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Rezensionen verfasst von
Kai

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To The Moon (PC)
To The Moon (PC)
Wird angeboten von Catvertrieb
Preis: EUR 8,89

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Spiel, sondern eine Geschichte mir viel Herz und Gänsehaut, 9. Februar 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: To The Moon (PC) (Computerspiel)
To The Moon.... das ist der letzte Wunsch von John, der im nun im Sterben liegt. Eva Rosalene und Neil Watts, zwei Wissenschaftlicher, sollten dies wahr machen - durch das Verändern der Erinnerungen. Dazu dringen die Beiden mit einer MAschine in das Gedächntis von John ein - von seiner Letzten bis zurück in die Kindheit. So erfährt man, wie John seine Frau River verlor, wie er zuvor mit ihr gelebt hat, wie die beiden geheiratet und davor sich kennen gelernt haben.

Und diese Geschichte wird einfach traumhaft schön erzählt - und geht einem richtig ans Herz - und zuweilen an die Nieren. Und das ganz ohne eine Bombast-Grafik und ohne Sprachausgabe. Mit einer ganz einfachen 16 bit Grafik, Dialogen in Text Form und eine traumhaft schöne Musik, die absolut gekonnt die jeweilige Stimmung einfängt. Zum Teil war ich zu Tränen gerührt. (Nicht einmal Bioware mit seinen wirklich guten RPG's wie Mass Effekt und Dragons Age vermochten eine Geschichte derart glaubwürdig und unter die Haut gehend zu erzählen. Allerdings lässt einem To the Moon kaum Handlungsfreiheit - die Geschichte wird sehr linear erzählt und man hat kaum Entscheidungmöglichkeiten.).

Nicht ganz so gelungen finde ich die Geschichte um die beiden Wissenschaftler. Die Beiden sind in Ihren Dialogen durchaus witzig, aber mir persönlich zu oft aufgesetzt - Stichwort "Klamauk". Zum Ende hin zeigt sich aber, dass sie in einem moralischen Dilemma stecken - und da zeigt sich die wahre Natur der beiden. Und da werden die Beiden in meinen Augen einfach glaubwürdig und man fiebert dann mit, wie sie das Dilemma lösen und wie das Ganze nun ausgehen wird....

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen erzählt, es wird aber eine Fortsetzung geben (zumindest deutet sich das in der letzten Szene nach den Credits an).

Zum "Spiel" an sich: Rein spieltechnisch gibt es eigentlich "wenig zu tun". In den Erinnerungssequnenzen muss man immer wieder Memory-Links finden. Die erhält man, wenn man bestimmte Gegenstände anklickt, mit Personen spricht oder einfach nur über eine richtige Stelle im Bildschrim läuft. Hat man alle Links zusammen, muss mein ein kleines Logik-Rätsel lösen, um in den nächsten Spielabschnitt zu kommen. Das war es schon an "spielerischer Herausforderungen". Mich persönlich hat das fast gestört, weil es die Zeit verzögert, bis man in der Geschichte weiterkommt.

To the Moon entzieht sich auch der üblichen Zuordnung in ein Genre: Es ist eigentlich kein richtiges Spiel, mehr eine interaktive Geschichte, mit Adventure und RPG Elementen. Mit 5 Stunden ist es recht kurz, aber dafür ohne Längen und ohne Langeweile.

Mein Fazit: Wer eine schöne Geschichte erzählt bekommen möchte, die emtional tief berührt und zum Nachdenken anregt und Retro-Grafik und stimmige Musik mag, ist hier genau richtig.

Wer jedoch ein Klassisches RPG erwartet, in dem Monster getötet, Charaktere ausgerüstet und Rätsel gelöst werden wollen, ist hier allerdings falsch.

Ich habe mir das Spiel bei Steam (+ Soundtrack) gekauft. 12,00 fand ich einen guten Preis, denn ich zahle für einen Kinobesuch ja schon mehr und habe davon (rein zeitmäßg) weniger. Unbedingt mal probieren!!!


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