Fashion Sale Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Philips Multiroom Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Learn More fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY
Profil für Rubicon > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Rubicon
Top-Rezensenten Rang: 5.292.845
Hilfreiche Bewertungen: 13

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Rubicon

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Wagner, Richard - Rienzi, der letzte der Tribunen (2 Discs, NTSC)
Wagner, Richard - Rienzi, der letzte der Tribunen (2 Discs, NTSC)
DVD ~ Torsten Kerl
Preis: EUR 27,99

13 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rienzi - straff inszeniert und musikalisch herausragend, 12. Januar 2011
Inszenierung:
Die vorliegende Rienzi-Inszenierung mag Geschmacksache sein, das zeigen auch die Rezensionen in der Presse. Philipp Stölzl hat aber aus meiner Sicht eine zumindest in sich stimmige Deutung des Rienzi vorgelegt und lässt seinen Rienzi in einem faschistoiden Umfeld spielen. In Deutschland gelingt eine solche Atmosphäre am leichtesten durch Anspielungen auf die Hitler-Diktatur. Schon während der Ouvertüre blickt man aus dem Panoramafenster von Hitlers Berghof, wo Rienzi als Diktator zum einen die Ouvertüre mitdirigiert und zum anderen einen Tanz in Trance abliefert. Auch im weiteren Verlauf spart Stölzl nicht mit Anspielungen auf die Nazi-Dikatur (Modelle von "Germania", Videos vom "neuen Rom", die stark an Wochenschau-Berichte erinnern, Wehrmacht-Helme der Soldaten usw.). Die Inszenierung thematisiert aber nicht das Dritte Reich, sondern veranschaulicht sehr gut die Gefahr, der auch jeder Held ausgesetzt ist, wenn ihm vom Volk unermesslich viel Macht geschenkt wird. In diesem Fall von einem Volk, das sich in totaler Identifikation freiwillig uniformiert, sich im zweiten Teil zunehmend von Rienzi entfremdet, weil ihm dieser nicht radikal genug ist, und ihn am Ende schließlich stürzt.

Das spezifisch faschistische Umfeld zwingt sich aufgrund der Vorlage zwar nicht unmittelbar auf, erscheint aber stimmig, weil dieser Rienzi in der ehemaligen "Reichshauptstadt" der Nazi-Dikatur inszeniert wurde und weil Rienzi nun einmal Hitlers Lieblingsoper war.
Insgesamt finde ich die Inszenierung sehr gelungen, wer jedoch werkgetreue Aufführungen bevorzugt, sollte die Finger davon lassen.

Musikalische Leistung:
Torsten Kerl als Rienzi beeindruckt nicht nur schauspielerisch, er bewältigt die Rolle auch sängerisch mühelos, während Camilla Nylund als Irene eine schwankende Leistung zeigt. Im Terzett mit Rienzi und Adriano geht sie leider etwas unter. In der Hosenrolle des Adriano begeistert Kate Aldrich durch massive stimmliche Präsenz und durch eine sehr gute schauspielerische Leistung. In der vorliegenden sehr chorlastigen Version des Rienzi wird der verstärkte Chor der Deutschen Oper Berlin seiner Aufgabe mit einer sehr ansprechenden Leistung gerecht. Die weiteren Sänger bieten ausgesprochen solide Leistungen - keine Ausfälle, keine besonderen Glanzpunkte.
Insgesamt ist auch das Zuhören jeden Cent wert.

DVD:
Die Videoqualität ist sehr gut, die Kameraführung ist logisch.
Die Tonqualität ist ebenfalls sehr gut, an keiner Stelle vermittelt die Aufnahme den Eindruck, die Sänger hätten in einem Mikrofonloch gestanden.


Seite: 1