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Rezensionen verfasst von
Pretender "Antoine" (Zermatt)

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Wagner, Richard - Lohengrin (Metropolitan Opera, 1986) [2 DVDs]
Wagner, Richard - Lohengrin (Metropolitan Opera, 1986) [2 DVDs]
DVD ~ Metropolitan Opera Orchestra
Preis: EUR 28,99

7 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Große Momente, 11. Dezember 2008
...und tiefe Täler gehen bei dieser Produktion Hand in Hand. Szenisch kein Muss, aber nichts stört. Konzentration auf die Musik. Wagner und Levine, das verträgt sich gut. Peter Hofmann lispelt sich durch die Partie, hat Mühen, seiner Stimme fehlt die Flexibilität, der Schmelz. Er war besser, hier manchmal unsicher, vielleicht aufgrund des Mitschnitts. Marton eine Elsa, die über das manchmal lyrische Gezirpe heutiger Sängerinnen hinausgeht. Spielt gut mit, weiß, wie immer, was sie tut. Das "böse Paar" siegt eindeutig mit Rysanek. Eine Bank für Freunde des Theatralischen, mal wieder nicht stimmsicher, überforderte sich mit dramatischen Partien. Eine nette Angelegenheit, aber nicht DIE Aufnahme.


Strauss, Richard - Ariadne auf Naxos
Strauss, Richard - Ariadne auf Naxos
DVD ~ James Levine
Preis: EUR 37,65

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft, 11. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Strauss, Richard - Ariadne auf Naxos (DVD)
Ob eine Inszenierung "richtig" ist oder nicht, mag jeder Zuschauer für sich selbst beurteilen. Es gibt kein wahr oder falsch, da mag ich Herrn Sattler nicht zustimmen. Ich habe wunderbare "Ariadnen" gesehen, die vor Komik kaum noch zu ertragen waren (positiv), tieftraurige, die mich mitgenommen haben. Beides geht, wenn mans gut macht. Aber konzentrieren wir uns auf die vorliegende Aufnahme. Musikalisch ist sie fast ohne Fehl. Die Damen sind von erster Güte. Jessye Norman, viel gescholten als Stimmkanone, der es an darstellerischen Qualitäten mangle. Sehe ich anders. Zumindest hier liegt der Beweis vor, dass sie sich sehr wohl in Rollen hineinversetzt. Ihre Stimme manchmal tatsächlich "wie ein leichtes Blatt im Winde", dann wieder furios. Ein Traum! Sie verzehrt sich förmlich beim Anblick des, leider etwas tumb spielenden, Bacchus. James King nicht mehr in Bestform, vielleicht das kleine Manko der Aufführung. Troyanos ein umwerfender Komponist, ein Nervenbündel mit allen Noten, die dazugehören. Daran dürfen sich heute Sängerinnen gerne ein Beispiel nehmen. Battle macht alles gut, vielleicht fehlt ein bisschen die Lockerheit, mit der Gruberova das mal gemacht hat. Levine hat natürlich die richtigen Gedanken für den Umgang mit Strauss und szenisch macht, da gebe ich Herrn Sattler recht, wirklich alles Sinn. Wäre ich live dabeigewesen, es wäre wohl einer meiner denkwürdigsten und schönsten Opernabende geworden.


Bellini - Norma - Joan Sutherland (DVD NTSC)
Bellini - Norma - Joan Sutherland (DVD NTSC)
DVD ~ Komponist: Vincenzo Bellini

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein mäßiges Vergnügen, 11. Dezember 2008
Wenn Adalgisa Norma schlägt, dann holt die Bühnenrealität auch diese Produktion ein. Troyanos in Bestform, Sutherland bemüht um schöne Töne mit keinem Sinn für den Hintergrund ihrer Figur. Stehtheater vom Schlimmsten, keine Werbung für eine Oper, die sowieso weniger durch ihre sinnhafte Geschichte als durch ihre bezaubernde Musik besticht.


Giuseppe Verdi - Aida (2 DVDs )
Giuseppe Verdi - Aida (2 DVDs )
DVD ~ Luciano Pavarotti
Preis: EUR 22,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle, 10. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Giuseppe Verdi - Aida (2 DVDs ) (DVD)
...habe ich bei dieser Produktion. Es beginnt alles mit dem herrlichen Auftritt Pavarottis. Das Celeste ist umwerfend gesungen, dass Big P nur herumsteht, wissen wir. Das wird natürlich im Verlaufe der Oper zunehmend langweilig, stimmlich wirkt Pavarotti ab der Mitte zunehmend müde. Maria Chiara ist eine Un-Gestalterin. Sie weiß überhaupt nichts mit ihrem Körper anzufangen und hat entsprechend auch nur 2 Gesten zur Verfügung. Stimmlich ist das okay, reißt mich aber nicht vom Hocker. Auch Dimitrova ist keine große Darstellerin gewesen, aber die Intensität ihres Gesangs macht diese Amneris, auch wenn sie stimmlich eine Grenze für Dimitrova markiert, zum Ereignis. Chor und Orchester ohne Tadel, die Inszenierung ist natürlich staubig, aber wenigstens frei von geschmäcklerischem Ausstattungswahn mancher heutiger Aufführung. Umbauten auf offener Bühne, die derartiges Rumpeln verursachen, sind allerdings völlig unnötig. Da hätte man die Mikros anders platzieren können.


Focus Edition Richard Strauss - Salome (Gesamtaufnahme)
Focus Edition Richard Strauss - Salome (Gesamtaufnahme)
DVD ~ Bryn Terfel

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer Wurf, 10. Dezember 2008
Ich kann es kurz machen: Auch wenn Malfitano keine ideale Salome ist, macht das überhaupt nichts. Mit einem Urgestein von Jochanaan an ihrer Seite werden kleine Mängel bestens kaschiert. Terfel ist ein Ereignis, Bondys kluge Inszenierung stößt niemanden vor den Kopf, erklärt aber exemplarisch das Geschehen. Herodes und Herodias sind exquisit besetzt, musikalische Leitung: Herrlich. Eine DVD zum Schwelgen, zum Atem anhalten, zum Seufzen. Das gibts Live so nicht alle Tage.


Verdi, Giuseppe - Il Trovatore (Arena di Verona)
Verdi, Giuseppe - Il Trovatore (Arena di Verona)
DVD ~ Fiorenza Cossotto
Preis: EUR 20,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Regie Fehlanzeige, musikalisch durchaus mit Feuer, 10. Dezember 2008
Was will man von Produktionen der Arena in szenischer Hinsicht schon erwarten? Es wird herumgestanden, arrangiert, aber es kommt einfach nicht zu ausgearbeiteten Portraits von Charakteren oder Geschichten. "Il Trovatore" ist eine sicherlich schwierige Oper, die aus zusammenhängenden Bildern besteht, die aber noch lange keine logische Geschichte ergeben. Dazu muss man in Opernhäuser wie Berlin oder Essen gehen, um sich von klugen Regisseuren, manchmal auch mit ironischen Seitenhieben, durch die Handlung führung zu lassen. Und siehe da: Plötzlich kann das alles Sinn machen. Bei der vorliegenden Produktionen konzentrieren wir uns also besser auf die Musik. Dirigiert ist das alles für ein Arena-Publikum ohne Anspruch, mit wechselnden, nicht sehr einsichtigen Tempi. Aber auch nicht wirklich störend. Franco Bonnsolli ist auch hier ein stimmlich idealer Manrico, der sein manchmal machohaftes Gehabe zurücknimmt und sich voll auf seine Stimme verlässt. Fiorenza Cossotto, von Kollegen oft gefürchtet, ist hier nicht mehr auf dem Zenit ihres Schaffens, überzeugt allerdings durch kluge Textgestaltung. Sie hat noch immer den nötigen Stimmumfang für die tiefen wie auch hohen Lagen, auch wenn letztere ein wenig zögerlich anschlagen. Rosalind Plowright ist Geschmackssache. 'Eine Leonora frei von Koloraturen, das ist schon fast dreist zu nennen. Zum Ende hin fehlt ihr der Atem. Der warmen Stimme, in manchen Momenten mit dem flaschenartigen Callas-Timbre, fehlt es an Tiefe, gestalterischen Mitteln. Ihre Stimmfarbe wird schnell langweilig. Eigentlich fast schon eine Fehlbesetzung. Zancanaro ist der Luna, den man erwarten kann, aggressiv, hinterlistig, dann wieder in inbrünstiger Liebe zu Leonora entbrannt. Manchmal etwas angestrengt. Wohlbemerkt, das alles findet optisch keinen entsprechenden Ausdruck, auch bei ihm nicht. Fazit: Sollte jemand den "Troubadour" nicht kennen, wird ihm das Werk in dieser Fassung nicht nähergebracht. Als CD hat diese sehr preisgünstige DVD allerdings ihren Wert als Billigversion gleich neben den wirklichen Schätzen, die es noch immer zu kaufen gibt.


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