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Rezensionen verfasst von
Giuseppe Gerhards
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Pferde 2013: Sehnsuchts-Kalender. 53 heraustrennbare Farbpostkarten
Pferde 2013: Sehnsuchts-Kalender. 53 heraustrennbare Farbpostkarten
von Harenberg
  Kalender

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jede Woche Pferdeglück, 6. Dezember 2012
Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Was sich reimt, ist gut, und was dazu der animalischen Basis zustrebt obendrein. Als eines der ältesten Nutztiere des Menschen hat das Pferd, wie viele andere Tiere auch, in den letzten Jahrhunderten einen großen Wandel erfahren. Wertschätzung und Bewunderung drücken sich in ästhetischer, psychologischer und sinnenvoller Ausgelassenheit aus; die pragmatische, maschinelle Nutzung eines Tieres, das zu gebrauchen ist, am eindrucksvollsten sicherlich noch zu den Zeiten des amerikanischen Wilden Westens erlebt, ist – zumindest in vielen Fällen - passe.
So steht dem Leibhaber der kraftvollen Unpaarhufer (so der biologische Familienebegriff) das volle Vergnügen ins Haus - Tierschutz und das wahrscheinlich verkümmerte Sozialgebilde des Menschen selbst machen aus den Haus- und Nutztieren, den Pferden im Besonderen, Oasen der wirklichen Welt, quasi einer Rückkehr zur biologischen Heimat.
Ob schwarz, ob weiß, ob gefleckt oder gekämmt. Ob in trabender Grandezza oder galoppierender Action, in schnaubender Lebendigkeit oder sozialer Verbundenheit: 52 Postkartenmotive warten im Harenberg-Kalender 2013 auf alle Pferdenaturen und solche, die es noch werden wollen.
Also: Das Praktische an diesem wunderbaren Kalender sind die Motive, die nicht nur den Betrachter in der jeweiligen Woche beglücken, sondern sich abschließend als Kalenderblatt abreißen lassen. Doch dann – Raupe, die zum Schmetterling wird - die Metamorphose: Vorgefertigte Postkarte, die als lieber Gruß verschickt werden oder auch die Bilderwände in den eigenen vier Wänden im Rahmen praktischer Milleniumskunstvertsandes erweitern will.
Der kalendarische Aufbau ist klassisch mit Bonus, wenn man so will. Neben Wochentagsangabe, Monatstag und den obligatorischen Feiertagen werden erfreulicherweise der Mondstand und die Mondphase, die Wochennummer und sogar das astrologische Sonnenzeichen angegeben. Ein Rundumservice für Interessierte in Zeitquantität und (!) -qualität. Durch den wöchentlichen Wechsel der Abreißkarten bleibt die Darstellungsvielfalt lebendig, durch die unterschiedlichen Angaben die Hilfe umfassend und durch die zweite Verwendung der Karten der Nutzen doppelt.
Fazit:
Ein alle Jahre wiederkehrender Genuss: Harenbergs Postkartenkalender. Jener hier sei denen empfohlen, die nicht nur auf dem Rücken der Rösser, sondern auch bei deren Anblick in edle Verzückung geraten. Ein umfassender, dem Vorbild des Naturlebens abgeschauter Reigen.

Ferienjobs und Praktika, Europa und Übersee: Abenteuer Ausland
Ferienjobs und Praktika, Europa und Übersee: Abenteuer Ausland
von Georg Beckmann
  Broschiert
Preis: EUR 15,90

5.0 von 5 Sternen Nur zu empfehlen!, 6. November 2012
Viele Anregungen für junges Gemüse aus allen möglichen Bereichen. Dabei auch viel bei Jugendreiseveranstaltern, aber auch in Hotels, in Reitställen, bei Obstbauern usw. Eine gute Idee, denn viele können sich so längere Ferien oder eben solche in entfernteren Ländern leisten. Außerdem lassen sich die Sprachkenntnisse praktizieren. Habe das Buch meiner 17jährigen Schwester zum Geburtstag geschenkt. Da sie sportlich einiges draufhat, hat sie einen Posten als Segellehrerin in Cornwall ergattert.

Als Animateur ins Ausland - Gästebetreuung weltweit
Als Animateur ins Ausland - Gästebetreuung weltweit
von Georg Beckmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,90

5.0 von 5 Sternen Perfekt!, 27. Oktober 2012
Ein Glückfall zur Vorbereitung. Was die Casting Agenturen oder Veranstalter erzählen, ist zu sehr geschönt. Hier kriegt man ein ziemlich authentischen Bild dessen, was Sache ist. Gute Tipps, Bewerbung, Adressen. Nichts fehlt.

Kosmos Himmelsjahr 2013: Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf
Kosmos Himmelsjahr 2013: Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf
von Hans Ulrich Keller
  Broschiert

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wichtigste Begleiter für Sternenfreunde, 5. Oktober 2012
Verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk, unverzichtbar wie der Genuss beim Essen und immer wieder toll: der Komos-Himmelsplaner von Hans-Ulrich Keller. Manch einer braucht nur sein Fernsehen, ein anderer seine Tabletten, wir empfehlen: den Himmelsbegleiter für alle Freunde der Astronomie.
Schon im Einband wird man mit den essentiellsten Informationen empfangen: Jahreszeiten, Finsternisse, Festtage, Planetenstellungen und Kurzhinweise zum Gebrauch. Das Jahr 2013 in gebündelter, lebenswirklicher Zusammenfassung, das nur darauf wartet detaillierter untersucht zu werden.
Der Ablauf ist immer der Gleiche: Monat für Monat werden Sonnen- und Mondlauf, Planeten und ihre Stellungen und eventuelle Sichtbarkeiten, ein Blick auf den Fixsternhimmel und im Besonderen auf die für den jeweiligen Monat typischen oder spannenden Sternbilder und abschließend und ausführlich: das Monatsthema.
Während die anderen Angaben die mathematischen Notwendigkeiten sind, nach denen sich die Himmelsfreunde ausrichten müssen, sind die Monatsthemen das prosaische Körnchen Wissenschaft, das sich mit aktuellen oder auch zeitlosen und übergreifenden Themen auseinandersetzt. Dieses Mal geht es um den Mond, der sich von der Erde entfernt, um Merkur, der es in der Sonnenglut aushalten muss oder um so etwas Spektakuläres wie den Sonnenblumennebel im Sternbild Wassermann.
Schwächen hat dieses Buch eigentlich immer nur dann, wenn es die altbekannte anthropozentrische und geozentrische Sichtweise an den Tag legt, um nach einer zweiten Erde zu fragen. Als ob ein Winzling in diesem gewaltigen Universum so einzigartig sein soll. Sei es drum, so sind wir es von den Astrophysikern gewöhnt und Keller lässt jedes Jahr aus Neue die Sichtweise geistiger Überlegenheit zu. Es stört in diesem Standardwerk nicht, es gehört ja irgendwie schon dazu.
Dass Weihnachten 2013 auf die Wochenmitte fällt, kann man auch in andere Publikationen erkennen, aber wann Venus und Merkur gemeinsam am Himmel sichtbar sind, wo man Uranus und Neptun im Teleskop aufspüren kann und wann genau die Sternschnuppenströme den irdischen Himmel erschauern lassen, steht nur hier drin. Auf fast 300 Seiten schön chronologisch, kompakt und zugleich umfassend, tabellarisch clever layoutet und einfach nur praktisch.
Fazit:
Der Jahresbegleiter für alle Stern- und Planetenfreunde, für alle, die den Blick zum Himmel richten und wissen wollen, was da leuchtet und was sich dreht. Seit Jahr und Tag der zuverlässigste und beste Kalender und Experte für Reisen zum Mond, zur Venus, zum Jupiter oder auch zum nächsten Stern. Auf geht’s – einsteigen!

Shaun das Schaf - Wandplaner 2013
Shaun das Schaf - Wandplaner 2013

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leader of the Flock, 26. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Shaun das Schaf - Wandplaner 2013 (Kalender)
Alles auf einen Blick. Das ist der großartige Vorteil des Wandplaners für das Jahr 2013 vom Dumont-Kalenderverlag, der ja egal für welchen Geschmack und welchen Nutzen immer die richtigen Begleiter parat hat. Die Wandplaner sind für diejenigen gedacht, die auf einen Blick die ganze Familie, das ganze Jahr, alle Geburtstage, den Urlaub oder was auch immer markieren wollen.
Auf 68 mal 48 Zentimetern ist genügend Platz, damit sich jeder verewigen kann. So weiß die Mama sofort, wann die Kinder ihre Schulferien haben, der Bruder, wann die Schwester endlich den Pferdeurlaub nimmt und der Opa, wann die ganze Belegschaft ihm das Haus überlässt.
Den Wandplaner als solchen gibt es nun schon alle Zeiten und der Nutzen steht außer Frage. Nun kann man ihn bieder-deutsch in weiß und schwarz und mit rosa unterlegten Feiertagen auf den Markt bringen (wie in den kalten, pragmatischen 1970er Jahren zuhauf geschehen) oder man würzt ihn entsprechend und bereitet ihn für Auge und Herz vor.
Shaun das Schaf ist eines von mehreren Motiven, die für das kommende Jahr zur Auswahl stehen. Die Stop-Motion-Serie aus deutsch-britischer Co-Produktion hat etwas Anrührendes, Einfaches und sehr Komisches. Ob es nun Hauptdarsteller Shaun selbst ist, Bitzer der Schäferhund, Timmy das Lämmchen oder die fette Shirley – sie alle muss man einfach zum Knuddeln gern haben.
Wie schön, dass sie sich dann am Rande des Jahresplaners um den ganz in grün gehaltenen Kalender tummeln. Das ganze Szenario dieser Kultserie bietet einen einfachen, aber würdigen Rahmen, an dem man sich immer wieder gerne orientiert.
Die Feiertage sind in einem sehr coolen Schriftsatz (mit dem auch die Wochentage und Monate gesetzt sind) ausgeschrieben, die Mondphasen grafisch dargestellt, das Ganze ein optisch harmonischer Gabentisch.
Fazit:
Wer es sich leisten kann unter seinen Wandplaner Leader of the Flock zu schreiben, der muss schon die coolste Socke des Jahres sein: Shaun das Schaf. Dessen Produzenten bringen den Charme ein und machen aus dem einst so spröden Wandplaner ein irlandgrünes Schmunzelvergnügen. Für Familien ganz wunderbar.

Sherlock Holmes - Ultimate Collection
Sherlock Holmes - Ultimate Collection
Preis: EUR 29,99

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Detektivspiel geht nicht!, 3. August 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Der berühmteste Detektiv aller Zeiten ist ja wie geschaffen für Adventure Spiele. Baker Street 212, Watson, Pfeife, karierter Mantel und ab und zu eine Prise Kokain: Sherlock Holmes ist so lebhaft ins kollektive Krimigedächtnis eingedrungen, dass bis heute viele Menschen glauben, diese fiktive Person des britischen Schriftstellers Sir Arthur Conan Doyle hätte wirklich gelebt - sie pilgern zu Heerscharen in die Londoner Baker Street. Viel spannender und lebhafter ist allerdings das interaktive Schlüpfen in die Rolle des Helden selber: in Krimiadventures und viel besser als mit dieser ultimativen Zusammenstellung aus dem Hause Daedalic kann das eigentlich nicht möglich sein.
Das umfangreiche Paket enthält insgesamt sieben Spiele in einer netten Box, die auf zwei DVDs daherkommen und zusätzlich einen Soundtrack der besten Musikstücke der Spiele enthalten sowie einige Konzeptzeichnungen und Artworks. Ein Booklet hingegen vermisst man, dafür aber warten wohl zusammen gerechnet weit über hundert Stunden Nervenkitzel und Spielspaß.
Die Adventure-Titel sind "Das Geheimnis der Mumie", "Das Geheimnis des silbernen Ohrrings", "Die Spur der Erwachten", "Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin" und "Sherlock Holmes jagt Jack The Ripper", dazu gibt's die beiden Casual-Titel "Der Hund von Baskerville" und "Das Geheimnis des persischen Teppichs". Schöner Nebeneffekt: Die beiden DVDs enthalten zu jedem Spiel sowohl die deutsche als auch die englische Fassung.
Wie immer, wenn Daedalic seine Finger im Spiel hat, ist Qualität Trumpf. Realistische und detaillierte Schauplätze der britischen Jahrhundertwende. Knifflige, aber nicht ultraschwere Rätsel, kleine Minispiele, vor allen Dingen in Hinsicht auf kombinatorisches Detektivgeschick, atmosphärischer Sound und flüssiges 3-D-Gameplay.
Fazit:
Hier sind zwar nicht alle der auf allen Plattformen wohl ins Unendliche gehenden Spiele von Sherlock Holmes versammelt, sondern ausschließlich diejenigen des Entwicklerteams von Frogwares. Diese aber stechen in Qualität und Atmosphäre heraus und mit dem Komplettpaket kann man zu diesem Preis eigentlich nichts falsch machen, kostete doch ein einzelnes dieser Spiele seinerzeit so viel wie die ganze Box heute. Für alle, die detailgenaue Beobachtung und nüchterne Schlussfolgerungen lieben, die analytisch-rational Denken und sich in originalgetreue Spielvorlagen stürzen wollen, eine wunderbare Gelegenheit zuzugreifen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 20, 2012 10:22 PM MEST


Face Noir
Face Noir
Preis: EUR 29,99

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die 20er Jahre: erst golden, dann ganz dunkel, 3. August 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Face Noir (Computerspiel)
Wenn Daedalic ein Spiel präsentiert, steht zumeist ein richtig gutes Adventure dahinter. So auch in dem neuesten Fall, wenn die Spieler in die Rolle des Privatdetektives Jack del Nero schlüpfen können. Ein klassischer Krimi aus den USA der frühen 1930er Jahren, dazu eine Hauptperson mit ' selbstredend ' italienischen Wurzeln, einer miesen Unterkunft und einem ausgeprägten Hang zum Alkohol. Willkommen im düsteren Amerika kurz nach der schweren Weltwirtschaftskrise, willkommen bei Face Noir!
The great depression: mit kein einem anderen Ausdruck lässt sich der Wahnwitz kapitalistischer Übertreibungen sinnbildlicher verdeutlichen; mal abgesehen vielleicht von Rettungsschirm oder Euro-Dilemma. Die primären Auswirkungen, die die Spieler gleich zu Beginn kennenlernen sind heruntergekommene Kleinkriminelle, bestechliche Menschen allerorten, geschlossene Geschäfte und Theater und Geldknappheit bei jedermann.
Auch del Nero rettet sich von der Hand in Mund, lebt von Tag zu Tag und nimmt gleich den erstbesten Auftrag an, nämlich das Foto eines Mädchens zu machen, das aus Sicht ihres Vaters mit unrühmlichen Männern unrühmliche Dinge tut. Doch Vorsicht: Einfach so langsam ins Adventure stolpern ist nicht, denn schon vorher zeigt der Intro-Film, wie der spätere Hauptdarsteller bei einem Schusswechsel ums Leben kommt. Pulp Fiction reloaded? Zumindest überrascht das Spiel mit pfiffigen Zeit- und Themenwechseln, einer großartigen Musik und herrlich atmosphärischer Grafik.
Die U-Bahn rauscht durch den Harlemer Regen, Jazzpianisten untermalen das Wesen der Zeit eindrucksvoll. Tolle Stimmung und technisch gesehen ein durchaus ansehnliches Spielchen. Mit der Maus spielts sich aufgrund der Belegung der mittleren Maustaste deutlich besser als mit Keypad. Der große Unterschied zu vielen anderen Spielen gleicher Herkunft ist in erster Linie das stetige Durchschreiten kleiner Schauplätze. Heißt also: Wenig Gegenstände (und auch nur solche werden aufgenommen, die ein Mensch aufnehmen kann) werden für die Lösung der einzelnen Aufgaben benötigt, dann geht's ' quasi bei Null anfangend ' zur nächsten Location.
Entwickler ist das Softwareteam von Mad Orange, die mit diesem Spiel ihren Erstling in Deutschland platzieren und sich direkt mal einer Fangemeinde sicher sein dürfen. Vor allen Dingen für Freunde von tiefer Atmosphäre und sehr logischen Aufgaben, also wirklicher Ermittlerarbeit, ist dies ein Fressen. Der Denk-Modus sorgt zum Beispiel dafür, dass man Informationen aus verschiedenen Gesprächen richtig kombiniert und so die Lösung hervorbringt ' analytisch detektivisch eben.
Wer 60 Gegenstände und 20 Räume gleichzeitig durchforsten will und wem gerne die Haare zu Adventure-Bergen stehen, der bleibt bei Edna oder anderen Meisterwerken. Wer flüssig knobeln und Hauptdarsteller eines spielerischen Filmes sein will, der sollte sich in den Straßen Big Apples herumtreiben, Zigaretten rauchen, Whiskey trinken, melancholische Frauen treffen und am Ende der Dunkelheit nichts entgegen setzen zu können ' oder doch?

Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten
Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten
Preis: EUR 19,99

4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus der Schatzkammer der Rollenspiele, 27. Juni 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Das passt ja gut: Der Schauplatz des neuesten Adventures aus der Hansestadt Hamburg, der Softwareschmiede Daedalic, heißt Aventurien. Adventure in Aventurien also, ein klassisches Point and Click Highlight, das mit der Besonderheit aufwartet, die erste vom-Brett-zum-Schirm-Umsetzung des Rollenspielüberklassikers Das Schwarze Auge zu sein. Jenes schwarze Auge, kurz DSA, ist in der Spielegemeinde Deutschlands legendär, zumindest für diejenigen, die mit Würfeln, Stift und Papier auf abgefahrene Szenarien, mystisch-okkulte Spieleabenden und einen ganz eigenen nerdigen Touch standen und stehen. Seit 1984 geht's um Prüfungen, Trefferpunkte und analytisch errechenbare Schlachten.

Die Vertracktheit und Verrücktheit des klassischen Rollenspiels war bei den ersten Ablegern in die Computerwelt die Grundlage für Schwarz-Weiß-Attitüden. Entweder liebte man Spiele wie Dungeons and Dragons oder man hasste sie, ganz einfach, weil man sie nicht verstand. Das jetzt von Daedalic produzierte und von Deep Silver vertriebene Spiel ist aber ein klassisches Adventure, das nahtlos an die guten und bekannten Werke aus der Softwareschmeide anknüpft. Allerdings, so viel sei vorweg bemerkt, hat Deep Silver dieses Mal auf einen zwingend notwendigen Steam-Account bestanden, der nicht jedermanns Sache sein dürfte. Die dafür immer notwendige Online-Verbindung sowie die Registratur im Netz kann so zwar den Kopierschutz umgehen (respektive zementieren), aber die Verpflichtung sich einen neuen Onlinedienst auf die Festplatte zu hauen wäre als Option und nicht als Muss deutlich besser gewesen.

Dafür kann Daedalic aber nix, umso logischer ist es, dass die Entwickler von Harvey, Edna und Deponia wieder alle Register gezogen haben. Gutes Spielmenü, verbesserte Steuerung (ja, das ist noch möglich! Mit einem Dreh am Mausrad können zügig einzelne Inventarposten angewählt werden), nett gezeichnete Grafik und ein atmosphärischer dichter Sound, bei dem die Elfen und Kobolde nur so vor die Harfen gehen ' fett!

Das dicke Handbuch bietet einen guten Einstieg, eine erste Hilfe für die an sich nicht übermäßig schweren, aber auch nicht ultraleichten Rätsel. Knifflig wird es dadurch, dass es noch zwei zusätzliche Zauberfunktionen gibt (am unteren Bildschirmrand, wo auch Inventar und Spielmenü anvisiert werden können), mit denen man reparieren und zerstören kann. Letzteres braucht der Held Geron direkt im Einstiegsszenarium, um sich zweier ihm nicht sonderlich wohl gesonnener Halunken zu entledigen. Auf jeden Fall ein interessantes Gimmick, das mehr Platz für interessante Optionen bietet.

Auf der anderen Seite ist dieses Spiel nur so von Hilfsfunktionen überladen. Die mittlerweile schon übliche Hotspot-Taste wird ergänzt von einer Kombinations- und Aktionshilfe. So werden die Rätsel ja förmlich von selbst gelöst. Nichts für Traditionalisten, aber man ist ja nicht gezwungen (nur bisweilen arg heftig versucht) dies anzuwenden.

Positiv hervorzuheben sind neben der Atmosphäre auch die Dialoge, die sich glücklicherweise nicht in uferlosen Belanglosigkeiten und zwanghaftem Witzereißen niederspiegeln, sondern in Effizienz und Effektivität. Wie überhaupt diesem Spiel gänzlicher Humor abgegangen ist, was ja auch nur logisch ist, wenn man sich Thema des Spiels anguckt. Daedalic kann eben nicht nur komisch, sondern auch ernst und gut; selbst im Handbuch sind keine Witzchen versteckt.
Nun also auf mit Geron, dem Fallensteller, und seiner Minimalbegabung in Sachen Magie, der zunächst vier Eichenblätter, von denen er zwei bereits besitzt, suchen muss und am Ende aber ganz den Prophezeiungen seiner Jugend gegen das Böse schlechthin kämpft, die Frau retten muss und überhaupt ein seltener Kämpfer in einer schlechten Welt ist. Glücklicherweise in ein einem guten Adventure, das trotz des Steam-Zwangs die hohe Qualität, die wir von Daedalic gewohnt sind, hochhält. Unbedingt anspielen, für Rollenspiel- und Adventurefans sowieso ein Muss!

Kosmos 699581 - KOSMOS - Würfelspiel Keltis
Kosmos 699581 - KOSMOS - Würfelspiel Keltis
Wird angeboten von Heldenschmiede
Preis: EUR 7,49

5.0 von 5 Sternen Keltis for runaways, 26. Mai 2012
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Ist doch immer wieder herrlich, was sich die Spieleerfinder einfallen lassen, wenn es um so simple Sachen wie den Spielbeginn geht. Tatsächlich darf beim Keltis-Würfelspiel derjenige anfangen, der zuletzt in Irland war. Und schon entwickelt sich mit dem Flair der grünen Insel ein ganz wunderbares Würfelspiel auf grünem Untergrund, das eine sehr gekonnte Reisealternative zum großen Bruder darstellt, der ja immerhin seinerzeit Spiel des Jahres gewesen ist. Dass es sogar Stimmen gibt, die das Würfelspiel für das besser Keltis halten, liegt vielleicht daran, dass es noch schneller, noch flüssiger, noch süchtig machender über die Spielebühne gehen darf.
Die Regeln: Das Grundprinzip des Urspiels, welches der Doktor unter den Spielegroßhirnen, nämlich der promovierte Mathematiker Rainer Knizia, entwickelte, bleibt gleich. Nämlich der Versuch mit seinen Spielsteinen das obere Ende der Steinpfadleiste zu erreichen. Das ist in fünf Farbkategorien möglich, zur Verfügung stehen im Würfelspiel aber nur vier Steine (kein doppelt Zählender ist dabei), so dass man bewusst eine Reihe frei lassen darf. Vorgezogen wird aber nun nicht mit den Karten, sondern mit Würfelglück und 'geschick. Zwei mögliche Würfe ergeben fünf Symbole, die das Spiel bestimmen. Sind mindestens zwei Wunschsteine dabei, darf man sich einen nehmen, um für die Endabrechnung neben den Bonussymbolen auf den Wegfeldern, die ja auch Wunschsteine beinhalten können, gerüstet zu sein.
Ansonsten zählen die Farbsymbole auf den übrigen Würfeln, man entscheidet sich ganz einfach für eine Farbe und zieht entsprechend der vorliegenden Anzahl von Würfeln dieser Farbe vor. Hat man beispielsweise drei gelbe und zwei rote Würfel ausliegen, kann man genauso gut zwei auf der roten Leiste vorwärts gehen, sollte dies strategisch sinnvoller sein, wenn man vielleicht ein wichtiges Wegesymbol ergattern will. Apropos Bonushappen: diese sind in dem Spiel nicht verdeckt, sondern liegen bereits offen auf dem Spielfeld aus. Neben Wunschsteinen und Kleeblättern (die mit dem geschenkten Extrazug) gibt es nun auch einen Kobold, mit dem man sofort noch einmal einen zweiten Spielzug anschließen darf. Prima, und die Figur sieht zudem auch noch mit Pfeife im Mund sympathisch aus.
Zu Zweit dauert das Spiel eine Viertelstunde, mit mehr Spielern geringfügig länger: ein kurzweiliger Zeitvertreib, der als Würfelspiel durchaus zu punkten weiß. Das hängt auch damit zusammen, das Knizia direkt eine Erweiterung mit auf den Weg respektive das Spielbrett gebracht hat. Auf der Rückseite erwartet die Spieler eine schwerere Variante mit verbotenen Feldern, die nicht zu betreten sind und die folgerichtig noch etwas mehr strategisches Geschick erfordern. Wie der Autor selbst vorschlägt, lohnt sich eine Doppelrunde allemal. Also erst die Classicvariante, dann die schwere und beide Punktestände zusammenzählen.
Fazit:
Ein simples, dennoch faszinierendes, äußerst flüssiges Würfelspielchen, das süchtig macht, dazu in einer netten Verpackung (nämlich als Würfel ' sic!) daherkommt und das große Brettspiel nahezu eins zu eins in eine smarte und reisefreundliche Variante transportiert, in der man nur die Würfel und die Wunschsteine braucht. Das Feld wird zusammengebaut und schon kann es losgehen. Simples Spielvergnügen auf höchstem Niveau!

Outdoorkarte 25 Freiburg im Breisgau - Kaiserstuhl 1 : 35.000: Wandern, Rad, Skitouren. Glottertal, Schauinsland
Outdoorkarte 25 Freiburg im Breisgau - Kaiserstuhl 1 : 35.000: Wandern, Rad, Skitouren. Glottertal, Schauinsland
von Kümmerly + Frey
  Landkarte
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Schwarzwald-Triathlon: Wandern, Radfahren, Skifahren, 25. Mai 2012
Die Hallwag Kümmerly und Frey AG aus der Schweiz liefert nicht nur renommierte Reiseführer-Serien (unter anderem: Baedeker, Marco Polo, Dumont oder National Geographic Deutschland) in ihrem Heimatland aus, sondern produziert unter anderem auch eigene Straßen- und Regionalkarten, Stadtpläne, Weltkarten oder Wander- und Radwanderkarten: ein vollständiges, publizistisches Touristikprogramm, das alle Reisenden mit klaren, gut recherchierten und übersichtlichen Informationen versorgt. So klappt's mit der Reise und dem Ausflug.

Schön, dass die Schweizer auch über ihre Landesgrenzen hinaus aktiv werden. Gut, in dem vorliegenden Fall der Rad-, Wander-, und! Skiroutenkarte des Bereiches Freiburg, Glottertal und Schauinsland mussten sie nicht allzu weit fahren, aber nichtsdestotrotz kann man sich an dieser Karte erfreuen. Wenn es, wie 2012 im Übermaß regnet, freut man sich zunächst über so simple Eigenschaften wie ein wasserabweisendes Kartenmaterial. Vorbei die Zeiten als Wanderkarten beim schnellen Schauer unbrauchbar wurden.

Im Maßstab 1:35.000 wird auf Vorder- und Rückseite die für viele Deutsche und ausländische Touristen so reizvolle Region des Breisgaus näher gebracht. Eine umfassende Legende gibt Aufschluss über die vielen Icons und Grafiken, die auf der Karte den Wanderer oder Radfahrer an den entsprechenden Stellen hinweisen wollen. Freizeitaktivitäten wie Minigolf, Klettersteige, Bootsverleih, Eislaufbahnen oder Gleitschirmflugoptionen sind nur ein Teil des umfassenden Programms. Klassische Tourismusattraktionen wie Museen, Campingplätze, berühmte Bauwerke oder Höhlen sind ebenfalls eingezeichnet; und neben den üblichen Straßen und Wegen sind die Rad-, Wander- und Skitourenwege farblich markiert und mit einem Icon, das in der Legende erklärt wird, versehen.

Dreisamtalweg, Kaiserstuhlpfad oder Rheinaueweg sind somit nachvollziehbar und vor allen Dingen nachgeh- oder fahrbar. Der ultimative Test, nämlich das tatsächliche Ausprobieren in der wirklichen Welt, ist zu Fuß und per Drahtesel bereits gelungen.

Besonders toll an der Karte ist die Dichte der angezeigten Informationen, die sogar die Quellen jedes noch so kleinen Flusses bereit hält. So was ist selten und deshalb besonders anzumerken. Ebenso wichtig und hilfreich ist es, die seit alters her in der Region so bezeichneten Schnittpunkte oder Kreuzungsorte in die Karte einzubauen. Genau diese Namen (egal ob Ubershütte oder Waldhäusle) sind es ja, die auf den Schildern des Schwarzwaldvereins angegeben sind, und an denen man sich nun orientieren kann. Sehr praktisch.

Fazit:
Wer eine sichere und optimale kartographische Unterstützung jener Region möchte, in der die Deutschen am Liebsten in ihrem Heimatland Urlaub machen, der kann getrost und zielgerichtet auf dieses exzellente Werk aus dem Schweizer Touristikunternehmen zurückgreifen. Es lässt keine Wünsche offen.

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