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Rezensionen verfasst von
Buchstabenzauber

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Was aus Liebe geschieht
Was aus Liebe geschieht
von Anna McPartlin
  Taschenbuch

37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühl pur!, 17. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Was aus Liebe geschieht (Taschenbuch)
Die Geschichte beginnt im Jahre 2007 relativ ungewöhnlich mit einer witzigen Kühlschranknotiz, die Alexandra für ihren Mann Tom schreibt. Kurz verlässt sie zum allerletzten Mal das Haus.
Die nächste Passage beschäftigt sich mit einem Rückblick auf den Silvesterabend 1989. Es ist das erste Silvester, an dem Ellen einen Brief ans Universum schreibt, weil sie sich Sorgen macht, alle würden um Mitternacht sterben. Den Brief vergräbt sie in einer Keksdose im Garten. Von diesem Tag an wird sie diese Prozedur jedes Jahr wiederholen.
Darauf folgt ein Brief aus dem Jahr 1990 - dieser Brief wurde von Janes Schulleiterin verfasst und an ihre Mutter geschickt, um die Schwangerschaft ihrer Tochter zu diskutieren. Anstatt ihrer Mutter den Brief zu geben, liest Jane ihn ihrer besten Freundin vor.
Der nächste Brief wurde 1996 von Imelda, Leslies Schwester, an ihren Mann Jim geschrieben. Sie bittet ihn, sich um Leslie zu kümmern - Imelda weiß, dass sie bald sterben wird und nach ihrem Tod wird Leslie keine Familie mehr haben.
Es folgt die Abschrift eines Radiointerviews: Tom sucht seit dreizehn Wochen verzweifelt nach seiner Frau.

Nach diesem ersten Kapitel war ich bereits so sehr gefesselt und gespannt, dass ich das Buch nur noch ungern aus den Händen legen konnte und diese Spannung blieb bis zur allerletzten Seite erhalten. "Was aus Liebe geschieht" beschäftigt sich mit den bewegenden Schicksalen der vier ganz verschiedenen Personen, die zufällig gemeinsam in einem Fahrstuhl stecken bleiben. Die Vier erzählen sich ihre Lebensgeschichten und eine ist tragischer als die nächste.
Die Reise, auf die sich Tom, Jane, Elle und Leslie begeben, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam ihre Probleme zu bewältigen ist unglaublich ergreifend und dramatisch, ohne dabei jemals völlig überzogen und unglaubwürdig zu sein.

Ich kann gar nicht sagen, dass ich einen Lieblingscharakter oder einen "Lieblingshandlungsstrang" hatte, weil einfach alle Figuren auf ihre eigene Weise absolut überzeugend ausgearbeitet sind und im Laufe der Geschichte und mit der Hilfe der jeweils anderen eine ebenso überzeugende Entwicklung durchleben. Selbst zunächst unscheinbare Nebencharaktere wie z.B. die garstige, alkoholkranke und dennoch irgendwie liebenswürdige Rose (Janes und Elles Mutter) sind bis ins kleinste Detail perfekt durchdacht.

Anna McPartlin braucht mit ihrem klaren und flüssigen Schreibstil keine großartigen Verschnörkelungen, um den Leser zu begeistern. Anstatt dessen fesselt sie den Leser ans Buch, indem die tragischen und ernsten Elemente mit einer riesigen Portion Gefühl und einer Prise Humor vermischt und somit eine unwiderstehliche Mischung zaubert.

"Was aus Liebe geschieht" ist auf keinen Fall eine rosarote Lovestory und auch keine leichte Kost, aber wer auf der Suche nach einer tiefgründigen und unglaublich gefühlvollen Geschichte über das Schicksal, die Freundschaft und die Liebe ist, die den Leser noch lange nach dem Umblättern der letzten Seite begleitet, wird dieses Buch lieben!


Before I Forget
Before I Forget
von Melissa Hill
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingsbuch von Melissa Hill!, 8. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Before I Forget (Taschenbuch)
Im ersten Moment klingt Before I Forget nur nach einer Geschichte, die sich darum dreht, dass die Romanheldin eine Liste mit Wünschen abarbeitet und auf diese Weise ein Abenteuer nach dem nächsten erlebt. Und genau das tut Abby auch, aber bei alldem spielt die besagte Liste bei weitem nicht die Hauptrolle und es geht um so viel mehr als nur ein paar aufgeschriebene Ziele.

Wie immer hat Melissa Hill von Anfang bis Ende mehr Verdrehungen und Wendungen in ihre Geschichte eingebaut als die atemberaubendste Achterbahn vorweisen kann und deshalb möchte ich nicht allzu viel über die spannende und unerwartete Handlung des Buches verraten und nur noch einmal betonen, dass sie viel, viel mehr bereit hält als die kurze Inhaltsangabe verspricht.

Normalerweise zeichnen sich Melissa Hills Romane außerdem dadurch aus, dass sich die Geschichte mit vielen parallellaufenden Handlungssträngen um verschiedene Personen beschäftigt, die spätestens am Ende alle miteinander verknüpft werden, doch diesmal ist es anders: Der Fokus liegt ganz eindeutig auf Abby - einem unglaublich facettenreichen und absolut liebenswürdigen Charakter - und ihrem Schicksal. Natürlich sind auch Abbys Freude und Familie mit in die Geschichte eingebunden, aber verglichen mit anderen Romanen, werden ihre beste Freundin, ihre Therapeutin, sowie auch ihre Mutter, ihre drei Schwestern und ihr Bruder nur relativ oberflächlich und ohne viele Details dargestellt. Allerdings sind diese Nebencharaktere dennoch gut ausgearbeitet und weisen alle die eine oder andere spezifische Eigenschaft auf - nur eben in einem geringeren Rahmen, da sich die Geschichte schließlich hauptsächlich um Abby dreht.
Der einzige kleine Handlungsstrang, der sich neben der Geschichte um Abby und ihren Unfall entwickelt, dreht sich um Finn, einen Hundetrainer, der mir von der ersten Sekunde an äußerst sympathisch war. Wer nun denkt, dass sich der Roman letztendlich mit nichts anderem als einer Romanze zwischen Abby und Finn (naja, und Abbys Liste) beschäftigt, der kennt Melissa Hill schlecht.

Ich habe die irische Bestseller-Autorin und ihren unvergleichlichen Einfallreichtum und Schreibstil schon oft gelobt, aber ich muss wirklich sagen, dass Mrs Hill mit Before I Forget all ihre Romane, die ich bisher gelesen und sehr geliebt habe, selbst in den Schatten stellt. Ich kann gar nicht so richtig erklären, was es genau ist, das mich so sehr an diesem Buch gefesselt und fasziniert hat. Das wundervolle Thema "Erinnerungen sammeln"? Abbys ergreifenden Tagebucheinträge? Die merkwürdigen Eigenschaften der Protagonistin wie z.B. die Angst vor "fremdem" Essen? Vielleicht Finn und seine Hündin? Die vielen Passagen, die mich zum Lachen brachten? Die vielen Überraschungen, die mir den Atem raubten? Das Ende, das mich in Tränen ausbrechen ließ? Oder gar das Eichhörnchen, das Abbys Sandwich klaut?
Letztendlich wird es vermutlich einfach jede kleinste liebevolle Kleinigkeit sein, die dieses Buch so rundum perfekt und zu einem meiner Lieblingsbücher macht.


Die zehn besten Tage meines Lebens: Roman
Die zehn besten Tage meines Lebens: Roman
von Adena Halpern
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich, aber gut!, 7. März 2010
Dass Die zehn besten Tage meines Lebens ein relativ außergewöhnliches Buch ist, steht wohl außer Frage. Welche andere Geschichte beginnt schon mit dem Tod der Protagonistin?

Das Buch ist in vielerlei Hinsichten "anders": Die Rahmenhandlung nimmt insgesamt nicht einmal ein Drittel des Romans ein und dreht sich um Alex, die im Himmel die Aufgabe bekommt, einen Aufsatz über die zehn beste Tage ihres Lebens zu schreiben, um zu beweisen, dass sie den siebten Himmel verdient hat - das mag zunächst vielleicht etwas lächerlich klingen und ich muss zugeben, dass ich nach den ersten paar Seiten auch gestutzt habe, aber aus dieser Aufgabe entwickelt sich die eigentliche und wunderbare Geschichte - traurig, lustig und von der ersten bis zur letzten Seite voller Gefühl.

Alex' Aufsatz, ein Rückblick auf ihr Leben, nimmt demnach den größten Teil des Buches ein und wird nach jedem Kapitel für einige Seiten von der Rahmenhandlung unterbrochen, da die Protagonistin auch im Himmel einiges erlebt. Durch diesen Erzählstil ist die gesamte Geschichte demnach wunderbar abwechslungsreich.
Ungewöhnlich ist es auch, dass sich die Protagonistin im Laufe der Geschichte nicht unbedingt weiterentwickelt, sondern hauptsächlich ihre eigene Entwicklung mittels ihres Aufsatzes selbst reflektiert, woraus sich für den Leser eine sehr interessante Perspektive ergibt.

Zu Beginn der Geschichte war mir Alex, die erst sehr oberflächlich zu sein schien, nicht wirklich sympathisch, doch mit ihrem Aufsatz hat sich meine Meinung über die Romanheldin zunehmend geändert, sodass ich sie bereits nach wenigen Kapiteln in mein Herz geschlossen hatte. Auch die anderen Charaktere wie z.B. Alex' Eltern, Großeltern, ihre beste Freundin Penelope und Adam, ein ziemlich hinreißender Typ, den Alex im Himmel kennenlernt, sind sehr gut und überzeugend ausgearbeitet.

Adena Halpern hat sich mit Die zehn besten Tage meines Lebens also an eine ungewöhnliche Geschichte herangewagt und diese aber fabelhaft gemeistert ohne zu oberflächlich, zu traurig, zu lustig oder zu unglaubwürdig zu bleiben. Eine tolle Gefühlsmischung!


Verliebt bis unters Dach: Roman
Verliebt bis unters Dach: Roman
von Sarah Monk
  Taschenbuch

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chick Lit at its best!, 13. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Verliebt bis unters Dach: Roman (Taschenbuch)
"Verliebt bis unters Dach" ist die Geschichte zweier Schwestern und einem kleinen Jungen, die ihr tristes Leben umkrempeln und endlich ihr Glück finden - jedoch nicht ohne Hindernisse. Zum Teil mag der Leser diese, ebenso wie das Ende, vielleicht erwarten, aber dennoch hält der Roman auch einige Überraschungen bereit und lässt sich sehr gut (an einem regnerischen Nachmittag mit einer großen Tasse heißer Schokolade in den Lieblingssessel gekuschelt) verschlingen und macht Lust ein eigenes Hotel zu eröffnen. Bei Sarah Monks Debütroman handelt es eben sich um ein wahres Chick Lit-Werk: erfrischend, unterhaltsam, lustig und vor allem Herz erwärmend, aber glücklicherweise auch nicht zu kitschig.

Die insgesamt runde Handlung dreht sich um eine Menge Haustiere (von großer Bedeutung) und geschätzte zwanzig Charaktere, deren Geschichten fast alle mit denen der anderen verwoben sind. So verkuppeln die beiden Schwestern und eines der Dienstmädchen beispielsweise das andere Dienstmädchen mit dem Kollegen des einen Tierarztes, in den Liesel sich verguckt hat. Zunächst mag das vielleicht kompliziert und verwirrend erscheinen, aber Sarah Monk hat alles sehr gut durchdacht und schreibt so geschickt, dass der Leser dennoch den Überblick behält und den Geschehnissen problemlos folgen kann.

Die Charaktere an sich sind mit ihren jeweiligen Eigenheiten und Merkmalen ebenfalls sehr gut durchdacht, ausgereift und authentisch - mit einer Ausnahme: Alex, Marilyns Sohn, wird nicht ganz überzeugend als Achtjähriger dargestellt. Auf der einen Seite rennt er wie ein kleiner Junge von morgens bis abends in seinem Superman-Kostüm durch die Gegend und auf der anderen Seite spricht er hingegen mit der Weisheit eines lebenserfahrenen Mannes.

Während ich mit Liesel und Marilyn mitgefiebert, mich in Ruby (einen goldigen Welpen) verliebt und schließlich mit einem zufriedenen Lächeln die letzte Seite umgeblättert habe, habe ich mir immer wieder gesagt, wie wunderbar sich dieses Buch als romantische Komödie verfilmen lassen würde. Man darf ja hoffen, hm? - Ebenso wie auf viele weitere tolle Werke von Sarah Monk.


Coming Home
Coming Home
von Melanie Rose
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch!, 8. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Coming Home (Taschenbuch)
Nachdem ich erfahren hatte, dass Melanie Rose einen zweiten Roman veröffentlichen wird und ich diese Inhaltsangabe gelesen hatte, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt haben musste. Vor einigen Monaten hatte ich Roses Debütwerk "Mein Tag ist deine Nacht" gelesen und war völlig begeistert von der spannenden Geschichte und dem wunderbaren Schreibstil der Britin. Die Inhaltsangabe von "Coming Home" erinnerte mich ebenfalls an die Handlung ihres ersten Romans und ich war äußerst gespannt, ob dieses Buch mit seinem Vorgänger mithalten könnte.

Ich habe selten ein Buch gelesen, das dermaßen spannend und packend wie ein Krimi war - von der ersten Seite bis zur allerletzten. Als Leser wusste ich im Gegensatz zur Protagonistin zwar, wie es dazu gekommen war, dass sie ohnmächtig im Schnee lag, aber das war auch der einzige Unterschied. Gemeinsam mit Kate (diesen Namen gibt sich die Romanheldin im Laufe der Geschichte selbst) habe ich gerätselt und mir den Kopf darüber zerbrochen, wer sie wohl sein mag und warum sie ausgerechnet in dieser Familie gelandet ist. Gleichzeitig wusste ich, genau wie Kate, bis zum Ende nicht, welchen der vielen merkwürdigen, mysteriösen und absolut perfekt ausgearbeiteten Charakteren sie trauen konnte, wer zur "bösen" Seite gehörte und wie die ganze Sache ausgehen würde.

Vincent machte zunächst noch einen sehr freundlichen Eindruck und war mir erst äußerst sympathisch, doch es wird relativ schnell deutlich, dass er ein böses Geheimnis hat. Wie lässt es sich sonst erklären, dass seine Frau ihn angeblich verlassen hat ohne irgendetwas mitzunehmen - nicht einmal ihren Ausweis?
Tara, Vincents Hausmädchen und Jadies Tagesmutter, ist - ähnlich wie Vincents Mutter Dempsey - eine sehr facettenreiche Person. Ich war während der gesamten Geschichte hin- und hergerissen, ob ich sie mögen sollte oder nicht. Auf der einen Seite möchte sie nur das Beste für die kranke Jadie, aber auf der anderen Seite scheint sie nicht zu wissen, was wirklich das Beste für alle wäre und behandelt die arme Kate nicht immer freundlich.
Jadie ist mir (und Kate) als einzige sofort ans Herz gewachsen. Die Kleine wurde nicht nur von ihrer Mutter verlassen, sondern muss auch den Tod ihrer großen Schwester Amber verarbeiten und ist selbst sehr krank. Es war nicht nur mir ein großes Rätsel, weshalb sie so lange nicht gesprochen hatte, ausgerechnet auf Kate so positiv reagiert und ständig davon spricht, dass Amber ihr alles vorhersagen würde.
Meine Meinung hat sich über keinen der Charaktere so kolossal und häufig geändert wie über Colin, Taras Bruder. Der Psychologe hypnotisiert Kate einige Male, damit diese sich möglicherweise wieder an ihre Vergangenheit erinnert, doch anstatt dessen macht Kate im Unterbewusstsein eine Zeitreise in das Leben einer ganz anderen Frau. Doch auch Colin ist in eine düstere Geschichte verwickelt.
Zu guter Letzt gibt es noch Vincents Nachbarn: Maria mit ihrem Sohn Michael, die mir beide von Beginn an sehr seltsam und verkorkst vorkamen und den hinreißenden Adam, der mit seinen kranken Großeltern, Betty und Bill, auf der benachbarten Farm lebt. Die drei musste ich, ebenso wie Kate, einfach lieben.

Insgesamt quillt "Coming Home" also nahezu vor mysteriösen und dramatischen Geheimnissen über, die nur darauf warten endlich aufgedeckt zu werden, sodass sich am Ende eine perfekt abgerundete Geschichte ergibt. Bei alledem fehlt allerdings auch nicht eine riesengroße Portion Gefühl, Romantik und Humor.
Auf der Rückseite des Buches steht: "Ein bezaubernder und magischer Roman über vergessene Leben und zweite Chancen für Fans von Cecelia Ahern und Sophie Kinsella". Und dem habe ich absolut nichts mehr hinzuzufügen. Ich kann Melanie Roses Romane allen, die auf der Suche nach einem besonderen und magischen Leseabenteuer sind, nur wärmstens empfehlen.


Der Wunschzettel: Roman
Der Wunschzettel: Roman
von Alexandra Potter
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

4.0 von 5 Sternen Für Fans von Kinsella und Ahern!, 26. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Wunschzettel: Roman (Taschenbuch)
Fünf Pfund weniger auf den Rippen, ein schönes Paar reduzierte Schuhe - welche Frau kann sich da nicht mit Heather identifizieren, die sich hin und wieder Kleinigkeiten wünscht, die ihr Leben ein wenig perfekter machen würden? Mir ist die absolut liebenswürdige Romanheldin jedenfalls sofort ans Herz gewachsen und ich konnte jeden ihrer Wünsche nur zu gut nachvollziehen. Als ein kleines Heidesträußchen ihre Wünsche plötzlich wie durch Zauberei zu erfüllen scheint, kann Heather ihr Glück kaum fassen. All ihre kleinen und großen Probleme werden beseitigt und so steht auch eines Tages Gabe vor der Tür, der sich in Heathers freies Zimmer einmietet und ihr somit aus einer finanziellen Krise hilft.

Gabe war mir mit seiner lockeren Art auf Anhieb sympathisch und ich habe mich gleich gefragt, ob aus ihm und Heather nicht mehr werden könnte, da sie eigentlich perfekt zusammenpassen würden. Heather hat jedoch nur Augen für James, ihren vermeintlichen Traummann, der gegenüber auf der anderen Straßenseite wohnt. Mir wollte der Kerl von Anfang an nicht gefallen, als Heather zu Beginn der Geschichte schildert, wie er sie noch nie richtig beachtet hat und sie sich ansonsten vor ihm nur immer zum Affen macht, natürlich ausversehen. Doch mit ihrem Heidekraut und dem Glück in der Tasche gelingt es ihr nun selbstverständlich auch ein Date mit Mr. Perfect auszumachen und Heather schwebt auf Wolke Sieben. Ich habe mich während der ersten zweihundert Seiten gefragt, wann und wie sich die Geschichte drehen wird und was Heathers Glück zerstören könnte, allerdings dauert es nicht lange, bis sie gelangweilt feststellt, dass James vielleicht auch ZU perfekt für sie sein könnte. Als sie dann schließlich auch noch im Lotto gewinnt und ihr ihr absoluter Traumjob angeboten wird, fragt Heather sich, warum sie noch immer nicht glücklich ist und als sich dann auch noch eine für den Leser nicht ganz unerwartete Tragödie in ihrer Familie abspielt, wird ihr plötzlich bewusst, worum es im Leben wirklich geht und dass sie sich möglicherweise die falschen Dinge gewünscht hat.

Das Zitat von Oscar Wilde, das vor dem ersten Kapitel abgedruckt wurde, fasst die Geschichte somit sehr gut zusammen: "Es gibt nur zwei Tragödien im Leben. Die eine ist, nicht zu bekommen, was man sich wünscht. Die andere ist, es zu bekommen."

Ich muss anmerken, dass mir der Titel "Der Wunschzettel" überhaupt nicht gefällt. Er könnte, wo es doch mittlerweile hunderte Wunschlisten/-zettel-Romane gibt, nicht nur nicht einfallsloser und abgedroschener sein, sondern ich finde auch nicht, dass er die Geschichte gut wiederspiegelt - der englische Original-Titel "Be careful what you wish for" (etwa: "Pass auf, was du dir wünscht") ist da schon sehr viel passender. Auch die deutschen Buchcover von Alexandra Potters Romanen gefallen mir überhaupt nicht und könnten einer der Gründe sein, weshalb Miss Potters Werke in Deutschland noch nicht so populär wie etwa Kinsellas oder Aherns sind - mit ihnen mithalten könnten sie nämlich auf jeden Fall. Aber möglicherweise lassen sich leider zu viele potentielle Leser von den einfallslos gestalteten Buchcovern mit der grausigen Schrift (und dem noch grausigerem Schatten!) abschrecken. Der Titel und die Umschlaggestaltung sind daher auch der einzige Grund, warum ich einen Stern abziehe.

Nichtsdestotrotz habe ich Alexandra Potter nun bereits schon oft gelobt und ich werde es wieder tun. Es gelingt der britischen Autorin immer wieder, mich mit ihren liebevollen und unterhaltsamen Büchern in eine andere Welt voller Magie zu zaubern ohne es dabei zu sehr zu übertreiben und ohne dabei die Grenze zum Kitsch oder zur Lächerlichkeit zu überschreiten und dafür aber genügend Tiefe in ihre Geschichten zu bringen ohne ihnen dabei die wunderbare und erfrischende Leichtigkeit zu nehmen. Auch "Der Wunschzettel" ist perfekt, um sich an kalten Wintertagen einfach davonzuträumen!


Liebe völlig ausgeschlossen: Roman
Liebe völlig ausgeschlossen: Roman
von Melissa Hill
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder einmal wird die Leserin in die Irre geführt!, 21. Januar 2010
Zugegebenermaßen klingt die knappe Inhaltsangabe nicht nach einem sehr spannenden Buch, das man gelesen haben sollte - man muss nur eins und eins zusammenzählen und schon kann man sich die grobe Handlung doch bereits ausmalen, oder etwa nicht? Bei einem 0/8/15-Roman mit dieser Inhaltsangabe wäre das vielleicht der Fall, aber "Liebe völlig ausgeschlossen" wäre natürlich kein typisches Melissa-Hill-Werk, wenn nicht doch alles anders kommen würde als es sich der Leser denkt und die Geschichte an Spannung und Dramatik nicht übertroffen werden könnte.

Tara Harringtons Leben scheint wirklich perfekt zu sein - sie kann nicht nur eine erfolgreiche Karriere als Life-Coach vorweisen, sondern auch einen auffälligen und dazu passenden Sportwagen und natürlich ein glückliches Zusammenleben mit Glenn. Doch als Taras problematische und jüngere Schwester Emma plötzlich und unerwartet ihre Schwangerschaft bekannt gibt, und gleichzeitig nicht verraten möchte, wer der Vater ist, sorgt das für viele Vermutungen und Befürchtungen.
Somit scheint Eric, der absolute Träum-Ehemann von Taras bester Freundin Liz, plötzlich doch nicht mehr der Prince Charming zu sein, der er zu Beginn der Geschichte noch war. Auch der Umzug aus der Stadt aufs Land entpuppt sich als sehr gut durchdachter Spielzug. Gleichzeitig versucht Tara natürlich den beiden aus der Krise zu helfen, während sie selbst jedoch auch Böses befürchtet.
Außerdem kümmert sich Tara auch noch um Natalie, ein glamouröses und absolut sympathisches PR-Girl aus London, das eigentlich alles hat, das sie je wollte - außer einen Ehemann. Doch als Tara Natalie Tipps für die Eroberung des neuesten "Mann ihrer Träume" gibt, ahnen die beiden Frauen nicht, dass sie vielleicht mehr gemeinsam haben als sie je zu träumen wagten.

In Melissa Hills neuestem Roman ist das Chaos mal wieder perfekt und wie immer sind zahlreiche Charaktere in die komplexe Handlung verstrickt - jedoch kommt kein einziger zu kurz und wie gewohnt ist jede noch so kleine Nebenfigur charakterstark und mit größter Liebe zum Detail ausgefeilt. So hat es auch nur wenige Seiten gedauert bis Tara, ihre neue Freundin Natalie und Liz mir mit all ihren Stärken und Schwächen ans Herz gewachsen sind und ich süchtig nach dem fast 500 Seiten dicken Taschenbuch war.

Da dieses mein bereits drittes Buch von Melissa Hill ist, war ich auf ihre bekannten "Twists & Turns" gefasst und habe während des Lesens gegrübelt, welche große Überraschung sich die irische Autorin diesmal für das Ende ausgedacht hat. Ich war mir, um ehrlich zu sein, relativ sicher, dass ich den Knackpunkt der Geschichte schon aufgedeckt hatte. Als dann plötzlich doch alles total anders kam und eine Überraschung der nächsten folgte, war ich völlig von den Socken. Genau das ist es - zusammen mit der Herzenswärme, die hinter jedem gedruckten Buchstaben funkelt -, was ich so sehr an den Romanen der Irin liebe. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es keine Leserin gibt, die nicht von Melissa Hill in die Irre geführt werden kann!


Sag's nicht weiter, Liebling
Sag's nicht weiter, Liebling
von Sophie Kinsella
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiteres Kinsella-Meisterwerk!, 4. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Sag's nicht weiter, Liebling (Taschenbuch)
Sophie Kinsella zählt schon seit langer Zeit zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen und da "Sag's nicht weiter, Liebling" bereits mein achtes Buch der britischen Schriftstellerin ist, war ich mir ziemlich sicher, was mich mit diesem Bestseller (wieder) erwarten wurde: eine romantische Komödie höchster Qualität. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.

Emma ist eine typische Kinsella-Romanheldin: Nach außen hin eine ganz normale Frau mit dem einen oder anderen kleinen Problemchen, liebenswürdig, schlagfertig, lustig, hoffnungslos verliebt und dabei absolut glaubwürdig. Davon abgesehen hat sie ein paar kleine Geheimnisse, aber welche Frau hat das nicht? Es macht doch nichts, dass ihr Freund, Connor, ihre richtige Kleidergröße nicht kennt, Emma die Pflanze ihrer nervigen Kollegin mit Orangensaft gießt und sie die Mathe-Note in ihrer Bewerbung gefälscht hat, oder?
Alles beginnt damit, dass Emma diese und unzählige weitere, persönliche Geheimnisse während einer Panikattacke ihrem Sitznachbarn im Flugzeug erzählt. Als sich dieser wenig später als ihr Chef, Jack Harper, entpuppt, fürchtet Emma zunächst um ihren Job - welche Konsequenzen könnte es schließlich sonst haben, dass ihr Chef ihre intimsten Geheimnisse kennt? Doch plötzlich beeinflusst genau diese Tatsache viel mehr als nur ihren Job: Ihr Liebesleben, das Verhältnis zu ihren Eltern und ihre ganze Welt stehen Kopf.

Insgesamt ist die Geschichte im unverwechselbaren, unterhaltsamen, süchtig machenden und lustigen Kinsella-Stil - romantisch, aber nicht kitschig und lustig, aber nicht lächerlich - bis ins kleinste Detail wunderbar abgerundet und auch die anderen Charaktere sind allesamt gut ausgearbeitet, authentisch und vor allem sehr abwechslungsreich: Von Emmas unausstehlicher Cousine Kerry, über den geheimnisvollen und dennoch liebenswürdigen Jack, über ihre besorgte und beste Freundin Lissy, bis hin zu Lissys und Emmas abgedrehter Mitbewohnerin Jemima, die besonders am Ende der Geschichte noch eine ziemlich große Rolle spielt.

Als Leser habe ich mich - genau wie die Protagonistin - lange gefragt, was Jack mit den vielen Details aus Emmas Leben überhaupt anfangen würde und konnte zunächst nur beobachten, wie er Emma dazu verhilft, sich selbst zu finden und ihr Leben zu verbessern. So ist er es, der ihr bewusst macht, dass Connor, der mir übrigens von Anfang an nicht wirklich sympathisch war, überhaupt nicht der Richtige für sie ist. Jack ist auch derjenige, der die Familienverhältnisse der Corrigans nach Jahren endlich einmal klarstellt und ihr ganz nebenbei den Kopf verdreht. Jedoch ist es schließlich auch Jack, der eines Tages schließlich Emmas ganzen Geheimnisse in aller Öffentlichkeit ausplaudert und ihr Leben, wie sie sagt, ruiniert. Zunächst ist das natürlich eine unverzeihliche Katastrophe, doch das Buch wäre kein Kinsella-Roman, wenn die Autorin nicht eine perfekte Lösung, spannende Verdrehungen und ein Happy End für das Disaster, in dem letztendlich auch noch Emmas Mitbewohnerinnen verwickelt sind, parat hätte.

Kurz gesagt: Ein weiteres Kinsella-Meistwerk!


Ein Mann wie Mr. Darcy
Ein Mann wie Mr. Darcy
von Alexandra Potter
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ohne Vorwissen über Jane Austen lesen!, 16. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Ein Mann wie Mr. Darcy (Taschenbuch)
Vor Kurzem habe ich Alexandra Potters neuesten Roman "Heute schon geträumt?" gelesen und war absolut begeistert von der Geschichte und dem unterhaltsamen Schreibstil der Autorin, so dass ich nun unbedingt auch Frau Potters übrigen Romane lesen wollte bzw. auch immer noch will.
Eine Freundin hat mir "Ein Mann wie Mr. Darcy" bereits vor Monaten empfohlen und das Buch stand auch schon einige Wochen in meinem Regal, bevor ich es nun endlich gelesen habe. Ich muss zugeben, dass ich mich bisher nicht wirklich mit Jane Austens Klassikern befasst habe - klar, wusste ich in groben Zügen, worum es in "Stolz und Vorurteil" geht, aber ich war mir nicht sicher, ob mich deshalb dann gleich ein ganzes Buch, das sich um eine der Figuren dreht, überhaupt interessieren würde. Ich hatte auch ein wenig Angst, dass ich der Handlung vielleicht gar nicht folgen könnte, falls sich doch alles nur auf Jane Austens Roman beziehen würde oder ich mit Zitaten aus diesem besagten Buch erschlagen werden würde.
Nun ja, es ist schon irgendwie ziemlich ironisch, dass ich ausgerechnet diesem Buch gegenüber schon so viele Vorurteile hatte, bevor ich überhaupt eine einzige Seite gelesen hatte. Eigentlich hätte ich, besonders nachdem ich doch zuvor so begeistert war, Alexandra Potter einfach mehr vertrauen sollen.

Emily, die Protagonistin, war mir - genau wie auch Charlotte in "Heute schon geträumt?" - auf Anhieb sympathisch und hatte mein vollstes Mitleid: Von ihrer besten Freundin Stella wird sie bloß als hoffnungslose Romantikerin abgestempelt und erlebt gleichzeitig ein desaströses Date nach dem anderen. Während eines solchen Dates (mit einem Kerl, der die Rechnung nach einem gemeinsamen Dinner auf den Cent genau aufteilen möchte) beginnt eine Geschichte, die mich sofort gefesselt hat. Somit war das erste Vorurteil glücklicherweise gleich beseitigt. Um Stella über Silvester nicht auf eine Singlereise nach Mexiko begleiten zu müssen - Emily könnte sich nichts Schlimmeres vorstellen - bucht sie eine Literaturreise nach England auf den Spuren von Jane Austen, die sich zunächst als eine Seniorenfahrt entpuppt, doch für Emily schon bald viel mehr bereithält: Auf eine unerklärliche Weise erlebt sie mehrere Treffen mit ihrem Traummann Mr. Darcy, der natürlich ganz anders ist als Spike, der Journalist, der die Literaturreise begleitet. Gegenüber Spike hat Emily nämlich nicht nur eine Menge Vorurteile, sondern sie ist auch viel zu Stolz um sich einzugestehen, dass er hin und wieder auch ganz nett sein kann und vielleicht gar nicht so übel sein mag, wie sie annimmt.

Die einzige, die in ihren Tagträumen über Mr. Darcy zunächst nicht bemerkt, dass sich in ihrem eigenen Leben eine ganz ähnliche Geschichte wie in Jane Austens Klassiker abspielt, ist Emily selbst. Doch als sie dann auch noch "Stolz und Vorurteil" auf den Busfahrten liest und die aktuellen Geschehnisse mit Zitaten auf dem Buch vergleicht - ja, da waren die gefürchteten Zitate, aber sie haben perfekt gepasst und ich wurde auch nicht erschlagen - ändert sich plötzlich alles für Emily: Sie sieht endlich ein, dass sie keinem fiktionalen Mann hinterher träumen kann und dieser übrigens als "echter" Mensch auch gar nicht so toll ist wie in geschriebener Form. Mit einem gewissen realen Mann kann er dann jedenfalls nicht mehr mithalten, sobald erst einmal Stolz und Vorurteil besiegt sind.

Es ist jedoch nicht nur Emily, die im Laufe der Geschichte zu sich selbst findet und eine Verwandlung erlebt, sondern auch Stella und einige der anderen charakterstarken Frauen, die Emily auf ihrer Literaturreise kennenlernt. Insgesamt tragen diese kleinen und äußerst amüsanten und interessanten Nebenhandlungen auch zu Emilys Weiterentwicklung bei.

"Ein Mann wie Mr. Darcy" mag vielleicht total kitschig klingen, aber was erwartet man denn anderes, wenn allein schon die Protagonistin in den Frauenheld Mr. Darcy verliebt ist? Ich hatte nicht nur viele Vorurteile gegenüber diesem Roman, sondern gleichzeitig auch sehr hohe Erwartungen und wurde nicht enttäuscht: Die Geschichte ist romantisch, lustig, dramatisch, zauberhaft, überraschend, spannend und somit einfach typisch Alexandra Potter.
An manchen Stellen wäre es aber vielleicht doch besser gewesen, wenn ich mehr über Jane Austen und ihre Bücher gewusst hätte, da hin und wieder Charaktere erwähnt wurden, von denen ich noch nie gehört hatte. Somit habe ich einige Anekdoten nicht verstehen können, was ich ein wenig schade finde. Trotzdem hat mir dieser Roman sehr viel Spaß bereitet - mit "Heute schon geträumt?" kann er aber nicht mithalten.


Gleich hinter Wolke sieben: Roman
Gleich hinter Wolke sieben: Roman
von Melissa Hill
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein rosa-roter Liebesroman!, 22. November 2009
"Eve weiß genau, was sie will. Nach neun guten Jahren und zwei hinreißenden Kindern ist es Zeit, dass Liam sie zu einer richtigen Ehefrau macht. Immerhin sind sie doch sowieso schon so gut wie verheiratet, oder etwa nicht?
Eves ältere Schwester Sam weiß mehr als sie sollte. Sie dachte schon immer, dass Eve viel zu gut für Liam ist. Und sie mag es nicht, dass seine Arbeit ihn all zu oft nach Australien und somit weit weg von seiner reizenden Familie treibt.
Währenddessen - auf der anderen Seite der Welt - weiß Brooke überhaupt nichts. Bis sie eines Tages aus heiterem Himmel eine mysteriöse Lieferung bekommt, die ihr Leben gewiss für immer verändert wird. Es scheint als wolle jemand nicht, dass Brooke die Letzte ist, die etwas weiß..."

Ein bis zum Ende spannender Roman, der nicht nur auch noch eine andere knifflige Geschichte, sondern einen ganzen Irrgarten voller Fehlleitungen, Überraschungen und Wendungen beinhaltet und dabei nicht dramatischer und turbulenter sein könnte - das ist "Gleich hinter Wolke sieben".

Die Rahmenhandlung dreht sich um die australische Lektorin Brooke, die das geheimnisvolle Manuskript einer Unbekannten liest. Das Ungewöhnliche hierbei ist jedoch, dass die Rahmenhandlung nur ungefähr ein Fünftel des gesamten Romans einnimmt - es ist das Manuskript, das den übrigen Teil einnimmt und den Leser fesselt. Diese Geschichte dreht sich um die Schwestern Eve, der Hausfrau, die sich danach sehnt ihren Mann Liam endlich zu heiraten, und Sam, die als Karrierefrau Probleme hat überhaupt eine Beziehung intakt zu halten. Dieser starke Kontrast macht es besonders interessant zu beobachten, wie sich die Beiden im Laufe der Zeit durch atemberaubende Höhen, Tiefen und unvorhersehbare Schicksalsschläge entwickeln.

Bemerkenswert ist auch, dass Melissa Hills Roman mit zwei Charakteren, Anna und Ronan, beginnt, die ich zunächst überhaupt nicht einordnen konnte, auch mehrere Kapitel danach gar nicht mehr erwähnt wurden und sich erst später als Freunde von Eve entpuppten, die insgesamt doch eine enorm wichtige Rolle spielen. Ebenso überrumpelt war ich, als erst nach drei Kapiteln, in denen alle Charaktere vorgestellt wurden, klar wurde, dass alles bisher Gelesene überhaupt aus einem Manuskript stammte, welches die eigentliche Protagonistin selbst liest und somit gar nicht zur "richtigen" Geschichte gehörte - die Zusammenführung des Manuskripts mit der Geschichte um Brooke am Ende ist ebenso überraschend und umwerfend (ich möchte potenziellen Lesern an dieser Stelle auf gar keinen Fall zu viel verraten und gebe deshalb nur wenig Auskunft zur Handlung). Diese unheimlich spannenden und gefühlvollen Wendungen und Irreführungen sind typisch für Melissa Hill, machen ihre Bücher zu etwas wirklich Besonderem und bereiten mir als Leser schlaflose Nächte, in denen ich ihre Bücher einfach nicht aus der Hand legen kann und/oder möchte.

Ich muss zugeben, dass es mir am Anfang ein wenig schwer fiel bei den vielen Charakteren und Pärchen - in Brookes Leben sowie im Manuskript - den Überblick zu behalten und mir zu merken, wer zu wem gehört. Doch spätestens nach ein paar Kapiteln hatte ich mich gut in die Geschichte eingefunden und konnte den Geschehnissen problemlos folgen. Alle Charaktere sind absolut perfekt und authentisch ausgearbeitet und die ständig wechselnde Perspektive hat es mir leicht gemacht, die Gefühle und Gedanken der einzelnen Figuren nachzuempfinden und somit auch ihre Handlungsschritte nachzuvollziehen. So ist es Melissa Hill sogar gelungen, den Leser von der ersten Sekunde an auf die Seite der verzweifelten und hoffnungslos verliebten Eve und gegen den fiesen Liam zu stellen- und dafür auf der anderen Seite aber vollstes Verständnis und Sympathie für Sam zu empfinden, die einen bereits glücklich vergebenen Mann anhimmelt und sich sogar Chancen auf eine gemeinsame Zukunft ausrechnet. Hierbei ist die Rolle von Brooke besonders interessant, da auch sie mit ihren Kollegen die Charaktere des Manuskripts und ihre Taten analysiert, reflektiert und somit genau meine Gedanken bzw. die Gedanken wohl aller Leser über die Manuskript-Geschichte in Worte fasst - auch wenn die hin und wieder lauteten: "Viel zu melodramatisch!"
Doch hier unterstreicht der englische Untertitel des Romans den Zusammenhang zwischen Brooke und dem Manuskript: "Manchmal ist die Wahrheit seltsamer als die Fiktion."

Was ich noch anmerken möchte, ist dass der deutsche Titel "Gleich hinter Wolke sieben" absolut unpassend ist - dieser Roman ist alles andere als eine kitschige, rosa-rote Liebesgeschichte. Der englische Titel "The Last to Know" ("Die Letzte, die es weiß") ist sehr viel angebrachter und auch die viel zu knappe deutsche Inhaltsangabe wird diesem fantastischen und mitreißenden Roman überhaupt nicht gerecht, weshalb ich hier lieber die englische einfach übersetzt habe.


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