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Books and Senses

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Silber - Das zweite Buch der Träume: Roman (Fischer FJB (allgemein))
Silber - Das zweite Buch der Träume: Roman (Fischer FJB (allgemein))
von Kerstin Gier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider etwas langatmig., 22. Juli 2014
Mit Silber - Das zweite Buch der Träume geht die Geschichte um Liv und die Traumtüren in die zweite Runde. Sein Vorgänger, Silber - Das erste Buch der Träume hatte mir sehr gut gefallen und deswegen war ich natürlich gespannt auf das, was da noch kommen sollte. Den ersten Band habe ich vor ziemlich genau einem Jahr gelesen, dennoch waren mir die Handlung und die Charaktere noch gut in Erinnerug. Der Wiedereinstieg fiel mir daher nicht schwer. Doch leider muss ich, wie auch schon bei Band 1 sagen, dass mir das "gewisse Etwas" gefehlt hat.

Fangen wir aber doch vorne an. Von Liv und ihrer kleinen Schwester Mia war ich wieder einmal von Anfang an begeistert. Die beiden sind ein tolles Duo und vor allem Mia hat so einen herrlichen Humor, dem ich einfach nicht widerstehen kann. Liv habe ich meines Erachtens in diesem Band noch besser kennen lernen können, was mich sehr gefreut hat. Sie zeigt was sie drauf hat, ist aber auch immer noch verletzlich und einfach natürlich menschlich. Die beiden sind aber nicht immer die perfekten Töchter, in diesem zweiten Buch der Träume stellen sie dann doch einigen Unfug an, der stellenweise aber auch nachzuvollziehen ist. Sie sind und bleiben einfach total sympathisch (vor allem als Liv sich in einem Traum in Benedict Cumberbatch alias Sherlock verwandelt...).

Ihre bunt gemischte Patchwork-Familie sorgt ebenfalls wieder für eine Menge Unterhaltung, aber auch ernste, sowie sehr süße Momente (und ich rede da nicht nur von den Trosz-Vanillekipferln von Lottie). Es ist eigentlich immer was los bei den Silbers. Wen ich da ganz besonders hervorheben möchte ist Grayson, den ich einfach klasse finde. Wer braucht schon Henry... Wobei wir mal bei einem Thema sind, dass ich jetzt mal ganz Fangirlie-mäßig ansprechen möchte: Ich bin TEAM GRAYSON! Aber sowas von. Mit Henry wurde ich ja schon im ersten Teil nicht so richtig warm und das hat sich in diesem nicht wirklich geändert. Ich kann mit ihm nicht wirklich was anfangen. So, jetzt ist es raus. Deswegen hat mich im Buch dieses lange Drama zwischen den beiden auch nicht wirklich mitgerissen, sondern irgendwann einfach nur noch gelangweilt. So, auch das ist nun raus. Ich dokumentiere meine Lesefortschritte ja zwischenzeitlich auf goodreads und da habe ich nach 55% dann schon gehofft, dass es von vornehmlich Liebesdrama auf mehr Spannung umschwenkt. Hat nicht ganz geklappt...

Ich muss sagen, so unterhaltsam diese kleinen Geschichten der Silber-Familie und von Liv auch sind, irgendwann hätte ich mir einfach mal was anderes gewünscht. Es gab zwar viele tolle Szenen in den Träumen der Charaktere und wieder einmal liebevolle Details, die das Lesen wirklich angenehm gemacht haben, aber mir fehlte die Spannung. Ich fand, es ist einfach nicht viel passiert und auf den letzten Seiten wurde dann noch schnell eine Wendung eingebaut, die dem ganzen eine weitere Richtung gibt. Es war durchaus spannend am Ende, aber ich bin ein bisschen enttäuscht, dass ich so lange drauf gewartet habe und nun wohl doch auf Band 3 warten muss um so richtig aus den Socken gehauen zu werden. Wenn ich euch sagen müsste, was das wirklich Wichtige war, das in diesem Buch passiert ist, müsste ich 1. lange überlegen und 2. wäre ich nach 3 Sätzen vermutlich wieder fertig. Der Schwerpunkt liegt in diesem Buch einfach nicht auf den Konflikten, die durch das "Traumwandern" hervorgerufen werden, sondern eher auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und was da alles so schief laufen kann. Normalerweise lese ich ja so etwas gerne, aber bei Silber hatte ich mir einfach mehr erhofft, vor allem was die Träume anging. Da ist so viel Potenzial drin, aber richtig ausgeschöpft wurde es meiner Meinung nach bisher nicht.

Silber - Das zweite Buch der Träume hat meiner Meinung nach eine "Krankheit", die viele mittlere Bände von Trilogien ereilt: Es fühlt sich an wie ein Platzhalter. Ein wirklich schön geschriebener und detailverliebter, aber eben doch ein Platzhalter. Vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet... Schiebt die Schuld ruhig auf mich :D ! Ich habe Seite um Seite gelesen, das geht bei Frau Giers Büchern ja schnell wie nix, aber es war doch immer das Warten auf den Wow-Moment. Die wichtigen Entwicklungen gingen meiner Meinung nach etwas im Rest unter und hätten vielleicht etwas anders betont werden sollen. Auch die "Hintergründe" hätte ich gerne etwas genauer beleuchtet gesehen. Das Buch ist etwas auf der Stelle getreten und das fand ich sehr schade.

Fazit

Kerstin Gier kann einfach toll schreiben und ihre Charaktere aus Silber sind wirklich gelungen. Wäre in Silber - Das zweite Buch der Träume nur etwas mehr Handlung und Spannung in Bezug auf die Träume zu finden gewesen, dann wäre es eine perfekte Fortsetzung. So aber war sie für mich nur mittelmaß. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, aber es konnte mich nicht vom Hocker reißen. Das muss dann wohl Band 3 schaffen.


The Testing 3: Graduation Day
The Testing 3: Graduation Day
von Joelle Charbonneau
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,20

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gelungenes Finale., 17. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Testing 3: Graduation Day (Taschenbuch)
So. Das wars. Aus und Vorbei. Mit Graduation Day ist für mich letzte Woche die Testing Trilogie zu Ende gegangen. In meiner Rezension zu Independent Study hatte ich euch ein bisschen was über meine Meinung zu Band 1 (The Testing) gesagt und ganz viel zu Band 2 (Independent Study). Ich fand die Entwicklung von Band 1 zu Band 2 beachtlich und Graduation Day kann da noch mal ein bisschen was drauflegen. Es hat zwar noch denselben Grundton wie die beiden anderen Bücher, aber die Handlung hebt sich doch sehr von den anderen ab. Ich würde nicht unbedingt sagen dass es der beste Band der Trilogie ist, aber doch ein gelungener Abschluss.

Wie seine beiden Vorgänger auch ist Graduation Day sehr sehr spannend. Auch in Sachen Irreführung steht es den beiden anderen Büchern in Nichts nach. Ganz im Gegenteil. In Independent Study aufgestellte Theorien wurden genauestens unter die Lupe genommen und das Ergebnis war doch das eine oder andere mal sehr überraschend. Ich fand mich oft vor Tatsachen wieder, die ich so nicht erwartet hätte und deswegen war für mich das Ende auch nicht vorhersehbar. Ich hatte keine Ahnung wie alles ausgehen würde, weswegen ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Ende hat mich dann einerseits geflasht, andererseits ist es auch ein Ende, über das man erst noch mal nachdenken muss. So viele Intrigen und geheime Machenschaften verlangen nach Aufmerksamkeit, wenn man durch alles durchsteigen will.

Ich kann guten Gewissens sagen, dass ich mit dem Ende zufrieden bin. Es ist kein episches Ende, aber es hat doch für ordentlich Aufregung meinerseits gesorgt und ich meine auch alles verstanden zu haben. Hoffe ich :D ! Es war zwar einerseits überraschend, hat aber auch zu dem restlichen "Wesen" der anderen Bücher gepasst.

Auch Cia bleibt sich in diesem letzten Band treu. Sie macht zwar eine starke Entwicklung durch, behält aber ihre Prinzipien und verlässt sich weiterhin auf ihren Verstand. Ich bin ja in den anderen beiden Büchern nicht vollständig mit ihr und Tomas warmgeworden, weil mir einfach etwas Emotionalität und Charaktertiefe gefehlt haben. In diesem letzten Band hat sich das nicht wirklich geändert, aber ich würde schon sagen, dass ich die beiden mag. Sonst hätte ich die Bücher ja auch nicht alle gelesen. Ich würde aber behaupten, dass meine "Verbindung" zu den beiden einfach nicht so stark ist wie zu anderne Paarungen aus dem dystopischen Bereich. Dafür fehlt ihnen einfach etwas Persönlichkeit und Emotionalität. Wer das ausblenden kann dürfe aber mit der Reihe ziemlich zufrieden sein.

The Testing würde ich jetzt nicht unbedingt als eine meiner liebsten dystopischen Trilogien bezeichnen, aber ich bereue auch nicht, dass ich die Bücher gelesen habe. Sie sind spannend, aufregend, abwechslungsreich und immer wieder für eine Überraschung gut. Ich fand diese ganzen Verstrickungen toll und hatte Spaß dabei ihnen auf den Grund zu gehen. Die "Abenteuer", die man mit Cia erlebt fand ich sehr gut ausgearbeitet und um kein Geld der Welt hätte ich mit ihr den Platz tauschen wollen. Der Abschreckungsfaktor von Cias Welt ist sehr hoch, aber so muss das in so einem Buch auch sein.

"For the first time in a long time, my life is in my own hands. Though I can't know that life will last much longer than the next couple of days, at least I know that this time belongs to me." FROM GRADUATION DAY

Ein bisschen Romantik ab und an wäre ganz schön geswesen, weil ich solche Liebesgeschichten in dystopischen Romanen eigentlich immer ganz gerne habe, aber in The Testing und seinen Begleitern kommt man auch recht gut ohne aus. Die Bücher leben nun mal von etwas anderem.

Was mir auch sehr gut gefallen hat ist die Symbolik in den Büchern. Die Symbole mit den Blitzen auf den Buchcovern haben auch innerhalb der Bücher wichtige Bedeutungen, ebenso wie andere kleine Details, die immer wieder vorkommen. So etwas finde ich immer gut und in Graduation Day wurde es auch wieder gut umgesetzt.

"Two crossed lightning bolds. A symbol of power. Of the elimination of ignorance. And of a rebellion that must overcome insurmountable odds in order to suceed. A symbol that combines my past with my future. And the time has come for that future to begin."FROM GRADUATION DAY

Da bleibt wohl nur noch zu sagen: Für mich ist The Testing eine gelungene dystopische Trilogie. Mein liebster Band der Reihe ist wohl Independent Study, aber die anderen beiden fand ich jeweils auch sehr gut. Hier und da hat die Reihe ein paar kleine Makel, aber diese haben mich nicht sehr gestört. Wer spannende dystopische Reihen mag, in denen die Protagonistin nicht zu 100% sympathisch und emotional sein muss, sollte es mal mit dieser Trilogie versuchen. Es passiert so viel, da fällt ihr überaus logisches Denken auch nicht immer so auf ;) .


The Demon King (A Seven Realms Novel) (Seven Realms Novels)
The Demon King (A Seven Realms Novel) (Seven Realms Novels)
von Cinda Williams Chima
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,65

4.0 von 5 Sternen Das könnte eine meiner liebsten Reihen werden., 17. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es war eine ziemlich spontane Entscheidung The Demon King zu lesen. Eines Abends vergangene Woche hatte ich total Lust auf YA High Fantasy. Viele Bücher habe ich davon nicht im Regal (oder zumindest bilde ich mir das ein), aber auf meinem Kindle wurde ich dann fündig. Es gab die eBook Version des Buches einmal sehr günstig und ich war in diesem Moment sehr froh, dass ich sie mir gekauft hatte. Also fing ich einfach mal mit dem Lesen an... tja, und es gefiel mir so gut, dass ich gleich die gesamte Buchbox bestellt habe, weswegen ich euch jetzt ein Paperback zeigen kann anstelle eines eBook-Covers.

Wie im Klappentext schon erwähnt gibt es in The Demon King einen männlichen und einen weiblichen Protagonist. Die Leben von Han, einem ehemaligen Dieb, der sich um Mutter uns Schwester kümmern muss und Raisa, der zukünftigen Thronfolgerin, könnten unterschiedlicher nicht sein. Er muss sich und seine Familie mit hart erarbeitetem Geld über Wasser halten, sie hat alles was sie will und muss nichts dafür tun. Das Geschehen wird abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt, so dass es sich fast wie zwei Geschichten in einer anfühlt. Man lernt etwas über das Leben im Schloss, sowie etwas über das weitaus schlichtere Leben der Clans weiter draußen im Land. Zwischen diesen beiden Geschichten gibt es immer wieder Berührungspunkte in Form von Personen oder Orten. Bis Raisa und Han sich allerdings von Angesicht zu Angesicht begegenen dauert es sehr lange. Ich glaube, bei meinem eBook war ich da schon bei 45%. Es dauert dann auch gar nicht so lange, bis sich die Wege der beiden wieder trennen. Ich fand das sehr ungewöhnlich, aber auch sehr gut gemacht. Das Ende von The Demon King lässt außerdem vermuten, dass die Wege der beiden sich bald wieder und dann auch länger kreuzen werden. Zumindest hoffe ich das, denn die beiden zusammen waren schon eine interessante Mischung.

Raisa war ganz anders, als ich es erwartet hätte. Normalerweise sind Prinzessinnen in solchen Büchern ja am Anfang total verwöhnt und lernen erst mit der Zeit bescheidener zu sein und nicht immer alle Leute herumzukommandieren. Raisa ist da anders. Sie lebt nicht in ihrer eigenen Traumwelt, sondern ist sich ihrer Umgebung durchaus bewusst und scheut sich auch nicht davor mal etwas zu hinterfragen. Sie ist sehr intelligent, aber mit gerade einmal 15 Jahren trifft sie verständlicherweise auch nicht immer rein rationale Entscheidungen. Sie setzt sich allerdings für ihre zukünftigen Untertanen ein und ist bereit Dinge zu ändern, die bisher nicht so liefen wie sie sollten. Ich fand ihre Verhaltensweise bewundernswert und bin gespannt darauf, was sie sich noch so alles einfallen lässt.

Der ehemalige Dieb und Straßenbandenführer Han ist mir trotz seines Rufes sehr sympathisch gewesen. Er musste sich und seine Familie irgendwie über Wasser halten und hat dazu nicht immer die richtigen Wege gewählt. Han ist aber dazu bereit sich seine Fehler einzugestehen und diese Wege zu ändern. Im Grunde hat er das Herz am rechten Fleck, doch er gerät immer wieder durch Pech in unglückliche Situtationen, aus denen er nicht immer den besten Ausweg findet. Ich hatte die meiste Zeit Mitleid mit ihm, weil er so ein netter Kerl ist, dem das Leben immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Ich fand schon, dass man auch bei ihm eine Entwicklung gesehen hat, aber auch hier scheint Band 2 der Reihe da noch mehr zu versprechen.

Was ich ein bisschen störend fand war das Alter der beiden. Niemals hätte ich Raisa auf 15 geschätzt. Sie verhält sich viel erwachsener, auch was zwischenmenschliche Beziehungen angeht. Han ist (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) 17 und auch ihn hätte ich noch etwas älter geschätzt. The Demon King ist nicht das erste Buch, in dem es mir so geht. In meinem Kopf mache ich mir die Charaktere dann einfach etwas älter und dann passt es. Vielleicht liegt es hier aber auch daran, dass die beiden schneller erwachsen werden mussten. Wobei das bei Han eher ein Argument wäre als bei Raisa.

Was den Weltenentwurf angeht, so hat die Autorin hier ganze Arbeit geleistet. So gut sogar, dass ich manchmal von den vielen Dingen einfach überfordert war. Es gibt das Königshaus, die Magier und die Clans - alle mit ihren eigenen Regeln und Eigenschaften, durch die man erst mal durchsteigen muss. Han beispielsweise heißt nicht immer Han, sondern manchmal auch Hunts Alone oder Cuffs. Je nachdem, wo gerade über ihn geredet wird. Das Verhätnis dieser drei Parteien zueinander ist das Ergebnis vieler vergangener Ereignisse, die fast im Untergang der Welt durch den Demon King gegipfelt sind. Verhindert wurde dass durch die sagnumwobene Königin Hananea, die von allen ihm Land verehrt wird und wohl auch der Grund dafür ist, dass Frauen einen sehr hohen Stand haben, sowohl im Königshaus als auch bei den Clans. Die Magier sind ein bisschen außen vor, aber wenn man die Geschichte versteht, dann erklärt sich auch das. Bei mir hat es aber ein Weilchen gedauert, bis ich das alles verstanden habe.

Ach ja und wo wir gerade bei Verständnis sind: Die gute Frau Autorin hätte sich mal etwas unterscheidbarere Namen ausdenken sollen. Der eher unsympathische Magier an der Seite der Königin heißt Bayar und der nette Oberste der Garde heißt Bynre. Zweimal B mit einem Y dabei. Für mich, die ganz schlecht ist im Namen merken, ist so etwas ganz schlimm :D ! Aber das nur mal so nebenbei.

Interessant ist vielleicht noch zu wissen, dass The Demon King nicht vor epischen Schlachten und Kämpfen trieft. Es gibt nicht den einen Gegenspieler, auf den sich aller Hass konzentriert und den es zu bekämpfen gilt. Stattdessen gibt es immer wieder kleinere Situationen in denen sich unsere Protagonisten behaupten müssen. Dadurch kommt zwar nie eine solche Spannung auf wie in einem einzigen Finale, aber es wird niemals langweilig. Zumal diese "Situationen" auch ganz schön heftig und ungerecht sein können. The Demon King hat sich für mich wie eine Einführung in eine noch größer werdende Geschichte gelesen, in der es vor allem darum ging, die Charaktere einzuführen. Neben Raisa und Han gibt es noch viele andere, die den Leser bestimmt noch länger begleiten werden.

Mir hat das Buch so einen Spaß gemacht und meine Neugierde geweckt, dass ich mir wie schon oben erwähnt auch schon die anderen drei Bände der Reihe gekauft habe. Ich werde Band 2 noch diese Woche anfangen, weil ich total Lust drauf habe und unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Ich glaube, das kann für mich eine ganz tolle Reihe werden. Mich erinnert es ein wenig an Alanna und auch da habe ich ja jeden Band geradezu verschlungen.

The Demon King ist für mich eine tolle Entdeckung im YA High Fantasy Genre. Ich fand die ausführliche Darstellung der Protagonisten toll und bin ihnen auf ihrem Weg, den sie bisher gegangen sind, gerne gefolgt. Das Buch ist vielleicht nicht so actionreich wie ich es erwartet hätte, aber dennoch ist es gespickt mit aufbrausenden Situationen, die es nie haben langweilig werden lassen. Ich bin gespannt, was mich mit Raisa und Han noch erwarten wird.


White Hot Kiss (The Dark Elements Book 1) (English Edition)
White Hot Kiss (The Dark Elements Book 1) (English Edition)
Preis: EUR 2,60

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Never judge a book by its Cover., 14. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
So meine Lieben. Heute machen wir das mit der Rezension mal ein bisschen anders als sonst. Es gibt ein bisschen mehr Gelaber im Voraus, weil man das bei diesem Buch einfach machen muss. Es geht heute um das Buch White Hot Kiss von Jennifer L. Armentrout. Ich habe ja Obsidian von ihr gelesen und fand ihren Schreibstil und ihre Ideen ziemlich gut, weswegen ich im Anschluss mal geschaut habe, was die gute Frau denn sonst noch so für Bücher geschrieben hat. Dabei bin ich über White Hot Kiss gestolpert, habe es aber allein aufgrund seines Covers ignoriert. Seht selbst:

White Hot Kiss. Ein halb nackiger Kerl und eine Frau, die den Kuss von besagtem halb nackigem Kerl scheinbar kaum erwarten kann. Was hat klein Lisa da gedacht? Genau: Das sieht nach erotischem Firlefanz aus, auf den ich keine Lust habe. Versteht mich nicht falsch, mit Sex in Büchern habe ich kein Problem, aber wenn es außer dem keine Themen im Buch gibt und der Plot drumherum einfach nicht vorhanden ist, kann ich damit nichts anfangen. Das Buch war also für mich schon erledigt.

Tja, und dann habe ich eines Tages, aus welchen Gründen auch immer, doch einen Blick auf die Beschreibung geworfen. Und was ich da gesehen habe hat mich doch sehr überrascht:

Dämonen. Gargoyles... White Hot Kiss ist kein Erotikroman, sondern eine wirklich gut getarnte YA-Urban-Fantasy Story! Wer hätte das gedacht. Da hat sich klein Lisa dann schnell die Kindle Version geholt, die einfach unschlagbar günstig war (nach den ganzen Berichten über Amazon habe ich da aber auch ein klein wenig ein schlechtes Gewissen...) Eigentlich wollte ich das Buch gar nicht so schnell lesen, aber ich war im Urlaub und hatte mein Printbuch vergessen, weswegen ich dann kurzerhand auf White Hot Kiss umgestiegen bin. Tja, was soll ich sagen. Bereits nach den ersten Seiten war ich Feuer und Flamme!

White Hot Kiss war von der ersten Seite an mitreißend und einfach nur super witzig! Layla, die Protagonistin, ist nicht auf den Mund gefallen und hat einen sehr sympathischen Humor. Ich mochte sie gleich und habe mich auf den ersten Seiten bereits mir ihr in das erste kleine Abenteuer gestürzt. Layla kann Dämonen "taggen", damit diese später von den Warden erkannt und im schlimmsten Falle beseitigt werden können. Sie selbst ist halb Dämon, halb Warden, deren wahre Gestalt die von Gargoyles ist. Weder die eine noch die andere Seite ist bei ihr dominant, sie kann sich auch nicht verwandeln und wird im Hause der Warden eher nur gedudlet, als dass sie willkommen ist. Ihre Situation ist nicht leicht, dennoch beweist sie Charakterstärke und versucht sich so gut wie möglich zu verhalten.

Was nach dem Auftauchen von Roth nicht gerade einfach ist. Roth ist ein Dämon und erfüllt wohl jedes Sexy-Bad-Boy Klischee das man sich vorstellen kann. Dennoch fand ich ihn wirklich interessant, vor allem seine Tattoos, die ein Eigenleben entwicken können. Wie zum Beispiel eine äußerst sympathische Schlange namens Bambi und ein paar kleine Fellbälle... Ob nun also Klischee oder nicht, Roth bringt Schwung in das Ganze. Er versteht ihre dämonische Seite und Layla wird der Konflikt der in ihr wabert wieder richtig bewusst.

Neben Laylas innerem Konflikt herrscht auch in der normalen Welt Aufruhr, der etwas mir ihr zu tun hat. Ich muss sagen, ich fand die Entwicklungen sehr aufregend und die Idee dahinter wirklich gelungen. Ich mag ja normalerweise so dieses Himmel / Hölle Denken nicht, aber in White Hot Kiss konnte ich mich ganz gut damit anfreunden. Ist ja nur eine Geschichte. Die Außeinandersetzung zwischen den Warden (keine Ahnung wie man das gescheit auf Deutsch sagt) und den Dämonen sorgt für eine Menge Spannung im Buch und durch die verschiedenen Blickwinklel ist Gut und Böse nicht ganz so eindeutug trennbar. Ich jedenfalls klebte förmlich an den Seiten... also am Display und habe jede neue Entwicklung mitgerissen verfolgt. Und das Ende... oh das ist so gemein!

So ganz ohne Erotik kommt das Buch aber auch nicht aus. Neben dem (fast schon obligatorischen) Liebesdreick kommt es zu durchaus "heißen" Szenen zwischen Layla und Roth. Ich fand sie gut, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass Roth nicht mit Layla reden kann, wenn er sie nicht mindestens mit einer Hand irgendwo berührt. Ob Haare, Wange oder Hüfte. Mir wäre er ja zu aufdringlich, aber gut. Die beiden haben mir zusammen gut gefallen, obwohl auch Zayne eigentlich ein echt netter Typ ist. Aber die netten Jungs haben in YA-Büchern wohl leider immer schlechtere Karten.

Neben der "Liebesgeschichte" kommen Laylas Entwicklung und die sich anbahnende Außeinandersetzung aber nicht zu kurz. Es müssen Fragen beantwortet, Rätsel gelöst und eine Menge böser Kreaturen bekämpft werden. Für mich richtig gute Urban Fantasy! Stellweise wurde ich an Die Dämonenfängerin und Ewiglich die Sehnsucht erinnert, da sich dort einige Aspekte wiederfinden. Fans dieser Bücher könnten sich also auch dieses Buch mal genauer ansehen.

Fazit

White Hot Kiss hat mich überrascht. Es beinhaltet eine humorvolle, spannende und prickelnde Urban Fantsy Geschichte, die ich begeistert gelesen habe. Ein typischer Fall von Never Judge a Book by its Cover, würde ich mal sagen.


Shades of Earth: An Across the Universe Novel
Shades of Earth: An Across the Universe Novel
von Beth Revis
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,94

5.0 von 5 Sternen Ein sehr "anderes" aber gelungenes Finale., 14. Juni 2014
m August 2011 (verdammt, ist das lange her) las ich den ersten Teil der Across the Universe Trilogie, damals noch auf deutsch. Ich fand ihn super, weswegen ich mir auch gar nicht erklären kann, wieso ich dann mit dem zweiten Teil 2 Jahre (!) gewartet hab. Auch diesen fand ich wirklich gut. Jetzt ist einige Zeit vergangen, wenn auch weniger als ein Jahr und ich habe endlich den dritten Teil dieser Trilogie gelesen. Ich wollte ja eigentlich sofort loslegen, als ich ihn bekommen habe, aber ich wollte das unvermeidliche Ende dann doch noch etwas hinauszögern. Ich mag Abschiede nicht :D ! Zumal manche dritten Bände ihren Vorgängern einfach nicht gerecht werden können und dann hinterlässt so ein verhunztes Ende eine bitteren Nachgeschmack. Und auch das mag ich nicht :D !

Wagemutig stürzte ich mich dann also auf den dritten und letzten Teil Shades of Earth... Innherhalb von 2 Tagen war dann auch schon wieder alles vorbei und klein Lisa hat entgültig Abschied von Amy und Elder genommen. Ich kann euch beruhigt mitteilen: Das Finale der Across the Universe Trilogie kann sich sehen bzw. lesen lassen.

Ich muss gestehen, eine Zeit lang war ich etwas skeptisch, ob Shades of Earth mir gefallen wird. Der besondere Reiz der beiden ersten Bände lag vor allem im Setting. Ein Raumschiff als Handlungsort sieht man nicht alle Tage und die dortigen Abläufe, Geheimnisse und Geschichten fand ich sehr spannend. Es war mal was anderes und wirklich super durchdacht. Wenn ihr die Reihe selbst schon gelesen habt, dann wisst ihr ja, dass in Shades of Earth der Handlungsort ein anderer ist. Die Centauri-Erde. Der Kontrast zwischen diesen beiden Orten könnte nicht stärker sein. Hinzu kommen neue Figuren in Form von bsp. Amys Vater und "Aliens". Ich musste mich erst mal an diese neuen Verhälnisse gewöhnen und die Atmosphäre auf mich wirken lassen. Genau so wie es auch Amy und Elder mit der Centauri-Erde geht. Insofern betraten wir also gemeinsam völliges Neuland.

Und auf diesem Neuland geht die Post ab. Um es mal salopp zu sagen. Gefährliche Kreaturen, giftige Pflanzen und "Angriffe" aus dem Hinterhalt sind 3 der heftigsten Eigenschaften, die Amys neue Heimat zu bieten hat. Ein warmes Willkommen sieht anders aus. Frust ist ein Gefühl, das bei mir während des Lesens öfters vorkam, einfach weil ich nicht wahrhaben wollte, dass Amy und Elder so weit gekommen sind, um dann so schrecklich belohnt zu werden. Ich fing an diese Centauri-Erde zu verfluchen. Doch dass diese nicht wirklich was dafür kann, merkt man dann schnell...

Wie in seinen beiden Vorgängern hält Shades of Earth eine Menge Geheimnisse bereit und die Antworten auf einige der Rätsel sind sehr überraschend. Die Rädchen in meinem Kopf haben beim Zusammenfügen der Puzzleteile geraucht. Jede neue Enthüllung und jedes neue Detail haben mich herausgefordert. Das Gesamtbild am Ende war... puh. Groß und ziemlich verstrickt. Aber so, so gut durchdacht. Das Rätseln hat hier einfach einen riesen Spaß gemacht. Auch wenn der Weg zu der gesamten Wahrheit ein sehr steiniger war.

Die beiden Protagonisten Amy und Elder konnten mich in diesem finalen Band noch ein Mal von sich überzeugen. Sie sind nicht meine allerliebsten Figuren, aber ich bin ihnen unglaublich gerne auf ihrem Weg gefolgt. In Shades of Earth wandeln sie sich noch einmal und werden erwachsener. Sie haben sich besser angestellt als so mancher Erwachsener. Ich bin stolz auf sie :D ! Was ich von manch anderen Charakteren nicht sagen kann. Da waren so ein paar dabei, die waren mir die ganze Zeit sehr unsympathisch oder suspekt. Aber gut, solche muss es eben auch geben.

Ich muss sagen, ich habe eigentlich nicht viel zu meckern. Stellenweise war ich wohl etwas zu ungeduldig und wollte dass endlich noch was anderes passiert. Die Enthüllungen lassen ganz schön auf sich warten und das hat mich etwas hibbelig gemacht. Spannend war es dennoch die ganze Zeit.

Tja, was soll ich noch sagen. Shades of Earth ist ein Finale, das mich zufrieden zurückgelassen hat. Für mich ist dennoch Band 2 (A Million Suns) der beste der Trilogie. Mir gefiel das Raumschiff-Setting besser als die Centauri-Erde. Die Atmosphäre war hier eine ganz andere. Hinsichtlich der versteckten Rätsel und Geheimniss ist diese Trilogie aber eine der besten, die ich kenne. Diese Schitzeljagd im All war einfach aufregend und toll ausgearbeitet. Ich kann diese Reihe wirklich uneingeschränkt empfehlen!

5 Pancakes gibt es für Shades of Earth und die gesamte Across the Universe Trilogie!


Der dunkle Kuss der Sterne
Der dunkle Kuss der Sterne
von Nina Blazon
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typisch Nina Blazon - typisch fantastisch!, 28. Mai 2014
Wer von euch meinen Blog und mich ein bisschen besser kennt weiß, dass ich ein großer Fan von Nina Blazons Büchern bin. Ihr Faunblut war es, das mich indirekt zum Bloggen gebracht hat und deswegen haben ihre Bücher eine recht wichtige Bedeutung für mich. Als ich Der dunkle Kuss der Sterne in der Verlagsvorschau entdeckt habe war mir daher klar: Das möchte ich unbedingt lesen. Gesagt, getan.

Tja, was soll ich euch sagen. Das Buch ist typisch für Nina Blazon. Ich weiß nicht wie sie es immer wieder auf's Neue schafft, aber ihre Bücher haben immer eine ganz eigene Atmosphäre, die ich bisher in keinen anderen Büchern entdeckt habe. Es liegt vermutlich ein bisschen daran, dass sie ihre Welten immer etwas nebulos konstruiert, mit Gesetzmäßigkeiten die man vielleicht nicht so gemeinsam erwarten würde und diese dann einfach für sich stehen lässt. In einem Moment befindet man sich in einem recht modernen Raum, in einem anderen wird man eher an die Welten aus High-Fantasy Büchern erinnernt, die ja eher rückschrittlich sind. Man weiß nie so genau, was für eine Welt man eigentlich vor sich hat und was man erwarten kann. Immer wieder tauchen Dinge auf die man dieser Welt nicht zugeordnet hätte, aber irgendwie passen sie doch dazu.

Ich weiß dass einige Leser Probleme mit dieser "Unklarheit" haben, ich aber finde es ist eine gelungene Abwechslung zu dem sogenannten "Info-Dumping" in anderen Büchern. In Der dunkle Kuss der Sterne kann man sich einfach mal überraschen lassen und die magischen und fantasievollen Aspekte dieser Welt erkunden. Das Wichtigste wird natürlich erklärt und dementsprechend habe ich mich auch nicht in Candas Welt verloren gefühlt.

Im Buch lernen wir Canda kennen, die anfangs wirklich eine furchtbare Person ist. Die hohe Stellung ihrer Familie in der Stadt, ihr Reichtum und die Macht sind ihr zu Kopf gestiegen. Sie ist überheblich und hält sich für wertvoller als andere Menschen. Sie nutzt ihren Namen und ihren Rang um das zu bekommen was sie will und wer ihr widerspricht darf sich dann etwas anhören. Oh, dachte ich mir, was soll das nur werden. Aber es wird. Aus der anfangs so unsympathischen Canda wird eine junge Frau, die lernt dass Rang und Namen nicht alles sind. Sie entwickelt Schlagfertigkeit und sogar Humor auf ihrer Suche nach Tian. Diese Entwicklung ist etwas langwierig, aber wunderbar zu beobachten. Jeder Schritt in die richtige Richtung ihrerseits hat mich gefreut.

Nicht ganz unschludig an ihrer Entwicklung ist Amad, der anfangs ziemlich myteriös ist. Aber auch ihn lernt man auf der Reise besser kennen und ich muss sagen: Ich mochte ihn wirklich gern. Auch wenn seine Methoden manchmal etwas eigenartig sind. Aber gut, wenn man mit Canda unterwegs ist, die in ihren eigenen Gedanken und Bewegegründen öfters mal schwankt, kann man vermutlich auch nicht anders. Die beiden waren eine anfangs explosive Mischung, wurden dann aber immer mehr zu einer Paarung, der ich gerne beim Schlagabtausch zugesehen habe. Hinsichtlich dieser beiden habe ich aber auch ein bisschen zu Meckern. So gern ich die beiden dann irgendwann mochte, so fand ich die Entwicklung ihrer Beziehung untereinander doch nicht ganz so gut gelungen. Ich hätte mir da einen Ticken mehr gewüscht als das, was da war. Mehr kann ich dazu nicht sagen, aber falls ich das Buch lest, wisst ihr vielleicht was ich meine. Oder aber ich bin einfach pingelich.

Zu Handlung sollte gesagt sein, dass Spannung und ruhigere Momente sich abwechseln. Canda und Amad machen eine weite Reise durch das Land und da gibt es nun mal Höhen und Tiefen, wie es dort Berge und Täler gibt. Ich fand es war eine gelungene Mischung, ab und an hätte man aber vermutlich doch etwas kürzen können. Vielleicht kommt diese Empfindung aber auch einfach daher, dass ich möglichst schnell wissen wollte, was hinter dem Verschwinden von Tian steckt.

Ich finde es schwer die Geschehnisse des Buches zu beschreiben. Einerseits weil einfach so viel passiert und weil es, wie schon angedeutet, seinen ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt. Es gibt so vieles zu entdecken; Haie zu fangen; Hunde zu knuddeln; Leute kennen zu lernen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich glaube, diese Erfahrung muss man einfach selbst machen. So abstrakt diese Welt ist, so ist auch die Lösung des ganzen Geheimnisses, die man so vermutlich nicht erwartet. Einfach weil es nichts Vergleichbares gibt. Umso höher ist natürlich der Rätselfaktor des Buches.

Fazit

Ein fantastischer und vielleicht stellenweiser sehr abstrakter Weltenentwurf ist es, der Der dunkle Kuss der Sterne so außergewöhnlich macht. Die Protagonistin Canda mag zu Beginn nicht die netteste Person sein, aber umso erstaunlicher ist ihre Entwicklung, die ich mit Begeisterung verfolgt habe. Ihr Weggefährte Amad hält so einige Überraschungen bereit, ebenso der Weg, den die beiden gehen. Spannung und Atempausen halten sich gut in der Waage, sodass man Candas Welt auf vielerlei Weisen kennenlernen kann. Lediglich in Sachen Romantik hätte ich mir die eine oder andere Richtung gewünscht. Ansonsten habe ich das Buch einfach sehr gerne gelesen.


The Testing 2: Independent Study (The Testing Trilogy)
The Testing 2: Independent Study (The Testing Trilogy)
von Joelle Charbonneau
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

4.0 von 5 Sternen Eine gelungene Fortsetzung!, 28. Mai 2014
Ich hatte in meinem letzten Video bereits erwähnt, dass ich Independent Study unbedingt lesen wollte, obwohl sein Vorgänger The Testing doch sehr stark an The Hunger Games erinnert hat. Dennoch fand ich das Buch aufregend und das Ende hat geradezu danach verlangt, dass ich weiterlese. Die Ereignisse in The Testing waren mir noch sehr präsent, deswegen ist mir der Wiedereinstieg in Cias Welt nicht schwer gefallen.

Die Autorin flechtet in die Gedankengänge von Cia aber auch immer wieder Erinnerungen an den ersten Teil ein, wodurch die wichtigsten Aspekte noch ein Mal aufgegriffen werden. Einige Erinnerungen Cias spielen eine wichtige Rolle für das Verständis mancher Beziehungen, die im Buch wichtig sind. Ich muss sagen, die Charaktere waren es, die mir auch in diesem Buch noch das größte Rätsel waren. Da ich mich auch nicht mehr an jedes Detail aus der "Testing"-Phase erinnern konnte, musste ich mir von manchen Personen ein neues Bild machen und war dabei ebenso wenig erfolgreich wie Cia. Man weiß einfach nicht, was man glauben soll. Aber gerade das ist es, was das Buch auch so interessant macht. Geheimnisse, Intrigen und kleine Machtkämpfe machen das Buch sehr mitreißend und es hält die eine oder andere Überraschung bereit.

Wovon ich leider nicht überrascht wurde ist Cias Gefühlsleben. Wie auch schon in The Testing kam sie mir sehr gefühlskalt vor. Klar, sie durchlebt alle Emotionen an einem gewissen Punkt und ich als Leser habe es auch mitbekommen, aber sehr mitreißend ist es nicht. Ich leide nicht so mit ihr, wie ich es bei anderen Protagonistinnen schon getan habe. Sie beschreibt ihre Umgebung recht schlicht und die Gefühle spielen dabei keine große Rolle. Cia ist mehr die logische Denkerin, sie zieht Fakten zu rate und spielt alle möglichen Szenarien in ihrem Kopf durch. Was ihr dabei aber fehlt ist die Leidenschaft, die mich mit in ihren Bann ziehen könnte. Mir ist sie einfach ein bisschen zu kalt in dieser Hinsicht.

Ebenso kalt lässt mich der romantische Aspekt in Independent Study. Tomas, der Junge den sie liebt und mit dem sie zusammen ist lernt man als Leser kaum kennen. Zweisame Momente gibt es eigentlich nur höchst selten und dann ist von Romantik keine Spur. Es ist einfach etwas, das im Hintergrund abläuft und keine wirklich bedeutende Rolle zu spielen scheint. Wäre Tomas einfach nur ein sehr guter Freund würde das den Verlauf des Buches vermutlich auch nicht ändern. Eine neue, alles einnehmende Romanze würde aber auch nicht wirklich zu Cia passen und ich muss sagen, das Buch kommt auch gut ohne aus. Es lebt von ganz anderen Aspekten und hat eine Romanze, geschweige denn ein Liebesdreieck gar nicht nötig.

Wo The Testing noch sehr ähnlich zu den Hunger Games ist, hat Independent Study dann schon eine ganz eigene Note. Es geht um die Bestimmung von Cias zukünftigem Tätigkeitsbereich und der ist nicht unbedingt der, den sie erwartet hätte. Sie wird vor neue Herausforderungen gestellt und auf ihrem Weg befinden sich oft Steine, die das Weiterkommen schwierig machen.

In Indepentent Study erlebt man Cias neues Umfeld hautnah mit und man befindet sich ab einem gewissen Punkt auf einer Art Schnitzeljagd, die von ihr und ihren Teammitgliedern einiges abverlangt. Die Aufgaben sind kniffelig, der Preis für die Lösung nicht immer gering. Cia muss ihre Intelligenz und Menschenkenntnis einsetzen um sich und ihre Stellung in der Universität zu sichern. Es war an einigen Stellen sehr knapp und ich habe gar nicht gemerkt, wie die Seiten so an mir vorbeizogen. Ich konnte gar nicht schnell genug lesen.

Ähnlich wie auch schon sein Vorgänger ist dieses Buch nicht unbedingt etwas für Gerechtigkeitsfanatiker, denn die Methoden die an den Tag gelegt werden um die Studenten zu testen sind alles andere als moralisch. Man lernt mehr über das Testing an sich und die Menschen die dahinter stehen. So werden einige Fragen aus The Testing beantwortet.

Was aber nicht heißt, dass in Band 2 keine neuen Fragen aufgeworfen werden. Das Ende von Independent Study hat es in sich und ich muss sagen: Auch hier kann man gar nicht anders als weiterlesen (Band 3 habe ich schon angefangen...). Es kommt eine echt überraschende Wendung, die alles bis dahin geschehene in einem total neuen Licht dastehen lässt. Für Band 3 bedeutet dies: Nichts ist so wie es scheint... Und vertraue niemandem, wie Cias Vater es schon in The Testing gesagt hat.

Fazit

Independent Study ist eine gelungene Fortsetzung von The Testing, die sich ebenso schnell wegliest und einfach bis zum Schluss spannend ist. Geheimniskrämerei, Intrigen und Machtspielchen sorgen immer wieder für Aufregung und haben mich zum Weiterlesen getrieben, weswegen ich das Buch auch recht schnell beendet habe. Cia ist zwar immer noch nich mein liebster Charakter aller Zeiten, aber sie macht sich und ich drücke ihr ganz fest die Daumen, dass sie ein Happy End bekommt. Auf geht's zu Graduation Day, dem dritten und letzten Band im Bunde...


Obsidian, Band 1: Obsidian. Schattendunkel
Obsidian, Band 1: Obsidian. Schattendunkel
von Jennifer L. Armentrout
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Protagonistin und eine sehr vielversprechende Idee., 26. Mai 2014
Unglaublich aber wahr, Obsidian ist eines der wenigen Bücher, die es bei mir zu einem Reread geschafft haben. Bereits in meinem Neuzugängevideo erzählte ich euch, dass ich die englische Ausgabe des Buches bereits kenne. Allerdings nur die wirklich furchtbar-aussehende Kindle Version. Ich konnte bei der Möglichkeit, die wunderschöne deutsche Ausgabe noch ein Mal zu lesen einfach nicht nein sagen. Da ich mich nicht mehr an alles genau erinnert habe, war es wie ein zweites erstes Kennenlernen mit dem Buch und auch beim zweiten Mal hat es mit immer noch gut gefallen.

Viele von euch haben sicher schon von dem Buch gehört, denn seit seinem Erscheinen ist es auf einer Menge Blogs aufgetaucht und wurde (soweit ich es mitbekommen habe) sehr hoch gelobt. Einige haben das als "Hype" bezeichnet und wagen sich deswegen nicht an das Buch, andere finden, die Story ähnelte zu sehr einer gewissen anderen Geschichte... Ich denke niemanden wird es überraschen, wenn auch ich hier einen kleinen Vergleich zu Twilight ziehen werden, denn dieser ist wirklich unumgänglich. Vorneweg sei gesagt, dass ich immer versuche eine Geschichte für sich zu sehen, und eventuell aufkommende Parallelen zwar bemerke, ich diese dem Buch bzw. dem Autor aber nicht negativ anrechne.

Es sind auch wirklich nur Randbausteine, die der Handlung in Twilight ähneln. Katy kommt in eine neue Stadt, der erste Junge dem sie begegnet scheint ein Geheimnis zu haben, weswegen er ihr nicht zu nahe kommen kann... Was Frau Armentrout daraus macht ist allerdings etwas ganz anderes. Es fängt schon einmal damit an, dass Katy einfach sehr sympathisch ist, immerhin ist sie Buchbloggerin! Na, wenn das nicht toll ist, dann weiß ich auch nicht. Ich fühlte von Beginn an eine Verbindung zu ihr, da sie wie ich auch den Bücher verfallen ist und ähnlich euphorische Ausbrüche hat, wenn ein neues Buch bei ihr zu Hause ankommt. Sie scheint mir sehr intelligent zu sein und nett ist sie auch noch. So. Da kann eine gewisse andere Dame aus dem gewissen anderen Buch nicht mithalten. Nun aber genug der Vergleiche, denn Obsidian hat einiges mehr zu bieten.

Der männliche Gegenpart in Obsidian ist Daemon. Er sieht super aus, ist aber auf den ersten Blick leider ein totaler Idiot, wie Katy findet. Und ich auch, um ehrlich zu sein, denn der erste Eindruck verläuft nicht gerade super. Die Kombination aus Katy und Daemon entwickelt sich zu einer "Hassliebe" und sorgt für allerlei Momente, in denen die verschiedensten Emotionen zum Ausdruck kommen. Sowohl bei ihr als auch bei mir. Manchmal hätte ich ihm am liebsten eine Ohrfeige gegeben, an anderen Stellen wäre ich vermutlich einfach nett gewesen um auch endlich mal seine nette Seite an die Oberfläche zu bringen. Aber Daemon wäre nicht Daemon, wenn er es einem einfach machen würde.

Einfach ist in dieser Beziehung der beiden gar nichts. Daran ändert auch Katys Freunschaft zu Daemnons Schwester Dee nichts. Im Gegenteil, sie macht alles nur noch schlimmer. Ich weiß gar nicht wie oft ich mich gefragt habe, was denn das Geheimnis der beiden ist, bis es dan rauskam. Da war ich dann erst mal überrascht, weil es etwas ist, von dem ich bisher so noch nicht gelese habe. Es ist ein sehr interessanter Ansatz, der mich schon gespannt darauf warten lässt, welche Möglichkeiten damit noch offen stehen und was die Autorin sich für die beiden ausgedacht hat.

Ich fand Obsidian sehr spannend und wurde immer wieder von Katy überrascht, die sehr gut mit der Situation umzugehen weiß. Dabei fügt sie sich nicht immer dem Willen von Daemon und Dee, sondern setzt auch mal ihr eigenes Köpfchen ein. Sie bringt sich dadurch auch in schwierige Situationen, aber die Gründe aus denen sie es tut sind nachvollziehbar und zeugen von Mut und Nächstenliebe. Sie ist keine perfekte Heldin, zeigt aber wohl so manchem im Buch, dass sie zu mehr fähig ist, als man ihr zutrauen würde. Die Handlung wird dadruch abwechslungsreich, aufregened und wie ich finde, an keiner Stelle langweilig.

Was mir allerdings ein bisschen gefehlt hat waren weitere Informationen über die Hintergründe von Daemon und Dee, sowie deren Gegenspieler. Es gab in diesem Bezug eigentlich nur "Schwarz und Weiß", doch die eigentlichen Beweggründe für manche Handlungen wurden mir nicht ganz klar. Vielleicht kommt dazu noch mehr, ich hoffe es jedenfalls.

Ich muss sagen, mir haben Katy und Daemon zusammen sehr gut gefallen, auch wenn es doch einige "Zwischenhalte" gab, die mich wirklich an den Rande der Weißglut gebracht haben. Eigentlich immer dann, wenn Daemon mal wieder den Macker raushängen lassen musste. Ich vermute aber, dass doch mehr dahinter steckt. Ich mag Daemon schon und ich weiß dass da noch mehr hinter der harten Schale versteckt ist. Es wird sich aber zeigen, wann das auch endlich mal vollständig zum Vorschein kommt.

Das Ende des Buches und der "Beziehungsstand" zwischen Katy und Daemon waren für mich etwas unerwartet, zeugen aber von Katys Standhaftigkeit und ihrem Selbstbewusstsein. Gleichzeitig macht es aber auch total neugierig auf den nächsten Band. Ich freue mich schon auf weitere Schlagabtausche und emotionale Momente mit den beiden, denn man weiß nie, was einen dann erwartet. Entweder es wird total romantisch, oder es endet in einer Katastrophe :D .

Fazit

Obsidian hat mir auch beim zweiten Mal lesen sehr viel Spaß gemacht. Ich finde die Protagonistin Katy wirklich toll und auch Daemon wird mich sicherlich noch von sich zu überzeugen wissen ;) Ich fand das Buch spannend, abwechslungsreich und das Geheimnis von Daemon und seiner Schwester war mal was Neues und bietet einen interessanten Ansatz für die noch kommenden Bücher. Das Highlight ist aber wohl auch die Beziehung zwischen Katy und Daemon, die mich sehr oft unterhalten, aber manchmal auch echt mitgenommen hat. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es weitergeht!

Obsidian bekommt vom mir 4 Sterne :) !


Himmelsfern
Himmelsfern
Preis: EUR 8,99

3.0 von 5 Sternen Sehr durchwachsen., 12. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Himmelsfern (Kindle Edition)
Um es gleich hinter mich zu bringen und damit ihr wisst, was in dieser Rezension auf euch zukommt, sage ich es jetzt einfach mal ganz kurz: die erste Hälfte von HIMMELSFERN fand ich (bis auf den Start) furchtbar langweilig, die zweite Hälfte hat mir allerdings sehr gut gefallen.

Die ersten Seiten von HIMMELSFERN fand ich richtig gut gelungen und so spannend, dass ich nicht anders konnte als weiterzulesen und mich zu fragen, was genau da vor sich geht. Es beginnt mit einem Unfall in der U-Bahn, der einige Fragen aufwirft und bei dem einige Sachen passieren, die man sich nicht wirklich erklären kann, schon gar nicht Noa, die Protagonisitin. Ich klebte förmlich an den Seiten und wollte die Ursachen erfahren. Doch nach dem so rasanten Start machte sich bald Ernüchterung und Langeweile bei mir breit. Für mich plätscherte die Geschichte so dahin und konnte mich leider nicht mitreißen. Es passiert schon einiges, aber da ich das Verhalten von Noa stellenweise einfach nicht nachvollziehbar fand und ihr Gefühlsleben mich zum Kopfschütteln gebracht hat, konnte ich mich einfach nicht mitziehen lassen.

Es geht in dieser ersten Hälfte darum, wie Noa und Marlon sich besser kennenlernen und näher kommen. Da ich schon den Beginn dieser Beziehung, bzw. die erste Begegnung und das erste Aufkommen von Gefühlen auf Noas Seite echt verquer fand, konnte mich auch der Rest nicht vollkommen begeistern. Ich an Noas Stelle hätte vermutlich nichts mehr mit Marlon & Co. zu tun haben wollen, aber sie sieht das etwas anders und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ich muss zugeben, zwischenzeitlich war ich so weit, dass ich das Buch unterbrechen wollte, weil es einfach nicht vorwärts ging, was den Knackpunkt der Geschichte angeht. Ich hatte ja schon so meine Vermutungen, denn die Hinweise sind nicht knapp und unauffällig gesät , aber es kam einfach nichts, was endlich mal ein paar neue Wendungen hineingebracht hätte. Ich hatte das Buch schon fast wieder ins Regal gelegt, da kam ENDLICH(!) die große Enthüllung. Nach ca. 230 Seiten. Auch wenn es mich nicht groß überrascht hat und die Art der Enthüllung mich etwas verwirrte, war ich doch wieder milde gestimmt und habe das Buch weitergelesen.

Die zweite Hälfte war dann ab einem bestimmten Punkt auch wirklich wieder so spannend, dass ich das Buch dann kaum noch aus der Hand legen konnte. Das Ende war dann wieder etwas anders, als man es so gewohnt ist, aber das fand ich eigentlich ganz gut.

Noa war mir als Protagonistin ganz sympathisch. Bis auf ihr Hobby, das Poi-Spielen ist sie eigentlich ein ziemlich "durchschnittlicher" Mensch, der aber das Herz auf dem rechten Fleck hat und eine innerliche Stärke hat, die ihr selbst gar nicht so bewusst ist. Ich mochte sie sehr gerne, auch wenn wir in gewissen Dingen doch andere Ansichten haben. Was ich besonders schön und interessant fand war ihre Beziehung zu ihrem Vater, die mich des Öfteren auch zum Lachen gebracht hat.

Marlon fand ich als Charakter sehr interessant (auch wenn ich den Namen leider gar nicht leiden kann). Er ist nicht der typische hübsche Protagonist (er hat bspw. zu große Füße), was ich sehr erfrischend fand. Er ist ein sehr geheimnisvoller Typ Mensch, aber nicht auf diese "ich-glitzere-und-bin-gefährlich-für-dich"-Art, wie es sie leider viel zu häufig gibt. Ebenso wie Noa hat er auch mich fasziniert und vor einige Rätsel gestellt, die ich sehr gerne ergründet habe. Seine "Weggefährten" fand ich ebenso interessant, obwohl sie mich manchmal auch zur Weißglut bringen konnten. Das gehört zu einem guten Buch aber dazu.

Einige Charaktere sind meiner Meinung nach etwas zu blass geblieben und ich hätte gerne mehr über sie erfahren. Ebenso hätte ich mir zu einigen Handlungssträngen mehr Informationen und Hintergrundwissen gewünscht, was meiner Meinung nach an manchen Stellen zu kurz kam. Ich möchte nicht zu viel über die einzelnen Personen und Handlungen erzählen, denn ich finde, das muss man sich in diesem Buch alles selbst erarbeiten. Man muss für sich selbst entscheiden, wer gut und wer böse ist, denn das ist nicht immer ganz so einfach. Außerdem würde euch das einen Hinweis auf das Mysterium um Marlon geben und das wäre ja blöd, denn dann ist die Überraschung weg ;) .

Die Idee hinter der Geschichte hat mir gut gefallen, aber viel besser noch fand ich die anderen kleinen und großen "fantastischen" Ideen, die die Autorin in das Buch eingebaut hat. Ich hatte Spaß dabei diesen Teil von Marlons "Welt" kennen zu lernen und mich von den Dingen überraschen zu lassen.

Die Atmosphäre des Buches würde ich wohl als "bedrückt" bezeichnen. Es schien mir fast so, als würde über allem eine dicke Regenwolke hängen und dass man jeden Moment mit deren Ausbruch rechnen muss. In anderen Büchern hätte mich das wohl gestört, aber zu Noas und Marlons Geschichte hat es einfach gepasst. Das Buch ist nachdenklich, melancholisch aber auch romantisch. Es ist eine ganz ungewöhnliche Mischung, die HIMMELSFERN zu einem ganz eigenen Lesevergnügen machen.

Insgesamt bekommt HIMMELSFERN allerdings "nur" 3 Pancakes von mir, da die erste Hälfte mir einfach zu langatmig war. Eine Leseempfehlung bekommt das Buch dennoch von mir :) !


Zeitsplitter - Die Jägerin: Roman
Zeitsplitter - Die Jägerin: Roman
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Atemloses Lesevergnügen!, 12. Mai 2014
Wenn man ein Überraschungspaket vom Verlag bekommt, in dem sich ein wunderschönes Buch befindet, das im beiliegenden Schreiben von den Mitarbeitern des Verlages gelobt wird, dann hat man nicht nur gewisse Erwartungen an das Buch, nein, sie sind geradezu riesig!

So erging es mir mit ZEITSPLITTER, das in der vorletzten Woche bei mir eingezogen ist. Seit ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte wollte ich es haben und deswegen habe ich es auch gleich angefangen, als es bei mir ankam. Und ein Mal angefangen konnte ich kaum noch aufhören. ZEITSPLITTER war für mich ein absolut gelungener Pageturner!

Schon die ersten paar Seiten waren so toll, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Zugegeben, ich musste mich erst an das Schriftbild gewöhnen, da die Zeilen sehr eng zusammenstehen, aber dennoch kam ich gut vorran. Wir begegnen Em und Finn in Zellen, die wirklich gruselig sind und erfahren erst mal nur bruchstückhaft, wie sie dort hingekommen sind.
Mit jedem weiteren Puzzleteil kamen gleichzeitig auch mehr Fragen auf und mein Rätsel-Instinkt wurde geweckt. Schnell wird klar, welche Rolle Zeitreisen in diesem Buch spielt und ebenso deutlich wird auch, dass dieses Buch kein Zuckerschlecken wird. Einerseits muss man wirklich gut aufpassen, wenn dieser ganze "Zeitreise-Kram" erklärt wird, andererseits ist das Buch aber auch nichts für schwache Nerven.

Alles, was mit Zeitreisen zu tun hat wird in ZEITSPLITTER wirklich sehr gut erklärt. Es ist nicht zu ausführlich, aber ausreichend um die Geschichte zu verstehen. Man sollte gut aufpassen und sich zwischenzeitlich schon mal Gedanken darüber machen, denn am Ende wird das noch ein mal besonders wichtig. Ich habe die letzten Seiten gelesen und saß dann erst mal eine Viertelstunde da und habe mir überlegt, wieso das Ende jetzt so ist, wie es ist. Ich konnte es mir erklären und es war auch verständlich, aber eben nicht ganz so einfach.

Die Personen im Buch sind, obwohl es sich teilweise um diesselben handelt, wirklich sehr verschieden. Man lernt bei den drei wichtigsten Charakteren jeweils 2 Versionen von diesen kennen. Da sie 4 Jahre trennen und sie sich enorm verändert haben fällt das Auseinanderhalten nicht schwer, aber genau so unterscheidlich steht man diesen Versionen dann auch gegenüber. Em und Marina stehen in einem starken Kontrast zueinander. Beide aber haben etwas, dass ich mochte. Marina ist noch jung, unerfahren und so unschuldig, es war manchmal wirklich süß. Em ist dagegen selbstbewusst, stark und ein wenig verbittert, was auf mich sehr respekteinflößend wirkte. Ich mochte sie beide auf ihre eigene Art und Weise. Auch mit den doppelten Jungs verhält es sich ähnlich, obwohl Finn in all den Jahren seinen Charme behalten hat. Ich mochte ihn wirklich sehr.

Die beiden ergeben zusammen ein schönes Paar, wenn man das den Umständen entprechend so sagen kann. Für Romantik bleibt ihnen eigentlich keine Zeit, denn genau diese läuft ihnen mit jeder Minute davon. Der Zeitahmen, in dem die eigentliche Handlung spielt (in der die Zukunft- und Vergangenheits-Versionen aufeinandertreffen) ist ziemlich eng. Es ist ein bisschen wie ein "Echtzeit-Film" in dem man jede Minute miterlebt und mitfiebert.

Ich habe an den Seiten geklebt und habe jede Wendung, jede böse Überraschung und neue Enthüllung gespannt mitverfolgt. Meine kleinen grauen Zellen, um Poirot einmal zu zitieren, haben auf Hochtouren gearbeitet. Es belibt kaum Zeit zum Durchatmen, da passiert auch schon wieder etwas neues und die Zeit tickt und tickt und tick. Ich kann gar nicht mal annäherd versuchen die Handlung wiederzugeben ohne zu viel zu verraten, daher lasse ich es mal lieber. Es soll ja niemand gespoilert werden.

Ich kann euch aber sagen, dass das Buch auch etwas für Krimi-Fans ist, denn manchmal ist es wirklich wie einer. Es ist düster, stellenweise ganz schön brutal und zum Schlucken und die Atmosphäre einfach so... angespannt. Romantiker wären mit ZEITSPLITTER vielleicht nicht ganz so glücklich, sollten es aber auf alle Fälle auch ein Mal probieren.

Der einzige Makel, den ich anführen könnte, ist dass man meiner Meinung nacht nicht genug von Em und Finns Leben auf der Flucht erfährt. Man bekommt immer wieder kleine Ereignisse erzählt, aber vieles fehlt. Es liegt in der Vergangenheit und Em und Finn können sich nicht an alles erinnern, aber dennoch hätte ich Rückblicke in dieser Art ganz gut gefunden. Ich mag Em und Finn einfach so gerne, dass ich gar nicht genug von ihnen bekommen kann! Für die "aktuelle" Geschichte ist es eigentlich auch unerheblich, aber ich hätte es mir dennoch gewünscht. Ebenso bleiben einige kleine Fragen offen, wie mir dann im Nachhinein eingefallen ist. Ich hoffe dahingehend einfach mal auf Band 2.

Noch ein kleines Wort zum Schreibstil: gelungen. Wie ich schon sagte habe ich das Buch "weggeatmet" und mit einem holprigen oder komischen Schreibstil wäre das nicht möglich gewesen. Ich fand ihn gut!

FAZIT

ZEITSPLITTER ist ein Zeitreiseroman, der einen die Zeit beim Lesen vergessen lässt und das obwohl man ständig daran erinnert wird, dass sie einem durch die Finger rinnt. Für mich war es ein Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite. Em und Finn sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich bin schon gespannt darauf, wie es bei den beiden weitergeht.

Volle 5 Pancakes für dieses atemlose Lesevergnügen!


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