|
|
Beiträge von Kanya
Top-Rezensenten Rang: 9.829
Hilfreiche Bewertungen: 83
|
|
Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".
|
Rezensionen verfasst von Kanya
|
|
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
|
|
|
|
|
|
|
|
|
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Spannend und elektisierend..., 14. Juni 2013
Worum geht es? 7 Jugendliche wachen in einer heißen und trockenen Landschaft auf, ohne Erinnerung und ohne Kleidung. Sie können sich nur an ihre Namen erinnern und finden beim Aufwachen einen Rucksack mit Nahrung, Kleidung und einem zusätzlichen Ausrüstungsteil, wie z.B. ein Messer oder ein Feuerzeug. Nach und nach finden die 7 zusammen und müssen innerhalb von 72 Stunden zu einem Tor gelangen, damit sie die Landschaft verlassen können. Doch es gibt nur 6 Tore. Einer wird zurückbleiben und es wird noch weitere Landschaften geben, mit immer einem Tor zu wenig. Und als wäre das nicht genug, werden sie gejagt und keiner weiß, was das alles eigentlich soll. Meine Meinung Ich muss zugeben, dass ich von dem Buch etwas ganz anderes erwartet hätte. Ich bin von einem Labyrinth mit verzweigten Gängen und Sackgassen ausgegangen und nicht von einer weiten Landschaft, in der die Jugendlichen ihren Weg finden müssen. Man lernt als Leser zwei der Welten/Landschaften kennen, die die Jugendlichen überwinden müssen und beide sind sehr verschieden. Einerseits gibt es die heiße Steppenlandschaft mit Bergen und Wäldern, anderseits eine Welt aus Eis und Schnee. Die Idee finde ich sehr gelungen und spannend. Da man als Leser, aber nur so viel erfährt, wie die Protagonisten, tappt man bis zum Schluss im Dunkeln. Keiner der Jugendlichen weiß, wieso er im Labyrinth ist und was noch kommen wird, so dass man zwar wild spekulieren kann, aber keine Ahnung hat, worauf das Buch überhaupt hinausläuft. Das finde ich zwar an sich sehr spannend, aber ein kleines bisschen mehr Informationen hätte ich mir schon gewünscht, weil so die Zeit bis zum zweiten Band doch sehr lang ist. Dennoch birgt das Buch eine hochspannende Handlung, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Man lernt nach und nach die Protagonisten Jeb, Jenna, Leon, Mary, Mischa, Tian und Kathy kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder hat seine eigene Art zu überleben und keiner weiß, ob er dem anderen trauen kann. Die Vielfalt der Hauptprotagonisten finde ich sehr interessant, allerdings habe ich dadurch nicht zu allen einen Zugang bekommen können und manche Handlungen konnte ich schwer nachvollziehen. Dafür ist der psychologische Aspekt völlig nach meinem Geschmack und sehr authentisch ausgearbeitet. Man merkt zu was Jugendliche in Todesgefahr getrieben werden und welche Entscheidungen sie treffen müssen. Dabei schafft Rainer Wekwerth es, dass die Entscheidungen zu den jeweiligen Protagonisten passen und es dennoch überraschende Wendungen gibt. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite elektrisiert, was viel an dem ansprechenden Schreibstil liegt, der mit tollen Berschreibungen und einer eher unverblühmten Art begeistern kann. Rainer Wekwerth hat dafür gesorgt, dass ich völlig in die Welt versunken bin und mit den Jugendlichen gelitten und gefühlt habe. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den einzelnen Protagonisten, so dass man die Gefühle jedes Einzelnen erlebt. Das Ende ist insgesamt sehr offen und ich bin mehr als gespannt, wie es weitergehen wird und wer hinter dem Labyrinth steckt. Mein Fazit "Das Labyrinth erwacht" ist anders, als ich erwartet habe, aber von der ersten bis zu letzten Seite an war ich gefesselt. Das Buch hat auf mich einen so großen Sog ausgeübt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte, obwohl es nicht perfekt ist. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
4.0 von 5 Sternen
Es fehlt stellenweise die Spannung... dennoch sehr atmosphärisch, 13. Juni 2013
Worum geht es? Nele kann seitdem sie denken kann ihre Träume verändern und kontrollieren. Doch dann wird alles anders, sie zieht von München nach Erfeld und als wäre das nicht schlimm genug, verändern sich ihre Träume. Sie trifft dort einen seltsamen jungen Mann mit dem Namen Seth, den sie nicht selber erschaffen hat. Dieser fasziniert sie, auch wenn sie ihn unheimlich findet. Nachdem Nele sich in ihrer neuen Heimat mit dem Jungen Jari anfreundet und ihm nach und nach vertraut, verschwindet dieser und nur Nele kann ihn wiederfinden. Meine Meinung Nachdem mir das Buch „Als die schwarzen Feen kamen“ sehr gut gefallen hat, war ich schon sehr neugierig auf Anika Beers neues Werk. Die Idee hinter dem Ganzen finde ich sehr, sehr schön. Das Buch befasst sich mit dem Thema Träume und wie die Traumwelt und das Träumen an sich funktioniert. Die Idee, dass es Wächter über die Träume gibt und die Grundhandlung sind sehr vielversprechend. Dabei gefällt mir besonders, dass Anika Beer hier etwas völlig Neues und Eigenständiges erschaffen hat. Leider fehlt es mir insgesamt etwas an Spannung. Neben wirklich traumhaften und tollen Szenen, zieht sich die Geschichte stellenweise doch etwas, da einfach nicht viel passiert. Man lernt zu Beginn Nele kennen, die sich in ihrer neuen Heimat zurechtfinden muss und sich zum ersten Mal verliebt. Zwischendurch gibt es ihre Traumszenen, die teilweise etwas verwirrend sind. Die ganzen Zusammenhänge werden dem Leser erst nach und nach klar. Nele als Hauptprotagonistin hat mir dagegen außerordentlich gut gefallen. Sie ist nicht, wie jedes andere Mädchen, hat wild gefärbte Haare und einen eher eigenwilligen Kleidungsstil, was völlig nach meinem Geschmack ist. Ich finde es immer wieder erfrischend, wenn es in einem Buch nicht diese typischen Protagonisten gibt, sondern außergewöhnliche, die vor allem dadurch Sympathien beim Lesen wecken. Auch Jari hat mit gut gefallen, auch wenn ich seine Handlungen stellenweise nicht ganz nachvollziehen konnte. Er hat familiäre Probleme und versucht diese vor anderen geheim zu halten. Nach und nach bekommt er Vertrauen zu Nele und deren Beziehung entwickelt sich realistisch und es hat mir Spaß gemacht beide kennenzulernen. Seth dagegen hat mich durchweg verwirrt. Er ist geheimnisvoll und irgendwie faszinierend. Von Beginn an, war er mir unsympathisch, obwohl ich nicht mal genau sagen kann, woran das liegt. Er hat die insgesamt seichte Handlung, aber etwas aufgefrischt und für ein paar Überraschungen gesorgt. Alle Protagonisten sind liebevoll und authentisch ausgearbeitet, haben ihre Ecken und Kanten und bereichern die Handlung ungemein. Der Schreibstil von Anika Beer ist gewohnt traumhaft und sehr atmosphärisch. Sie beschreibt die Traumwelt sehr detailliert, aber nicht übertrieben viel, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Das ganze Buch ist leicht und locker zu lesen. Es tauchen immer wieder verschiedene Abschnitte auf, in denen die Geschehnisse in der Traumwelt und die Geschehnisse in der Realität beschrieben werden. Dazu gibt es verschiedene Perspektivwechsel, so dass die Handlung hauptsächlich aus Neles, Jaris und Seths Sicht (personaler Erzähler) geschildert wird und man als Leser einen guten Gesamteinblick bekommt. Dennoch haben mir einige Erklärungen gefehlt, da ich zwischendurch wirklich etwas verwirrt war und mir nicht sicher war, ob ich alles richtig verstanden haben. Gegen Ende nimmt die seichte Handlung deutlich an Fahrt auf und wird spannend und zugleich mehr als interessant. Das Ende ist für mich das Highlight des Buches, auch wenn ich mir noch ein Zusatzkapitel gewünscht hätte, da viele Fragen offen bleiben. Mein Fazit Wer bei „Wenn die Nacht in Scherben fällt" ein durchweg spannendes Buch erwartet, dürfte enttäuscht sein. Die Handlung ist insgesamt eher seicht, trumpft aber durch eine traumhafte Atmosphäre, einer wundervollen Hauptprotagonistin und einer neuen Idee auf. Insgesamt hat es mir gut gefallen, auch wenn es nicht an „Als die schwarzen Feen kamen“ heranreicht.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
4.0 von 5 Sternen
Schockierend bis zum Ende, 4. Juni 2013
Worum geht es? Eines Tages bekommen 32 Schüler die gleiche SMS von dem Absender "Ousama Game" und damit beginnt das Spiel auf Leben oder Tod. In den SMS werden Befehle gegeben und wer die Befehle nicht innerhalb von 24 Stunden ausführt, wird bestraft. Am Anfang finden die Schüler das Ganze noch spaßig und glauben nicht daran, doch dann wird es ernst und die ersten Schüler sterben. Nobuaki ist einer der 32 Schüler und versucht alles seine Freunde zu beschützten, doch wird ihm das gelingen? Meine Meinung Als ich mit dem Manga begonnen habe, wusste ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Er beginnt mit Bildern der Klasse und den einzelnen Namen und Gesichtern, so dass man einen groben Überblick über die Protagonisten bekommt, was ich sehr passend finde. Bei 32 Schülern verliert man sonst leicht den Überblick. Schnell geht es dann zur Sache und das "Spiel" beginnt. Zuerst geht es noch um recht leichte und harmlose Aufgaben, die eher wie ein Spaß wirken, doch dann wird es immer schlimmer und ich war oft schockiert über die Ausmaße. Schnell geraten die Schüler unter massiven psychischen Druck, da natürlich keiner sterben möchte. Nach und nach kämpfen sie mit unfairen Mitteln, immer bedacht auf den eigenen Vorteil. Der ganze Manga geht stark in den Psychothriller- und Horrorbereich und schafft es den Leser zu fesseln und maßloses Entsetzen hervorzurufen, so dass man wissen möchte, wer hinter allem steckt und wieso. Die Handlung wirkt in dem ersten Band noch etwas unausgereift, aber das könnte sich im Laufe der Reihe ändern. Der Plot ist auf jeden Fall fesselnd und originell. Da der Manga aber sehr brutal und stellenweise grausam, unheimlich und schrecklich ist, dürfte er nicht für jeden etwas sein. Er ist wirklich nicht ohne. Nobuaki als Hauptprotagonist ist sehr faszinierend. Er entdeckt schnell, dass das Ganze nicht nur ein Spiel ist und versucht mit allen Mitteln seine Freunde vor dem Tod zu beschützten. Insgesamt bleiben die Protagonisten und ihre Hintergründe aber noch sehr blass, was wohl auch an der Fülle der Protagonisten und der Kürze des Mangas liegt. Das Hauptaugenmerk liegt eigentlich darauf darzustellen, wie die Protagonisten sich unter dem enormen Druck verändern und psychisch darunter leiden, was gut gelungen ist. Der Zeichenstil ist nur teilweise nach meinem Geschmack. Er ist sehr detailliert, was ich gut finde. Dennoch ist mir die gezeichnete Mimik teilweise zu viel und wirkt übertrieben, auch wenn das gut die Dramatik, die Angst und den Schock der Protagonisten darstellt. Davon abgesehen ist der Zeichenstil ausgesprochen ansprechend und bringt die Idee und Gefühle des Mangas gut zur Geltung. Da es sich hierbei nur um einen Serienauftakt handelt, erfährt man leider nur sehr wenig über die Hintergründe und das Ende ist so offen und spannend gehalten, so dass man am liebsten gleich weiterlesen würde. Ich denke, dass ich auch die Folgebände lesen werde und hoffe, dass ich dann mehr Antworten bekomme. Mein Fazit "Ousama Game" ist kein Manga, der jedem gefallen wird, da der Psychothriller- und Horroranteil sehr hoch ist und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Schonungslos wird der Leser mit Tod und schockierenden Geschehnissen konfrontiert, so dass man den Mund vor lauter Entsetzen nicht mehr zubekommt. Mich persönlich konnte "Ousama Game" fesseln und ich bin gespannt, wie sich die Handlung weiter entwickeln wird.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
5.0 von 5 Sternen
Ein würdiger Abschlussband, 4. Juni 2013
Worum geht es? Thomas hat die Geschehnisse in der Brandwüste überlebt und verbringt nun seine Tage allein in einer Zelle in dem Hauptquartier von ANGST. Ihm wurde gesagt, dass der Brand (eine schreckliche Seuche) in ihm wütet und es für ihn keine Heilung gibt. Doch eines Tages öffnet sich die Zellentür und der Mann, den die Lichter nur als Rattenmann bezeichnen, konfrontiert ihn damit, dass er, wie auch seine Freunde, seine Erinnerungen wieder bekommen soll. Aber Thomas möchte seine Erinnerungen gar nicht wieder und da er ANGST sowieso nicht traut versucht er zu fliehen. Zusammen mit Minho, Jorge, Newt und Brenda versucht er ANGST versucht er das Unmögliche. Doch Thomas fragt sich immer wieder, was echt ist und was wieder nur ein Test und auch aus Theresa wird er nicht schlau... Meine Meinung Nachdem mir die beiden Vorbände schon sehr gut gefallen haben, wollte ich natürlich unbedingt auch diesen Band lesen um zu erfahren, wie es mit Thomas und den Anderen weitergeht. "Die Auserwählten" schafft es, dass ich auch lange nach dem Lesen noch über Moral und die Frage "Ist es richtig wenige Menschenleben zu opfern, für das große Ganze?" nachdenken muss. Die Handlung knüpft nahtlos an den Vorband an, so dass der Einstieg ohne weiteres möglich ist. Direkt wird man wieder in den Sog dieser Trilogie gezogen und spürt die einzigartige Atmosphäre des Buches. Immer wenn ich denke, dass mich James Dashner nicht mehr schocken oder überraschen kann, schafft er das mit einer neuen Idee, die mir die Haare zu Berge stehen lässt. Dieser Teil ist wieder, wie auch die Vorbände durch Tod, Brutalität, Skrupellosigkeit, Angst und Schrecken, aber auch Hoffnung und Freundschaft geprägt. Die Protagonisten sind gezwungen Entscheidungen zu treffen, die alles andere als leicht sind, so dass man gar nicht anders kann, als mit ihnen zu fiebern. Der Spannungsanteil ist dabei sehr hoch und es gibt immer wieder Schockmomente, die dafür gesorgt haben, dass mein Pulsschlag sich erhöht hat. Alles passiert sehr rasant, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Protagonisten passen sehr gut in die Handlung und mir hat es gut gefallen noch mehr über die in den Vorbänden schon liebgewonnen Protagonisten zu erfahren. Im Mittelpunkt steht wie immer Thomas, der bei ANGST gearbeitet hat, sich aber nur bruchstückhaft daran erinnern kann. Ich bewundere seinen Mut, da er sich immer wieder aufrappelt, egal wie schlimm das Erlebte für ihn war. Er entwickelt sich immer mehr und wirkt schon lange erwachsen. Begleitet wird er von seinen Freunden aus dem Labyrinth Minho und Newt, die ihm stets zur Seite stehen und für die er alles tun würde. Zu meinen Lieblingsprotagonisten gehört Brenda, die für ANGST arbeitet und sich mit Thomas verbündet. Zu Beginn weiß man nie, ob man ihr trauen kann, was ich sehr spannend finde. Sie wird stets von Jorge begleitet, über den man nicht viel erfährt. Theresa nimmt in dem Teil wieder weniger Raum in der Handlung ein, ergänzt sie aber gut. Auch bei ihr weiß man nicht, ob Thomas ihr trauen kann. Insgesamt bleiben einige Protagonisten ziemlich blass beschrieben, aber durch die Spannung und die Vielfalt an Protagonisten fällt das eigentlich gar nicht auf. Die Hauptprotagonisten dagegen sind sehr tiefgründig und außerordentlich gut ausgearbeitet. Unterstützt wird das Ganze durch kurze Kapitel und einem ansprechenden Schreibstil, der durch prägnante Sätze und Unverblühmtheit zu überzeugen weiß. Die Handlung wird aus der Sicht von Thomas geschildert (personaler Erzähler), so dass man als Leser immer hautnah bei seinen Erlebnissen dabei ist und mit ihm fühlt. Neben der Spannung, den Protagonisten und dem Schreibstil ist auch die Idee des Plots völlig nach meinem Geschmack. Alles ist gut durchdacht und wirkt stimmig. Fragen, die ich nach dem zweiten Band noch hatte, werden in dem Abschlussband geklärt. Dazu hat James Daschner etwas völlig neues und eigenständiges erschaffen. Seine Welt ist komplex, aber stimmig. Dabei nutzt er verschiedene Handlungsorte und zeigt einem so, wie unterschiedlich die Welt in der Thomas und seine Freunde leben doch ist. Das Setting ist durchweg atmosphärisch und passend zu dem Plot. Das Buch gipfelt nach vielen spannenden Passagen in einem atemberaubenden Ende, das die Trilogie meiner Meinung nach sehr gut abrundet. Mein Fazit "Die Auserwählten" ist eine Trilogie, die seinesgleichen sucht. Selten hat mich ein Buch so elektrisiert und nachdenklich gemacht. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, war gefesselt von den vielen Überraschungen und bin begeistert von der Auflösung des Ganzen. Durch Brutalität (pyschisch sowie physisch) und viele schlimme Tode, dürfte es aber nicht für jeden etwas sein.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Noch besser wie der Vorband, 1. Juni 2013
Worum geht es? Endlich wieder mit Perry vereint, muss Aria mit den Anfeindungen seines Stammes leben. Als Anführer versucht er zwar ihr zu helfen, aber darunter leidet sein Ansehen. So entschließt sich Aria gemeinsam mit Roar ohne Perry zu verschwinden und sich auf die Suche nach der Blauen Stille zu begeben. Die Blaue Stille ist ein Ort, an dem es keine Ätherstürme gibt, von der es aber nur Gerüchte gibt. Dennoch versucht Aria alles um diesen Ort zu finden, denn nur so kann sie Talon retten, der immer noch in Gefangenschaft lebt. Meine Meinung Nachdem mir der erste Band der Trilogie schon sehr gefallen hat, waren meine Erwartungen an den zweiten sehr hoch. Diese wurden nicht enttäuscht, sondern im Gegenteil, er hat mir noch besser gefallen. "Getrieben" hat alles, was ein gutes Buch für mich ausmacht. Gefühl, Liebe, Freundschaft, Spannung, Action, überraschende Wendungen und eine gut ausgeklügelte Handlung. Selbst die im Vorband unbeantworteten Fragen werden in dem Band gelöst, so dass die Welt in der Aria und Perry leben, noch besser ausgearbeitet und detailreicher ist. Der Einstieg ist dabei sehr gut möglich. Perry und Aria haben sich seit Monaten nicht gesehen und einiges durchgemacht. Nach und nach erfährt man, was beide erlebt haben und wie das Erlebte Aria und Perry verändert hat. Von Beginn an nimmt die Handlung schnell an Fahrt auf, so dass sie durchgehend spannend ist. Besonders gut hat mir die Entwicklung der Protagonisten gefallen und wie Aria und Perry an ihren Aufgaben wachsen. Beide sind nicht perfekt und machen ihre Fehler, lernen aber daraus. Wie auch im Vorband, sind beide außerordentlich gut ausgearbeitet und tiefgründig. Aber auch Roar, der beste Freund von Perry und Aria ist ein äußerst vielschichtiger Protagonist und mir hat die Freundschaft von Aria und Roar sehr gut gefallen. Denn deren Freundschaft ist ehrlich, tief, geht aber nicht ins romantische rein, so dass keine Dreiecksbeziehung, wie in vielen anderen Büchern, ensteht (obwohl Perry zeitweise eifersüchtig ist). Da ich kein Fan von Dreiecksbeziehungen bin, ist das Verhältnis von Aria, Roar und Perry zueinander völlig nach meinem Geschmack. Veronica Rossi schreibt sehr atmosphärisch und schafft es, dass man mit den Protagonisten fühlt und sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Dabei ist der Schreibstil detailliert und leicht und locker zu lesen. Wie auch im Vorband wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Perry und Aria erzählt (personaler Erzähler), so dass man als Leser miterlebt, was die beiden erleben. Was vor allem praktisch ist, in der Zeit, in der die beiden getrennt sind. So muss man sich nicht fragen, was aus dem jeweils anderen geworden ist. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu abrupt, was aber auch daran liegt, dass ich das Buch ewig hätte weiter lesen können. Ich bin schon sehr gespannt, wie die Trilogie ausgehen wird. Mein Fazit "Getrieben- Durch ewige Nacht" topt meiner Meinung nach seinen Vorgänger. Es hat alles, was ein gutes Buch für mich ausmacht und mir viele sehr schöne Lesestunden bereitet. Ich kann das Buch jedem Dystopiefan und Fans gut ausgeklügelter Geschichten, denen es nicht an Gefühl und Spannung fehlt, empfehlen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
4.0 von 5 Sternen
Ein toller Auftakt, 30. Mai 2013
Worum geht es? Aria wächst behütet auf. Als Tochter einer Wissenschaftlerin lebt sie in einer Biosphäre. Diese Biosphäre ist ein abgeschotteter Lebensraum, den sie nie verlässt. Denn außerhalb gibt es sogenannte Ätherstürme, Kannibalen und Gewalt. Durch ihr Smarteye, ein Gerät, dass jeder Bewohner der Biosphäre hat, verbringt sie die meiste Zeit ihres Lebens in den "Welten", einer virtuellen Realität. Doch dann wird alles anders. Auf der Suche nach Informationen über Arias Mutter, die sie nicht mehr erreichen kann, begibt sie sich in Gefahr und wird anschließend verbannt. Dort droht ihr der sichere Tod. Doch Aria trifft auf Perry, ein Mensch, der außerhalb der Biosphäre aufgewachsen ist und ihr hilft, damit er seinen Neffen Talon wiederfindet, der von Biosphärenbewohnern entführt wurde. So begibt sich das ungleiche Paar auf eine lange und beschwerliche Reise und kommt sich nach und nach näher... Meine Meinung "Gebannt" ist eine Dystopie unter vielen und auf den ersten Blick vielleicht nichts besonderes. Doch mich konnte das Buch von der ersten bis zu letzten Seite fesseln. Der Einstieg ist mir trotz einiger unbekannter Begriffe erstaunlich leicht gefallen und es gefällt mir, was für eine Welt Veronica Rossi geschaffen hat. Einerseits gibt es die eher primitiven Menschen, die außerhalb der Biosphäre wohnen und andererseits die hochentwickelten Biosphärenbewohner. Es treffen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Es hat mir unendlich viel Spaß gemacht die Welt zu entdecken und zu verstehen. Besonders faszinierend finde ich dabei die Ätherstürme. Der Äther bedeckt den ganzen Himmel und vor allem im Winter kommt es zu gefährlichen Entladungen. Dabei hat mir allerdings ein bisschen die Erklärung gefehlt, woher der Äther genau kommt und auch sonst bleiben einige Fragen ungeklärt. Dennoch haben mir die detaillierten Beschreibungen gefallen. Unterstützt wurde mein Lesegenuss durch die zwei Hauptprotagonisten, die zu Beginn sehr unterschiedlich sind und sich gegenseitig nicht leiden können. Aria hat regelrecht Angst vor dem "Barbaren" Perry und Perry hasst alle Biosphärenbewohner, die er "Maulwürfe" nennt. Perry kennt das harte Leben, Aria nicht. Dennoch gibt Aria nicht auf und nach und nach verändert sich ihre Sichtweise über die Außenwelt. Beide Protagonisten sind tiefgründig und toll ausgearbeitet und haben ihre Ecken und Kanten, was sie für mich erst recht sympathisch machen. Aber auch die Nebenprotagonisten können sich sehen lassen. Die Handlung wird abwechselnd aus der Perspektive von Aria und Perry (personaler Erzähler) erzählt, so dass man als Leser einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von beiden Hauptprotagonisten bekommt und sich gut in sie hineinversetzen kann. Der Schreibstil ist dabei sehr atmosphärisch und leicht und locker zu lesen. Veronica Rossi versteht sich darin, die Spannung nach und nach aufzubauen und immer wieder überraschende Wendungen mit einfließen zu lassen, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Liebesgeschichte wird authentisch erzählt, aber in einem Rahmen, der die Haupthandlung in keinster Weise stört. Das Ende ist relativ offen und verspricht einen tollen zweiten Band. Mein Fazit "Gebannt- Unter fremdem" Himmel ist ein toller Auftakt einer Trilogie, der durch eine fantastische Welt und eindrucksvollen Protagonisten überzeugen kann. Dystopie-Liebhaber dürften auf jeden Fall gefallen an diesem für mich sehr spannendem Buch finden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
5.0 von 5 Sternen
Ein Muss für Fantasyfans!, 29. Mai 2013
Worum geht es? Karla van Zomeren ist eine weiße Hexe und arbeitet bei der sogenannten MID (Magisterischen Informationsdienststelle). Dort ist es ihrer Aufgabe verschiedene Fälle zu lösen. Ihr aktueller Fall befasst sich mit Bücherdiebstählen, die sich alle igendwie mit dem Weltuntergang befassen. Zur Unterstützung bekommt sie den Schwarzmagier Raoul Winter zugeteilt, mit dem es sehr viele Meinungsverschiedenenheiten gibt. Denn nicht nur, dass er ein schwarzer Magier ist, er ist auch noch ein Wirt für den Daimon Brad, der immer mal die Kontrolle über ihn übernimmt. Auf den ersten Blick scheint der Fall nichts besonderes zu sein, doch dann erfährt Karla von Morden, die ihr verschwiegen wurden und von dem Täter ist keine Spur zu finden... In einer Welt in der es Trolle, Drachen, Daimonen, Magier, Vampire und viele andere Wesen gibt, muss Karla sich behaupten und den drohenden Weltuntergang, der laut den Maya am 21. Dezember 2012 stattfinden soll verhindern. Denn für sie häufen sich die Anzeichen immer mehr, denn sie führt ein privates Weltuntergangsalbum mit allerhand Katastrophen der jüngsten Zeit. Meine Meinung Der Klappentext und die Einteilung von "Last Days on Earth" dürfte viele Leser auf die falsche Fährte bringen. Bevor ich mehr über das Buch gehört habe, bin ich fest davon ausgegangen, dass es sich hierbei um ein Buch über die Apokalypse handelt, mit nur sehr wenigen Fantasyelementen. Ich würde es nicht unbedingt als Thriller bezeichnen, sondern eher als Fantasyroman mit Krimi-/Thrillerelementen. Susanne Gerdom, die sich hinter dem Pseudonym Julian Frost verbirgt, hat eine überraschend komplexe Fantasywelt erschaffen. Diese Welt dürfte jeden Fantasyfan begeistern. Zwar gibt es auch einige Aspekte, die so wirklich vorgekommen sind, aber die Erklärungen haben alle einen fantastischen Hintergrund. Vom Prolog an, der direkt einen Mord von einem Werwesen erzählt, ist mir klar gewesen, dass mich bei "Last Days on Earth" ein Fantasybuch der Extraklasse erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht. Nach und nach lernt man immer mehr Wesen kennen. Von Vampiren bis hin zu Trollen ist alles dabei und ich finde es total faszinierend, wie diese dargestellt werden. Vor allem die Darstellung der Drachen, als Wesen die die Banken und das Finanzwesen beherrschen und das Sammeln schöner Dinge lieben, haben es mir angetan. Die Weltuntergangsthematik nimmt dabei gar nicht so viel Raum ein, sondern existiert neben vielen verschiedenen anderen Handlungssträngen, die zum Schluss zu einem schlüssigen Ganzen zusammenlaufen. Das Buch ist einzigartig und durchweg spannend. Das wird durch vielschichtige und tiefgründig ausgearbeitete Protagonisten zusätzlich unterstützt. Karla hat ihre Überzeugungen und verteidigt diese. Sie ist manchmal sehr vorlaut, aber auch sympathisch und sie versteckt eine Verletzlichkeit, mit der ich zu Beginn nicht gerechnet hätte. In dem Buch macht sie viele Veränderungen durch, bleibt sich selber aber dennoch treu. Raoul ist zuerst sehr unnahbar, aber es hat mir Spaß gemacht nach und nach mehr über ihn zu erfahren. Vor allem finde ich es interessant, wieso er Wirt eines Daimon geworden ist. Aber auch alle anderen Protagonisten sind interessant und machen das Buch zu etwas Besonderem. Das Ganze wird durch einen unglaublich lebhaften und fesselnden Schreibstil unterstützt. Susanne Gerdom schafft es immer die Sprache und Ausdrucksweise ihrem jeweiligen Roman anzupassen, so dass es ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Durch detaillierte und zauberhafte Beschreibungen hat man das Gefühl, völlig in die Welt des Buches einzutauchen. Die Handlung wird mal aus der Perspektive von Karla und mal aus der Perspektive von Raoul geschildert, aber immer in der dritten Person, so dass man einen guten Gesamtüberblick bekommt, aber auch einige Informationen, die einem sonst entgangen wären. Neben der fesselnden Handlung, hat mir auch gefallen, dass ich nicht einschätzen konnte, auf was das Buch hinausläuft. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und man wird als Leser an der Nase herumgeführt. Die Spannung steigert sich im weiteren Verlauf des Buches und gipfelt in einem grandiosen Finale, so dass ich das Buch jedem Fantasyfan empfehlen kann. Mein Fazit Für Fantasyliebhaber ist "Last Days on Earth" ein absolutes Must-Read. Mich konnte es von der ersten bis zu letzten Seite überzeugen, schon allein durch seine Komplexität und den verschiendensten Fantasywesen. Es ist mal ein anderes Buch über die Maya Prophezeiung.
|
|
|
|
|
|
|
Dark Kiss
|
von Michelle Rowen Broschiert |
| Preis: EUR 12,99 |
|
|
|
5.0 von 5 Sternen
Für mich ein Lesehighlight, 27. Mai 2013
Worum geht es? Samantha ist eigentlich ein ganz normales und unaufälliges Mädchen. Nach der Trennung ihrer Eltern ist sie ziemlich auf sich allein gestellt. Ihr großes Ziel ist es einen guten Abschluss zu machen und dann die Stadt zu verlassen. Ihre Zeit verbringt sie am liebsten mit ihrer besten Freundin Carly. Doch dann kommt alles anders. Ihr heimlicher Schwarm Stephen scheint Interesse an ihr zu haben und küsst sie. Dieser Kuss verändert ihr Leben für immer. Auf einmal friert Samantha und hat ununterbrochen Hunger, nichts kann diesen Hunger stillen. Dann trifft Samantha Bishop und er erzählt ihr, dass sie eine Gray ist und wie sie ihren Hunger stillen kann. Samanthas großes Ziel ist es nun, die Veränderung, die durch den Kuss entstanden ist, rückgängig zu machen und dafür würde sie fast alles tun. Meine Meinung "Dark Kiss" hat mich positiv überrascht. Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich nichts davon gehört, aber es klang für mich direkt interessant. So bin ich ohne Erwartungen an das Buch herangegangen und konnte gar nicht mehr aufhören es zu lesen. Die Idee hinter dem Buch ist komplett nach meinem Geschmack, denn obwohl ich selten Bücher in denen Engel und Dämonen thematisiert werden lese, konnte mich dieses Buch völlig überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass hier die Engel und Dämonen nicht so sind, wie man sich diese vorstellt und es viele neue Aspekte gibt. So arbeiten Engel und Dämonen z.B. zusammen um das Gleichgewicht zu erhalten. Aber vor allem die Idee der Grays und wie sie entstehen, gefällt mir gut. Dazu ist der Einstieg wunderbar einfach. Es erinnert erst an eine typische Highschool-Liebesgeschichte, doch dieser Eindruck verflüchtigt sich sehr schnell und es gibt immer wieder tolle Fantasyelemente. Dabei ist Samantha als Protagonsitin sehr tiefgründig und authentisch ausgearbeitet. Sie ist mir direkt ans Herz gewachsen und auch Bishop, der zuerst doch sehr seltsame Engel, hat viel zu meinem Lesegenuss beigetragen. Keiner der Protagonisten ist überflüssig und alle sind wunderbar dargestellt. Zusätzlich schreibt Michelle Rowan sehr einfach, jugendlich und locker, mit viel Witz und Spannung, aber auch tiefen Gefühlen. Die ganze Handlung ist aus der Ich-Perspektive von Samantha geschildert, so dass man als Leser immer nur so viel weiß, wie Samantha, was zusätzlich die Spannung hebt. Die ganze Handlung ist zu keiner Zeit vorhersehbar oder langweilig und man wird als Leser des Öfteren an der Nase herumgeführt. Das Ende ist ebenfalls nach meinem Geschmack und auch wenn noch einiges offen bleibt, freue ich mich sehr auf den zweiten Band. Für meinen Geschmack war das Buch viel zu schnell zu Ende. Mein Fazit "Dark Kiss" war für mich ein echtes Lesehighlight. Mit viel Witz, Gefühl, Spannung, wundervollen Protagonisten und einem tollen Plot, konnte mich das Buch komplett überzeugen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
5.0 von 5 Sternen
Ein fast perfekter Urban-Fantasy-Roman (4,5 Punkte), 14. Mai 2013
Worum geht es? Eines Tages gibt es in Berlin ein riesiges Erdbeben bei dem der Alexanderplatz einstürzt. Zurück bleibt ein riesiger Krater. Darauf folgen immer wieder kleinere Erdbeben und es gibt seltsame "Wellenerscheinungen", die sich keiner erklären kann. Auch die Dämonen und Engel, die unter den Menschen unentdeckt leben, können sich das nicht erklären und schicken zwei Menschen runter in den Krater um den Dingen auf den Grund zu gehen. Die Dämonendienerin und Magierin Amanda, die von einem Dämon in seine Dienste gezwungen wurde, und der gefallene Engel Jul begeben sich also zusammen auf die gefährliche Mission und entdecken etwas, was das Ende der Welt ankündigt... Meine Meinung Generell mache ich eigentlich um Bücher, die das Thema Engel und Dämonen enthalten, eher einen großen Bogen. Insgesamt gehören diese Wesen wirklich nicht zu meinen Favouriten. Doch dieses Buch hat mich direkt angesprochen und ich habe nicht bereut es gelesen zu haben. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt und wurde immer wieder überrascht. "Aeternum" ist nämlich alles andere als vorhersehbar. Es beginnt direkt ansprechend, in dem man Amanda kennenlernt. Hier hätte ich mir allerdings mehr Informationen über ihre Vergangenheit und Hintergründe gewünscht, denn zu dem Zeitpunkt begeht sie gerade einen Diebstahl. Sie scheint zusammen mit ihrem Bruder damit ihren Lebensunterhalt zu "verdienen". Leider erfährt man gar nicht, wie es dazu kommt, aber im Laufe der Handlung fällt das nicht weiter ins Gewicht. Amanda ist eigentlich eine Protagonistin nach meinem Geschmack. Sie ist tough und versucht nach außen hin immer stark zu sein, ist aber auch verletzlich und nicht auf den Mund gefallen, für ihren Bruder würde sie alles tun. Auch Jul hat mir direkt gut gefallen. Als gefallener Engel muss er zum ersten Mal in seinem Leben mit Gefühlen umgehen, da die Engel in "Aeternum" keine Gefühle haben, sie aber als gefallene Engel bekommen. Das bereitet ihm einige Probleme und seine Konflikte dabei sind außerordentlich gut dargestellt. Neben den beiden Hauptprotagonisten, gibt es aber auch sehr interessante Nebenprotagonisten, wie z.B. den Dämon Balthasar, der Amandas Meister ist. Diese Nebenprotagonisten bereichern die Handlung und insgesamt sind alle Protagonisten gut ausgearbeitet und sehr vielschichtig. Besonders gut gefallen hat mir der Aspekt, dass die Handlung abwechselnd aus der Perspektive von Jul und Amanda (personaler Erzähler) erzählt wird, da man so die Handlungen der beiden und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen kann. Unterstützt wird das Ganze durch einen spannenden und humorvollen Schreibstil, der einen die Zeit beim Lesen vergessen lässt. Andrea Bottlinger schreibt dabei sehr bildhaft, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Dazu sind die Fantasyelemente des Buches sehr gut umgesetzt. Andrea Bottlinger schafft es die altbekannten Mythen über Engel und Dämonen, Gott und den Teufel mit völlig neuen Ideen zu kombinieren, so dass es ein stimmiges Ganzes erbgibt und durchweg interessant ist. Vor allem kann man hier nicht einfach in "Gut" und "Böse" einteilen. Die Grenzen verschwimmen und bieten viel Stoff zum Nachdenken. Auch das Setting hat mir gut gefallen, da ich immer wieder gerne Bücher, die in Deutschland spielen, lese und gerade Berlin gehört da zu meinen Lieblingsstädten. Dabei ist die Handlung durchweg sehr gut ausgearbeitet und verschiedene Handlungsstränge führen zum Schluss passend zusammen und gipfeln in einem atemberaubenden Finale. Die Liebesgeschichte von Jul und Amanda integriert sich passend in die eigentliche Haupthandlung, ohne Überhand zu nehmen, so dass mich das Buch insgesamt wirklich begeistert hat. Mein Fazit Wer nach einem wirklich guten deutschen Urban-Fantasyroman sucht, sollte sich "Aeternum" auf keinen Fall entgehen lassen. Auch sollte man sich nicht von der Engel-Thematik abschrecken lassen, da Andrea Bottlinger hier etwas völlig Eigenes und Gutes geschaffen hat. Mich konnte das Buch von der ersten bis zu letzten Seite überzeugen und ich würde es als fast perfekt bezeichnen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
3.0 von 5 Sternen
Viel ungenutztes Potential einer tollen Idee, 6. Mai 2013
Worum geht es? Das Leben der 16-jährigen Anouk ist alles andere als alltäglich. Ihr Vater und Sander, der von ihrem Vater aufgenommen wurde, gehören dem geheimnisvollen Wächterzirkel an. Der Wächterzirkel hat die Aufgabe Tore in andere Welten zu bewachen und nichts daraus entkommen zu lassen. Auch in dem Kellergewölbe von Anouks Haus gibt es ein Tor, dass in einen geheimnisvollen Maelstrom führt. Durch dieses Tor kommen immer wieder Wesen, die nach ihrem Leben trachten und das Haus verändern. Und als wäre das nicht genug, erfährt Anouk, dass Sander mehr verbirgt, als sie all die Jahre geglaubt hat und sogar etwas mit dem Verschwinden ihrer Mutter zu tun hat. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse zu Tage und Anouks Leben verändert sich für immer. Meine Meinung Das Buch ist mir zuerst durch sein Cover in die Augen gesprungen und obwohl ich die Farben normalerweise nicht unbedingt mag, ist es doch ein sehr ansprechendes Cover. Leider verrät der Klappentext für meinen Geschmack zu viel, von der Gesamthandlung. Der Einstieg ist nach einem kurzen spannenden Abschnitt sehr seicht und man lernt erst einmal Anouk besser kennen, was ich gut finde. Aber da man durch den Klappentext z.B. schon weiß, dass Sander Anouk küsst, überrascht einen die Tatsache nicht mehr sonderlich. So ist ein Großteil der Handlung schon zu Beginn klar und es gibt nur wenige überraschende Wendungen. Dafür haben mir diese Wendungen aber außerordentlich gut gefallen. Die Grundidee der Handlung gefällt mir insgesamt sehr gut, da dahinter viele neue Ideen stecken, aber stellenweise mangelt es an der Umsetzung. Viele Ideen wurden nur kurz angerissen und nicht weiter vertieft, so dass das Buch viel mehr Potential bietet. Tanja Heitmann hat das Hauptaugenmerk auf die Liebesgeschichte und die Familienbande von Anouk gelegt. Ich hätte mir dagegen mehr Informationen über die Welt hinter dem Tor gewünscht. Insgesamt gibt es in dem Buch deutlich weniger Fantasyelemente, als ich erwartet hätte. Dazu herrscht in dem ganzen Buch nur sehr wenig Spannung vor, so dass es mich nur bedingt fesseln konnte. Dennoch konnte mich Tanja Heitmann durch ihren Ideenreichtum begeistern, denn vor allem die Veränderungen, die durch die Besucher, die durch das Tor kommen, hinterlassen, haben es mir angetan. Dazu kommt, dass die Protagonisten sehr authentisch und lebensnah geschildert sind. Im Mittelpunkt steht da Anouk, die nach Jahren immer noch hart damit zu kämpfen hat, dass ihre Mutter sie verlassen hat. Dazu kommen Konflikte mit dem strengen Vater, die erste Liebe, Zankereien und eine gewisse Orientierungslosigkeit. Anouks Gefühle werden dabei detailliert und toll dargestellt, so dass ich das Buch trotz seiner Mängel kaum aus der Hand legen konnte. Neben Anouk gibt es noch Sander, der sich nicht an das Leben, bevor er zu Anouk und ihrem Vater kam, erinnern kann. Über ihn erfährt man erst nach und nach mehr. Neben den beiden Hauptprotagonisten gibt es auch einige Nebenprotagonisten, die die Handlung bereichern. Der Schreibstil ist sehr jugendlich gehalten, da die ganze Handlung aus der Ich-Perspektive von Anouk geschildert wird. Dazu passt die locker, leichte Art und die Wortwahl sehr gut. Tanja Heitmann schafft es perfekt Gefühle zu übermitteln und eine interessante Atmosphäre zu schaffen, so dass sich "Tiamat" trotz einer seichten Handlung gut lesen lässt. Und obwohl das Buch mir nur mittelmäßig gefallen hat, konnte ich es mit einem zufriedenen Lächeln schließen, da Tanja Heitmann das Ende gut geglückt ist. Mein Fazit Bei "Tiamat- Liebe Zwischen den Welten" fehlt es mir insgesamt an Spannung und überraschenden Wendungen. Die Handlung ist sehr seicht und meiner Meinung nach beinhaltet die Idee hinter dem Buch sehr viel ungenutztes Potential, aus dem man einfach mehr hätte machen können. Durch toll ausgearbeitete Protagonisten und neuartigen Ideen, hat mich das Buch trotz seiner Mängel zufrieden zurückgelassen und mir insgesamt einige schöne Lesestunden bereitet.
|
|
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
|