeitung und Bewältigung der Vergangenheit - verpackt in atmosphärisch stimmige Bilder, begleitet von einem wohlkomponierten Hans Zimmer-Soundtrack.
"Thelma & Louise" ist einer jener Filme, die man immer wieder genießen kann, und dies trotz oder besser gerade wegen eines nicht-typischen-Hollywood-Endes Hoffnung und Mut machen. Zu verdanken ist dies natürlich auch den glanzvollen Schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen.
Kurz zur technischen Qualität der DVD: Der Film wurde im High-definition-Verfahren neu abgetastet (Ridley Scott geht im Audiokommentar kurz darauf ein) bietet ein neutral-kühles abgestimmtes und detailreiches Bild. Es sind keine digitalen Artefakte erkennbar, was auf eine geringe Kopressionsrate schließen läßt.
Ein fast einstündiges "Making Of..." reflektiert die Entstehungsgeschichte des Films, weiters finden sich deleted scenes, sowie ein anschaulicher Multi Angle-Vergleich Drehbuch - fertige Szene. Eine DVD, deren Ausstattung dem Film in jeder Hinsicht gerecht wird.


Lara Croft:Tomb Raider I & II (Collector's Box, 6 DVDs) [Limited Edition]
Lara Croft:Tomb Raider I & II (Collector's Box, 6 DVDs) [Limited Edition]
DVD ~ Iain Glen
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 29,90

27 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schmalspur-"Indiana Jones" in hoffnungsloser Mission..., 29. Januar 2005
Es ist eigentlich ein Jammer: Kaum ist irgendein Film halbwegs erfolgreich, schicken sich die jeweiligen Studios mit schönster Regelmäßigkeit dazu an, ein (oder auch zwei) Sequel(s) zu produzieren. Um jeden Preis, und sei die Fortsetzung auch noch so einfallslos und schlecht - wie in diesem Falle. Dabei war ja schon der erste Teil unter der Regie von Simon West von einer derart abgrundtiefen Ideenlosigkeit, daß nichtmal die in jeder zweiten Szene kameragerecht ins Bild gerückte Oberweite der Protagonisten die zahlreichen plot-holes des Drehbuchs (eine krude Mischung aus abgedroschenen Abenteuer- und Mythos-Motiven) zu stopfen vermochten. Das an einer tiefergehenden Handlung weitgehend un- und mehr an den Rundungen der Hauptdarstellerin interessierte Popcorn-Publikum freilich verhalf "Tomb Raider" zu einem Einspielergebnis weit über 100Mio$, und das Filmstudio ließ die Sektkorken knacken.
Sie hätten zumindest in einen kreativen Drehbuchautor investieren sollen, als ein Sequel projektiert wurde - doch weit gefehlt: Mühsam schleppt sich auch "Tomb Raider 2" über seine zwei Stunden dahin, zwei Stunden die nur ansatzweise mit Handlung, Witz und Tempo gefüllt werden. Keine Szene, die man nicht schon anderswo - und dort weit besser - gesehen hat. Der Verdacht liegt nache, man wollte eine Art "Indiana Jones" für die Videogame-Generation kreieren, aber das funktioniert ungefähr so, als würde Leonardo Da Vinci's "Mona Lisa" von Bärbel Schäfer verkörpert.
Regiesseur Jan de Bont war früher einer der besten Kameramänner Hollywoods ("Stirb Langsam", "Basic Instinct") und hatte selbst als Regiesseur mit "Speed" großen Erfolg. Dann ging es bergab, das Remake von "Das Geisterschloß" war eine filmische Gurke sondersgleichen, und "Tomb Raider 2" dürfte mit Sicherheit den Tiefpunkt seiner Karriere bedeuten. Kann man tiefer sinken? War schon der erste Teil von "Tomb Raider" sehr schwach, beweist das Sequel noch deutlicher, daß man es hier mit einem sehr billigen Aufguß von "Indiana Jones" zu tun hat. Praktisch nichts an "Tomb Raider 2" ist eigenständig oder originell, von der Qualität eines Drehbuchs von Philip Kaufmanns (von ihm stammen die Script zu den "Indiana Jones"-Filmen) Lichtjahre entfernt. Zudem lassen billigste CGI-Effekte den Verdacht aufkommen, der Film wäre vor 20 Jahren entstanden. Unterm Strich ein ausssichtsreicher Kandidat für die "Goldene Himbeere", in jeder Hinsicht.
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Stirb langsam / Stirb langsam 2 [2 DVDs]
Stirb langsam / Stirb langsam 2 [2 DVDs]
DVD ~ Bruce Willis
Wird angeboten von MK-Entertainment
Preis: EUR 49,98

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erster Teil läßt den zweiten vergessen..., 29. Januar 2005
Erster Teil: Action und Adrenalin in Reinkultur...
"Stirb langsam" führt wohl als einer der ganz wenigen Filme des modernen Hollywood vor, wie man Action am kompromißlosesten präsentiert, ab prestigeträchtigsten verkauft. Von der ersten bis zur letzten Minute zieht der Film alle Register des Action-Genres, zitiert all jene filmischen Effekte, die das Publikum in seinen Bann ziehen, es fesseln, ohne dabei in plumper und abgedroschener Effekthascherei zu verharren.
Im Gegenteil, "Stirb langsam" ist wie eine hochgezüchtete Rennmaschine, wie ein perfekt getimtes Feuerwerk; ein Film, an dem einfach jedes Detail stimmt. Angefangen bei einem originellen Script, einem Setting an dem alles stimmt; über das perfekte Handwerk von Regisseur John McTiernan - ja, in den 80ern war er wirklich gut, in den letzten Jahren baut er zusehends ab (das Remake von "Rollerball" - ein Desaster) - bis hin zu einer geradezu göttlichen Kameraarbeit von Jan de Bont, die das breite Cinemascope-Format effektiv zur Bildgestaltung nutzt (dies wird auch in einem optional anwählbaren Audiokommentar von Regisseur und Kameramann erklärt, man erfährt weiters wirklich interessante Details über die Produktion und Konzept des Films).
Die bösen Jungs im Film spielen ihren Part auch wirklich glaubwürdig böse, allen voran Alan Rickman - natürlich sollte man diesen Film unbedingt in der Originalfassung genießen. Dies ist zusammenfassend gesehen keineswegs alltäglich, wenn man sich vor Augen hält wie phantasielos und abgedroschen viele Actionfilme vorallem jüngeren Datums sind, die aktuell im Kino laufen. "Stirb langsam" war die Referenz für Action-Kino in den 80ern, hat diesen Titel bis heute nicht abgeben müssen, und wird auch in zwanzig Jahren noch zum Olymp der Action-Kultfilme zählen.
Doch dem ist nicht genug: Erstmals bekommen wir den Film so zu sehen, wie er vom Regisseur auch konzipiert wurde: Ungekürzt, ungeschnitten. Erst in dieser, auf dieser DVD vorliegenden Fassung, kann "Stirb langsam" sein volles Potential ausschöpfen - es gibt einige Szenen, die man im TV oder früheren Video-Fassungen nie zuvor gesehen hat! Das für diese DVD komplett neu abgetastete Kamera-Negativ bietet sehr harmonische Farb- und Kontrastwerte und verfügt über eine gute Schärfe. Für den Sound wurde (in der englischen Fassung) die 6 Kanal-Tonspur der 70mm-Kopie auf Dolby Digital 5.1 gemastered, was eine erstaunliche Detailfülle und Präzision des Klangbildes ermöglicht. Insgesamt eine hervorragende Präsentation eines fast-schon-Klassikers!
Wertung: 5 Sterne
Zweiter Teil: Nur ein müder Abklatsch des Originals...
"Stirb langsam" galt bei seinem Erscheinen als maßstabsetzend, und darf auch heute noch im Action-Genre als einer der ganz seltenen Referenzfilme des 'new hollywood' bezeichnet werden, was die Art, Action am kompromißlosesten zu präsentieren, am prestigeträchtigsten zu verkaufen, und dies alles dennoch auf einer cleveren Story zu basieren, belangt.
Der Ruf nach einem Sequel, einer Fortsetzung, verhallte nicht ungehört - mittlerweile sind Zweit- und Drittverwertungsstrategien in Hollywood Programm, um ein Motiv filmisch und ökonomisch bis an seine Grenzen auszuquetschen (ein vierter Teil von "Stirb langsam" ist für 2006 angekündigt) - und spätestens, wenn die Credits über den Bildschirm flimmern, muß man sich eingestehen: "leider".
Regiesseur Renny Harlin, zuletzt hatte er das wirklich üble Prequel "Exorzist - The Beginning" verbrochen, schafft es mit "Stirb langsam 2" in keiner Disziplin, an das Original heranzukommen. Verzweifelt versucht der Film seinen Vorgänger nicht nur zu kopieren, sondern auch zu übertrumpfen, und ist schon von der ersten Sekunde an zum Scheitern verurteilt: Die Story des heldenhaften Kämpfers, gescheiterten Familienvaters, versoffenen Polizeicops funktioniert auf einem riesigen Flughafengebäude ungleich schlechter als in der klaustrophobischen Enge eines Hochhauses. Ein paar Meta-Zitate aus dem ersten Teil erfüllen inmitten dieses gekünstelten Machwerks lediglich die Funktion die diversen plot holes zu stopfen. Freilich, dies alles ist als Gesamtergebnis im Falle von "Stirb langsam 2" immer noch erfreulicher als die aktuellen Blockbuster-Knaller a la "Triple X" oder "Bad Boys" (die reduzieren sich wirklich auf das minimalste und dünnste); das Problem ist aber, das die Qualität von Bildsprache, Schnitt, Drehbuch bei "Stirb Langsam 2" nicht über die 08/15-Klasse hinausreichen. Und das ist, um wirklich zu begeistern, geschweige denn in Erinnerung zu bleiben, zuwenig.
Wertung: 2 Sterne


Stephen Kings The Shining (2 DVDs)
Stephen Kings The Shining (2 DVDs)
DVD ~ Rebecca De Mornay

9 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorsicht, Mogelpackung!, 29. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Stephen Kings The Shining (2 DVDs) (DVD)
Achtung: Dieses Machwerk - befremdlich, daß sich für diesen Schwachsinn auch Schauspieler gefunden haben (wahrscheinlich hatten sie gerade Zeit, vielleicht lockte aber auch nur der fette Gehaltsscheck) - oft angekündigt als 'Neuverfilmung' ist nicht zu verwechseln mit der legendären, brillianten Verfilmung Stanley Kubricks des Stephen King-Romans "Shining" mit Jack Nicholson und Shelly Duval in den Hauptrollen.
Diese billige, anspruchslose Produktion (ursprünglich konzipiert und produziert fürs amerikanische Fernsehen) ist im Grunde so erbärmlich, daß sich jede weitere Zeile darüber zu verlieren erübrigt. Lausige Darsteller, hölzerne Regie, stumpfe Schockeffekte, und spätestens nach der Hälfte meldet sich der Sandmann - wenn man nicht schon vorher abgeschaltet hat. Selbst der Versuch, diesen Film als "Shining" Persiflage zu interpretieren scheitert an seiner Ideenlosigkeit.
Daher Finger weg - und lieber das Original anschauen!


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