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L. Daniel "Limi" (Bayern)
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Six Feet Under - Gestorben wird immer, Die komplette Staffel 5 [5 DVDs]
Six Feet Under - Gestorben wird immer, Die komplette Staffel 5 [5 DVDs]
DVD ~ Peter Krause

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Untergründig bis zum Ende, 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es ist 23:02 Uhr und ich habe soeben den Abspann der letzten Episode der fünften Staffel gesehen. Die letzten sechs Minuten gehörten dabei zu den intensivsten Momenten in meinen noch jungen Jahren.

Eins vorweg, ich war anfangs überhaupt nicht von der Serie überzeugt und habe überlegt nach den ersten fünf Episoden mit der Serie aufzuhören (Tut das bitte nicht!). Jedoch dachte ich, so viele Menschen können nicht irren und schließlich sollte ich dafür noch belohnt werden. Meiner Meinung nach kommt Six Feet Unter erst ab der dritten Staffel erst so richtig in Fahrt. Die vierte und vor allem die fünfte Staffel sind dabei das Beste, was ich je gesehen habe.

Für mich ist Six Feet Under mehr als nur eine Serie gewesen. Der Autor Alan Ball erledigte definitiv seine Hausaufgaben mit seiner Bestattungsserie: Er fing genau ein, was wir empfinden, was wir machen und was eine persönliche Tragödie wirklich für jemanden bedeutet. Und trotzdem kann bei solchen Tragödien auch Wunderschönes und Liebenswertes passieren. Es gelang ihm genau das zu zeigen, weswegen ich die Serie weiterhin mit Hochspannung verfolgte. Alan Ball drehte eine Serie über ein Thema, über das niemand reden will. Six Feet Under erlaubt es uns über den Tod zu reden und mit dem Tod ins Reine zu kommen. Es ist kein Tabu, es ist nichts schlechtes, es gehört zum Leben dazu. Die Serie bezieht sich nicht nur auf das Untergründige, sondern auch auf die Gefühle, die unter der Oberfläche schwelen. Wenn man immer mit dem Tod zu tun hat, scheint es, man bräuchte als Gegengewicht eine Art Balance, eine intensive Erfahrung, das Bedürfnis ihm zu entfliehen. Bei den handelnden Schauspielern ist es bei Nate die Jagd nach Frauen, Claire experimentiert mit gefährlichen Jungs und Drogen, bei Brenda äußert es sich in ihrer zwanghaften Sexualität, David hat Probleme mit seinem Coming Out und den Männern an sich, Ruth hat eine Affäre nach der Anderen. Bei Six Feet Under sieht man viele Szenen, die man vorher noch nie gesehen hat. Sie zeigen Aspekte des Menschseins und das macht das Zuschauen so spannend.

SPOILER ANFANG!

Die Serie hat unter anderem gezeigt, dass es für das Trauern keine Fristen gibt. (siehe Tod Nate!) Über fünf Staffeln gelang es der Serie, nie ihre provokative Seite zu verleugnen. In den letzten Folgen mussten sich die Fishers ihrem schlimmsten Albtraum stellen. Als ich gesehen habe wie Nate sterben würde, dachte ich „Wow!“. Jede andere Serie hätte ihn erst in der letzten Folge sterben lassen. Es war unglaublich kraftvoll und man fühlte regelrecht mit den Figuren. Meiner Meinung nach war es einer der ehrlichsten Darstellung von Trauer, die ich je sah. Gegen Ende der letzten Episode gibt es dann für alle Personen noch einen unübertrefflichen Moment. Claire fährt fort und denkt über die Zukunft und die Vergangenheit nach. In diesen intensiven sechs Minuten untermalt mit dem Song „Breathe Me“ sehen wir alle Hauptfiguren sterben. Ganz klar eine der besten Fernsehstunden überhaupt. Ich erlebte mit diesen Figuren eine Abenteuerfahrt, wie es sie denk ich nur bei Six Feet Under geben konnte.

SPOILER ENDE!

Six Feet Under ist in der Tat eine ganz große Familiengeschichte unserer Zeit.


Six Feet Under - Gestorben wird immer, Die komplette erste Staffel [5 DVDs]
Six Feet Under - Gestorben wird immer, Die komplette erste Staffel [5 DVDs]
DVD ~ Peter Krause

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Untergründig bis zum Ende, 20. Januar 2013
Es ist 23:02 Uhr und ich habe soeben den Abspann der letzten Episode der fünften Staffel gesehen. Die letzten sechs Minuten gehörten dabei zu den intensivsten Momenten in meinen noch jungen Jahren.

Eins vorweg, ich war anfangs überhaupt nicht von der Serie überzeugt und habe überlegt nach den ersten fünf Episoden mit der Serie aufzuhören (Tut das bitte nicht!). Jedoch dachte ich, so viele Menschen können nicht irren und schließlich sollte ich dafür noch belohnt werden. Meiner Meinung nach kommt Six Feet Unter erst ab der dritten Staffel erst so richtig in Fahrt. Die vierte und vor allem die fünfte Staffel sind dabei das Beste, was ich je gesehen habe.

Für mich ist Six Feet Under mehr als nur eine Serie gewesen. Der Autor Alan Ball erledigte definitiv seine Hausaufgaben mit seiner Bestattungsserie: Er fing genau ein, was wir empfinden, was wir machen und was eine persönliche Tragödie wirklich für jemanden bedeutet. Und trotzdem kann bei solchen Tragödien auch Wunderschönes und Liebenswertes passieren. Es gelang ihm genau das zu zeigen, weswegen ich die Serie weiterhin mit Hochspannung verfolgte. Alan Ball drehte eine Serie über ein Thema, über das niemand reden will. Six Feet Under erlaubt es uns über den Tod zu reden und mit dem Tod ins Reine zu kommen. Es ist kein Tabu, es ist nichts schlechtes, es gehört zum Leben dazu. Die Serie bezieht sich nicht nur auf das Untergründige, sondern auch auf die Gefühle, die unter der Oberfläche schwelen. Wenn man immer mit dem Tod zu tun hat, scheint es, man bräuchte als Gegengewicht eine Art Balance, eine intensive Erfahrung, das Bedürfnis ihm zu entfliehen. Bei den handelnden Schauspielern ist es bei Nate die Jagd nach Frauen, Claire experimentiert mit gefährlichen Jungs und Drogen, bei Brenda äußert es sich in ihrer zwanghaften Sexualität, David hat Probleme mit seinem Coming Out und den Männern an sich, Ruth hat eine Affäre nach der Anderen. Bei Six Feet Under sieht man viele Szenen, die man vorher noch nie gesehen hat. Sie zeigen Aspekte des Menschseins und das macht das Zuschauen so spannend.

SPOILER ANFANG!

Die Serie hat unter anderem gezeigt, dass es für das Trauern keine Fristen gibt. (siehe Tod Nate!) Über fünf Staffeln gelang es der Serie, nie ihre provokative Seite zu verleugnen. In den letzten Folgen mussten sich die Fishers ihrem schlimmsten Albtraum stellen. Als ich gesehen habe wie Nate sterben würde, dachte ich „Wow!“. Jede andere Serie hätte ihn erst in der letzten Folge sterben lassen. Es war unglaublich kraftvoll und man fühlte regelrecht mit den Figuren. Meiner Meinung nach war es einer der ehrlichsten Darstellung von Trauer, die ich je sah. Gegen Ende der letzten Episode gibt es dann für alle Personen noch einen unübertrefflichen Moment. Claire fährt fort und denkt über die Zukunft und die Vergangenheit nach. In diesen intensiven sechs Minuten untermalt mit dem Song „Breathe Me“ sehen wir alle Hauptfiguren sterben. Ganz klar eine der besten Fernsehstunden überhaupt. Ich erlebte mit diesen Figuren eine Abenteuerfahrt, wie es sie denk ich nur bei Six Feet Under geben konnte.

SPOILER ENDE!

Six Feet Under ist in der Tat eine ganz große Familiengeschichte unserer Zeit.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2013 1:30 PM CET


XOXO (Limited Edition im bedruckten Jewelcase)
XOXO (Limited Edition im bedruckten Jewelcase)

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mir fehlen die Worte, 14. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eins vorweg: Ich bin kein HipHop Fan, sondern bin seitdem ich Musik fühle, erlebe und atme immer beim Rock angesiedelt gewesen. Dennoch mache ich manchmal einen Ausflug in andere Genres um mir hier und da ein bisschen Abwechslung zu gönnen. Bei meinem letzten Abenteuer hatte ich das Vergnügen mit PrinzPi und seiner "neuen" Scheibe "Rebell ohne Grund", welches wirklich sehr gut produziert wurde und auch unglaublich Tiefgang hatte.

Seit Montag liegt also Casper mit seiner neuen LP "XOXO" im Briefkasten, welches in diesem Jahr wohl von der Fanszene sehnsüchtiger erwartet wird, als kein anderes zweites Deutsch-Rap-Album. Dieser Hype ist auch nicht aus der Luft gegriffen, sondern ist dem vergriffenen Solodebüt "Hin Zur Sonne" (Veröffentlichung 2008) und dem ebenfalls offiziell nicht mehr erhältlichen "Die Welt Hört Mich" (2006) geschuldet, die zur Zeit auf Ebay für locker 80 Euro aufwärts das Stück weggehen.

Doch genug dem Gerede, widmen wir uns doch dem Album:

Casper erzählt in dieser LP aus seinem Leben beispielsweise "230409" (vielleicht der Tag an dem es geschah), von seiner Familie, seiner Kindheit, seiner Liebe und benutzt dazu teilweise berührende Worte und Bilder, die einfach intelligent sind und die rein garnichts mit den oftmals klischeehaftenden Street-/Ghetto- und Gangsta-Rap und wie sie nicht alle heißen gemein haben.

Auf XOXO beschreitet Casper neue Wege, so geht es nicht um die dicksten Beats und die drückendsten Bässe, sowie "Wer hat mehr Featuers auf seinen Album". NEIN ! Casper führt hier HipHop mit teilweise Indie/Pop/Rock zusammen ("lilablau").
Ein weiteres gutes Beispiel hierfür ist auch der Titeltrack "XOXO", der mit dem sympathischen Tomte Lead Sänger Thees Uhlmann aufgenommen wurde. Hier dominieren sogar mehr Bass und Gitarre, sodass mehr Rock als Hip Hop Stimmung verbreitet wird.
Mit dem psychisch erdrückenden Eröffnungstrack "Der Druck Steigt" taucht der Hörer in XOXO ein und findet sich in einer beklemmend düstere Atmosphäre wider, die sich nahtlos mit dem zweiten Track der LP "Blut sehen" fortsetzt.
Stücke wie "Alaska", "Auf und Davon" und "Kontrolle/Schlaf" schnüren dem Hörer mit ihrer Intensität die Luft zum atmen ab und sind grandiose Songs und zählen zu den Perlen des neuen Long-Players.
Und auch Parallelen zu einer meiner Indie Lieblingsband sind sogar vorhanden :) "Editors"!
Mit dem Song "Die letzte Gang der Stadt" wird ein perfektes Lied abgeliefert, welches in Indie-Rock Dimensionen gehievt wird. Das zweite Feature "So perfekt" (feat. Marteria) ist einfach eine gelungene "Mut mach Hymne" geworden, was ein guter Kontrast ist zum Rest des Albums. EPISCH!

Ich bin von "XOXO" begeistert und doch habe ich noch einen Song vergessen, der von wirklich herausragender Qualität zeugt: "Michael X" - Ein Track, der auf Freundschaft, eine kaputte Jugend und ein viel zu kurzes Leben setzt. Einfach nur herzergreifend und wohl einzigartig gewählte Worte für einen guten Freund, der wohl, egal wo er jetzt auch anzutreffen ist, selbst eine Träne dabei vergießen wird.

Fazit: Dieses Album ist eigentlich unantastbar und wird die Messlatte für deutschen Hip Hop enorm hoch ansetzen. Ob es für mich ein Klassiker wird bleibt abzuwarten.

Kaufen, Kaufen, Kaufen, am besten mehrmals -> Ein Klick "In den Einkaufswagen" bitte!

Die Lieder in der Einzelkritik

1. Der Druck Steigt (Die Vergessenen Pt. 1) 8,5 Punkte
2. Blut sehen (Die Vergessenen Pt. 2) 8 Punkte
3. Auf und davon 9 Punkte
4. XOXO (feat. Thees Uhlmann) 10 Punkte
5. Michael X 11 Punkte
6. Alaska 10 Punkte
7. Das Grizzly Lied 7 Punkte
8. So perfekt (feat. Marteria) 9,5 Punkte
9. Die letzte Gang der Stadt 9,5 Punkte
10. 230409 7,5 Punkte
11. Lilablau 8 Punkte
12. Arlen Griffey (Prelude) keine Bewertung
13. Kontrolle/Schlaf 10 Punkte

9 von 10 Punkten !
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2011 3:41 PM MEST


Gold Cobra
Gold Cobra
Preis: EUR 6,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welcome Back Bizkits, 24. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Gold Cobra (Audio CD)
Geschlagene sechs Jahre ist es inzwischen her, dass Fred Durst und Co. "The Unquestionable Truth (Part 1)" veröffentlicht haben. Ihr gigantisches Album "Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavored Water" liegt mittlerweile sogar schon ganze elf Jahre zurück. Nun wird die goldene Cobra endlich auf die Massen losgelassen und eines kann ich euch garantieren: Sie ist giftig !

Eigentlich sollte die LP schon Anfang 2010 veröffentlicht werden. Daraus wurde allerdings nichts und so kommt die Scheibe erst heute in die Regale.

Zum CD Cover und dem Booklet muss man eigentlich nicht viel sagen: Sehr stylisch ! Doch genug dem Gerede, widmen wir uns der LP:

Nach dem Opener "Introbra", was ein geniales Wortspiel darstellt, geht es mit dem gleichnamigen Titeltrack "Gold Cobra" sofort los. Dieser Song hat eigentlich alles was Limp Bizkit stark macht/e: Geniale Gitarrenriffs a la Wes, brachiale Bässe von Rivers und natürlich die einzigartige Stimme von Sänger Fred Durst. Einfach nur Hitpotenzial - kein Wunder das es die 2. Singleauskopplung wurde.
Zudem sind unter den 13 Songs auch ein paar Perlen, die man wohl erst einmal Warmhören muss, was sich ebenfalls positiv auswirkt.
Die 1. Singleauskopplung "Shotgun", welche wohl der Livekiller schlechthin wird, bietet einen schönen Ausgleich zwischen tollen Rock-Passagen und noch tolleren Rap-Einlagen.
Weiter im Programm geht es mit "Get a Life", was an Aggressivität kaum zu überbieten ist (erinnert ein kleines bisschen an "Indigo Flow" aus SF) - live werden diese Wutausbrüche bestimmt richtig abgehen.

Mit "Douche Bag" wird wieder die Axt herausgeholt und ein weiteres Groove-Monster auf die Menge losgelassen wird. Wut, Hass, Verzweiflung - die klassischen Komponenten des Rock 'n Roll haben auch Fred Durst einen mächtigen Tritt in den Hintern versetzt. Der Junge hatte schon lange nicht mehr so viel Biss wie auf dieser Scheibe.

Weitere Stücke wie "Autotunage", "90.2.10" ^^ oder "Shark Attack" sollen an dieser Stelle auch erwähnt werden, da sie ebenfalls mit zu den Hitgiganten des Albums gehören. Die Tracks, die textlich, als auch musikalisch weniger taugen kann man an einer Hand abzählen, so kann beispielsweise das etwas lahme "Killer In You" & der langatmige Track "Loser" dem Rest der Songs nicht das Wasser reichen.

Eine weitere sehr gelungene Nummer bleibt auch "Walking away" (schon lange im Vorfeld bekannt!), die sehr an Songs wie "It''ll be ok" und "Boiler" von CSATHDFL erinnert und auch sonst durch ihre leisen Art von der Masse hervorsticht -> tolles Songwriting gepaart mit einer ungewohnt gefühlvollen Stimme Dursts -> Geheimtipp !

Ein Ass im Ärmel haben Fred Durst und Co. aber noch: Why Try!
Hier wird dem Hörer eine explosionsartige Mischung aus Energie geladenen Power-Vocals, verschachtelten Bass-Grooves und messerscharfen Gitarrenriffs geboten-> TOP!

Die Lieder in der Einzelkritik:

Introbra
Bring it Back 9/10
Gold Cobra 10/10
Shark Attack 9/10
Get a Life 10/10
Shotgun 10/10
Douche Bag 9/10
Walking Away 10/10
Loser 6,5/10
Autotunage: 10/10
90.2.10 8/10
Why Try 10/10
Killer in You 5/10

Fazit: Ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut, denn so eine Leistung habe ich Limp Bizkit wohl nicht mehr zugetraut. "Gold Cobra" wird die Fans von LIMP BIZKIT positiv vergiften, keine Frage. Die Platte wird wohl jetzt den ganzen langen Sommer in meinem CD-Schacht rotieren, bis es heißt: Unquestionable Truth Part II ;)

Ein Kick "In den Einkaufswagen" bitte!

Bewertung: 9/10


Danger Days: The True Lives of the Fabulous Killjoys
Danger Days: The True Lives of the Fabulous Killjoys
Preis: EUR 17,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Album 2010!, 19. November 2010
Einfach hatten es die Jungs von My Chemical Romance sicherlich nicht. Damit ist jetzt nicht eine schwierige Kindheit bzw. der schwere Stand in der Musikbranche gemeint. NEIN! Es geht einfach um die eigene Perfektion, um die Fans und um das neue Album mit dem originellen Titel "Danger Days: The True Lives Of The Fabulous Killjoys". Dafür hat sich die Band drei lang ins Studio verschanzt und das Resultat ist atemberaubend. Dabei galt es, nicht nur an die Qualität des Vorgängers "The Black Parade" anzuknüpfen, sondern vielmehr diese noch zu übertrumpfen und meiner Meinung ist das Ihnen auch gelungen.

Das komplette Album ist in Form einer fiktiven Radiosendung angesiedelt, welches in einer fiktiven Zukunft spielt und von dem fiktiven DJ Dr. Death durchgedreht wird.

Und nun zu seiner Playlist:

Der unweigerlich ansteckende Opener, die gut gelaunte Mitgröhl-Single "Na Na Na (Na Na Na Na Na Na Na Na Na)" - rotziger, schneller, punkiger Rock'n'Roll. Die beiden Folgenummern "Bulletproof Heart" und "Sing" sind dann auch wieder Nummern, bei denen gar nicht so gerockt werden muss, wie beim Opener. Trotzdem tolle Tracks! Die 2. Singleauskopplung ist übrigens "Sing" - guter Stadionrock! Mit dem sechsten Track,der den wunderbaren Namen "The only hope for me is you" trägt, hört man einen absoluten Kracher der Marke MCR. Insgesamt muss man einfach festhalten, dass die Jungs es verstehen, Musik so einzufangen, dass die Songs den Hörer mitreißen."Summertime" und "The Kids from Yesterday" werden mit einem feststeckenden Beat verfeinert und präsentieren sich vor allem im Refrain besonders eingängig. Letzteres ist meiner Meinung nach das Herzstück des Albums, aufgrund des stimmigen Aufbaus und ist durch den perfekten Spannungsbogen ein Kandidat für die häufige Verwendung der Repeat-Taste.
Geradlinig geht es im alternativ rockenden "S/A/R/E/C/R/O/W" weiter, bevor mit "Planetary Go!" und "Save yourself, I'll hold them back" zwei sowohl stimmungsvolle als auch einwandfrei arrangierte Stücke am Start sind, die qualitativ in der obersten Liga mitspielen und ebenfalls zu den Höhepunkten zählen.
Eher vernachlässigbar ist die Rocknummer "Party Poison", gefällt mir einfach nicht.
Bei dem abenteuerlichen Tempo, das die Herren um Sänger Gerard Way an den Tag legen, ist es jedoch umso bemerkenswerter, dass der Band nie die Puste ausgeht. Hut ab, so klingt ein vielversprechender Neuanfang! Das zwölfte Stück "Destroya" beweist dann noch einmal eindrucksvoll, wie positiv durchgeknallt das Album ist.

Selten so viel Spaß mit einer Platte bei den ersten Hördurchgängen gehabt. Jetzt bitte nicht denken: Der hat doch eine rosarote My Chemical Romance- Brille auf - es ist einfach das Highlight 2010! Doch nach den totalen bzw. kleineren Ausfällen von großen Bands wie "Linkin Park" oder "The Killers" mit ihren letzten Werken war das auch bitter nötig.

Fazit: Kein Lied klingt wie das andere. Die fünfzig Minuten fliegen nur so an einem vorbei. Echte Ausrutscher sind selten und fallen kaum ins Gewicht ("Party Poison" ist so ein Fall). Die Platte ist musikalisch einfach genial! Kaufen, Kaufen, Kaufen, am besten mehrmals!

Bewertung: 9,5 von 10 fett leuchtenden Sternen

Anspieltipps:

Na Na Na (Na Na Na Na Na Na Na Na Na)
The Kids from Yesterday
The only hope for me is you
Destroya


A Thousand Suns
A Thousand Suns
Preis: EUR 5,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist das wirklich richtig?, 10. September 2010
Rezension bezieht sich auf: A Thousand Suns (Audio CD)
Meine 30. Rezension ist wohl die schwierigste und gleichzeitig meine enttäuschendste. Linkin Park ist eine der besten Rockbands unserer Gegenwart. Die LP Hybrid Theory war eine meiner ersten Platten und genießt auch heute noch höchste Anerkennung. Ich kann mich jetzt noch an die Zeit erinnern, als ich immer gespannt auf das Musikvideo "One Step Closer" auf "MTV Select" gewartet habe und dann Mutter kam, um mich zu fragen: "Solch eine Musik hörst du aber nicht?"

Die darauffolgenden Studioalben Meteora und Minutes to Midnight haben mir ebenfalls großes Hörvergnügen bereitet und somit konnte ich Linkin Park definitiv zu meinen Lieblingsbands zählen. Sie gehörten damit zu meinen Superhelden des Rock.

Jetzt kommt also das vierte Studioalben "A Thousand Suns" in unsere CD- Regale und warten auf sehnsüchtige Abnehmer. Entsprechend hoch liegen jetzt die Erwartungen für das neue Werk "A Thousand Suns".

Selbstverständlich gibt es auf der neuen LP wieder Raps, deftige Beats, eine bestechende Nummer (Blackout) und eine wunderschön Ballade, doch LEIDER verhalten sich Linkin Park in Bezug auf ihre Gitarren ziemlich sparsam. Die Stimmung des neuen Albums ist sehr düster gehalten, sodass Atmosphäre und die Intensität ihr übriges dazutun, weshalb das Album als "Ganzes" zu betrachten ist. Die Folge davon: Die Musik wird extrem elektronisch gehalten. Nicht so viel, dass man Linkin Park nicht mehr wiedererkennen würde, aber eben spürbar. Das ist dann meiner Meinung nach der größte Nachteil der Platte, denn Linkin Park wirken auf diesen Sektor sehr unbeholfen und tun sich damit wahnsinnig schwer mit diesen Komponenten zu verschmelzen. Das wurde bereits auf "Songs from the Underground" , "Reanimation" und nun auch hier bestätigt. Die nachfolgenden Songs "When they come for me" & "Robot Boy" unterstreichen das Problem ganz gut und zeigen die Probleme nochmals auf. Die sechs Platzhalter ... sollen das Album als Ganzes wirken lassen und steigern die bereits angesprochene düstere Atmosphäre, die auf dem Album herrscht.
"Burning in the Skies" und "Waiting for the End" sind gelungene Stücke und machen teilweise Spaß, mehr aber auch nicht. Beim Song "Wretches And Kings" verneigt sich die große Rockband vor den großen Hip-Hoppern Public Enemy-> starkes Stück, aber gewöhnungsbedürftig. "Blackout" ist ein mitreißendes Werk geworden und erinnert teilweise an vergessene Zeiten und ist somit das zweitbeste Lied der Scheibe.
"Iridescent" ist ein emotionales, fast weinerliches Stück und meiner Meinung nach eines der besten Songs, (ja, ihr lest richtig) die Linkin Park jemals produziert haben !!! Einfach nur schön.
Mit "The Catalyst" und "The Messenger" kommen dann noch zwei Lieder, die ebenfalls überzeugen zu wissen, um mich anschließend aus "A Thousand Suns" zu entlassen.

Mein Fazit: Die gute stimmliche Performance von Chester Bennington reißt sicher einige der schwächeren Tracks aus dem Durchschnitt "Burning in the Skies" / "Waiting fort he End", doch bleibt vielleicht die Erkenntnis (Ich hoffe es nicht), dass die intensiven Hörmomente der Vergangenheit angehören. Linkin Park haben sicher Mut bewiesen, so eine Kehrtwende im Sound zu vollziehen, nur die Qualität kann lange nicht mit den Vorgängern mithalten, soviel steht fest. Meine Erwartungshaltung war vielleicht auch einfach zu "HOCH", da es für mich eines der großen Alben 2010 neben Limp Bizkit und Beatsteaks werden sollte ( sieben von 15 Songs sind einfach zu wenig für so eine geniale Band). Schade !!!

Anpieltipps: Blackout / Iridescent

Bewertung: 5 von 10 Punkten


American Slang
American Slang
Wird angeboten von sent2u
Preis: EUR 9,60

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Enttäuscht..., 15. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: American Slang (Audio CD)
...von nur 35 minütiger Spielzeit, die es aber wieder in sich haben!

"American Slang" bietet leider "nur" zehn - aus Pop, Hardrock und Punkrock - herausragende Songs, welche alle durch perfekte Refrains und die an wunderbare Bruce-Springsteen Erinnerungsstimme Brian Fallons bestechen.
Ich durfte die einzigartige Band beim letztjährigen Rock im Park live erleben und war hin und weg. Deshalb freue ich mich auch dieses Jahr wieder beim Highfield dabei zu sein. Großartig!

Das dritte Studioalbum der Band aus New Jersey macht es wieder sehr schwer, überhaupt Highlights aus dieser LP ausfindig zu machen. Das Album bietet meiner Meinung nach keinen einzigen Ausfall und bereitet dem Hörer demzufolge ein Hörvergnügen der höchsten Klasse. Sei es der Punkrock des Tracks "Orphans", die Classic-Rock-Passagen, die nicht nur im Lied "American Slang" aufkommen, oder der geniale Song "The Boxer" mit denen The Gaslight Anthem begeistern zu wissen. Insgesamt klingt "American Slang" auch einen Tick persönlicher und reifer, als das noch bei "The 59 Sound" der Fall war. Dies lässt sich leicht am letzten Lied "We did when we were young" erkennen, das einfach das große "Herz" der Band beweist und wirklich einen gelungenen Abschluss des 3. Werks darstellt.

Ich habe The Gaslight Anthem seit langem in mein Herz geschlossen und ich hoffe das die Band mit diesem Album endlich aus dem Geheim-Tipp Status ausbrechen können, falls sie das schon nicht längst sind mit dem Gewinn des Kerrang Awards. Verdient hätten es die vier Jungs allemal.

9 Sterne für die zehn großartigen Songs + 1 Stern für eine der derzeit sympathischsten Bands im Rockgeschäft und leider 1 Abzug für nur 35 minütiger Abspieldauer.

Bewertung: 9 von 10 Sternen

Anspieltipps: American Slang / The Boxer / Stay Lucky

Ein Klick "In den Einkaufswagen" !


Hart am Wind (Ltd.ed.)
Hart am Wind (Ltd.ed.)

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer Wurf...!, 16. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Hart am Wind (Ltd.ed.) (Audio CD)
Das neue Album von Frei.Wild beginnt aggressiv ("Arschtritt") und lässt einen deutlichen Roten Faden erkennen, der sich durch das gesamte Album zieht. Es lassen sich gut und gern Vergleiche zu den frühen Werken der Böhsen Onkelz ziehen. So wie zum Beispiel "Weiter Immer Weiter"! Bereits zu diesem Zeitpunkt lässt sich der noch jungen Band ein hervorragendes Gespür für eingängige Melodien bestätigen.

Vor allem textlich ist das Album besonders gelungen: Wahren Freunde unterwegs/ auf das die Freundschaft nie vergeht/ wir alle können uns vertrauen/ Auf diesen Kreis kann man bauen/ Jeder weiß genau bescheid/ und ich weiß das ihr die größten seid/ wir stehn füreinander ein und das wird auch noch in Zukunft so bleiben/ sogar im Himmel so sein.

Durchaus Angriffsfläche besteht bei "Das Land der Vollidioten". "Das ist das Land der Vollidioten / die denken, Heimatliebe ist gleich Staatsverrat / Wir sind keine Neonazis und keine Anarchisten / wir sind einfach gleich wie Ihr... von hier" lautet der Refrain und obwohl das wohl durchaus gut gemeint ist, bleibt ein sehr fader Nachgeschmack. Weniger provokant, dafür umso mehr Pathos im Gepäck kommt "Irgendwer Steht Dir Zur Seite" und "Der Aufrechte Weg" daher, während "Stück Für Stück" als halbe Ballade unterhält, auch wenn hier der raue Gesang nicht so recht passen will.

Insgesamt gibt es an Quantität und Qualität wenig zu meckern, weshalb das Album von mir 9 von möglichen 10 Sternen erhält. 18 neue Songs haben es auf die Scheibe geschafft. Die Songs gehen ins Ohr und sollten das Zielpublikum durchaus begeistern. Wer also etwas mit der oben genannten Band anfangen kann, ist ohnehin bestens bedient.

Anspieltipps: Irgendwer Steht Dir Zur Seite/ Unterwegs/ Arschtritt/ Ich helf dir auf


Animal
Animal
Preis: EUR 8,97

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich sehe nur noch $$$, 16. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Animal (Audio CD)
Sie ist Mega-Efolgreich mit ihrer Single "TikTok" und sahnte in den USA bereits einige Preise für ihr Debüt Werk ab. Jetzt will ich auch einmal ein paar Worte über die 22 jährige Ke$ha verlieren. Die Frau ist für mich eine Lindsay Lohan auf Drogen und strotzt nur so von Energie.

Aber kommen wir besser zur Bewertung ihres Debüt-Albums:

Ohne Frage finden sich unter den 15 Tracks ein paar sichere Kandidaten für die Charts, darunter "Tik tok", "Kiss n tell" & "Blah blah blah". Diese klingen aufgrund ihrer Massentauglichkeit aber komplett austauschbar und könnten genauso gut von Christina Aguilera ("Kiss and Tell") oder Ashley Simpson ("Hungover") gesungen werden. Keine Frage, das Album unterhält und das soll es ja schließlich auch. Dennoch, einen Stern Abzug gibt es
-> Kesha hat einfach keine gute Stimme und das wird ihr zum Verhängnis :D

Und wer sich eig. immer wieder fragt, warum hat die Frau Dollar Zeichen im Gesicht und Namen?

Ke$ha: Ich wollte sie unbedingt haben,um mich stets daran zu erinnern, dass Geld nicht alles im Leben ist.
Klingt irgendwie logisch nicht wahr!

Anspieltipps: Party at a rich Dudes House / TikTok / Your Love is my Drug / Take it Off


Last Man Standing (Winner Popstars 2009)
Last Man Standing (Winner Popstars 2009)
Wird angeboten von Kara-Handelshaus GmbH Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 5,15

15 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Und ich lasse mich am Piercing durch die Medien ziehen!, 11. Dezember 2009
3 Wörter, die normal reichen sollten diesen Prozess zu beschreiben:

Kommerz, Kommerz, Kommerz !

POPSTARS presst auch im Jahr 2009 eine neue Band (dieses Jahr ein Duo) aus der Produktionsmaschinerie, mit dem die schnelle Kasse gemacht werden soll.

Es geht hier einfach der Charakter der Personen verloren - wenn man nicht einmal Mitspracherechte hat - wie denn meine zukünftige Gruppe betitelt wird. Und wie kann man den Namen nur gut finden?!

Aber wahrscheinlich hätten sie auch den Namen "No and Body" und "Dumm und Dümmer" für gut befunden!

Zu dem Song:

Ziel ist es schnell Kasse zu machen und das alles vor Weihnachten!

Fazit: Das Lied geht ins Ohr, soll damit die breite Masse ansprechen und wird die Spitzenposition in den Charts anpeilen!

Und nächstes Jahr werden die Lichter wieder ausgehen!!!
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 15, 2009 8:04 PM CET


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