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Dalek "The Abomination" Caan

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For the Kingdom (Ep)
For the Kingdom (Ep)
Preis: EUR 7,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weckt schon mal die Lust aufs Album!, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: For the Kingdom (Ep) (Audio CD)
Ich bin ja mal gespannt, ob diese EP tatsächlich die Marschrichtung fürs kommende Album vorgibt. Schließlich war auch auf der Ignition-EP mit Unisonic ein relativ harter Song enthalten, der fürs Debut bei manchem falsche - weil härtere - Erwartungen schürte.

Sollte "For The Kingdom" allerings tatsächlich als Wegweiser gelten, so wird die "Keeper"-Nostalgie-Fraktion wohl mit dem Zweitwerk deutlich besser zurechtkommen dürfen. Denn speziell der Titelsong ist purer, typisch deutscher Hanse(ate)n-Metal, mit grooviger Strophe und speedigem Doublebass-Refrain. Geil, aber leider kann man in den Strophen bequem den Scorps-Klassiker "Is there anybody there" drüber singen. Der sofort hängenbleibende Refrain und die angenehm raue, ja, definitiv Metal-ige Produktion reißen das Ganze aber definitiv wieder raus. Der Non-Album-Track "You Come Undone" erinnert denn schon eher an die Hardrock-Ausrichtung des Debuts, aber auch deutlich heavier ausgefallen.

Über die vier Livetracks gibt's nicht viel zu sagen, der Sound ist sauber, aber lebendig genug, um noch jede Menge Live-Feeling zu transportieren, diue Songs wie die Musiker sind klasse und natürlich wird hier jeder Ton völlig genau auf den Punkt genagelt. "Unisonic" kriegt ein neues, längeres Intro, der Rest hält sich ziemlich an die Studiovorlagen, allerdings fällt auch hier der heaviere Sound auf.

Fazit: als Appetithappen perfekt abgestimmt, auch wenn der Preis etwas hoch erscheint, aber unterm Strich gibt's hier auch ne knappe halbe Stunde Musik. Also, zumindest ich kann "For The Kingdom" allen Hardrockern und diesmal auch Old School-Melodic Metal-Freunden nur empfehlen!


Doctor Who - The Seeds of Doom [2 DVDs] [UK Import]
Doctor Who - The Seeds of Doom [2 DVDs] [UK Import]
DVD ~ Alan Barnes
Wird angeboten von comedyfactory
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen Einer der ganz großen Klassiker der Siebziger, 23. Mai 2014
Diese Rezension kommt ehrlich gesagt hauptsächlich, weil ich die Meinung und die Drei-Sterne-Wertung des Kollegen megalurch nicht so alleine stehen lassen möchte (auch wenn ich diese Meinung gar nicht beurteilen will, hat halt jeder seine). Es ist natürlich so, daß man mit den alten DW-Episoden erst mal klarkommen muss, wenn man den visuellen Overkill und das Dampfhammer-Tempo der Moffatt-Ära gewohnt ist. Denn natürlich ist das Tempo ein völlig anderes, auch die Stories sind weit simpler gestrickt. Man muss sich eben vergegenwärtigen, daß DW in den 1960ern und 70ern eben fast ausschließlich für Kinder produziert wurde.

Aber, und da kommt persönlicher Geschmack überhaupt nicht ins Spiel, Tom Baker und Elisabeth Sladen fehlendes Charisma und Blässe vorzuwerfen, das kann man als echter DW-Fan nicht so im virtuellen Raum stehen lassen. Der vierte Doctor und Sarah Jane sind bis heute DAS definitive Tardis-Team, und es macht einfach Spaß, den beiden zuzuschauen. Und Seeds Of Doom ist eine der besten Stories, die das Dynamische Duo zu bieten hat. Die Längen, die die Sechsteiler so oft zu bieten haben, fehlen hier vollkommen, für eine Kinderserie geht's hier - typisch für die 13. Staffel - bisweilen recht gruselig zur Sache (der Vergleich mit Day Of The Triffids und Carpenters Thing, den der Kollege gezogen hat, trifft schon zu!) und der Doktor ist abwechselnd witzig, bedrohlich, pathetisch, tolpatschig, großkotzig, charmant, mürrisch und heroisch - halt Tom Baker. :-)

Dazu kommt mit Harrison Chase ein wunderbarer Oberbösewicht, der jedem Bond-Streifen der klassischen Ära gestanden hätte, und ein brutaler Schläger namens Scorby, der noch dazu einen recht unerwarteten Abgang bekommt.
Wie gesagt, wenn man generell mit DW (und nicht nur mit der neuen Serie!) kann, ist "Seeds Of Doom" Pflichtprogramm.


Ghost Stories
Ghost Stories
Preis: EUR 11,99

37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts mehr für Coldplay-Fans der ersten Stunde, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Ghost Stories (Audio CD)
Ich gebe es gerne zu: ich trauere der guten alten "Parachutes"-Zeit hinterher. Ohne Frage, damals, als Coldplay noch Ecken und Kanten hatten und trotzdem die schönen, melancholischen Pop-Momente mit vorsichtigem Optimismus zelebrierten, waren sie mir am Liebsten. Das unfassbare coole Konzert als Opener aufm Bizarre-Festival damals... ach ja... Dennoch habe ich es über die Jahre noch immer geschafft, mich mit ihren neuesten Ergüssen zu arrangieren. Zum ersten Mal fiel mir das schwer auf MX - aber das neue Album sollte ja ruhiger sein, einen Schritt back to the roots gehen.

Nun, ruhiger ist Ghost Stories in der Tat ausgefallen. Von back to the roots kann jedoch keine Rede sein, hier regiert die Radio- und Schmusetauglichkeit. Dazu kommt die wuie schon auf MX unschön glattgebügelte Produktion. Ja, Chris Martin hat nun auch Vocoder entdeckt (weil, Daft Punk), und von Guy und Will ist nicht viel zu vernehmen, weil, auch Sequencer sind cool und voll angesagt. Angesagter als Drums und Bass, zumindest. Das Ergebnis ist dann auch definitiv nichts für mich oder andere langjährige Coldplay-Fans, hier wird die Zielgruppe angesprochen, die mit "Viva La Vida" (dem Song) zum ersten Mal Kontakt mit der Band hatten. Die kommen möglicherweise auch mit dem grauenvollen "Sky Full Of Stars" klar - ich wußte bis zu diesem Song noch nicht mal, wer Aviici ist... und kam ganz gut klar mit meiner "Lücke".

Unterm Strich eine gar nicht mal so üble Synthiepop-Scheibe, aber in diesem Fall ist für mich ganz deutlich das Signal zur Abreise zu vernehmen. Das ist nicht mehr meine Welt, wem's gefällt, der soll sich freilich dran erfreuen, für mich hält Coldplay nichts mehr Relevantes bereit. Schade - es war schön mit euch... und jetzt gleich nochmal die "Blue Room" EP rausnehmen und mich an "See You Soon" und "Bigger Stronger" erfreuen....
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2014 6:54 PM MEST


A Sky Full of Stars
A Sky Full of Stars
Preis: EUR 1,29

3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was soll'n das?, 6. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: A Sky Full of Stars (MP3-Download)
Nach den sehr guten Songs "Atlas" (leider nicht auf "Ghost Stories" enthalten) und "Midnight" und dem guten "Magic" kann ich der aktuellen Coldplay-Single leider nicht viel abgewinnen. Der Song klingt wie ein platter, Ibiza-tauglicher Elektro-Dancefloor-Remix eines ansonsten typischen Coldplay-Songs. Wie schon bei dem ähnlich peinlichen "Princess Of China" oder der Jay-Z-Kollaboration auf "Lost+" geht der Versuch, sich tanzbar und jugendlich zu präsentieren, auch hier kräftig in die Hose... abgesehen davon, daß die "Indie-Band spielt Elektro"-Nummer schon seit einigen Jahren niemanden mehr vom Hocker reißt.

Ich kann mir weder vorstellen, daß Coldplay im Dance-Genre einen Stich machen werden, noch daß Menschen, die Alben wie "Viva La Vida" oder "Parachutes" mögen, sich mit derartiger Mucke anfreunden können. Was macht man aber nicht alles für 'nen Radiohit... vielleicht sollte Chris Martin aber mal den Softrock-Kollegen Bryan Adams kontaktieren. Der hat mit seinen Trance-Ambitionen nämlich damals auch endgültig sämtliche Altfans vergrault und somit die Karriere nachhaltig geschädigt...

Mal abwarten, was das Album bringt...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2014 4:05 PM MEST


Diamond In The Firepit
Diamond In The Firepit
Preis: EUR 19,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Retro - aber geil!, 6. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Diamond In The Firepit (Audio CD)
Brother Firetribe sind von allen neuen AOR-Bands wahrscheinlich die krassesten Old Schooler. Irgendwelche moderneren Einflüsse (also, welche, die von nach 1988 kommen könnten) gibt es hier nämlich gar keine, es wird strikt nach dem klassischen 80er-AOR-Rezeptbuch gekocht, vor allem auch völlig ohne Angst vor puren Pop-Hooklines.

Wie schon auf den Vorgängern fühlt man sich nicht selten an die Kult-Soundtracks von Streifen wie "Rocky IV" "Top Gun", "Iron Eagle", Over The Top", "Up The Creek", "The Wraith" und Co. erinnert - und die hatten immerhin Bands wie Survivor, Asia, Eric Martin, Sammy Hagar, Helix, Eddie Money, Cheap Trick, Honeymoon Suite, John Cafferty, Stan Bush, Robert Tepper und Konsorten zu bieten.

Das muss man natürlich abkönnen, wem die Hälfte der erwähnten Bands schon nicht kennt, hat man bei Brother Firetribe höchstwahrscheinlich nix verloren. Wer aber bei diesen Nennungen gleich ein Kribbeln verspürt, ist hier absolut perfekt aufgehoben. Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Ergüssen der Originale stimmt bei BF auch noch das Frischelevel, hier gibt's wirklich gute Laune vom Fass, richtig schön dick aufgetragenen Bombast, hymnische Melodien, Killerrefrains - perfekte Musik für den Sommer und entweder das Cabriolet oder, wenn's denn kleiner gehen muss, halt die Ü-40-Grillparty.

Richtige Balladen gibt's diesmal gar keine, am nächsten dran sind die etwas an Survivor oder John Waite erinnernde Midtemponummer "Desperately" und der Rausschmeißer "Close To The Bone", dafür streift man mit dem Opener "Love Is Not Enough" mal wieder - ebenso Old Schoolige - Hard Rock-Gefilde. Insgesamt zeigt man sich deutlich poppiger als auf dem direkten Vorgänger, die Ausflüge in den Melodic Metal-Randbereich fehlen diesmal auch völlig. Das könnte bei weniger talentierten Bands zu Eintönigkeit und Langeweile führen, die Ohrwurmdichte der Scheibe sorgt aber dennoch dafür, daß "Diamond in the Firepit" sofort ins Ohr geht wie der Papi in die Mami. Extrabonus auch noch für den einzig wirklich wahren Heino, Frontmann Pekka. Der geht nämlich bisweilen ein wenig rauchiger und auch kraftvoller als bisher zur Sache, was ihm außerordentlich gut zu Gesicht steht.

Anspieltipps? Zu den oben Erwähnten würde ich auf jeden Fall noch die Hymne "For Better Or For Worse", das melancholisch angehauchte, mit leichtem Mittachtziger-Toto-Flair ("Isolation"!) gewürzte "Hanging by a Thread", "Tired of Dreaming" mit seinem Götter-Refrain und das gelungene Sammy Hagar-Cover "Winner Takes It All" hinzufügen.

Fazit: wenn schon Retro, dann richtig. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Album nicht wieder sechs Jahre...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2014 6:59 PM MEST


Magic Mountain
Magic Mountain
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BSC - die Vierte!, 3. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Magic Mountain (Audio CD)
Auch auf ihrem vierten Album zeigen BSC der Konkurrenz mal wieder deutlich, wo der Hammer hängt. Klassischen Südstaaten-geprägten, brettharten Rock'n'Roll mit modernen Elementen und zeitgemäßem Sound versetzt spielen ja heute wieder viele, aber BSC sind ihren Kollegen einfach mindestens eine Nasenlänge voraus. Die Songs sind besser als die von The Answer oder The Brew, im Gegensatz zu Nickelback schielt man nicht aufs Hausfrauenradio, und die albernen Klon-Krieger Airbourne will ich erst gar nicht als Konkurrenz ernstnehmen.

Wer BSC nicht kennt, dem sei die Band beschrieben als genauso tief im Southern Rock wie im groovigen Alternativ Metal verwurzelt. Black Label Society trifft auf Molly Hatchet, Blackfoot und alte Nickelback, könnte man sagen. Im Gegensatz zum Vorgängeralbum wurde der produktionstechnische Feinschliff diesmal zuhause gelassen, hier gibt es einen schön erdigen, livemäßigen Sound, und auch die Gitarren sind wieder deutlich kantiger als zuletzt ausgefallen. Das rauere Gesamtbild hat "leider" (ich kann damit leben) zur Folge, daß ein paar Songs insgesamt ein wenig länger brauchen, bis sie hängenbleiben, aber hier wirkt ganz eindeutig der Langzeit-Effekt, denn nach zwei, drei Umdrehungen gehen Songs wie der Opener "Holding on... to letting go" oder das derbe "Never Surrender" mit überraschenden Hardcore-Shouts (!)genauso gut rein wie die "Sofort"-Hits "Me And Mary Jane", "Bad Luck & Hard Love" oder der völlig geniale Abschlußtrack "Remember Me".

Zugegeben, allzuviel musikalische Weiterentwicklung gibt es hier nicht, aber das war ja auch nie das Metier ihrer geistigen Väter. Stattdessen wird der bandeigene Stil auf jedem Album weiter perfektioniert und mit einigen subtilen Neuerungen angereichert. Auf dem Vorgänger waren das die Stadion-Rock-Refrains, hier hingegen schleicht sich, das Cover deutet's schon an, gelegentlich eine leicht psychedelische Kante ein, ohne jedoch in trendige Stoner-Gefilde abzudriften. Dafür gibt's auf "Dance Girl" mal ein paar fast schon funkige Elemente, "Hollywood in Kentucky" läßt mal die Country-Einflüsse nach vorne (und ist noch dazu ein echter Ohrwurm), und mit "Something" ist eine schöne, erfreulich kitschfreie und unkommerzielle Ballade vertreten, die live mit Sicherheit ein absoluter Gänsehautmoment werden wird.

BSC zeigen also einmal mehr, wie locker und fluffig man traditionelle Rock-Elemente mit modernem Sound kombinieren kann - wäre schon, wenn das auch die Plattenkäufer endlich mal mitkriegen würden...


Light at the End (Doctor Who)
Light at the End (Doctor Who)
von Nicholas Briggs
  Audio CD
Preis: EUR 13,68

5.0 von 5 Sternen Das Anniversary-Projekt der Altvorderen, 5. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Light at the End (Doctor Who) (Audio CD)
Die DW-Fangemeinde hat ja schwer geschluckt (bis gespuckt), als Steven Moffatt verkündete, keine "alten" Doktoren außer David Tennant zurückzubringen und stattdessen eine "neue" Inkarnation in Form des "War Doctor" einzuführen. Nun, alles halb so wild, ein halbes Jahr später wissen wir alle, daß sich zumindest Tom Baker und Paul McGann doch irgendwie reingeschmuggelt haben und alle Ex-Doktoren zumindest visuell repräsentiert waren - und "Day Of The Doctor" ohne Frage eine würdige Jubiläumsfolge war.

Big Finish haben allerdings das schwierige Unterfangen gewagt, "ihre" Doktoren (4-8) gemeinsam in ein Abenteuer zu schicken und somit quasi den harten Fans das zu geben, was sie lauthals forderten. Dabei orientierten sie sich ganz deutlich an den Multi-Doktor-Episoden der klassischen Serie, sprich, die Handlung, Spannung und überraschende Wendungen treten ganz klar zurück, um dem nostalgischen Vergnügen den Vortritt zu lassen. Deshalb gibt es hier auch keine allzu schwierige Handlung, sondern eine klassische "Master vs. Doctor"- Story. Im Prinzip handelt es sich hier hauptsächlich um eine "Lost Episode" aus der ersten Staffel des Achten Doktors mit Charley Pollard, die beiden führen ganz eindeutig die Haupthandlung, allerdings schon recht früh begleitet von Nr. 4 und Leela.

Ins Detail zu gehen, würde natürlich Spoiler bedeuten, also lasse ich das. Erfreulicherweise haben BF für "Light At The End" ihre in letzter Zeit immer häufiger werdenden Querverweise und serienübergreifende Handlungsbögen zum größten Teil außen vor gelassen, weshalb man dies hier auch als Newbie problemlos genießen kann - selbst Themen wie Regeneration und Zeitreisen werden noch mal kurz erklärt (ohne allzusehr zu bremsen), also wirklich eine schöne Story auch für Einsteiger ins DW-Universum. Die werden dann halt manchen Insider-Gag nicht mitkriegen, aber das ist halt das Schicksal von Nicht-Insidern. :-)

Alle Beteiligten machen ihre Sache hörbar mit Spaß an der Sache, und Nicholas Briggs Script trifft die Eigenheiten der Doktoren wirklich auf den Punkt. Einzige Kritik von meiner Seite ist, daß das Ende etwas gehetzt wirkt, dafür hätte man sich ein wenig mehr Zeit lassen können. Und ich war etwas, nun ja, irritiert von der rauen und kratzigen Stimme, die Louise Jameson ("Leela") mittlerweile hat - ich hätte sie ums Verrecken hier nicht wiedererkannt... der Leder-Lendenschurz ist halt dann doch fast vierzig Jahre her...

Alles in Allem: Eine schöne Abrundung zu den Jubiläumsfeiern, zu genießen am Stück mit "An Adventure In Time And Space", "Night/Day Of The Doctor" und "The Five(ish) Doctors".


Escape from the Shadow Garden
Escape from the Shadow Garden
Preis: EUR 15,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht..., 2. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Escape from the Shadow Garden (Audio CD)
... heißt es hier bei der 3-Sterne-Wertung, und damit ist halt auch schon fast alles gesagt.

Nach dem tollen Vorgänger "On The 13th Day", für mich das beste Nach-Reunion-Album der Band, wird hier eher auf Sparflamme geköchelt. Die Songs klingen allesamt ein wenig arg vertraut, und die Produktion mag mir auch wieder nicht so sehr gefallen, klingt alles recht trocken und natürlich - für Magnum bevorzuge ich aber groß, breit und bombastisch. Es wäre meiner Meinung nach definitiv mal an der Zeit, mal einen anderen Produzenten an Bord zu holen, denn unter allen von Tony Clarkin produzierten Magnum-Alben gefielen mir vom Sound her eigentlich nur "Sleepwalking", "Princess Alice" und "13th Day". Was macht eigentlich Gary Hughes derzeit? :-)

Natürlich heißt das nicht, daß die Scheibe Schrott ist. Alleine die schöne Vertrautheit des Gitarrenspiels (auch wenn der Sound diesmal nicht so schön warm und raumfüllend ist wie sonst, eher ruppig und kantig) erfreut natürlich, und Bob Catley ist auch einfach ein Guter. Aber, ein weiteres Mal muss ich kritisieren, daß mancher Song Bob in rauere stimmliche Gefilde führt, in denen er einfach nicht so überzeugend klingt wie in den gefühlvollen, anspruchsvoll-epischen Momenten. Al Barrows Bassspiel war ja auch nie so fantasievoll wie das von Wally Lowe, aber dafür mit ordentlich Dampf ausgestattet - der fehlt hier aber produktionsbedingt auch.

Insgesamt kann ich mich des Verdachts nicht erwehren, das Album sei ein wenig ein Schnellschuß geworden. Klar, kaufen kann man das Ding, aber ich zumindest erwarte bei Magnum einfach mehr als nur guten Durchschnitt.


Party On The Moor (The 40th Anniversary Concert) [2 DVDs]
Party On The Moor (The 40th Anniversary Concert) [2 DVDs]
DVD ~ Runrig
Preis: EUR 24,99

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Natürlich endgeil!, 2. April 2014
Meine Güte, mancher Rezensent scheint echt mit übertriebenen Erwartungen an diese DVD/BluRay heranzugehen. Ansonsten kann ich mir die massenweise schlechten Bewertungen nämlich nicht erklären.

Lassen wir mal persönliche Präferenzen außen vor - was haben wir dann hier? Die Jubiläumsfeier für 40 Jahre Runrig, also von vornherein eigentlich schon eine reine Nostalgieveranstaltung. Das ziehen die Jungs auch konsequent durch, selbst Donnie Munro und Peter Wishart schauen mal vorbei, und der Set besteht hauptsächlich aus den ganz großen Hits. Klar, natürlich hat jeder Fan seine Traumsetlist inklusive Rarem im Kopf, aber natürlich ist das schlicht nicht unzusetzen - selbst von den besagten Hits fehlen immer noch einige wie z.B. "Stamping Ground", "Proterra", "Sona" oder "Mighty Atlantic", aber da hätte man locker nochmal drei Stunden dranhängen können/müssen. Immerhin wird (außer der Frühphase :-( ) jeder Part der Bandhistory einigermaßen gleich berücksichtigt, wenn auch "The Cutter And The Clan" mit gleich sieben Songs deutlich bevorzugt behandelt wird. Ist halt aber auch DAS Album der Band (obwohl m.E. "Highland Connection", "Recovery" und "Stamping Ground" sogar noch besser sind). Die Band ist gut drauf, von der "Müdigkeit", die angesprochen wurde, kann ich nix entdecken, es rockt, groovt und kracht in ausreichendem Maße, ohne die Gänsehautmomente zu vernachlässigen.

Bezüglich des qualitativ gescholtenen Bild- und Tonmaterials: Wenn jemand natürlich Referenz-DVDs von Multimillionären wie Muse zum Vergleich ranzieht, dann können Runrig halt nur abstinken. Was Runrig mit einer ganzen Tour verdienen, machen Muse, Iron Maiden, Springsteen und Co. an einem Abend... was natürlich auch das Budget für eine DVD-Aufzeichnung bestimmt. Und für eine Band mit überschaubarem Budget liefern die Schotten hier ohne Frage ganze Arbeit ab. Der Schnitt ist unaufgeregt, die eingestreuten Publikumsvideos sorgen für jede Menge Atmosphäre, und der Sound ist auf der DVD und der CD zumindest absolut in Ordnung. Der vielfach gescholtene Hall gehört bei Runrig schon seit jeher zum Livesound - siehe "Once In A Livetime" - und der Bandsound klingt halt einfach so, wie er live immer klingt.

Fazit: wenn man mal die Kirche im Dorf lässt und hier kein State-of-the-Art-Mega-Pompös-Überwerk erwartet, bekommt man eine stimmungsvolle, astreine Live-DVD mit einer gnadenlos hitlastigen Setlist von einer der unschlagbarsten Livebands aller Zeiten, die in einigen Momenten das Zeug hat, dem Fan wiederholt Pipi in die Augen zutreiben... ja, und ganz offen gesagt, mir reicht das so.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2014 2:53 PM MEST


Wanderlust (Deluxe Version)
Wanderlust (Deluxe Version)
Preis: EUR 16,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh no, where did the groove go? Lights out, Ibiza..., 27. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Wanderlust (Deluxe Version) (Audio CD)
Nix mehr mit Dance-Geballer? Piano, Bass, Gitarre und Drums..., oh, oh, wenn das mal gutgeht....

Natürlich tut es das. Auch wenn dieses Soundgewand für viele gewöhnungsbedürftig ist: Sophie Ellis-Bextor kehrt mit "Wanderlust" zu ihen Wurzeln zurück. Und die liegen halt mal, auch wenn das die Tanztempel-Fraktion nicht wahrhaben will (oder schlicht gar nicht weiß), im klassischen Indie-Pop, wie sie ihn erstmals Ende der 1990er als Frontfrau der fantastischen theaudience spielte. Trotz aller Dancefloor-Killer behielt sich SEB über ihre ersten drei Alben ja auch immer das ironische Augenzwinkern und eine leichte Schräglage ihrer Songs bei, ein Trademark, das sie immer deutlich von allen anderen Disco-Möchtegerns abhob. Somit sollte eigentlich niemand, der die History der Dame kennt, von diesem Album wirklich überrascht sein.

Allerdings, und das muß man auch einfach sagen, hat sich SEB mit dem letzten Album "Make A Scene" auch selbst in eine Sackgasse katapultiert. Zugunsten der ultimativen Tanzbarkeit wurden viele der obigen Trademarks vernachlässigt, ja, über weite Strecken komplett ausgemerzt. Außer der "posh voice" war da nicht mehr viel übrig, die Songs klangen mehr nach den jeweiligen Produzenten als nach der Künstlerin (in vielen Fällen war sie ja auch "nur" noch die Stimme für andere Projekte). Wer die Dame zu dieser Zeit live gesehen hat, dürfte sich gewundert haben, wie stark die Songs für Bandarrangements umarrangiert wurden, und dieses Konzept - raus mit Sequencer, Beats und Loops, rein mit Drums, Piano und Gitarre - verfolgt auch Wanderlust. Wer einigermaßen offene Ohren dafür hat, wird schnell merken, daß die Scheibe songwriting-technisch ganz direkt an "Tripping The Light Fantastic" anknüpft.

Wer die Floorfiller-Sophie vermisst, der wird mit Sicherheit auch in Zukunft weitere Kollaborationen mit einschlägigen Künstlern von ihr bekommen, ich würde mich freuen, wenn ihre Solo-Alben in Zukunft für das intime, herzbluterfüllte, persönliche Material wie auf "Wanderlust" reserviert bliebe.

PS: wer das Überschriften-Zitat erkennt, gewinnt 'ne Ananas!


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