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Rezensionen verfasst von
Stefan Rehder

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Der aufgeklärte Gott: Wie die Religion zur Vernunft kam
Der aufgeklärte Gott: Wie die Religion zur Vernunft kam
von Alexander Kissler
  Broschiert

9 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wegweisendes Buch zu einem wichtigen Zukunftsthema, 19. Mai 2008
Ich bin Alexander Kissler für sein neuestes Buch außerordentlich dankbar. Denn die Frage, wie sich in einer globalisierten Welt Gottgläubige und Atheisten künftig begegnen, zählt meines Erachtens zu den wichtigsten Fragen, auf die es eine Antwort zu finden gilt. Und genau dazu leistet Kisslers Buch, das obendrein geradezu genial geschrieben ist und auf anspruchsvoll-unterhaltsame Weise wissenswerte Religionsgeschichte quasi nebenbei vermittelt, den derzeit wohl gelungensten Beitrag.

Kissler zeigt eindrucksvoll, dass Glaube und Vernunft keine unversöhnlichen Gegensätze sind, sondern sich, solange sie nicht einseitig überdehnt werden, 'gegenseitig befruchten. Dass "Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft" kam, dennoch kein "Kuschelbuch" ist, erklärt sich m.E. schon aus dem aggressiven Auftreten der so genannten "neuen Atheisten", die wie etwa Dawkins Gläubige auch schon einmal als "geisteskrank" einstufen.

Dass der Glaube bei Kissler letztlich besser weg kommt, als der Atheismus, mag auch daran liegen, dass sich für die Nichtexistenz Gottes unter bestimmten Voraussetzungen zwar plausible Gründe anführen lassen, dass aber auch der Atheismus letztlich ein, wenn auch meist geleugneter, statt bekannter, Glaube ist. Wer versucht ihn, durch das Etikett "Wissenschaft" gegen Kritik zu immunisieren und dabei den Anschein erweckt, als sei er die einzige logische Konsequenz, die kluge Menschen aus unbestreibaren Tatsachen ziehen könnten, führt sein Publikum wissentlich oder unwissentlich an der Nase herum.

Derartige intellektuellen Taschenspielertricks entlarvt der Autor in seinem Buch ein um das andere Mal und verteidigt so nicht nur den Glauben gegen ungerechtfertigte Anwürfe, sondern er rette, für mich ist dies die eigentliche Pointe des Buches, die Vernunft vor jenen, die sie durch eine interessengeleitete Überdehnung diskreditieren.


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