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Rezensionen verfasst von
Alwin.K "Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: ich bin mit dem besten zufrieden!" (Sachsen)

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Slabo Flip Case Cover in Bookstyle für Nokia Lumia 630 / 635 - TOP QUALITÄT - schwarz | black
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Wird angeboten von Eltrato
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen top Qualität zu einem fairen Preis, 17. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich das erste Smartphone-Etui eines anderen Herstellers zurückgeschickt hatte, nun der zweite Versuch mit diesem.
Ich verwende die hier rezensierte Handy-Hülle für das Nokia Lumia 635.

Die Hülle besteht aus kräftigem (bei mir schwarzen) Leder und ist hochwertig vernäht. Das Leder ist zu Beginn noch etwas derb, als steif würde ich es nicht bezeichnen. Es soll ja aber auch länger halten und nicht ausreißen oder ausbrechen.

Der Klappriegel wird per Magnet verschlossen. Ich denke, das könnte eine gute Lösung sein im Vergleich zu Druckknöpfen die vielleicht irgendwann ausreißen; oder Klettverschlüssen, die irgendwann ihren "Biss" verlieren.
Das Handy passt hervorragend und fest sitzend in die dafür vorgesehene Schale. Die Schalter "Ein/Aus" und "Lautstärke" sind weiterhin gut erreichbar. Die Aussparungen für Kameralinse und Antenne/Mikrofon sind an der richtigen Stelle.
Ob ein Smartphone-Etui, das sich senkrecht aufklappen lässt, beim Schreiben und Telefonierne praktischer zu handhaben ist, kann ich an der Stelle nicht einschätzen. Mich haben aber zu Beginn der seitliche Deckel (nach links aufklappend) und die seitliche Lasche (nach rechts wegklappend) zunächst beim Handling gestört. Es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob ihn/sie das stört. Mich persönlich stört besonders der nach links aufklappende Deckel, und zwar ausschließlich beim Telefonieren, weniger beim Simsen und "WhatsAppen". Spiele mache ich keine. Dennoch ein Punkt Abzug für den Praxistest (nicht für die Qualität und das Preis-Leistungsverhältnis).

Im Deckel sind zwei Schlitze für Karten der EC-Kartengröße. Mir persönlich wäre ein Fach für ein Optikputztuch lieber gewesen, auch wenn der Etui-Deckel dadurch etwas höher aufbauen würde. Aber das ist Geschmackssache.

Alles in allem ein hochweriges Smartphone-Etui zu einem günstigen Preis. Denn: Wer billig kauft, kauft zweimal. (siehe meinen Eingangssatz).


Vktech 1M LED Glühend USB Datenkabel Ladekabel für Samsung S3 S4 Blackberry HTC Nokia und andere Android Smartphone (Grün)
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Wird angeboten von vktech
Preis: EUR 4,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erfüllt seinen Zweck und sieht zudem gut aus, 5. Oktober 2014
Ich benutze das USB-Datenkabel für mein Nokia Lumia 635. Da das Nokia grün ist, sollte das Kabel, wenn es denn schon leuchtet, auch grün sein.
Nun, was soll ich sagen: es erfüllt seinen Zweck - ich habe über den PC Zugriff auf den internen Speicher des Nokia sowie auf die im Lumia zusätzlich eingesetzte microSD-Card; außerdem kann ich es bei Bedarf als USB-Ladekabel verwenden. Für mehr brauche ich das Kabel nicht und mehr habe ich auch nicht vom Kabel erwartet.
Die Länge von einem Meter ist ausreichend, wer ein längeres Kabel möchte, kann ja ein längeres bestellen.
Daß das Kabel im Betrieb leuchtet, ist eine optische Spielerei am Rande - sicher nicht primär kaufentscheidend, aber wenn es angeboten wird, warum nicht. Das Leuchten geht übrigens von beiden Seiten aus und wird zur Mitte hin schwächer. Die Mitte ist dunkel.


(Grün) Nokia Lumia 630 Schutzmaßnahmen Kunst Credit / Debit-Karten-Leder-Buch-Art Wallet Case Hülle, Retractable Touch Screen Stylus Pen & LCD-Display Schutzfolie von Hülle Spyrox
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Wird angeboten von Spyrox
Preis: EUR 9,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade, zurück geschickt, 15. September 2014
Das Teil kam aus England, daher dauerte der Versand ein wenig länger als in Deutschland. Dennoch hielt ich die Nokia-Hülle einen Tag vor dem voraussichtlichen Liefertermin in den Händen. Die Sendung war ordentlich verpackt und eine Rechnung lag bei.

Das Material macht einen guten Eindruck. Pfiffig ist der Magnetverschluss, der bestimmt länger hält als ein Klettriegel, der irgendwann seinen "Biss" verliert; oder ein Druckknopf, der eventuell ausreißt. Zusätzlich dabei ist ein kleiner Stift für das Touchscreen-Display und eine aufziehbare Schutzfolie für das Display. In der linken "Buchhälfte" der Mappe sind drei Einschubschlitze für Karten oder Notizen. Bis hierher für mich 5 Punkte. Aber:
Das Handy lässt sich in der dafür vorgesehenen Schale mittels Klemmvorrichtung nicht befestigen, auf einer von beiden Seiten (seitliche Klemmschienen) springt es immer heraus. Nun könnte man sagen, na gut, für das Geld erfüllt es seinen Zweck. Nein, tut es nicht! Natürlich könnte man damit leben, dass das Handy nicht 100%-ig fest klemmt, und daher etwas wacklig und unzuverlässig fest sitzt - aber dann ist es eine Frage der Zeit, bis es heraus schnappt und runter fällt. Außerdem ist mit einem falsch in den Schienen klemmenden Handy eine ordnungsgemäße Bedienung der Tasten an der Seite nicht gewährleistet.

Schade drum, das Hauptziel wird nicht erreicht, und daher nur ein Punkt von mir.


Nokia Lumia 635 Smartphone Mikro SIM (11,4 cm (4,5 Zoll) Touchscreen, 5 Megapixel Kamera, Win 8.1) grün
Nokia Lumia 635 Smartphone Mikro SIM (11,4 cm (4,5 Zoll) Touchscreen, 5 Megapixel Kamera, Win 8.1) grün
Preis: EUR 149,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nun besitze ich also auch ein "Wisch-Handy"..... ein absolutes Neuland für mich, 11. September 2014
Seit 1997 nutze ich ein Handy, seit dem Jahr 2000 ausschließlich Nokia. Die Menüführungen waren - einmal begriffen - logisch und einfach. Die Handys und die Akkus hielten ewig. Nun hat aber mein gutes altes Nokia von 2008 im Dauergebrauch den Geist aufgegeben. Soviel zur Vorgeschichte.
Ich will mich ja neuer Technik nicht völlig verweigern. Jedoch die Smartphone-Oberklasse kommt für mich nicht in Frage, ich setze andere Prioritäten als der Mainstream. Aber ein sogenanntes "Einsteiger-Smartphone" durfte, ja sollte es schon sein. Ich habe nichts gegen Nokia und ich habe nichts gegen Windows, auch wenn bei mir daheim das Windows 8 mit seinen Kacheln niemals auf den Rechner käme. So kam ich nach und nach bei meiner engeren Wahl auf das Nokia Lumia 635.

Das Gerät macht einen wertigen Eindruck, die Verarbeitung wirkt solide. Neu ist, dass ich fortan mit einem Display leben muss, das fettfleckenverschmiert ist. Dem Gerät (mit Deckelfarbe nach Wunsch) liegt eine kleine (!!) Bedienungsanleitung für die ersten Schritte bei sowie ein Ladegerät. Das Entfernen des Rückseitendeckels funktioniert im Zustand ohne Akku noch recht gut - wenn der Akku eingelegt ist und man muss dennoch noch einmal in das Gerät, geht es etwas schieriger und es ist eine ziemliche Fummelei (Fingernagel mordend). Desweiteren wäre mir der Deckel im farbig matten Zustand lieber als in seinem glatten Erscheinungsbild.

Der Akkuladung hat bei mir zur Zeit eine Dauer von einem Tag; allerdings tippe und wische ich seit gestern permanent zu Lernzwecken auf diesem Teil herum. Ich hoffe, dass der Akku im Normalgebrauch (der natürlich subjektiv und von Person zu Person unterschiedlich ist) dann wenigstens ein paar Tage hält.

Der Speicher des Nokia Lumia 635 lässt sich per microSD-Card erhöhen (beim Lumia 630 sogar mit zwei Speicherkarten).

Die ersten Schritte und die Inbetriebnahme stellten keine besonderen Herausforderungen für mich dar; auch wenn ich völliger Smartphone-Neuling bin, so hat man doch schon mit anderen digitalen Geräten und dem heimischen PC Erfahrungen gesammelt. Bis hierher reicht auch die beigefügte Bedienungsanleitung. Zu mehr aber auch nicht - und gerade dann wäre ein Bedienungsanleitung von Nöten. Nicht jeder mag sich am PC mit Online-Support-Webseiten herumschlagen. Und auch die Handy-interne Bedienungsanleitung ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Allerdings ist sie im Umfang genauso umfassend wie die PDF-Bedienungsanleitung, die ich bei Nokia zum Download gefunden habe. Ich persönlich nutze den Nokia Lumia 635 Support im Internet und die PDF-Datei mehr als die im Handy integrierte Bedienungsanleitung. Allerdings ist es schön zu wissen, daß man eine Bedienungsanleitung im Gerät hat ("Lumia Hilfe-Tip"), wenn man länger oder weiter weg von daheim ist.

An viele Einstellungen und Einstellmöglichkeiten muss ich mich erst gewöhnen, dazu kann ich noch nichts sagen. Schwierigkeiten habe ich noch mit dem Internet; nicht dass ich keine Internetverbindung bekomme, ich bekomme aber den Browser nicht auf und kann bisher auch noch keine Apps herunterladen. Aber ich schiebe das mal auf Bedienfehler meinerseits. (Anm: zwei Tage später habe ich auch problemlos das Internet im Griff und kann auch Apps installieren)
Schön ist, dass das Nokia W-Lan hat. Das heißt im Klartext, sollte man in der Nähe eines W-Lan-Routers sein, (dessen Zugang man selbstverständlich hat), dann muss man nicht die teureren und langsameren Hotspots des Mobilfunk-Dienstanbieters nutzen. Dann spart man Mobilfunk-Datenkosten. Wenn beides zur Verfügung steht, der Zugang zu einem W-Lan-Router und ein Mobilfunkdienstanbieter-Hotspot, dann nutzt das Gerät zuerst den W-Lan-Router.
Das Windows-Betriebssystem verlangt nicht unbedingt nach einem zusätzlichen Schadsoftware-Virenscanner, dafür ist Windows bei Smartphones viel zu selten vertreten. Praktisch gibt es keine Schadsoftware für Smartphones mit Win8.1 Betriebssystem. Android-Geräte sind davon wesentlich mehr betroffen.

Gut fand ich auch, dass in das Nokia ein Navi integriert ist und WhatsApp vorinstalliert ist. Das Navi nebst Kartenmaterial habe ich noch nicht erforscht. (Anm: mittlerweile habe ich mir ein paar Karten heruntergeladen und gespeichert, aber das Navi noch nicht probiert. Ich bin nicht unbedingt der Navi-Nutzer, aber wenn es mit dabei ist, warum nicht mitnehmen.

Zum WhatsApp folgendes: Es gibt im Internet Meldungen und Forum-Anfragen, wonach WhatsApp NICHT vorinstalliert ist und sich auch NICHT installieren lässt. Leider würde man das im Vorfeld nirgends erfahren! Bei den Smartphones mit Win8 ließ sich WhatsApp noch installieren, beim neuen Betriebssystem Win8.1. gibt es technische und Kompatibilitätsprobleme. Es ist auch noch nicht raus, ob die Probleme überhaupt behoben werden - und wenn ja, wann?
>>>> Nach zwei Tagen intensiven Kennenlernen des Gerätes muss ich sagen, dass WhatsApp bei mir OHNE PROBLEME LÄUFT, nur INSTALLIEREN MUSSTE ICH ES SELBST.

Nicht vorhanden ist eine Frontkamera. Stellt sich die Frage, ob man als Smartphone-Einsteiger (und Hobbyfotograf mit digitaler SLR) unbedingt eine Frontkamera braucht - ich werde wohl die Rückseitenkamera kaum benutzen. Aber da setzt jeder andere Prioritäten.

Etwas nervig sind die "vielen" Anmeldungen und Registrierungen (Nokia, Microsoft etc). Wobei ich nicht weiß, ob das in dem Sinne wirklich alles nötig ist - wenn nicht, dann habe ich als Anfänger vielleicht etwas falsch verstanden. Oder es war nicht eindeutig erklärt......

Man muss natürlich wissen, welche Prioritäten man setzt und welche Anforderungen man hat; und was einem wichtig ist und was weniger wichtig. Das Preis-Leistungsverhältnis ist daher völlig in Ordnung. Alles in allem bin ich als Smartphone-Neuling nach 4 Tagen mehr als zufrieden. Der Rest ist jetzt "learning by doing" - nicht soviel lesen, sondern einfach machen und probieren.


Schneckenmühle: Langsame Runde
Schneckenmühle: Langsame Runde
von Jochen Schmidt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beinahe erkenne ich mich selbst wieder, 23. Mai 2014
So ein köstliches Buch habe ich lange nicht gelesen.
Tiefsinnig, witzig, melancholisch, lustig, bizarr und in vielen weiteren Facetten schildert Jochen Schmidt im Roman „Schneckenmühle“ die Zeit des persönlichen Umbruchs vom Kindesalter zum jungen Erwachsenen; gleichzeitig sind aber auch die Symptome einer untergehenden Gesellschaft in einem seinem Ende entgegen gehendem Land, nämlich der DDR, ein Thema. Überbewerten würde ich das Thema untergehende DDR aber nicht; allenfalls so weit, wie sich junge Jugendliche immer schon Gedanken über ihr Erwachsenenleben und ihre Zukunft machten und machen. Auch heutzutage! So wenig, wie ich in den Song „Als ich fortging“ einen Wendesong hinein interpretiere (das ist für mich einfach nur ein Liebeslied mit traurigem Ausgang), so wenig ist „Schneckenmühle“ ein Wende-Roman. So viel nur erst einmal zu diesem Thema.

Jens ist 14, stammt aus Berlin und fährt mit anderen Jugendlichen ins Ferienlager nach Schneckenmühle, ein kleines Kaff irgendwo in Ostsachsen. Keiner weiß so richtig, wo es liegt. Liebstadt ist in der Nähe, dem ehemaligen DDR-Bürger bekannt von „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“. Letztmalig wird Jens in das „Kinder“ferienlager fahren. Es ist ein Schnitt in seinem Leben. Und in der Tat weiß der Jugendliche nicht so richtig, wo er hingehört. Er ist kein Kind und auch kein Erwachsener. Weder Fisch noch Fleisch. Jugendliche zwischen 10 und 20 sind ausgeglichen wie ein Jojo und zugänglich wie ein Kaktus. Cool ist man und man will die Welt retten, zumindest will man sie verändern. Mutig will man sein, oder glaubt man, daß man es ist – um dann festzustellen, daß man ein Angsthase ist, wenn es drauf ankommt.

Die Gespräche drehen sich auf witzige und dennoch tiefsinnige Art um Musik, um die Umwelt, um die Politik zur Wendezeit 1989, um die seltsame Welt der Erwachsenen und nicht zuletzt um Mädchen.
Tanzen kann Jens nicht, aber Skat spielen. Und bei einem nächtlichen Ausbruch trampt er und wird von Russen im Armee-LKW mitgenommen. Er darf sogar ein kleines Stück selbst fahren. Leider kann er dieses Erlebnis mit niemandem teilen, weil er morgens wieder in seinem Bett liegt, als sei nichts gewesen. „CA“ steht auf den Schulterstücken der Rotarmisten. „Kommen die sich nicht komisch vor“, denkt Jens. „Das heißt doch SA“. Solche und ähnliche verworrene Gedankengänge zu allen möglichen Themen beschäftigen das vierzehnjährige Jungengehirn. Und damit ist er nicht allein. In den oftmals grotesken, weil (scheinbar!) völlig ohne Zusammenhang stattfindenden Unterhaltungen mit seinen Freunden im Jargon der damaligen Jugend erkennt sich der Leser selbst wieder. Von Vorteil ist es, in der DDR groß geworden zu sein und ein Junge gewesen zu sein; oder sich aus eigenem Erleben in die Welt von Jungen hinein versetzen zu können. beides – DDR-Großgewordener und Junge zu sein – ist freilich kein Muss. Das Buch ist ein Geheimtip für jeden, der das nötige Gemüt dafür mitbringt. Es reiht sich beinahe nahtlos in zeitlose Kindheitserinnerungen von Erich Kästner oder Mark Twain ein.

Auch die Mädchen und die Liebe kommen nicht zu kurz. Ein Loch in der weißen Bemalung der Duschraumfenster wird als Spion zum Beobachten der „Wesen vom anderen Stern“ benutzt und das Geheimnis gehütet wie ein Augapfel. Überhaupt benehmen sich Mädchen ganz anders: sie duschen zum Beispiel jeden Tag. Die putzen sich nicht nur die Zähne, wie die Jungs; denen reicht das Baden im Freibad als Körperhygiene völlig. In den Mädchenzimmern sieht es auch ganz anders aus. Die hängen ihre nassen Handtücher ordentlich auf und benutzen Deo und Haarspray. Jens kommt sich mit der Schülerin Peggy näher. Ob er verliebt ist, weiß er nicht, weil er es noch nie war. Die Brille soll angeblich beschlagen, wenn man verliebt ist, erzählt ihm die Studentin und Gruppenleiterin Henriette. Dummerweise trägt Jens keine Brille. Henriette hat er ebenso in sein Herz geschlossen. Immerhin holt sie sich Jens als Tanzpartner, um einen einfältigen dörflichen Verehrer bei der Disco abzuwimmeln. Vom Regen nass, auf der Rückfahrt auf den Sitzplätzen im engen Bus zusammengepfercht, sitzt Jens derartig dicht bei Henriette, daß er ihre feuchten Oberschenkel berührt. Er wagt überhaupt nicht, sich zu bewegen. Mit Henriette kann er auch über die Beatles reden, während seine Freunde doch eher auf Depeche Mode stehen.

Peggy heißt seine erste Liebe und stammt aus Dresden. Zuhause stellt er fest, daß er nicht mal ihren Nachnamen weiß. Und mit seinen Eltern in Berlin in seiner zwar gewohnten, aber völlig fremd gewordenen Umgebung, kommt er mit sich auch nicht klar. Und so denkt er daran, wie es wäre, heimlich nachts zurück zu laufen nach Schneckenmühle.


Radwander- und Wanderkarte Königstein, Kurort Rathen und Umgebung: Ausflüge im Nationalpark Sächsische Schweiz zwischen Lohmen, Hohnstein, Bad Schandau, Gohrisch, Struppen und Wehlen. 1:20000
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Preis: EUR 5,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert, 23. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Folgendes Fazit nach erfolgtem Praxistest:
Die Karte ist in einem als Wanderer noch handelbaren Format erstellt. Das bis zu einem bestimmten Punkt wasser- und reißfeste Material ist trotzdem so flexibel, daß man die Karte mühelos knicken und bei Bedarf auch mal anders falten kann. In der Klarsichtfolie lässt sich die Karte problemlos und griffbereit in der "Arsch"tasche oder einer Jackeninnentasche mitführen.

Die Darstellung ist in einem recht großen Maßstab detailreich und sehr übersichtlich; die im Ausflugszielort gekennzeichneten Wanderwege sind übersichtlich und eindeutig; im Wandergebiet nicht gekennzeichnete (Neben-)Wanderwege sind ebenfalls verzeichnet.
Für uns waren und sind die Dr. Barthel-Karten eine sehr große und nützliche Hilfe, die ich an dieser Stelle gern weiter empfehle.


Doktor Barthel Wander- und Radwanderkarten, Sächsisch-Böhmische Schweiz
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Preis: EUR 4,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert, 23. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Folgendes Fazit nach erfolgtem Praxistest:
Die Karte ist in einem als Wanderer noch handelbaren Format erstellt. Das bis zu einem bestimmten Punkt wasser- und reißfeste Material ist trotzdem so flexibel, daß man die Karte mühelos knicken und bei Bedarf auch mal anders falten kann. In der Klarsichtfolie lässt sich die Karte problemlos und griffbereit in der "Arsch"tasche oder einer Jackeninnentasche mitführen.

Die Darstellung ist in einem recht großen Maßstab detailreich und sehr übersichtlich; die im Ausflugszielort gekennzeichneten Wanderwege sind übersichtlich und eindeutig; im Wandergebiet nicht gekennzeichnete (Neben-)Wanderwege sind ebenfalls verzeichnet.
Für uns waren und sind die Dr. Barthel-Karten eine sehr große und nützliche Hilfe, die ich an dieser Stelle gern weiter empfehle.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2014 6:29 PM MEST


12 Years a Slave
12 Years a Slave
DVD ~ Chiwetel Ejiofor
Preis: EUR 7,99

4 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ergreifend, aufrüttelnd und anklagend, 11. März 2014
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (DVD)
Achtung: diese Rezension bezieht sich auf den Kinofilm, nicht auf die DVD als Artikel.

Als ich das letzte Mal im Kino erlebte, dass ein Publikum ergriffen und in sich gekehrt in den Polstern hocken blieb, ohne auch nur einen Mucks zu äußern den Abspann an sich vorüber ziehen ließ und der Reinigungstrupp schon in der Tür stand, war bei „Cloud Atlas“ im Jahr 2012.
Und jetzt erlebte ich selbiges bei „12 Years a Slave / 12 Jahre ein Sklave“.

Es ist schon erstaunlich, dass ein als Kino-Hit propagierter Film mit Oscar-Auszeichnung sich nach nur drei Wochen im Kinoprogramm allmählich ausdünnt und in der dritten Woche nur noch an drei Tagen in einer Nachmittagvorstellung läuft. Und selbst da war der kleine Kinosaal mit 160 Plätzen nicht mal zu einem Viertel besetzt.
Wer jetzt denkt „Aha, habe ich wohl nichts verpasst“, der irrt gewaltig. Man darf freilich keinen Blockbuster der Filmfließbandindustrie a'la Hollywood erwarten. Vielmehr läuft dieser Film unter der Rubrik „Der besondere Film“; und er ist erst recht nicht gemacht für die breite Masse.

Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass der Film auf einer Buchvorlage basiert, der wiederum eine wahre Begebenheit in den amerikanischen Südstaaten vor nur 160 Jahren zu Grunde liegt. Die Idee, dieses Buch zu verfilmen, entstand erstmals in den 1930 Jahren. Leider wurde damals zeitgleich der Roman „Vom Winde verweht“ verfilmt. Gegen einen solchen Herz-Schmerz-Streifen konnte ein in Planung befindlicher Film über die Sklaverei in jüngster Vergangenheit in einer angeblich freien und zivilisierten Nation natürlich nicht punkten. Das Projekt wurde stillgelegt. Und das war gut so. Vielleicht mussten die Zeit und die filmischen Möglichkeiten die Idee erst reifen lassen. Was Steve McQueen (nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Schauspieler) daraus gemacht hat, ist ein unheimlich ergreifender Film.

Der Film liefert faszinierende Landschaftsaufnahmen, die im krassen Gegensatz zum lebend gewordenen Albtraum der Hauptperson sowie der anderen ausgepeitschten, unterdrückten und missbrauchten Sklaven stehen.
Grandiose Detailaufnahmen von den schönen Dingen des Lebens und der Natur einerseits sowie anderseits von barbarischen und grausamen Begebenheiten oder einfach auch nur des erbärmlichen Alltagslebens in den Sklavenhütten stehen sich völlig konträr gegenüber. Absolut aufrüttelnd und anklagend auch die Sklavengesänge vor ihren Unterkünften sowie auf den Feldern der Zuckerrohr- oder Baumwollfarmer – im Hintergrund untermalt von der singenden und klatschenden Peitsche der Aufseher.

Etwas aufgesetzt wirkt die Rolle des Brad Pitt im letzten Viertel des Films als Sklavenretter. Aber warum soll nicht auch ein Brad Pitt mal eine nette Nebenrolle spielen? Ich meine nur, jeder andere gute Schauspieler hätte sie auch spielen können. Dann hätte es vielleicht nicht ganz so „künstlich“ gewirkt. Dem Gesamtwerk „12 Years a Slave“ tut es aber keinen Abbruch!

Das Heraustreten aus dem bis zur letzten Sekunde stillen Kinosaal in ein unter dem Cinema-Kino befindliches zweistöckiges Einkaufcenter mit all den „Errungenschaften“ unserer modernen Überflussgesellschaft schuf dann eine völlig groteske Situation. Denn so schnell konnte ich die eben gesehenen Menschenschicksale nicht abschütteln und verdauen. Dazu brauche ich mindestens noch den heutigen Abend.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 12, 2014 11:42 AM CET


Nikon MH-24 Ladegeraet fuer EN-EL14
Nikon MH-24 Ladegeraet fuer EN-EL14
Wird angeboten von Incutex -Preise inkl. MwSt Widerrufsbelehrung und AGB unter Verkäufer-Hilfe
Preis: EUR 39,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen gut gedacht ist noch lange nicht gut gemacht, 16. Januar 2014
ACHTUNG: Diese Rezension bezieht sich ausschließlich(!) auf das Ladegerät MH-24, welches der Kamera D5100/D5200 beiliegt und vielleicht auch noch mit anderen Nikon-Modellen ausgeliefert wird. Diese Rezension stellt keine Negativbewertung der entsprechenden Kameras dar!!

Was Nikon sich bei diesem Ladegerät gedacht hat, möchte ich mal wissen. Jedenfalls ist gut gedacht noch lange nicht gut gemacht. Ich sehne mich nach meinem Akkuladegerät von meiner alten D50 zurück; ganz herkömmlich mit Basis, Kabel und Stecker.

Das Ladegerät MH-24 besteht zunächst aus zwei Teilen: die eigentliche Lade-/Basisstation und ein Steckeradapter. Der Steckeradapter wird nach den Standards des Landes ausgewählt, in dem die Kamera bestellt wird. Zuhause braucht man nur noch die Basisstation und den Stecker zusammenstecken, fertig. Das Ladegerät (ohne Kabel) steckt man nun direkt in die Steckdose. Soweit, so gut und bis hierher überzeugend.

Wer jetzt denkt, nach vollzogenem Ladevorgang kann man das Ladegerät wieder in seine beiden Teile trennen und das Ding platzgünstig in der Fototasche mitnehmen, der irrt gewaltig!

Der Steckeradapter und die Basis rasten hör- und fühlbar ein und verbinden sich miteinander. Zu diesem Zeitpunkt ahnt man noch nicht, daß man das Teil nur unter größter Kraftanstrengung und unter Zuhilfenahme verschiedenster Werkzeuge (Rouladennadeln, Messer, 1mm-Inpusschlüssel oder ähnliches) wieder auseinander bekommt. die Gefahr, das Teil dabei kaputt zu machen, ist extrem groß. Sicher hat diese Prozedur auch Auswirkungen auf die Langlebigkeit.
Man kann natürlich auch das Ladegerät im zusammengesteckten Zustand belassen. Dann schleppt man in der Fototasche ein sperriges und somit völlig indiskutabel-platzbeanspruchendes Ladegerät mit sich herum.

Wenn es so einfach wäre, die Verrieglungshaken reinzudrücken, hätte ich hier nicht so einen Aufstand gemacht. Aber so einfach ist es eben nicht. Andere Dinge haben auch Verriegelungen, die sich trotzdem lösen lassen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 1, 2014 9:37 PM MEST


Der Medicus [Blu-ray]
Der Medicus [Blu-ray]
DVD ~ Olivier Martinez
Preis: EUR 9,99

13 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildgewaltige Verfilmung eines Historienromans; mit exzellenten Schauspielern in Szene gesetzt., 27. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Medicus [Blu-ray] (Blu-ray)
Wie man die Verfilmung eines Historienromans an den Baum fahren kann, hat Sat-1 bei der „Wanderhure“ gezeigt. Wenn das Geld oder andere Zwänge die Filmdauer bestimmen und der vorliegende Romanstoff auf 1,5 Stunden zurechtgestutzt wird, kann man nicht erwarten, daß die Umsetzung des Vorhabens zufriedenstellend erfolgt. Und warum soll man nicht aus einem literarischen Epos einen Monumentalfilm machen? Das funktionierte in den 1960er und '70er Jahren, und es funktionierte in den 1990er Jahren mit Mel Gibsons „Braveheart“. Ich bin auch der Meinung, daß ein Film mit einem gewaltigen Zeitabriß zu einem monumentalen Thema auch gern 2,5 bis 3 Stunden gehen kann. UFA-Cinema als Produktionsfirma sowie ARD-Degeto und Beta-Cinema als Co-Produzenten taten gut daran, den Stoff eben nicht in 90 Minuten unterbringen zu wollen, sondern dem Film stattdessen eine komplette Stunde mehr zu gönnen. Im Gegenteil, es hätte sogar noch eine halbe Stunde mehr sein können. Immerhin umfasst die Handlung in der Buchvorlage (Noah Gorden, „Der Medicus“) mehrere Jahre, das bekommt man im Film gar nicht so richtig vermittelt. Schön ist es aber allemal zu wissen, daß man auch in Deutschland nach wie vor das Zeug zu großen Filmereignissen hat (neulich hat man erst die Sat-1 Verfilmung „In einem wilden Land“ sehr kritisiert) und man als Zuschauer nicht darauf angewiesen ist darauf zu warten, bis in der Filmfließbandindustrie Hollywoods zwischen viel Müll und Schund wieder mal ein guter Wurf dabei ist.

Ich hatte beim „Medicus“ ein gutes Bauchgefühl; und gleich am Tag eins nach Kinostart wollte ich sehen, ob der Film meinen Erwartungen gerecht wird. Meine Rezension wird sich deshalb auch auf den Inhalt des (Kino-)Films beziehen, und nicht auf die DVD/BlueRay als Artikel, die Ende Dezember 2014 in den Handel kommt.
Ein herausragender Sir Ben Kingsley als Hakim (Arzt) Ibn Sina führt die Schauspielerriege an, gefolgt vom nicht minder guten Tom Payne als angehender Medicus. Emma Rigby verkörpert die bezaubernde, aber zunächst als Ware gehandelte, unglückliche Rebecca. Sehr gut besetzt sind meines Erachtens auch die wichtigsten Nebenrollen: Stellan Skarsgård als fahrender Bader in England und Olivier Martinez als Schah von Persien in Isfahan. Die verschiedenen Charaktere der zu verkörpernden Filmfiguren wie Rob Coles Freunde an der Universität, der verräterische und islamistisch-fundamentalistische Hausmeister der Universität in Isfahan, der Imam der Moschee (ein Hetzer und Eiferer seines Glaubens) oder auch der Anführer des Seldschuken kommen ebenfalls sehr gut rüber.

Der Film beginnt im mittelalterlichen England des 11. Jahrhunderts. Zu Beginn des Films erfolgt eine Einleitung, sinngemäß: „Die Erfolge der Wissenschaften und die hohen Lebenskulturen der Antike sind im mittelalterlichen Abendland in Vergessenheit geraten.“ Und genauso düster und beinahe barbarisch wird das Leben vor allem der einfachen Land- und Stadtbevölkerung dargestellt. Wo sind dieses Wissen und die hohe Kultur geblieben, mag man sich fragen? Die Kirche als Machtinstrument hat einen nicht geringen Anteil daran. In der Sterbeszene von Rob Coles Mutter wird dies deutlich, als der Pfarrer den einfachen Bader nicht an seine Mutter heranlässt – es sei denn, er will sein armseliges Leben mit einem Prozess wegen Hexerei beenden. Jede wissenschaftliche Erkenntnis, jeder Fortschritt und jede Gleichberechtigung muss fortan und über Jahrhunderte gegen die Kirche hart erkämpft werden. Anders das Erscheinungsbild des Orients für den weitgereisten und von der langen Reise schwer angeschlagenen Rob Cole, der sich mittlerweile als Jude ausgibt und sich Jesse Ben Benjamin nennt. Dem Abendland architektonisch, technisch und kulturell weit voraus erscheint Arabien. Hier fragt man sich wiederum, wo all diese hohe Kultur und der hohe Stand der Wissenschaften in unserer Zeit geblieben sind? Auch hier ist es eine Religion, die die Macht an sich gerissen hat und seitdem jeden technischen und wissenschaftlichen Fortschritt, jede kulturelle Weiterentwicklung, jegliche Gleichberechtigung und Weltoffenheit verhindert.

Im Film zieht man (bewusst?) Parallelen zwischen den Religionen, die bis in die heutige Zeit anhalten; zumal im nahen Osten, dem Schmelztiegel der drei großen Weltreligionen Islam, Judentum und Christentum. Die großen Drei, allesamt zurückzuführen auf die biblischen Urväter Adam, Noah und Abraham, sind sich ähnlicher, als sie es bis heute wahrhaben wollen. Und alle drei glänzten in ihrer Vergangenheit oder tun es bis heute mit Scheinheiligkeit, Intoleranz, Dogmatismus, Menschenverachtung und Frauenfeindlichkeit. Zumindest, wenn man die Religionen als Machtinstrument einsetzt – und das sind sie definitiv! Wie sagte einst Politkabarettist Hagen Rether: „Demut vor der Schöpfung und Nächstenliebe, darauf ließen sich alle Religionen einigen, wenn man wollte. Aber man will ja gar nicht!“ Umso mehr wird im Film deutlich, wie wichtig es ist, daß ein weltoffener und fortschrittlich denkender Herrscher den Wissenschaften in seinem Land ein Zuhause gibt; in diesem Fall der Schah, der die medizinische Universität nicht nur duldet, sondern auch fördert. Der Schah setzt auf eine klare Trennung von Staat und Kirche und verteidigt dies auch gegen eifernde Mullahs und hetzende Imame – und ist dennoch selbst ein gläubiger Moslem. Dogmatismus durch die Religionen lehnt er aber ab.
Ein ebenso fortschrittlicher Geist ist der Hakim Ibn Sina. Er ist Moslem, aber er ist auch Wissenschaftler (Arzt und Astrologe). Seine Universität steht an erster Stelle, und der religiöse Glauben seiner Studenten ist ihm zweitrangig. Unter dem Dach der Universität und mit dem Ziel, die Wissenschaften voranzutreiben, will er seine Studenten vereinen und sie zu guten und menschlich handelnden Ärzten machen. Er nimmt Muslime und Juden auf, und er verstößt auch Jesse Ben Benjamin alias Rob Cole nicht, als er erfährt, daß dieser Engländer christlichen und nicht jüdischen Glaubens ist.

Wer das Buch kennt, und das dürften die meisten sein, wird den Film mit einer gewissen Erwartungshaltung anschauen. Denn viel zu oft hört man im Nachhinein „Das Buch ist besser.“ Der Film ist sehr sehens- und empfehlenswert. Auf ein paar Abweichungen muss sich der Zuschauer aber trotzdem einstellen. Wenn man sich darauf einlässt und nicht dauernd denkt „…aber im Buch….“ wird der Film trotzdem ein Erlebnis sein. Es geht zum Beispiel leider völlig unter, wie schwer es für den recht ungebildeten Jungen aus England ist, arabisch und jiddisch zu lernen oder wie schwer es für ihn ist, jüdische Gepflogenheiten und religiöse Bräuche der Juden derart zu verinnerlichen, so daß sein Schwindel nicht entdeckt wird. Seine heimliche Selbstbeschneidung und sein fast entdeckt zu werden beim unbedachten Bekreuzigen im Sandsturm in der Wüste streifen das Thema nur leicht an. Auch die Person Rebecca im Film vermischt zwei Frauen aus dem Buch in einer Person. Denn die junge, hübsche, aber furchtbar einsame und unglückliche Kaufmannsfrau in Persien einerseits sowie die Frau, die Rob Cole in der Karawane kennenlernt und die später seine Frau wird sind im Buch zwei verschiedenen Personen. Im Buch wird der lebenslustige Freund Rob Coles, Karim, wegen Ehebruchs grausam hingerichtet. Im Film stirbt er an der Pest. Den gröbsten Schnitzer leistet man sich meines Erachtens in der Schlußszene. Im Buch kehrt Rob Cole nach vielen Jahren mit seiner aus Schottland nach Persien ausgereisten Frau zurück nach England. Weil er dort aber den alteingesessenen Ärzten, Badern und Quacksalbern und mit Sicherheit auch der Kirche mit seinem Wissen und Können ein Dorn im Auge ist, zieht er mit seiner Frau in ihre alte Heimat, um Schafe zu züchten und nebenbei als Landarzt tätig zu sein. Im Film betreibt er in der Schlußszene mit „seinen“ Juden ein Krankenhaus in London. Selbst wenn man den Begriff Krankenhaus auf das Mittelalter relativiert, es wäre damals schlicht und ergreifend nicht möglich gewesen.

Fakt ist aber, daß dieser Film ein bildgewaltiges Mittelalter-Epos ist das mit krassen Gegensätzen (England-Persien, arme Leute-reicher Kaufmann-Schah) daherkommt; ein Film der mit vielen klugen oder des Nachdenkens werten Dialogen einhergeht und der viele Parallelen zu den Religionen damals bis heute bereithält. Und was muss, das muss: auch die Liebe, wenn zunächst auch eine unglückliche, kommen im Film vor. Aber die haben wir ja im Buch auch schon….

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Hakim Ibn Sina: „Der Medicus darf den Tod nicht als seinen Feind betrachten!“ Eine Aussage, mit der man vielleicht einmal viele Ärzte heutzutage konfrontieren möchte, die Alte oder unheilbar Kranke am Sterben hindern. Die Antwort auf die Frage seines Schülers Jesse Ben Benjamin „Als was soll ich ihn denn dann betrachten, etwa als meinen Freund?“ bleibt Hakim Bin Sina dennoch schuldig.


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