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Beiträge von Daisy
Top-Rezensenten Rang: 3.499
Hilfreiche Bewertungen: 1564
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Rezensionen verfasst von Daisy (Niederbayern)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Immer noch ein guter Roman aber...., 4. Februar 2012
Mit "Happy End in Virgin River" geht Robyn Carr in die 3. Runde ihrer inzwischen 19 Teile umfassenden Serie rund um das idyllische Dörfchen Virgin River. Diesmal erlebt Brie Sheridan, die Schwester des Helden aus dem 1. Teil, alle Höhen und Tiefen einer gescheiterten Ehe und eines Neuanfangs. Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nichts weiter sagen, die Inhaltsangabe ist hier wirklich sehr zutreffend. Robyn Carr hat wieder einmal ein wirklich gutes Buch geschrieben und mittlerweile sind mir alle Bewohner Virgin Rivers ans Herz gewachsen. Es macht also wirklich Sinn, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dennoch habe ich diesmal nur 3 Sterne vergeben können. Warum dies? Zum einen bekommt die Hauptgeschichte rund um Brie und Mike einfach viel zu wenig Platz eingeräumt, man könnte fast meinen, daß die beiden die eigentlichen Nebendarsteller sind. Wer also auf eine umfassende Liebesgeschichte hofft, wird wohl enttäuscht werden. Dabei hätten sowohl Brie als auch Mike wirklich das Potential gehabt, das gesamte Buch zu tragen. Bries tragische Geschichte und Mikes Wandlung vom Saulus zum Paulus ist wirklich mitreissend und spannend. Schade, daß die Autorin hier das Heldenpaar so aus den Augen verloren hat. Zum anderen hat Robyn Carr sich für meinen Geschmack zu sehr in Nebenhandlungsstränge verfranst. Daß die neuen Hauptdarsteller schon frühzeitig vorgestellt werden, bin ich von der Autorin mittlerweile gewohnt, daß aber 2/3 des Buches von Nebenkriegsschauplätzen beherrscht werden war dann doch einfach zu viel des guten. Auch dieses ständige Baby-machen, Baby-bekommen und der ganze Baby-Tanz an sich hat eher genervt als unterhalten. Dennoch möchte ich das Buch nicht mehr verunglimpfen als erforderlich. Ein schwächerer Carr-Roman ist immer noch um Längen besser als so manch anderes Buch. Wer also gerne Bücher liest über das typische klischeebehaftete Kleinstadtleben in der lauter nette Menschen leben die sich alle furchtbar lieb haben - der ist hier generell schon mal gut aufgehoben. Ich hoffe dennoch, daß die Autorin im Nachfolgeband wieder zu den alten Stärken aus den Vorgängerbüchern zurückfindet.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Eine Schwalbe macht noch lange keinen Sommer..., 22. Januar 2012
... und viel Krawumm macht noch lange keinen guten Actionfilm! Ich muss gestehen, auch wenn meine eigentliche Leidenschaft einem guten Buch gehört, so sehe ich doch - ab und an - ganz gerne auch mal einen guten Actionfilm bei dem man das Hirn abschalten kann und sich einfach nur von der Flut der Bilder zudröhnen lässt. Und wenn ich einen Actionfilm anschaue erwarte ich eine nette Story, viel Action, gut gelaunte Darsteller und vielleicht auch den ein oder anderen humorigen Moment um das ganze Action-Pathos aufzulockern. Bekommen habe ich hier... .öhm... Action, Action und nochmal Action (was schon mal gut ist). Es wird sehr schick in sehr schicken Kampfanzügen herumgehüpft und gesprungen, es fliegen jede Menge Dinge in die Luft und insgesamt ist alles wirlich sehr schick durchchoreografiert. Deshalb hier an dieser Stelle schon mal das 1. Sternchen. Abzüge gibts aber in der Kür: Story... Story.. aja Story. Ein Pösewicht strebt mal wieder nach der Weltherrschaft und die Supadupamegageheime Kampfeinheit "G.I.Joe" soll dieses Vorhaben unterbinden. Nichts Neues also... muß aber auch nicht sein wenn die Story wenigstens durchdacht und einigermaßen clever umgesetzt würde. Durchdacht und clever war hier aber gar nichts: Anfänglich hat man sich als Zuseher sehr hart getan, überhaupt in die Geschichte reinzukommen da einem die einzelnen Darsteller nicht irgendwie logisch und chronologisch vorgestellt wurden. Als dann auch noch mit verschiedenen zeitlichen Rückblenden gearbeitet wurde, war das Chaos perfekt. Ich hab dann irgendwo auf Höhe "einstürzender Eifelturm" beschlossen, einem möglicherweise vorhandenen Handlungsstrang nicht mehr zu folgen und ab da wurde es deutlich entkrampfter. Von den metertiefen Logiklöchern fang ich an dieser Stelle jetzt aber nicht auch noch an zu erzählen... nein nein das verkneife ich mir jetzt. Zu den Darstellern: Sienna Miller ist eigentlich eine ganz Süße und ich nehme es ihr auch nicht krumm, daß sie mit dem Zuckerschnuten-Image brechen möchte und einmal einen Blick auf's Actionfach riskiert hat. Hätte sie das mal besser bleiben lassen... Denn auch wenn Sienna - wie schon gesagt - eine ganz ganz Süße ist - nur hübsch und sexy durch die Gegend zu hüpfen macht noch lange keine Actionheldin aus ihr. Als hilfloses Weibchen am Arm des Helden wäre sie deutlich besser aufgehoben gewesen. Den Bösewicht konnte ich ihr - trotz aller Anstrengung und guten Willen meinerseits - einfach nicht abnehmen. Dennoch ein 2. Sympathiestern für Sienna, heute bin ich großzügig. Die restlichen Darstellern - incl. der Hauptdarstellers - waren dermaßen eindimensional und in ihrer Heldenhaftigkeit beinah schon peinlich. Keiner konnte bei mir als Zuseher Sympathie / Antipathie (oder sonst irgendwie eine Emotion) auslösen. Bähh... ganz schlechte Schauspielkunst!!! Wer einen Actionfilm nur der Action wegen anschaut, darf bei G.I. Joe beherzt zugreifen. Wer aber noch ein bisserl Handlung rund um die Action haben möchte oder gar Humor oder Gefühl erwartet... besser die Finger weg!!
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4.0 von 5 Sternen
Sie mögen die Waltons??, 21. Januar 2012
Wenn ja, sind Sie in Virgin River schon mal grundsätzlich gut aufgehoben. Mit "Wiedersehen in Virgin River" legt Robyn Carr den 2. Teil Ihrer mittlerweile 14-teiligen Buchreihe rund um das kleine Örtchen Virgin River vor. Hier geht es nun um den Kumpel des Helden aus dem 1. Teil John "Preacher" Middleton. Der verdingt sich als Koch im örtlichen Restaurant und ist mit seinem Leben eientlich recht zufrieden. Mit Familie & Co hat er nichts am Hut. Eines Tages schneit Paige Lassiter samt Sohn Christopher ins Lokal und stellt sein wohlsortiertes Leben gehörig auf den Kopf. Paige ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und findet bei Preacher erst mal Unterschlupf. Den Rest kann man sich ja ausmalen... beide verlieben sich ineinander aber Paiges rabiater Ehemann lässt seine Ehefrau nicht so einfach gehen. Ich muss gestehen, daß ich mich schon nach dem 1. Teil in Virgin River und seine Bewohner verliebt habe. Preacher wurde schon im Vorgängerband vorgestellt und war auch hier schon ein toller Nebencharakter: Als Exmarine ist er körperlich natürlich sehr anziehend, ist aber im Grunde genommen eher schüchtern und mit seiner Erfahrung bzgl. Frauen ist es auch nicht so weit her. Als Paige in sein Leben tritt, werden seine Beschützerinstinkte geweckt und er sieht sich plötzlich mit einer neuen Rolle als "Mann" und "Vater" konfrontiert. Wie gesagt... Preacher ist ein wirklich toller Hero, jedoch wurde im phasenweise Dialoge auf den Leib geschrieben, die mich vor Grauen beinahe vom der Couch gefegt haben. Ob das Original nun hier etwas in Schieflage geraten ist oder ob es an der deutschen Übersetzung liegt, vermag ich nicht zu beurteilen, jedoch sind die Dialoge teilweise wirklich grauenerregend schlicht ausformuliert. Preacher redet, als ob er ein absoluter Einfaltspinsel wäre und kommt so als großer tapsiger Simpel daher. Das ist einfach nur schade. Auch hat mich - aber auch nur phasenweise - dieser doch arg strapazierte Walton-Charme leicht genervt. Einerseits ist es eine Wohltat, daß neben den derzeit so aktuellen Vampiren und Werwölfen auch mal ganz normale Menschen mit ganz normalen Sorgen und Problemen ein Platz zwischen den Buchseiten eingeräumt wird, anderseits schrubbt das Buch teilweise doch sehr an meiner persönlichen Kitsch-Schmerzgrenze vorbei. Gott sei Dank ist dieses Manko nicht soooo schwerwiegend und wurde durch die vielen Pluspunkte des Romans locker ausgebügelt. Besonders gefallen hat mir, daß auch die Nebendarsteller nicht nur am Rande durchs Bild springen, sondern die Geschichte ordentlich tragen und vorwärts bringen. Wir erfahren auch, wie es mit dem Heldenpaar aus dem Vorgängerband weitergeht und das Heldenpaar aus dem nächsten Buch wird hier schon deutlich Platz eingeräumt. So fließt Buch in Buch über und ich möchte allen potentiellen Leserinnen empfehlen die Bücher unbedingt in der richtigen Reihenfolge zu lesen, damit sich der ganze Charme der Reihe vollends entfaltet. Von mir gibts daher 4 Sterne für einen flüssigen leicht zu lesenden romantischen amerikanischen "Heimatroman".
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5.0 von 5 Sternen
Diana geht auf die Jagd, 12. Januar 2012
Seit Jahren schon verbringen die 4 Freunde Henry, Felix, Toby und Jeremy jedes Jahr den Herbst in Waltham Manor um dort zu jagen und zu fischen. Und seit Jahren schon haben sie Henrys kleine Schwester, Lucy, im Schlepptau die eifrig dem großen Bruder und seinen Freunden nacheifert. Lucy ist im Lauf der Jahre zu einem echten Wildfang geworden und weigert sich hartnäckig, damenhaftes Benehmen an den Tag zu legen. Nun ist Lucy bereits 19 Jahre alt und hat sich in den Kopf gesetzt, Toby Aldridge zu heiraten. Zu dumm nur, daß dieser so gar kein Interesse an Lucy hat sondern vielmehr die Absicht hat, die reizende engelhafe Sophie Hatthaway zu heiraten. Ab so einfach lässt sich Lucy nicht abschmettern: Sie versucht also, mit weiblichen Tricks Toby zu verführen, hat aber von Verführungskünsten so gar keine Ahnung und beschließt deshalb, ihre weiblichen Reize probehalber an Jeremy auszuprobieren. Jeremy hingegen muss mit Schrecken feststellen, daß aus Lucy eine umwerfende junge Frau geworden ist deren eigenwilligem Charme er sich nicht mehr entziehen kann... Mit "Der Kuß der Jägerin" hat die Autorin einen wirklich erfrischenden und sehr witzigen temperamentvollen Regency-Roman zu Papier gebracht. Lucy ist als Heldin wirklich hervorragend gelungen. Sie ist liebenswert frech und erfrischend unkonventionell. Jeremy als etwas distanzierter Charakter wird von ihrem Charme völlig niedergewalzt und ist schneller verliebt als er einmal "Piep" sagen kann. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Seiten fliegen förmlich dahin. Im letzten Drittel des Buches lässt es die Autorin hingegen etwas ruhiger angehen und lotet die tieferen Emotionen des Heldenpaares aus. Auch dieser Part ist grundsätzlich gut gelungen, jedoch wirkt das ruhigere Fahrwasser im Vergleich zu dem schnellen und sprühenden Beginn des Romans ein wenig fad. Dennoch ist Tesssa Dare eine Autorin, deren Bücher ich weiterhin im Auge behalten werde. Ich bin froh, daß es eine Fortsetzung der Reihe gibt bei der es um Sophie Hatthaway geht.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ihre hochkönigliche Großpottentotten, 5. Januar 2012
An dieser Stelle eine Inhaltsangabe abzuliefern ist irgenwie... sinnlos? Denn Michele Bardsley hat mit "Cocktail mit einem Vampir" eine schnelle schrille Achterbahnfahrt hingelegt die mich kreischend vor Lachen vom Sofa gekickt hat. Also... es gibt Vampire... viele Vampire... und Werwölfe, Ghule, Zombies..und ja... Drachen! Und noch so allerhand mehr, und alles tummelt sich im kleinen Städtchen Broken Heart und versucht dort, abgeschirmt vom Rest der Menschheit einen paranormalen Lebensbereich aufzuziehen. Mitten in diese Ansammlung aus dem Gruselkabinett stolpert Libby Monroe, Tochter eines leicht durchgeknallen Hippiepaares welches sich schon viele Jahre lange mit der Erforschung paranormaler Lebensformen beschäftigt. Libby sollte also schon gewarnt sein.. fällt aber aus allen Wolken als sie per Zufall dem Witwer Ralph Genessa über die Füße fällt, plötzlich einen Zombie im Schlepptau hat und zu allem Überfluss in einen Halbdrachen verwandelt wird... Ok, ich geb auf. Das mit der Inhaltsangabe wird so nichts. Meine Empfehlung: Selbst lesen. Wenn man ein Buch von Michele Bardsley zur Hand nimmt, sollte man vorgewarnt sein: Die Autorin hat einen sehr rasanten Schreibstil, schmeisst fröhlich mit allem möglichen paranormalen Zeugs um sich und ihr Humor ist... nun ja... ihr Humor ist sehr speziell. Ich liebe ihren Humor, kann aber verstehen, daß manch andere Leserin vor dieser Holzhammer-Komik zurückschreckt. Selbst ich als großer Fan der Autorin muß sagen, daß mehrere Bücher der Autorin hintereinander einfach zuviel des Guten sind. Aber ab und an, wenn sich das ein oder andere Leseloch auftut ist Michele Bardsley genau der richtige Stimmungaufheller um einen wieder aus besagtem Leseloch herauszufischen. Fans von ernsthafter und düsterer Vampirlektüre sollten tunlichst ihre Finger von diesen Büchern lassen denn wie gesagt, die Bücher leben von dem schnellen und völlig überdrehten Humor. Dennoch gibt es von mir an dieser Stelle eine absolute Kaufempfehlung!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Regency mit Schlagseite, 2. Januar 2012
Der hier vorliegende Roman ist der 2. Teil der Trilogie um die Royle-Sisters. Zum Inhalt wurde - von anderer Seite her - ja schon alles gesagt, dem ist nichts hinzuzufügen. Ich möchte mich daher nicht so sehr auf den Inhalt, sondern eher auf den Stil der Autorin konzentrieren. Eine Warnung deshalb vorweg: Wer einen waschechte Regency lesen möchte, der vor allem Authenzität und das Flair des Biedermeier einfängt, ist bei Caskie generell falsch aufgehoben. Die Autorin nimmt es historisch nicht wirklich korrekt sondern ihre Romane gehören eher in den Bereich Regency-Komödie. Fans von Georgette Heyer oder gar Jane Austen werden deshalb enttäuscht sein... Nun zum Buch selbst: Ich habe schon etliche Bücher der Autorin gelesen und mir haben alle Bücher bisher ausnehmend gut gefallen. Warum? Weil genau ihre Schwäche - nämlich auf historische Corectness zugunsten von Witz und Tempo zu verzichten - in meinen Augen auch ihre größte Stärke ist. Caskies Helden sind allesamt knuffig und spritzig, die Dialoge haben Tempo und Esprit und deshalb lassen sich die Geschichte so locker und leicht gut weglesen. Und weil ich eben genau weiß, zu welchen komödiantischen Höhenflügen die Autorin befähigt ist, war ist die ersten 100 Seiten erstmal masslos enttäuscht. Die Geschichte schleppt sich entsetzlich langatmig dahin, das Heldenpaar agiert überhaupt nicht logisch oder realistisch und die Dialoge waren auch schon mal deutlich besser. Fairerweise muß ich sagen, daß es danach besser wird, und zwar deutlich besser, aber wer die Autorin bis dato noch nicht kannte wird versucht sein, den Roman enttäuscht zur Seite zu legen. Dies liegt - nach meinem persönlichen Geschmack jedenfalls - besonders daran, daß ihr diesmal die Charakterentwicklung des Paares so gar nicht leicht von der Hand gehen wollte. So wird dem Leser anfänglich berichtet, daß Anne als mittlere der Royle-Sisters als Kind ziemlich ungeschickt und tollpatschig war. Sie hat sich also dann im Lauf der Jahre immer mehr zurückgezogen und das "Unsichtbar werden" zur Perfektion getrieben. Auch ist Anne keine strahlende Schönheit sondern ein eher unscheinbarer Durchschnittstyp was ihre Rolle als Außenseiterin natürlich begünstigt. Als sie jedoch im Hause des Helden losmarschiert um die belastenden Briefe zu finden und dort im Schlafzimmer prompt mit dem Helden Laird aneinander gerät, ist von ihrer Schüchternheit und Zurückhaltung so gar nichts mehr zu spüren. Anne gibt ordentlich Gas und rettet mit ihren improvisierten Flunkergeschichten ihre und Lairds Haut. Diese Kaltblütigkeit passt so gar nicht zu der zuvor beschriebenen Heroine und lässt mich als Leserin leicht verärgert zurück. Das gleiche passiert der Autorin auch noch mit Laird: Es wird berichtet, daß er ein durchtriebener Schurke und Taugenichts ist, von diesem frevelhaften Charakter merkt man als Leser jedoch so gar nichts. Auch wenn Laird sich geschworen hat, künftig ein anständiges Leben zu führen, so habe ich doch erwartet, daß Laird immer wieder den ein oder anderen Ausrutscher hinlegt oder zumindest in Versuchung gerät, den alten Lastern anheim zu fallen. Pustekuchen! Auch das Ende des Romans hat mich ab und an verärgert die Stirn runzeln lassen. Nachdem das Heldenpaar endlich ihre Liebe zueinander entdeckt haben, könnten beide ihrem wohlverdienten Sonnenuntergang entgegenreiten. Aber nicht in diesem Fall: Da wird doch allen Ernstes auf den letzten paar Seiten noch auf die Schnelle ein Konflikt herausgekramt, der dann aber ebenso schnell wieder in der Versenkung verschwindet. Musste die Autorin hier Seiten schinden? Mein Fazit: Auch wenn Anfang und Schluß etwas kränkeln, so entschädigt der Mittelteil des Romans doch sehr für die ein oder andere Holprigkeit beim Lesen da die Autorin hier wieder auf ihre bereits oben erwähnten Stärken zurück greift. Wer Caskie noch nicht kennt, sollte jedoch eher zu den Büchern rund um die Featherton-Sisters greifen da diese deutlich besser gelungen sind. Deshalb gibts bei von mir diesmal auch nur eine mittlprächtige Wertung mit 3 Sternen von 5.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Da fährt die Kaktusblüte ihre Stacheln aus...., 29. Dezember 2011
Der Stoff wurde schon vor vielen vielen Jahren verfilmt. Unter dem Titel "Die Kaktusblüte" gab Ingrid Bergmann die hilfsbereits Arzthelferin während Walther Mattheau den ehescheuen Zahnarzt mimte und eine blutjunge Goldie Hawn das Opfer der Begierde war. Wer sich für den Stoff von "Meine erfundene Frau" erwärmen kann, sollte dringend zum Original greifen. Denn das Original hat all das, woran das Remake kläglich scheitert: Eine spröde Arzthelferin deren wahre Schönheit sich zwiebelartig nur stückchenweise zeigt, eine liebenswerte bildhübsche aber leider etwas naive Blondine und der wahrlich göttliche Matteau als ehescheuer ältlicher Zahnarzt dessen wechselhafte Gespielinen immer jünger werden. Wortwitz und trockene Situationkomik geben sich hier die Klinke in die Hand wo Sandler nur auf platten Klamauk setzt und die Storyline dermaßen überdreht und konstruiert daher kommt, daß man sich vor Abscheu nur noch schütteln mag. Wer das Original nicht kennt, den erwartet eine flache Komödie mit ganz viel platten Fäkalhumor welche keinerlei Wiedersehenswert hat. Deshalb auch nur 2 Sterne für die an sich süße Geschichte und eine bezaubernde Jennifer Aniston.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Gut gemachte Actionkomödie, 25. Dezember 2011
Frank Moses, vormals hoch dekorierter CIA-Agent, ist nun schon geraume Zeit im Ruhestand. Ein Zustand, der ihm so gar nicht schmeckt und so nutzt er jede passende Gelegenheit, zumindest mit seiner zuständigen Sachbearbeiterin von der Rentenkasse am Telefon heftigst zu flirten. Sein Leben erfährt eine ungeahnte Wendung, als sein Haus gestürmt wird und er nur knapp mit dem Leben davon kommt. Wer will ihm da ans Leder? Er rekrutiert ehemalige Wegbegleiter aus dem aktiven Dienst, welche sich im Ruhestand ebenfalls nicht wirklich wohl fühlen, und geht - die Sachbearbeiterin im Schlepptau - der Sache auf den Grund... Eigentlich bin ich kein großer Fan von Actionfilmen, leider landet dieses Genre immer wieder im heimischen Player wenn Göga mal wieder zugeschlagen hat. Mit RED hat er jedoch wirklich einen Glücksgriff getan. Neben Bruce Willis als Frank Moses glänzen weitere "Altstars" wir Malkovic, Freeman oder auch eine hinreissend unoperierte Helen Mirren als ehemaliges Killertrupp des CIA. Den Schauspielern merkt man an, daß sie wohl Spass bei den Dreharbeiten hatten, denn das Schauspiel geht leicht und flüssig von der Hand. Besonders Mirren, eigentlich eine grandiose Charakterdarstellerin, gibt die Killerin einfach mit meisterlichem Charme. Warum hab ich dann 2 Punkte behalten: Da wäre einmal die wirklich krude Storyline. Natürlich kann man bei einem Actionfilm keine wirklich tiefschürfende Geschichte erwarten, das ist auch gar nicht notwendig, aber die hier zusammengeflickte Story weist so tiefe Logiklöcher auf, daß es fast schon weh tut. Auch der Humor ist so ein zweischneidiges Schwert: Einerseits hat der Film wirklich lichte Momente und ich hab mich selbst dabei erwischt, wie ich mit einem süffisanten Grinsen vor dem TV-Gerät hockte. Bruce Willis nimmt sein Image als "Die-Hard-Held" dabei mit staubtrockenem Humor gekonnt aufs Korn. Leider nutzen sich diese humorigen Momente recht schnell ab und fangen an, sich zu wiederholen, und spätestens dann ist es nicht mehr lustig sondern albern. Auch hätte für meinen Geschmack die Grundthematik "Alt-Herren-Gang mischt nochmal ordentlich mit" deutlich besser ausgearbeitet werden müssen, denn schließlich ist dies der Hauptaufhänger der ganzen Geschichte. Auch wenn die Agenten allesamt schon etliche Zeit im Ruhestand sind, sie sind topfit, kennen sich mit der modernsten Technologie aus und können den "Jungen" locker das Wasser reichen. Da hat "Space Cowboys" die Sache wirklich besser gelöst, da die Helden bei diesem Film sehr wohl von dem ein oder anderen altersbedingten Zipperlein geplagt wurden. Hier mussten die "Oldies" sich auf ihre Cleverness und Erfahrung verlassen um im Vergleich zu den "Jungen" die Nase vorne zu haben. Fazit: RED ist mit Sicherheit eine durchaus gelungene Action-Komödie die hauptsächlich von der hervorragenden Schauspielkunst seiner Darsteller getragen wird. Der Humor ist natürlich Geschmackssache und hätte man hier und da noch etwas nachgebessert, wäre RED eine absolute Topempfehlung wert gewesen. Aber für einen verregneten Sonntag Nachmittag geht der Film völlig in Ordnung.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bester Soundtrack ever, 13. November 2011
Ich mach es kurz: Eigentlich gehört mein Herz dem schweren Metall und Elektromusik ist... bäh!!! Das ist keine Musik, das ist ein Zustand. Und eigentlich kaufe ich keine Soundtracks zu Filmen, weil bis auf ein paar wenige gute Songs der Rest ein Fall für den Mülleimer ist. Und eigentlich wollte ich nur Tron anschauen und eigentlich dient die Musik nur zur Untermalung des Films... und warum zum Teufel ging mir der Soundtrack dann nicht mehr aus dem Kopf??? Fazit: Einmal in Begleitung des Films gehört, nicht mehr aus dem Ohr rausgebracht, gekauft und seitdem läuft der Silberling rauf und runter in allen Lebenslagen. Einfach Bombe wie Daft Punk Klassik und Elektro zu einem epochalen Klangerlebnis zusammenmurksen..... absolute Empfehlung!!!
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3.0 von 5 Sternen
Historisch korrekt jedoch langatmig und lanweilig umgesetzt, 13. November 2011
Die 21-jährige Margaret Dunham kommt 1901 von N.Y. nach London um als Gourvernante im Hause von Lord Deveraus zu arbeiten. Schnell verliebt sie sich in den Hausherren, Paul Deveraux, und diese Liebe wird auch erwidert. Jedoch ist Paul mit Beatrice, einer Jugendfreundin von Margaret, verheiratet und so verlässt Margaret das Haus und nimmt den Heiratsantrag von Hugh Stafford, dem Vorarbeiter in einer Kohlemine an.... Auch wenn das Cover, der Titel und Klappentext etwas anderes versprechen: Einen echten Liebesroman hält man hier nicht in Händen. Vielmehr fällt dieses Buch in die Kategorie "historischer Gesellschaftsroman". Zwar begleitet die wechselhafte Liebesgeschichte zwischen Margaret und Paul die Leserin durch ein vierteltes Jahrhundert (der Roman spielt zwischen 1901 bis 1925), dient letztendlich aber nur als roter Faden. Brenda Clarke konzentriert sich vielmehr darauf, die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der damaligen Zeit in Szene zu setzen. Wer also einen historischen Gesellschaftsroman gerne liest, liegt bei diesem Buch genau richtig. Ich jedoch bin ein Fan von Liebesromanen und daher hat das Buch meinen persönlichen Geschmack nicht wirklich getroffen, da die Lovestory selbst eben nur eine Randerscheinung war. Dennoch bleibt ein gutes Buch ein gutes Buch und der Roman hätte mich auch - trotz "Themenverfehlung" - überzeugen können, wenn... tja wenn er nicht auch noch einige Schwächen hätte, die mich einige Punkte behalten liessen: Da wären einmal die beiden Hauptdarsteller - Paul und Margaret. Auch wenn ich von Heldenpaar nicht erwarte, markellos und perfekt in allen Lebenslagen zu sein, so möchte ich doch gewisse "heroische" Züge erleben. Schließlich halten die beiden als Identifikationsfigur für Ihre Leserschaft her und mit 2 Unsympathen lässt es sich einfach nicht so gut mitleiden. Um es auf den Punkt zu bringen: Direkt unsympathisch waren sie nicht, hatten jedoch sehr viele Charakterzüge an sich, die dafür gesorgt haben, daß mir sowohl Paul als auch Margaret nicht ans Herz gewachsen sind. Auch das beide mehr getrennt, als zusammen waren, fand ich persönlich jetzt ziemlich abtörnend. Wirklich gut gelungen ist jedoch der Plot an und für sich: Die Zeit zwischen 1900 bis 1925 ist geschichtlich hoch interessant, wird aber bei den meisten Romanen eher vernachlässigt. Von daher war es wirklich spannend, in die Vergangenheit zu reisen und die Zeit vor und nach dem 1. Weltkrieg mit zu erleben. Jedoch hat es auch hier die Autorin wieder zu gut gemeint: Anstatt sich auf ein Land und eben die damalige Epoche zu konzentrieren, schickt sie unsere Heldin in der halben Welt herum und konfrontiert sie mit alle möglichen politischen und gesellschaftlichen Problemen. So erlebt Margaret nicht nur den bluten Aufstand der Bergwerksarbeiter in Cornwall, sondern auch die russische Revolution und den Weltkrieg selbst hautnah. Diese ganzen großen dramatischen Ereignisse überfrachten die Geschichte derart, daß man die eigentliche Heldin shcon fast aus den Augen verliert. Verstärkt wird dieser Eindruck noch von der Tatsache, daß Brenda Clark Unmengen an Nebendarstellern in das Geschehen eingebunden hat die aber insgesamt für das Fortschreiten der Geschiche nicht wirklich von Belang sind. Der Schreibstil selbst ist zwar solide und gut, vermag es aber nicht, mich wirklich in das Geschehen hinein zu ziehen. Teilweise kommt die Geschichte auch sehr ins Stocken, wenn sich die Autorin wieder seitenweise in Nebensächlichkeiten ergeht. Dieses Buch ist also nur für Fans des historischen Gesellschaftsromans wirklich eine Empfehlung wert auch wenn die handslungsgebende Epoche sehr spannend und historisch korrekt in Szene gesetzt wurde.
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