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suse9

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Die Töchter der Kälte: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 3)
Die Töchter der Kälte: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 3)
von Camilla Läckberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ohne Liebe hast du keine Chance, 10. August 2011
Der dritte Fall für Patrick ist besonders grausam, denn er betrifft ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft, die ertrunken aufgefunden wird. Ihr Tod ist schon schlimm genug, jedoch stellt sich bald heraus, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Sarah wurde ermordet. Während Patrick und seine mehr oder weniger kompetenten Kollegen versuchen, den Täter zu ermitteln, lernt Erica zu begreifen, dass nicht alles, was in Büchern steht, wahr ist. Hatte sie sich den 7. Himmel, höchste Verzückung und ein ständig fröhliches Leben nach der Geburt ihres ersten Kindes vorgestellt, muss sie nun erkennen, dass die Erziehung des Nachwuchses bereits am ersten Tag beginnt und sich keineswegs so einfach gestaltet, wie es ihr verschiedene Nachschlagewerke vorgegaukelt hatten.

"Die Töchter der Kälte" lasen sich genauso gut wie die Vorgänger, jedoch gibt es ein paar Schwachstellen. Auch wenn ich das Team um Patrick bereits kennengelernt hatte, störte mich doch jetzt die klischeehafte Darstellung einiger Charaktere zunehmend. Lediglich Gösta ist authentisch dargestellt und mir somit viel sympathischer erschienen als sonst. Obwohl Täter und Motiv recht schnell klar waren, verlor ich das Interesse an der Geschichte nicht. Camilla Läckberg hat wirklich einen einnehmenden Schreibstil. Allerdings lies sie sich in diesem Roman dazu verleiten, einige platte, abgedroschene, schon tausendfach gelesene Formulierungen zu verwenden. Auch waren einige Cliffhanger mehr als übertrieben, und ich empfand sie als Zeitschinden. Trotz der genannten Punkte war die Lektüre des Romans unterhaltend und spannend. Gerne folge ich Erica und Patrick weiter und bin mir sicher, dass die Autorin noch viele interessante Ideen für uns bereit hält.

Übrigens finde ich den Titel des Romans ungünstig gewählt, da er viel zu viel offenbart.


Das ist ein Buch!
Das ist ein Buch!
von Lane Smith
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was schenke ich einem Lesemuffel? Ein Buch, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Das ist ein Buch! (Gebundene Ausgabe)
Zu diesem Buch kann man einfach keine Rezension schreiben. Denn es würde viel mehr Wörter darin vorkommen, als in dem Buch selbst. Aber ich kann schreiben, wie ich es gelesen habe - mit einem ständigen Grinsen im Gesicht. Beim ganz langsamen Umblättern genoss ich jedes Bild und Wort. Teilweise löste ein lautes Gelächter mein Grinsen ab. Und noch jetzt, wenn ich daran zurückdenke, bekomme ich gute Laune. Das kleine Büchlein wurde mir empfohlen und da ich den Titel sehr interessant fand, ging ich darauf ein. Den Inhalt werde ich nicht verraten, nur so viel: Es eignet sich hervorragend für jede Leseratte und auch für alle, die ein Buch nur zu Dekorationszwecken kaufen. Ich habe es bereits als Geschenk genutzt und viel Beifall dafür bekommen. Wer also keine Blumen überreichen möchte, dieses Buch welkt nicht, lässt sich leicht transportieren, hat die ein oder andere Wahrheit versteckt und macht gute Laune.


Wir sind die Könige von Colorado
Wir sind die Könige von Colorado
von E. David Hilton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Fehler der Erwachsenen, 1. August 2011
"Ganz allein standen wir vor den Scherben, in die unser Leben zerbrochen war, Scherben, vor denen kein Junge unseres Alters hätte stehen dürfen."

Vor diesem Zitat aus dem Buch "Wir sind die Könige von Colrado" sitze ich nun und weiß nicht weiter. War soll ich nur über den Roman schreiben, in dem über den 13jährigen Will erzählt wird, der in die Erziehungsanstalt in die Berge geschickt wird, nachdem er sich mit einem Messer auf seinen Vater gestürzt hatte? Dass dies nicht ohne Grund geschah, denn seine Mutter und auch er selbst litten unter dem ständig betrunkenen gewalttäitgen Vater, interessierte die Behörden nicht. Die ängstliche Mutter stand in der entscheidenden Situation nicht zu ihrem Kind, so dass Will keine Chance hatte. Für 2 Jahr schickte man ihn auf die Ranch in Colorado, auf der Jungs wie er wilde Pferde zähmen sollten. Ungerechtigkeit, Gewalt, Einsamkeit erwarten die Jungen hier.

Beim Lesen hielt ich mir ständig vor Augen, dass es sich hier um Kinder handelt, die der Willkür des Wachpersonals ausgesetzt sind. Mit unglaublicher Brutalität wird Macht demonstriert und Leid verursacht. Will kann Freunde finden und arrangiert sich mit den Regeln. Ein bisschen Glück scheint möglich, denn die Arbeit mit den Pferden gefällt ihm. Aber keine Ruhe, kein Aufatmen werden gedulet, denn ständige Gewaltausbrüche von anderen Insassen und Aufsehern machen das Leben schwer.

Als ich das Cover des Romans das 1. Mal sah, ging ich davon aus, dass es sich hier um eine lustige Geschichte handelt. Die dunklen Wolken am Horizont, die eine bedrohliche Stimmung erzeugen, nahm ich erst später war. Dann jedoch verließ mich ein beklemmendes bedrückendes Gefühl nicht eine Minute. David E. Hilton entwickelt ein trauriges Szenario und schont mich als Leser nicht. Nicht nur einmal musste ich über die Ereignisse, die Will und seinen Freunden widerfahren, weinen. Sicherlich zeigt er uns auch, wie wichtig Liebe und Freundschaft sind, aber die Grundstimmung ist - wie das Cover - bedrohlich.

Was also soll ich schreiben über den Roman? Die Geschichte ist gut erzählt. Ich habe sie gerne gelesen und werde sie weiterempfehlen, aber sie hat mich sehr sehr traurig gemacht.


Ohne jede Spur
Ohne jede Spur
von Lisa Gardner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manchmal ist ein Autor zu recht erfolgreich, 25. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Ohne jede Spur (Taschenbuch)
Wenn ein Autor ein Buch nach dem anderen schreibt, die dann auch noch als Bestseller gehandelt werden, bin ich immer erst einmal skeptisch. Lisa Gardner scheint erfolgreich zu sein, ihre Romane sind weltbekannt. Mir ist sie mit dem Buch "Ohne jede Spur" das erste Mal begegnet und entsprechend verhalten nahm ich es zur Hand. Es gibt schon Unmengen von Thrillern und viele gleichen sich auf die eine oder andere Art. Ich erwartete also keine großen Überraschungen und wurde überrascht.

Sandra - jung, hübsch, klug - lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter glücklich und zufrieden in einem schönen Häuschen. Tagsüber kümmert sich ihr Mann um ihr Kind, sie übernimmt die Betreuung abends und nachts. So können beide arbeiten gehen und ihre Tochter behütet aufwachsen. Was Lisa Gardner hier schildert, ist die glückliche heile Welt schlechthin. Um so mehr schockiert es den Leser, als Sandra spurlos verschwindet, nachdem ein nächtlicher Eindringling in ihrem Schalfzimmer aufgetaucht ist. Die Welt gerät aus den Fugen, man merkt, dass jede noch so behütete Idylle auf wackeligen Beinen steht.

Aus den Perspektiven Sandras, des Ehemannes Jasons und der Ermittlerin D.D. Warren lässt uns die Autorin die folgenden Tage erleben. Sandra schildert die zurückliegenden Ereignisse, die zu der Katastrophe geführt haben. Jason versucht, seine Tochter und sich aus dem Strudel des Geschehens zu befreien. D.D. Warren will Licht in die Geschichte bringen und kämpft gegen Lügen und Verdrängung. Nach und nach kommen Ereignisse zu Tage, die den Leser verwirren, schockieren und mitleiden lassen. Man will ständig schneller lesen, um zu erfahren, wie es weiter geht, was mit Sandra passiert ist und die Ermittlungen voranzutreiben. Verdächtige und deren Motive tauchen auf, verschwinden wieder, um an anderer Stelle wieder in den Fokus zu rücken. Die spannende Handlung, überraschende Ereignisse und unvorhergesehene Entwicklungen treiben den Leser durch die Seiten, lassen den Puls rasen. Wenn sich sonst oft zur Hälfte eines Krimis Vermutungen über den Tathergang einstellen, blieb ich hier lange Zeit ratlos. Sicherlich konnte ich einiges erahnen, jedoch war ich von der komplexten Lösung des Falles weit entfernt.

Der Roman hielt mich bis zum Schluss in Atem und genaues Lesen war erforderlich, um alle Zusammenhänge erkennen zu können. Anfängliche Skepsis über zu erfolgreiche Autoren lösten sich in Luft auf. Zurück blieb das Gefühl, einen äußerst spannenden intelligenten Krimi gelesen zu haben, den ich gerne weiterempfehle.


Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2)
Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2)
von Paolo Roversi
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Nur für Ortskundige, 18. Juli 2011
Mit gemischten Gefühlen lege ich das Buch Tödliches Requiem" weg. Die ersten Seiten des Romans überzeugten mich und der Schreibstil Paolo Roversis gefiel mir sehr gut. Die Idee den einzelnen Abschnitten ein Musikstück/Lied voranzusetzen, in dem sich die Handlungen widerspiegeln sollten, fand ich originell.

Der Journalist Radeschi hat keinen Führerschein und das nicht aus Überzeugung sondern schlicht, weil er die Prüfung auch nach mehrmaligen Versuchen nicht geschafft hat. Also liebt er seine altmodische Vespa umso mehr und eilt mit ihr von Schlagzeile zu Schlagzeile. Seinen Nebenjob als Verlagsberater verspielt er leichtsinnig, als er auf einer Buchpräsentation die schlechte Qualität eines Romans anprangert. Auch in seinem persönlichen Leben scheint so einiges schief zu laufen, denn nur sein Hund Buk und sein geliebter Ficus warten zu Hause auf ihn. Da kommt ihm der Mord am Mailänder Bürgermeister vor der Scala gerade recht und eifrig stürzt er sich in die Ermittlungen.

So weit ist an dem Roman nichts auszusetzen. Die Personen sind sympathisch, der Fall interessant und der Schreibstil - wie bereits erwähnt - einnehmend. Das Lesen bereitete mir demnach Freude und ging gut voran.

Doch nun komme ich zu den negativen Aspekten, die ich ja schon anklingen lassen habe und die den Roman für mich verdorben haben. Ich finde es schön, wenn jemand viele Fremdsprechen beherrscht. So würde auch ich gerne neben der englischen Sprache die italienische und französische beherrschen. Leider ist dem nicht so. Für das Verstehen dieses Buches wäre es aber von Vorteil gewesen. Es kommen sehr viele Begriffe und Sätze in den genannten Sprachen vor, die nicht erklärt/übersetzt werden. Mir hätte schon eine kleine Fußnote gereicht. Jeder Leser könnte dann selbst entscheiden, ob er sich die Vokabeln übersetzen würde oder lieber darüber hinwegliest. Ich fühlte mich vorgeführt und war verärgert, dass mir die genannten Passagen unzugänglich blieben. Leser, die Mailand oder Paris einen Besuch abgestattet haben, werden den Roman wahrscheinlich mit Genuss lesen. Viele Straßen, Lokalitäten, Sehenswürdigkeiten werden erwähnt und beschrieben. Für mich Unkundige blieben die versteckten Andeutungen, verborgenen Pointen jedoch im Dunkeln, so dass ich sie nur frustriert überlesen konnte.

Dies alles sind kleine Dinge, die an dem vorerst guten Eindruck, den ich beim Einlesen gewonnen hatte, kratzten. Hinzu kam noch das Alkoholproblem, das Radeschi definitiv hat (morgens 2-3 Bier, die Nennung der Biermarken mit inbegriffen, mittags "nur" œ Flasche Wein und bei den Getränken zum Abendessen war ich dann schon nicht mehr schockiert) und die Tatsache, dass die eigentliche Aufklärung des Mordes an dem Mailänder Bürgermeister so in den Hintergrund gerückt ist, dass sie mich dann auch wirklich nicht mehr groß interessierte. Mit enormen Cliffhangern versuchte der Autor Spannung aufzubauen. Da stand ich der Lösung des Rätsels aber schon so gleichgültig gegenüber, dass mich das zugegeben überraschende Ende nicht mehr überzeugte.

Schade, dass sich ein überaus vielversprechendes Buch immer mehr zum Ärgernis für mich entwickelte. Trotz der von mir 3 vergebenen Sterne (besser wären 2,5) für die erste Hälfte des Romans, spreche ich keine Empfehlung aus.


Der Prediger von Fjällbacka: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 2)
Der Prediger von Fjällbacka: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 2)
von Camilla Läckberg
  Taschenbuch

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Armes Mädchen, 12. Juli 2011
Es ist zwar unglaublich, aber das 2. Buch über Erica und Patric hat mir noch besser gefallen als das 1., welches auf meiner Beliebtheitsskala schon weit oben zu finden ist.

In diesem 2. Roman findet ein kleiner Junge in der Schlucht die Leiche eines jungen Mädchens, welches vor ihrem Tod unfassbare körperliche Qualen erleiden musste. Mehrere Knochenbrüche zeugen von Schmerzen, die man sich nur schwer vorstellen kann. Dass sie auf den Skeletten zweier vor vielen Jahren als vermisst gemeldeter Mädchen gefunden wurde, die gleiche Verletzungen aufweisen, lässt vermuten, dass das Motiv für diese Straftat in der Vergangenheit zu finden ist.

Patric, der in seinem Urlaub mit der hochschwangeren Erica eigentlich ein paar ruhige Tage verbringen wollte, muss sich um die Ermittlungen kümmern und sich nebenbei noch mit der Inkompetenz und Faulheit einiger seiner Mitarbeiter rumärgern. Als Glücksfall erweist sich Martin. Der junge engagierte Polizist ist eine Bereicherung des Teams und dem Leser auf Anhieb sympathisch.

Der Schreibstil, den ich im Roman Die Eisprinzessin schläft" kennen- und schätzen gelernt habe, bereitet mir auch in diesem Buch wieder viel Freude. Es ist alles enthalten. Die Spannung hält bis zum Schluss, das Ende kommt für mich unvorhergesehen. Besonders gefallen hat mir auch der feine Humor, den ich in einem Krimi nicht fehl am Platze finde. Eric und Patric sind mir schon jetzt gute Freunde geworden, und es macht einfach Spaß, sie zu begleiten.

Auf detaillierte blutrünstige Beschreibungen der Opfer wird man bei Camilla Läckberg vergeblich warten und dennoch ist der Roman spannend. Was mir jedoch am besten gefällt sind die Geschichten drum herum. Sie unterhalten, regen zum Nachdenken an und sind authentisch. Ich freue mich auf den nächsten Fall.


Die Eisprinzessin schläft: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 1)
Die Eisprinzessin schläft: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 1)
von Camilla Läckberg
  Taschenbuch

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine neue Freundin Erica, 11. Juli 2011
Ich hatte das Buch "Die Töchter der Kälte" in der Hand und merkte beim Lesen, dass sich eine interessante Geschichte um den Ermittler Patrick Hedström entwickelt. Deshalb beschloss ich, mit dem ersten Band dieser Reihe zu beginnen und nahm mir "Die Eisprinzessin schläft" vor.
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Diese Entscheidung habe ich nicht bereut, denn neben der spannenden Handlung beschreibt Camilla Läckberg die Charaktere so detailliert und mit Witz, dass sowohl die Ermittlerarbeit als auch das Privatleben der Protagonisten keine Langeweile aufkommen lassen. Hier sucht man die allwissenden Ermittler, die nebenbei auch noch supergut aussehen und jede Verfolgungsjagd ohne Japsen überstehen, vergebens. Vielmehr erfahre ich, dass durchaus auch Männer vor einem Date ratlos vor dem Schrank stehen und nichts darin vorfinden, was angemessen, passgerecht und auch noch modern ist. Oft muss ich schmunzeln und das nicht nur, als Erica die Waage mit nur einem Bein betritt und Überlegungen anstellt, ob das eine Kleidungsstück, welches sie noch trägt, wesentlich das Ergebnis verfälschen würde. Dabei wirken diese Passagen nicht aufgesetzt oder fehl am Platze sondern zeugen davon, dass Camilla Läckberg weiß, wovon sie spricht und man fühlt sich richtig wohl mit dem Buch. Übrigens gibt es auch unsympatische und faule Polizisten. Ich wusste gar nicht, dass so etwas in dieser Berufsgruppe auch zu finden ist. Viel zu oft wird ein anderes Bild in Romanen vermittelt.
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All dies liest sich amüsant und trägt zum Auflockern der Handlung bei. Fast könnte man vergessen, dass es sich hier um einen Krimi handelt. Jedoch ist Schreckliches in Fällbacka geschehen. Alex - eine erfolgreiche beliebte und zu dem noch gutaussehende Galeristin - ist ermordet worden. Niemand kann sich erklären, wie es dazu kommen konnte, denn Feinde hatte sie nicht. So macht sich Patrick mit nichts in der Hand an die Arbeit und Stück für Stück erhellen sich die Hintergründe und nicht nur ein Abgrund kommt ans Licht.
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Es gibt viele Krimis und Thriller - manche sind auch gut. Einige von ihnen habe ich bereits lesen dürfen. Was diesen von den anderen unterscheidet, kann ich nicht genau beschreiben, weiß jedoch, dass ich einmal angefangen mit dem Lesen fast nicht mehr aufhören konnte. Nur wiederwillig legte ich das Buch für kurze Zeit zur Seite, um notwendige Arbeiten zu erledigen. Camillia Läckberg schilderte die Dinge so, dass ich oft das beängstigende Gefühl hatte, mittendrin zu sein, mich nicht entziehen, wehren zu können. Zum Schluss zog sich die Auflösung des Falls zwar etwas in die Länge - ich hatte das Rätsel da schon entschlüsselt - aber die Autorin konnte mich dann doch noch einmal überraschen.
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Das Buch habe ich gerne gelesen. Es war spannend und unterhaltend. Selbst der letzte Abschnitt konnte noch einmal mein Herz begeistern.


Schändung: Der zweite Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
Schändung: Der zweite Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
von Jussi Adler-Olsen
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht so gut wie der 1. Band, 22. Juni 2011
'"Schändung" war anders als der 1. Fall mit Carl Morck. Viel gibt es daran auszusetzen: Titel und Cover sind nicht originell, die Handlung nicht sonderlich spannend und auch wenn genug Blut fließt, würde ich nicht von einem Thriller sprechen.
*
Dennoch habe ich es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben, denn so lernte ich Rose kennen, die frischen Wind in den Keller bringt. In dem Maße wie sie meine Sympathie gewann, verlor Carl Morck sie, und Assad ist so wie so mein Held. Das Dreiergespann macht Spaß und deshalb lohnte sich das Buch für mich. Die Auflehnung gegen die Obrigkeit nehme ich ihm jedoch nicht ab. So etwas gibt es doch nur im Buch oder Film. Im realen Leben müssten sie sich ganz schnell einen neuen Job suchen.
*
Neben den o.g. Kritikpunkten gibt es aber auch Lichtblicke in diesem Roman. Wie sich das Ermittlerteam an die Fersen der Internatsclique heftet, war gut beschrieben. Auch wenn die letzten Szenen völlig überzogen dargestellt waren, kam doch zum Schluss noch so etwas wie ein Hauch Spannung auf.
*
"Schändung" ist ein Schmöker, der sich zügig wegliest, keine tiefen Spuren hinterlässt, aber für eine längere Zugfahrt gut geeignet ist.


Léon und Louise: Roman
Léon und Louise: Roman
von Alex Capus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leon und Yvonne, 15. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Léon und Louise: Roman (Gebundene Ausgabe)
Als Leon Louise zum ersten Mal traf und sich sofort in sie verliebte, waren beide 17 Jahre. Auch wenn es schien, dass die selbstbewusste, etwas geheimnisvoll wirkende Louise so gar nicht zum stillen unehrgeizigen Leon passte, fühlten sie sich doch voneinander angezogen. Der 1. Weltkrieg ging fast spurlos an ihnen vorbei. Als sie jedoch auf dem Heimweg von einem gemeinsamen Ausflug in ein Bombardement gerieten, wurden sie voneinander getrennt. Beide dachten vom jeweils anderen, dass er nicht überlebt hatte. Erst viele Jahre später konnten sie dieses Missverständnis aufklären. Leider war Leon jetzt bereits mit Yvonne verheiratet.

Die ersten Seiten des Romans von Alex Capus umgarnten mich und ich lies mich gerne vom Beginn dieser romantischen Geschichte verzaubern. Auch wenn ich für so genannte "Frauenromane" nicht zugänglich bin, nehme ich gerne mal eine schöne Liebesgeschichte mit Ecken und Kanten, die den Bezug zur Realität nicht verliert, zur Hand. Eine solche glaubte ich mit "Leon und Louise" gefunden zu haben. Hier fand ich eine Liebe, die so stark war, dass sie über 70 Jahre hielt. Davor kann ich nur meinen Hut ziehen, trifft man sie heute doch nur noch selten an. Hätten die Protagonisten in der heutigen Zeit gelebt, wäre ihre Geschichte sicher anders verlaufen. Aber wir befinden uns nun mal zwischen zwei Kriegen und damals zählte ein gegebenes Wort noch.

Auch wenn mich das Band zwischen Leon und Louise beeindruckte, war es doch Yvonne, die mir ans Herz gewachsen ist. Ihre Duldsamtkeit wäre nicht der Weg, den ich gewählt hätte, aber dennoch zeigt sie eine gewisse Stärke. Sie hält die Familie zusammen, kämpft und beschützt sie, während für Leon mehr sein eigenes Gewissen und seine häusliche Zufriedenheit im Mittelpunkt stehen. Leider verlor ich im Laufe der Geschichte das Interesse an deren Ende. Leon nervte, Louise blieb fremd und Yvonne dauerte mich. Nicht nur einmal stellte ich mir die Frage, welche Art von Liebe die erstrebenswerte ist. Ist die, die aus der Ferne gelebt, sich von Idealen zehrt die richtige oder die, die den täglichen Kampf mit- und füreinander aufnimmt, sich abwetzt aber dennoch hält? Hätte Leon nicht besser daran getan, sich für Yvonne zu entscheiden, ihr den ganzen Platz in ihrem Herzen einzuräumen, anstatt einem Phantom nachzujagen und so Chancen zu versäumen? Alles in allem hat mich zwar die Liebesgeschichte enttäuscht, der Roman aber zum Nachdenken angeregt.

"Leon und Louise" ist ein anderes Buch als ich erwartete, aber kein schlechtes.


Ein Sommer aus Stahl: Roman
Ein Sommer aus Stahl: Roman
von Silvia Avallone
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Sommer ohne frische Brise, 30. Mai 2011
Der Titel Ein Sommer aus Stahl" lässt schon erahnen, dass es sich bei dem vorliegenden Roman nicht um eine leichte Lektüre für den Strandkorb handelt. Und so ist es dann auch. Die Autorin nimmt uns mit nach Piombino mit seiner Stahlfabrik und der Via Stalingrado im Arbeiterviertel direkt am Strand. Dieser Strand jedoch ist so ganz anders als wir ihn von unseren Urlauben an das Mittelmeer kennen. Ich finde dort Hitze, Schweiß, Halbstarke, die sich an der Bar treffen, üppige Blondinen, die Einladungen in die Umkleidekabinen nur zu gerne annehmen und vor Aufregung zitternde Männer mit Ferngläsern in der Hand, die auf die heranwachsenden Körper junger Mädchen gerichtet sind. Die Autorin versteht es wirklich gut, die Szenerie vor mir auszubreiten und ich fühle mich unwohl in meiner Haut, wenn sie beschreibt, wie ein Vater auf seine Tochter "aufpasst" oder zwei junge Mädchen halbnackt vor dem offenen Fenster eine Showeinlage für die Nachbarn abliefern. Fast fühle ich mich beim Lesen dieser Zeilen schon selbst wie ein Voyeur und nicht nur einmal bin ich versucht, das Buch zuzuschlagen. Aber ich lese trotzdem weiter, da man selten solch eine bildhafte Sprache in Romanen findet und ich bin fasziniert von der Detailtreue und außergewöhnlichen Beobachtungsgabe der Autorin. Und so begleite ich die Freundinnen Francesca und Anna, die ein starkes Band des Vertrauens verbindet, durch diesen Sommer, der für beide unglaubliche Veränderung mit sich bringen wird.

Mit ihrem ungewöhnlichen Schreibstil zeigt die Autorin mir eine Lebensweise, die mir völlig fremd ist. Der Umgang der Menschen in der Via Stalingrado ist es vor allem, der mich schockiert. Nicht nur einmal muss ich über vulgäre Ausdrucksweise, Schimpfwörter und respektlosen Umgang selbst Liebender untereinander schlucken. Ob die dargestellten Situationen überzeichnet oder realistisch dargestellt sind, weiß ich nicht, jedoch bin ich über die Tristesse und Ausweglosigkeit der Menschen betroffen. Nicht nur einmal möchte ich in das Geschehen eingreifen, die Protagonisten vor dem Abgrund bewahren, auf den sie doch unweigerlich zusteuern.
Dennoch gelingt es mir nicht, zu einem von ihnen eine intensivere Verbindung aufzubauen. Sie bleiben mir fremd und ich bin froh, dass ich ihnen im realen Leben nicht begegnen muss, da ich nicht wüsste, wie ich mich verhalten sollte. Das liegt wohl vor allem an den rüden Umgangsformen, der Art und Weise wie und was sie von sich geben, wie sie über ihre Eltern, ihre Freunde, sprechen. Auch wenn dieser Ton wohl in die dargestellte Szenerie passt, hatte ich meine Schwierigkeiten damit. Leider kann die Autorin das Anfangstempo des Romans nicht komplett beibehalten. In dessen Mitte zog sich die Handlung doch sehr und kam nicht ohne Wiederholungen aus. Den Schluss des Buches gestaltete Silvia Avallone jedoch wieder sehr spannend und das letzte Drittel machte es mir unmöglich, den Roman aus der Hand zu legen.
Ein Sommer aus Stahl" ist ein gutes, sehr bildhaftes Buch, das zwar kleine Schwächen hat, jedoch mit seiner Atmosphäre ein beklemmendes Gefühl erzeugt. Letztendlich bin ich froh, dass ich nicht am Strand von Piombino baden gehen muss, sondern an einem, der sich durch sauberen Sand und eine frische Brise auszeichnet.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 6, 2011 10:45 AM MEST


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