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Rezensionen verfasst von
Praetorius (Osnabrück Deutschland)

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KÃstengold Gurkensalat 360 g
KÃstengold Gurkensalat 360 g

1.0 von 5 Sternen ungenießbar süß, 21. März 2015
Rezension bezieht sich auf: KÃstengold Gurkensalat 360 g (Misc.)
Normalerweise mache ich mir meine Salate selbst, aber da dieser im Sonderangebot war, dachte ich, das kannst du ja mal probieren.
Eine Fehlentscheidung, wie sich herausstellte, als ich diesen Gurkensalat gestern abend essen wollte (als Beilage zu Fisch). Sschon beim ersten Bissen dachte ich: Das kann's doch nicht sein! Dieser Salat schmeckt einfach nur eklig süß. Ein Blick auf die Zutaten offenbarte: 15,3 g Kohlenhydrate pro 100 g, bei denen es sich wohl größtenteils um Zucker handeln dürfte (das ist nicht weiter aufgeschlüsselt).

Ich habe dann alles in ein Sieb gehauen und gewässert, dann Essig und zerkleinerte Zwiebeln hinzugetan. So war das Zeug dann halbwegs essbar, aber der zuckrige Grundgeschmack saß nach wie vor in den Gurkenscheiben, so dass ich den Rest dann dem Kompost überantwortet habe.
Ich kann nur sagen: Finger weg und selbst machen!


Mein Name sei Gantenbein: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Mein Name sei Gantenbein: Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Max Frisch
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Ich weiß nicht, wozu ich das erzähle", 22. Juni 2013
Dieser Satz auf Seite 25 enthält irgendwie in nuce das ganze Elend dieses Werkes. An dessen Anfang tritt uns ein Ich-Erzähler entgegen, offenbar ein Autor, der „Geschichten anprobiert wie Kleider“. Eine davon ist die des falschen Blinden Gantenbein, der sein angebliches Gebrechen sogar seiner Frau, der Schauspielerin Lila, vortäuscht. Die Motivation dahinter bleibt unklar, es gibt lediglich Andeutungen wie „Er wird eine politische Karriere machen“ (S. 35), da derjenige in der Gesellschaft geschätzt werde, der die Fehler der anderen nicht sieht. Nun denn, aus diesen Stoff ließe sich schon eine interessante Geschichte machen – aber leider geschieht dies nicht, sondern Gantenbein bleibt einfach der unbedeutende falsche Blinde, der seiner Frau und seinen Bekannten gegenüber bemüht ist, bei banalen Alltagsbegebenheiten „nicht aus der Rolle zu fallen“, und das über 300 Seiten, ohne dass die Figur irgendeine Entwicklung ihres Charakters erkennen ließe.

Eine weitere Geschichte, die „anprobiert“ wird, ist die des Gelehrten Enderlin, der einen Ruf nach Harvard nicht annimmt, da er sich, was später angedeutet wird, irrtümlicherweise für unheilbar krank hält. Die Verbindung zu Gantenbein scheint darin zu bestehen, dass Enderlin der Geliebte seiner Frau Lila ist – wobei jedoch nie wirklich klar wird, ob es sich bei der ‚Gantenbein-Lila’ und der ‚Enderlin-Lila’ um die selbe Person handelt. Es lohnt sich aber auch durchaus nicht, dieser Frage nachzugehen, denn gerade die Lila-Figur wird vom Autor mehrmals verändert: Einmal ist sie Schauspielerin, einmal Medizinerin und dann gar eine venezianische Contessa; bald weiß sie um Gantenbeins vorgetäuschte Blindheit, bald wieder nicht; und ob sie nun ein Kind hat oder nicht, dürfte inzwischen wohl niemanden mehr interessieren.
Wer bis dorthin noch nicht eingeschlafen ist, kann auch noch die dritte Figur erleben, in die der Erzähler schlüpft (nachdem er Enderlin „aufgegeben“ hat): Svoboda, der frühere Ehemann Lilas – aber über den gibt es leider auch nichts interessanteres zu berichten als über die beiden anderen.

Es dürfte klargeworden sein, worin die Langweiligkeit dieses Buches besteht: Das immer wiederholte Springen in eine Metaebene, in welcher der Erzähler überlegt, was er denn nun erzählen soll, verhindert den Eindruck einer zusammenhängenden fiktionalen Wirklichkeit, wodurch dann auch jegliches Interesse am weiteren Verlauf der Handlung unmöglich wird, da diese sich offen als Beliebigkeit zu erkennen gibt. Ebenso kann keine Romanfigur interessant wirken, die mit sich selbst inkonsistent ist, indem an ihr dauernd herumgefeilt wird wie an einer unfertigen Gipsfigur – zumal wenn es sich um eine ziemlich flache und an sich schon uninteressante Persönlichkeit ohne intellektuelle Tendenz handelt, wie es bei Lila bzw. den mehreren Lilas dieses Buches der Fall ist.

Bei dem allen bleibt das Erzähltalent Frischs auch in diesem, im ganzen missratenen, Werk spürbar; einzelne Episoden sind hervorragend geschildert, insbesondere die Begegnung mit einem Deutschen (vermutlich ein Nazi) im Jahre 1942 in den Alpen. Auch sonst gibt es stellenweise durchaus lesenswerte Reflexionen, etwa über das Altern und den Tod oder über die Schwierigkeit des Zusammenlebens. Nur leider muss man sich, um diese Stellen zu finden, durch viele Seiten breit ausgesponnener Banalitäten hindurcharbeiten.


Montauk: Eine Erzählung (suhrkamp taschenbuch)
Montauk: Eine Erzählung (suhrkamp taschenbuch)
von Max Frisch
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,00

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Diese dünne Gegenwart...", 12. Juni 2012
Ein Verdienst hat dieses Buch immerhin: Es hat mich von meinem offenbar übertriebenen Glauben an die literaturkritische Treffsicherheit von Marcel Reich-Ranicki abgebracht. Denn ich kann leider ganz und gar nicht nachvollziehen, was den Herrn Professor bewogen haben mag, dieses Werk in seinen Kanon der 20 ''besten deutschen Romane'' aufzunehmen.

Dieses Buch ist keine Erzählung und erst recht kein Roman; es ist allenfalls ein literarisches Experiment - das meiner Meinung nach gründlich daneben gegangen ist.

Die Rahmenhandlung schildert ein Wochenende des Ich-Erzählers (der hier mit dem Autor identisch ist) mit einer amerikanischen Journalistin, mit der er Ehebruch begeht, oder dies zumindest versucht (''mein Körper versagte''). Doch diese ''Lynn'' ist über alle Vorstellung langweilig - so langweilig, dass es mich durchaus nicht interessiert, was sich zwischen ihr und dem Erzähler nun abspielt oder nicht abspielt.

Aber eigentlich dient diese Geschichte lediglich als Rahmenhandlung für häufige Rückblenden auf das Leben des Erzählers, welche den größten Teil des Werkes einnehmen. Für Frisch-Forscher sind diese Einspielungen sicherlich hochinteressant - der normale Leser kann damit jedoch wenig anfangen, da es dem Autor nicht gelingt, das mindeste Interesse daran zu wecken. Auch sind Sprache und Stil des Werkes allenfalls mittelmäßig, das meiste wirkt eher abgehackt-schwerfällig und nachlässig hingeworfen.
Doch es gibt eine Ausnahme: In der Episode, in welcher er die Freundschaft zu einem gewissen ''W.'' erzählt, sowie die spätere Entfremdung zwischen beiden - da ist auf einmal der ganze Max Frisch mit seiner anschaulichen Erzählkunst wieder da (dafür zwei Sterne). Doch leider bleibt diese Erzählung ein Fremdkörper in diesem alles andere als ansprechenden Werk.

Man muss es Max Frisch zugute halten, dass er dem Buch die Warnung Montaignes vorangestellt hat: ''Es ist nicht billig, dass du deine Muße auf einen so eitlen und geringfügigen Gegenstand verwendest.'' Recht hat er!


Wieso fließt der Nil bergauf?: Alles, was Sie über die Welt wissen sollten, aber nie gelernt haben
Wieso fließt der Nil bergauf?: Alles, was Sie über die Welt wissen sollten, aber nie gelernt haben
von Kenneth C. Davis
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Peinlicher Einblick in die amerikanische Bildung, 30. Juli 2011
"Alles, was Sie über die Welt wissen sollten, aber nie gelernt haben" will uns Mr. Davies beibringen. Wer hier verständliche Erklärungen über interessante wissenschaftliche Zusammenhänge erwartet, dürfte bereits bei der Einleitung stutzig werden. Der Autor beschreibt eine Szene aus seinem Erdkunde-Unterricht: "Für uns Fünftklässler ergab es einfach keinen Sinn, dass ein Fluss die Karte hinauffließt". Ich selbst kann mich nun nicht erinnern, dass in der fünften Klasse, oder auch darunter, irgend jemand auf den Einfall geraten wäre, dass ein Fluss, der auf der Karte von Süd nach Nord fließt, "bergauf" fließen würde (der dumme Titel ist allerdings das Verdienst des Übersetzters, das sein der Gerechtigkeit halber gesagt). Nun denn, das Niveau des Buches ist damit festgelegt und wird über 380 Seiten durchgehalten. Der im Plauderton gehaltene Text behandelt großenteils banale Fragen nach den höchsten Bergen, der größen Insel, sowie ähnlichen Fakten, die man bei Bedarf in jedem Lexikon nachschlagen kann. Besonderes Interesse zeigt der Autor dabei an Definitionen geographischer Begriffe (Insel - Kontinent) und an der Herkunft der Benennungen; auch diese kann man, sofern man sie als mittelmäßig gebildeter Europäer nicht ohnehin kennt, mit wenigen Klicks im Internet herausfinden. Dem Niveau des Buches angemessen ist denn auch der Rat, Malawi, Mali, Malaysia und die Malediven nicht miteinander zu verwechseln, was ja aufgrund ihres Namens leicht geschehen kann.
Nun würde dies alles noch keine schlechte Bewertung rechtfertigen, könnte man das Buch doch vielleicht acht- bis zehnjährigen Lesern empfehlen - wäre da nicht die schlampige Recherche (wenn man es so nennen will) der Fakten. Dass die Einführung des Begriffes des Antipoden gleich drei Philosophen zugeschrieben wird, hat bereits ein anderer Rezensent kritisiert; auch sonst gibt es an sachlichen Fehlern keinen Mangel ("Europa brach von Nordamerika ab und verband sich mit Asien"). "Ich schreibe ja für Idioten, da brauche ich mir keine Mühe zu machen" scheint der Grundsatz des Autors zu sein.
Was nun den belobigten Humor betrifft, so lese man die Kapitelüberschriften (Wer hat die Sandwich-Inseln gegessen? Wer hat das tote Meer umgebracht? Gibt es am Amazonas Amazonen?) und wisse: Witziger wird auch der ganze übrige Text nicht.
Das einzige Verdienst des Buches scheint zu sein, dass es eine Vorstellung davon vermittelt, was der US-amerikanischen Durchschnittsbürger für "Bildung" hält. Dies allein rechtfertigt aber keine 380 Seiten Langeweile.


Russisch für Dummies
Russisch für Dummies
von Andrew Kaufman
  Taschenbuch
Preis: EUR 22,95

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider misslungen, 6. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Russisch für Dummies (Taschenbuch)
Das Russische bereitet dem Lernenden einige Schwierigkeiten, die es in 'westlichen' Fremdsprachen nicht gibt: Die Unterscheidung zwischen harten und weichen Konsonanten, die Aspekte, ein umfangreiches Deklinations- und Konjugationssystem und zahlreiche Besonderheiten im Satzbau. Daher wäre es durchaus sinnvoll, wenn ein Buch diese Dinge einmal einfach und für jedermann verständlich erklären würde.

Leider ist der Versuch in dem vorliegenden Werk gründlich danebengegangen. Der Aufbau des Buches ist zwar an sich durchaus sinnvoll; in jedem Kapitel wird jeweils ein Thema behandelt (z.B. Begrüßung, Einkaufen), es gibt allerdings keinen Lernfortschritt von Lektion zu Lektion, sodass das ganze eigentlich kein Lehrbuch ist, sondern nur ein breit angelegter Sprachführer (schon deshalb ist die Bemerkung der Rückseite 'Mit diesem Buch lernen sie Russisch' unangebracht und irreführend). Die Aussprache wird nur ungenau und zum Teil unrichtig erklärt; auf die kyrillische Schrift wird fast ganz verzichtet, alle Vokabeln und Beispielsätze werden nur in einer Translitteration dargestellt, so dass das Buch für alle, die wirklich Russisch lernen wollen, oder es in der Schule haben, von vornherein unbrauchbar ist. Denn welchen Sinn hat es, hunderte Vokabeln und Flexionsendungen in einer Umschrift zu lernen, wenn man sie später ohnehin noch in russischer Schrift lernen muss? Zudem ist die Translitteration teilweise fehlerhaft (z.B. Infinitiv 'rabotat' ohne Wiedergabe des Weichheitszeichens).

Was aber das Buch vollends unbrauchbar macht, ist die völlig mißlungene Art, die Aussprache anzugeben: Aus mir unklaren Gründen wird nicht die gängige IPA-Lautschrift verwendet (die inzwischen jeder kennen dürfte, der einmal auf der Hauptschule Englisch hatte), sondern eine selbsterfundene (z.B. sch = stimmloses sch, sh = stimmhaftes sch), die nirgends im Zusammenhang erläutert wird und die Aussprache nur fehlerhaft wiedergibt. Wichtige phonologische Unterscheidungen werden gar nicht berücksichtigt; so erscheint z.B. Sohn als syn, Winter als sima, ohne irgendeinen Hinweis darauf, dass in ersterem [s], in letzterem [z] zu sprechen ist. Der so wichtige Unterschied zwischen harten und weichen Konsonanten wird nur unzureichend berücksichtigt: neun wird zu dewit' , wobei vernachlässigt wird, dass nicht nur t, sondern auch d und w weich sind. Somit wird man sich unvermeidlich Fehler aneignen, die man später nur schwer wieder verlernt.

Es wäre schön, wenn noch einmal eine gründliche Überarbeitung dieses Buches erscheinen würde, da die Konzeption an sich nicht schlecht ist für Leute, die sich nur ein paar Brocken für die Reise aneignen wollen; vorläufig kann ich aber nur abraten und empfehle statt dessen den Fernsehsprachkurs 'Russisch bitte' mit Begleitbuch.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 14, 2010 12:16 PM MEST


Abenteuer Weltall
Abenteuer Weltall
von Horst Güntheroth
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mogelpackung, 29. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Abenteuer Weltall (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein echter Reinfall. Mit 'weit über 100 atemberaubenden Fotos von Planeten, Sternen und Galaxien' wird auf dem Umschlagstext geworben; ich habe nachgezählt und komme auf lediglich 34 Fotos (bzw. 46, wenn ich großzügig bin und die Miniatur-Abbildungen mitzähle) von den erwähnten astronomischen Objekten. Die übrigen sind entweder Computersimulationen oder zeigen unthematisches wie Maya-Pyramiden, Tempelreliefs oder gar Kornkreise und Modelle Außerirdischer.

Die 'fesselnd geschriebenen Texte' über Astronomiegeschichte scheinen als bloßer Füllstoff zwischen den Bildern konzipiert zu sein. Sie machen den Eindruck von Schulwissen, das durch Wikipedia-Wissen etwas aufgepeppt wurde: Oberflächlichkeit pur. So wird denn auch Kopernikus als der alleinige Urheber des Heliozentrischen Weltbildes dargestellt, ohne jede Bemerkung, dass es bereits 2000 Jahre früher von Aristarch postuliert wurde. Der thematische Aufbau des Buches erinnert stark an gewisse populärwissenschaftliche Fernsehsendungen, in denen etwa von einem bei einer Ausgrabung gefundenen goldenen Armreif zur Entstehung von Gold bei Supernovae gesprungen wird. Was, bitte schön, hat die Klosterkirche von Lesnovo mit dem Weltall zu tun, außer dass der dort abgebildete Jesus den Himmel beherrscht?

Im letzten Kapitel räumen die Autoren 'mit den hartnäckigen Irrtümern der Astrologie auf' - was ihnen die Gelegenheit gibt, sich weitläufig über Horoskope, Zeichendeutung und die Schreibereien von Gunter Sachs auszulassen, bis sie zu dem Schluss kommen, dass 'astrologische Persönlichkeitsbilder wertlos sind' - sieh an, wer hätte das gedacht? (Nebenbei gesagt wird in diesem Teil nicht einmal zwischen Sternbildern und Tierkreiszeichen unterschieden, sondern unbefangen der unsinnige Ausdruck 'Sternzeichen' verwendet).

Alles in allem wird wohl niemand, der sich jemals ein wenig mit Astronomie beschäftigt hat, aus diesem Buch etwas neues erfahren können, und den anderen würde ich eher die 'Was-ist-was'- Bücher zum Thema empfehlen, welche fundiertere Informationen liefern.


Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics
Romanische Sprachwissenschaft. UTB basics
von Trudel Meisenburg
  Broschiert

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Einführung, 30. Oktober 2007
In diesem Buch werden die wesentlichen Gebiete der Sprachwissenschaft für Anfänger verständlich dargelegt. Neue Fachbegriffe werden in gut lesbarem Deutsch erklärt und anhand von Beispielen erläutert; dabei machen Hervorhebungen im Text und eine übersichtliche Gliederung das Buch auch als einfach gehaltenes Nachschlagewerk brauchbar.
Sprachwissenschaftliche Vorkentnisse sind nicht erforderlich, es sollte jedoch einige Lesefähigkeit in Italienisch, Spanisch und Französisch vorhanden sein, da die Beispielsätze aus diesen Sprachen entnommen sind.
Der einzige Nachteil ist nach meiner Meinung, dass Themen wie Sprachwandel, Lautgesetze und die Herausbildung der romanischen Einzelsprachen etwas zu kurz kommen.
Alles in allem ein empfehlenswertes Buch nicht nur für Studienanfänger, sondern auch für den an romanischen Sprachen interessierten Laien, der sich neben der Sprachpraxis auch etwas 'Hintergrundwissen' erarbeiten will.
Anerkennend hervorzuheben ist noch, dass für eine Erstauflage erstaunlich wenig Fehler enthalten sind.


Deutschland - Ein Sommermärchen (2 DVD Special Edition)
Deutschland - Ein Sommermärchen (2 DVD Special Edition)
DVD ~ Jürgen Klinsmann
Wird angeboten von colibris-usa
Preis: EUR 13,65

10 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Armes Deutschland !, 29. Oktober 2007
Du lieber Himmel - diese sogenannte Dokumentation soll angeblich von einem Star-Resisseur stammen, der auch noch den Grimme-Preis dafür bekommen hat? Das kann doch wohl nur ein misslungener Scherz sein!? Von "Doku" keine Spur - diese unmotiviert aneinandergereihten Filmschnipsel wirken so, als ob ein Amateurfilmer versehenlich die Kamera mitlaufen ließ. Da wird für irgendein Spiel trainiert, ob gegen Polen, Schweden oder sonstwen darf der Zuschauer raten - Information gleich Null. Unter Hintergrundinformationen scheint der Kameramann langatmige Mitschnitte aus Duschkabinen und Hotelzimmern zu verstehen, mit Gesprächen unter Spielern, die an Plattheit nicht zu überbieten sind; dazu immer wieder der Trainer, der sich bei seinen "Motivationsansprachen" offenbar einen gewissen "Führer" zum Vorbild genommen hat (man kann nur hoffen, dass im Ausland niemand diesen Film sieht). Und die vielgepriesene Stimmung dieses Sommers wird jeder Amateurfilmer besser eingefangen haben, der vor irgendeiner Großbildleinwand dabei war. Alles in allem ist dieser Film so interessant wie ein Loch im Rasen.
Einfach nur peinlich.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2012 11:49 PM CET


Der Zauberberg. Roman.
Der Zauberberg. Roman.
von Thomas Mann
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

41 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weniger wäre mehr gewesen, 17. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg. Roman. (Taschenbuch)
Sicherlich zeugt auch dieser Roman von der sprachlichen Gestaltungskunst und dem anschaulichen Erzähltalent Thomas Manns: Da wird vor den Augen des Lesers eine in sich geschlossene kleine Welt aufgebaut, nämlich das Lungensanatorium "Berghof" in Davos, in dem die Patienten allmählich jeden Bezug zum "Flachland" verlieren. Einige der Hauptfiguren werden so anschaulich dargestellt, dass man sie vor sich zu sehen meint: Die Hauptfigur, der "simple Held" Hans Castorp, ein weichlicher Spross des Hamburger Stadtadels, der eigentlich nur für drei Wochen zur Erholung im Berghof bleiben wollte, dann jedoch krank wird und sieben Jahre dort bleiben muss; sein Vetter Joachim, ein ritterlich-schlichter Offiziersanwärter; der leutselige, manchmal etwas krampfhaft witzige Chefarzt Dr. Behrens, dem Dr. Krokowski, ein Psychologe mit einer gewissen Neigung zur Scharlatanerei, zur Seite steht; schließlich Mme. Chauchat, eine verheiratete russische Dame, deren kurzfristige Liebesbeziehung zu Hans Castorp die eigentliche Haupthandlung des Romans ausmacht.
Obwohl also im einzelnen viel schönes und lesenswertes darin enthalten ist, kann man den Roman als Ganzes dennoch nicht zu den großen Meisterwerken der deutschen Literatur oder gar der Weltliteratur zählen. Das Grundgebrechen liegt meiner Meinung nach darin, dass eine gewisse Neigung des Autors zu langatmiger Weitschweifigkeit und Detailverliebtheit, die sich stellenweise schon in den "Buddenbrooks" zeigt, hier zu einer wirklichen Manier ausartet. Hans Castorp beginnt in der Abgeschiedenheit, Naturwissenschaften zu studieren; für Thomas Mann ein Anlass, sich Seitenweise über Physik, Botanik, Physiologie und Pathologie auszulassen. Da es nun einmal ein intellektueller Entwicklungsroman sein soll, darf auch die philosophische Bildung nicht zu kurz kommen: Daher lässt Mann zwei Gelehrte auftreten, die sich Hans Castorps in erzieherischer Absicht annehmen, den Humanisten Settembrini und als seinen Gegenspieler den jesuitischen Obskurantisten Naphta. Diese beiden weltfremden Herren, denen leider entgangen ist, dass es inzwischen einen Kant und einen Schopenhauer gegeben hat, führen nun in scholastischer Manier Gespräche über Gott und die Welt, über Geist und Materie, die sich über viele, viele Seiten erstrecken und auch geduldige Leser auf eine harte Probe stellen. Ich meine, dass wer einen Roman in die Hand nimmt durchaus keinen platonischen Dialog lesen will; wer sich dagegen für Philosophie interessiert, dem muss es wenigstens als ein krasser Anachronismus erscheinen, dass Gespräche, die ihrem erkenntnistheoretischen Stand nach dem vorkantischen 18. Jh. angehören, ins frühe 20. Jh. verlegt werden.
Neben diesen philosophisch-sein-sollenden, dabei eigentlich bloß sophistischen Gesprächen finden sich überall im Buch essayistische Einschübe des Autors, die zwar stellenweise lesenswert sind, aber leider auch oft in breit ausgesponnene Trivialitäten ausarten, wenn etwa über drei Seiten auseinandergesetzt wird, dass die reale Zeit einer Erzählung etwas anderes ist als die inhaltliche.
Aber auch abgesehen von diesen (pseudo-) philosophischen Erörterungen ist die Handlung oft langatmig, zusammenhanglos und uninteressant. Hans Castorp betreut Schwerkranke, deren jeweilige Lebensumstände erzählt werden; er führt Gespräche mit Dr. Behrens darüber, welche Zigarrenmarken er bevorzugt und warum; er hat während eines Ohnmachtsanfalles einen Traum, der ihn an einen seltsamen Ort am Mittelmeer versetzt; er ist fasziniert von einem Grammophon mit Plattensammlung, das im Berghof angeschafft wird, was dem Autor die Gelegenheit bietet, seitenlange Inhaltsangaben der einzelnen Opern zu liefern; es gibt einen Ehrenhandel unter Polen, die bis dahin im Roman nicht vorgekommen sind und danach nicht mehr vorkommen werden; es tritt ein Mädchen mit hellseherischen Fähigkeiten auf; dann gibt es gar eine spiritistische Sitzung, bei der der inzwischen verstorbene Joachim als Geist erscheint, ohne dass man wüsste, warum und wozu.
Der Leser liest alle diese Kapitel geduldig durch, in der Erwartung, dass die Fäden der Handlung doch irgendwo zusammenlaufen werden und sich ein innerer Zusammenhang zwischen den einzelnen Episoden herausstellen wird; daher meint man an so vielen Stellen: "Jetzt wird's kommen" - aber es kommt nichts.
Den Schluss des Romans bildet der Beginn des ersten Weltkrieges, zu dem Hans Castorp sich als Freiwilliger meldet, ohne dass irgendeine glaubhafte Motivation dazu auch nur angedeutet würde, ja, obwohl sogar zuvor gesagt wurde, dass er jeglichen Bezug zu seiner alten Heimat verloren habe und sich ein Leben außerhalb der Berge gar nicht mehr vorstellen könne.
Wenn man diese Konzeptlosigkeit des Ganzen betrachtet, muss einem sogar der Verdacht kommen, dass diese ganze so anmutig geschilderte Berghof-Kulisse letztlich vor allem dazu ersonnen ist, das inhaltlich heterogene an Einem Ort stattfinden zu lassen, und so den fehlenden inneren, kausalen Zusammenhalt durch einen bloß lokalen zu ersetzen.
Hätte der Autor sich im wesentlichen auf die Liebesgeschichte mit der Chauchat beschränkt, hingegen das Thema der geistigen Bildung (das in den "Buddenbrooks" - wenn man zwischen den Zeilen liest - viel subtiler umgesetzt ist, hier hingegen sich gewaltsam aufdrängt und bloß äußerlich bleibt), weggelassen, dann hätte wohl ein guter Roman von 500 oder 300 Seiten daraus werden können; für 1000 Seiten ist es einfach zu wenig.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 2, 2015 9:58 PM CET


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