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Rezensionen verfasst von
C. Schlosser "Cookie Monster" (Mönchengladbach)
(REAL NAME)   

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The One
The One
von Kiera Cass
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,38

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Moral? Nein danke., 17. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The One (Taschenbuch)
Zuerst einmal muss ich sagen: die Cover sind wunderschön. Alle vier. Daran bestetht kein Zweifel. Ich bin auch Mädchen und obwohl das hier eigentlich nichts zur Sache hat, ist das schon ein sehr großer Kaufgrunf. Leider ist das einzig positive an der gesamten Reihe. Ich weiß nicht mal, wo ich anfangen soll, mich über dieses Buch aufzuregen, so schlecht ist es. Eigentlich hat es auch keine Rezension verdient.

Also, wo fange ich an? Vielleicht damit, dass sich Americas Moralvorstellungen alle drei Seiten ändern. Eigentlich hat man als Leser keine Ahnung, wie sie sich fühlt. Ihre Gefühlslage wird dann in einem Satz beschrieben und das wars dann. Hauptsatz, Subjekt, Prädikat, Objekt. Mehr braucht man auch nicht. In der Mitte des Buch saß ich dann auf einmal da und dachte: Huh, sie liebt ihn ja doch. War mir jetzt gar nicht bewusst.

Mal ehrlich, welche Zielgruppe soll dieses Buch lesen? 12-jährige? 14-jährige? Was sollen sie sich darunter vorstellen?

Charakterenwicklungen gibt es hier genug. Und die einzig wirklich glaubhafte ist die von Celeste. Ja, selbst ich habe gestaunt, aber sie mochte ich am Ende am liebsten. Aber ich hab eh n soft spot für Nebencharaktere.

Americas Entwicklung dreht sich mindestens 5x so schnell im Kreis, das man nicht mehr mitkommen kann. Zu Anfang der Reihe fand ich sie noch sehr sympathisch. Die Motive, die sie in die Lottery geschickt haben, ihren Starrsinn, was das Tragen von Hosen angeht, ihr Mitgefühl ihren Maids und den anderen Mädels gegebenüber. Leider ist das alles im ersten Buch geblieben. Jetzt kommandiert sie ihre Maids nur rum, ist überheblich, arrogant um am schlimmsten: sie nimmt alles für selbstverständlich. Wo einst die bodenständige America war, ist jetzt eine affektierte Puppe. Schade, dass das Hosendrama nur von so kurzer Dauer war. Ich hätte mir gewünscht, wenn sie sich mehr aufgelehnt hat, mehr "normal" geblieben wäre. Man sollte sich immer für sich selbst, und nie für jemand anderen verändern.

Zu Maxon kann ich überhaupt nichts sagen. Ich konnte ihn von Beginn an nicht leiden und hätte mir eigentlich gewünscht, dass er sogar vielleicht ein bisschen was von Joffrey hat. Insgeheim ein bisschen arschlochmäßig und tyrannig veranlagt. Wie sein Vater. Aber natürlich ist er das nicht. Wir sind hier ja nicht bei Game of Thrones. Leider.

Von allen beteiligten verstehe ich Aspen am wenigsten. Natürlich habe ich für in gerootet, das tue ich immer für die Nebencharaktere, aber irgendwann dachte auch ich: wenn ich er wäre, wäre ich längst ausgerastet und hätte America konfrontiert. Aber scheinbar ist alles doch glatt gelaufen für jeden und America wurde am Ende dann vor vollendete Tatsachen gestellt und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen zwischen ihnen. Irgendwo ist das auch vorhersehbar.

Allgemein war die Handlund des Buchs sehr vorhersehbar und schwach. Ein paar Charaktere habe ich natürlich nicht durchschaut, ich bin ja auch nicht Sherlock, also hat mich das schon überrascht. Nur mit der Eile, mit der die Handlung im Buch durchgeackert wird, ist verstörend. Der halbherzige Versuch, eine James Bond-Mission auszuführen scheitert kläglich, weil die beteiligten wahrscheinlich zu wenig Agentenfilme gesehen haben, als dass sie sie auch nur halbwegs gut durchplanen können. Das Mädchen, das America dann auf ihrer Flucht trifft, hat eine Backstory, mit der man richtig viel hätte machen können. Stattdessen wird diese nur zufällig runtergerasselt und kurzerhand beschlossen, dass sie mitgenommen wird. Alles gut und schön, aber so unrealistisch, dass es wehtut. Ich hätte gut gefunden, wenn sie America entführt hätte und America sich irgendwo eingesperrt gefunden hätte und alles, was sie erlebt als Undergrounf-Informationen hätte nutzen können. Aber nein, natürlich auch das nicht.

Schlussendlich dringen die south rebels doch noch in den Palast ein und ein Blutbad gewinnt. Alle wichtigen Personen werden gerettet, nun ja, fast, und alles geht im Großen und Ganzen gut. Alle finden ihre big love und alle Charaktere, für die die Autorin wohl zu faul war, ein Ende zu schreiben, sterben einfach. Oder sie wusste nicht, was sie schreiben sollte, und hat sie umbringen lassen. So kann man schließlich auch Probleme aus der Welt schaffen; werde ich mir merken, wenn ich mal ein Buch schreiben sollte.

Ich habe mich richtig durch dieses Buch gequält und habe es bestimmt alle fünf Seiten aus dem Fenster werfen wollen ( [...] ), nur war meine Neugier - obwohl man eigentlich schon wusste, wie es enden wird, nur man eben wissen wollte, welche twists es noch geben wird. Das Cover hat natürlich auch gut zum Spoilern beigetragen.

Schade, dass die TV-Serie nicht adaptiert wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn sich da ein paar gute Schreiber dran gesetzt hätten, die Serie sogar besser geworden wäre als die Bücher.

Falls hier also jemand ist, der die ersten beiden Bücher noch nicht gelesen hat und jetzt auf dieses gestoßen ist, alleine weil es das aktuellste ist: BITTE BITTE, lies nicht! Dann doch lieber Twilight. Und das meine ich nicht im Scherz. Leider.


Das Meer in deinen Augen
Das Meer in deinen Augen
von Lino Munaretto
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zeitverschwendung, 27. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Meer in deinen Augen (Taschenbuch)
Für alle,die nicht wissen, um was es geht: eine Gruppe von Jugendlichen geht mit dem Tod eines Freundes um. Und das auf sehr unterschiedliche Art und Weise.
Das mal vorweg. Nun möchte ich sagen: das Buch ist schlecht. Es ist so schlecht, dass ich mich fast schon lieber nocheinmal durch Törleß quälen möchte anstatt Das Meer in deinen Augen noch einmal in die Hand zu nehmen, geschweige denn es öffnen. Die Charaktere sind alle so unfassbar oberflächlich und dumm, dass mir beim Lesen wirklich Hören und Sehen vergangen ist. Ein Dutzen mal wollte ich das Buch einfach in eine Ecke werfen und das nächste anfangen, aber ich wollte ja eine Rezension schreiben.
Das Gute an dem Buch will ich zuerst raushauen: mir hat die Erzählperspektive teilweise gefallen. Ich fand es gut, dass der Autor den Zeitpunkt und den Umstand des Todes als Prolog gewählt hat und dann in den folgenden Kapiteln es erst zur Mitte hin zum Tod von Luka gekommen ist und die eigentliche Handlung erst danach kommt. Aber die kommt meiner Meinung nach aber irgendwie nicht. So viel zum Guten.
Wir lernen also eine handvoll Jugendliche kennen, die alle versuchen, mit dem Tod von Luka klarzukommen. Da gibt es (obwohl er tot ist lernen wir ihn dennoch noch kennen, aber nicht so, als dass er uns fehlen wird, wenn er stirbt) Luka, den verträumten, „einzelgängerischen Mädchenschwarm der sparsam und bedacht ist was Mädchen angeht und eben kein Weiberheld ist. Finn, der alles vögelt was nicht bei drei auf den Bäumen ist und auch sonst keine großen Moralvorstellungen vom Leben hat. Somit bildet er also das krasse Gegenteil zu Luka. Zum Schluss (der Jungs) gibt es noch Ben(jamin) um den es eigentlich geht und der – ÜBERRASCHUNG! – ein genaues Mittelding ist zwischen Luka und Finn. Wer hätte es gedacht. Eigentlich ekelt er sich vor sich selbst, ist aber zu stolz, zu ändern, weil er Angst hat, seinen Ruf zu verlieren. Er schmeißt das Geld nur so zum Fenster raus, weil es bei ihm Gang und Gebe ist. Ich musste wirklich bei solchen Sequenzen die ganze Zeit an Gossip Girl denken.
Die weibliche Hauptrolle hat in diesem Gruselkabinett Emma übernommen, die sich, was Jungs angeht, eher zurückhält und keinen an sich ranlässt, auch Luka eigentlich nicht, und immer brav und das gute Mädchen ist. Ihre Freundin Lilly (heißt sie glaube ich) ist ihr genaues Gegenteil und sagt es auch so „Du bist das gute und ich das böse Mädchen von uns beiden“ (oder so ähnlich). Was für ein ZUFALL!
Das Buch bedient sich natürlich dem Klischee, dass Mädchen Schlampen sind sobald sie mehr als einen Typen in zwei Wochen hatten. Die Kerle sind natürlich alles Helden, je mehr Mädels sie schaffen abzuschleppen. Ich finde es schrecklich. Wie kann man noch immer so denken? Meine Güte, man lebt nur einmal! Und auch wenn viele Menschen noch so denken, die das Buch lesen, werde diese dann auch noch angestachelt durch diese Lektüre. Grauenhaft.
Schon am Anfang ist mir aufgefallen, dass die Handlung sehr sprunghaft ist und kaum lange auf einem Fleck verweilt. Der Autor geht nicht wirklich auf eine Sache ein sondern kratzt nur etwas an der Oberfläche. Die Charaktere sind passend zur Handlung ebenfalls sprunghaft, unnahbar und kaum zu verstehen. Ihre Handlungen sind oft nicht nachvollziehbar und identifizieren konnte ich mich mit keinem von ihnen. Sie lassen mich allesamt kalt.
Nach Lukas Tod versucht Finn, ihn durch seinen Hooligan-Bruder zu ersetzen was ich als einziges nachvollziehen kann, aber dies bleibt nur eine kurze Episode in dem Buch. Hier hätte man die Geschichte viel weiter ausbauen können und vielleicht gar keine Liebesgeschichte daraus machen sollen. Allgemein fand ich, dass das Buch eigentlich viel Potenzial hatte, aber nichts daraus entstanden ist. Ben hilft seinem Opa im Alltag, weil er selbst nicht viel machen kann und lernt dabei sein eigenes Leben viel mehr zu schätzen? Hey, was für eine tolle Idee für eine family bonding, Coming of Age-Geschichte! Aber nein, natürlich wird das ausgelassen. Schade drum.
Wie oft der Ausdruck „kalt lassen“ in dem Buch vorkommt, ist der helle Wahnsinn. Was Benjamin im gesamten Verlauf der Geschichte alles kalt lässt, ist der helle Wahnsinn. Man könnte meinen, ihm ist alles egal! So wie mir dieses Buch ist.
SPOILER ALERT!
Ben, Finn und überraschenderweise Emma, die sich von jetzt auf gleich zu Ben hingezogen fühlt, unternehmen einen Ausflug, auf dem Ben und Emma im Vollsuff miteinander schlafen. Zur Erinnerung: Emma hat nicht mal Luka rangelassen, und sie war auch in ihn Hals über Kopf verliebt. Finn rastet also gerechterweise aus, als er sie am Morgen danach erwischt. Wäre ich auch. Lächerlich ist aber, dass er genauso schnell darüber hinwegsehen kann. Könnte ich nicht. Der arme Luka im Himmel. Meine Gedanken als die beiden gevögelt haben: „Na klaaar! Boah wie behindert! Erst die Nonne spielen, sich aber dann dem erstbesten hingeben! Und das am besten noch im Alkoholrausch, damit man eigentlich nachher bereuen kann, was man getan hat, sie es aber mit einem vermeintlichen Schulterzucken abtut. Meine Fresse!“
Ja.
Ich habe schon fanfictions gelesen, die um Längen besser waren als dieses Buch. Viel viel besser. Wenn das so ist, kann ja jeder ein Buch schreiben und es veröffentlichen. Kommt das gleiche bei raus.


Ein ganzes halbes Jahr
Ein ganzes halbes Jahr
von Jojo Moyes
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ziemlich beste Freunde mal anders, 21. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Mittlerweile müsste jeder, der sich für das Buch interessiert, wissen, worum es in dem Buch geht. Aber hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung in wenigen Schritten:
-Louisa verliert nach sechs Jahren ihren Job in ihrem geliebten Café
- Louisa wird nach ein wenig Hickhack bei den Traynors eingestellt, um den fast komplett gelähmten Will zu babysitten
- natürlich verliebt sich Louisa in Will
und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
So viel zum Inhalt. „Ein ganzes halbes Jahr“ bringt alles mit, was eine Frau in einem, hm, ich sage mal „Frauenroman“, weil mir der bessere Ausdruck fehlt, lesen will. Lou könnte unsere beste Freundin sein: ein verückter Modegeschmack, nicht wirklich wohlhabend, lebt mir 26 noch zu Hause, hat Angst vor der großen weiten Welt, wird von ihrer kleinen Schwester überschattet.
Nun kommt Will ins Spiel. Er ist mosrig, launisch und zickig, weiß alles besser (weil, hands down, er es wirklich besser weiß), und verabscheut Mitleid. Deswegen hat er auch so viele Pflegehilfen verscheuert. Nun kommt aber Louisa daher, die überhaupt keine Referenzen in dem Bereich hat und null Erfahrung und krempelt Wills Leben um. Das ist ja alles gut und schön und so sollte es auch im echten Leben sein, wenn die Handlung und die Dialoge und die Reaktion der Charaktere alle mitsamt nicht so unheimlich vorhersehbar wäre.
Ich wurde einfach nicht mit den Charakteren warm, mit keinem von ihnen. Alles war aufgesetzt und teilweise so random, dass ich das Buch nicht nur einmal abbrechen wollte. Aber da es mir eine Arbeitskollegin geliehen hat, musste ich wohl den Schein wahren.
Außerdem ist das Buch meiner Meinung viel zu lang. Klar, Will und Louisa erleben viel, aber alles ist so ausführlich und teilweise detailliert beschrieben, dass ich innerlich schon die Seiten gezählt habe, die ich noch brauchte, bis ich das Buch endlich zu Ende gelesen habe. Ich hoffe inständig, dass es nicht verfilmt wird, kann es mir aber kaum vorstellen. Das Buch schreit nach einer Nicholas Sparks-mäßigen Kitschverfilmung.
In manchen Kapiteln wechselt auch der POV. Finde ich vollkommen unpassend. Klar sind die Nebencharaktere auf eine Art wichtig für die Handlung des Buchs, aber dann auch wieder nicht so wichtig, als dass man Einblick in ihre Gedanken haben wollen würde. Louis Schwester Katrina hat mich am meisten genervt. Wie kann man nur so egoistisch und im nächsten Augenblick so nachsichtig und fürsorglich sein, nur um dann wieder im übernächsten Augenblick wieder nur an sich zu denken? Total hirnverbrannt.
Ich finde „Ein ganzes halbes Jahr“ ist eine sehr sehr schwache Version von „Ziemlich beste Freunde“. Klar ist die Liebesgeschichte tragisch. Klar ist Will in einer Scheißsituation, aber ihn dadurch nicht ernstzunehmen und seine Entscheidungen nicht zu respektieren, dominiert mir diese Thematik doch zu sehr das gesamte Buch. Außerdem kam es für mich nicht wirklich rüber, als wäre Louisa in Will verliebt. Dies kam sehr sehr spät im Buch und fast schon zu spät für die beiden. Von Wills Seite kam meiner Meinung nach überhaupt nichts. Die Autorin mag es so darstellen wollen, aber irgendwie ging dieser Plan nach hinten los und überzeugte mich einfach nicht. Ich werde das Buch garantiert nicht weiterempfehlen und auch keine weiteren Titel von der Dame lesen. Dann doch lieber „Schmetterling und Taucherglocke“.


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Wird angeboten von Trendschuh

3.0 von 5 Sternen Sehr schön verarbeitet, aber..., 14. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...leider ist der Schuh doch sehr eng. Meine Mutter hat zwar schon sehr schmale Füße, aber hier wird dem Träger einiges abverlangt, von daher ging er wieder zurück.


Before I Fall
Before I Fall
von Lauren Oliver
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,60

5.0 von 5 Sternen Wundervolles Buch! Taschentücher parat halten!, 30. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Before I Fall (Taschenbuch)
Heute Morgen habe ich Before I fall zu ende gelesen, und nun ist es Abend, und ich kann noch immer nicht aufhören, darüber nachzudenken.
Die Story an sich müsste jeder kennen, und ohne großartig zu SPOILERN wissen wir eigentlich, dass Sam am Ende sterben muss.
Zuerst habe ich Sam gehasst, weil sie so oberflächlich und schrecklich zu ihren Mitmenschen ist, die nicht auf der gleichen soial ladder stehen wie sie. Sie ging mir richtig auf die Nerven. Auch fand ich, dass sie sich sehr stark von Kapitel zu Kapitel verändert hat, und kam mit diesen Stimmungsschwankungen kaum klar und fand sie überzogen. Zuerst will sie gar nicht glauben, was passiert, dann versucht sie um jeden Preis ihre eigene Haut zu retten, dann rebelliert sie und tut was sie will, dann verzweifelt sie und schließlich akzeptiert sie.
Im Nachhinein kann ich doch verstehen, warum ihr Charakter sich so schnell so stark verändert. Ich wüsste auch nicht, was ich in ihrer Situation machen würde. Und genau das bringt den Leser zum Nachdenken. Ich glaube, ich werde noch lange darüber zu knabbern haben, wie es ist zu wissen, wann der letzte Tag auf Erden da ist, oder ob es nicht vielleicht besser ist, nicht zu wissen, wann es so weit ist.
Zum Ende hin habe ich natürlich -Happy End-Hasserin und Happy-End-Liebhaberin zugleich - gehofft, dass es doch noch gut ausgeht und Gott sie quasi nur auf die Probe gestellt hat, und ich konnte die letzten 50 Seiten kaum lesen, ohne permanent zu weinen, da es doch klar wird, dass ich umsonst gehofft habe. Selbst beim Schreiben dieser Rezension muss ich einen Kloß im Hals runterschlucken.
Das Buch ist wirklich jedem zu empfehlen, der gerne Bücher liest, die man nicht nach dem Lesen aus der Hand legt und denkt: So, was lese ich jetzt, sondern wirklich auch mit dem Charakter mitfühlt und sich Gedanken macht.
Da ich sowieso der englischen Sprache sehr affin bin, gab es für mich keine Probleme, es in der Originalsprache zu lesen, aber auch so ist das Vokabular sehr einfach gehalten und man versteht eigentlich alles.
Für Jugendliche als auch für Erwachsene ein tolles Buch, das man am Ende zuklappt und sich erst mal - "uff" - in den Sessel zurücklehnt und nachdenkt (oder wie ich, weint).
5 Sterne dafür.


Die Tribute von Panem. Flammender Zorn
Die Tribute von Panem. Flammender Zorn
von Suzanne Collins
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hatte es mir ein wenig anders vorgestellt, 28. Februar 2011
Mit großer Freude habe ich die ersten beiden Teile der Hunger Games Trilogie regelrecht verschlungen und mir direkt danach den dritten Teil vorbestellt. Nun konnte ich doch nicht so lange warten und hab ihn mir auf englisch gekauft.
Am Anfang war ich genauso Feuer und Flamme wie bei den ersten beiden Teilen, die Spannung nahm einfach nicht mehr ab und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Doch dann, zum Mittelteil hin, Wurde es meiner Meinung nach immer ausschweifender und klang stellenweise ( eher seitenweise) wie ein trockener Kriegsbericht.
Vom Ende möchte ich eigentlich gar nicht erst anfangen, ist es doch auf einmal so abgehackt, Menschen sterben reihenweise, ein legendäres "Edward-Jacob-im-Zelt-Gespräch" aus dem dritten Twilight-Teil durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich glaube ich lasse mal außen vor, zwischen wem sich diese Unterhaltung apspielt.
Und apropos: Die Charakterentwicklung. Wir alle kennen Bücher, die vielleicht nicht so ausgehen wie wir es als hohe Erwartungen setzende Leser wollen. Doch einen Charakter, die Hauptperson auch noch (!) (ich hoffe, ich spoiler hier jetzt niemanden) SO von ihrem Weg abzubringen und um quasi 360 Grad zu drehen, lässt mich schon nicht schlecht staunen. Das ewige Hin und Her "Wer wird mein Herzblatt sein? Der blonde, verrückte Peeta, der entführt wurde, wieder zurückkam und sich verhält als wäre er Jack Torrance, oder Gale, der schon immer da war, dein bester Freund, Jagdpartner, der, der immer für dich da war und doch auf ewig zurückgewiesen wird. Also Katniss, für wen entscheidest du dich?
Diese Frage habe ich mir, wir alle, nehme och mal stark an, gestellt, und wurde doch wieder enttäuscht. Obwohl es doch abzusehen war.
Das Katniss nicht mehr dieselbe sein wird, war einem auch klar, dass sie sich jedoch quasi in einen komplett anderen Menschen verwandelt, ist dennoch schade und relativ unrealistisch. Zumindest meiner Meinung nach.
Am Anfang sehr fesselnd, da man doch am Ende des 2. Teils vor einem Cliffhanger steht, zieht sich der Mittelteil wie Kaugummi, und ist das Ende so abgehackt dass man mit einem großen Fragenzeichen auf der Stirn davorsitzt. Den Epilog hätte sich die Autorin direkt sparen können.
Im Großen und Ganzen mag ich diese Reihe sehr und rechnete ihr hohes Potenzial zu, nur schade, dass sie so endete.
Ich bin mal gespannt, wie der erste Film wird.


Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen (Fan Edition) [2 DVDs]
Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen (Fan Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Kristen Stewart
Preis: EUR 6,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für eingefleischte Fans genau das richtige, 15. Dezember 2008
Wie schon mein Vorgänger habe ich mir den Film auch schon vorab auf Englisch angesehen - 3x, muss ich gestehen - weil ich mich einfach nicht mit den deutschen Stimmen anfreunden konnte.
Wenn man von Anfang an alle Interviews, Trailer, Speacials und weiß der Kuckuck im O-Ton gehört hat, entwickelt man ein Gefühl für die Sprache und gewöhnt sich so daran, dass alle anderen unvorstellbar erscheinen.
Beim 1ten Mal sehen habe ich schon währenddessen gedacht: "Nicht ernsthaft, oder?" Weil es meiner Meinung nach eine Aneinanderreihung von Szenen sind, die irgendwie nicht wirklich zusammenpassen wollen. Jedoch gefiel mir der Film von Mal zu Mal besser und ich musste an einigen Stellen schon lachen.
Ich bin ganz unvoreingenommen an den Film herangegangen, weil ich dachte, da man den halben Film schon auf YT sehen konnte und in diversen anderen Ausschnitten von Behhind-the-scenes, würde der Film nichts werden. Aber wie gesagt, je öfter ich ihn sah, desto besser hat er mir gefallen. Ich bin selber großer Fan, hing tagelang vorm PC um die neusten Neuigkeiten ja als einer der ersten zu Erfahren, und versuche trotzdem, die Sache neutral zu betrachten.
Wenn man sich den OST zum Film anghört hat BEVOR man den eigentlichen Film sieht, muss man eig. zugeben, dass er relativ gut gewählt ist. Doch beim Gucken fand ich, dass die einzelnen Titel nicht wirklich immer zu der jeweiligen Szene gepasst haben. Aber meine Meinung sei einmal dahingestellt. "Flightless bird..." wirkt irgendwie überladen am Ende, als Bella und Edward in der Gazebo stehen (sehr kitschig muss ich sagen, hat mich doch sehr stark an "Cinderella Story" erinnert) und Supermassive ..." habe ich mir eher vorgestellt, als Bella Edward zum ersten Mal sieht wie er z. B. in den Raum reinkommt o. ä. Ein besseres Lied hätten sie für die Baseballszene, die einerseits lächerlich und andererseits auch cool wirkt, achte man einfach nur auf Jasper, Rose oder Emmett, vom Soundtrack nicht auswählen können.
Der Prom, wenn es denn einer war, fand ich allerdings doch sehr schlecht. Ein Haus mit der Aufschrift "Casino". Top. Und jetzt? Für mich sah das eher aus wie eine typische Hausparty, die man in jedem 2ten Teenmovie wiederfindet. Das Ende mit der Gazebo ist schön gedacht, dennoch finde ich sie zu lang. Sie hätte damit enden sollen, als Edward Bella scheinbar beißt. Offenes Ende, die Spannung bis zum 2ten Teil bleibt bestehen. Aber Pustekuchen - es wird noch unendlich weiter geschwafelt.
Was mich aber auch gewundert hat war, dass die Szene mit Emmett, wie er Edward vor Bella (oh ja, das gibt es!) am Auto warnt, komplett fehlt. Erst schmeißt man eine Szene in die Menge, um sie dann doch nicht noch einmal zu zeigen.
Außerdem ist Port Angeles verdreht. Was mich zu meinem nächsten Kritikpunkt bringt: die Lichtung. Diese ist aber auch überraschend gut gelungenn, weil sie einfach anders ist. Jedoch schlägt Bella diverse Einladungen zum Ball aus, weil sie ja bekanntlich nicht in der Stadt ist, aber wann ist das? Wieder eine ungeklärte Ungereimtheit. Und natürlich kann Billy Black, auch wenn er die Hüfte abwärts gelähmt ist, Auto fahren. Und WAS FÜR EINS. Ein blitzender Chevy Truck. Ich dachte immer die Blacks wären nicht so vermögend?
Wieso essen Charlie und Bella immer auswärts? Stephenie beschreibt Bella in so vielen Szenen, wie sie und vor allem, WAS sie kocht, das hätte ich nur zu gern mal in echt gesehen.
Und: Wie viele Anspielungen auf New Moon gibt es bitte? Ich musste jedes Mal verächtlich Schnauben, weil ich meinen Augen nicht trauen konnte. Die Flashbacks, alle schön in Sepia (schlecht gemacht wie ich finde) mit Jacobs Opa als Halbwolf mit wehenden angetackerten Schlackerohren auf dem Kopf? Billy's Aussage, Jacob wäre nur mitgekommen, um Bella zu sehen? Vor dem Prom, als Jacob Billys Warnung aussprechen soll und Edward wieder auftaucht und sagt: "Kaum bin ich 2 Min. weg, nimmt dich der Wolf in Beschlag? Wie ... überflüßig ist das bitte?
Aber natürlich gibt es viel Positives zu sagen, nicht dass jetz von mir gedacht wird, ich wäre Twilight-Hasser, um Gottes Willen, NEIN!^^
Was ich sehr lustig fand waren mit die meisten Szenen mit CHarlie. Billy Burke gibt Charlie eine ganz andere Facette, von der ich nicht so viel in den Büchern mitbekommen habe. Er war einer der wenigen Darsteller, die mir richtig gut gefallen haben, neben Ashley Greene als Alice, Nikki Reed als Rosalie und - nicht zu vergessen meine ungekröne Miss Hair 2008 Rachelle Lefevre.
Teils waren die Dialoge recht witzig und frisch, diese Unbeholfenheit zw. Bella und Charlie war enorm gut gespielt. Trotzdem konnte man die Hälfte einfach schon aus diversen Ausschnitten, die bereits im Internet kursrierten, mitsprechen, was eig. schade ist. Es hat etwas von dem Mysterium Twilight genommen.
Die definitive Krönung für mich war der Cameo von Stephenie Meyer höchstpersönlich. Nicht mal in 10 Jahren wäre ich auf diese Idee gekommen.
Der Kuss? Joa ... ein bisschen fragwürdig, aber es soll ja auch was für's Auge geben ;)
Alles in allem ist der Film eig i.O, nur muss ich als Fazit sagen, dass man, wenn man ohne vorher das Buch gelesen hat, einfach nicht mit der Handlung des Films mitkommt. Vieles bleibt undurchsichtig.
Für alle Fans ist er natürlich ein Muss, da führt kein Weg dran vorbei :)


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