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Rezensionen verfasst von
Eunike Vietor "Bücherliebhaberin" (München)

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Austerlitz
Austerlitz
von W. G. Sebald
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste traurigste Buch, 4. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Austerlitz (Taschenbuch)
Das ist vielleicht das beste Buch der deutschen Gegenwartsliteratur. Vielschichtig im Inhalt, in einer wunderbaren Sprache geschrieben. Eigentlich eine Komposition, vergleichbar mit einem Werk von Johann Sebastian Bach. Die wenigen stillen Fotos aus dem Archiv des Autors illustrieren nicht, sondern berühren beim Lesen auf merkwürdige Weise. Die Vergangenheit in der Gegenwart, geknüpft an Architekturbetrachtungen von Festungsbauwerken und Bahnhöfen, Symbole für den Seelenzustand. Ein älterer Mann sucht in langsamen, traurigen Schritten seine Vergangenheit. Als Kind jüdischer Eltern zur Rettung in die Fremde verschickt beschäftigt er sich sein Leben lang nicht mit seiner Herkunft. Er ist gleichsam abgeschnitten von seiner Identität. Erst als die Zeichen aus der Vergangenheit sich mehren, macht er sich auf eine vorsichtige Suche und findet Schatten. Als er alles weiß und sich gefunden hat, endet sein Leben. Ein trauriges Buch, aber ohne Verzweiflung. Traurig ist auch, dass Sebald so spät mit dem Schreiben von solchen Büchern begonnen hat und dann so früh starb. Um so kostbarer ist alles, was er geschrieben hat. Im Marbacher Literaturarchiv kann man die Materialien Sebalds zu Austerlitz betrachten.


Wo die Puszta den Himmel berührt: Auf Umwegen durch Ungarn
Wo die Puszta den Himmel berührt: Auf Umwegen durch Ungarn
von Thomas Bauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes zum Thema Ungarn, 26. Juni 2007
Historisches, Geographisches und Soziologisches auf unterhaltsame Weise verpackt: Wer Ungarn noch nicht kennt, bekommt aufgrund der Lektüre Lust, dieses Land nun selbst kennen zu lernen. Thomas Bauer hat eine für einen Reiseführer ungewöhnliche Form gewählt, Erzählungen, Märchen, Alltagsbegebenheiten und Reisebeschreibungen werden kurzweilig miteinander verbunden. Köstlich die Beschreibung der Gastfreundschaft seiner ehemaligen Gasteltern oder die Erfahrungen mit einheimischer Kost und Getränken. Auch ernste Themen aus der Geschichte werden nicht ausgespart, aber in verträglicher Weise eingebunden, sodass dies nicht ein Jubelbuch über ein "Traumland" ist, sondern viel Realismus zeigt. Durch ansprechende Fotos ergänzt erhält man auch als Ungarn-Nichtkenner ein lebendiges Bild.


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