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Dalek "The Abomination" Caan

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Rock Your Face Off
Rock Your Face Off
Preis: EUR 13,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schönes Comeback - vielleicht etwas zu entspannt, 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Rock Your Face Off (Audio CD)
Kix werden ja immer gerne in die Glam Metal-/Sleaze-Ecke gesteckt, dabei muss man nur mal eines ihrere Alben hören, um deutlich zu erfahren, daß sie dort eigentlich gar nix verloren haben - weder mit den Metal-Light-Riffs von Ratt oder den frühen Mötley Crüe noch den Aerosmith-Revisited-Sounds von Guns N'Roses oder den späteren Mötley Crüe hatten die Jungs viel zu tun.

Natürlich sind AC/DC, die Faces und auch Kiss als Bezugspunkte jederzeit rauszuhören, aber KIx hatten auch schon immer ein Fable für Power-Pop a la Cars oder Cheap Trick, der sich in ultrapoppigen Hooklines a la "Cold Blood" und "Same Jane" (die AC/DC-Jünger wie Rhino Bucket oder Johnny Crash mit der Kneifzange nicht angefasst hätten) und auch dem ein oder anderen stilfremden Experiment wie den Wave-Keyboards der ersten beiden Alben oder den ausgiebigen Samples auf "Midnite Dynamite" niederschlug.

Nun, davon ist auf "Rock Your Face Off" nicht viel zu vernehmen. Stattdessen hat man es sich einfach gemacht, diesmal gibt es ausschließlich simplen, der reinen AC/DC-Schule folgenden Riffrock, der aufgrund der reduzierten Härte allerdings soundmäßig eher an die Stones als an die Youngs angelehnt ist. Die Songs sind dabei tasächlich alle durchaus gelungen, was aufgrund der Tatsache, das Donnie Purnell, der die ersten sechs Alben quasi alleine geschrieben hatte, als einziges Mitglied der klassischen Besetzung nicht beteiligt ist. Die Hits der Scheibe wie "Wheels in Motion", "Rollin in Honey", "All The Right Things" (bei dem noch am meisten die alte Pop-Schlagseite durchkommt), "Rock'n'Roll Showdown" und "Love me with your top down" (unbezahlbarer Songtitel...) sind so klasse wie eh und je.

Allerdings schleicht sich auf die komplette Distanz dann doch etwas Gleichförmigkeit ein, da fehlen mir persönlich dann doch die speziellen Eigenheiten, die Kix für mich in den Achtzigern und frühen Neinzigern von der Konkurrenz abgesetzt haben - und man hätte auch ruhig insgesamt ein wenig mehr Gas geben können. Vieles wirkt einfach etwas arg entspannt, und selbst die Uptempo-Songs kommen ein wenig mit angezogener Handbremse daher. Ausnahmen sind der Opener "Wheels in Motion" und das krachige "Mean Miss Adventure", bei denen auch soundmäßig endlich mal ordentlich Dreck aufgewirbelt wird - da hätte ich gerne mehr davon gehabt. Das mag allerdings wieder Geschmackssache sein, man ist ja als Kix-Fan jetzt auch im Schnitt Ü40, da muss man ja eh ein wenig auf die Nackenwirbel achten...

Fazit: Ein gelungenes, gutes Comeback-Album, daß man als Kix-Fan gerne nimmt und als "normaler" Rock'n'Roller ohne Probleme und mit genug Spass in den Backen hören kann. Aber eben auch kein potenzielles Lieblingsalbum wie "Blow My Fuse" oder "Midnite Dynamite".
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 17, 2014 8:51 AM MEST


Get Hurt (Deluxe Edition)
Get Hurt (Deluxe Edition)
Preis: EUR 17,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber eben doch überschätzt, 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Get Hurt (Deluxe Edition) (Audio CD)
Was hatten wir Gaslight Anthem nach dem famosen "The 59 Sound" nicht alles zugetraut?

MIndestens mal die Zukunft, womöglich gar die Rettung des Rock'n'Roll waren sie. Man hat sich im Sog des Albums mitreißen lassen. Immerhin, erst das zweite Album! Was würde da noch Großes auf uns zu kommen, schon mit dem dritten, ihrem "Born To Run"/"London Calling"/"After The Gold Rush"/"Damn The Torpedoes".... das tatsächliche dritte Album "American Slang" brachte aber eher Stagnation, zwar auf hohem Niveau, aber eben auch nicht den Alltime-Klassiker, den man ihnen zugetraut hätte. Und der Nachfolger "Handwritten" haute stilistisch schon zum dritten Mal in exakt die gleiche Kerbe, begann aber tatsächlich bereits im Songwriting ein wenig zu schwächeln, und die rohe Energie der Vorgänger wich konventionelleren, radiofreundlichen Sounds.

Nun, mit "Get Hurt" wird immerhin stilistisch etwas experimentiert, Grunge und Stoner Rock sind das Wort der Stunde, alles wird modernisiert, weg vom Punk, erst recht auch weg vom Boss. Statt an die Replacements und The Clash erinnern die Riffs an Pearl Jam, Stone Temple Pilots, die Queens of the Stone Age, und U2 und R.E.M. (in ihren 80er-Versionen) schauen auch gelegentlich um die Ecke. Dank der großzügig eingesetzten Keyboards und der oft sehr poppigen Hooklines allerdings auch Bon Jovi und die Killers. Nun habe ich damit grundsätzlich keine Probleme, alles Bands, die ich auch sehr mag. Allerdings wirkt die ganze Scheibe so, als ob man nun mit aller Gewalt den Mainstream erreichen möchte, von der rohen Ehrlichkeit der ersten drei Scheiben ist nur noch wenig über - und leider gibt's außer "Rollin' and Tumblin'", "Ain't That A Shame" und "Break your Heart" auch keine richtigen Hits, die es mit "Great Expectations", "Old White Lincoln" oder "The Diamond Church Street Choir" aufnehmen können.

Es bleibt ein handwerklich freilich gut gemachtes, aber leider völlig unspektakuläres Mainstream-Rock-Album mit keimfrei-glatter Produktion und die Erkenntnis, daß Gaslight Anthem wohl nicht die Rettung des Rock'n'Roll bringen werden, noch nicht einmal mehr die Revolution. Den ganz großen, alles verändernden Klassiker, der sie auf eine Stufe mit ihren Vorbildern stellen würde, hatten TGA wohl doch nicht in sich... schade auch.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2014 10:54 AM MEST


Bastard of the Blues
Bastard of the Blues
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Geile Band, geile Musik - aber leider nur acht neue Songs, 5. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Bastard of the Blues (Audio CD)
Helix haben in ihrer 40jährigen Geschichte einige Ups und Downs erlebt. In den Siebzigern als hart arbeitende Barband in Kanada gestartet, wurden sie Mitte der Achtziger mit dem Glam-Metal-Hype und durch Touren mit u.a. Kiss plötzlich echte Rockstars, nach der untypischen (aber tollen) "It's a Business doing pleasure" (1993) und dem Auseinanderbrechen des klassischen Line Up hatte Bandboss Brian Vollmer mit maximal halbgaren Veröffentlichungen wie "Rockin' In My Outer Space" und zahlreichen Compilations den Ruf der besten Partyband der Achtziger fast schon ruiniert, und zum 30jährigen Jubiläum vor zehn Jahren hätte ich zumindest keinen Pfifferling ehr drauf gesetzt, daß die Truppe nochmal die Kurve kriegen würde.

Seit der 2007er Scheibe "The Power of Rock'n'Roll" geht's aber wieder deutlich bergauf - und das letzte Album "Vagabond Bones" konnte sich sogar in Sachen Power, Hitdichte und Klasse mit den Mittachtziger Klassikeralben messen. Auch wenn "Bastard of the Blues" im Vergleich zu den beiden Vorgängern deutlich entspannter, weniger rotzig und eher 70er als 80er- lastig daherkommt (mich erinnert die Scheibe an die ersten beiden Alben "Breakin' Loose" und "White Lace & Black Leather", aber eben zeitgemäß produziert), einmal mehr gibt's ein Album voller guter Laune, das jedem Helix-Fan reingehen dürfte wie ein gut gekühltes Blondes. Ob das tasächlich mit bluesigem Feeling ausgestattete, überraschend differenzierte Titelstück (sehr cooles Solo!) oder Ohrwürmer wie das poppig-melodische "Winning is the best Revenge", der Mitsing-Kracher "Metal at Midnight" oder die von Daryl Gray gesungene, episch angehauchte Ballade "When all the Love has gone" mit Skynyrd-Flair

Warum es dennoch einen Punkt Abzug gibt? Weil es im Prinzip nur acht wirklich neue Songs gibt, "Skin In The Game" und "The Bitch is a Bullet" stammen von der 2011 veröffentlichten "Skin in the Game" -EP, und auch "Axe to Grind" war bereits auf der 2012er Best Of-Scheibe vertreten. Beides Veröffentlichungen, die der echte Fan (und jemand anders kauft heutzutage eh keine Helix-Platten mehr) bereits im Regal hat (vor allem, weil beide noch weitere Exklusiv-Tracks enthalten). Sowas ist halt einfach ärgerlich und in den Zeiten von illegalem Downloaden sollte man gerade als kleine Band auf value for money achten.


Rob Zombie - The Zombie Horror Picture Show
Rob Zombie - The Zombie Horror Picture Show
DVD ~ Rob Zombie
Preis: EUR 18,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Kino... aber kurz, 6. Juni 2014
"Programme contains both high-quality video and low-quality video mixed throughout for artistic reasons" - so steht es warnend auf dem Backcover. Und das ist nicht alles - natürlich konnte sich Rob Zombie bei seiner ersten offiziellen Live-DVD nicht zurückhalten, es gibt also jede Menge Effekte, Überblendungen, unkonventionelle Blickwinkel, so wie man das aus "House Of 1000 Corpses" und vor allem "Lords Of Salem" von ihm gewohnt ist - ein natürlich abgefilmtes Rock'n'Roll-Konzert sieht freilich anders aus.

Aber, zur dargebotenen Show passt das definitiv wie die Faust aufs Auge. So ziemlich jeder Song wird von einem Prop oder sonstigen visuellen Gags unterstützt, und sowieso gibt's Videoscreens en masse, Pyros, Licht, Kostümwechsel und, und, und. Als Vergleich muss man schon die Spektakel von Leuten wie Rammstein, Manson (die aber beide mit Sicherheit eher von Altmeister Zombie inspiriert sind als umgekehrt) oder natürlich Kiss (Alive II-Ära) heranziehen. Ja, so geht im Zombieland Entertainment - und nicht nur die vor Ort befindlichen Texaner lassen sich gerne bespaßen, der Overkill sorgt auch zuhause noch für mächtig gute Laune.

Auch soundtechnisch gibt's wenig Mecker, es kracht und ballert auch hier an allen Ecken und Enden. Obwohl die anwesenden Fans hörbar nicht allzu textfest sind, die Stimmung kommt dennoch richtig klasse rüber, die Band spielt tight wie nur was, und Zombie ist ein charismatischer Frontmann, der sich sympathischerweise auch für ein bißchen Publikumskontakt nicht zu schade ist. Die Songauswahl reicht von den späten White Zombie bis zum 2013er Album, Schwerpunkt klar auf den Hits wie "Superbeast", "Dragula", "Sick Bubblegum" oder "Thunder Kiss '65" - in dem John "5" Lowery in einem Gitarrensolo mal wieder der Muckerpolizei Maulsperren verpasst und sympathischerweise sogar Gary Moores "Dirty Fingers" zitiert.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Länge des Konzertes. Wenn man Vor- und Abspann abrechnet, kommt man nämlich auf gerade mal 75 Minuten Musik, und das ist schon ein wenig dünn, speziell aufgrund der Tatsache, daß die DVD außer einer kleinen Galerie keinerlei Extras zu bieten hat. Allerdings ist das für viele US-Acts halt durchaus akzeptable Konzertlänge, so gesehen spricht es eigentlich fast schon wieder für Zombie, daß er wirklich eine ganz normale, nicht für die DVD-Aufzeichnung einmalig verlängerte Show präsentiert. Value for money geht aber anders.

Beurteilt man aber nur das Dargebotene und nicht, wie weit die eigenen Erwartungen erfüllt worden sind, so kommt man nicht umhin, Zombie zu beglückwünschen. Die "Zombie Horror Picture Show" bietet perfekte Unterhaltung und eine der coolsten Live-DVDs, die ich bislang gesehen habe. Well done, Mr. Zombie.


Kiss 40 (Best of)
Kiss 40 (Best of)
Preis: EUR 16,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Werkschau zum 40. mit kleinen Schwächen, 30. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Kiss 40 (Best of) (Audio CD)
Ja, in ein paar Tagen feiere ich meinen 40. Geburtstag. Schön von Kiss, mir dafür ein Album zu widmen!

Aber ernsthaft, Kiss-Compilations gibt's ja schon so einige, da darf man nach dem Sinn und Zweck einer weiteren Best Of durchaus auch mal kritisch fragen. Und, ja,. es gibt definitiv schlechtere Einsteiger-Sammlungen der Band. Von den wichtigen Songs fehlt eigentlich nur - und das ist ein definitiver Faux Pas - "Love Gun", ansonsten ist alles da. Die Menge an Material, die tatsächlich alle Alben der Band umfasst, zeichnet ein schönes rundes Bild der altgedienten Rock'n'Roll-Helden, die Zusammenstellung passt gut zusammen, und ein paar Semi-Raritäten wurden auch noch verbraten.

Aber, über die Auswahl wird natürlich wieder kräftig gestritten werden. Meiner Meinung nach hätte man sich die Solo-Songs klemmen und dafür lieber noch den einen oder anderen Band-Klassiker einbauen können - neben "Love Gun" z.B. "Hotter Than Hell", "I Want You", "Calling Dr. Love" oder "War Machine".... "You Matter To Me" und "Hold Me, Touch Me" (warum auch ausgerechnet noch dieser Paule - Song?) sind so oder so definitiv keine Essentials... da dürfte wohl kaum ein Kiss-Fan diskutieren.

Ebenfalls eher störend ist die Demo-Version von "God Of Thunder" - das von Paule gesungene Original kommt mit waschechtem Disco-Drum und gehauchtem Refrain - man muss es als Fan zur Belustigung mal gehört haben, aber hier hätte definitiv die ikonische Gene-Version hingehört! Das andere Demo (und der einzig wirklich unveröffentlichte Song) ist ein Gene-Song namens "Reputation", der hörbar eine Work in Progress-Version von "Radioactive" ist (inklusive einiger Ideen, die in "Christine Sixteen" verwurstet wurden), da hätte ich auch die beiden betreffenden Songs nicht nochmal in Endversionen gebraucht.

Die diversen unveröffentlichten Livetracks sind okay, lediglich der Rumpelsound von "Deuce" aus Pittsburgh lässt eher an ein mitteltolles Bootleg denken als an eine offizielle Jubi-Veröffentlichung - aber, immerhin authentisch.. Dafür hätte wohl nicht nur ich mir gewünscht, endlich die "Heaven's On Fire"-Liveversion von der "Hear'n'Aid"-LP auf CD serviert zu bekommen...

Unterm Strich bleiben zweieinhalb Stunden coole Mucke mit einigen wenigen Ausfällen, die dem harten Fan zwar am Allerwertesten vorbeigehen darf (aber man muss ja eh ALLES haben...), dem Einsteiger und Gelegenheitsfan aber guten Gegenwert fürs Geld gibt. Und wenn ich mal meine persönlichen Erwartungen außen vor lasse, gibt es eigentlich - gerade auch, weil es die Scheibe zum Preis einer Einzel-CD gibt, wenig zu meckern.


For the Kingdom (Ep)
For the Kingdom (Ep)
Preis: EUR 7,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weckt schon mal die Lust aufs Album!, 24. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: For the Kingdom (Ep) (Audio CD)
Ich bin ja mal gespannt, ob diese EP tatsächlich die Marschrichtung fürs kommende Album vorgibt. Schließlich war auch auf der Ignition-EP mit Unisonic ein relativ harter Song enthalten, der fürs Debut bei manchem falsche - weil härtere - Erwartungen schürte.

Sollte "For The Kingdom" allerings tatsächlich als Wegweiser gelten, so wird die "Keeper"-Nostalgie-Fraktion wohl mit dem Zweitwerk deutlich besser zurechtkommen dürfen. Denn speziell der Titelsong ist purer, typisch deutscher Hanse(ate)n-Metal, mit grooviger Strophe und speedigem Doublebass-Refrain. Geil, aber leider kann man in den Strophen bequem den Scorps-Klassiker "Is there anybody there" drüber singen. Der sofort hängenbleibende Refrain und die angenehm raue, ja, definitiv Metal-ige Produktion reißen das Ganze aber definitiv wieder raus. Der Non-Album-Track "You Come Undone" erinnert denn schon eher an die Hardrock-Ausrichtung des Debuts, aber auch deutlich heavier ausgefallen.

Über die vier Livetracks gibt's nicht viel zu sagen, der Sound ist sauber, aber lebendig genug, um noch jede Menge Live-Feeling zu transportieren, diue Songs wie die Musiker sind klasse und natürlich wird hier jeder Ton völlig genau auf den Punkt genagelt. "Unisonic" kriegt ein neues, längeres Intro, der Rest hält sich ziemlich an die Studiovorlagen, allerdings fällt auch hier der heaviere Sound auf.

Fazit: als Appetithappen perfekt abgestimmt, auch wenn der Preis etwas hoch erscheint, aber unterm Strich gibt's hier auch ne knappe halbe Stunde Musik. Also, zumindest ich kann "For The Kingdom" allen Hardrockern und diesmal auch Old School-Melodic Metal-Freunden nur empfehlen!


Doctor Who - The Seeds of Doom [2 DVDs] [UK Import]
Doctor Who - The Seeds of Doom [2 DVDs] [UK Import]
DVD ~ Alan Barnes
Wird angeboten von comedyfactory
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen Einer der ganz großen Klassiker der Siebziger, 23. Mai 2014
Diese Rezension kommt ehrlich gesagt hauptsächlich, weil ich die Meinung und die Drei-Sterne-Wertung des Kollegen megalurch nicht so alleine stehen lassen möchte (auch wenn ich diese Meinung gar nicht beurteilen will, hat halt jeder seine). Es ist natürlich so, daß man mit den alten DW-Episoden erst mal klarkommen muss, wenn man den visuellen Overkill und das Dampfhammer-Tempo der Moffatt-Ära gewohnt ist. Denn natürlich ist das Tempo ein völlig anderes, auch die Stories sind weit simpler gestrickt. Man muss sich eben vergegenwärtigen, daß DW in den 1960ern und 70ern eben fast ausschließlich für Kinder produziert wurde.

Aber, und da kommt persönlicher Geschmack überhaupt nicht ins Spiel, Tom Baker und Elisabeth Sladen fehlendes Charisma und Blässe vorzuwerfen, das kann man als echter DW-Fan nicht so im virtuellen Raum stehen lassen. Der vierte Doctor und Sarah Jane sind bis heute DAS definitive Tardis-Team, und es macht einfach Spaß, den beiden zuzuschauen. Und Seeds Of Doom ist eine der besten Stories, die das Dynamische Duo zu bieten hat. Die Längen, die die Sechsteiler so oft zu bieten haben, fehlen hier vollkommen, für eine Kinderserie geht's hier - typisch für die 13. Staffel - bisweilen recht gruselig zur Sache (der Vergleich mit Day Of The Triffids und Carpenters Thing, den der Kollege gezogen hat, trifft schon zu!) und der Doktor ist abwechselnd witzig, bedrohlich, pathetisch, tolpatschig, großkotzig, charmant, mürrisch und heroisch - halt Tom Baker. :-)

Dazu kommt mit Harrison Chase ein wunderbarer Oberbösewicht, der jedem Bond-Streifen der klassischen Ära gestanden hätte, und ein brutaler Schläger namens Scorby, der noch dazu einen recht unerwarteten Abgang bekommt.
Wie gesagt, wenn man generell mit DW (und nicht nur mit der neuen Serie!) kann, ist "Seeds Of Doom" Pflichtprogramm.


Ghost Stories
Ghost Stories
Preis: EUR 11,99

32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts mehr für Coldplay-Fans der ersten Stunde, 16. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Ghost Stories (Audio CD)
Ich gebe es gerne zu: ich trauere der guten alten "Parachutes"-Zeit hinterher. Ohne Frage, damals, als Coldplay noch Ecken und Kanten hatten und trotzdem die schönen, melancholischen Pop-Momente mit vorsichtigem Optimismus zelebrierten, waren sie mir am Liebsten. Das unfassbare coole Konzert als Opener aufm Bizarre-Festival damals... ach ja... Dennoch habe ich es über die Jahre noch immer geschafft, mich mit ihren neuesten Ergüssen zu arrangieren. Zum ersten Mal fiel mir das schwer auf MX - aber das neue Album sollte ja ruhiger sein, einen Schritt back to the roots gehen.

Nun, ruhiger ist Ghost Stories in der Tat ausgefallen. Von back to the roots kann jedoch keine Rede sein, hier regiert die Radio- und Schmusetauglichkeit. Dazu kommt die wuie schon auf MX unschön glattgebügelte Produktion. Ja, Chris Martin hat nun auch Vocoder entdeckt (weil, Daft Punk), und von Guy und Will ist nicht viel zu vernehmen, weil, auch Sequencer sind cool und voll angesagt. Angesagter als Drums und Bass, zumindest. Das Ergebnis ist dann auch definitiv nichts für mich oder andere langjährige Coldplay-Fans, hier wird die Zielgruppe angesprochen, die mit "Viva La Vida" (dem Song) zum ersten Mal Kontakt mit der Band hatten. Die kommen möglicherweise auch mit dem grauenvollen "Sky Full Of Stars" klar - ich wußte bis zu diesem Song noch nicht mal, wer Aviici ist... und kam ganz gut klar mit meiner "Lücke".

Unterm Strich eine gar nicht mal so üble Synthiepop-Scheibe, aber in diesem Fall ist für mich ganz deutlich das Signal zur Abreise zu vernehmen. Das ist nicht mehr meine Welt, wem's gefällt, der soll sich freilich dran erfreuen, für mich hält Coldplay nichts mehr Relevantes bereit. Schade - es war schön mit euch... und jetzt gleich nochmal die "Blue Room" EP rausnehmen und mich an "See You Soon" und "Bigger Stronger" erfreuen....
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2014 6:54 PM MEST


A Sky Full Of Stars
A Sky Full Of Stars
Preis: EUR 1,29

3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was soll'n das?, 6. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: A Sky Full Of Stars (MP3-Download)
Nach den sehr guten Songs "Atlas" (leider nicht auf "Ghost Stories" enthalten) und "Midnight" und dem guten "Magic" kann ich der aktuellen Coldplay-Single leider nicht viel abgewinnen. Der Song klingt wie ein platter, Ibiza-tauglicher Elektro-Dancefloor-Remix eines ansonsten typischen Coldplay-Songs. Wie schon bei dem ähnlich peinlichen "Princess Of China" oder der Jay-Z-Kollaboration auf "Lost+" geht der Versuch, sich tanzbar und jugendlich zu präsentieren, auch hier kräftig in die Hose... abgesehen davon, daß die "Indie-Band spielt Elektro"-Nummer schon seit einigen Jahren niemanden mehr vom Hocker reißt.

Ich kann mir weder vorstellen, daß Coldplay im Dance-Genre einen Stich machen werden, noch daß Menschen, die Alben wie "Viva La Vida" oder "Parachutes" mögen, sich mit derartiger Mucke anfreunden können. Was macht man aber nicht alles für 'nen Radiohit... vielleicht sollte Chris Martin aber mal den Softrock-Kollegen Bryan Adams kontaktieren. Der hat mit seinen Trance-Ambitionen nämlich damals auch endgültig sämtliche Altfans vergrault und somit die Karriere nachhaltig geschädigt...

Mal abwarten, was das Album bringt...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2014 4:05 PM MEST


Diamond In The Firepit
Diamond In The Firepit
Preis: EUR 19,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Retro - aber geil!, 6. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Diamond In The Firepit (Audio CD)
Brother Firetribe sind von allen neuen AOR-Bands wahrscheinlich die krassesten Old Schooler. Irgendwelche moderneren Einflüsse (also, welche, die von nach 1988 kommen könnten) gibt es hier nämlich gar keine, es wird strikt nach dem klassischen 80er-AOR-Rezeptbuch gekocht, vor allem auch völlig ohne Angst vor puren Pop-Hooklines.

Wie schon auf den Vorgängern fühlt man sich nicht selten an die Kult-Soundtracks von Streifen wie "Rocky IV" "Top Gun", "Iron Eagle", Over The Top", "Up The Creek", "The Wraith" und Co. erinnert - und die hatten immerhin Bands wie Survivor, Asia, Eric Martin, Sammy Hagar, Helix, Eddie Money, Cheap Trick, Honeymoon Suite, John Cafferty, Stan Bush, Robert Tepper und Konsorten zu bieten.

Das muss man natürlich abkönnen, wem die Hälfte der erwähnten Bands schon nicht kennt, hat man bei Brother Firetribe höchstwahrscheinlich nix verloren. Wer aber bei diesen Nennungen gleich ein Kribbeln verspürt, ist hier absolut perfekt aufgehoben. Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Ergüssen der Originale stimmt bei BF auch noch das Frischelevel, hier gibt's wirklich gute Laune vom Fass, richtig schön dick aufgetragenen Bombast, hymnische Melodien, Killerrefrains - perfekte Musik für den Sommer und entweder das Cabriolet oder, wenn's denn kleiner gehen muss, halt die Ü-40-Grillparty.

Richtige Balladen gibt's diesmal gar keine, am nächsten dran sind die etwas an Survivor oder John Waite erinnernde Midtemponummer "Desperately" und der Rausschmeißer "Close To The Bone", dafür streift man mit dem Opener "Love Is Not Enough" mal wieder - ebenso Old Schoolige - Hard Rock-Gefilde. Insgesamt zeigt man sich deutlich poppiger als auf dem direkten Vorgänger, die Ausflüge in den Melodic Metal-Randbereich fehlen diesmal auch völlig. Das könnte bei weniger talentierten Bands zu Eintönigkeit und Langeweile führen, die Ohrwurmdichte der Scheibe sorgt aber dennoch dafür, daß "Diamond in the Firepit" sofort ins Ohr geht wie der Papi in die Mami. Extrabonus auch noch für den einzig wirklich wahren Heino, Frontmann Pekka. Der geht nämlich bisweilen ein wenig rauchiger und auch kraftvoller als bisher zur Sache, was ihm außerordentlich gut zu Gesicht steht.

Anspieltipps? Zu den oben Erwähnten würde ich auf jeden Fall noch die Hymne "For Better Or For Worse", das melancholisch angehauchte, mit leichtem Mittachtziger-Toto-Flair ("Isolation"!) gewürzte "Hanging by a Thread", "Tired of Dreaming" mit seinem Götter-Refrain und das gelungene Sammy Hagar-Cover "Winner Takes It All" hinzufügen.

Fazit: wenn schon Retro, dann richtig. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Album nicht wieder sechs Jahre...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2014 6:59 PM MEST


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