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Rezensionen verfasst von
Philosepp

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Bach: Wohltemperiertes Klavier1
Bach: Wohltemperiertes Klavier1

5.0 von 5 Sternen Reife und ausgewogene Interpretation, 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bach: Wohltemperiertes Klavier1 (Audio CD)
Ich habe mir gestern - auf Grund des günstigen Preises - die mp3-Version gekauft und bin begeistert: eine wunderschöne Interpretation! Leonhardt, der bekannte Pionier der historischen Aufführungspraxis, spielt die Präludien und Fugen auf dem Cembalo mit großer Reife und Gelassenheit, ohne jede selbstdarstellerische Exzentrizität. Trotzdem wird es beim Hören niemals langweilig: vor allem weil es Leonhardt vermag, in den Fugen die melodischen Linien noch in den kompliziertesten polyphonen Verwicklungen wunderbar herauszuarbeiten, so dass die einzelnen Stimmen gleichsam zu singen beginnen. Dabei verzichtet er auf die Fülle von Verzierungen und agogischer Tempomodifikationen, die man bei neueren Cembalisten wie Koopman oder Suzuki hört und auf mich bisweilen manieriert wirken. Klar gibt es einzelne Stücke, (z.B. Fugen in Cis-Dur, Es-Dur, Präludium F-Dur), die in Leonhardts gemessenem Tempo etwas statisch wirken - dort würde man sich zuweilen etwas mehr Temperament und Drive wünschen. Das spricht für mich jedoch nicht gegen die Gesamteinspielung, die den Ausdrucks- und Erfindungsreichtum von Bachs Meilenstein ganz unprätentiös zur Geltung bringt. Vergleicht man Leonhardts Ansatz mit bekannten Einspielungen auf dem modernen Flügel (was zugegebenermaßen schwierig ist), so ist er gleich weit von den genialen Überzogenheiten eines Gould, der stählernen Härte von Gulda, vom romantisierenden Spiel eines Fischer und der Nüchternheit und Bravheit von Jarrett entfernt und setzt den Schwerpunkt darauf, Bachs melodischen und harmonischen Erfindungsreichtum mit ruhigem Atem zu Tage treten zu lassen.


Kritik der politischen Ökonomie: Eine Einführung (Theorie.org)
Kritik der politischen Ökonomie: Eine Einführung (Theorie.org)
von Michael Heinrich
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewundernswert prägnant und verständlich, 8. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Heinrichs Einführung in die Bände des Kapitals von Karl Marx legt sich in vielen Interpretationsfragen (zur Wertlehre, zur Theorie der Krisen im Kapitalismus usw.) auf umstrittene Positionen fest. Dafür und für seine Abgrenzung von dem, was er als "Weltanschauungsmarxismus" bezeichnet, ist er von vielen Seiten (von W. Haug, von der Gruppe "Gegenstandpunkt" usw.) zum Teil äußerst rüde und polemisch kritisiert worden.-
Obwohl ich auch selbst die Interpretationsansätze von Heinrich in vielen Punkten nicht teile, wird das Buch für seine Prägnanz und für die Klarheit mit der eine Fülle komplexer und begrifflich schwieriger Theorieelemente behandelt werden, von meinen Mitrezensenten zu Recht gerühmt. Dort, wo Heinrich umstrittene Standpunkte - durchaus vehement- vertritt, macht er dies im Text klar deutlich.
Für eine besondere Meisterleistung halte ich hierbei die Unterkapitel zur Wertform und zum Waren- und Geldfetischismus. Marx' Ausführungen hierzu im ersten Kapitel des Kapitals sind enorm schwer verdaulich und werfen grundlegende Interpretationsprobleme auf. Gleichzeitig bilden sie einen - wenn nicht den - fundamentalen Baustein seiner Kritik der politischen Ökonomie. Heinrich gelingt es (unter Berücksichtigung von Textvarianten aus den verschiedenen Auflagen des Kapitals) den Zusammenhang von Tauschwert, Geld und Fetischismus mit einem Minimum von begrifflichem Aufwand durchsichtig und plausibel zu machen. Das zu lesen dürfte selbst für Marx-Kenner sehr erhellend und für Marx-Neulinge eine exzellente Vorbereitung auf die eigene Lektüre sein.


Karl Marx - Geschichte, Gesellschaft, Politik: Eine Ein- und Weiterführung (Ideen & Argumente)
Karl Marx - Geschichte, Gesellschaft, Politik: Eine Ein- und Weiterführung (Ideen & Argumente)
von Marco Iorio
  Taschenbuch
Preis: EUR 109,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine etwas andere Einführung in Marx' Theorie, 20. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor gibt anstelle einer akribischen Nachzeichnung marxscher Werke eine ziemlich grobmaschige Rekonstruktion des historischen Materialismus und der Theorie des Klassenkampfes. Dabei nimmt er selbst eine betont "unideologische", vom orthodoxen Marxismus meilenweit entfernte Haltung ein. Als Referenz bezieht er sich vor allem auf Autoren des sog. analytischen Marxismus, die eine Auseinandersetzung mit Marx vom Standpunkt der (ursprünglich stark wissenschaftstheoretisch orientierten) anlytischen Philosophie des englischsprachigen Raumes beabsichtigen. Das Buch eignet sich daher nicht zuletzt gut, um einen ersten Eindruck von diesen Autoren zu erhalten.-
Das Buch ist bestechend einfach und klar geschrieben und der Autor behält gegenüber Marx, bei aller Faszination, eine deutliche kritische Distanz. Inhaltlich habe ich dennoch etliche Bedenken. Hegel wird im Wesentlichen als Lieferant einer obskuren teleologischen Geschichtsauffassung dargestellt und auch das schwierige Thema "Dialektik" ausgespart. Nicht zuletzt dadurch erscheint Iorios "unorthodoxe" Marx-Rekonstruktion (trotz vieler kluger Ideen, z.B. zur Interpretation der Marxschen Basis-Überbau-Lehre) am Ende etwas glatt und übersimplifiziert.
Trotzdem ein lesenwertes Buch, das auch erklärten Marx-Gegnern demonstieren dürfte, dass eine Auseinandersetzung mit dem prominentesten Kritiker des Kapitalismus nach wie vor fruchtbar und notwendig ist.


Die reformpädagogische Bewegung: Eine einführende Darstellung (Beltz Taschenbuch / Pädagogik)
Die reformpädagogische Bewegung: Eine einführende Darstellung (Beltz Taschenbuch / Pädagogik)
von Wolfgang Scheibe
  Taschenbuch

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Überblick - wenn auch weitgehend unkritisch, 10. November 2007
Ich muss dem Vorrezensenten darin zustimmen, dass es sich bei dem Buch um eine gute, manchmal regelrecht mitreißend geschriebene Übersicht zum Einstieg in die Auseinandersetzung mit der deutschen Reformpädagogik in den ersten Jahrzehnten des 20.Jahrhunderts handelt.
Einschränkend muss man sagen, dass die kritische Auseinandersetzung fast völlig unter den Tisch fällt. Es fehlt etwa jeder Hinweis auf militaristische, nationalistische, sogar rassistische Tendenzen bei Pädagogen wie Lietz, Wynecken oder Steiner. Auch manche inhaltlich unterbestimmte Phrase ("neue geistige Volkskultur" usw.) wird unhinterfragt zitiert. Um sich ein möglichst objektives Bild der Bewegung zu machen, sollte man daher die kritischeren Studien von Oelkers oder Benner/Kemper mit zu Rate ziehen.


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