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Aaron

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Knight Errant: Star Wars (Star Wars - Legends)
Knight Errant: Star Wars (Star Wars - Legends)
von John Jackson Miller
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,27

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich die Rückkehr zur Essenz des Kriegs der Sterne!, 17. Februar 2011
Mein erster Krieg-der-Sterne-Roman war Das letzte Kommando. Mal davon abgesehen, dass der dritte Teil einer Trilogie ein etwas unpraktischer Einstand ist, war ich begeistert. In den folgenden Monaten besorgte ich mir weite Teile der Bantam-Romane, um alles zu verschlingen, auf dem das Star-Wars-Logo prankte. Einige dieser Romane waren solide, einige wenige äußerst unterhaltsam, viele waren schwacher Durchschnitt und einige unterirdischer Schrott.

Del Rey war offenbar der gleichen Meinung, als dort die Entscheidung fiel, mit der New Jedi Order neues Leben und neuen Tod in den Krieg der Sterne zu pumpen. Die Folgen waren jedenfalls dramatisch, wurde mit der New Jedi Order doch das gesamte Krieg-der-Sterne-Weltbild ordentlich durchgerüttelt und später nur noch teilweise wieder zusammengefügt. Den handelnden Figuren scheint das nicht viel getan zu haben, sie rennen noch im Rentenalter durch die Galaxis, um den nächsten Krieg zu führen, die nächste Katastrophe wegzustecken und den nächsten Freund unter seltsamsten und unnötigsten Umständen zu verlieren. Das Romanuniversum kam nicht ganz so ungeschoren davon: Bis heute steigert sich jede neue Reihe, jeder neue Einzelroman weiter in den Blutrausch hinein, den die New Jedi Order einst auslöste. Krankeste Gewaltorgien sind alltäglich geworden, widerlichste Schurken tarnen sich als missverstandende Opfern mit schwerer Kindheit und absurd menschenverachtende Kriegerkulte sind die nachahmungswürdisten Helden überhaupt. Wäre das Romanuniversum ein Mensch, man könnte glauben es mit einem Amokläufer mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma zu tun zu haben.

Ich für meinen Teil hatte jedenfalls schon vor Jahren jede Hoffnung aufgegeben, noch einmal einen Krieg-der-Sterne-Roman lesen zu dürfen, der sich nicht im Dreck suhlt, um die niedersten menschlichen Instinkte anzusprechen.

Und dann kam Knight Errant. Meine Erwartungen waren sehr gering: Zu oft schon hatten Romane auf ganzer Linie zu enttäuschen gewusst. Doch schon nach den ersten paar Seiten war klar, dass Knight Errant anders ist. Große galaktische Kriege gibt es hier nur weit im Hintergrund, im Vordergrund stehen Abenteuer, Spionagethriller und die spannende Frage, wieso es eigentlich zur verfahrenen Situation im Sith-Gebiet kommen konnte. Wieso tobt dort ständig Krieg? Wer sind diese zahllosen "Sith-Lords" überhaupt? Was ist da los?

Im Mittelpunkt des Romans - und der dazugehörigen Comics - steht Kerra Holt, eine Muster-Jedi, die trotzdem schlicht und ergreifend überfordert ist: Zum einen wegen ihres Alters - sie ist ihrem Padawanzöpfchen kaum entwachsen -, zum anderen, weil sie allein gegen endlose Sith-Miniimperien steht. Über die sie noch dazu nicht besonders viel weiß. Kerras größtes Problem besteht allerdings darin, dass sie zwar das Richtige tun will - also jeden Sith zu lynchen -, die Konsequenzen aber als Kämpferin für das Gute nicht einfach abnicken kann. Soll sie sich im Kampf gegen einen Sith-Lord opfern, wenn es noch hundert andere gibt, die auch nicht besser sind? Soll sie es riskieren, einen Sith-Lord zu stürzen, wenn dies nur zur Folge hätte, dass zwei oder drei andere raubend und mordend in sein Territorium einbrechen?

Kerra Holt kämpft nicht für die Republik und nicht für die Jedi, sondern - und das macht sie trotz ihrer Sturheit, ihrer Planungsbesessenheit und einiger seltsamer Entscheidungen so sympathisch - sie kämpft für das Volk. Genauer gesagt für alle Völker, die unter der Herrschaft der Sith - die erstmals seit langem nicht als fehlgeleitete Idealisten dargestellt werden, sondern als die machthungrigen, brutalen, abgrundtief bösen Egomanen, die sie sind - dahindarben und für die es schon einen Hoffnungsschimmer darstellt, wenn ihre Kinder oder deren Kinder eines fernen Tages auch nur einen Hauch von Freiheit genießen können.

Kerras Kampf um diesen Hauch von Freiheit führt dabei in drei Sith-Reiche, deren unterschiedliche Herrscher und Herrschaftsideologien John Jackson Miller wundervoll ersonnen und ausgestaltet hat. Nur eines haben diese Sith gemein: Sie sind jeweils von einem Gedanken, einem Plan, einem Weg zur absoluten Macht besessen - was für den einen die Selbststilisierung zum Schöpfer des Universums ist, ist für den nächsten die Überzeugung, das Universum vernichten zu müssen, jedes Lebewesen zum Teil seinerselbst werden zu lassen oder das Chaos zum Mittel einer galaktischen Ordnung zu erheben. Durch ihre bewusst ausgelebte Farbenblindheit sind Millers Sith-Lords wundervoll einseitige Geschöpfe, Comicschurken in bester Vader-Tradition, gegen die man jeden Held gerne ins Feld ziehen sieht. Und als wäre dieser Abenteuergeist, diese Rückkehr zur Urtradition des Kriegs der Sterne, nicht schon Grund zur Freude genug, hat Miller seine Welt ins finsterste Mittelalter gestürzt. Drachen tauchen zwar nicht auf, davon mal abgesehen ist das dunkle Zeitalter aber allgegenwärtig: Alte Technik versagt, neu ist nur, was wiederentdeckt wird, absurdester Aberglaube hat um sich gegriffen, und aus einem vielbefahrenen Sternenmeer ist ein stiller Ozean geworden, aus dem die einzelnen Sith-Reiche wie Inseln herausragen. Wann seit 1977 hatte ein Held im Sternenkrieg eine so märchenhafte Welt zu durchwandern?

Um es kurz zu machen: Knight Errant ist - anders kann ich es nicht sagen - ein kleines Meisterwerk, mit einer faszinierenden Welt, sympathischen Helden und Schurken und einem großen Mysterium, das einen Seite für Seite gespannt verschlingen lässt. Die begleitende Comicreihe kann also kommen, aber auch und gerade ein Fortsetzungsroman wäre unbedingt wünschenswert!


Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords
Star Wars - Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 19,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zweifellos anders, 5. März 2005
The Sith Lords hat als Nachfolger des immens erfolgreichen Knights of the Old Republic mit den großen Vor- und Nachteilen einer jeden Nachfolgerschaft zu kämpfen: einerseits muß das Spiel seine Welt nicht erst erklären oder auch nur vorstellen, sondern kann direkt inmitten der Handlung loslegen, andererseits wird es immer am Vorgänger gemessen werden und kann sich eigentlich nur entscheiden, ob es als bloßer Abklatsch oder mißglückte Fortsetzung kritisiert werden möchte.

TSL hat den zweiten Weg gewählt, den einer eigenständigen Fortsetzung. Das Spiel beginnt im Wrack der Ebon Hawk, des Raumschiffs aus KOTOR, und führt den Spieler - diesmal in der Rolle eines abtrünnigen Jedi-Kriegsveteranen - auf insgesamt 8 mal größere, mal kleinere Welten, auf der Suche nach dem Abschluß seiner dunklen Vergangenheit.

Genau wie Das Imperium schlägt zurück lebt TSL nicht von seiner Geschichte, sondern von seinen Figuren, die es weit besser noch als beim Vorgänger KOTOR schaffen, sich als selbstbewußte, einzigartige und dreidimensionale Persönlichkeiten darzustellen. Besonders wichtig ist es deshalb auch, in Gesprächen und in Taten während der gemeinsamen Reise, Einfluß über diese Figuren zu gewinnen, denn nur so werden sie bereit sein, mehr über ihre Vergangenheit preiszugeben. Bei einigen Figuren führt diese Vergangenheitsoffenbarung dann in eine richtiggehende Schüler-Meister-Beziehung mit der Spielerfigur.

In diesem Zusammenhang muß ein besonderes Lob an die Autoren ausgesprochen werden: die Dialoge sind durchweg hervorragend geschrieben und dargeboten, sie sind glaubhaft und bauen echte Dramatik auf.

Wie bei jedem Spiel, hat auch TSL selbstredend seine Schattenzeiten: da ist zum einen die Grafik, nicht nur an sich leicht veraltet (besonders langweilig und lieblos: Nar Shaddaa), sondern auch vielfach fehlerbehaftet (Renn-Animation der Figuren).

Zweitens ist das Spielende eine totale Enttäuschung, die sich nur mit Zeitmangel in der Entwicklung erklären läßt. Wie das Spiel eigentlich enden sollte, kann man auf den einschlägigen Webseiten nachlesen.

Drittens ist da die Handlung, die - wie gesagt - nicht im Zentrum des Spiels steht, sondern nur als Bühnenbild für die Entwicklung der Figuren dient. Dummerweise ist dieses Bühnenbild voller Löcher und recht windschief, was genau wieso passiert ist oder gerade aktuell passiert, wird letztlich nie klar. Man weiß, es war Krieg, man weiß, es ist Krieg, man weiß, es wird Krieg sein. Wieso, weshalb, warum... das bleibt im Dunkel der Geschichte verborgen.

Dennoch, TSL ist ein gutes Spiel, das allerdings dringend einen Patch vertragen könnte. Und einen Nachfolger, denn wie Das Imperium schlägt zurück, endet auch TSL in der ersten Brise eines neuen Morgens, der selbst allerdings noch zu erkämpfen ist.


Shatterpoint: Star Wars
Shatterpoint: Star Wars
von MATTHEW STOVER
  Gebundene Ausgabe

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Kreis schließt sich, 7. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Shatterpoint: Star Wars (Gebundene Ausgabe)
Seit Traitor, der 13. Band der New-Jedi-Order, den Krieg der Sterne auf neue literarische Höhen katapultierte, ist Matthew Stover der meistverehrte und meistgehaßte Autor der weit, weit entfernten Galaxis. Die einen finden ihn zu radikal, die anderen nicht radikal genug. Die einen wünschen sich die unkaputtbaren, unantastbaren Helden zurück - die es in den Filmen nie gab und die mit den Romanen überhaupt erst erfunden wurden - die anderen sehnen sich - nach jahrelangen Wiederholungen und dem ewig gleichen Trott verlustloser Siege über übermächtige Gegner - nach dem Einzug des totalen Realismus, der gleichermaßen die Seelen der Figuren, wie ihre Körper verbrennen und entstellen soll.
Mit Shatterpoint geht der Autor - der in mancher Hinsicht mehr für diese Auseinanderentwicklung getan hat, als seine Vorgänger Michael Stackpole (I, Jedi), James Luceno (Cloak of Deception) oder R. A. Salvatore (Vector Prime) - nun also in die zweite Runde seines Kreuzzugs für die Reinigung der Büchergalaxis. Zu seinem Thema ist hier schon viel gesagt worden, kurz zusammenfassen läßt es sich mit "Suchaktion in Sternenkriegs-Vietnam mit Lichtschwertern". Das Napalm hat neue Namen, der Grundkonflikt eine neue ideologische Problematik, die Zielperson ist kein Marineinfanterist sondern eine Jedi, aber im Grunde genommen ist das Elend das gleiche geblieben: Verstümmelungen durch Guerillieros stehen Massaker durch hochtechnisierte reguläre Einheiten gegenüber. Ebensowenig neu wie diese Situation, sind die Gedanken und Gefühle, die sich Jedi-Ratsherr Mace Windu über den Konflikt macht. Neu aber sind die direkten Folgen, die nur ein Jedi - direkt aus der Macht gestärkt, ihrem Willen und Schicksal direkt unterworfen - bildlich erleben kann. Und während Normalsterbliche in einem Krieg wie diesem, der keine Sieger, sondern nur Überlebende kennt, entweder verrücktwerden oder abstummpfen würden, kämpft Mace Windu mit jedem Massaker, jedem Kampf, jeder Begegnung mit der ureigenen, unerschütterlichen und nie greifbaren Natur des Dschungels nicht nur gegen Wahnsinn und physische Aufgabe, sondern gegen die Dunkle Seite der Macht, die er vor seiner Mission für so kontrollierbar hielt, daß er sie sogar zum Elementarbestandteil seiner Kampftechnik machte.
So führt der Autor seine Leser über verschlungene Dschungelpfade und durch kompromißlos geführte Gefechte seitenlang tief hinein in das, was er als das Grundproblem der Jedi schon in Traitor beschrieben hat: in den Widerspruch zwischen der personifizierten Lebenskraft "Macht" als Energiequelle der Jedi und der Rolle eines Jedi im Krieg als Soldat und "potentieller Mörder".
In Traitor verbreitete Stover das Idealbild eines Jedi als Gärtner, der Unkraut vernichtet, um Nutzpflanzen zu erhalten. Shatterpoint wiederholt das Bild und erklärt den Jedi zum Kämpfer für Gerechtigkeit als Schöpfungsmacht der Zivilisation, die wiederum Basis für den vielbeschworenen Friedensleitsatz der Jedi ist.
In Vietnam also doch nichts Neues? Nun, wie man es nimmt. Wer die New-Jedi-Order-Reihe und damit Traitor gelesen hat, wird genug über galaktische Kriege und ihre Schrecken mitbekommen haben, daß es für die nächsten Dekaden reicht. Wer diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, ist mit Shatterpoint recht gut bedient und hat hierbei den Vorteil, nicht erst 40 Romane lesen zu müssen, um alle Anspielungen zu verstehen, die der Autor in seine Nebensätze eingestreut hat.
Also, Shatterpoint ohne Traitor, ja. Aber Traitor ohne Shatterpoint auf keinen Fall.
Denn was Stover getan hat, ist was andere Autoren vor ihm nie wirklich erreicht haben. Dank Stover haben die Jedi der Klonkriege nun die gleichen Probleme durchgemacht, die die Jedi der New-Jedi-Order-Ära noch bewältigen müssen. Damit ist der direkte Vergleich möglich geworden, der einerseits die beiden Epochen verbindet und Kontinuität aufzeigt und andererseits ihre fundamentalen Gegensätze herausarbeitet: sind die Jedi der Klonkriege bewährte Friedenswächter, deren Rollenverständnis auf einer jahrtausendealten Tradition fußt, wissen die Jedi des Yuuzhan-Vong-Kriegs mit sich selbst noch recht wenig anzufangen und haben noch nicht einmal ihre Vorkriegsrolle verstanden, als sie sich unerwartet ihrer Position im Krieg bewußtwerden müssen.
Und das Fazit? Eingeschränkt lesenswert. Wer die Jedi in Erinnerung behalten will, wie sie zu ihren Hochzeiten waren, sollte dieses Buch, wie alle Romane über die Klonkriege, besser im Regal lassen. Wer hingegen "Realismus" - sofern in einer fiktionalen Welt möglich - sucht und kein Problem damit hat, seine Existenz in Zweifel zu ziehen, ist mit Shatterpoint gut bedient.
Natürlich mit der englischen Fassung, die deutsche ist - wen wundert's? - das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurde.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 17, 2009 9:58 PM MEST


Star Wars, Darth Maul, Shadow Hunter
Star Wars, Darth Maul, Shadow Hunter
von Michael Reaves
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,63

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mut zur Flachheit, 10. Mai 2003
Shadow Hunter ist definitiv kein sonderlich subtiles Werk. Anders als der zeitlich unmittelbare Nachfolgeroman Cloak of Deception, geht es hier nicht um die Darstellung komplizierter politischer Verhältnisse und wechselnder Allianzen, sondern einzig um eins: Action. Mehr sollte man von diesem Roman nicht erwarten. Hat man seine Erwartungen dem tatsächlichen Roman schließlich angepaßt, macht er wirklich großen Spaß. Selbst wenn das Ende auch offensichtlich sein mag, so nimmt das dem Roman doch an keiner Stelle das Tempo oder sorgt für Langeweile. Im Gegenteil, auf den letzten Seiten will man fast glauben, daß die Mission der Jedi erfolgreich abgeschlossen werden könnte.

Doch nicht nur der Roman allgemein macht großen Spaß, auch die Charakterisierung der verschiedenen Figuren ist gut gelungen. Da es der Autor dankenswerterweise unterlassen hat, übermäßige Vielschichtigkeit in die Figuren zu bringen, darf Darth Maul einfach der sein, der er schon in Die dunkle Bedrohung immer sein sollte: ein jedem Klischee über das Böse entsprechender meisterhafter Kämpfer ohne viel Hirn oder Eigenständigkeit. Und so metzelt er sich routiniert durch die sehr lebendig beschriebene Stadtlandschaft von Coruscant.

Fazit: Schön geschriebener Actionspaß durchsetzt mit vereinzelten Augenblicken großer (wenn auch geradezu herrlich klischeehafter) Gefühle und satter Krieg-der-Sterne-Atmosphäre.


Star Wars: The New Jedi Order: Destiny's Way
Star Wars: The New Jedi Order: Destiny's Way
von Walter Jon Williams
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Bantam-EU läßt grüßen, 9. Dezember 2002
Nachdem die New Jedi Order Reihe bislang durch ihren erfreulichen Mangel an leichten Siegen und haarsträubenden Last-Minute-Erfolgen aufgefallen ist, scheint sich seit Rebel Dream alles wieder in das bekannte "unbesiegbare Helden retten das Universum"-Muster des alten Bantam-EU zu verkehren. War es in Rebel Stand mal wieder ein neuer (alter) "dunkler Jedi", ist es in Destiny's Way einerseits ein recht unglaubwürdiger Sieg der Neuen Republik, andererseits mal wieder eine neue Superwaffe (selbst wenn die nicht ganz so einfallslos ist, wie die zahllosen Todessterne vergangener Tage).

Auch stilistisch hat der Autor nichts zu bieten: die Geschichte plätschert einfach - ohne größere emotionale Höhepunkte - vor sich hin, vergangen auch hier die Tage, da man wirklich mitfiebern und mittrauern konnte.
Drei Sterne gibt es trotzdem: einen für den allgemeinen NJO-Bonus, den zweiten für die kurze Jedi-Zeremonie und den dritten für Nom Anor und die Darstellung des Führungsduos der Yuuzhan Vong. Dennoch bleibt ein schaler Nachgeschmack.


Kampf um Rom, Teil I [VHS]
Kampf um Rom, Teil I [VHS]
VHS

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Besetzung, schwacher Schnitt, 29. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Kampf um Rom, Teil I [VHS] (Videokassette)
Felix Dahns "Ein Kampf um Rom" berichtet vom Untergang des Ostgotischen Reiches in Italien in der Mitte des 6. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der weitgehend historisch authentischen Geschichte steht der römische Adlige Cethegus, dessen großes Ziel es ist, das Weströmische Reich wiederzuerrichten. Dabei befindet er sich allerdings in einer schlechten Ausgangslage: Italien ist von den Goten besetzt, die ihre Macht keinesfalls kampflos aufgeben wollen, und auch das Oströmische Reich unter Kaiser Justinian versucht, erneut Einfluß im Westen zu gewinnen.

Die Folge dieser Situation ist ein kompliziertes Netz aus politischen Bündnissen und Intrigen, aus Liebe, Krieg und Macht, in dessen Mittelpunkt Cethegus spinnengleich darauf wartet, den Kampf um Rom endlich für sich zu entscheiden.

"Ein Kampf um Rom" zu verfilmen, ist eine Aufgabe, die in etwa an die Umsetzung der Bibel oder des Herrn der Ringe heranreicht.
Genau wie bei den beiden anderen Mamutwerken ist dies auch hier nur teilweise gelungen.

Zuerst zu den guten Teilen: die Besetzung ist großartig. Orson Welles als Justinian und Laurence Harvey als Cethegus sind wirklich brilliant. Harvey gelingt es überraschend gut, die zwei Seiten des Cethegus zu zeigen: einerseits den bösen Machtmenschen, der niemanden neben sich dulden kann, andererseits den guten Bewahrer antiker Kultur, der Westeuropa vor dem Barbarensturm beschützen will.

Ein weiterer Pluspunkt der Verfilmung sind die epischen Schlachtszenen, die sich selbst heute nicht verstecken müssen. Wer großes Kino liebt, dem wird es hier geboten.

Es ist allerdings nicht alles eitel Sonnenschein: der Schnitt ist manchmal schlichtweg katastrophal. Szenenintern paßt alles, aber der Übergang zur Folgeszene gelingt nicht.

Auch was die Kulissen angeht, so wurde hier etwas zu sehr gespart: es ist einfach nicht glaubhaft, daß Rom von einer besseren Gartenmauer umgeben ist, und daß es dieser Befestigung gelingt, eine riesige Armee abzuwehren.

Das größte Manko besteht allerdings in den umfangreichen Kürzungen im Vergleich zum Roman. Viele Figuren und Situationen werden lediglich angedeutet, die Kirche, die im Roman entscheidend mit-intrigiert, wird fast völlig ignoriert und mit dem bewußten Verzicht auf übertriebenes "National-Getue" geht auch ein Teil der Grundintention des Werkes verloren.

Dennoch bleibt "Kampf um Rom" sehenswert. Einem Vergleich mit den riesigen Hollywood-Monumentalfilmen hält er nicht stand, aber er sticht deutlich aus dem unübersichtlichen Meer von drittklassigen Italo-Sandalenfilmen hervor und schafft es in weiten Teilen, dem Zuschauer einen faszinierenden Einblick in das Europa der Völkerwanderungszeit zu vermitteln.


Deceptions (Star Wars: Jedi Apprenticeship Special Editions)
Deceptions (Star Wars: Jedi Apprenticeship Special Editions)
von Jude Watson
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 27. Juni 2001
Jedi Apprentice Special Edition Deceptions ist gewissermaßen die Fortsetzung von Der bedrohte Tempel. Auf den ersten Blick steht der Tod des Jedi Schülers Bruck Chun im Mittelpunkt der Geschichte, und die Art, wie Obi-Wan Kenobi damit umgeht.
Die Geschichte beginnt 12 Jahre vor Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung und geht in ihrem zweiten Teil 15 Jahre später weiter (was im Buch mit 12 Jahren falsch angegeben wird).
Während Obi-Wan im ersten Teil im Zentrum der Handlung steht, ist es im zweiten Teil der junge Anakin Skywalker, also derjenige, dem es bestimmt ist, eines Tages zu Darth Vader zu werden.
Anakins Gefühle sind auch der wahre Reiz des Buchs, da sie gewissermaßen spiegelbildlich seine spätere Beziehung zu seinem Sohn Luke zeigen. Genauer darauf einzugehen, wäre an dieser Stelle ein Verbrechen, aber gegen Ende des Buches stirbt jemand, der kurz vor seinem Tod seinen Sohn um Vergebung für seine Handlungsweise bittet. Anakin versteht nicht, wie aus Zorn Erbarmen werden kann, was seine Wandlung zu Darth Vader eindrucksvoll begründet.
Alles in allem ist Jedi Apprentice Special Edition Deceptions jedem zu empfehlen, der bereits heute in die Gefühlswelt der Helden von Episode II und III eintauchen will.


Cloak of Deception: Star Wars (Star Wars (Random House Hardcover))
Cloak of Deception: Star Wars (Star Wars (Random House Hardcover))
von James Luceno
  Gebundene Ausgabe

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Galaktische Intrigen, 7. Juni 2001
Cloak of Deception erzählt die Vorgeschichte zu "Star Wars - Episode I: Die dunkle Bedrohung".
Im Mittelpunkt stehen der Oberste Kanzler der Republik, Valorum, der Senator Naboos, Palpatine und die Handelsföderation, die alle aus Episode I schon hinlänglich bekannt sind.
Auf Schiffe und Eigentum der Handelsföderation hat es in letzter Zeit immmer wieder Anschläge gegeben, teilweise von Terroristen, teils aber auch von einfachen Piraten. Der Grund für diese Anschläge sind die Methoden der Föderation in Bezug auf die Sicherung ihrer Handelsprivilegien. Als ein Frachter der Föderation von Aktivisten der "Nebel-Front" vernichtet wird, nimmt auf Coruscant, dem Zentrum der Republik, eine Intrige ihren Lauf, die mit der Vernichtung des Kanzlers Valorum auch die Republik in den Tod reißen könnte...
Cloak of Deception ist wunderbar geschrieben und gibt dem Leser einen sehr guten Einblick in die Ränke und Methoden, die am Ende zur Blockade Naboos, wie sie in Episode I dargestellt wurde, führen werden. Besonders Senator Palpatine, der künftige Herrscher des Imperiums, wird seinem Ruf als widerlicher Manipulator voll gerecht.
Besonders interessant an Cloak of Deception allerdings ist, daß der Autor offenbar Einblick in das Drehbuch von Episode II erhalten hat, die im Mai 2002 erscheinen wird. Unter anderem tauchen Personen und Organisationen auf, die Star Wars Fans wohl schon aus verschiedenen Spionageberichten kennen.
Alles in allem ist dieses Buch sehr zu empfehlen, und man kann nur hoffen, daß es bald auch auf deutsch erhältlich sein wird.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2009 11:45 AM MEST


Crisisbeat
Crisisbeat
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 15,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Na ja, 8. Dezember 2000
Rezension bezieht sich auf: Crisisbeat (Videospiel)
"Das beste Actionspiel aller Zeiten", so steht es auf der Verpackung. Und dann der Schlag beim Einlegen. Das Intro erzählt nicht einmal die ganze Geschichte, die Sprachausgabe ist japanisch mit sehr schlechten englischen Untertiteln, die Story scheint aus irgendeinem Recycler zu kommen, und auch ansonsten kann dieses Spiel nicht wirklich begeistern. Bei dem Preis kann man sich auch zwei andere Spiele kaufen. Sehr schlechtes Preis-Leistungsverhältnis...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 21, 2008 9:23 PM MEST


Star Wars Episode 1 - Jedi Power Battles
Star Wars Episode 1 - Jedi Power Battles

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Machtvoller Spaß, 18. November 2000
Star Wars schlägt wieder zu. Jedi Power Battles bietet rasante Jediaction für ein oder zwei Spieler. Die Story basiert dabei natürlich auf dem zweiterfolgreichsten Film aller Zeiten, Episode I - Die dunkle Bedrohung. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über Obi-Wan Kenobi, Qui-Gon Jinn, Mace Windu, Plo Koon oder Adi Gallia und kämpft sich durch graphisch schön gestaltete Levels voller Kampfdroiden, Sandleute oder Söldner. Der Hauptspaß stellt sich allerdings erst ein, wenn man der dunklen Seite zu zweit zu Leibe rückt. Im Multiplayermodus ist man sehr schnell sehr dankbar dafür, daß man sich gegenseitig mit dem Lichtschwert nicht schaden kann. Ansonsten würden die dunklen Mächte wohl noch etwas früher triumphieren, als sie das sowieso schon werden. Das soll allerdings nicht heißen, daß die Handhabung kompliziert wäre, im Gegenteil, sie ist äußerst durchdacht und einfach zu erlernen. Zusammengefaßt: Kaufen, kaufen, kaufen!!!


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