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SoB 38

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Zukunft der Wissens- und Projektarbeit: Neue Organisationsformen in vernetzten Welten
Zukunft der Wissens- und Projektarbeit: Neue Organisationsformen in vernetzten Welten
von Doris Weßels
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hallo neue Arbeitswelt, 29. Juni 2014
Immer schneller stattfindende disruptive Technologiesprünge der IT, die damit verbundene niedrigschwellige Vernetzung weit über Organisations- und Landesgrenzen hinaus, Wissen als fluide Ressource, die sich nicht anhand von Datenbanken bändigen lässt, eine Generation Y, die auf Kaminkarrieren pfeift und sich über „Work-Life-Balance“-Debatten lustig macht ... Das Buch stellt hierzu die richtigen Fragen: Wie werden Wissen und Arbeit in Zukunft organisiert? Wie sollten sich die Akteure im Projekt- oder Wissensmanagement verhalten, wenn sie sich erfolgreich in diese neuen Strukturen einbringen oder weiter qualifizieren möchten? Was bedeuten diese neuen Entwicklungen für Unternehmen und das Führungsverhalten ihrer Verantwortlichen? Anhand von 13 ausgewählten Beiträgen skizziert das Buch inspirierende und zentrale Einsichten in aktuelle und zukünftige Entwicklungen von Wissens- und Projektarbeit und liefert konkrete Hinweise für individuelle und korporative Verhaltensstrategien im Zeitalter vernetzter Welten.

Auch wenn der Titel des Buches eine handwerkliche Abhandlung von Projekt- und Wissensmanagement suggeriert, so gehen die Beiträge des Buches inhaltlich jedoch weit darüber hinaus. Genau das ist es, was das Buch außergewöhnlich macht: Die Themenwahl sowie deren Abhandlung erfolgt einer auf den ersten Blick vielleicht nur schwer erkennbaren Logik – auch weil jeder Beitrag in Struktur und Aufbau unterschiedlich ist. Der rote Faden ist jedoch eine praxisorientierte und wissenschaftlich fundierte Darstellung aktueller und zukünftiger Entwicklungen von Projekt- und Wissensarbeit. Damit ist das Buch weder eine Ansammlung von willkürlichen Postulaten, noch begeht es den Fehler voreilig, Tools und Techniken als Lösungen zu präsentieren. Vielmehr regen die Beiträge dazu an, anders über individuelle und kollektive Wertschöpfung nachzudenken. Dabei sollte sich der Personaler ebenso angesprochen fühlen wie der Controller, Organisationsberater oder Vorstandsvorsitzende. Die unaufgeregte, sachliche und dennoch geistig anregende Darstellung der Inhalte macht das Buch zudem zu einem sehr angenehmen und sehr empfehlenswerten Lesestoff.


Baustellen
Baustellen
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Punk Rock kann man lesen, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Baustellen (Kindle Edition)
Ich habe das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen und erst einmal eine Weile liegen lassen. Bei einer Fahrt nach Berlin habe ich es dann zum ersten Mal aufgeschlagen. Ich habe mich gefühlt wie beim Hören meiner ersten Ramones-Platte. Irritiert, amüsiert, verwirrt, inspiriert ... Mir war bislang nicht bekannt, dass man sich so auch bei Lektüre fühlen kann. Um es gleich Vorweg zu sagen: Wer auf schöngeistige Belletristik steht, sollte tunlichst die Finger von dem Buch lassen (also alle Kuschelrock-Hörer). Wer es allerdings deftig und mit einem guten Schuß Vulgär-Jargon mag, der sollte bei "Baustellen" sofort zugreifen. Anders als bei all diesen "Ich-bin-in-den-70ern-geboren-und-muss-jetzt-mal-ganz-selbstreflektiert-an-meine-Biographie-gehen"-Songs merkt man bei "Baustellen", dass das Geschriebene wohl tatsächlich erlebt wurde. Wenn dem wirklich so ist, die arme Sau. Ein Typ in Frankfurt am Main auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, hin und her gerissen zwischen Kohle machen auf dem Bau und Liebeleien. Nach 5 Minuten beginnt das Kopfkino und man fühlt sich dem protagonisten über die Schulter schauend. Genau so wie ein Ramones-Song, den kann man auch nach der ersten Gitarrenstunde nachspielen.

Einziger Nachteil ist, dass der Jargon trotz aller Sympathie für das Einfache immer wieder in Fäkalsprache abdriftet. Das kommt auf den ersten Seiten ganz gut, irgendwann wird es aber voraussehbar. Also eine weitere Parallele zu den "Fast Four": Haste einen Song gehört, kennste alle ... Aber das Gute ist: Die sind alle großer Punk Rock!

Also, Dosenbier und BiFi gekauft und loslesen.


Die Akte Personal: Warum sich die Personalwirtschaft jetzt neu erfinden sollte
Die Akte Personal: Warum sich die Personalwirtschaft jetzt neu erfinden sollte
von Martin Spilker
  Broschiert
Preis: EUR 18,00

5.0 von 5 Sternen HR ist tot. Es lebe HR!, 21. Juli 2013
"Never mess with HR", ist ein häufig gehörter Satz unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - manchmal auch auf Vorstandsebene. Hinter diesem Satz verbringt nichts anderes als die über viele Jahre mitunter wechselseitig kultivierte strukturelle Entkoppelung von Personalabteilungen in moderner, organisierter Wertschöpfung. Ohne Zweifel: Jede Organisation braucht gute und zielführende Personalarbeit. Aber braucht es dafür eine Personalabteilung? Genau dieser Frage geht das Buch nach. Es geht dabei weniger um das Handwerkszeug moderner Personalarbeit, sondern vielmehr um die Frage, wie Personalabteilungen sich in komplexen und stetig verändernden organisationsinternen und -externen Kontexten definieren und aufstellen sollten. Organisationsentwicklung für Personalabteilungen also.

Es gibt viele Gründe warum das Buch dringend überfällig ist: Weil a) Personalabteilungen zu den unhinterfragten Prämissen moderner Organisationen gehören, b) strategische Wettbewerbsvorteile von Organisationen nicht selten von funktionalem Personalmanagement abhängen und c) HR-Manager als Organisationsmitglieder sich über den durch sie ausgelösten Mehrwert genauso Gedanken machen sollten wie bspw. Menschen mit Vertriebsfunktion. Das gesagt, kann man schnell vermuten, dass es sich bei dem Buch um "Bashing-Literatur" handelt, wie man sie aktuell über Führung/Leadership in jedem gut sortierten Buchladen finden kann. Weit gefehlt. " Die Akte Personal" möchte konstruktive Entwicklungsimpulse für gelungene Personalarbeit liefern. Dafür braucht es im ersten Schritt eine schonungslose Dekonstruktion des Status Quo. Das tun die Autoren anhand vielfacher Gespräche, die sie mit "Personalern" geführt haben. Im zweiten Schritt geht es um die "neue Welt", also der Neu-Erfindung von organisierter Personalarbeit in Organisationen. Und das alles auf knapp 130 Seiten!

Insofern sollte dieses Buch nicht nur den Weg auf die Schreibtische von Personalleitern, sondern auch Geschäftsführern, Stabsstellenleitern und natürlich auch der Mitarbeiterschaft finden. Und wenn Sie das nächste Mal in Ihrer Personalabteilung sind, fragen Sie doch mal Ihren Ansprechpartner, was die Organisation in Sachen Personal braucht und nicht was sie will. Die Zeiten des "Never mess with HR" sind hiermit endgültig vorbei.


Sketching at work: 35 starke Visualisierungs-Tools für Manager, Berater, Verkäufer, Trainer und Moderatoren
Sketching at work: 35 starke Visualisierungs-Tools für Manager, Berater, Verkäufer, Trainer und Moderatoren
von Martin J. Eppler
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gehört in jeden Moderationskoffer, 23. September 2012
Was waren das noch für Zeiten als der Geschichtslehrer zum ersten Mal einen Overheadprojektor in das Klassenzimmer gebracht hat um dann in den nächsten 45 Minuten die Schlacht um Troja Bild für Bild an die „Wand zu werfen“? Seitdem hat sich viel getan: Overheadprojektoren gibt es fast kaum noch, dafür aber Software wie Powerpoint, die es uns ermöglicht Texte und Schaubilder überdimensioniert und für alle erkennbar zu projizieren. Eigentlich eine schöne Sache, aber irgendwie haben wir es auf halber Strecke übertrieben. Wer kennt diese Situationen nicht: Man sitzt in Besprechungen und eine hochglanzpolierte Folie jagt die nächste. Dabei kämpfen sich Vortragende und Zuhörende gleichermaßen durch eine schier niemals endende Flut von Visualisierungen. Das ist nicht nur (für alle Beteiligten) ermüdend, sondern wie wir heute auch wissen, mitunter schädlich. Kommunikation und damit auch Kreativität wird im Keim erstickt. Energie und Resonanz bleiben aus. Im Ergebnis gehen alle zermürbt und frustriert auseinander. Und so überrascht es nicht, dass sich seit einiger Zeit ein „Retro-Trend“ abzeichnet, der uns wieder zurückbringt zu Prä-Overheadzeiten, nämlich zu Zeichnungen von Hand.
Martin Eppler und Roland Pfister greifen diesen Trend in Ihrem Buch „Sketching at work“ auf innovative und kreative Art auf. Skizzen haben, anders als Folien, etwas menschliches und authentisches. Sie sind nie perfekt und jedes Mal anders. Sie fördern Interaktivität und intersubjektive Andockmöglichkeiten, weil sie nicht den Anspruch haben komplett zu sein. Sie reduzieren Komplexität und regen gleichzeitig zum aktiven Zuhören an. In anderen Worten: Strichzeichnungen und Skizzen symbolisieren etwas, das man intuitiv sowieso tut (nämlich Gedanken sortieren), warum also diesen Akt nicht bewusst und systematisch einsetzen?

Doch Halt! Auch beim Anfertigen von Skizzen gibt es „Richtlinien“ und Fallstricke. Die Autoren benennen die aus ihrer Sicht wichtigsten Hinweise für das Gelingen von Skizzen und greifen dabei auf ihren Erfahrungsschatz zurück. Das tun sie in Form von eingängiger Sprache und einem sehr erfrischenden Mix aus Wort und Bild. So bekommt der Leser nicht nur einen Eindruck über die Kraft von Skizzen, sondern kann die visuelle Wirkung gleich an der eigenen Person nachvollziehen. Der angebotene Werkzeugkasten besteht aus 35 Vorlagen, die in die Kategorien Analyse, Kommunikation, Sitzung, Planung und Verkauf unterteilt sind. Zwei Methoden werden etwas ausführlicher im Detail dargestellt.

Das Ziel des Buches ist es, den Leser ins aktive Handeln zu versetzen. Und so endet es mit konkreten Skizziervorlagen und Übungen mit dem Ziel die eigene Visualisierungskompetenz zu erhöhen. Als zeichnerisch wenig begabter Mensch mag man vor der einen oder anderen Vorlage durchaus Respekt haben, so professionell und anschaulich kommt sie daher. Die Autoren machen aber Mut und sind realistisch: Die Nutzung von Skizzen im Rahmen von Workshops, Moderationen und Trainingsveranstaltung ergibt sich nicht von heute auf morgen. Im kleinen Kreis anfangen und kontinuierliche selbstreflektierte Übung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Die Kampfansage gegen die Übermacht des Digitalen in Seminar- und Trainingsräumen hat begonnen. Dabei müssen sich - wie das Buch von Eppler und Pfister eindrucksvoll zeigt - analoge und zutiefst menschliche Kommunikationsformen wahrlich nicht verstecken. Am Ende ist es wahrscheinlich ein passender Mix aus modernen und traditionellen Medien. Das handliche und sehr erfrischend daher kommende Buch gehört aber schon jetzt in jeden Moderationskoffer.


Handbuch Fantasiereisen: Für Training, Coaching, Beratung, Jugendarbeit und Therapie
Handbuch Fantasiereisen: Für Training, Coaching, Beratung, Jugendarbeit und Therapie
von Martin Wehrle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Fantasie im Management, 8. März 2012
Die Managementliteratur kann mittlerweile Schrankwände mit Handbüchern füllen, die dem geneigten Leser nicht selten die Handhabbarkeit der Realität versprechen. Nun also ein Handbuch zum Thema "Fantasiereisen". Meine anfängliche Skepsis gegenüber dem Buch war zugegeben groß. Eine solche Grundhaltung scheint der Autor antizipiert zu haben, denn er führt den Leser behutsam in die Materie ein, ja nimmt sogar Kritik vorweg und zeigt wie man darauf reagieren kann. Dabei begeht der Autor nicht den Fehler mit einer Methode/einem Tool sämtliche Probleme lösen zu wollen. Vielmehr zeigt er, wie man mit einem inspirierenden, anregenden methodischen Kniffen festgefahrene soziale Interaktion beleben kann. Der Autor adressiert somit nicht die kognitive Ebene von Wirklichkeitskonstruktion, sondern die emotionale, oftmals tieferliegende, limbische Ebene. Ein solches Vorgehen ist mit höherem Risiken verbunden, denn Distanzen brechen auf - man spürt zu den Dingen, wie wirklich zählen. Diesem Risiko ist der Autor bewusst und er adressiert es in angemessener Weise. Gleichzeitig nimmt er dem potenziellen Anwender (Berater, Coach, Führungskraft) die Angst des Umsetzens durch eine Vielzahl von Beispielen und praxiserprobten Hinweisen. Das Buch lässt den Leser daher nicht nur erleichtert, sondern vor allem inspiriert zurück.


Betriebsversammlungen, die etwas bewegen ...: 22 innovative Praxisbeispiele (Beltz Weiterbildung)
Betriebsversammlungen, die etwas bewegen ...: 22 innovative Praxisbeispiele (Beltz Weiterbildung)
von Ralf Besser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht nur für Betriebsräte, 15. August 2010
Das Verhältnis zwischen Arbeitgeberseite (vertreten durch die Mitarbeiterschaft und den Betriebsrat) und Arbeitnehmerseite ist mitunter geprägt durch eine Vielzahl von Missverständnissen, Verhaltensmuster und somit nicht selten eklatanter Ineffizienzen. Hieraus ergeben sich Optimierungspotenziale, die sich mitunter über klassische Methoden und Instrumente der Organisationsentwicklung und des Veränderungsmanagements adressieren lassen. Wie dies in der Praxis funktionieren kann, stellt das Buch von Ralf Besser in anschaulicher Weise dar. Ralf Besser gelingt es in seinem Buch in praxisorientierter und nachvollziehbarer Weise den Blick auf Optimierungspotenziale der Betriebsratsarbeit zu lenken und zeigt dabei auf, wie diese wirkungsvoll angegangen werden können. Auf diese Art gelingt es ihm nicht nur, die Rolle und Funktion von effizienter Betriebsratsarbeit anhand von Praxisbeispielen zu "entmystifizieren", sondern er zeigt auch wie diese für alle Beteiligten nutzenstiftend umgesetzt werden kann. Insofern ist das Buch nicht nur für Betriebsräte von Relevanz, sondern für alle, die sich für Betriebsratsarbeit interessieren.


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