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Rezensionen verfasst von
Carsten Spille

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Inheritance (The Inheritance Cycle)
Inheritance (The Inheritance Cycle)
von Christopher Paolini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,25

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mit Inheritance hat Paolini sich übernommen, 12. November 2011
Nachdem der Autor in Eragon, Eldest und Brisingr eine enorme Erwartungshaltung und eine Vielzahl an Handlungssträngen aufgebaut hat, kann er diese in Inheritance nicht zufriedenstellend lösen.

Ohne allzu detailliert auf spezifische Inhalte des Buches eingehen zu wollen, hat Paolini es meiner Meinung nach in den ersten drei Büchern versäumt, genügend Nebenschauplätze seiner Handlungen aufzulösen; mehr noch: es kommen weitere im vierten Band hinzu. Das kommt zwar dem Spannungsbogen über den gesamten Inheritance-Cycle zugute, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte, hinterlässt nach dem Auslesen des letzten Bandes aber das Gefühl, viele der durchaus interessanten Charaktere und Geschichten in der Geschichte am Ende nur allzu oberflächlich angerissen zu haben.

Allein die Aufteilung der Kapitel deutet schon darauf hin, dass Paolini und seine Editoren sich dieses Dilemmas durchaus bewusst waren - 79 Kapitel auf 849 Seiten, davon die wichtigste Enthüllung auf dem Weg zum Finale in vier Kapiteln mit insgesamt 17 Seiten.

Davon abgesehen setzt Paolini mit durchaus originellen Ideen seine kreativen Leistungen aus Eragon, Eldest und Brisingr fort auch wenn Anleihen aus bekannten Fantasy- und Science-Fiction-Werken unübersehbar sind. Das Versteckspiel um "The Rock of Kuthian" oder die Auflösung der Konfrontation mit dem Antagonisten waren sehr originell. Andere Passagen wiederum wirkten an den Haaren herbeigezogen (Das Vordringen zum Thronsaal), unlogisch, gar unnötig wie der Deus Ex Machina (Lord Barst), welcher die Schlacht um Urû'baen künstlich dramatisieren musste.

Das langgezogene Ende nach der Auflösung des primären Konflikts wirkt oberflächlich und unbefriedigend, viele interessant erscheinende Passagen und Geschehnisse, welche sich über Monate erstrecken, werden kurz zusammengefasst, während zuvor in epischer Breite jeder einzelne Schwertstreich ausführlich beschrieben wurde. Den Abschied mit einem weißen Schiff, welches gen Westen fährt, hat ein anderer Autor wesentlich überzeugender beschrieben, dagegen kann man den Abschluss der den Zyklus durchziehenden, angedeuteten Romanze des Protagonisten schon eher verschmerzen.

Insgesamt ein spannendes Buch, aber in meinen Augen ein schwacher Abschluss für eine so episch angelegte Saga.
(Diese Rezension bezieht sich auf die englischen Ausgaben des Inheritance-Cylces)


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