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Rezensionen verfasst von
Timur Hahn (Bendorf/Rhein)
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Wonderful Life with the Elements: An Adventure through the Periodic Table
Wonderful Life with the Elements: An Adventure through the Periodic Table
von Bunpei Yorifuji
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

4.0 von 5 Sternen Hübsches Buch mit einigen Fehlern, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch stellt so ziemlich alle bekannten Elemente vor, viele auf einzelnen Seiten, einige der bedeutenderen (wie Eisen oder Kohlenstoff) auf Doppelseiten. Die Cartoon-Darstellungen sind charmant, auch wenn sich mir die Logik der Unterteilungen manchmal nicht so ganz erschließt (warum sind Beryllium und Magnesium eine eigene Kategorie, während Bor und Thallium zusammen geworfen werden?) und sich einige wirklich unnötige Fehler eingeschlichen haben - die Barttracht soll widerspiegeln, wann das Element entdeckt wurde, aber die Bilder passen in einigen Fällen nicht zu den auf der gleichen Seite angegebenen Daten; die Form und Farbe der Augen scheint irgendeine Bedeutung zu haben, aber das Muster erschließt sich nicht und wird im Buch auch nirgendwo erklärt.

Fazit: Durchaus lohnend, aber man sollte es nicht zu ernst nehmen.


Die 100 besten (Fußball-)Spiele aller Zeiten
Die 100 besten (Fußball-)Spiele aller Zeiten
von Tim Jürgens
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes Buch, 11. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
100 Fußballspiele, und die allermeisten davon haben ihren Platz in diesem Buch verdient. Hier wird ein breites Spektrum abgedeckt, von Klassikern der Weltmeisterschaft über Champions-League-Knaller bis hin zu Pokalsensationen ist alles dabei, inklusive einiger Spiele, von denen der geneigte Leser (Westdeutschland) vermutlich noch nie gehört hat (Platz 57: SG Eisenhüttenwerk Thale - BSG KWU Erfurt 4:0, 3.9.1950, Finale des FDGB-Pokals in Ostberlin).

Bei ein oder zwei Einträgen stellt sich zugegebenermaßen die Frage, was diese Spiele in einem Buch über die "besten Fußballspiele aller Zeiten" zu suchen haben. Was macht ein Spiel, das durch einen Stromausfall zwei Minuten vor Schluss abgebrochen werden musste (Platz 78: FC Memmingen - Kickers Offenbach, 6.6.1997), in diesem Buch, noch dazu mit einem Begleittext, der sich ausschließlich auf die Fanreaktionen nach dem Stromausfall konzentriert und über das eigentliche Spiel - das der Fokus sein sollte - vielleicht drei Zeilen verliert? Was soll das? Und was soll die mythologische Überhöhung der fünf letzten Minuten vor dem Abbruch zu den "glücklichsten Momenten vieler Fans"? Ja, beim Stand von 3:2 gegen die eigene Mannschaft klammert man sich an jeden Strohhalm, aber nach diesem Maßstab würde vermutlich auch das Relegationschaos Düsseldorf - Hertha in dieses Buch gehören, und das war nun keine Sternstunde des Fußballs. Ich kann nur hoffen, dass dieser Eintrag bei einer eventuellen Neuauflage ersetzt wird.

Auch Platz 16, Deutschland-Frankreich, Halbfinale WM 1982, ist nicht eben ein Höhepunkt des Buches; die lapidare Art, in der das berüchtigte Einsteigen von Toni Schumacher gegen Patrick Battiston abgehandelt wird, ist diesem wohl brutalsten Foul der WM 82 nicht angemessen, zumal wir hier von der deutschen Mannschaft reden, die sich in der Schande von Gijón gegen Österreich weitergeschoben hatte und auf Jahre hinaus das hässliche Bild der deutschen Fußballnationalmannschaft im Ausland prägen sollte. Ein bisschen mehr Kritik wäre da schon nicht falsch gekommen, fantastisches Fallrückzieher-Tor von Klaus Fischer hin oder her.

Trotz dieser Schatten bleibe ich bei einer Höchstwertung, weil viele der Einträge auf zwei Seiten viel an neuen Informationen bringen, selbst die über Spiele, von denen man dachte, man wüsste längst alles. Gutes Buch, an einigen Stellen ein wenig zu unkritisch, und mit mindestens einer Partie, die absolut nichts auf dieser Liste zu suchen hat.


Deutsche Unsitten
Deutsche Unsitten
von Martin Hecht
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irreführender Titel für ein bestenfalls durchschnittliches Buch, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Unsitten (Taschenbuch)
Ich hatte mir einen vergnügten, augenzwinkernden Blick auf die Marotten der Deutschen versprochen. Damit kann dieses Buch leider so gar nicht dienen; vielmehr wird hier mal wieder der Fehler gemacht, die eigenen Ansichten für repräsentativ zu halten (also genau das, was ich auch gerade mache), gekoppelt mit der - jawohl - typisch deutschen Unfähigkeit, Satire von Polemik zu unterscheiden.

Das Buch ist alphabetisch nach Stichworten geordnet - warum der Verlag sich die Gelegenheit entgehen ließ, es "Lexikon der deutschen Unsitten" zu nennen, weiß ich nicht -, und schon beim oberflächlichen Durchblättern fällt auf, dass sich diese Stichwörter in drei Kategorien einteilen lassen.

Zum ersten sind da die echten deutschen Unsitten, exemplarisch an Dingen wie "Draußen nur Kännchen" oder "Heimatabend im TV" festgemacht. Das sind zumindest spezifisch deutsche Phänomene, wobei sich mir bei einigen dieser Stichworte die Frage aufdrängt, ob es sich auch um aktuelle Phänomene handelt. Aber wenigstens wurde hier das Thema des Buches getroffen, und diese Artikel sind der Grund für meine Zwei-Sterne-Wertung.

Zum zweiten wären da Dinge, die als Unsitten durchgehen, aber in keinster Weise spezifisch deutsch sind. "Wohnmobile" (hat Hymer eigentlich dafür bezahlt, namentlich genannt zu werden)? "Latte macchiato"? "Tabu und Tabu-Bruch"? Das sind keine "deutschen Unsitten", das gibt es überall auf der Welt, woran auch das offenkundig als Absicherung gedachte Vorwort nichts ändert, dass erfolglos versucht, einen spezifisch deutschen Dreh in solchen Phänomenen auszumachen.

Und zum dritten gibt es da noch die unnützesten Einträge, nämlich die, bei denen der Autor persönliche Abneigungen zu von der ganzen Welt belachten "deutschen Unsitten" erklärt. Exemplarisch dafür steht der Artikel über das vom Autor offensichtlich als persönliches Hasswort eingestufte Wort "lecker". Vollends unerträglich wird es, wenn in solchen Artikeln auch noch die Fakten selektiert werden, wie im Stichwort "Kalbsleberwurst", in dem den "Hunderten" französischer Pâtés eine einzige - zugegeben minderwertige - deutsche Wurstsorte entgegengestellt wird. Mit der gleichen Verfahrensweise könnte man "beweisen", dass die Musikszene in Großbritannien der in Deutschland unterlegen sei, weil wir Brahms, Mozart und Beethoven hatten und die Briten die Spice Girls. Was soll das bitte?

Fazit: Wer einen amüsanten Blick von außen auf deutsche Eigenarten sucht, ist mit den Werken von Eric T. Hansen deutlich besser bedient. Die sind zwar auch nicht gerade perfekt, aber nicht ganz so offenkundig von persönlichen Vorlieben und Abneigungen geleitet.


Schwäbische populäre Irrtümer: Ein Lexikon
Schwäbische populäre Irrtümer: Ein Lexikon
von Christoph Sonntag
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lustiges und aufschlussreiches Büchlein, 15. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr amüsante Aufschlüsselung von gern gemachten Irrtümern über das Ländle und seine Bewohner. Generell empfehlenswert, aber mit einigen Schwächen:

-Bei einigen der "Irrtümer" stellte sich mir (als Nicht-Schwaben) spontan die Frage, wer sowas glaubt (der Begriff "populäre Irrtümer" impliziert eine gewisse Verbreitung). Insbesondere bei einigen der Begriffsklärungen hat man den Verdacht, dass hier schlicht Text geschunden werden sollte - "Spätzle sind immer kleiner als Spatzen"? Ernsthaft? Welcher Deutschsprachige kennt dieses Wort nicht? (Gut, in der Schweiz bedeutet "Spätzli" etwas anderes...)

-Zwei Versuche, im Buch einen Running Gag zu platzieren, von denen nur einer halbwegs funktioniert. Einmal ist da die vorgebliche Interaktion zwischen Autor und Verleger, die zwar einige Schmunzler abwirft, aber letztendlich als Fremdkörper im Buch wirkt. Zum Zweiten wäre da das Einprügeln auf Mecklenburg-Vorpommern im Allgemeinen und die Müritz im Speziellen. Beim ersten Mal (im Artikel über den Bodensee) zwar nicht lustig, aber immerhin passend, nutzt der Autor ab da jede noch so fadenscheinige Gelegenheit, dem geneigten (oder auch weniger geneigten) Leser mitzuteilen, dass die Müritz kein "richtiger" See sei (zu flach), man in MV keinen anständigen Kartoffelsalat bekommt (bitte?!) und überhaupt. Spätestens beim dritten Auftauchen dieses "Gags" hat man das dringende Bedürfnis, den Autor beim Kragen zu packen - "Ja! Okay! Ich habe es verstanden! Könnten wir dieses Thema jetzt bitte sein lassen?!" Noch dazu wechselt in diesen Abschnitten abrupt der Tonfall - von einem Schwaben, der seine Heimat schätzt, zu einem engstirnigen "Schwob", der nichts von außerhalb gelten lässt.

Fazit: Wenn man es schafft, die missglückten Running Gags zu ignorieren, ein durchaus lesenswertes und amüsantes Buch.


Populäre Rheinland-Irrtümer: Ein Lexikon: Ein Lexikon von A-Z
Populäre Rheinland-Irrtümer: Ein Lexikon: Ein Lexikon von A-Z
von Falko Rademacher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine merkwürdige Mischung, 24. Juni 2011
Tja. Meine beiden Vorrezensenten haben das Feld ja schon ziemlich gut abgedeckt - dieses Buch ist kein nettes, harmloses "nee, wat sin die Rheinländer lustisch"-Buch, sondern holt an einigen Stellen schon ziemlich den Holzhammer raus.

Das liest sich an einigen Stellen wirklich faszinierend - die Einträge über Konrad Adenauer oder den Kölner Klüngel sind richtig gut -, an anderen hingegen fragt man sich, warum der Autor sich überhaupt die Mühe macht - zum Beispiel der Artikel über den Orden wider den tierischen Ernst, der zwei gerne gemachte deutsche Fehler kombiniert, Polemik für Satire zu halten und Leute, die eine andere Meinung als man selbst vertreten, konsequent für Vollpfosten zu halten.

Und je mehr Artikel man liest, um so mehr keimt der Verdacht auf, dass sich da jemand im Speziellen an Köln abarbeitet. Kein anderes Thema wird auf so drastische und bösartige Weise bearbeitet wie die Fehler der Stadt und ihrer Führungsspitzen. Das ist einerseits gerechtfertigt (Klüngel, Fritz Schramma und einige andere Stichworte), andererseits fragt man sich irgendwann, warum man nicht gleich das vielfach zitierte Buch "Kölner Mythen" gekauft hat, dessen Inhalte mehr oder weniger ungeprüft und offenkundig zustimmend übernommen werden.

Fazit: Liest sich ganz amüsant, wenn man damit klarkommt, dass hier ziemlich einseitig auf Köln eingeprügelt wird.


LEGO Rock Band
LEGO Rock Band
Wird angeboten von Der Preishammer
Preis: EUR 27,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gewohnter Spielspaß mit unnötigen Fehlern, 3. Dezember 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: LEGO Rock Band (Videospiel)
Lego Rock Band ist vom Spielprinzip her nahezu identisch mit den anderen Spielen aus der Rock Band/Guitar Hero-Reihe. Was bringt es also Neues mit, das ein eigenes Spiel rechtfertigt? Da wäre insbesondere der Story-Modus zu nennen, bei dem man solo oder mit bis zu vier Spielern eine absurd-übersteigerte Variante der klassischen Bandkarriere "from zero to hero" spielt. Insbesondere die Rock-Herausforderungen, bei denen man die Macht des Rock nutzt, um bestimmte Ziele zu erreichen, sind hervorragend gemacht, und auch die Liedauswahl entspricht den hohen Standards, die Rock Band 2 gesetzt hat (mit überraschend vielen Bands aus Großbritannien - The Zutons, The Coral, Blur).

Leider lässt sich das nicht von der Übersetzung sagen, denn die sieht vielfach so aus, als hätte jemand das Textfile des Originalspiels durch ein Übersetzungsprogramm gejagt, ohne viel darauf zu achten, ob das, was dabei rauskommt, Sinn ergibt. Stilblüten wie "Südlicher Rock" (für das auch im Deutschen "Southern Rock" genannte Musikgenre) sind da noch harmlos - wesentlich ärgerlicher sind Texte, die keinerlei Zusammenhang haben, bis man sie wieder ins Englische übersetzt. Gerade bei einem Spiel, das sich im Vergleich mit Rock Band 2 an ein jüngeres Publikum richtet, ist das schlicht intolerabel. Und eine Warnung: Die europaexklusiven Songs aus Rock Band 1 bringen das Spiel im Moment zum Absturz! (Da das Spiel einen Filter für nicht familientaugliche Lieder hat, sind davon nur Hysteria und Rock'n'Roll Star betroffen, aber ärgerlich ist es doch.)

Fazit: Ein exzellentes Trackpack für Rock Band (alle Songs sind gegen Gebühr exportierbar), als Spiel hier und da ein wenig unausgereift.


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