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Rezensionen verfasst von
Erich Pawlik (Bad Homburg)
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Effective Java: A Programming Language Guide (Java Series)
Effective Java: A Programming Language Guide (Java Series)
von Joshua Bloch
  Taschenbuch
Preis: EUR 35,95

36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch in der zweiten Auflage das Java-Buch, das man haben muss, 12. Juli 2008
Professionelle Java-Entwickler sind immer noch mit einer permanenten Flut von neuen Frameworks und Weiterentwicklungen bestehender Frameworks konfrontiert. Entsprechend haben auch die meisten Java-Bücher eine Halbwertzeit von maximal 2 Jahren. Joshua Bloch's "Effective Java" ist da eine Ausnahme. Die erste Auflage von 2001 ist auch heute noch wertvoll und die um die neuen Sprachelemente von Java 5 erweiterte zweite Auflage kann die Nützlichkeit des Buchs nochmals um 10 Jahre zu verlängern.

Effective Java stellt in 76 kurzen Abschnitten so ziemlich alles zusammen, was man über guten Java-Code wissen sollte. Die Abschnitte beginnen jeweils mit einer Regel, die an Beispielen und Gegenbeispielen erläutert wird. Bloch macht allerdings nicht den Fehler, zu meinen, dass ein paar Code-Beispiele die Mühe ersparen, eine gründliche Analyse der Hintergründe aufzuschreiben. So kann man auch vieles über die feinen Punkte der Java-Sprachspezifikation lernen.

Die zweite Auflage enthält neues Material in erster Linie zu Generics, Enums und Annotations. Besonders die Behandlung der Generics - ein Minenfeld, so wie die in Java umgesetzt sind - ist meines Erachtens absolut lesenswert. Man lernt nicht nur, was zu tun und zu lassen ist, sondern auch, warum bestimmte Entscheidungen bei der Definition der Sprache getroffen wurden. Gerade bei einer mittlerweile recht komplizierten Sprache wie Java ist man durch ein solches Verständnis der Hintergründe besser vor bösen Überraschungen gefeit.

In gewisser Hinsicht ist das Buch etwas "altmodisch". Bloch hält auch angesichts des momentanen Trends zu dynamische Sprachen und schnellen Lösungen alte Werte hoch wie Typsicherheit, defensive Programmierung und Respekt vor den Schwierigkeiten, ein korrektes Programm zu schreiben. In einer Welt, wo zunehmend mehr Dinge von der Qualität von Software abhängen, hat das sicher seinen Platz.

Ich denke, auch für die zweite Auflage gilt das, was James Gosling, der Vater von Java, zur ersten Auflage schrieb: "Some might think that I don't need any Java books, but I need this one." Was natürlich erst recht für den normalsterblichen Java-Entwickler gilt.

Als Ergänzung ist übrigens ein zweites Buch von Joshua Bloch zu empfehlen, in dem er von Form Rätseln das beschreibt, was man beim Java-Programmieren besser NICHT tun sollte: Java Puzzlers: Traps, Pitfalls, and Corner Cases


Spring. Frameworks für die Java-Entwicklung
Spring. Frameworks für die Java-Entwicklung
von Eberhard Wolff
  Broschiert

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Orientierungshilfe, 18. Oktober 2006
Unternehmens-Java ist zu einem riesengrossen, schwer überschaubaren Baukasten geworden. Sich selbst in einem grösseren Teilgebiet wie dem Spring Framework zurecht zu finden, ist sicherlich eine Herausforderung und es gibt meiner Ansicht eher zu wenige als zu viele Bücher, die als Kompass dienen können. Hier hat dieses Buch seine Stärke.

Nach zwei einführenden Kapiteln, in denen Dependency Injection und Aspektorientierung durchaus mit Substanz diskutiert und mit Beispielen illustriert werden, behandelt das Buch nacheinander die wesentlichen Einsatzgebiete des Spring-Frameworks (Transaktionen, Persistenz, Remoting, Web-Oberflächen usw.). Verglichen mit den teilweise missionarisch anmutenden Werken von Rod Johnson ist das Buch sachlich gehalten, auch wenn der Autor als Mitarbeiter von Interface 21 sicherlich in seinen Kommentaren zu alternativen Technologien nicht ganz frei von Bias ist.

Das Buch ist keiner der 1000 Seiten-Wälzer voller Abschreibvorlagen, schafft es aber auf 300 Seiten einen soliden Überblick zu geben, was Spring ist und welche Prinzipien dahinter stecken. Und es gibt auch eine Hilfestellung bei der Klärung der wichtigsten Frage eines Software-Architekten: "Wozu ist das eigentlich gut und was kann man damit machen?" Mit dem festen Boden, den nach dem Lesen des Buches unter den Füssen hat, kann man sich recht einfach in Details vertiefen, wenn dies erforderlich ist.

Einziger Wermutstropfen: Um das Buch wirklich nutzen zu können, braucht man an manchen Stellen zuviel Vorwissen - nicht über Spring, aber über Softwaredesign. Wer sich aber auf dem Feld des Softwaredesigns zuhause fühlt, findet in dem Buch eine nützliche Beschreibung eines spannenden Werkzeugkastens.


.Net Development for Java Programmers (Net Developer Series)
.Net Development for Java Programmers (Net Developer Series)
von Paul Gibbons
  Taschenbuch
Preis: EUR 42,79

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oft schwierig zu verstehen und zuviel über Visual Studio, 23. Februar 2003
Das Buch gibt einen Überblick über die .NET-Programmierung mit C# als Programmiersprache. Bei der Diskussion eines Aspektes von .NET beschränkt er sich auf die Erläuterung der Unterschiede zu Java und J2EE.
Das Buch mit etwa 50 Seiten langen Beschreibung der Unterschiede zwischen C# und Java. Der Autor geht auf die meisten Aspekte von C# wenigstens kurz ein. Seine Betrachtung ist allerdings nicht vollständig und ich verstehe auch die Kriterien für seine Themenauswahl nicht vollständig. Er verwendet beispielsweise zwei Seiten und eine Menge Code-Beispiele, um zu erläutern, wie man die true- und false-Operatoren überschreibt. Andererseits geht er nur unvollständig auf solche elementaren Dinge wie Literale, Operatoren oder Konstruktion und Destruktion von Objekten ein. Der Autor hat meist erhebliche Schwierigkeiten, die innovativen Aspekte von C# zu erklären. Es macht beispielsweise einige Mühe, seine Erklärung von Events und Delegates nachzuvollziehen. Und obwohl er Metadaten (Attributes) in seinen Kapiteln über XML und Web Services verwendet, erklärt er dieses Konzept überhaupt nicht. Völlig fehlen auch Erklärungen zu Streams (einem anderen Konzept, das er ohne Erklärung verwendet), Collections und regulären Ausdrücken.
Nach dem Abschluss seiner C#-Einführung schreibt der Autor über WinForms, ASP.NET und ADO.NET. In diesen Abschnitten verwendet er meines Erachtens viel zu viel Platz für Visual Studio.Screenshots und detaillierte Bedienungsanweisungen. Dafür sind dann die Erläuterungen der zugrundeliegenden Prinzipien relativ knapp, wenn sie nicht gar völlig fehlen. Das ist besonders deshalb schade, weil es auch andere Entwicklungsentwerkzeuge für .NET wie beispielsweise Microsoft's Webmatrix oder MONO gibt. Hinzu kommt, dass Visual Studio an vielen Stellen erfolgreich die Komplexität der darunterliegenden Technologie versteckt. Das ist sicherlich gut für die Entwicklung von Anwendungen, aber anders als der Autor zu denken scheint, hilft dies nicht beim Verständnis der Arbeitsweise von .NET.
In seiner Beschreibung von ASP.NET zieht der Autor Analogien zu Servlets und JSP, schafft es aber nicht, diese Analogien wirklich lebendig zu machen und zu erklären. Ein Beispiel: "Server controls have more in common with JSP taglibs, but are more complex to develop than user controls, as they support the roundtrip." Dies ist alles, was er zu dieser Analogie sagt, danach zieht er sich wieder in das vertraute Territorium der Visul Studio-Bedienung zurück. Je komplexer die Konzepte werden, desto mehr Schwierigkeiten hat der Autor, die Analogien klar zu machen und desto mehr flüchtet er sich in die Visual Studio-Welt.
Die Beschreibungen weiterer Themen (Multithreading, Networking, Remoting, XML, COM+ components, Message Queueing, Directory Services, Packaging of applications, Windows Services, Aufruf von Unmanaged code) sind in einem ähnlichen Zustand. Ein paar einzelne gute Abschnitte wie beispielsweise der über Socket-Programmierung retten das Buch nicht.
Insgesamt halte ich das Buch nicht für eine gute .NET-Einführung. Und der Autor muss noch eine ganze Menge Arbeit und Gehirnschmalz investieren, um die den Java-Programmierern versprochene Verringerung des Lernaufwandes wirklich liefern zu können.


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