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suse9

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Die toten Gassen von Barcelona: Krimi (KiWi)
Die toten Gassen von Barcelona: Krimi (KiWi)
von Stefanie Kremser
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Anna und die Zufälle, 29. August 2011
Die 36jährige Anna verliert bei einem Unfall ihre Eltern und ihren Bruder. Ihr Vater war Detektiv, von ihm hat sie die Fähigkeit, Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Die Wurzeln der Mutter sind in Barcelona zu finden und hierhin reist Anna in der Absicht, einen Reiseführer der etwas anderen Art zu schreiben. Rafael - Chefredakteur einer Kulturzeitschrift - lässt sie bei sich wohnen und hilft ihr, wo er nur kann. Auch sein Lebenspartner Quim, der bei der Polizei arbeitet, nimmt Anna freundlich auf. Alles könnte so gut laufen für sie, wäre da nicht der Tote, der bei ihrer Ankunft vor ihrem Haus liegt. Wie sich herausstellen wird, ist dies nicht der einzige Fall, der Quim und sein Team in Atem hält. Doch Anna wäre nicht die Tochter eines Detektivs, wenn sie nicht den einen oder anderen Tipp zur Auflösung des Falls geben könnte.

Das Buch Die toten Gassen von Barcelona" las sich leicht und flüssig weg. Der Schreibstil war nicht kompliziert und Stefanie Kremser fing das Flair Barcelonas gut ein. Die Autorin lies uns nicht nur Anna begleiten, sondern auch in - mit Kursivschrift gekennzeichneten - Passagen in die Gedanken des Täters schauen. Relativ schnell wurde das Motiv erkennbar, was mich nicht weiter störte, da die Geschichte vorerst gut erzählt war. Allerdings verleidete mir die Protagonistin selbst die Lektüre. Unlogische fast naive Handlungen liesen mich an ihrer Glaubwürdigkeit zweifeln und die unwahrscheinlichen Zufälle (Anna hat den entscheidenden Geistesblitz, Anna stöbert wichtige Hinweise auf, und wieder Anne ist zur Stelle, wenn niemand sonst es ist), die jedes Mal für die Aufklärung der Morde günstig zu Buche schlagen, nervten mich am Ende nur noch. Dass die spanische Polizei die Laiin Anna mit an einen Tatort nimmt oder ein Verhör führen lässt, entbehrt z.B. jeglicher Realität. Selbst mit ganz starkem wohlwollendem Augenzudrücken nahm ich das der Autorin nicht ab. Ganz ohne Charme ist der Roman allerdings nicht. So sind mir zwei der Charaktere sehr sympathisch und wenn sie zu Wort kamen, machte das Lesen Spaß.

In ihrem Roman macht die Autorin auf Missstände aufmerksam, die beachtet werden sollten. Leider ist die Darstellung in meinen Augen zu übertrieben. Durch die permanente Wiederholung und das ständige Hinweisen auf diese Ungerechtigkeiten fühlte ich mich zeitweise vorgeführt. Hier wäre weniger mehr gewesen, da der Leser durchaus in der Lage ist, recht schnell zu erkennen, worauf Stefanie Kremser hinaus will und eigene Schlüsse daraus ziehen kann. Ich mag den erhobenen Zeigefinger in Romanen nicht.

Leider muss ich sagen, dass sich der Roman zwar gut lesen lässt, aber die Handlung völlig unglaubwürdig wirkt.


Und wieder Februar: Roman
Und wieder Februar: Roman
von Lisa Moore
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Glück, Helen, 24. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Und wieder Februar: Roman (Gebundene Ausgabe)
Helens Mann Cal arbeitet auf einer Bohrinsel und als diese zu sinken beginnt, können es viele noch nicht glauben, denn hätte nicht die Ölgesellschaft die Angehörigen informiert, wenn das Unglück geschehen wäre? So kommt die Information lediglich aus dem Radio und Hoffnung ist noch vorhanden - aber nicht bei Helen. Sie weiß, spürt, dass sie Cal verloren hat, ist sich des Schmerzes zwar noch nicht bewusst, aber er ist da. Alles, was sie hat, was sie ist, hatte sie zu einem Päckchen geschnürt und es Cal überreicht. Sie sagte nicht dazu, dass er gut darauf achtgeben sollte, denn ihr war klar, er war sich dessen bewusst. Wie also sollte es jetzt mit Helen und den Kindern weitergehen? Essen, schlafen, arbeiten - all dies ist nicht so schwer zu bewältigen, aber wie sollte sie ohne Cal existieren, wie Wärme, Freude, Glück empfinden?

Bereits die ersten Seiten des Buches machten deutlich, dass ich hier einen ganz besonderen Roman in den Händen hielt. Der Schreibstil ist außergewöhnlich. Die Autorin bleibt weder bei einer Person noch in einer Zeit. Ständig wechselt das Geschehen und nur durch konzentriertes Lesen, kann man folgen. Die Kapitelüberschriften helfen dabei, den Überblick nicht zu verlieren. Es ist wie mit den eigenen Gedanken, wenn man ihnen freien Lauf lässt. Sie treiben durch die Zeit und springen hier und da hin. So empfinde ich es beim Lesen und ich liebe es. Lisa Moore findet Worte, Formulierungen, Gedanken, die mich innehalten lassen, ich notiere sie, unterstreiche, lasse es aber wieder, da es einfach zu viele sind. Ich staune über die Sprache, bin gerührt, aufgewühlt und beeindruckt. Viele kleine Episoden entblättern Helens Leben und ich lerne sie kennen. Dabei merke ich, dass sie nicht alles richtig gemacht hat, doch wer kann das schon von sich behaupten? Aber immer ist sie für ihre Kinder da, versucht stark zu sein, ihr Inneres zu verbergen. Jedoch merkt sie nicht, dass man sein Inneres nicht vor den eigenen Kindern geheim halten kann. Die Familie ist füreinander da, hält zusammen, spricht miteinander aber nicht alles aus, streitet, findet wieder zueinander. Lisa Moore hat eine sehr schöne Liebesgeschichte aufgeschrieben, eine Geschichte über die Liebe zum Leben. Jedes Wort nehme ich ihr ab. Kitsch, Gefühlsduselei sucht man hier vergebens und doch bin ich traurig, muss oft weinen, freue mich mit Helen und wünsche ihr und den Kindern alles Gute als ich sie am Ende des Buches verlassen muss.

Wenn ich etwas nicht mag, stört mich auch noch die kleinste Kleinigkeit, finde ich dagegen eine Sache gut, kann ich mich über jedes Detail freuen. So ist es auch mit dem Roman Und wieder Februar". Scheinbare Nebensächlichkeiten wie Titel, Cover und Ausführung des Buches runden den positiven Gesamteindruck ab. Hier sei dem Verlag gedankt, dass er für den Schutzumschlag und den Buchrücken eine gute Qualität verwendet, das Cover ansprechend gestaltet und den Titel passend gewählt hat.

Danke, dass ich das Buch lesen durfte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 24, 2011 2:05 PM MEST


Die Töchter der Kälte: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 3)
Die Töchter der Kälte: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 3)
von Camilla Läckberg
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ohne Liebe hast du keine Chance, 10. August 2011
Der dritte Fall für Patrick ist besonders grausam, denn er betrifft ein kleines Mädchen aus der Nachbarschaft, die ertrunken aufgefunden wird. Ihr Tod ist schon schlimm genug, jedoch stellt sich bald heraus, dass es sich nicht um einen Unfall handelt. Sarah wurde ermordet. Während Patrick und seine mehr oder weniger kompetenten Kollegen versuchen, den Täter zu ermitteln, lernt Erica zu begreifen, dass nicht alles, was in Büchern steht, wahr ist. Hatte sie sich den 7. Himmel, höchste Verzückung und ein ständig fröhliches Leben nach der Geburt ihres ersten Kindes vorgestellt, muss sie nun erkennen, dass die Erziehung des Nachwuchses bereits am ersten Tag beginnt und sich keineswegs so einfach gestaltet, wie es ihr verschiedene Nachschlagewerke vorgegaukelt hatten.

"Die Töchter der Kälte" lasen sich genauso gut wie die Vorgänger, jedoch gibt es ein paar Schwachstellen. Auch wenn ich das Team um Patrick bereits kennengelernt hatte, störte mich doch jetzt die klischeehafte Darstellung einiger Charaktere zunehmend. Lediglich Gösta ist authentisch dargestellt und mir somit viel sympathischer erschienen als sonst. Obwohl Täter und Motiv recht schnell klar waren, verlor ich das Interesse an der Geschichte nicht. Camilla Läckberg hat wirklich einen einnehmenden Schreibstil. Allerdings lies sie sich in diesem Roman dazu verleiten, einige platte, abgedroschene, schon tausendfach gelesene Formulierungen zu verwenden. Auch waren einige Cliffhanger mehr als übertrieben, und ich empfand sie als Zeitschinden. Trotz der genannten Punkte war die Lektüre des Romans unterhaltend und spannend. Gerne folge ich Erica und Patrick weiter und bin mir sicher, dass die Autorin noch viele interessante Ideen für uns bereit hält.

Übrigens finde ich den Titel des Romans ungünstig gewählt, da er viel zu viel offenbart.


Das ist ein Buch!
Das ist ein Buch!
von Lane Smith
  Gebundene Ausgabe

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was schenke ich einem Lesemuffel? Ein Buch, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Das ist ein Buch! (Gebundene Ausgabe)
Zu diesem Buch kann man einfach keine Rezension schreiben. Denn es würde viel mehr Wörter darin vorkommen, als in dem Buch selbst. Aber ich kann schreiben, wie ich es gelesen habe - mit einem ständigen Grinsen im Gesicht. Beim ganz langsamen Umblättern genoss ich jedes Bild und Wort. Teilweise löste ein lautes Gelächter mein Grinsen ab. Und noch jetzt, wenn ich daran zurückdenke, bekomme ich gute Laune. Das kleine Büchlein wurde mir empfohlen und da ich den Titel sehr interessant fand, ging ich darauf ein. Den Inhalt werde ich nicht verraten, nur so viel: Es eignet sich hervorragend für jede Leseratte und auch für alle, die ein Buch nur zu Dekorationszwecken kaufen. Ich habe es bereits als Geschenk genutzt und viel Beifall dafür bekommen. Wer also keine Blumen überreichen möchte, dieses Buch welkt nicht, lässt sich leicht transportieren, hat die ein oder andere Wahrheit versteckt und macht gute Laune.


Wir sind die Könige von Colorado
Wir sind die Könige von Colorado
von E. David Hilton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Fehler der Erwachsenen, 1. August 2011
"Ganz allein standen wir vor den Scherben, in die unser Leben zerbrochen war, Scherben, vor denen kein Junge unseres Alters hätte stehen dürfen."

Vor diesem Zitat aus dem Buch "Wir sind die Könige von Colrado" sitze ich nun und weiß nicht weiter. War soll ich nur über den Roman schreiben, in dem über den 13jährigen Will erzählt wird, der in die Erziehungsanstalt in die Berge geschickt wird, nachdem er sich mit einem Messer auf seinen Vater gestürzt hatte? Dass dies nicht ohne Grund geschah, denn seine Mutter und auch er selbst litten unter dem ständig betrunkenen gewalttäitgen Vater, interessierte die Behörden nicht. Die ängstliche Mutter stand in der entscheidenden Situation nicht zu ihrem Kind, so dass Will keine Chance hatte. Für 2 Jahr schickte man ihn auf die Ranch in Colorado, auf der Jungs wie er wilde Pferde zähmen sollten. Ungerechtigkeit, Gewalt, Einsamkeit erwarten die Jungen hier.

Beim Lesen hielt ich mir ständig vor Augen, dass es sich hier um Kinder handelt, die der Willkür des Wachpersonals ausgesetzt sind. Mit unglaublicher Brutalität wird Macht demonstriert und Leid verursacht. Will kann Freunde finden und arrangiert sich mit den Regeln. Ein bisschen Glück scheint möglich, denn die Arbeit mit den Pferden gefällt ihm. Aber keine Ruhe, kein Aufatmen werden gedulet, denn ständige Gewaltausbrüche von anderen Insassen und Aufsehern machen das Leben schwer.

Als ich das Cover des Romans das 1. Mal sah, ging ich davon aus, dass es sich hier um eine lustige Geschichte handelt. Die dunklen Wolken am Horizont, die eine bedrohliche Stimmung erzeugen, nahm ich erst später war. Dann jedoch verließ mich ein beklemmendes bedrückendes Gefühl nicht eine Minute. David E. Hilton entwickelt ein trauriges Szenario und schont mich als Leser nicht. Nicht nur einmal musste ich über die Ereignisse, die Will und seinen Freunden widerfahren, weinen. Sicherlich zeigt er uns auch, wie wichtig Liebe und Freundschaft sind, aber die Grundstimmung ist - wie das Cover - bedrohlich.

Was also soll ich schreiben über den Roman? Die Geschichte ist gut erzählt. Ich habe sie gerne gelesen und werde sie weiterempfehlen, aber sie hat mich sehr sehr traurig gemacht.


Ohne jede Spur (Detective Sergeant Warren, Band 1)
Ohne jede Spur (Detective Sergeant Warren, Band 1)
von Lisa Gardner
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Manchmal ist ein Autor zu recht erfolgreich, 25. Juli 2011
Wenn ein Autor ein Buch nach dem anderen schreibt, die dann auch noch als Bestseller gehandelt werden, bin ich immer erst einmal skeptisch. Lisa Gardner scheint erfolgreich zu sein, ihre Romane sind weltbekannt. Mir ist sie mit dem Buch "Ohne jede Spur" das erste Mal begegnet und entsprechend verhalten nahm ich es zur Hand. Es gibt schon Unmengen von Thrillern und viele gleichen sich auf die eine oder andere Art. Ich erwartete also keine großen Überraschungen und wurde überrascht.

Sandra - jung, hübsch, klug - lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter glücklich und zufrieden in einem schönen Häuschen. Tagsüber kümmert sich ihr Mann um ihr Kind, sie übernimmt die Betreuung abends und nachts. So können beide arbeiten gehen und ihre Tochter behütet aufwachsen. Was Lisa Gardner hier schildert, ist die glückliche heile Welt schlechthin. Um so mehr schockiert es den Leser, als Sandra spurlos verschwindet, nachdem ein nächtlicher Eindringling in ihrem Schalfzimmer aufgetaucht ist. Die Welt gerät aus den Fugen, man merkt, dass jede noch so behütete Idylle auf wackeligen Beinen steht.

Aus den Perspektiven Sandras, des Ehemannes Jasons und der Ermittlerin D.D. Warren lässt uns die Autorin die folgenden Tage erleben. Sandra schildert die zurückliegenden Ereignisse, die zu der Katastrophe geführt haben. Jason versucht, seine Tochter und sich aus dem Strudel des Geschehens zu befreien. D.D. Warren will Licht in die Geschichte bringen und kämpft gegen Lügen und Verdrängung. Nach und nach kommen Ereignisse zu Tage, die den Leser verwirren, schockieren und mitleiden lassen. Man will ständig schneller lesen, um zu erfahren, wie es weiter geht, was mit Sandra passiert ist und die Ermittlungen voranzutreiben. Verdächtige und deren Motive tauchen auf, verschwinden wieder, um an anderer Stelle wieder in den Fokus zu rücken. Die spannende Handlung, überraschende Ereignisse und unvorhergesehene Entwicklungen treiben den Leser durch die Seiten, lassen den Puls rasen. Wenn sich sonst oft zur Hälfte eines Krimis Vermutungen über den Tathergang einstellen, blieb ich hier lange Zeit ratlos. Sicherlich konnte ich einiges erahnen, jedoch war ich von der komplexten Lösung des Falles weit entfernt.

Der Roman hielt mich bis zum Schluss in Atem und genaues Lesen war erforderlich, um alle Zusammenhänge erkennen zu können. Anfängliche Skepsis über zu erfolgreiche Autoren lösten sich in Luft auf. Zurück blieb das Gefühl, einen äußerst spannenden intelligenten Krimi gelesen zu haben, den ich gerne weiterempfehle.


Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2)
Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2)
von Paolo Roversi
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Nur für Ortskundige, 18. Juli 2011
Mit gemischten Gefühlen lege ich das Buch Tödliches Requiem" weg. Die ersten Seiten des Romans überzeugten mich und der Schreibstil Paolo Roversis gefiel mir sehr gut. Die Idee den einzelnen Abschnitten ein Musikstück/Lied voranzusetzen, in dem sich die Handlungen widerspiegeln sollten, fand ich originell.

Der Journalist Radeschi hat keinen Führerschein und das nicht aus Überzeugung sondern schlicht, weil er die Prüfung auch nach mehrmaligen Versuchen nicht geschafft hat. Also liebt er seine altmodische Vespa umso mehr und eilt mit ihr von Schlagzeile zu Schlagzeile. Seinen Nebenjob als Verlagsberater verspielt er leichtsinnig, als er auf einer Buchpräsentation die schlechte Qualität eines Romans anprangert. Auch in seinem persönlichen Leben scheint so einiges schief zu laufen, denn nur sein Hund Buk und sein geliebter Ficus warten zu Hause auf ihn. Da kommt ihm der Mord am Mailänder Bürgermeister vor der Scala gerade recht und eifrig stürzt er sich in die Ermittlungen.

So weit ist an dem Roman nichts auszusetzen. Die Personen sind sympathisch, der Fall interessant und der Schreibstil - wie bereits erwähnt - einnehmend. Das Lesen bereitete mir demnach Freude und ging gut voran.

Doch nun komme ich zu den negativen Aspekten, die ich ja schon anklingen lassen habe und die den Roman für mich verdorben haben. Ich finde es schön, wenn jemand viele Fremdsprechen beherrscht. So würde auch ich gerne neben der englischen Sprache die italienische und französische beherrschen. Leider ist dem nicht so. Für das Verstehen dieses Buches wäre es aber von Vorteil gewesen. Es kommen sehr viele Begriffe und Sätze in den genannten Sprachen vor, die nicht erklärt/übersetzt werden. Mir hätte schon eine kleine Fußnote gereicht. Jeder Leser könnte dann selbst entscheiden, ob er sich die Vokabeln übersetzen würde oder lieber darüber hinwegliest. Ich fühlte mich vorgeführt und war verärgert, dass mir die genannten Passagen unzugänglich blieben. Leser, die Mailand oder Paris einen Besuch abgestattet haben, werden den Roman wahrscheinlich mit Genuss lesen. Viele Straßen, Lokalitäten, Sehenswürdigkeiten werden erwähnt und beschrieben. Für mich Unkundige blieben die versteckten Andeutungen, verborgenen Pointen jedoch im Dunkeln, so dass ich sie nur frustriert überlesen konnte.

Dies alles sind kleine Dinge, die an dem vorerst guten Eindruck, den ich beim Einlesen gewonnen hatte, kratzten. Hinzu kam noch das Alkoholproblem, das Radeschi definitiv hat (morgens 2-3 Bier, die Nennung der Biermarken mit inbegriffen, mittags "nur" œ Flasche Wein und bei den Getränken zum Abendessen war ich dann schon nicht mehr schockiert) und die Tatsache, dass die eigentliche Aufklärung des Mordes an dem Mailänder Bürgermeister so in den Hintergrund gerückt ist, dass sie mich dann auch wirklich nicht mehr groß interessierte. Mit enormen Cliffhangern versuchte der Autor Spannung aufzubauen. Da stand ich der Lösung des Rätsels aber schon so gleichgültig gegenüber, dass mich das zugegeben überraschende Ende nicht mehr überzeugte.

Schade, dass sich ein überaus vielversprechendes Buch immer mehr zum Ärgernis für mich entwickelte. Trotz der von mir 3 vergebenen Sterne (besser wären 2,5) für die erste Hälfte des Romans, spreche ich keine Empfehlung aus.


Der Prediger von Fjällbacka
Der Prediger von Fjällbacka
von Camilla Läckberg
  Taschenbuch

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Armes Mädchen, 12. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Prediger von Fjällbacka (Taschenbuch)
Es ist zwar unglaublich, aber das 2. Buch über Erica und Patric hat mir noch besser gefallen als das 1., welches auf meiner Beliebtheitsskala schon weit oben zu finden ist.

In diesem 2. Roman findet ein kleiner Junge in der Schlucht die Leiche eines jungen Mädchens, welches vor ihrem Tod unfassbare körperliche Qualen erleiden musste. Mehrere Knochenbrüche zeugen von Schmerzen, die man sich nur schwer vorstellen kann. Dass sie auf den Skeletten zweier vor vielen Jahren als vermisst gemeldeter Mädchen gefunden wurde, die gleiche Verletzungen aufweisen, lässt vermuten, dass das Motiv für diese Straftat in der Vergangenheit zu finden ist.

Patric, der in seinem Urlaub mit der hochschwangeren Erica eigentlich ein paar ruhige Tage verbringen wollte, muss sich um die Ermittlungen kümmern und sich nebenbei noch mit der Inkompetenz und Faulheit einiger seiner Mitarbeiter rumärgern. Als Glücksfall erweist sich Martin. Der junge engagierte Polizist ist eine Bereicherung des Teams und dem Leser auf Anhieb sympathisch.

Der Schreibstil, den ich im Roman Die Eisprinzessin schläft" kennen- und schätzen gelernt habe, bereitet mir auch in diesem Buch wieder viel Freude. Es ist alles enthalten. Die Spannung hält bis zum Schluss, das Ende kommt für mich unvorhergesehen. Besonders gefallen hat mir auch der feine Humor, den ich in einem Krimi nicht fehl am Platze finde. Eric und Patric sind mir schon jetzt gute Freunde geworden, und es macht einfach Spaß, sie zu begleiten.

Auf detaillierte blutrünstige Beschreibungen der Opfer wird man bei Camilla Läckberg vergeblich warten und dennoch ist der Roman spannend. Was mir jedoch am besten gefällt sind die Geschichten drum herum. Sie unterhalten, regen zum Nachdenken an und sind authentisch. Ich freue mich auf den nächsten Fall.


Die Eisprinzessin schläft: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 1)
Die Eisprinzessin schläft: Kriminalroman (Fjällbacka-Krimis, Band 1)
von Camilla Läckberg
  Taschenbuch

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine neue Freundin Erica, 11. Juli 2011
Ich hatte das Buch "Die Töchter der Kälte" in der Hand und merkte beim Lesen, dass sich eine interessante Geschichte um den Ermittler Patrick Hedström entwickelt. Deshalb beschloss ich, mit dem ersten Band dieser Reihe zu beginnen und nahm mir "Die Eisprinzessin schläft" vor.
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Diese Entscheidung habe ich nicht bereut, denn neben der spannenden Handlung beschreibt Camilla Läckberg die Charaktere so detailliert und mit Witz, dass sowohl die Ermittlerarbeit als auch das Privatleben der Protagonisten keine Langeweile aufkommen lassen. Hier sucht man die allwissenden Ermittler, die nebenbei auch noch supergut aussehen und jede Verfolgungsjagd ohne Japsen überstehen, vergebens. Vielmehr erfahre ich, dass durchaus auch Männer vor einem Date ratlos vor dem Schrank stehen und nichts darin vorfinden, was angemessen, passgerecht und auch noch modern ist. Oft muss ich schmunzeln und das nicht nur, als Erica die Waage mit nur einem Bein betritt und Überlegungen anstellt, ob das eine Kleidungsstück, welches sie noch trägt, wesentlich das Ergebnis verfälschen würde. Dabei wirken diese Passagen nicht aufgesetzt oder fehl am Platze sondern zeugen davon, dass Camilla Läckberg weiß, wovon sie spricht und man fühlt sich richtig wohl mit dem Buch. Übrigens gibt es auch unsympatische und faule Polizisten. Ich wusste gar nicht, dass so etwas in dieser Berufsgruppe auch zu finden ist. Viel zu oft wird ein anderes Bild in Romanen vermittelt.
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All dies liest sich amüsant und trägt zum Auflockern der Handlung bei. Fast könnte man vergessen, dass es sich hier um einen Krimi handelt. Jedoch ist Schreckliches in Fällbacka geschehen. Alex - eine erfolgreiche beliebte und zu dem noch gutaussehende Galeristin - ist ermordet worden. Niemand kann sich erklären, wie es dazu kommen konnte, denn Feinde hatte sie nicht. So macht sich Patrick mit nichts in der Hand an die Arbeit und Stück für Stück erhellen sich die Hintergründe und nicht nur ein Abgrund kommt ans Licht.
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Es gibt viele Krimis und Thriller - manche sind auch gut. Einige von ihnen habe ich bereits lesen dürfen. Was diesen von den anderen unterscheidet, kann ich nicht genau beschreiben, weiß jedoch, dass ich einmal angefangen mit dem Lesen fast nicht mehr aufhören konnte. Nur wiederwillig legte ich das Buch für kurze Zeit zur Seite, um notwendige Arbeiten zu erledigen. Camillia Läckberg schilderte die Dinge so, dass ich oft das beängstigende Gefühl hatte, mittendrin zu sein, mich nicht entziehen, wehren zu können. Zum Schluss zog sich die Auflösung des Falls zwar etwas in die Länge - ich hatte das Rätsel da schon entschlüsselt - aber die Autorin konnte mich dann doch noch einmal überraschen.
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Das Buch habe ich gerne gelesen. Es war spannend und unterhaltend. Selbst der letzte Abschnitt konnte noch einmal mein Herz begeistern.


Schändung: Der zweite Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
Schändung: Der zweite Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
von Jussi Adler-Olsen
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht so gut wie der 1. Band, 22. Juni 2011
'"Schändung" war anders als der 1. Fall mit Carl Morck. Viel gibt es daran auszusetzen: Titel und Cover sind nicht originell, die Handlung nicht sonderlich spannend und auch wenn genug Blut fließt, würde ich nicht von einem Thriller sprechen.
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Dennoch habe ich es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben, denn so lernte ich Rose kennen, die frischen Wind in den Keller bringt. In dem Maße wie sie meine Sympathie gewann, verlor Carl Morck sie, und Assad ist so wie so mein Held. Das Dreiergespann macht Spaß und deshalb lohnte sich das Buch für mich. Die Auflehnung gegen die Obrigkeit nehme ich ihm jedoch nicht ab. So etwas gibt es doch nur im Buch oder Film. Im realen Leben müssten sie sich ganz schnell einen neuen Job suchen.
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Neben den o.g. Kritikpunkten gibt es aber auch Lichtblicke in diesem Roman. Wie sich das Ermittlerteam an die Fersen der Internatsclique heftet, war gut beschrieben. Auch wenn die letzten Szenen völlig überzogen dargestellt waren, kam doch zum Schluss noch so etwas wie ein Hauch Spannung auf.
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"Schändung" ist ein Schmöker, der sich zügig wegliest, keine tiefen Spuren hinterlässt, aber für eine längere Zugfahrt gut geeignet ist.


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