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Rezensionen verfasst von
Michael Marquardt "dexterholland3" (Aalen)
(REAL NAME)   

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Soundtrack to the Apocalypse
Soundtrack to the Apocalypse
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 143,98

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht Fisch, nicht Fleisch, 10. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Soundtrack to the Apocalypse (Audio CD)
Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Satz einmal über ein Slayerprodukt sage, aber diese Box ist das Geld definitiv nicht wert.

Die ersten beiden CDs stellen eine Art Best-of dar (wenigstens bis zum Erscheinungsjahr 2003). ABER: Hell Awaits" und Chemical Warfare" sind keine Studio-, sondern Liveaufnahmen - und im Falle von Chemical Warfare nicht einmal eine gute! Umso ärgerlicher: Gerade wegen dieser beiden Songs habe ich die Box u.a. gekauft, mangels entsprechender Kennzeichnung im berechtigten Glauben, dass es sich wie bei den andern Stücken auf CD 1 und 2 auch um Studioaufnahmen handelt!

CD 3, bestehend aus Bootlegs und Uraltaufnahmen aus den 80ern, braucht nun wirklich keine Sau! Der geneigte Slayerfan wird hier eher Ohrenkrebs statt Bock aufs Moshen bekommen - also lieber auf die Studioaufnahmen zurückgreifen.

Bleibt noch die vierte Scheibe, nämlich die DVD. Reizvoll fand ich v.a., Aufnahmen aus Slayers Anfangstagen zu sehen, nämlich zurückgehend bis ins Jahr 1983 und Aufnahmen neueren Datums abseits von War at the Warfield" und der Still Reigning"-DVD haben ebenfalls mein Interesse geweckt. Aber leider sind diese aus dem Kontext gerissenen Einzelmitschnitte nichts anderes als lieblos zusammengekratzte Reste von diversen Amateuraufnahmen (d.h. auch bei den neueren Shows eine (!) verwackelte Perspektive mit grade mal dem Sound, den so eine Amateurvideokamera halt einfängt) , die allesamt weder im Bild noch im Ton und meistens auch inhaltlich nicht überzeugen. Ärgerlich ist auch, dass - wohl aus rechtlichen Gründen - einige T-Shirts-Motive u.ä. unkenntlich gemacht wurden. Da habe ich auf Youtube qualitativ bessere Videos von den jungen Slayer gesehen! Große Enttäuschung!

Fazit:
Ein halbgares Best-of mit Etikettenschwindel, Raritäten, die niemand braucht und lieblose Resteverwertung - und das für knapp 100,- Euro! Das Geld ist in die o.g. DVDs bzw. in die regulären Studioalben wesentlich besser investiert, die überzeugen nämlich auch voll! Wer meint, Slayers Version von In A Gadda Da Vida" unbedingt besitzen zu müssen und dafür bereit ist, 100 Mücken auszugeben: bitteschön! Aber selbst dabei ist fraglich, ob dieses kuriose Cover nicht auf einer andern Compilation günstiger zu haben ist. Wer noch überhaupt nichts von Slayer sein Eigen nennt, kann bei Interesse an den ersten beiden CDs im Falle einer Preissenkung die Wertung leicht nach oben korrigieren.


Black Sails at Midnight
Black Sails at Midnight
Preis: EUR 20,35

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Captain Morgan's Revenge Part II, 28. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Black Sails at Midnight (Audio CD)
Alestorm waren für mich einer der Newcomer des Jahres 2008 und "Captain Morgan's Revenge" wohl in diesem für den Metal insgesamt segensreichen Jahr die Platte, die ich mit Abstand am meisten gehört habe. Nicht dass es z.B. mit Ensiferum nicht Bands gegeben hätte, die vom Sound her in eine ähnliche Kerbe geschlagen hätten, aber das Piratenszenario wird von der Musik einfach grandios eingefangen und technisch umgesetzt und ist mir persönlich lieber als die musikalisch vergleichbare Wikingerfraktion. Freilich zehr(t)en Alestorm auch von der zeitlichen Nähe zur großen "Pirates of the Carribean"-Trilogie.

Wie die EP "Leviathan" schon andeutete, welche vom vorliegenden Album das EP-Titelstück und "Wolves of the Sea" beinhaltet, verfolgen Alestorm ihre Linie konsequent weiter: viele stimmungsvolle Arrangements, großer Mitgröhlfaktor und Themen, die nach wie vor recht unverhohlen den Gore-Verbinski-Filmen ("The Curse of the Black Pearl" - "Black Sails at Midnight"!) entlehnt sind, rund um Abenteuer, Gefahren auf hoher See und Piratenromantik. Auch der Aufbau ist ähnlich wie beim Vorgängeralbum. Man beginnt mit einem eingängigen Opener ("The Quest"), gefolgt von einem Titel, der epischer, dramatischer, einfach noch größer daherkommt ("Leviathan", vergleichbar mit "Captain Morgan's Revenge"). Dann bringt man ein, zwei Titel, welche die Stimmung oben halten, um anschließend etwas zurückzufahren ("To the End of Our Days" - "Nancy the Tavern Wench"), dann wieder richtig Gas zu geben und am Ende heißt es sinngemäß wieder: "Und jetzt alle!"

Es stimmt: Im Grunde kopieren Alestorm nur sich selbst und man hat oft den Eindruck, die ein oder andere Melodie ganz ähnlich schon auf dem Erstlingswerk gehört zu haben. Doch hat man auch nichts anderes von ihnen erwartet, v.a. da die Sparte, die Alestorm bedienen, wenig Platz für Entwicklung zulässt und sie den Nagel mit dem Debutalbum schon so auf den Kopf getroffen haben, dass es selbst für Piraten äußert tollkühn gewesen wäre, davon abzuweichen. Das ist aber halt auch die Crux: Da "Captain Morgan's Revenge" insgesamt einfach etwas frischer, unverbrauchter und innovativer war, gebe ich "Black Sails at Midnight" 4,5 von 5 Sternen aufgerundet zu 5.


Scream Bloody Gore (Deluxe Edition)
Scream Bloody Gore (Deluxe Edition)

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut infernalisch und legendär!, 28. Mai 2009
In den 80ern übetrafen sich Metal-Bands nicht nur jährlich, sondern monatlich oder manchmal gar wöchentlich damit, wer das derzeit härteste Stück Metall geschmiedet hat. Und eines ist sicher: Mit dem Erscheinen von "Scream Bloody Gore" wurde nicht nur der Grundstein für ein ganzes Genre gelegt, sondern auch Slayers "Reign in Blood" als Maß aller Dinge im hartmetallischen Sektor abgelöst. Es wäre zwar vermessen, bei solch einem Klassiker Anspieltips zu geben, aber ein Song wie "Mutilation" spricht einfach für sich!
Natürlich wird der Legendenstatus angesichts von Possesseds "Seven Churches", das rund zwei Jahre früher erschien und soundmäßig im Grunde in dieselbe Kerbe schlug, etwas relativiert, aber erstens hatte dieses Werk nie die Aufmerksamkeit und in der Folge die Wirkung, die "Scream Bloody Gore" zuteil wurde und zweitens sind Death einfach noch konsequenter, v.a. in technischer Hinsicht auch besser.

Nun noch die Gretchenfrage:
Lohnt sich der Kauf der "Deluxe edition", wenn man die normale Scheibe schon hat? M. E. nicht. Wer - Achtung Wortspiel - Death live (!) erleben will, holt sich die "live in L. A."-DVD. Auf den einen zusätzlichen Live-Track - Denial of Life - kann man gut und gerne verzichten und da es sich beim vorliegenden Werk nun wirklich unumstritten um einen Klassiker handelt, zählt ohnehin die Original-Tracklist.

Wer wissen will, wie klassischer Death Metal klingt, wo ein Genre seine Wurzeln hat und wer Slayer vom Thron stieß, der holt sich "Scream Bloody Gore" (und den Nachfolger "Leprosy" am besten gleich mit!).

R.I.P. Chuck
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 15, 2011 10:25 PM MEST


Marooned/Best of/Live/Sodomize
Marooned/Best of/Live/Sodomize
Preis: EUR 11,73

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht einfach Spaß und knallt wie Sau, 10. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Marooned/Best of/Live/Sodomize (Audio CD)
Eine Sache vorweg: Hier handelt es sich nicht etwa um den Audiomitschnitt des Konzerts vom 25. Mai 1994, das als "Live in der Zeche Carl" auf VHS erhältlich ist und Sodoms 10-jähriges Bühnenjubiläum zelebriert, sondern um eine Aufzeichnung von der selben Tour aus Hamburg.
Geboten wird Sodoms wohl bestes Live-Lineup: Andy Brings, ein 'Johnny Ramone gone bad' und genialer stage actor an der Gitarre und Atomic Steif, auch gennant der "deutsche Dave Lombardo", an den Drums.
Durch die zeitnahe Aufzeichnung zum Album "Get What You Deserve" sollte man jedoch mit diesem etwas punkigen, aber extrem heftigen Output wenigstens annähernd etwas anfangen können. Zwar sind die meisten Klassiker wie "Agent Orange", "Remeber the Fallen" und sogar eine extrem geile Live-Version von der 84er "In the Sign of Evil"-Ep, nämlich "Outbreak of Evil", mit dabei, aber immerhin acht der 23 Titel (abzüglich des "Spiel mir das Lied vom Tod"-Intros) sind von der damals aktuellen "Get What You Deserve" und auch die Vorgänger "Tapping the Vein" und "Better off Dead" nehmen einigen Raum ein, was v.a. auf Kosten der "Persecution Mania"-Titel geht.
Trotzdem sollte man sich dieses phantastische Live-Album, bei dem einem die Spielfreude direkt aus den Boxen ins Gesicht springt, nicht entgehen lassen.


Code Red
Code Red
Preis: EUR 7,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Rückkehr des Thrash, 10. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Code Red (Audio CD)
Trotz meiner Vorliebe für die eher punkige "Get What You Deserve" (1994) ist der stilsitische Bogenschlag zurück zum Thrash hier absolut gerechtfertigt, denn "Code Red" wird dem Erbe von "Agent Orange" mehr als gerecht. Die bis heute bestehende und insgesamt mit Abstand dauerhafteste Besetzung mit Bernemann an der Gitarre und Bobby Schottkowski hinterm Drumkit liefert nach dem unentschlossenen "'Til Death Do Us Unite" (1997, für viele das mit Abstand schlechteste Sodom-Album) ein echtes Brett ab und trug nach der Metal-Durststrecke der Mitt-90er schon seinerzeit seinen Teil zum großen Thrash-Comeback der Gegenwart bei.
Wirkliche Anspieltips kann ich keine geben, denn die ganze Platte ist auf gleichbleibend hohem Niveau, einzig "The Vice of Killing" scheint m. E. noch ein bisschen besser und von höherem Wiedererkennungswert zu sein als der Rest und stellt wohl eine der Kompositionen dar, die ihren Platz in der Sodom-Geschichte und im Live-Set auf immer sicher haben.


Get What You Deserve
Get What You Deserve
Preis: EUR 13,17

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders und deshalb so geil!, 10. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Get What You Deserve (Audio CD)
Sodoms Vorgängeralben "Better off Dead" (1990) und "Tapping the Vein" (1992) sind zwar keineswegs schlecht, standen aber eindeutig im Schatten der legendären Thrash-Outputs "Persecution Mania" (1987) und "Agent Orange" (1989) und waren gleichzeitig geprägt von permanenten personellen Umstrukturierungen und Problemen. "Get What You Deserve" ist anders und gerade deshalb so geil, denn es ist nicht einfach eine Kopie des 80er-Jahre-Thrash-Metals, der innerhalb der Band v.a. von Frank Blackfire vertreten wurde und lose an Slayers "Hell Awaits" (1984) angelehnt war, sondern zitiert Sodoms rifforientierte, ja man kann soagr fast sagen Punk-Einflüsse, durch die die Musik von Venom, Motörhead und anderen geprägt war, welche Sodom ja maßgeblich inspiriert haben - back to the roots sozusagen! Seinen Teil dazu leistet der 'neue' Gitarrist Andy Brings, stilistisch eher eine Art Johnny Ramone denn ein Kerry King, nur halt ein paar Nummern härter als der legendäre Ramones-Klampfer. Generell ist diese - leider letzten Endes auch nur sehr kurzlebige Besetzung von 1992-1994 - mit dem genialen stage actor Andy Brings an der Gitarre und Guido "Atomic Steif" Richter hinter der Schießbude mein persönliches Lieblings-Lineup, denn es knallt ohne Ende und es wundert mich nicht, dass man Steif auch als den "deutschen Dave Lombardo" bezeichnet, dieses Prädikat hat er ohne Zweifel verdient!
Bei 16 Songs (abzüglich des einen Vernom-Covers) kann nicht jede Nummer ein Kracher sein, aber es bleibt aufgrund der Stiländerung, die Sodom m. E. gut zu Gesicht steht, deutlich mehr hängen als bei den Vorgängeralben. Anspieltips: das extrem coole "Jabba the Hutt", "Jesus Screamer" (hier prügelt Steif schon fast grindcore-verdächtig!), "Die stumme Ursel" (ein Klassiker), "Eat Me", "Sodomized" (auch sehr heftig), der Überthrasher "Silence is Consent" und "Gomorrah".

Kleiner Hinweis: In der Besetzung Tom, Andy und Steif sind neben der berühmten Sahne-Single (1993) noch das Live-Album "Marooned" (1994) erschienen sowie das Video "Live in der Zeche Carl" (1994) (leider bislang nur auf VHS erhältlich) und beide gehen ab wie Sau! ;-)


Death Rituals
Death Rituals
Preis: EUR 7,97

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste SFU-Album seit Maximum Violence, 21. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Death Rituals (Audio CD)
Neun Jahre ist es her, dass Six Feet Under "Maximum Violence" veröffentlicht haben, nicht nur das erste Album ohne Gründungsmitglied Allen West (den Ex-Obituary-Klampfer), sondern m. E. auch das beste - bis jetzt! Denn war der Vorgänger "Commandement" (2007) gegenüber der umstrittenen "13" (2005) schon eine deutliche Steigerung, brennt "Death Rituals" ein Death-Metal-Feuerwerk ab, dass es eine wahre Freude ist!
Der Opener "Death By Machete" beginnt mit einem für SFU-Verhältnisse schon fast progressiven und slayeresk anmutenden cleanen Gitarrenlick à la "Spill the Blood", gleiches gilt im Prinzip auch für das unheilsschwangere Outro "Crossing the River Styx". "Crossroads to Armageddon" könnte fast als düsteres Soundexperiment im Stile der alten Slipknot durchgehen, inklusive halb geflüstertem cleanen (!!!) Gesang (ja, von dem Chris Barnes!), in "Bastards" wandelt man auf Motörheads Spuren (auch wenn's ein Crue-Cover ist ;-) )und "Eulogy for the Undead" wartet mit einem Shoutchor und arabesken Elementen auf, die an Pro-Pains "Prophets of Doom" erinnern. Wow!
Mal ganz ehrlich: Wer hätte Six Feet Under so eine Entwicklung zugetraut?! Oder nennen wir es vielleicht lieber "Horizonterweiterung", denn die Änderungen halten sich soweit im Rahmen, dass man einerseits positiv überrascht wird, mischen sich aber andererseits mit bekannten Elementen. So bietet beispielsweise "Seed of Filth" gewohnte SFU-Kost, "Crematorium" versucht nach einem kurzen Bass-Intro das Durchschnittstempo zu pushen und "Shot in the Head" - einer meiner Favoriten - beginnt mit einer Nachricht, die auf einen Anrufbeantworter gesprochen wird und wohl als programmatisch für das neue und auf absolut unerwartete Weise genial ausgefallene Album gedeutet werden kann:

"[...] by the time you discover what you believe to be the truth there will be no one left to save, because I have perfected my killing technique!"

Für absolute Puristen mag das etwas irritierend sein, so wie nach "Reign in Blood" "South of Heaven" auf manche Slayer- und "The Code is Red..." auf manche Napalm-Death-Fans gewirkt haben mag. Denn als es hieß, dass SFU wieder ins Studio gehen, um ein neues Album aufzunehmen, ließ man nicht das Geringste verlautbaren, dass das neue Album derart vielseitig ausfallen würde. Die Überraschung ist echt gelungen! Tja, liebe Metallica, so geht das! Nicht erst künstlich einen Hype generieren und die Klappe aufreißen, um dann ein zwar grundsolides aber unspektakuläres Album abzuliefern, das die geschürten Erwartungen nicht erfüllen kann!
Für mich ist "Death Rituals" zusammen mit Benedictions "Killing Music" die (Death-)Metal-Platte des Jahres 08!

P. S. Wer dem Digi-Pack das normale CD-Case vorzieht und auf die Bonustracks, welche aus lediglich drei live-Versionen älterer Songs bestehen, verzichten kann, kann gleich zur normalen Version greifen und brauch die limited edition gar nicht erst großartig zu beachten.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2009 9:09 PM CET


Best of...
Best of...
Preis: EUR 10,42

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles drauf, was der Metalhead braucht, 26. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Best of... (Audio CD)
Ich kann das Rumgehacke auf den Best-Of-Veröffentlichungen von Roadrunner nicht nachvollziehen, denn 1. ist die Titelauswahl erstklassig (zumindest hier bei Sepultura meine ich, das beurteilen zu können) und 2. NIEMAND WIRD GEZWUNGEN DIESE CDs ZU KAUFEN!!! Und wer von Best-Of-Alben nichts hält und ohnehin schon alles von einer Band besitzt und meint, sie sich zähneknirschend trotzdem zulegen zu müssen, dem ist auch nicht mehr zu helfen...

Aber nun zur Sache:

Dokumentiert wird auf vorliegendem Werk ausschließlich - und Gott sei's gedankt! - die Zeit mit Max, also bis einschließlich Roots (1996), wobei von jedem Album wirklich nur die besten und repräsentativsten Songs ausgewählt wurden. Wie man den stilistischen Tendenzwechsel in den 90ern vom Death-Thrash zum Tribal beurteilen mag, sei dahingestellt, aber m. E. kann man die Hochzeit dieser Band musikalisch nicht besser dokumentieren und der Preis ist zudem auch noch extrem fair.

Fazit:

Mit diesem Albums erfüllt jeder Metalhead (und speziell die Todesbleigießer und Hartwurstfraktion) die Minimalanforderungen für Sepultura in der privaten Plattensammlung. 5 Sterne!


Haunted
Haunted
Preis: EUR 6,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz klar eine ihrer Besten!, 24. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Haunted (Audio CD)
Nachdem Chris Barnes sich von Cannibal Corpse getrennt hat (oder rausgeschmissen wurde, wie man das auch immer sehen mag *g*) und sein bisheriges Nebenprojekt zur Hauptverdienstquelle wurde, hatte er wohl eines im Sinn: Vollgas zu geben!
"Haunted" klingt zwar noch nicht so 'differenziert', wie man es von späteren Veröffentlichungen kennt, was den Wechsel zwischen Growls und Screams/Squeals angeht, aber Barnes beweist dafür, dass er growlen kann wie kein zweiter und Corpse mit neuem Sänger, wer es auch sein mag, die Verlierer sein werden.
Auf "Haunted" befinden sich viele Titel, die auch heute noch zum Repertoire jedes anständigen SFU-Konzerts gehören und gehört wohl zusammen mit "Maximum Violence" zu ihren besten Scheiben. Ganz klarer Pflichtkauf!
Einziger Wermutstropfen ist m.E. die Reihenfolge der Tracks, da der Opener "The Enemy Inside" nicht so ein Zünder ist wie "Silent Violence", aber das ist wohl zu verschmerzen.

Anspieltipps: Silent Violence, Lycanthropy, Human Target, Suffering In Ecstasy.


Kynos Atlas Hunderassen der Welt: Der umfassendste fachkundige Hundeführer in der ganzen Welt
Kynos Atlas Hunderassen der Welt: Der umfassendste fachkundige Hundeführer in der ganzen Welt
von Bonnie Wilcox
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Preis: EUR 59,95

44 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Räber oder Walkowicz?, 5. Dezember 2007
Das ist wohl die Gretchenfrage für alle ernsthaft an Rassehunden Interessierten, vor der auch ich stand: Kaufe ich die zweibändige "Enzyklopädie der Rassehunde" von Räber aus dem Kosmosverlag oder den "Kynos Atlas" von Walkowicz et al. aus dem Hause Kynos?
Nun, nachdem ich beide in den Händen hielt, durchblättern und direkt vergleichen konnte, fiel meine Entscheidung eindeutig zugunsten der "Enzyklopädie der Rassehunde" von Räber aus und zwar aus folgenden drei Gründen:

1. Der "Kynos Atlas" ist voller Gallizismen ("uncoupiert") und Anglizismen. Wenn ich ein deutsches Buch über Hunde aufschlage bzw. eine deutsche Übersetzung, dann möchte ich die "Deutsche Dogge" auch unter "D" finden und nicht unter der englischen Bezeichnung "Great Dane" (wobei bei dieser Rasse die Verwendung der Bezeichnung "Däne" ohnehin problematisch ist und fast einen Affront darstellt, aber das wird wohl in erster Linie die Doggenfreunde interessieren...).

2. Die "Enzyklopädie der Rassehunde" ist, was die Seitenzahl betrifft, deutlich umfangreicher.

3. Für ein EUR 100,- teures Buch ist der Einband des "Kynos Atlas" extrem billig und erinnert an die unschöne Aufmachung günstiger Sonderauflagen, wie sie u.a. von Weltbild angeboten werden.

Was das Bildmaterial betrifft, so zeigen sowohl Walkowicz wie auch Räber kupierte Hunde, letzterer aber deutlich weniger, wobei die Aufnahmen von kupierten Doggen wohl eher historische Dokumentationen des Erscheinungsbild sind. Das gilt allerdings nicht für den Dobermann, von dem fast nur kupierte Exemplare abgebildet sind! Hier besteht bei beiden Nachholbedarf, wobei der Vergleich tendenziell wieder gegen den "Kynos Atlas" ausfällt. Das einzige, das man dem diesem zugute halten kann, ist, dass er in einem Band kommt. Andererseits hat man so statt zwei handlicheren Büchern, deren Umfang zusammengenommen größer ist, ein vergleichsweise unpraktisch zu handhabendes dickes. Und da man ein Buch ja nicht 'ein bisschen', sondern nur ganz oder gar nicht kaufen kann, erhält der "Kynos Atlas" im Vergleich zur "Enzyklopädie der Rassehunde" von mir nur einen intransigenten Stern - der angesichts der einseitigen Lobhudeleien auch berechtigt zu sein scheint, um den potentiellen Käufer auf Defizite und Alternativen aufermksam zu machen.

Zeit für komplett überarbeitete Neuauflagen, dann werden die Würfel neu geworfen, aber solange bleibt der Räber Sieger.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 22, 2011 4:09 PM MEST


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