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Burgeninstitut

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Das Baudenkmal - Nutzung und Unterhalt
Das Baudenkmal - Nutzung und Unterhalt
von Konrad Fischer
  Taschenbuch

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5.0 von 5 Sternen Praxis der Denkmalpflege - Erfahrungsberichte, 7. April 2009
Zu den Aufgaben des Beirats für Restaurierung der Deutschen Burgenvereinigung e.V. gehört auch die Organisation und Durchführung von Seminaren. Dabei stehen vor allem praktisch bedeutsame Themen der Denkmalpflege im Vordergrund. Für uns Mitglieder des Beirats ist das Baudenkmal nicht nur Forschungs- oder Besichtigungsgegenstand, viele von uns wirken an seiner Erhaltung praktisch mit. Dies will gelernt sein. Die Lehrpläne vom Handwerk bis zu den Universitäten bieten hierzu noch lange nicht genug. Die tägliche Praxis muss es bringen. Deswegen ist gerade der Austausch von praktischen Erfahrungen, ob es nun Erfolge oder verunglückte Anstrengungen sein mögen, besonders wichtig. Um dem Denkmal gerecht zu werden, genügt nicht Ruinenromantik, Natursichtigkeit, Rekonstruktionskunst oder stilbewusste Anpassung oder Verfremdung mit neuen Zutaten, es setzt Verständnis und Demut voraus. Und: Jedes Denkmal hat seine Geschichte, ist individuell zu behandeln und widersetzt sich lieblosen Schablonenlösungen. Normgerechte Neubaumanier muss hier zwangsläufig versagen. Unser Praxisseminar vom 22./23.1.1999 auf der Kaiserburg Nürnberg widmete sich der Nutzung und dem Bauunterhalt von Baudenkmalen. Zielgruppe der zweitägigen Veranstaltung waren sowohl die Denkmalbesitzer wie auch die praktisch in der Denkmalpflege Tätigen wie Denkmalbehörden, Kastellane, Handwerker und Planer. Über 150 Teilnehmer aus diesen Bereichen nahmen an dem Seminar teil. Die lebhafte Resonanz und Diskussionsbereitschaft erwies, dass das Thema angenommen wurde. Viele brachten ihre eigenen Fragen und Problemstellungen mit ein und erhielten dazu von den Referenten und Mitdiskutanten Auskunft. Die Beiträge verknüpften die Bereiche Baurecht, Wärme-, Feuchte und Brandschutz, Bauforschung, Nutzung und Betrieb, sowie Bau- und Anlagentechnik im Bestand. Kritisch wurde der Umgang mit Baudenkmalen im Hinblick auf Bestandsverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit hinterfragt. Dabei ging es um praktisch umsetzbare Methoden, die nicht nur das Denkmal, sondern auch die Baukasse schonen. Das Seminar diente der Zusammenschau und dem Erfahrungsaustausch. Sachgerechte Interpretation der Baugesetze, -verordnungen und -normen, die geeigneten Schritte zum denkmalgerechten Planen und Bauen, die Auswahl altbaukompatibler Baustoffe und -techniken sind die zentralen Problemkreise. Neue Lösungsansätze und Praxisberichte aus bewährter Handwerkskunst sollen zur nachhaltigen Pflege des Denkmals ermutigen, vielleicht sogar zur Weiterentwicklung eingefahrener Handlungsweisen. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit ungewohnten, teils vernachlässigten Standpunkten: Zur traditionellen Bauweise mit Holz, Stein und Kalk, zur angeblich aufsteigenden Feuchte" und Baugrundertüchtigung, zur Temperierung der Bauwerkshülle sowie zum risikobeladenen Dämmwahn werden neue Sichtweisen und Erfahrungen zur Diskussion gestellt. Es geht um das Wiedergewinnen der Maßstäbe, nach denen verantwortliches Handeln am Baudenkmal erst möglich wird. Den Fachreferenten aus Behörden, dem Handwerk und Planungswesen sowie dem Eigentümer- und Nutzerbereich ist an dieser Stelle herzlich zu danken. Sie hatten den Mut auch eigenständige, ja sogar kontroverse Einsichten und Stellungnahmen zur Diskussion zu stellen. In den folgenden Schriftfassungen der meist frei vorgetragenen Beiträge ist das nun alles nachzulesen, auch weit über den Teilnehmerkreis hinaus. Die Autoren unterzogen sich dieser Mühe neben dem täglichen Engagement. Ihre Leistung im Seminar und diesem Tagungsband - er ist nun ein wohlausgestattetes respektables Buch geworden - ist das Fundament, auf dem sicher noch viel und lange weitergebaut werden kann. Die erfreuliche Resonanz bewies, dass gerade die Beiträge, die weit über die gewohnten Denkblockaden hinauswiesen, besonders gut angenommen wurden.
Hier ein Inhaltsverzeichnis zur näheren Information:
Inhalt

Alexander Fürst zu Sayn-
Wittgenstein-Sayn: Grußwort des Präsidenten
Konrad Fischer: Vorwort
Günther Stanzl: Über die Abnutzung von Baudenkmalen
Klaus Bingenheimer: Wie viel Nutzung verkraftet ein Denkmal?
Konrad Fischer: Ist wirtschaftliches Instandsetzen und Nutzen
von Baudenkmalen planbar?
Klaus Tragbar: Braucht das Denkmal Bauforschung?
Tilla Freiin von der Goltz: Die touristische Erschließung von Baudenkmalen
Kristine Glatzel: Der Betrieb von Baudenkmalen - Das Fallbeispiel
Neuenburg/Freyburg an der Unstrut
Lothar Goretzki: Die physikalische und chemische Voruntersuchung des Bestandes - ein Erfordernis!
Sylwester Kabat: Brandschutz im Baudenkmal - praktisch umsetzbar und denkmalgerecht
Claus Meier: Wärme- und Feuchteschutz am Altbau
Henning Großeschmidt: Das temperierte Haus: sanierte Architektur -
behagliche Räume - Großvitrine"
Ingo Nuss: Schimmel und Schwamm im Baudenkmal - Ursachen, Folgen und Maßnahmen
Heinz Zanger: Ziegeldach und Denkmalpflege - Mörtellösungen
Klaus Ruf: Putz und Anstriche am Baudenkmal - Folgen
falscher Reparaturen
Günther Stanzl: Zur Instandsetzung von historischem Mauerwerk
aus Naturstein an Burgruinen
Ulrich Bauer-Bornemann: Konservierung von Denkmalen aus Naturstein

Anhang Firmenbeiträge

Andreas Bruschke: Geodätisch-photogrammetrische Verfahren zur Erfassung und Dokumentation von Denkmalen und Denkmalschäden - oder wie kann Qualität in der Bauaufnahme gesichert werden
G. Gudehus/K. Maisch/Kurt G. Ross:
Baugrundverbesserung weicher Bodenschichten durch Stopfsäulen am Beispiel des Zisterzienserklosters Waldsassen
Markus Hoeft: Ergänzung statt Ersatz: Reprofilierung von geschädigtem Mauerwerk aus Natur- oder Ziegelsteinen mit rein mineralischem Mörtel
Johannes Preis: Vergleich ausgewählter Methoden zur Gipsumwandlung an Naturstein
Markus Hoeft: Abschnittsweise Dacherneuerung bei historischen Burgen und Schlössern an einem Beispiel aus Glauchau
Ivo Andreas Piotrowicz: Denkmalgerechte Fenstersanierung
Roland Zeidler: Fensterrestaurierung - Wunsch und Wirklichkeit!
Bernd Schleder: Giftfreie Schimmelpilzbekämpfung im Naturdenkmal Große Parkhöhle in Weimar
Oliver Born: Blitz- und Überspannungsschutz für
historische Gebäude
Gerdt Fehrle: Das Ulmer Museum - Brandschutz und Denkmalpflege im Einklang
Gerdt Fehrle: Mineralisolierte Kabel - ein wichtiger Beitrag im Brandschutzkonzept denkmalgeschützter Gebäude
Firmenverzeichnis

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