Profil für ThirdEye > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von ThirdEye
Top-Rezensenten Rang: 123.860
Hilfreiche Bewertungen: 184

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
ThirdEye

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
Undertow
Undertow
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roh, urgewaltig und selbstironisch!, 19. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Undertow (Audio CD)
Bei Undertow handelt es sich um das erste echte Studioalbum der 4rer-Truppe. "Opiate" war eigentlich eher Sampler und hatte, was Arrangements und Abmischung anging, eher Demotape- als Albumqualitäten. Doch schon bei diesem ersten Streich konnte man die grundzüge des sich später entwickelnden, genialen und immer weiter verfeinerten Sounds dieses Genre-Unicums (denn das ist diese Band wirklich) bereits spüren.

So sind wir nun bei dem ersten "richtigen" Longplayer. Auch hier macht sich der Eindruck breit, dass die Abmischung eher Mittelmaß ist, was man gerade bei den teils viel zu leisen Vocals bemerkt. Dafür wartet der Instrumentalpart mit Druck und einer Rotzigkeit auf, die ihresgleichen sucht. Auf gut deustch: ES ROCKT GEWALTIG!!!

Wer allerdings schon auf diesem Album nach Taktspielereien und raffinierten Schlagzeug-FillIns sucht, wird leider enttäuscht. Diese folgen erst mit der Zuwanderung von Justin Chancellor als Bassisten auf den späteren Alben. Auch die von neueren Tool-Alben gewohnten, bis zu 15 Minuten langen musikalischen Eskapaden sind hier noch nicht zu finden.

Allerdings setzen Tool mit diesem Album von Anfang an eine ganz klare Unterschrift auf ihr künstlerisches Wirken: wer die Texte im Internet (soweit vorhanden, denn die Band druckt NIEMALS Lyrics) sucht, wird bemerken, dass viele ernsthafte Themen angesprochen werden, die sehr oft trickreich in Ironie, Zynismus und Wortwitz verpackt werden. Damit soll erzielt werden, dass der Hörer sich aktiv mit den Texten und der Musik an sich, deren grotesker Charakter mit dem Booklet und den CD-Covers nochmals unterstrichen wird, auseinandersetzt, sich über seine Empfindungen beim Hören klar wird und sich eine eigene Meinung über das bildet, was da eigentlich gemeint ist. Das ist auch der Grund, warum Tool-Songs soviel Raum für Interpretationen lassen. Es steht nichts schwarz auf weiß, die Band bezieht scheinbar nirgendwo konkret Stellung und die Message ist letztendlich die, die man aus dem eigenen Bewusstsein heraus glaubt, gefunden zu haben. Und dieser Aspekt wird sich in allen folgenden Alben wiederfinden. Hier wird eine ganz neue Form des Songwritings sichtbar. Der Name der Band allein sagt schon genug über die Maxime dieser Musik aus: die Band als Werkzeug, um die Klänge dadraußen einzufangen und wiederzugeben. Wie kann musikalische Kommunikation wohl noch universeller sein?

Trotz technischer Schwächen ein Meisterwerk, dass den Schritt in ein Musikgenre einläutet, welches in keine Schublade gepackt werden kann und die Richtung klar vorgibt. An alle, die nur dieses eine Album kennen: besorgt euch die anderen, es wird mit jedem mal besser!


Hitman: Blood Money
Hitman: Blood Money

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der wohl beste Hitman-Teil, nur kleine Mängel, 17. Mai 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Hitman: Blood Money (Computerspiel)
Mit Hitman hat mich damals ein neues Genre des Shooters sofort fasziniert. War Teil 2 eine würdige Fortsetzung und Contracts eine nette - wenn auch für einen Aufguss überteuerte - Vorbereitung auf den nun eigentlichen dritten Teil Blood Money, putzt dieser nun wieder alle seine Vorgänger weg!

In diesem Spiel stimmt fast alles: die Grafik ist zwar nicht die beste, dafür begeistern nach wie vor Gameplay und Vorgehensweisen bei den verschiedenen Missionen. Zusätzlich gibt es endlich ein paar innovative neue Aktionsmöglichkeiten(die eigentlich für einen Attentäter Pflicht sind und somit auch schon in den Vorgängern Platz gefunden hätten), die allerdings hier an diese Stelle nicht hergehören, da sie z.T. einfach zu krass sind. Womit wir dann auch schon bei einem der wichtigsten Themen, dem Gewaltfaktor wären. Denn der ist in Blood Money mit einer der höchsten, die mir je in einem PC-Shooter untergekommen sind. In einigen Missionen ist es so, dass die Opfer um Gnade betteln oder einfach nur Unschuldige aus Pech dran glauben müssen. In solchen Fällen geht mir bisweilen wirklich ernsthaft der Skrupel durch, da diese Situationen ausgesprochen realitätsgetreu rüberkommen. Doch meist handelt es sich um Zielpersonen, ohne deren Tod die Mission nicht geschafft werden kann, sodass letztendlich kein anderer Weg hilft, als den Abzug zu drücken. Aus diesem Grund gehört dieses Spiel absolut nicht in Kinderhände. Sind Games wie Postal 2 oder FEAR z.T. nur makaber, zynisch oder einfach nur lustig, muss man hier bisweilen vor der Kaltblütigkeit des Mr. 47 doch unfreiwillig zusammenzucken - wohlgemerkt, ich habe die deutsche Version gespielt! Freunde derber Schlitzerfilme oder Thriller kommen hier jedoch voll auf ihre Kosten.

Ein kleines Manko gibt es jedoch: die Steuerung ist unnötig kompliziert geworden, man braucht für ganz einfache Aktionen inzwischen drei Tasten, da kann es im Eifer des Gefechts schonmal passieren, dass man die falsche erwischt und sich damit die Mission verbaut. Und ich kann nicht nachvollziehen, warum die Entwickler das Spiel so eingerichtet haben, dass sich nach verlassen der Mission, wenn dies noch nicht abgeschlossen ist, alle bisherigen Missionssaves löschen? Der Fortschritt insgesamt bleibt zwar erhalten aber der innerhalb einer Mission ist futsch, sodass man die Sache nochmal von Anfang an beginnen darf. Für Leute, die aus Zeitgründen oft pausieren müssen, bedeutet das evtl. unnötigen Ärger. Deshalb auch nur 4 Sterne

Nichtsdestotrotz ist das Spiel in meinen Augen das beste, das jemals in der Hitman-Reihe erschienen ist, und sieht man vom erschreckend realistischen Gewaltfaktor ab, hat man hier ein Game in der Hand welches jedem Liebhaber von Schleich-und-Tüftel-Spielen große Freude bereiten wird.


The Colour and the Shape
The Colour and the Shape
Preis: EUR 5,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was will man mehr???, 25. August 2006
Rezension bezieht sich auf: The Colour and the Shape (Audio CD)
Ich möchte mich der Meinung meiner Vorredner sowie meiner eigenen ergeben und sagen: was soll man hier noch verbessern???

Mit diesem zweiten Album zeigten uns die Foo Fighters, dass sie noch weitaus gefühlvoller können als auf ihrem ersten Räumer. Denn dieser Aspekt wurde auf "Foo Fighters" leider nur angeschnitten, was der Genialität des ersten Albums aber absolut keinen Abbruch tun soll.

Bei "The Colour and the Shape" sehen wir uns konfrontiert mit einem wirklichen Potpourri der gitarristischen Musikstile, in dem sich mehrere gefühlvolle Balladen, punkiger Prügelspaß sowie Kopfnicker - Rock der feinsten Sorte die Klinke in die Hand geben. Und wieder finden wir den unverwechselbaren Sound, der der Band von Anfang an schon so gut zu Gesicht gestanden hat. Etwas aus der Reihe fällt "See You": hier geht es ungemein jazzig zu. Und die Band zeigt hier mehr als auf jedem anderen vergleichbaren Track des Albums, wie vielseitig sie mit der akustischen Gitarre umzugehen weiß.

Alles in allem kann man dieses Album schon als eine Weiterentwicklung des letzten bezeichnen: Die Stile sind bei weitem vielfältiger und das Arrangement professioneller. Was sich aber nicht geändert hat - und das ist der allerwichtigste Aspekt - ist, dass die Band sich vollkommen treu geblieben ist. Der Instrumentalsound hat sich nicht geändert, genauso der markante Gesang. Und das ist es, was die wenigsten bisher geschafft haben.

Voll verdiente 5 Sterne für ein Album, dass einerseits so viele Gemüter gleichzeitig anspricht, andererseits kaum waghalsige Experimente aufweist, die einer auf Anhieb so gut funktionierenden Band nur schaden würden...


Foo Fighters
Foo Fighters
Preis: EUR 5,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Anhieb gelungen..., 25. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Foo Fighters (Audio CD)
Wie beschreibt man eine Band, die es einerseits schafft, den Hörer sofort in ihren Bann zu schlagen und andererseits von der ersten Sekunde an ihren unverwechselbaren Sound gefunden hat (was viele vergleichbare und zeitgenössische Bands meist noch nicht einmal nach dem 3 oder 4 Album von sich behaupten können)?

Fakt ist: An diesem ersten Album der Foo Fighters gibt es absolut nichts zu verbessern. Von Anfang an kristallisiert sich die markante Stimme von Dave Grohl heraus, die den Klang der Band so sehr prägt. Ebenso ist der Gitarrensound, oft bestehend aus offenen und Quintenakkorden (die oft den Eindruck erwecken, die Band gehöre zum tiefergestimmten Genre, was ja nicht der Fall ist) so charakteristisch. Dabei lassen es die Foo Fighters rockig, punkig, aber genauso auch hardcoremäßig und balladesk angehen. So wie wir es von ihnen auch auf den gesamten folgenden Alben kennen.

Die Band hat ihren Sound in den letzten Jahren nur marginal verändert. Das beweißt ein hoher Wiedererkennungswert. Keins der Alben wirkt in irgendeiner Weise aufgesetzt, pathetisch oder kommerziell. Auch dieses nicht. Schaltet man bei NuMetal oder klassischem Metal irgendwann gesättigt ab, sieht es hier anders aus: Dieses erste, so prägende Album, zeigt was die Foo Fighters sind, nämlich eine sehr fröhliche, reife Truppe, die den Spagat zwischen vergnügter Ausgelassenheit, freundlicher Belehrung und eingehender Ruhe mehr als nur schafft, ohne dabei blockbusterhaft (Limp Bizkit, Slipknot) oder aufgesetzt depressiv (wie etwa Linkin Park, Blink 182, Staind oder Puddle of Mudd) zu wirken.

Eine absolute Empfehlung für Leute, die auf wirklich guten und anspruchsvollen NuRock wert legen.

Hier wird sich jeder wiederfinden! Voll verdiente 5 Sterne!


Sing-A-Longs & Lullabies for the Film Curious George
Sing-A-Longs & Lullabies for the Film Curious George
Preis: EUR 14,99

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Authentisch, ehrlich, komplex, 29. Mai 2006
Ich glaube, zu Jack Johnson gibt es nicht mehr allzuviel zu sagen. Der Mann schafft es mittels einer einfachen Akustikgitarre, den Hörer durch seine besondere Kreativität und Ehrlichkeit zu verzaubern. Dabei sind viele verschiedene Stile auf dieser CD geschickt miteinander verwoben. Zugegeben, viele der Songs sind Country- bzw. Folklastig. Aber für jemanden, der etwas damit anfangen kann (wie ich), stellt gerade dies einen wahren Ohrenschmaus dar. Es gibt momentan einfach keine bessere Musik, um zünftig zu "chillen", wie der Hiphopper es audrücken würde. Besonders gefallen mir die kleinen, versteckten Seitenhiebe auf unsere konsumgeile Gesellschaft. Alles in allem ein Album, dass sehr angenehm zu hören ist.


I'm Not Dead
I'm Not Dead
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,00

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irgendwie leider doch nichts anderes..., 29. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: I'm Not Dead (Audio CD)
Ich habe Pink bisher eigentlich als sehr selbstbewussten Künstler, der sein "eigenes Ding" gemacht hat, zu schätzen gelernt. Sie lässt sich bekanntermaßen nicht in eine Schublade mit sämtlichen sogenannten Stars oder anderen Stereotypen packen, was sie ja auch in geradezu brillianter Weise durch ihre Karikaturen zu zeigen weiß (Wir erinnern uns nur an das Video von "Get the Party started" oder das derzeitig aktuelle "Stupid Girls"). Leider versandet dieses Album meiner Meinung nach schon nach wenigen Hördurchgängen in der Mittelmäßigkeit. Das liegt insbesondere daran, dass vielen Songs auf der Scheibe der entscheidende Bumms fehlt, der den krönenden Schluss liefern würde. Es gibt einfach kaum passende Outros, die den Charakter der jeweiligen Songs noch einmal gefühlvoll unterstreichen würden und an einigen Stellen wirkt es auf mich fast so, als sei der Lady of Desaster schlichtweg weder passender Text ("Cuz' I can")noch eine wirklich kreative Melodieführung ("Leave me alone") eingefallen. Dadurch geht der Versuch, sich vom Mainstream zu distanzieren (dessen Merkmal ja zweifelsohne die Retortenmusik und das daraus resultierende Mittelmaß ist) zum großen Teil nach hinten los. Besonders ärgerlich finde ich "Nobody knows", hier werden vollkommen ungewöhliche, fast Jessica Simpson - hafte Klänge angeschlagen. Allerdings gibt es auch Songs auf dem aktuellen Album, die wirklich rocken. Da wäre z. B. das allseitsbekannte "Stupid Girls", dass auch ohne das Video mindestens genausoviel Spaß macht. Und mein persönlicher Favorit "I'm not dead", der vor Ernsthaftigkeit und Gefühl strotzt. Auch "Dear Mr. President" gehört dazu, besonders für mich als Freund der ehrlichen, handgemachten Musik eine wunderschöne Ballade auf der Akustikgitarre. Aber leider hört es hier auch auf. Der Versuch, anders zu sein und sich nicht anpassen zu wollen, wirkt nach gut der Hälfte hauptsächlich verkrampft und glänzt nur noch stellenweise durch wirklich innovatives. Schade, "Missundaztood" fand ich frecher, ausgereifter, besser, deshalb nur 3 Sterne


Guess Who - Meine Tochter kriegst du nicht!
Guess Who - Meine Tochter kriegst du nicht!
DVD ~ Bernie Mac
Wird angeboten von docu-films
Preis: EUR 6,22

5 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Genug von solchen Aufgüssen!!!, 10. April 2006
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum sich die Regisseure überhaupt mit dem Gedanken tragen, dass sich solche Machwerke überhaupt noch verkaufen? Dieser Film surft mehr oder weniger auf dieser Welle, die vor ca. 11 Jahren der Teenie - Horror mit "Scream" unter Wes Craven ausgelöst hat: noch eine Fortsetzung, noch ein dämlicher Titel, noch eine seltsame Parodie namens "Scary Movie", die in Ihren Anfängen noch lustig war, aber spätestens nach dem ersten Teil zum Stillstand hätte kommen sollen...
Wer "Meine Braut, ihr Vater und ich" gesehen hat, wird reihenweise Gemeinsamkeiten feststellen können. Kein Wunder, agiert Bernie Mac als kontrollsüchtiger Vater ("Mein Haus, meine Regeln") doch fast gleich wie Robert DeNiro im Streifen mit Ben Stiller. Sprich, es wird kräftig geklaut und zur Tarnung in andere Umgebungen und Dialoge verpackt. Ashton Kutcher wirkt hingegen eher sehr zurückhaltend und macht einen extrem unbeholfenen Eindruck. In diesem Punkt ist der Film doch etwas neues: Ben Stiller zeigt, dass es ihm viel leichter fiel, den zerissenen und neurotischen zukünftigen Schwiegersohn zu mimen, der an dem Goliath Robert DeNiro zu verzweifeln droht.
Alles in allem ein reiner Aufguss mit alten Ideen, die in viel besserer Form schon einmal da waren. Die Handlung kann sich einfach nicht zwischen Humor und ernster Message entscheiden. Das Zwerchfell wird nur lustlos durchhängen... NICHT ANSEHEN UND ERST RECHT NICHT KAUFEN!!!


Jungfrau (40), männlich, sucht ... (XXL-Version)
Jungfrau (40), männlich, sucht ... (XXL-Version)
DVD ~ Catherine Keener
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 6,55

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Funke will einfach nicht so richtig überspringen..., 10. April 2006
Das Cover der DVD verspricht etwas anderes, als das, was den Zuschauer im Film schließlich erwartet. Ich bin aufgrund des Trailers und der Beschreibung davon ausgegangen, nach einer langen Durststrecke mal endlich wieder einen stilvollen und "lachenswerten" Streifen vor mir zu haben...
In Ansätzen komme ich auch auf meine Kosten, aber leider nur in Ansätzen. Es gibt ein paar Stellen, die einfach zum Brüllen komisch sind, beispielsweise die beiden Verkäufer aus Pakistan und Indien, oder "20 Dates in einer Stunde" und eigentlich fast alle Szenen, die bereits im Trailer zu sehen waren. Aber leider kommt beim Großteil des Films einfach nicht so wirklich Stimmung auf: Andy wirkt zwar richtig schön verklemmt, aufgrund der meiner Meinung nach schlechten deutschen Synchro verwässert dieser Aspekt aber entweder oder wird an den jeweiligen Stellen vollkommen übertrieben dargestellt und, das genau ist der Punkt, an dem es eigentlich zünden müsste. Insgesamt werden einige ohnehin Charaktere sehr überzeichnet, was sich wiederum auf die bereits angsprochene deusche Synchro zurückführen lässt. Die kleine Tanz - und Gesangseinlage am Schluss ist Geschmackssache, war für mich aber ein Grund, den Film noch vor dem Abspann zu beenden, denn er zieht das Thema in meinen Augen ins Lächerliche. Er konnte mich in dieser Form einfach nicht vom Hocker reißen, ich empfehle aber auf jeden Fall, die englische Version zu sehen.
Insgesamt betrachtet sollte man den Film sehen, um sich selbst ein Urteil bilden zu können. Für einen unterhaltsamen Abend ist er auf jeden Fall zu gebrauchen, aber ich werde ihn wohl relativ schnell wieder vergessen haben, da es einfach an wirklichen Highlights fehlt und an den passenden Stellen meist der rettende "Bumms" ausbleibt.


Adrenaline
Adrenaline
Wird angeboten von Dvd Overstocks UK
Preis: EUR 8,51

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wahre Beginn von Nu-Metal und Emo..., 1. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Adrenaline (Audio CD)
Man kann die Deftones, wenn man den Bekanntheitsgrad als Maßgabe nimmt, mit einer Band wie Rush vergleichen: Irgendwie kennt jeder zumindest den Namen, aber die Songs sind weitestgehend unbekannt. Dass ist es, was diese beiden Bands so interessant macht. Sie halten sich absolut im Hintergrund, aber jeder weiß, dass sie da sind und dass ohne ihr Schaffen und Wirken die Musik von heute irgendwie doch anders aussähe. Sie sind immer präsent, verwöhnen ihre Fans in zurückhaltender Weise immer wieder mit neuen Husarenstücken und schaffen es, die Unwissenden zu erstaunen ("Geil!!! Das sind Deftones/Rush???")
So ist es im Jahr 1995 das erste mal bei diesem Album geschehen. KORN gelten als Pioniere des NuMetal, Deftones haben das Genre mit ihren eigenen Kreationen perfektioniert und im Laufe der Jahre als Delikatesse veredelt. Dabei geht es auf diesem ersten Album eher noch recht Hardcore/Emo - mäßig zu und bei weitem nicht so pervers tiefgestimmt wie bei Johnathan Davis und Co.
Der Gesang von Chino Moreno ist sehr melodisch ("Bored"), der Bass von Chi Cheng unterschwellig, aber sehr markant. Stephen Carpenters Gitarrenarbeit strotzt vor Präzision und die Akkorde lassen den Hörer schon erahnen, welche Entwicklung in den nächsten Alben folgt. Dabei läuft er stets synchron und vollkommen unangestrengt mit den Drums von Abe Cunningham, den ich drumtechnisch über die Jahre sehr zu schätzen gelernt habe.
Plötzliche Taktwechsel würzen die Songs an den passenden Stellen auf angennehme Weise ("7 Words"). Und das die Jungs auch etwas gemäßigter und schwermütig können, zeigt sich besonders bei "Fireal"
Der Sound lässt vermuten, dass es sich bei dieser Band noch um einen Rohdiamanten handelt, der sich in der nächsten Jahren immer mehr symetrisiert. Es klingt alles sehr warm und nicht immer hundertprozent abgemischt. Aber das macht den Reiz aus. Und um da zu erfahren, weiter brav Alben kaufen!!!
Für den Einstieg ist dieses Album wirklich am allerbesten geeignet. Es geht nicht ganz so voll auf die zwölf, regt aber zu Mutmaßungen an, was passieren wird, wenn man der Band chronologisch weiter in ihrem Werdegang folgen würde. Freunde der nicht ganz so harten Töne kommen hier voll auf ihre Kosten, böse schwarze Männer wollen nur noch mehr, vorrausgesetzt, sie sind tolerant genug, den Neuen ihren Freiraum zu lassen...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 12, 2011 8:22 AM MEST


St.Anger
St.Anger
Wird angeboten von de_findprice
Preis: EUR 9,80

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gnadenlos roh und brachial... ein gelungenes Experiment!!!, 13. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: St.Anger (Audio CD)
Ich habe mir dieses Album zugegebenermaßen erst sehr spät nach seinem Erscheinen zugelegt, genau gesagt mitte diesen Jahres. Der Grund war für mich einfach: der Sound und das Tempo hatten schon bei den ersten Auskopplern "Frantic" und "St. Anger" ohne jeden Zweifel überzeugt. Warum ich solange gewartet habe, kann ich deshalb nicht nachvollziehen.
Wollte ich das Album beschreiben, würde ich sagen: ein Metal - Experiment mit einer nicht zu verachtenden Portion Hardcore. Und es ist in jedem Punkt gelungen. Metallica - Veteranen wird damals sofort aufgefallen sein, dass die melodische Seite der Songs größtenteils eher im Hintergrund steht. Es gibt keinen Platz für die bekannten Soli eines Kirk Hammet. Allerings macht die Gitarrenarbeit von beiden auf mich nicht den Eindruck, als hätten sie keinen Spaß an ihrer Sache gehabt, im Gegenteil ...
Die Verzerrung klingt extrem rotzig, die Chords sind tief, böse und besitzen einen schon fast hypnotischen Druck (kein Wunder, sind die Instrumente doch um 5 Halbtöne tiefer gestimmt), der wie ich finde, bei "Some Kind of Monster" am besten zum Ausdruck kommt. Songs wie "Frantic" oder "Shoot me again" haben eine ans Anarchistische grenzende Melodie - und Rythmikführung (und neutralisieren nebenbei das Klischee um ein weiteres Mal, das Hetfield nur schrammeln und Hammet nur solieren kann).
Auch die Drumarbeit von Lars Ulrich ist ein absoluter Ohrenschmaus. Hier zeigt sich, dass die Drums (und damit die von mir angesprochene Rythmik) stark im Vordergrund standen. Er arbeitet äußerst präzise und würzt in vielen Songs seine Arbeit mit einer großen Menge Off - Beats. Sie Snare, die wie eine Blechbüchse klingt, würde vielleicht anderswo ziemlich fehl am Platze wirken; In dieses Arrangement passt sie jedoch mehr als nur gut hinein.
Am meisten freue ich mich aber bei jedem Metallica - Album darüber, das James Hetfields Reibeisen - Stimme noch einmal etwas mehr Reife bekommen hat. So klingt sie bei vielen Songs roh und gemein, absolut passend für die Thematisierung des gesamten Albums. Den krassen Gegensatz dazu bildet "The unnamed feeling", der Song, den man wohl als einzigen auf der CD als eine Art Ballade bezeichnen kann: hier klingt sie rauchig und angenehm und bildet so ein gutes Kontrastprogramm.
Der Rummel um dieses Album ist verständlich, wenn man bedenkt, das Metallica mit allen bisher von ihnen erhobenen Standards bricht und ein rebellisches, extrem lautes Album auf den Markt wirft, dass in der Riege des Metal seine eigenen Platz beansprucht.
Puristen werden verständlicherweise aufgeschrien haben: Die Songs haben keinen Ohrwurm - Charakter und funktionieren nicht nach einem geplanten Ablauf (Intro - Strophe - Refrain - Strophe - Solo usw...). Das ist aber vielleicht gar nicht so schlecht, denn dadurch verhindert das Album seinen Abstieg in die Monotonie und den Mainstream.Und, was noch wichtiger ist, zeigt sie, dass eine Band, die soviel Erfolg gehabt, auch den Mut dazu hat, ihre Fans mehr oder weniger vor den Kopf zu stoßen und sie zum Nachdenken anzuregen, indem sie etwas vollkommen ungewohntes auf den Markt bringt.
Ich finde, dass so etwas in höchster Form zu honorieren ist.
Deshalb voll verdiente 5 STERNE!!!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4