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Filmfan

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Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen
Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen
von Christian Weymayr
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr wichtiges Buch, 30. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch zeigt sachlich und in sehr verständlicher Weise, was Homöopathie ist, warum sie nicht wirken kann, warum selbst Ärzte, die nicht an die Globuli glauben, diese trotzdem verschreiben, warum sie so populär ist und wie sie es schafft, sich an Universitäten, in der Politik und in den Medien zu etablieren.

Es wird ausführlich erklärt, wie das Gedankenkonstrukt der Homöopathie aussieht und wo die Widersprüche liegen. Weiters wird sehr anschaulich gezeigt, dass die Homöopathie höchstens als Gesamtpaket wirken kann (ganzheitlicher Ansatz) und die eigentliche Wirkung durch Konditionierung (toll: mitunter am Beispiel des Pawlowschen Hundes), Placeboeffekt und natürlichen Krankheits- und Heilungsverlauf verursacht wird.

Besonders interessant fand ich das Kapitel, wo es um die lateinische Namensgebung der homöopathischen Produkte geht, um eine scheinbare Seriösität vorzugaukeln, da die Mittel dann nur in Apotheken verkauft werden dürfen. Ausserdem wäre es marketingtechnisch nicht besonders empfehlenswert, z.B. den Wirkstoff "Hundekot" oder "Spinnengift" auf dem Globuligefäß zu verewigen.

Ein Buch, wie ich es jedem empfehlen kann, der sich für Homöopathie interessiert und sich unvoreingenommen informieren möchte. Einige Quellenangaben verlocken zu weiteren Recherchen im Internet, auch wenn diese doch recht dürftig sind, was aber für ein populärwissenschaftliches Buch in Ordnung geht.

Würden es nur mal ein paar der dogmatischen Pseudorezensenten lesen ...


Die magische 11 der Homöopathie (GU Ratgeber Gesundheit)
Die magische 11 der Homöopathie (GU Ratgeber Gesundheit)
von Sven Sommer
  Taschenbuch

21 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Inhalt des Buches widerspricht sich selbst und auch den Naturwissenschaften!, 30. März 2013
Gleich zu Beginn im Vorkapitel "Ein Wort zuvor" wird der Eindruck vermittelt, die Homöopathie wäre eine erwiesene Heilmethode, "die zu einer der wichtigsten Heilmethoden unserer Zeit geworden" sei. Ich frage mich, auf welche seriöse Studien sich die Autoren berufen?

Ab Seite 8 wird Hahnemanns großer Irrtum beschrieben und in keinster Weise hinterfragt. Die nächsten Seiten sind eine einzige Lobeshymne auf den Begründer dieser seit 200 Jahren nicht belegten "Heilmethode".

Die Autoren schrecken auch nicht davor zurück, einem Kind bei hohem Fieber Aconitum, "die passende homöopathische 'Erste Hilfe'", zu empfehlen.

Auf Seite 27 gibt es einen Kasten "Energie statt Materie", wo behauptet wird, "Doch je höher ein Mittel verdünnt und verschüttelt wurde, desto feiner ist dessen Energie und umso tiefer dringt es im menschlichen Organismus vor, berührt schließlich Seele und Geist". Eigentlich ungeheuerlich, 2008/2009 noch ein Buch über eine "Heilmethode" zu veröffentlichen, deren fundamentaler Grundpfeiler rein esoterisch begründet ist und somit den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entgegensteht.

Ausserdem widersprechen die Autoren / Homöopathen Hahnemanns Anforderungen bzw. sich selbst:
1) Wenn die Wirkung der Globuli laut Hahnemann durch höhere Verdünnungen noch intensiver sein soll, warum empfehlen die Autoren / Homöopathen dann oft die mehrmalige Einnahme eines bestimmten Wirkstoffes??
2) Wie wird verhindert, dass bei den Verdünnungsschritten auch Wirkungen von Elementen auftreten, die unerwünscht sind (z.B. kleinste Verschmutzungen in den Wänden der Verdünnungsgefäße)? Wie soll also beim Schütteln und Verreiben sichergestellt werden, dass nur die erwünschte Substanz verdünnt wird? Somit liegt eigentlich auf der Hand, dass mehr als 1 "Element" verdünnt wird, was wiederum dem §149 von Hahnemanns Organon widerspricht, der ein Einzelmedikament fordert.

Ab Seite 31 werden die Geschichten/Erlebnisse von Anwendern der homöopathischen Mittel gelistet, die Autoren nennen diese Geschichten "Erfahrungen", ohne zu hinterfragen, ob die Anwender auch ohne Einnahme der Zuckerkügelchen einen genauso schnellen natürlichen Heilungsverlauf erfahren hätten.

Ab Seite 114 das Kapitel "Die drei Säulen der Homöopathie", wo die längst widerlegte Wirkung von z.B. Hochpotenzen erklärt wird.

Im Kapitel "Häufige Fragen, wichtige Antworten" (S. 119) wird auf die Frage "Gibt es Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie?" mit "Ja, zahlreiche. ...." geantwortet. Mit dieser Antwort dürfte gemeint sein, es gäbe Beweise für die Wirksamkeit von Globuli, etc. Denn es wird als Beispiel eine Studie der Berliner Charité erwähnt, die zwar eine Verbesserung der Leiden der Probanden zeigen konnte, jedoch - wie auch die Forscher zugeben mussten - kein Rückschluss auf die tatsächlichen Einflussfaktoren gemacht werden kann (z.B. Globuli). Neben den Placeboeffekten könnten u.a. genauso die konventionellen Medikamente für die Verbesserung verantwortlich gewesen sein, welche die Probanden während der Studie weiter einnehmen durften.

Liebe Autoren, ist das Ihr Ernst, diese Studie als Beleg für die Wirksamkeit der Globuli zu nennen?

Zusammenfassung:
Ein Buch, in dem Dinge postuliert werden, die sich selbst widersprechen bzw. längst widerlegt sind und auch den Erkenntnissen der Naturwissenschaften widersprechen!

Hände weg von diesem Buch!
Kommentar Kommentare (19) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2014 8:11 PM CET


Globuli statt Pillen: Die besten homöopathischen Alternativen zur Schulmedizin (GU Ratgeber Gesundheit)
Globuli statt Pillen: Die besten homöopathischen Alternativen zur Schulmedizin (GU Ratgeber Gesundheit)
Preis: EUR 9,99

8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr schlechtes Buch!, 12. März 2013
Beim Einstieg hat man sofort den Eindruck, es handle sich ausschließlich um eine Werbung für die Homöopathie: "im Wort zuvor" heißt es etwa: "Homöopathie ist die sanfteste und effizienteste Erste Hilfe, die Sie selbst durchführen können".

Dem Leser wird der Eindruck vermittelt, die Homöopathie sei nachgewiesen, wie beispielsweise auf Seite 4, Kapitel "Sanfte Medizin ...", sie wäre ein schneller Helfer, sogar in Akutfällen.

Ohne jegliche Beweise anzuführen und ohne auf doppel- bis dreifachverblindete peer-reviewte Studien zu verweisen, welche den Globuli eine Daseinsberechtigung liefern müssen, geht es im Unterkapitel "Die Summe der Erfahrung" weiter in Richtung Werbung für Hahnemanns großen Irrtum.

Scheinbar haben die Autoren versucht, einen Hauch von Wissenschaft in ihr Buch zu bringen, indem sie zwischen den Kapiteln und Absätzen Begriffserklärungen einbringen, wie beispielsweise "Randomisierte Doppelblindstudie". Um letztere in ihrer Wichtigkeit abzuwerten, wird auf Semmelweis verwiesen, der scheinbar ähnlich wie Hahnemann gearbeitet habe, also keine Studien notwendig hatte, um zu zeigen, dass auch die Vorgehensweise Hahnemanns dann richtig sein müsse, dessen Maßstab scheinbar deutlich einfacher wäre, weil er einfacht unterstellt, die Arznei helfe oder helfe nicht, ohne den natürlichen Krankheitsverlauf, Placeboeffekte, Konditionierung, etc. zu berücksichtigen. Der Placeboeffekt wird nur in im oben erwähnten Begriffserklärungsbeispiel genau 1x erwähnt, und dort aber nicht im Zusammenhang mit der Homöopathie.

Mit längst von den Naturwissenschaften widerlegten Behauptungen geht es im Kapitel "Die drei Säulen der Homöopathie" weiter. Im Absatz "Potenzierung" wird tatsächlich wortwörtlich behauptet: "... Bei dieser Dynamisierung geht die Energie des Mittels offenbar auf die Wassermoleküle über".

Gegen Ende des Buches, Kapitel: "Die homöopathische antibakterielle Grundtherapie", werden natürlich auch die "Schattenseiten" der Antibiotika (inkl. zunehmende Resistenz der Bakterien) als Rechtfertigung für den Einsatz der wirkungslosen Globuli nicht ausgelassen.

Die Homöopathie als solche wird in keiner Zeile des Buches hinterfragt, sie wird fälschlicherweise als wirksam vorausgesetzt. Es wird zwar immer wieder von Studien gesprochen, die Links/Quellen dazu fehlen aber bzw. die Studien selbst werden nicht genannt, ausser beispielsweise die der Homöopathie Gläubigen, wie Berliner Charité.

Bis auf ein paar "nicht-homöopathische" Tipps, die sogenannten "Helfer aus der Naturheilkunde" (z.B. Erstversorgung bei Verletzungen, Johanniskraut bei depressiven Verstimmungen) sowie einigen schulmedizinischen Erklärungen, ist der Inhalt des Buches längst widerlegt und deshalb mehr als anzuzweifeln.

Mein einziger Eindruck: Mit dieser Werbeschrift will Geld verdient werden ... das wars leider!

Fazit:
Selten ein so schlechtes und schlecht recherchiertes Buch gelesen!

Empfehlung:
Hände weg von dem Buch!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2013 11:34 PM CET


TheChina Study The Most Comprehensive Study of Nutrition Ever Conducted and the Startling Implications for Diet, Weight Loss and Long-term Health by Campbell, T. Colin ( Author ) ON Aug-01-2006, Paperback
TheChina Study The Most Comprehensive Study of Nutrition Ever Conducted and the Startling Implications for Diet, Weight Loss and Long-term Health by Campbell, T. Colin ( Author ) ON Aug-01-2006, Paperback
von Thomas M. Campbell II
  Taschenbuch

55 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aus wissenschaftlicher Sicht leider nicht zu akzeptieren, 17. November 2012
Wäre das Buch als erster Teil einer wissenschaftlichen Studie zu verstehen, könnte man mehr als 1 Stern in Erwägung ziehen. Da Prof. Campbell aber nur jene Daten der China Study für seine Analysen berücksichtigt, welche seine eigenen Thesen untermauern (es werden ausschließlich univariate Korrelationen von tierischen Proteinen, tierischem Fett und Krebs, Herzkreislauferkrankungen, etc. berechnet), fehlt ein wesentlicher Teil um dem Anspruch einer wissenschaftlichen Studie gerecht zu werden, nämlich der Test mit Vergleichsgruppen. Am schlimmsten ist, dass erschreckenderweise aufgrund von deskriptiven univariaten(!) Korrelationen kausale Zusammenhänge abgeleitet werden, was wissenschaftlich vollkommen untragbar ist.

1.) Zur selektiven Auswahl der Daten:
Auf keiner einzigen Seite des Buches sind Thesen und darauf anschließende Korrelationen über Blutzucker, Alkohol, Weizen, Konsum von Früchten, Gemüse, überhaupt vor allem Konsum pflanzlicher Fette und pflanzlicher Proteine mit Krankheiten zu finden. Um ersten wissenschaftlichen Grundregeln standzuhalten, hätte er vergleichsweise - wenn schon unbedingt ceteris paribus univariat - auch Korrelationen mit pflanzlichen Bestandteilen gegenüberstellen müssen.

2.) Univariate Korrelationen und Ableitung von kausalen Zusammenhängen:
An seine univariaten Korrelationen schließen keine(!) statistischen Tests an und werden sofort, ohne die Thesen mit einer Kontrollgruppe (sollte sich von der Testgruppe idealerweise nur durch die untersuchte Eigenschaft selbst selbst unterscheiden) zu vergleichen, als Kausalzusammenhänge interpretiert. Korrelationen können als erste Indikatoren für vermutete Thesen natürlich berechnet werden, jedoch daraus Ursache-Wirkungen abzuleiten, ist grob fahrlässig, die Gefahr von Scheinkorrelationen bleibt bestehen.

Um das zu verdeutlichen, könnte man beispielsweise auch eine These untersuchen, die folgendermaßen lautet:
"Zu wenig Konsum von Kuhmilch führt zu den weltweit höchsten Magenkrebsraten in China und in Japan" (Die Zahlen für die Magenkrebsraten sind belegt und auf der WHO Website veröffentlicht: globocan.iarc.fr/).

Da in China und Japan tatsächlich sehr wenig Kuhmilch konsumiert wird, gibt es eine stark negative Korrelation zwischen Kuhmilchkonsum und Magenkrebsrate, da z.B. in Europa die Magenkrebsrate weit niedriger ist, der Konsum von Kuhmilch aber sehr hoch.

Würde man mit der "Methode" von Prof. Campbell analysieren, wären die Arbeiten hier abgeschlossen und man könnte tatsächlich den Schluss ziehen, "zu wenig Kuhmilchkonsum bedingt eine höhere Magenkrebsrate".

=> Ohne anschließende Tests können keine Beweise aus den Untersuchungen abgeleitet werden, weil eben - wie mein Beispiel zeigen soll - Scheinzusammenhänge nicht ausgeschlossen werden können.

Denise Minger hat ebenfalls ausführliche Analysen gemacht, im Gegensatz zu Prof. Campbell aber weit mehr Daten (insb. pflanzliche Bestandteile als unabhängige Variable) in Betracht gezogen und aus den Korrelationen aber KEINE Zusammenhänge abgeleitet, weil dies ohne statistische Tests gar nicht möglich ist. Sollte nun wieder Kritik an Denise Minger und ihrer scheinbaren Inkompetenz losbrechen, bitte zuerst ihre wirklich sehr umfangreichen Analysen kritisch überprüfen und dann sachliche Einwände bringen, aber nicht bezogen auf ihre Ausbildung, Beruf, sondern ausschließliche auf ihre durchgeführten Analysen.

3.) Nicht im Buch behandelte Themen und offene Fragen

- Warum weist Prof. Campbell nicht auf die weltweit höchsten Magenkrebsraten in China und Japan hin und warum zeigt er keine Korrelationen zwischen Kuhmilchkonsum und Magenkrebs im Ländervergleich?
- Warum erwähnt er in keinem seiner Kapitel, dass im Iran die Brustkrebsrate noch niedriger ist als in China, obwohl der Konsum und Export von Kuhmilch sehr "europäisch hoch" ist: siehe Exportregister und Konsum in den Landesstatistiken)?
- Warum berücksichtigt er bei seinen Korrelationen ausschließlich tierische Inhaltsstoffe?

Fazit:
Ich denke, dass das Buch von Prof. Campbell als Einführung und erster Schritt ein wichtiger Beitrag und Ansatzpunkt für Diskussionen, Untersuchungen, Feldexperimente wäre. Die durchgeführten Korrelationsanalysen müssten aber

- um sämtliche Daten der China Study vervollständigt werden, d.h. nicht nur jene Daten unter die Lupe nehmen, die die eigenen Thesen stützen.
- um anschließend statistischen Tests zu unterwerfen.

Nach den Tests kann man beurteilen, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen tierischen Inhaltstoffen und Krebs, Herzkreislauferkrankungen, etc. besteht oder nicht. Wäre sehr interessant ...

Da dieses Buch aber leider aufgrund von einfachen univariaten(!) Korrelationsanalysen als abgeschlossen zu verstehen ist, sind diese Schlüsse der Analyse aus oben angeführten Gründen - so schade es ist - schwerst anzuzweifeln! Umso weniger verstehe ich die durchwegs hohe Begeisterung für dieses Buch.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 11, 2013 10:58 PM MEST


China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise - Bio
China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise - Bio
von T. Colin Campbell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

184 von 246 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aus wissenschaftlicher Sicht leider nicht zu akzeptieren, 9. November 2012
Wäre das Buch als erster Teil einer wissenschaftlichen Studie zu verstehen, könnte man mehr als 1 Stern in Erwägung ziehen. Da Prof. Campbell aber nur jene Daten der China Study für seine Analysen berücksichtigt, welche seine eigenen Thesen untermauern (es werden ausschließlich univariate Korrelationen von tierischen Proteinen, tierischem Fett und Krebs, Herzkreislauferkrankungen, etc. berechnet), fehlt ein wesentlicher Teil um dem Anspruch einer wissenschaftlichen Studie gerecht zu werden, nämlich der Test mit Vergleichsgruppen. Am schlimmsten ist, dass erschreckenderweise aufgrund von deskriptiven univariaten(!) Korrelationen kausale Zusammenhänge abgeleitet werden, was wissenschaftlich vollkommen untragbar ist.

1.) Zur selektiven Auswahl der Daten:
Auf keiner einzigen Seite des Buches sind Thesen und darauf anschließende Korrelationen über Blutzucker, Alkohol, Weizen, Konsum von Früchten, Gemüse, überhaupt vor allem Konsum pflanzlicher Fette und pflanzlicher Proteine mit Krankheiten zu finden. Um ersten wissenschaftlichen Grundregeln standzuhalten, hätte er vergleichsweise - wenn schon unbedingt ceteris paribus univariat - auch Korrelationen mit pflanzlichen Bestandteilen gegenüberstellen müssen.

2.) Univariate Korrelationen und Ableitung von kausalen Zusammenhängen:
An seine univariaten Korrelationen schließen keine(!) statistischen Tests an und werden sofort, ohne die Thesen mit einer Kontrollgruppe (sollte sich von der Testgruppe idealerweise nur durch die untersuchte Eigenschaft selbst selbst unterscheiden) zu vergleichen, als Kausalzusammenhänge interpretiert. Korrelationen können als erste Indikatoren für vermutete Thesen natürlich berechnet werden, jedoch daraus Ursache-Wirkungen abzuleiten, ist grob fahrlässig, die Gefahr von Scheinkorrelationen bleibt bestehen.

Um das zu verdeutlichen, könnte man beispielsweise auch eine These untersuchen, die folgendermaßen lautet:
"Zu wenig Konsum von Kuhmilch führt zu den weltweit höchsten Magenkrebsraten in China und in Japan" (Die Zahlen für die Magenkrebsraten sind belegt und auf der WHO Website veröffentlicht: globocan.iarc.fr/).

Da in China und Japan tatsächlich sehr wenig Kuhmilch konsumiert wird, gibt es eine stark negative Korrelation zwischen Kuhmilchkonsum und Magenkrebsrate, da z.B. in Europa die Magenkrebsrate weit niedriger ist, der Konsum von Kuhmilch aber sehr hoch. Natürlich kann man nicht auch automatisch behaupten, dass der zu wenige Kuhmilchkonsum zu dieser hohen Magenkrebsrate führt.

Würde man mit der "Methode" von Prof. Campbell analysieren, wären die Arbeiten allerdings hier abgeschlossen und man könnte tatsächlich den Schluss ziehen, "zu wenig Kuhmilchkonsum bedingt eine höhere Magenkrebsrate".

Was ich versuche zu verdeutlichen:
Ohne anschließende Tests können natürlich noch keine Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge aus den Untersuchungen abgeleitet werden, weil eben - wie mein Beispiel zeigen soll - Scheinzusammenhänge nicht ausgeschlossen werden können.

Denise Minger hat ebenfalls ausführliche Analysen gemacht, im Gegensatz zu Prof. Campbell aber weit mehr Daten (insb. pflanzliche Bestandteile als unabhängige Variable) in Betracht gezogen und aus den Korrelationen aber KEINE Zusammenhänge abgeleitet, weil dies ohne statistische Tests gar nicht möglich ist. Sollte nun wieder Kritik an Denise Minger und ihrer scheinbaren Inkompetenz losbrechen, bitte zuerst ihre wirklich sehr umfangreichen Analysen kritisch überprüfen und dann sachliche Einwände bringen, aber nicht bezogen auf ihre Ausbildung, Beruf, sondern ausschließliche auf ihre durchgeführten Analysen.

3.) Nicht im Buch behandelte Themen und offene Fragen

- Warum weist Prof. Campbell nicht auf die weltweit höchsten Magenkrebsraten in China und Japan hin und warum zeigt er keine Korrelationen zwischen Kuhmilchkonsum und Magenkrebs im Ländervergleich?
- Warum erwähnt er in keinem seiner Kapitel, dass im Iran die Brustkrebsrate noch niedriger ist als in China, obwohl der Konsum und Export von Kuhmilch sehr "europäisch hoch" ist: siehe Exportregister und Konsum in den Landesstatistiken)?
- Warum berücksichtigt er bei seinen Korrelationen ausschließlich tierische Inhaltsstoffe?

Fazit:
Ich denke, dass das Buch von Prof. Campbell als Einführung und erster Schritt ein wichtiger Beitrag und Ansatzpunkt für Diskussionen, Untersuchungen, Feldexperimente wäre. Die durchgeführten Korrelationsanalysen müssten aber

- um sämtliche Daten der China Study vervollständigt werden, d.h. nicht nur jene Daten unter die Lupe nehmen, die die eigenen Thesen stützen.
- um anschließend statistischen Tests zu unterwerfen.

Nach den Tests kann man beurteilen, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen tierischen Inhaltstoffen und Krebs, Herzkreislauferkrankungen, etc. besteht oder nicht. Wäre sehr interessant ...

Da dieses Buch aber leider aufgrund von einfachen univariaten(!) Korrelationsanalysen als abgeschlossen zu verstehen ist, sind diese Schlüsse der Analyse aus oben angeführten Gründen - so schade es ist - schwerst anzuzweifeln! Umso weniger verstehe ich die durchwegs hohe Begeisterung für dieses Buch.
Kommentar Kommentare (164) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 19, 2014 6:10 PM MEST


Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb: Merkwürdige Zufälle und unerklärliche Phänomene
Warum die Uhr stehenblieb, als Opa starb: Merkwürdige Zufälle und unerklärliche Phänomene
von Bernd Harder
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig!, 5. Dezember 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Hätte das Buch den Titel "Die Uhr blieb stehen, als Opa starb", würde er den Inhalt besser beschreiben: 90% des Buches sind halb spannende bis langweilige Grusel-Geschichten aus diversen Esoterik Internetforen. Die restlichen 10% erklären die wirklichen Hintergründe jedes Themas sehr oberflächlich in ein paar wenigen Seiten. Dabei gibt es jedenfalls kein Aha-Erlebnis, im Gegenteil: Die Erklärungen, die man liest, kann man sich auch selbst geben und Fragen, bei denen man gespannt wartet, dass sie am Ende des Kapitels beantwortet werden, werden einfach nicht beantwortet.

Fazit:
Wer sich ein Buch mit dem Titel "Die Uhr blieb stehen, als Opa starb" erwartet, wird sich vielleicht über ein paar spannende Geschichten freuen. Wer sich umfangreiche kritische Auseinandersetzung erwartet, wird sehr enttäuscht sein.


Lunaffair
Lunaffair
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Düsterer Gothic Rock vom feinsten, 20. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Lunaffair (Audio CD)
Wirklich tolle Musik der Superlative !!

Musik ist unverwechselbar, auch wenn meiner Meinung nach gewisse Einflüsse erkennbar sind. Insbesondere "Fever" (Stimme) klingt ein wenig nach Sisters Of Mercy, nur viel besser. Die Musik erinnert mich aber auch ein wenig an die späten Deep Purple der 90er (Einflüsse aus dem Barock), an ASP und an Within Temptation.

Einfach genießen ...


Un Uomo Da Rispettare
Un Uomo Da Rispettare

5.0 von 5 Sternen Genialer Ennio Morricone Soundtrack, 9. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Un Uomo Da Rispettare (Audio CD)
Für mich der wahrscheinlich beste Soundtrack von Ennio Morricone: Trompeten ... man weiß manchmal nicht genau, ist es die Musik oder hört man Schiffshupen am Hamburger Hafen. Ennio Morricone hat sicher vorm Komponieren die Drehorte besucht. Und dann das "Schlussduell" wie in einem Italowestern: Kirk Douglas gegen Giuliano Gemma. Nicht zufällig sind bei der Produktion viele Personen beteiligt, die auch wesentlich für den Erfolg der Italowestern verantwortlich sind: Michele Lupo, Giuliano Gemma, Tonino Delli Colli ... und last but not least: eben Ennio Morricone.

Musik der Superlative !! Einfach genießen !!


Quentin Tarantino's Inglourious Basterds
Quentin Tarantino's Inglourious Basterds
Preis: EUR 11,74

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Auswahl von Ennio Morricone durch Tarantino, CD Soundtrack ist aber enttäuschend unvollständig !, 17. November 2009
Quentin Tarantino hat mal wieder gut gewählt, obwohl diesmal keine Tracks aus Sergio Leone Western dabei sind. Diesmal setzt er vor allem auf Sergio Corbucci, Sergio Sollima, Giulio Petroni und Duccio Tessari.

Nach dem Vorspann erklingt Morricones Interpretation von "Für Elise" aus dem Duell von Lee van Cleef gegen den bösen österreichischen Baron in La Resa Dei Conti / Der Gehetzte der Sierra Madre / The Big Gundown.

Weitere Morricone Highlights:

Als der Bärenjude aus der Höhle kommt, ertönt die Musik des Duells von Tomas Milian (Messer) gegen den Kindermörder (Revolver), ebenfalls aus La Resa Dei Conti.

Un Amico in der zweiten Hälfte des Films ist aus "Revolver" (mit Oliver Reed) und am Ende ist noch Rabbia e Tarantella aus dem Taviani Film "Allonsanfan" zu hören.

Leider fehlen auf dem Soundtrack einige tolle Morricone Nummern aus dem Film:

1) L'incontro Con La Figlia aus Il Ritorno Di Ringo / Ringo kehrt zurück.
Der Track wird bei der Flucht der einzigen Überlebenden des Massakers zu Beginn gespielt.

2) Il Mercenario (Reprisa) aus Il Mercenario / Mercenario, der Gefürchtete
Der Track wird im Wald bei der Höhle gespielt.

3) Algiers, November 1954 aus La Battaglia Di Algeri / Schlacht um Algier

4) Mystic and Severe aus Da Uomo A Uomo / Death Rides A Horse / Die Rechnung wird mit Blei bezahlt
Der Track wird vor der Premiere vorm Kinosaal kurz gespielt.

Natürlich sind auch die anderen Nummern wie David Bowie's Putting Out The Fire gut gewählt.

Da ich den Film gesehen hab, vermisse ich allerdings die 4 erwähnten Titel. Ausserdem fehlen mindestens 4 weitere Nummern, d.h. der Soundtrack bietet nur 14 von mindestens 22(!) Tracks. Deshalb nur 3 Sterne.

Alternative: Schallplatte kaufen, die bietet angeblich 20 Titel.

Info: Sämtliche Titel des Films sind auf der Website von Tarantino zu finden.


Samsung DVD HR 757 DVD- und Festplatten-Rekorder 320 GB (DivX-zertifiziert, Upscaling 1080i, HDMI) schwarz
Samsung DVD HR 757 DVD- und Festplatten-Rekorder 320 GB (DivX-zertifiziert, Upscaling 1080i, HDMI) schwarz

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für bescheidene Ansprüche geeignet !, 1. Januar 2008
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir diesen DVD-Recorder im Oktober 2007 gekauft, war begeistert aufgrund des wirklich niedrigen Preises und der großen Festplatte. Ausserdem war ich optimistisch, was die integrierte USB-Schnittstelle betrifft. Ich dachte, dass ich aufgenommene Filme auf die externe Festplatte überspielen kann, um im nachhinein Filme am PC bearbeiten zu können.

Begonnen hat die Enttäuschung, als der Recorder die Festplatte (chiligreen) nicht erkannt hat. Leider ist es nur möglich, mp3's, jpegs und divx von der HDD auf USB-Stick (sandisk) oder umgekehrt zu kopieren. Somit ist die USB-Schnittstelle im Prinzip sinnlos für mich. Um Filme auf den PC zu bringen, ist es jedesmal notwendig, Titel auf eine DVD-RW zu brennen und dann auf den PC zu rippen, da scheinbar der PC auch den DVD-Recorder per USB nicht als externe Festplatte erkennt !

Eine kürzlich entdeckte Schwachstelle kann beim nachträglichen Schneiden eines Films zum Problem werden. Listet man vor dem Schneiden die aufgenommenen Filmtitel z.B. alphabetisch (ursprünglich scheinbar bei Einschalten des Gerätes immer chronologisch nach Datum und Zeit der Aufnahme) und ändert sich folglich die Nummerierung des zu schneidenden Titels (z.B. ursprünglich Nr. 12, alphabetisch Nr. 4) wird nicht der gewollte Titel geschnitten, sondern scheinbar jener, welcher nun die Nr. 12 hat od. jener welcher zuvor Nr. 4 hatte ???!!! Wie auch immer, jedenfalls wurden nun andere Filme unbeabsichtigt zerhackt ... leider nicht mehr rückgängig zu machen. Bei einigen Filmen ist es auch passiert, dass bei Anwählen eines geschnittenen Teiles jedesmal das Gerät abstürzt, in der Folge das Gerät abgeschaltet und wieder eingeschaltet werden muss. Diese fehlerhaften Titel können auch nicht gelöscht werden (ebenfalls Absturz), scheinbar erst beim Formattieren der Festplatte, wo aber sämtliche Titel gelöscht werden ! Scheinbar auch kein Hinweis in der Bedienungsanleitung.

Weitere Mängel:

1. Sehr laut beim Ein- u. Ausschalten
2. Schlechte Bedienungsanleitung (leider nur deutsch enthalten), d.h. unzureichende Angaben
3. Beim Schneiden von Zeitsequenzen nach Ende des Films (z.B. noch aufgenommene Werbung) kann die Zeitmarke nicht direkt angewählt werden, sondern nur durch Schnellvorlauf (kann 1-2 Minuten dauern)
4. Grundeinstellung, dass bei Einlegen einer DVD KEINE(!) Untertitel angezeigt werden sollen, kann scheinbar nicht vorgenommen werden, d.h. es kann nur zwischen verschiedenen Sprachen des Untertitels gewählt werden. Somit wird automatisch immer ein Untertitel angezeigt (bestimmte Sprache eines Untertitels kann man natürlich fix einstellen), den man dann jedesmal nach Einschalten des DVD-Recorders manuell wieder deaktivieren muss, wenn man beispielsweise einen in Englisch gedrehten Film auf Deutsch und folglich natürlich ohne deutsche Untertitel sehen möchte ... sehr nervig ! Funktioniert scheinbar nur bei Kombination aus Wählen der Audio-Spur "Original" und Untertitel "Automatisch" innerhalb der Geräte-Grundeinstellungen. Sogar mein letzter Billigst-DVD Player hatte keine Probleme damit !

Leider habe ich keinen Vergleich mit anderen DVD-Recordern, da dieser mein erster ist.

Für Einsteiger ist dieser Recorder sicher zu empfehlen. Wer etwas Erfahrung beim Filmschneiden oder Nachbearbeiten eines Films am PC hat (Qualtitätsmaximierung auf 4,7 GB Rohlinge), wird von diesem Gerät schwer enttäuscht sein.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 31, 2011 8:09 PM CET


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