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suse9

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A Clash of Kings: A Song of Ice and Fire: Book Two
A Clash of Kings: A Song of Ice and Fire: Book Two
von George R.R. Martin
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,36

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Romane so gut sind, können sie nicht dick genug sein, 29. Oktober 2013
Meine Befürchtung, dass der 2. Teil der Games of Thrones-Saga abflacht, hat sich nicht bestätigt. Nach wie vor fesselt mich die Geschichte, und die Bücher können nicht dick genug sein.

Eigentlich könnte ich meine Rezension zum 1. Teil kopieren und hier einfügen, denn meine Begeisterung ist ungebrochen. Georg R.R. Martin spinnt immer noch jede Menge Intrigen, lässt seine Helden lügen, leiden, lieben, kämpfen, fliehen und Fehler machen - bereitet mir eine Überraschung nach der anderen, versetzt mich in Schockzustände und lässt mich die Luft anhalten, lullt mich in Sicherheit ein, bevor er die Handlung wieder einmal kippen lässt. Diese Gefühlsachterbahn ist unbeschreiblich und ein größeres Lob für einen Roman kann es aus meinem Mund fast gar nicht geben. Allerdings muss ich zugeben, dass ich ständig in der Angst schwebe, dass die Geschichte doch einmal langweilig, vorhersehbar und kitschig werden könnte. Denn 5 Bände wollen erst einmal mit Worten gefüllt werden. Solange jedoch nichts dergleichen zu spüren ist, genieße ich die Lektüre und nutze jede freie Minute zum Lesen. Vielleicht sollte ich nicht "genieße" schreiben, denn letztendlich geht die Geschichte mit ihren Protagonisten nicht gerade zimperlich um. Aber ich weiß keine bessere Beschreibung, so dass ich das Wort einmal so stehen lasse.

Besonders hervorheben möchte ich noch die Idee, jedes Kapitel einer anderen Person zu widmen, so dass man die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann - Cliffhanger inbegriffen. Dabei gibt es selbstverständlich Passagen, die mir nicht so liegen, weil ich den Charakter des entsprechenden Heldens nicht ausstehen kann. Überlesen kann ich diese aber auch nicht, da mir sonst wichtige Details entgehen würden. Schnell habe ich meine Sympathieträger ausgemacht. Es sind vor allem Thyrion, Jon, Daenerys und Arya. Ich sollte besser sagen, dass sie es bis jetzt sind. Wer kann schon sagen, was alles im Weiteren noch passiert? Ich kann es nicht und das ist auch gut so.

Jetzt habe ich so geschwärmt, dass ich mich einfach gezwungen sehe, auch etwas Negatives zu erwähnen. Die vielen, vielen, vielen Namen. Sie brachten mich teilweise zum Verzweifeln. Hier hat es der Autor ein wenig zu gut gemeint. Mich interessieren diese ganzen Lords mit ihren Ländereien ja nur am Rande. Gut, einige sind oder werden noch wichtig für die Handlung, aber eben nicht alle und die hätte man ja auch weglassen können. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau und um meinen Lesefluss nicht gar zu sehr einzudämmen, hat der Verlag im Anhang eine Zusammenstellung der Personen abgedruckt. Dafür bin ich sehr dankbar

- und auch dafür, dass noch weitere 3 schön dicke Bücher auf mich wartend bereitstehen.


Die Verschworenen: Band 2
Die Verschworenen: Band 2
von Ursula Poznanski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

5.0 von 5 Sternen Der 1. Blick kann in die Irre führen, 21. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Verschworenen: Band 2 (Gebundene Ausgabe)
Es ist noch gar nicht so lange her, da lernte Ria die Wärme der Sonne kennen, genoss den Wind in ihrem Haar und die frische Luft, die sie ungefiltert einatmen konnte. Auch wenn sie und ihre Freunde nicht freiwillig in die Außenwelt gegangen sind und sie sich ständig neuen Gefahren gegenübersehen, weiß sie doch die Einmaligkeit der Natur zu schätzen. Umso schwerer fällt es ihr dann auch, dem Tageslicht wieder so schnell entsagen und unter der Erde Schutz vor Verrat, Auslieferung und Tod suchen zu müssen. Aber Ria wäre nicht Ria, wenn sie nicht jedes sich bietende Schlupfloch finden und nutzen würde, um nicht doch ein paar Minuten in der Sonne verweilen zu können. Sandor ist ihr dabei eine große Hilfe und die Freundschaft zu ihm wächst. Dabei verliert sie nicht aus dem Auge, dem Geheimnis ihres Falls von einer Elitestudentin zur Geächteten auf die Spur zu kommen. "Jordans Tagebuch" könnte der Schlüssel dafür sein und als ihr einige Buchfragmente in die Hände fallen, glaubt sie sich auf dem richtigen Weg.

In den 2. Teil der Trilogie um die Elitestudentin Ria, den Sphärenbund und die rivalisierenden Clans der Außenwelt kommt man leicht hinein. Es gibt kein Stocken, kein Zögern, keine Unsicherheiten. Er setzt nahtlos an den 1. Teil an und einige wichtige Aspekte werden noch einmal aufgegriffen und erläutert, ohne dass es langweilig oder gar ermüdend wirkt. Fast mit der ersten Zeile ist man wieder mitten im Geschehen und stellt Theorien auf, verfolgt diese, um sie dann doch wieder fallen lassen zu müssen, weil die Handlung eine völlig andere Richtung einschlägt. Dabei kommen immer wieder neue spannende Elemente hinzu, so dass dem Leser nicht viel Zeit zum Atmen bleibt - geschweige denn zum Weglegen des Buches.

Ursula Poznanski schreibt unglaublich lebendig und fantasiereich, so dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, schon jemals eine ähnliche Geschichte gelesen zu haben. Ich mag es einfach, wenn ich mir den Kopf zerbrechen muss, um alle Fäden zu einem Ganzen zusammenknoten zu können. Dabei versteht es die Autorin hervorragend, mir gerade nur so viel zu geben, dass ich zwar ein paar Rätsel selbst lösen kann, aber trotzdem nicht hinter das große Geheimnis komme. Sie lässt den 2. Teil mit einem Finale enden, das einem fast den Atem raubt. Während sich ein paar Fragezeichen in Ausrufezeichen verwandeln, tauchen wieder neue Fragezeichen auf, so dass genug Spekulationen und Theorien übrig bleiben, um dem 3. Teil neugierig entgegenzufiebern.


EVIL
EVIL
von Jack Ketchum
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, 19. September 2013
Rezension bezieht sich auf: EVIL (Taschenbuch)
Cover, Titel und die Einordnung des Romans in das Genre Horror hätten mich normalerweise davor zurückschrecken lassen, ihn in die Hand zu nehmen. Aber manchmal muss man eben Bücher lesen, um die man sonst einen großen Bogen gemacht hätte. In diesem Fall war es ein Geschenk und um es zu ehren, habe ich mich auf die Geschichte eingelassen. Ob ein Vorwort von Steven King das Buch aufwertet oder nicht, kann ich nicht sagen, da ich nicht zu seiner Fangemeinde gehöre und seine Worte demnach nicht gelesen habe.

Um es vorweg zu nehmen, ich habe es nicht bereut, dieses Buch gelesen zu haben, aber es war alles andere als leicht zu ertragen und ich war nicht nur einmal versucht aufzugeben, es wegzulegen, mich zu verstecken, wegzusehen. Aber dann wäre ich nicht besser gewesen als all die Figuren der Geschichte, die genau das getan haben, was ich verabscheue, nämlich gar nichts. Und das ist auch das, was mir am meisten zu schaffen gemacht hat beim Lesen. Es waren nicht nur die unsäglichen Grausamkeiten, die sehr bildhaft geschildert wurden, sondern das Verhalten der Menschen am Rande des Geschehens. Ihr Nichtstun, ihr Versagen, ihr Wegsehen kann ich nur verurteilen und weiß doch im gleichen Atemzug, dass ich fast täglich diesen Leuten begegnen und ihre Gleichgültigkeit ertragen muss. In dieser Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert (mehr muss man über den Inhalt nicht wissen), begünstigt dieses Verhalten ein Verbrechen, das man einfach nicht in Worte fassen kann. Und doch ist es dem Autor gelungen, passende zu finden.

Jack Ketchum hat eine Art zu schreiben, die den Leser unmittelbar in die Handlung einsaugt und bis zum Schluss nicht mehr freigibt. Dabei schont er ihn nicht, denn er muss sich entscheiden: wegschauen, schweigen oder aufschreien. Aber man kann nichts tun, so sehr man auch will. Weder kann man helfen noch sich entziehen. Der Autor bringt den Leser an eine Grenze, die er zum Glück nicht überschreitet. Die Geschichte wird mich wohl nie mehr ganz verlassen, aber sie hat auch erreicht, dass ich künftig meine Umwelt noch aufmerksamer betrachte, Schutzlosen - vor allem Kindern - noch genauer zuhöre.

Im Nachhinein denke ich, dass der Schenker dieses Buches genau das bei mir hervorrufen wollte. Ich habe das Buch nicht bekommen, weil es unterhaltend ist oder gut geschrieben, sondern weil es aufrüttelt und Verantwortungsbewusstsein einfordert. Und das ist auch der Grund, warum ich es weiterempfehlen und -geben werde.


George R. R. Martin's A Game of Thrones 5-Book Boxed Set (Song of Ice and Fire Series): A Game of Thrones, A Clash of Kings, A Storm of Swords, A ... (George R. R. Martin Song of Ice and Fire)
George R. R. Martin's A Game of Thrones 5-Book Boxed Set (Song of Ice and Fire Series): A Game of Thrones, A Clash of Kings, A Storm of Swords, A ... (George R. R. Martin Song of Ice and Fire)
von George R.R. Martin
  Taschenbuch
Preis: EUR 25,95

5.0 von 5 Sternen Wie für mich geschrieben, 19. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manchmal ist es so, dass mich der Hype um ein Buch mitreißt, neugierig macht und ich nicht widerstehen kann, obwohl ich denke, mich sonst nicht so leicht blenden zu lassen. Auch bei "A Game of Thrones" war es so und ich entschied mich, angeregt durch viele Rezensionen, gegen die deutsche und für die englische Ausgabe. Der Preis der zehn deutschen Ausgaben schreckte mich vom Kauf ab und so erwarb ich den 5teiligen Schuber. Die schlechte Qualität, die dünnen Seiten, das Verschmieren von Buchstaben und die an den Rand gequetschten Wörter, die man kaum lesen könne, wurden in einigen Rezensionen oft bemängelt. Ich konnte dies alles nicht feststellen. Allerdings wird ein Taschenbuch auch als solches bei mir genutzt. Ich schleppe es in meiner Tasche mit, öffne das Buch vollständig, so dass auch Leserillen am Buchrücken entstehen - Fazit: Mein Buch sieht gelesen aus. Trotzdem fehlen keine Buchstaben und alle Seiten sind noch fest in dem Exemplar verankert. Es ist jedoch jetzt schon zu erkennen, dass der Schuber die 5 Bände nach dem Lesen nicht mehr aufnehmen kann, was mich aber nicht im Geringsten stört.

Über den Inhalt des Buches muss man vorab nicht zu viel wissen. Es erwarten den Leser jede Menge Intrigen und Machtkämpfe. Lords, Könige und solche, die es werden wollen, geben sich die Klinke in die Hand. Bündnisse werden geschlossen, Versprechen wieder gebrochen und niemandem kann man wirklich trauen. Dabei tauchen so viele Charaktere auf, dass ich anfangs befürchtete, in deren Flut unterzugehen. Aber am Ende des Buches befindet sich eine Zusammenstellung der einzelnen Häuser und Personen, so dass man sich wieder schnell orientieren und der Handlung folgen kann. Diese wird aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, was sie noch interessanter werden lässt. Ich fühlte mich gut unterhalten, denn dieser 1. Teil hat alles, was ich von einem spannenden Buch erwarte. Er las sich wie ein gut recherchierter historischer Roman, hatte ein paar - nicht zu übertrieben wirkende - fantastische Momente und regte zum Nachdenken an. Gerade wenn man selbst meinte, die Lösung für ein Problem gefunden zu haben, geschah etwas völlig Unvorhersehbares, und die Karten mussten neu gemischt werden. Dabei agierten die sympathischen und unsympathischen Charaktere teilweise so überraschend, dass ich meine Meinung über sie neu überdenken und korrigieren musste.

Mir gefällt es sehr, wenn sich die Handlung eines Buches nicht vorhersagen lässt, wenn sie Haken schlägt, sich gegen den Protagonisten wendet, die Helden Fehler machen. All dies konnte ich hier finden, und zu keinem Augenblick fühlte ich mich gelangweilt. Der Roman ist rasant, spannend, abenteuerlich und wie für mich geschrieben. Manchmal muss man sich eben auch mal von einem Hype anstecken lassen.


Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer: Roman
Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer: Roman
von Alex Capus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bleibt hinter meinen Erwartungen zurück, 29. Juli 2013
Gefällt einem ein Buch eines Autoren, dann erwartet man natürlich von dem Nachfolgeroman ein ebensolches Lesevergnügen. Deshalb waren meine Ansprüche an "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" auch hoch, konnte ich mich doch noch gut an das wohlige Gefühl erinnern, welches der umarmende Schreibstil des Autors von "Leon und Louise" in mir auslöste. Die ersten Seiten versprachen dann auch eine interessante Handlung, verpackt in Worte, die mir gefielen und sich angenehm lesen ließen.

Laura d`Oriano, die angehende Sängerin, Emile Gilliéron, der Kunststudent und der friedliche Felix Bloch haben nichts miteinander gemeinsam. Sie alle jedoch könnten sich an einem Tag im November 1924 auf dem Hauptbahnhof in Zürich getroffen haben. Dies zumindestens stellt der Autor in den Raum und spinnt den Faden weiter. Er lässt uns träumen, dass sich die Lebenswege der drei Protagonisten kurz gekreuzt haben könnten. Ein kurzer Blick, ein schneller Gruß, ein flüchtiger Gedanke und schon geht jeder wieder seiner Wege. Ob und wann sich die Drei wiedersehen werden, bleibt abzuwarten und Alex Capus versteht es hervorragend, den Leser neugierig zu machen.

Gerne ließ ich mich auf die Geschichte ein und folgte Laura, Felix und Emile auf ihren Lebenswegen. Da ich im Vorfeld nie die Inhaltsangabe eines Buches lese, weil immer schon viel zu viel verraten wird, war ich dann im Weiteren auch überrascht, dass der Roman eine ganz andere Richtung einschlug, als ich erwartete. Weder hatte ich von einem der Protagonisten schon gehört noch war mir klar, dass sich Capus daran gemacht hatte, deren Biografien aufzuschreiben. Nun liegt der Fall allerdings so, dass ich nicht sehr gerne Biografien lese, sondern die Romanform bevorzuge. Man kann zwar nicht davon sprechen, dass "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" ein Sachbuch an sich ist und Capus versteht es auch geschickt, fiktives mit historisch Belegtem zu verbinden, aber dennoch langweilten mich die technischen Probleme, die Bloch zu lösen hatte, zunehmend. Auch konnte ich mich nicht völlig in das Leben von Gilliéron hineindenken, obwohl es schon interessant war zu lesen, wie leicht sich die Welt blenden lässt. Auch Lauras Welt war nicht so ganz für mich nachvollziehbar.

Sicher ist es nicht dem Autor anzulasten, dass ich mit Biografien nichts anzufangen weiß und lieber mit einer richtigen Handlung, die wörtliche Rede enthält, Spannung aufbaut, Bilder vor meinen Augen entstehen lässt, in das Leben eines Protagonisten eintauche. Aber dies ist ja meine Rezension und ich war nun einmal enttäuscht von dem Buch. Sei es nun, weil ich mit falschen Vorstellungen herangegangen bin oder der Spannungsbogen nicht bis zum Schluss gehalten werden konnte, mir gefiel das Buch nicht. Die Themen interessierten mich nicht und ob sie alle drei Helden waren? Nun, da gäbe es sicher noch viel Diskussionsstoff.

Allerdings ist die Aufmachung des Buches sehr schön. Sowohl der Schutzumschlag als auch der Buchrücken sind von sehr guter Qualität. Auch der Schreibstil von Alex Capus kann verzaubern und jeder, der Biografien mag, wird sicher Freude beim Lesen haben. Nur leider gehöre ich nicht dazu.


Und dann kam Paulette
Und dann kam Paulette
von Barbara Constantine
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zauberhaftes Buch, 1. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Und dann kam Paulette (Gebundene Ausgabe)
Nachdem die Familie seines Sohnes den großen Bauernhof verlassen hat, kann sich Ferdinand nur schwer mit der neuen Situation anfreunden. Seine beiden kleinen Enkelkinder fehlen ihm, und der Hof bietet viel zu viel Platz für eine Person. Da ist es fast schon vorhersehbar, dass er seine Nachbarin bei sich aufnimmt, als ihr Haus nach einem Sturm unbewohnbar wird. Nach einigen Überredungsversuchen zieht sie zu ihm und die beiden "Alten" richten sich in ihrer neuen WG ein, in der noch viele Zimmer darauf warten, bezogen zu werden.

Der Roman "Und dann kam Paulette" ist erfrischend und überzeugend von der ersten Zeile an. Der auffallend ungewöhnliche Schreibstil besticht durch kurze prägnante Sätze, in denen viel Wahres, Lustiges aber auch nachdenklich Stimmendes verborgen ist. Mit jedem Wort entsteht eine neue Situation, erzählt die Autorin eine Episode aus dem Leben. Sie geht in die Familien, Beziehungen hinein, zeigt ihre Ängste, Probleme, Freuden. Wir begegnen Charakteren unterschiedlichster Art, gehen ein Stück mit ihnen, lernen sie kennen und lieben. Dabei halten sich lustige und traurige Momente die Waage. Nicht alles in dieser Geschichte sollte zu genau hinterfragt werden. Zufälle kommen teilweise recht unrealistisch daher. Aber das nimmt dem Buch nichts von seinem Charme. Im Gegenteil, gerne lasse ich mich auf die kurzweiligen fast märchenhaften Stunden ein, die mir durch die Lektüre beschert wurden.

Ich danke der Autorin für ein zauberhaftes Büchlein, das unterhält, nachdenklich macht und Hoffnung spendet. Von mir erhält es hundertprozentige Leseempfehlung für Jung und Alt.


Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman
Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman
von E L James
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade um die schöne Lesezeit, 25. März 2013
Eigentlich schreibe ich keine Rezension, wenn ich ein Buch nicht zu Ende gelesen habe. Dass ich hier eine Ausnahme mache, liegt ganz einfach daran, dass durch die vielen guten Meinungen, der Eindruck entstehen könnte, es handelt sich bei dem Roman "Shades of Grey" um gute Literatur, die spannend und erotisch ist.

Natürlich habe auch ich mich von dem Hype anstecken lassen und musste das Buch unbedingt lesen. Was mich dann erwartete, hätte ich mir aber in meinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Weder konnten mich die platten Charaktere (eine überaus dumme Protagonistin und ein machohafter Kontrollfreak) überzeugen noch der Schreibstil der Autorin begeistern. Sowohl die handelnden Personen als auch die einfache sich ständig wiederholende Sprache frustrierten mich zunehmend, so dass ich letztendlich nur noch auf die so hoch gelobten erotischen Momente dieser Geschichte wartete. Ich lese gerne mal gut geschriebene Erotik und hoffte, in dem Roman eine solche vorzufinden. Sooo viel hatte ich ja nun im Vorfeld schon davon gehört. Aber auch hier für mich Fehlanzeige. Anstatt prickelnde Erotik erwartete mich die pure Langeweile. Mehrere "Wow`s" und die unterschiedlichen Stufen von Erröten sollten der Geschichte wohl noch ein bisschen Würze geben, verursachten bei mir aber lediglich Lachanfälle. Ich konnte das Geschriebene einfach nicht mehr ernst nehmen. Mit Seite 170 war für mich das Buch beendet. Ich legte es weg und staunte über die Begeisterung, die es ausgelöst hat - nicht bei mir aber bei so vielen anderen Lesern. Es ist mir schleierhaft, wie dieser Roman so erfolgreich werden konnte.


Das Haus der vergessenen Träume: Roman
Das Haus der vergessenen Träume: Roman
von Katherine Webb
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Story langweilig erzählt, 22. März 2013
"Das Haus der vergessenen Träume" hat eigentlich alles, was ein gutes Buch ausmacht: eine gute spannende Geschichte und interessante Charaktere. Dennoch kann ich nicht sagen, dass es mich sonderlich begeistern konnte. Zwar mochte ich Cat auf Anhieb und auch Sophie, George, Tess waren mir sympathisch, trotzdem konnten diese die Story für mich nicht retten, da die Autorin es auf irgendeine Art und Weise geschafft hat, diese uninteressant, gefühllos und scheinbar desinteressiert zu erzählen.

Die Handlung spielt auf der einen Seite im Jahr 1911, auf der anderen im Jahr 2011. In Belgien wird auf einem ehemaligen Kriegsschauplatz ein recht gut erhaltenes Skelett ausgegraben, das 2 Briefe bei sich trägt", die auf ein großes Geheimnis hindeuten. Die freie Journalistin Leah begibt sich auf die Suche nach dem Absender dieser Briefe, will den Adressaten identifizieren und die Bedeutung der geschriebenen Zeilen entschlüsseln.

Ich mag Geschichten, die die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verknüpfen und so folgte ich Leah gespannt in das kleine Dörfchen mit den verschlossenen Türen. Denn dort - so vermutete ich - würden mich Geheimnisse, Intrigen, Tragödien erwarten und all das fand ich auch. So schwitzte ich mit Cat bei der Küchenarbeit, litt mit Hester an der Kälte ihres Mannes und freute mich mit George über eine ehrliche und tiefe Liebe. Dabei war ich mir ständig eines kommenden Unglücks, das in den Briefen erwähnt wurde, bewusst und versuchte - lange vergebens - dieses zu erkennen und vorherzusehen. Das hört sich doch alles nach einer spannenden Lektüre an. Aber ich bleibe dabei, letztendlich - auch wenn ich das Buch bis zu Ende gelesen habe - langweilte es mich mehr als dass es mich packte. Die Autorin fand einfach nicht die richtigen Worte, um Spannung, Nervenkitzel, Atmosphäre zu schaffen - nicht für mich. Viel zu oft redete sie nur um den heißen Brei herum, deutete Dinge nur rätselhaft an, obwohl diese doch völlig auf der Hand lagen und der Leser schon längst von alleine darauf gekommen ist. Die Geschehnisse im Jahr 2011 fand ich nebenbei bemerkt auch völlig nichtssagend und hätte gerne auf sie verzichtet. Ein Klischee jagte das andere und ich war froh, dass diese Zeit nur einen geringen Teil im Buch einnahm.

Ich schwanke bei der Sternevergabe zwischen 2 und 3. Obwohl mich der Schreibstil langweilte, wollte ich doch wissen, wohin mich die Geschichte führte. An ein paar interessanten Episoden durfte ich dann auch teilhaben, und zum Schluss stellte sich noch ein bisschen Rührung über ein kleines zugelaufenes Kätzchen ein. Also entscheide ich mich für 2,5 Sterne.


Allein unter Superhelden
Allein unter Superhelden
von Heiko Wolz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen Ein kleiner Junge ganz groß, 23. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Allein unter Superhelden (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte über Leon, der über keinerlei Superkräfte verfügt, wie doch sonst jeder in seiner Familie sie vorweisen kann, hat alles, was man für ein wahres Lesevergnügen braucht: Witz, Spannung und Action.
*
Zwar ist Leon mit seinem Leben als normaler Junge völlig zufrieden, allerdings kann sich der Rest seiner Familie überhaupt nicht damit abfinden und so muss er - ob er will oder nicht - auf die neue Schule der Superhelden gehen. Alle Versuche, die er und sein Freund Paul aushecken, um den Plan seiner Eltern zu vereiteln, scheitern. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, er muss sich fügen und versuchen, in seiner neuen Klasse mit lauter Überfliegern zu bestehen. Während ihm dabei so manches Missgeschick passiert, findet er auch Hilfe und Freundschaft.
*
Die Geschichte Leons ist so humorvoll und charmant erzählt, dass das Lesen sowohl den Kindern, für die sie geschrieben wurde, als auch den Eltern viel Spaß bereiten wird. Ich verschweige nicht, dass ich oft laut lachen musste und mich köstlich amüsierte. Heiko Wolz findet die richtige Mischung aus Humor und Spannung. In der Geschichte ist niemand perfekt, nichts ist vorhersehbar und alles möglich. Mit einem Augenzwinkern zeigt der Autor die Probleme zwischen Geschwistern, in der Schule, spricht die Missverständnisse zwischen Eltern und Kindern an. Zwar mangelt es dem Buch weder an Superschurken noch an Helden aber niemand ist fehlerfrei, nichts klappt auf Anhieb und manches gar nicht. Und das ist es auch, was ich besonders daran mochte. Mit einem Augenzwinkern erzählt der Autor über die Schwächen und Stärken von Kleinen und Großen. Es gelingt ihm, dabei weder belehrend noch allwissend zu wirken. Er verzichtet völlig auf den erhobenen Zeigefinger. Für jeden bleibt genug Spielraum, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen und das macht das Buch auch so wertvoll. Es garantiert gute Laune, Lust am Lesen, und nebenbei gibt es auch noch so manch wichtigen Tipp fürs Leben zu entdecken.
*
Nicht außer Acht lassen möchte ich die kleinen witzigen Illustrationen von Anke Kuhl. Diese unterstreichen das Gelesene, lockern die Geschichte auf und vervollständigen das Buch perfekt.
*
"Allein unter Superhelden" ist eine wunderschöne und lustige Geschichte wie aus dem realen Leben entnommen und Jung und Alt können sich auf ein besonderes Lesevergnügen freuen.


Monster Mia und das große Fürchten
Monster Mia und das große Fürchten
von A. B. Saddlewick
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Tutu-Mia und Quentin, 12. Februar 2013
Auf den ersten Blick spricht mich das Buch Monster "Mia und das große Fürchten" optisch an. Das Cover ist lustig kess und sowohl der Schriftzug als auch Mia selbst sind ein bisschen hervorgehoben. Auf den vorderen und hinteren Innenseiten sind die Hauptfiguren der Geschichte illustriert, so dass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Die Schrift ist groß genug, damit sich die Kinder selbst an den Text heranwagen können. Leider verzichtet der Verlag fast völlig auf Illustrationen und anfangs vermisste ich diese dann auch sehr. Allerdings entwickelt sich die Geschichte derartig spannend, dass ich überhaupt nicht mehr an Bilder dachte. Das Buch ist für Kinder ab 7 Jahre empfohlen. Ob diese Altersstufen schon Fremdwörter wie "inakzeptabel" und "alternativ" verstehen, kann ich nicht einschätzen. Allerdings empfinde ich sie ziemlich schwer. Zum Vorlesen eignet sich die Geschichte aber hervorragend.

Und nun zur Handlung selbst. Marie und Mia sind Zwillinge, die unterschiedlicher nicht sein können. Während die eine rosa Kleidchen, Ordnung in ihren Sachen und das Balletttanzen mag, bevorzugt die andere die Gesellschaft ihrer Ratte Quentin, verschenkt gerne mal ein Nest voller Raupen und kann nicht verstehen, warum sie ihre Zeit mit dem Wegräumen ihrer Sachen verplempern soll. Weder ihre Mitschüler noch die Lehrer haben großes Verständnis für ihre ausgefallenen Ideen und Vorlieben. So muss sie die Schule verlassen und soll künftig in die Finsterwald-Schule gehen. Den Namen darf man in diesem Falle ruhige wörtlich nehmen und Mia muss einige Herausforderungen meistern, um sich richtig einleben zu können.

Die Geschichte ist mit Witz und Charme erzählt. Der Humor kommt nicht zu kurz, wirkt aber zu keiner Zeit aufgesetzt. Die Autorin hat ihre Charaktere liebevoll gezeichnet und obwohl sie nicht völlig ohne Klischees auskommt, wirkt die Handlung glaubhaft. Anfangs fühlte ich mich ein bisschen an Flavia de Luce und Harry Potter erinnert, das verlor sich aber im weiteren Verlauf und Mia erlebte ganz eigene auf sie zugeschnittene Abenteuer. Das Buch erzählt eine lustige und spannende Geschichte, die mich zum Schluss noch einmal derartig überraschte, dass ich sie vergnügt beenden und mich auf eine Fortsetzung freuen kann.


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