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Rezensionen verfasst von
Mandys Bücherecke

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Aethersturm
Aethersturm
von Susanne Gerdom
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diese Dilogie hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient, 5. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Aethersturm (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Die Aetherwelt steht kurz vor dem Chaos und ein Krieg droht. Die Engel wollen die Menschen angreifen um die weitere Versklavung der Elementarwesen zu verhindern. Die Kaiserin wurde gefangen genommen und nun ist auch ihre Erbin Mizzi in Gefahr. Der Zeitlose Orden ist zerfallen und der Zeitmeister Meister Tiez, der vielleicht alle retten könnte, ist verschollen. Als Mizzi flieht trifft sie in der Kanalisation auf Kato und viele andere, die den Krieg abwenden möchten und gegen die Versklavung der Elementarwesen sind. Doch ihnen läuft die Zeit davon.

Meine Meinung
Sehnsüchtig habe ich auf die Fortsetzung von "Æthermagie" gewartet, da mich diese ungewöhnliche Geschichte rund um Kato und den Zeitmeister fesseln und begeistern konnte. Ich wollte unbedingt erfahren, wie es mit Kato und ihren Freunden weitergeht und ob sie den Krieg verhindern können.

Doch der Einstieg ist dann ganz anders als erwartet. Susanne Gerdom versetzt den Leser erst einmal einige Woche in der Zeit zurück, bevor der Zeitlose Orden zerfallen ist. (Was im Vorband beschrieben wurde.)
Man lernt Jenö kennen. Einen bis dahin völlig unbekannten Protagonisten, der halb Engel und halb Mensch ist. Im ersten Moment hat mich dieser Umstand so irrtiert, dass ich eine Weile brauchte um wieder völlig in die Aetherwelt zu versinken. Eigentlich hatte ich erwartet, dass es direkt mit Kato weitergeht. Nachdem ich aber den ersten Schock überwunden hatte, Jenö näher kennenlernen durfte und klar wird, dass er im weiteren Verlauf des Plots noch wichtig ist, konnte ich mit diesem Anfang gut leben.

Jenö ist dabei ein etwas schwieriger Protagonist, der es im Leben noch nie leicht hatte und deswegen zuerst unsympathisch und verschlossen wirkt. Im Laufe des Buches entwickelt er sich aber und wächst dem Leser ans Herz.
Neben Jenö trifft man aber natürlich liebgewonnene Protagonisten aus dem ersten Band wieder, allen voran Kato, die Milan-Zwillinge und Mizzi, die zu meinen absoluten Lieblingsprotagonisten gehören, denn sie sind wunderbar vielschichtig und authentisch ausgearbeitet und haben alle ihre Eigenarten, die sie aus der Masse herausstechen lassen.

Wie es bei Susanne Gerdoms Büchern so üblich ist, muss man sich beim Lesen relativ konzentrieren, weil sie gerne verschiedene Namen für ein und denselben Protagonisten benutzt und die Zusammenhänge vielschichtig und komplex sind. Die Ereignisse rund um die Engel, die Elementarwesen und den Zeitmeister können durch ihr Einfallssreichtum und Spannung überzeugen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es mich so richtig fasziniert hat.

Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven (personaler Erzähler) geschildert, sodass viele Handlungsstränge begonnen werden und sich erst nach und nach zusammenfügen. Am Ende entsteht dann aber ein stimmiges Ganzes das überzeugen kann.

Susanne Gerdoms Schreibstil gehört zu meinen Liebsten, da er genau wie ihre Geschichten kein 08/15-Schreibstil ist, sondern etwas Besonderes. Er passt sich der jeweiligen Sprache und Umgebung der Protagonisten an und kann durch Vielfalt und toller Ausdrucksweise überzeugen. Erklärungen gibt es immer im richtigen Maß und Emotionen werden wunderbar übermittelt.

Das Ende dieser Dilogie löst viele Fragen auf und bietet ein spannendes Finale und viel zu schnell waren die Abenteuer von Kato und ihren Freunden schon wieder zu Ende. Besonders wie sich am Ende alles auflöst konnte mich begeistern, denn Susanne Gerdom kann mit einigen Wendungen überraschen und durch die Ideen überzeugen. Ich fühlte mich durchweg wunderbar unterhalten und finde es schade, dass diese Dilogie schon vorbei ist.

Fazit
"Æthersturm" konnte mich wunderbar unterhalten und mit seinen Ideen und Wendungen begeistern. Meiner Meinung nach sollte diese wirklich gelungene Dilogie viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, denn auch wenn der Steampunk-Bereich vielleicht erst mal abschreckt, gibt es so viel mehr in dem Buch zu entdecken und vor allem die Idee der Engel und der Elementarwesen war nach meinem Geschmack.


Rückkehr ins Zombieland
Rückkehr ins Zombieland
von Gena Showalter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kann nicht mit dem Vorgänger mithalten (3,5 Sterne), 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Rückkehr ins Zombieland (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Seitdem Alice die Wahrheit akzeptiert hat und weiß, dass es Zombies wirklich gibt, versucht sie alles um sie zu vernichten. Doch bei einer nächtlichen Jagd auf die Zombies wird sie von einem anderen Zombiejäger gebissen, der das Zombiegift gerade ins sich trägt. Ab da passieren merkwürdige Dinge. Ihr Spiegelbild verändert sich, redet mit ihr, sie hört Stimmen der Zombies und sie spürt einen zweiten Herzschlag. Ohne zu wissen, was mit ihr geschieht, geht es ihr immer schlechter.
Und gerade als sie Cole am dringendsten braucht, zieht dieser sich wegen einer Vision, die sie mit dem neuen Zombiejäger Gavin hat, von ihr zurück...

Meine Meinung
Band eins "Alice im Zombieland" konnte mich mit seiner außergewöhnlichen Idee überzeugen und begeistern und so war ich gespannt darauf, wie sich die Handlung rund um Alice, die von den meisten nur Ali genannt wird, und die Zombies entwickelt.

Leider wurde nach meiner anfänglichen Begeisterung diese stark getrübt.
Der Plot beginnt mit einer Anmerkung von Ali, die viele Fragen aufwirft und richtig neugierig macht, denn diese Anmerkung spielt in der Zukunft. Anschließend beginnt der Plot ein paar Monate davor und Ali muss sich noch von der Verletzung, die sie im ersten Band davongetragen hat erholen. So beginnt die eigentliche Handlung recht kurz nach dem Geschehnissen des ersten Bandes und schnell war ich wieder völlig in Alis Welt versunken. Dieser Einstieg hat mir noch richtig gut gefallen.

Doch dann tritt Gavin auf die Bildfläche und mit ihm beginnt Cole, Alis Freund und Anführer der Zombiejäger, sich schrecklich zu verhalten. Auf einmal tritt die Zombiethematik und der actionreiche Kampf gegen sie in den Hintergrund und das Liebes- und Teeniedrama mit Cole, Ali und Gavin beginnt. Fast auf jeder Seite hätte ich Cole schütteln können, da ich kein Verständnis für sein schreckliches Verhalten hatte und mich das auch irgendwann genervt hat. Dazu immer dieses Hin und Her, nach dem Motto "ich liebe dich"/ "ich kann nicht mehr mit dir zusammen sein". Ali leidet dann natürlich darunter und man muss mit ihrem Liebeskummer und Gefühlschaos auskommen.
Alle anderen Protagonisten konnten mich dagegen überzeugen, allen voran Kat, Alis beste Freundin, die eine witzige, optimistische und tolle Art hat, obwohl sie sehr krank ist.

Alis Veränderungen dagegen finde ich grandios, zwar unheimlich, aber die Idee dahinter ist spannend, unterhaltsam und mal wieder etwas völlig anderes. Nach einiger Zeit tritt dadurch dann auch das Teenie- und Liebesdrama eher in den Hintergrund und ab da hätte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen. Dann gibt es die von mir vermisste Action, Kampf gegen Zombies und brenzliche Situationen und tolle Entwicklungen. Wäre das ganze Buch so gewesen, hätte es die volle Punktzahl verdient, aber so war das Buch doch sehr durchwachsen.

Der Schreibstil ist dennoch gewohnt leicht und locker zu lesen, dabei emotional und teilweise sehr witzig. Dabei kann Gena Showalter genauso gut Kampfszenen beschreiben, wie romantische Stellen. Nur das Liebesdrama war zu viel.
Der ganze Plot wird aus Alis Ich-Perspektive geschildert, was mir erneut sehr gut gefallen hat.

Das Ende bietet einen spannende Showdown, allerdings fügt sich dann alles doch ein klein bisschen zu einfach zu einem Happy End, aber dennoch konnte mich das Ende überzeugen und ich bin gespannt auf den dritten Band. Dann hoffentlich ohne Teenie- und Liebesdrama.

Fazit
"Rückkehr ins Zombieland" kann mit seinem Vorgänger in keinster Weise mithalten. Zu viel Liebes- und Teeniedrama nehmen den Lesespaß. Erst nachdem dieser Aspekt wieder in den Hintergrund rückt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil Spannung, Action und tolle Entwicklungen dominieren. Wäre das ganze Buch so gewesen, hätte es die volle Punktzahl verdient, doch so war ich lange Zeit eher enttäuscht. Doch das Ende lässt mich auf einen gelungenen dritten Band hoffe, auf den ich mich schon sehr freue.


In den Klauen des Metamorphen (Clockwork Cologne: Guy Lacroix 2)
In den Klauen des Metamorphen (Clockwork Cologne: Guy Lacroix 2)
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Simone Keil strotzt nur so vor genialen Ideen (4,5 Sterne), 30. Juni 2014
Inhalt
Nachdem Kommissär Guy Lacroix seinen letzten Fall gelöst hatte, wurde er von der Dampfmagischen Gesellschaft (DMG) beurlaubt. Doch schnell wird er von seinem ehemaligem Assistenten Haruki Kimura um Hilfe gebeten, denn ein neuer Mörder treibt im Hafenviertel sein Unwesen. Und alle Beweise weisen auf das Unmögliche hin und Guy Lacroix steht vor einem Rätsel. Und nicht nur Guy Lacroix begibt sich auf Spurensuche. Martha Kühn, die dank Guy Lacroix an der DMG zweifelt, versucht mehr über sie zu erfahren, doch diese Spurensuche ist nicht ganz ungefährlich.

Meine Meinung
Nachdem mir der erste Band dieser Reihe gut gefallen hat, war ich sehr gespannt auf Guy Lacroix nächstes Abenteuer und dieses Mal ist mir der Einstieg wunderbar einfach gefallen. Beim ersten Band hatte ich etwas Probleme mich mit der Masse an Protagonisten und der Welt in der alles spielt zurechtzufinden. Nun kannte ich sowohl die Protagonisten und auch die Welt und so konnte ich direkt ins fiktive Cöln mit Steampunk-Flair eintauchen.

Begonnene Handlungsstränge aus dem ersten Band werden weitergeführt und mit dem neuen Fall von Guy Lacroix verknüpft. Erneut gibt es häufige Perspektivwechsel (personaler Erzähler), die mir gut gefallen haben. Besonders die Perspektive des Katers Felix, den man schon im ersten Band kennengelernt hat, fande ich interessant und mal komplett etwas anderes.
Aber auch sonst habe ich mich darüber gefreut viele Protagonisten wiederzutreffen. Neben Guy Lacroix nimmt auch Martha Kühn eine tragende Rolle ein und auch seinen Assistenten Haruki Kimura lernt man mehr und besser kennen. Dabei sind alles Protagonisten authentisch und facettenreich ausgearbeitet.

Der Fall rund um die Morde im Hafenviertel ist spannend geschrieben und bietet einige Wendungen, die mich begeistern konnten. Neben dem Hauptplot gibt es aber wieder verschiedene Handlungsstränge die ineinandander greifen und den Plot komplex und vielschichtig machen.

Der Schreibstil ist erneut leicht und locker zu lesen und passt zu der von ihr kreierten Welt und zu den unterschiedlichen Protagonisten. Simone Keil strotzt vor genialen Ideen, die diese Reihe zu etwas ganz Besonderem machen.

Das Ende ist an sich abgeschlossen, aber auch hier gibt es wieder einige offene Fragen, die wohl erst im Laufe der Reihe beantwortet werden. Das Ende finde ich grandios und ich bin gespannt auf weitere Abenteuer von Guy Lacroix.

Fazit
Simone Keil hat mit dem 2. Band rund um Guy Lacroix eine gelungene Fortsetzung geschaffen, die Lust auf mehr macht. Der Fall rund um den Hafenmörder konnte mich komplett überzeugen und ich freue mich schon darauf erneut in die Steampunk angehauchte Welt von Cöln zu versinken. Simone Keil strotzt vor genialen Ideen, die diese Reihe zu etwas ganz Besonderem machen.


Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder (Clockwork Cologne: Guy Lacroix 1)
Auf der Jagd nach dem Rosenkranzmörder (Clockwork Cologne: Guy Lacroix 1)
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Auch für Nicht-Steampunk-Fans geeignet, 30. Juni 2014
Inhalt
Im fiktivem Cöln im Jahre 1898 lebt Kommissär Guy Lacroix. Er tut alles für Recht und Ordnung, auch wenn die Welt, in der er lebt, eher im Chaos zu verschwinden scheint. Nach einem schweren Schicksalsschlag übernimmt er die Ermittlungen bei einem seltsamen Mordfall, der ihn vor einige Rätsel stellt. Das Opfer wurde augenscheinlich mit einem Rosenkranz erwürgt und die Augen verbrannt. Und Kommissär Guy Lacroix kennt diesen Mann, denn er hat ihm zuvor einen unschönen Besuch abgestattet. So versucht er den Mord aufzuklären und gerät dabei immer mehr in Gefahr.

Meine Meinung
Da ich zwischendurch sehr gerne Steampunk-Bücher lese und dieses Buch mir durch das Cover ins Auge gesprungen ist, war ich sehr neugierg auf die Abenteuer von Kommissär Guy Lacroix.

Der Einstieg ist mir dann allerdings nicht so ganz einfach gefallen, weil es verschiedene Perspektivwechsel gibt und zuerst nicht unbedingt klar ist, was die verschiedenen Personen miteinander zu tun haben. Dazu ist das fiktive Cöln in der der Plot spielt ganz anders, als man zuerst denkt und die Welt in der alles spielt wirft einige Fragen auf, die teilweise nach und nach geklärt werden. Doch bis zum Ende gibt es offene Fragen und daran merkt man, dass es sich hier um eine Reihe handelt.
Die Menschen kämpfen mit der Strahlenbelastung, die durch den Quantenmagischen GAU enstanden ist und der die Welt 40 Jahre zuvor erschüttert hat. Die Dampfmagische Gesellschaft hat einen Schutzschirm über Cöln errichtet und am Anfang hatte ich echte Probleme die Zusammenhänge zu verstehen. Dennoch gefällt mir der Weltenentwurf außerordentlich gut.
Der Steampunk-Anteil dabei ist relativ gering, sodass auch Leser, die Steampunk nicht mögen ihren Spaß an diesem Buch haben könnten.

Doch nachdem meine anfänglichen Schwierigkeiten überwunden waren, war ich völlig in die Geschichte vertieft.
Simone Keil versteht sich darauf mit Sympathien und Antipathien zu spielen. Kein Protagonist ist einem durchgehend sympathisch, nicht mal Kommissär Guy Lacroix. Jeder hat seine Schattenseiten, was ich sehr authentisch finde. Nach und nach lernt man verschiedene Protagonisten kennen, die ich unterschiedlich gerne mochte. Die Fülle an Protagonisten lässt auf jeden Fall keine Langeweile aufkommen.

Der Fall rund um den Mord und verschiedene andere Handlungsstränge greifen erstklassig ineinander über und durch lebhafte Beschreibungen konnte ich mir Cöln sehr gut vorstellen. Der Plot ist spannend und bietet so einige Überraschungen.
Simone Keils Schreibstil ist dabei leicht und locker zu lesen und passt zu der von ihr kreierten Welt und zu den unterschiedlichen Protagonisten.

Das Ende ist in sich abgeschlossen, lässt aber wie erwähnt noch einige Fragen offen, was ich aber nicht weiter schlimm fande. Der erste Fall von Kommissär Guy Lacroix konnte mich auf jeden Fall fesseln und mir einige wenige schöne Lesestunden bescheren, denn viel zu schnell war dieses Buch schon wieder zu Ende.

Fazit
Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich der erste Fall von Kommissär Guy Lacroix komplett fesseln und überzeugen. Auch Leser, die kein Steampunk mögen, könnten durch den geringen Steampunk-Anteil Spaß an diesem insgesamt sehr gelungenem Buch haben. Der Fall von Kommissär Guy Lacroix ist spannend und die Welt in der alles spielt interessant.


Was wir auch tun: Roman
Was wir auch tun: Roman
von Marie Lucas
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Ein ruhiges Buch, das dennoch überzeugen kann, 23. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Was wir auch tun: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Alex ist der Außenseiter an der Schule und hat eine schlimme Vergangenheit hinter sich und einiges zu verbergen.
Robin dagegen bekommt immer, was sie möchte. Ihr gutes Aussehen und ihre Beliebtheit, sowie ihr gutes Elternhaus machen ihr das Leben einfach.
Ebenso geht es Jasper, der reich und beliebt ist und Robin über alles liebt. Doch er hat einen Fehler gemacht und Robin möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Dafür fühlt sie sich zu dem geheimnisvollen und unnahbaren Alex hingezogen. Doch damit fangen die Probleme erst an.

Meine Meinung
Da ich "Zwischen Ewig und Jetzt" von Marie Lucas mochte, war ich gespannt auf ihr neuestes Werk "Was wir auch tun", was sich komplett von dem vorigen Buch unterscheidet.

Das Buch ist geprägt von seinen Protagonisten und den Geschichten hinter den einzelnen Menschen und eher weniger von der Dreiecksgeschichte, wie man zuerst vermutet. Zwar nimmt die Liebesgeschichte, die alles andere als eine typische Liebesgeschichte ist, auch viel Raum in dem Plot ein, aber im Großen und Ganzen sind die Schicksale der Protagonisten das, was das Buch ausmacht.

Im Mittelpunkt steht da der geheimnisvolle Alex, der jeden Samstag jemanden im Gefängnis besucht und sich selber nicht traut. Er ist mit Gewalt und Hass aufgewachsen und weiß Konflikte auch nicht anders zu lösen. Marie Lucas versteht sich darauf den Leser zuerst im Dunkeln tappen zu lassen und erst nach und nach die Geheimnisse und die Vergangenheit von Alex zu lösen, sodass man einfach immer weiter lesen muss. Sie stellt Gewalt eindruckvoll dar und obwohl Alex wirklich nicht der typische Sympathieträger ist, schließt man ihn ins Herz. Dabei ist sein Verhalten alles andere als nachvollziehbar, aber doch erklärbar.
Neben Alex nimmt Robin viel Platz in dem Plot ein, allerdings konnte ich lange Zeit ihre Gefühle nicht nachvollziehen, da sie nichts über Alex weiß und sich mit wenigem zufrieden gibt. Dass sie mit Jasper nichts mehr zu tun haben möchte, kann ich dagegen sehr gut verstehen.
Jasper ist ein von Grund auf unsympathischer Protagonist, der verwöhnt ist und skrupellos alles tut um sein Ziel zu erreichen, egal ob seine Freunde darunter leiden.
Insgesamt sind alle Protagonisten vielschichtig und aussdurcksstark ausgearbeitet.

Neben der Gewalt, die ein großes Thema ist, fällt auf, dass die Protagonisten ein großes Problem mit zwischenmenschlichen Beziehungen haben und erst einmal lernen müssen wirklich miteinander zu reden. Die Entwicklung der Protagonisten gefällt mir dabei gut, denn zuerst sind sie sehr naiv und ich hätte sie des Öfteren schütteln können, aber sie reifen und lernen.

Gefühle werden aussdrucksstark dargestellt und Marie Lucas schreibt leicht und locker und in Jugendsprache, was gut zu dem Plot passt. Dieser wird hauptsächlich aus der Sicht von Alex, Robin und Jasper dargestellt (personaler Erzähler), aber auch einige wenige andere Protagonisten kommen zu Wort.

Das Ende konnte mich überzeugen und obwohl es eher ein ruhigeres Buch ist, weiß es gut zu unterhalten.

Fazit
"Was wir auch tun" erzählt keine typische Liebeschichte und befasst sich mit dem Thema Gewalt und starken Gefühlen. Es ist eine eher ruhige Geschichte, die dennoch zu unterhalten weiß und durch die Entwicklung der Protagonisten überzeugen kann. Geheimnisse werden erst nach und nach gelüftet, was dafür sorgt, dass man immer weiter lesen muss bis man schon am Ende ist.
Das Ende ist dabei durchweg gelungen.


Geborgen. In unendlicher Weite: Band 3
Geborgen. In unendlicher Weite: Band 3
von Veronica Rossi
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser hätte ich mir den Abschluss nicht wünschen können, 20. Juni 2014
Inhalt
Nachdem Reverie durch Ätherstürme zerstört wurde, kehren Aria, Perry und einige Siedler zurück in die Höhlen der Tiden. Doch die Zeit drängt, denn ihre Ressourcen sind begrenzt und die Stürme werden immer schlimmer. Ihre einzge Chance besteht darin rechtzeitig die Blaue Stille zu erreichen. Aber dazu müssen sie Hess und Sable überlisten um an genug Hovercrafts zu kommen und Cinder zu retten. Denn nur mit Cinders Hilfe können sie die Ätherbarriere überwinden und zur Blauen Stille gelangen. Doch die Zeit drängt.

Meine Meinung
Nachdem ich Aria und Perry von Beginn an begleitet habe und mit ihnen gefiebert, gelitten und gekämpft habe, war ich mehr als gespannt auf ihr letztes Abenteuer. Meine Erwartungen an diesen Abschlussband waren hoch, aber ich wurde nicht enttäuscht.

Von Beginn an war ich gefesselt von den Erlebnissen rund um die Tiden, die Siedler, der Blauen Stille, den Ätherstürmen und Aria und Perry. Die Welt, die Veronica Rossi erschaffen hat, konnte mich ein weiteres Mal überzeugen und die Idee hinter allem ist nachvollziehbar und interessant.
Wieder einmal wird der Plot abwechselnd aus Arias und Perrys Sicht (personaler Erzähler) geschildert, was mir schon in den Vorbänden gefallen hat. So kann man sich sehr gut in die beiden hineinversetzen.

Der Plot beginnt zeitnah nach dem zweiten Band und schnell war ich wieder völlig in die Handlung vertieft. Viele Probleme gibt es zu lösen und Perry als Kriegsherr muss das Unmögliche schaffen und sein Volk retten.
Er ist ein Protagonist, den man einfach mögen muss. Zwar ist er impulsiv und wild, tut aber alles für die Menschen, die ihm wichtig sind und weiß mit seiner Verantwortung umzugehen. Er hat viel durchgemacht und liebt Aria über alles.
Auch Aria ist eine Protagonistin, die ich ins Herz geschlossen habe. Ihre Entwicklung von dem ersten Band bis jetzt ist unglaublich und sehr überzeugend. Mittlerweile ist sie stark, weiß sich zu helfen und möchte alles für ein besseres Leben tun.
Was mir hier besonders gut gefällt, ist, dass Aria und Roar (Perrys bester Freund) sich sehr nahe stehen, aber nie eine Dreiecksgeschichte zwischen Aria, Perry und Roar entsteht. Die Liebesgeschichte ist authentisch, aber nicht kitschig. Sie passt gut zu dem düsteren Gesamtplot.
Roar und auch die anderen Protagonisten können ebenfalls überzeugen, egal ob es die Gegenspieler sind oder Freunde und manche können regelrecht überraschen.

Sowieso gibt es einige Überraschungen in dem letzten Band. Denn immer wenn man denkt, man weiß wie es weitergeht, gibt es eine überraschende Wendung, neue Hindernisse und Gefahren. Der Plot ist spannend und es herrscht ein hohes Erzähltempo vor, das aber gut passt, denn auch Gefühle und innere Zerrissenheit kommen nicht zu kurz.

Veronica Rossi schreibt sehr atmosphärisch und schafft es, dass man mit den Protagonisten fühlt und sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Dabei ist der Schreibstil detailliert und leicht und locker zu lesen. Sie hält sich nicht mit Unwichtigem auf, gibt aber den wichtigen Dingen genug Raum sich zu entwickeln.

Das Ende hätte nicht passender sein können, denn es ist spannend und bietet einen gelungenen Abschluss einer meiner Lieblingsreihen.

Fazit
Mit "Geborgen- In unendlicher Weite" endet einer meiner Lieblingsreihen und besser hätte ich mir den Abschluss nicht wünschen können. Zwar hätte ich Aria und Perry noch ewig auf ihren Abenteuern begleiten können, aber sie werden immer einen Platz in meinem Herzen haben.
Wer Dystopien mit einer gelungenen Idee und tollen Protagonisten mag, sollte sich diese Reihe auf keinen Fall entgehen lassen. Ich werde sie bestimmt noch einige Male lesen.


Taken - Das erfrorene Land: Das Laicos-Project 2 (Das Laicos-Projekt, Band 2)
Taken - Das erfrorene Land: Das Laicos-Project 2 (Das Laicos-Projekt, Band 2)
von Erin Bowman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Nicht so gut, wie Band 1, aber dennoch gelungen, 17. Juni 2014
Inhalt
Gray hat es geschafft, er hat das Geheimnis hinter seiner Heimat Claysoot gelüftet und auch seinen Vater und Bruder wiedergefunden. Um etwas zu ändern hat er sich den Rebellen angeschlossen zu denen auch sein Vater Owen gehört. Unter seiner Führung haben sich Gray und andere Rebellen aus dem Crevice Valley auf den Weg gemacht um in "Gruppe A" Verbündete zu finden. Denn Claysoot ist nicht das einzige Dorf das einzig dazu dient Soldaten zu erschaffen. Doch die Reise zur "Gruppe A" ist hart und beschwerlich und Frank, der Diktator der hinter allem steckt, ist ihnen dicht auf den Fersen.

Meine Meinung
Nachdem mich der erste Band schon ziemlich begeistern konnte, musste ich direkt den zweiten Band lesen und erfahren, wie es mit Gray und den anderen Rebellen weitergeht. Den Klappentext habe ich vorher nicht gelesen und darüber bin ich heilfroh, denn er verrät meiner Meinung nach viel zu viel und nimmt viele Wendungen vorweg. Dadurch, dass ich den Klappentext nicht kannte, wusste ich nicht, was die Rebellen in "Gruppe A" erwartet, was die Spannung gehoben hat. Es gibt einige überraschende Wendungen, die mich begeistern konnten.

Der Plot beginnt relativ zeitnah nach dem ersten Band, nachdem die Rebellen aufgebrochen sind und schon einige Zeit unterwegs sind. Dann konzentriert sich die Handlung erst einmal auf den beschwerlichen Weg, das Miteinander der Rebellen und man bekommt noch mehr Hintergrundinformationen zu der Welt, in der alles spielt, was mir richtig gut gefallen hat.

Wie auch im Vorband kombiniert Erin Bowman typische Dystopie-Elemente mit neuen Ideen, was insgesamt sehr gelungen ist.
Allerdings konnte mich diese Fortsetzung nicht ganz so in seinen Bann ziehen, wie der Vorgänger, was wohl an dem langen Weg bis zur "Gruppe A" liegt und der Dreiecksgeschichte zwischen Gray, Emma und Bree. Ich bin kein Fan von Dreiecksgeschichten und so ging es mir eher auf die Nerven, dass Gray sich nicht entscheiden kann wen er denn nun liebt.
Erst als die Rebellen "Gruppe A" erreichen nimmt der Plot richtig an Fahrt auf und bietet viel Spannung und Action und Entwicklungen mit denen ich so nicht gerechnet hätte.
Im Kampf gegen Frank und sein System machen die Rebellen zwar nur kleine Fortschritte, aber gerade diese zweite Hälfte hat mir gut gefallen.

Gray als Hauptprotagonist hat mir erneut gut gefallen, einfach weil ich mal gerne Bücher mit männlichen Hauptprotagonisten lese. Allerdings ist er weiterhin noch sehr naiv und handelt bevor der denkt, dennoch entwickelt er sich langsam und wird erwachsener, da er nun auch mehr Verantwortung zu tragen hat und schwere Entscheidungen fällen muss, die ihm stark zu schaffen machen.
Neben Gray nehmen hier nur die wenigen Rebellen, die ihn begleiten eine tragende Rolle ein, darunter die beiden jungen Frauen Bree und Emma.
Beide gefallen mir auf ihre Art, auch wenn sie sehr verschieden sind. Vor allem Brees Schlagfertigkeit konnte mich begeistern, aber auch alle anderen Protagonisten können überzeugen.

Der Schreibstil von Erin Bowman ist leicht und locker zu lesen. Sie beschreibt alles sehr detailliert, findet aber das richtige Maß, sodass es nicht zu viel wird. Dabei kann sie genauso gut actionreiche Szenen wie auch emotionale Szenen beschreiben, sodass eine gute Mischung entsteht. Der Plot wird aus der Ich-Perspektive von Gray erzählt, was mir richtig gut gefallen hat, weil man nur so seine Handlungsweisen und Gefühle richtig nachvolllziehen kann.

Das Ende bietet ein spannendes Finale, das mich auf einen grandiosen dritten Band hoffen lässt. Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten und bin gespannt, was noch so kommen wird.

Fazit
Auch wenn mich dieser zweite Band nicht so überzeugen konnte, wie sein Vorgänger fühlte ich mich gut unterhalten. Allerdings sollte man vor dem Lesen den Klappentext meiden, weil der meiner Meinung nach zu viel verrät.
Erin Bowman kombiniert typische Dystopie-Elemente mit neuen Ideen, was sehr gelungen ist. Der Plot kann insgesamt fesseln und die Protagonisten überzeugen, auch wenn Gray immer noch sehr naiv und impulsiv ist.


Unsterblich - Tor der Nacht: Band 2 - Roman (Heyne fliegt)
Unsterblich - Tor der Nacht: Band 2 - Roman (Heyne fliegt)
von Julie Kagawa
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Steht seinem Vorgänger in nichts nach, 13. Juni 2014
Inhalt
In einer Welt in der Vampire herrschen, lebt Allison, die mittlerweile selber ein Vampir ist. Nachdem sie sich in Eden von ihren Freunden getrennt hat, sucht sie verzweifelt nach ihrem Meister Kanin, der sie zum Vampir gemacht hat. Er befindet sich in der Gewalt des Psychovampirs Sarren und sie würde alles dafür tun um ihn zu retten. So verbündet sie sich sogar mit ihrem Bruder im Blute, der ebenfalls von Kanin erschaffen wurde. Auf ihrem Weg macht sie die schreckliche Entdeckung, dass die rote Schwindsucht zurück ist, die einst vielen Menschen das Leben kostete. Doch dieses mal sind nicht nur die Menschen in Gefahr, auch die Vampire können sich anstecken.

Meine Meinung
Auf diesen zweiten Band rund um Allison, Vampire und einer Welt in der alles anders ist, als wir sie kennen, habe ich schon sehnsüchtig erwartet. Der erste Band konnte mich mit seinem Mix aus einem Vampirroman und einer Dystopie schon völlig begeistern und so waren meine Erwartungen an diesen Band hoch. Doch sie wurden nicht enttäuscht.

Von Beginn an war ich gefesselt von Allisons Suche nach ihrem Meister, auf der sie immer, wenn sie tagsüber ruht, sieht, was mit Kanin geschieht. Während man Allison begleitet werden aus ihrer Sicht die wichtigsten Geschehnisse des Vorbandes aufgegriffen, sodass man schnell wieder völlig in die dichte und düstere Welt eintauchen kann.

Allison als Protagonistin hat sich stark verändert, alleine dadurch, dass sie ein Vampir ist und immer gegen das Monster in sich ankämpfen muss. Dieser Aspekt hat mir besonders gut gefallen. Hier sind Vampire noch Vampire, die Menschenblut brauchen und die wirklich gefährlich sind. Allison weiß, dass sie ein Monster ist, aber sie möchte selbst wählen, was für ein Monster und sucht sich ihre Opfer danach gezielt aus. Dennoch hat sie immer den Drang sich auch von anderen Menschen zu nähren. Sie ist dabei stark, tough und einfach durchweg sympathisch. Ihre komplette Entwicklung gefällt mir sehr gut und ist tiefgehend.
Neben Allison nimmt Jackal, ihr Bruder im Blute eine große Rolle in diesem Buch ein. Im letzten Band hat sie gegen ihn gekämpft, doch nun muss sie sich mit ihm verbünden und er ist so ganz anders als Allison. Gemein, grausam, richtig unsympathisch, aber auch stark und kämpferisch. Seine Sprüche sind makaber, aber ich mochte die Wortgefechte zwischen den "Geschwistern".
Auch sonst gibt es einige sehr interessante Protagonisten, die den Plot unglaublich bereichern.

Der Plot wird zu keiner Zeit langweilig und gerade durch die rote Schwindsucht gibt es neue Erkenntnisse, Hintergrundinformationen und packende Wendungen. Spannung, Action und blutige Szenen kommen ebenfalls nicht zu kurz, aber auch tiefgründige Fragen werden beantwortet.

Dazu kommt der wunderbare Schreibstil von Julie Kagawa, der sehr atmosphärisch, emotional und detailliert ist, sich dabei aber nicht in die Länge zieht. Das ganze Buch ist leicht und locker zu lesen und obwohl es recht viele Seiten hat, fliegen diese so nur dahin. Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Allison geschildert, so dass man als Leser sehr nahe an den Geschehnissen und ihren Gefühlen dran ist.

Das Ende bietet ein spannendes und emotionales Finale und einen ziemlichen Cliffhanger, sodass ich mehr als gespannt bin, wie es im nächsten Band weiter gehen wird.

Fazit
Dieser zweite Band steht seinem Vorgänger in nichts nach. Der Plot ist spannend, actionreich und blutige Szenen kommen nicht zu kurz, aber auch Emotionen und tiefgehende Fragen werden grandios dargestellt und beantwortet.
Die Mischung aus einer Dystopie und einem Vampirroman konnte mich erneut begeistern und ich denke jeder, der den Vorband mochte, wird diesen Nachfolger lieben.


Sapphique: Fliehen heißt leben - Roman
Sapphique: Fliehen heißt leben - Roman
von Catherine Fisher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Originelle Idee rund um Incarceron und einer interessanten Welt, 31. Mai 2014
Inhalt
Finn hat es geschafft. Er ist aus dem Gefängnis Incarceron entkommen. Doch seine Freunde Keiro und Attia musste er dafür zurücklassen. Er würde alles dafür tun auch die beiden zu befreien. Und auch sonst läuft nichts so, wie er es erwartet hat. Sein Leben im Außerhalb ist ein weiteres Gefängnis mit weiteren Gefahren, denen er sich stellen muss.
Während Finn versucht außerhalb Incarcerons zurechtzukommen, suchen Keiro und Attia nach einem Weg ihm zu folgen. Aber auch Incarceron selbst schmiedet Pläne und bringt immer neue Gefahren mit sich.

Meine Meinung
Nachdem mich die Idee von Incarceron, dem Gefängnis das ein Eigenleben führt und die eigene Welt, die darin existiert, im Vorband faszinieren konnte, war ich sehr gespannt darauf, wie es Finn außerhalb des Gefängnisses ergeht und wie diese Dilogie wohl endet.

Finn ist tatsächlich die Flucht gelungen und Claudia, das Mädchen, das ihm von Außerhalb geholfen hat, versucht ihn zu einem Prinzen zu machen. Sie ist der Meinung, dass er Giles ist und sich nur nicht an seine Vergangenheit erinnern kann. Währenddessen versuchen die beiden zusammen mit Jared einen Weg zu finden, Keiro und Attia aus Incaceron zu befreien.
Doch schnell wird klar, dass Königin Sia eine Intrige plant und Finns Leben in Gefahr ist.

Neben den Geschehnissen außerhalb von Incarceron rund um Finn und das Königreich, erfährt man als Leser auch, was innerhalb Incarcerons vorgeht und begleitet Attia bei der gefährlichen Suche nach einem Weg aus dem Gefängnis. Dabei konnte mich Catherine Fisher völlig an der Nase herumführen, da es immer wieder überraschende Wendungen gibt, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Insgesamt haben mir die Abschnitte in Incarceron besser gefallen, als die außerhalb. Dort gibt es Action, Spannung, Überraschungen und einen interessanten Plot.
Außerhalb dominieren die Intrigen und das Leben am Hof und Finns Unsicherheit, da er nicht weiß, wer er eigentlich ist.

Catherine Fisher strotzt vor ungewöhnlichen Ideen, die sie in Incaceron auslebt. Die Idee hinter allem ist originell und nach meinem Geschmack.
Ihr Schreibstil ist dabei sehr lebendig und bildlich. Man kann sich als Leser alles gut vorstellen und die Sprache passt zu dem Szenario, was sie geschaffen hat. Der Plot wird hauptsächlich aus Finns und Attias Perspektive (personaler Erzähler) geschildert, aber es gibt auch einige andere Perspektivwechsel.

Was mir an diesem Band besonders gut gefallen hat, war, dass man einige, wenn auch nicht alle, Antworten bekommt. Man erfährt viel mehr über die Entstehung von Incarceron und was es mit dem Gefängnis auf sich hat. Zwar bleiben immer noch ein paar Details unklar, aber im Großen und Ganzen war ich damit zufrieden.

Die Protagonisten in diesem Band konnten mich sehr unterschiedlich für sich begeistern. Im ersten Band fande ich Claudia und Finn noch sehr sympathisch und Attia war für mich nur eine unscheinbare Randfigur. In diesem Band war Attia für mich die wichtigere Protagonistin, die ich ins Herz geschlossen habe und die mit viel Ideenreichtum und Stärke ihren Weg geht.
Finn und Claudia hätte ich dagegen manchmal schütteln können, weil sie oft launisch und stur reagieren und ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar sind.
Dennoch sind alle Protagonisten wichtig für die Handlung und gut ausgearbeitet.

Zwischendurch ist der Plot etwas verwirrend und zieht sich dadurch in die Länge, dennoch ist das Ende, wenn auch nicht wirklich überraschend, gut und bietet einen stimmigen Abschluss einer insgesamt lesenswerten Dilogie.

Fazit
"Sapphique" bietet einen gelungenen Abschluss einer insgesamt lesenswerten Dilogie mit einer originellen Idee, die mich begeistern konnte. Einige Fragen aus dem Vorband wurden geklärt und der Plot kann durchaus unterhalten. Vor allem die Abschnitte in dem Gefängnis Incarceron konnten mich mit Ideenreichtum und Spannung in seinen Bann ziehen.
Wer Band eins gemocht hat, sollte sich diese Fortsetzung nicht entgehen lassen.


Feuer und Glas - Die Verschwörung: Roman (Heyne fliegt)
Feuer und Glas - Die Verschwörung: Roman (Heyne fliegt)
von Brigitte Riebe
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

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4.0 von 5 Sternen Ruhiger als Band 1, aber dennoch lesenswert, 27. Mai 2014
Inhalt
Im Jahre 1509 begibt sich Milla, die zu den Feuerleuten gehört, zusammen mit Luca, der zu den Wasserleuten gehört, und einigen anderen nach Konstantinopel. Dort hofft sie ihren verschwundenen Vater Leandro zu finden. Doch als sie ihn endlich findet, wird sie bitter enttäuscht. Er erinnert sich an nichts, weder an Milla, noch an seine Frau oder wer er überhaupt ist. Dazu lebt er in Gefangenschaft des Sultans. Während Milla versucht herauszufinden, wieso ihr Vater sich an nichts erinnern kann, gibt es eine neue Bedrohung und auch ihre Liebe zu Luca ist in Gefahr...

Meine Meinung
"Feuer & Glas- Die Verschwörung" gehört zu den Büchern, auf die ich sehnlichst gewartet habe. Der erste Band, der in Venedig spielt, konnte mich schon komplett begeistern und so war ich gespannt darauf, was Milla, Luca und die anderen in Konstantinopel erleben.

Der Plot beginnt nachdem Milla und ihre Freunde Konstantinopel erreicht haben. Die Beschreibungen der Stadt und der Gewohnheiten der Menschen dort, konnten mich wieder völlig begeistern. Konstantinopel ist so anders als Venedig, aber alles wurde von Brigitte Riebe bildlich und aussdrucksstark beschrieben, was mir außerordentlich gut gefallen hat.

Doch dann plätschert die Handlung lange Zeit vor sich hin, weil alle von Milla verlangen Geduld zu haben und nichts zu unternehmen. Erst als sie es nicht mehr aushält und selber etwas unternimmt, kommt Spannung auf und man erfährt nach und nach was mit ihrem Vater Leandro geschehen ist.

Milla schreckt dabei nicht mal davor zurück bei dem Sultan in den Palast einzubrechen. Sie ist mutig, ungeduldig, eigensinnig und temperamentvoll, was zu dem Feuermädchen wunderbar passt. Ich finde sie sehr sympathsich und ich kann gut verstehen, dass es sie nervt, dass alle immer nur sagen, dass sie Geduld haben soll und ihr Einzelheiten verschweigen.
Vor allem Lucas Verhalten fand ich anstrengend. Mal ist er zärtlich, dann wieder eiskalt und er wimmelt Milla oft ab und sagt ihr, dass sie später über alles reden, aber dazu kommt es nicht immer. Dennoch mag ich ihn, denn er ist ein facettenreicher Protagonist.
Auch alle anderen Protagonisten wissen zu überzeugen.

Die Handlung habe ich als deutlich ruhiger empfunden, als die vom Vorband, aber nach einiger Eingewöhnungszeit hat mich das nicht mehr gestört, da der Plot doch einige Überraschungen bietet und ich es faszinierend fand, wie Milla ihre Fähigkeiten immer mehr entdeckt und ihren Kopf durchsetzt. Die Idee hinter dem Ganzen finde ich richtig gut und die Erklärungen ausreichend.

Dazu konnte mich der wunderschöne Schreibstil von Brigitte Riebe in seinen Bann ziehen, was vor allem an den schon erwähnten tollen Beschreibungen liegt. Dazu ist der Schreibsil eingängig und leicht und locker zu lesen. Die Sprache passt zu dem Land und zu der Zeit in der das Buch spielt.
Der Plot wird hauptsächlich aus Millas Sicht (personaler Erzähler) geschildert, aber auch ihr Vater und andere Protagonisten kommen zu Wort, was mir gut gefallen hat.

Das Ende ist teils abgeschlossen, lässt aber auch noch einige Fragen offen und könnte sogar noch viel Stoff für eine Fortsetzung bieten. Dennoch finde ich es gelungen, denn es rundet die Geschichte trotz der offenen Fragen gut ab und bietet ein spannendes Finale.

Fazit
Auch wenn dieser zweite Band ruhiger ist und mich nicht so überzeugen konnte wie sein Vorgänger, konnte er mich in seinen Bann ziehen und mich wunderbar unterhalten. Tolle Beschreibungen, eigensinnige Protagonisten und ein Plot mit einer tollen Idee bieten eine gelungene Mischung für tolle Lesestunden.
Wer einer etwas ruhigeren Handlung nicht abgeneigt ist, dürfte sich dem Zauber von Konstantinopel und Milla mit dem Feuerhaar nicht entziehen können.


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