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Rezensionen verfasst von
Hamlet (Köln)

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Give My Love to London
Give My Love to London
Preis: EUR 14,99

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen No regards, 20. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Give My Love to London (Audio CD)
Und wieder ein Album von Marianne Faithfull, das in dem Missverständnis aufgenommen wurde, eine kaputte Stimme würde reichen, um den Liedern Tiefgang und Atmosphäre zu verleihen.
Was auch immer passiert ist: war die Stimme von Faithfull bis zu...naja, sagen wir mal....."Vagabond Ways" durchaus noch als interessant zu betrachten, klingt sie mittlerweile einfach nur wie eine Frau, zu der auf einer Party jeder sagen würde, wenn sie ein Geburtstagsständchen vortragen würde: "Halt den Mund". Da gibt es keine Nuancierungen mehr, das wird das "s" gezischt und gezuschelt wie bei Inge Meysel und was künstlerisch übrig bleibt, sind ein paar interessante Texte und gute Melodien. Ich fand Marianne Faithfulls Musik immer interessant, gerade weil sie eine ganz eigenständige Persönlichkeit war. Aber das Älterwerden ihre Stimmbänder, das ja jedem passiert, hat ihrer Stimme doch arg zugesetzt. Früher konnte Faithfull Gefühle ausdrücken mit dieser sicherlich nicht sehr umfangreichen Stimme, aber dazu reicht es leider nicht mehr. Eine Callas war sie nie, aber ich denke, dieses sollte definitiv eines der letzten Alben sein, die Marianne Faithfull aufnimmt. Sorry, dass mein Urteil so harsch ausfällt, aber ich habe jedes Faithfull- Album seit "Broken English" gekauft und bin daher, was den zweiten Akt ihrer Karriere angeht, durchaus vertraut. Aber diesem Album zuzuhören, ist erschreckend und nicht mehr -so wie früher- faszinerend.


Live At Wembley Arena (2 CD, Digi Book, Limited)
Live At Wembley Arena (2 CD, Digi Book, Limited)
Preis: EUR 16,99

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelprächtig, 9. Oktober 2014
Als absoluter ABBA- Fan habe ich mich natürlich auch sehr auf dieses Live- Album gefreut. Das 86er "ABBA Live"- Album war ja nicht sehr gelungen, bestand es doch aus zusammen gesuchten Versatzstücken der Touren 1977 und 1979 sowie Songs aus der "Dick Cavett meets ABBA"- Show von 1981. Der Sound war -typisch Achtziger- aufgemotzt und klang viel zu bombastisch. Aber nun bekommen wir ja endlich ein komplettes ABBA- Konzert aus dem Jahr 1979. Mit mittelprächtigen Ergebnissen.

Punkt 1: ABBA bekommen ihre Studioraffinesse auf der Livebühne schlicht und ergreifend einfach nicht hin. Viele Stücke sind viel zu schnell gespielt und wirken dadurch gehetzt und unpräzise. Pluspunkt in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass man teilweise den Enthusiamsus spürt, mit dem die Band hier zu Werke geht, aber: vieles klingt einfach nicht besonders gut. "Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)" oder "As Good As New" waren soundtechnisch in der Studioversion funky und auf den Punkt. Hier klingt es manchmal so, als würden Band und Sänger sich einen Wetbewerb liefern, wer den Song denn nun schneller bringen könnte.

Punkt 2:
Die Stimmen. Ja, hätte ich auch nie gedacht, sowas über ABBA zu schreiben. Aber wenn diese CD eines deutlich macht, dann die Tatsache, dass alles, was wir bisher von ABBA live zu hören bekamen, heftigst im Studio nachbearbeitet wurde- bis hin zu den Vocals. Man braucht bloß einmal die Version von "The Way Old Friends Do" von dem "Super Trouper"- Album mit der ungeschönten, da komplett live eingespielten Version von dieser CD zu vergleichen. Da liegen Welten zwischen. Ebenfalls wird einem klar, wie sehr auch die Live- Mitschnitte von "ABBA-The Movie" nachbearbeitet wurden. Agnetha und Frida klingen auf dieser CD hier nicht wie das Harmoniewunderwerk, als das sie immer angepriesen werden. Da ist eine mal schneller, während die andere langsamer ist und gerade Agnetha bekommt manchmal nicht mehr hin als ein dünnes Zitterstimmchen. "As Good AS New" singt sie ohne jede Nuance, "Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)" wird geradezu heraus gebrüllt und selbst bei ihre großen Solo- Nummer "I'm Still Alive", der eh schon kitschig klingt, hört sie Agnetha vollkommen unentspannt an. Frida klingt zwar auch nicht immer top, hat ihre Stimme aber besser unter Kontrolle. Lediglich bei den Balladen wie "I Have A Dream", "Thank You For The Music" oder "SOS" klingen ABBA wie ABBA selbst.

Punkt 3:
Irgendwie konnte sich die Band wohl nicht entscheiden, ob sie nun rockig, poppig oder sonstwas sein wollten auf der Bühne. Überlange Gitarrensoli wie bei "Does Your Mother Know" oder "Summer Night City" laufen den Studioversionen soudntechnisch einfach auch deswegen hinterher, weil es auf Platte straff produzierte Discosongs waren, auf der Live-Bühne aber zu nervigen, da überlangen Rocksongs, werden.

Alles in allem: ich finde, als historsches Dokument ist dieses Album sicherlich interessant, aber als ABBA- fan war ich doch ein bisschen erschrocken, wie dünn das alles klingt und wie sehr wir bisher von ABBA mit stark überarbeiteten Live-Versionen ein wenig in die Irre geführt wurden. Dieses Album ändert nichts an meinem Respekt vor dieser einmaligen Band, aber ich gebe Björn völlig recht, der einmal sagte, als er nach einem "ABBA Live-lbum" befragt wurde: "I hate liev albums myself. Why waste your time an listen to something that sounds much better in the studio". Eben. Ganz meine Meinung.


Love to Love You Donna
Love to Love You Donna
Preis: EUR 18,98

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Allerletzte, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Love to Love You Donna (Audio CD)
Dieses Album ist eine einzige Katastrophe und eine große Frechheit obendrein. Mal abgesehen von den beiden Remixes "Love to love you, Baby" und "Love is in control (Finger on the Trigger)" ist alles so kaputt gemixt, wie man es einer Künstlerin wie Donna Summer eigentlich nicht antun dürfte. Herrgott nochmal, die Frau war Sängerin!!! Warum sind dann auf diesen bes*******en Remixen teilweise alle Vocals entfernt und alles, was übrig bleibt, sind sich endlos wiederholende Schnipsel (am allerschlimmsten in diesem Fall wohl "On the radio"). Jedes Wort, das man über diese Album verliert, ist eigentlich schon zuviel. Selbst der Preis ist eine Unverschämtheit. Für dieses Geld bekommt man schlechte Remixe, gesteckt in einen billigen Pappschuber ohne Booklet oder sonst eine Information. Doch, eine gibt es: dass der langjährige Ehemann und Witwer von Donna Summer aktiv an diesem Album mitgewirkt hat. Mir völlig unverständlich, warum er dann die Stimme dieser wundervollen Sängerin derartig kastrieren ließ und sich auf dieses Unterfangen einließ. Wo bleiben denn mal Re-Realeases von Alben wie "She Works Hard For The Money", "Donna Summer" oder "The Wanderer" mit unveröffentlichten Tracks und Bonus-Material???? Das würde ich las Fan ja noch kaufen, aber ein gut gemeinter Rat: Finger weg von dieser Schrott-CD.


A
A
Preis: EUR 6,66

26 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher C als A, 10. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: A (Audio CD)
Sehr aktiv ist sie gewesen in den letzten Wochen, Agnetha Fältskog. Dreharbeiten in London für eine BBC-Dokumentation, Interviews en masse, Fototermine, Auftritte in englischen und schwedischen Talksshows, selbst Auftritte bei Signierstunden und Londoner Nachtclubs- man erkennt die ansonsten sehr medienscheue Schwedin kaum noch wieder.Die große Frage nun: wie ist denn das Album, für das sie sich derartig ins Zeug legt?
Die erste (deutsche) Single) "The One Who Loves You Now" fand ich persönlich eher belang- und harmlos. Das Lied plätschert nett vor sich hin, kommt dabei aber irgendwie nie auf den Punkt. "When You Really Loved Someone", die internationale Single, finde ich da schon um Einiges besser. Das Arrangement stimmt, die Melodie bleibt im Ohr hängen und die Produktion ist rundum stimmig. Ich möchte jetzt hier nicht jeden Song einzeln auflisten, erwähnt seien noch das schwungvolle Duett mit Gary Barlow "I Should have Followed You Home", meiner Meinung nach der geeignetste Kandidat für die nächste Single. Ansonsten bewegt sich bis auf "Dance Your Pain Away" alles im entspannten Midtempo- Bereich und genau hier sehe ich das Problem. Wahrscheinlich möchten mich jetzt alle Agnetha-Fans am liebsten erschlagen, aber das, was die Sängerin heute stimmlich bietet, ist nicht mehr zu vergleichen mit der Intensität führerer Aufnahmen wie "The Winner takes It All", "Wrap Your Arms Around Me" oder meinetwegen auch noch "Sometimes When I'm Dreaming" vom 2004er Album "My Colouring Book". Aus irgendeinem Grund klingt Agnetha so, als würde sie sich nicht mehr richtig trauen, intensiv zu singen, zu oft klingt ihre Stimme derartig zart und zurückhaltend, dass es mir persönlich auf zehn Songs gestreckt unangenehm auffällt. Zusätzlich sind ihre Vocals an einigen Stellen eindeutig gepitcht, d.h. künstlich nach oben geschraubt worden. Deswegen klingen ihre Vocals einfach zu glatt, zu artig, zu brav. Und man möge mich wieder erschlagen: die einzige Eigenkomposition von Agnetha auf diesem Album, "I Keep Them On The Floor Beside My Bed", ist für mich schlicht und ergreifend einer der langweiligsten Songs des ganzen Albums. Da strahlt "I Was A Flower" wesentlich mehr Dramatik aus. Ich finde es immer wieder schade, dass Agnetha auf ihren sämtlichen Solo-Alben es irgendwie nicht schafft, Songs zu wählen und zu produzieren, die ihre Persönlichkeit durchschimmern lassen. Will sagen: die Songs auf "A" hätte jede andere Sängerin genauso gut gesungen und das ist leider nicht so toll. Alles klingt gefällig, alles klingt nett, aber es gibt keine richtigen Höhepunkte. Deswegen gibt es von mir auch nur ein "C" statt eines "A". Klar freue auch mich immer über neue Töne aus dem Hause Fältskog, aber so eine richtige Gänsehaut will sich bei mir nicht einstellen. Und über noch etwas muss ich nörgeln: ich finde es zwar sehr schön, aus dem Booklet zu erfahren, dass Tochter Linda unter den Backing-Vocalisten war, dass der ehemalige ABBA-Drummer Per Lindvall mitmusiziert hat und das Lolo Murray, die während der 1979er / '80er- Tour für das Make-Up zuständig war, Agnetha immer noch schminkt, ABER: liebe Universal, wenn ihr schon so ein Prestige-Projekt wie das neue Album von Agnetha heraus bringt, dann achtet doch das nächste Mal (falls es eines gibt) ein bisschen mehr auf die Rechtschreibung. Im Booklet strunzt es nur so vor Fehlern. Agnetha bedankt sich bei den Komponisten dafür, dass sie ihre Songs "interpeten" durfte, wo es "interpRet" heißen müsste, in den Songtexten fehlen teilweise Wörter etc. Liest da eigentlich weder die Künstlerin noch die Artwork-Design-Abteilung drüber??? Nun gut, also: wie gesagt, ein typisches Agnetha Solo-Album eben, nett, gefällig- aber ich gebe ja die Hoffnung nicht auf, dass Frau Fältskog nochmal ein wirklich persönliches Album heraus bringt, dass sich nicht in Zeilen wie "Love don't let me go, love please let me know" erschöpft oder den "Trrrrrrrrrrropical summer" besingt wie 1983.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2013 3:52 PM MEST


Ten Thousand Lightyears
Ten Thousand Lightyears
Preis: EUR 8,97

3.0 von 5 Sternen Sonderbar, sonderbar, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ten Thousand Lightyears (Audio CD)
Ich finde dieses Boney M-Album ebenfalls sehr interessant, aber zum Meisterwerk fehlen dann doch einige Dinge. Erstens: nach den eher mageren Verkäufen des "Boonoonoos"-Albums wollte Farian seine Truppe wohl durch etwas "Nightflight to Venus"-Ähnliches wieder (komerziellen) auf Vordermann bringen. Warum er diese Idee dann aber schon nach drei Titeln wieder aufgibt und mit "Where Did You Go" eine Ballade einfügt, die mit Weltraum, Zukunftsangst, All, Raumschiffen und so weiter nix mehr zu tun hat, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Noch nerviger finde ich diesen Hang Farians, auf ein Album so viel drauzuknallen wie nur irgendmöglich. Das führte ja schon in der Vergangenheit zu sonderbaren Ergebnissen, beispielsweise der 1'50''er-Version von "Ribbons of Blue" die noch auf das "Oceans of Fantasy"-Album mit draufgequetscht werden musste. Hier macht er es leider wieder so. "I Feel Good, "Living LIke A Moviestar" oder "Barbarella Fortuneteller" zählen zu den stärkeren Titeln des Albums, sind aber alle ab 3 Minuten hörbar eingekürzt. Gruselig und schade. Genauso gruselig ist auch die Songauswahl. Es gibt hier tolle Produktonen und Sounds ("Future World", "10,000 Lightyears" oder eben "Living Like A Moviestar"), aber was soll denn bitte schön so ein Schrott wie "The Alibama" oder "Dizzy" auf diesem Album??? Es ist wirklich schade: da hat er eine erstklassige Produktion mit den besten deutschen Musikern und dem Londoner Symphony Orchestra und dann fällt das Ganze im Gesamteindruck komplett ab, weil wieder so eine Kinderkacke wie "The Alibama" drauf landet. Dafür gibt's dann leider nur drei Sterne. Trotzdem bleibt "10,000 Lightyears" für mich das Interessanteste Boney M.-Album, noch vor "Boonoonoonoos" (das aber berechtigterweise ebenso viele Fans hat). Vielleicht hätte man Frau Barrett auch noch mal zwei Songs geben können, aber wahrscheinlich sah es schon damals nicht so rosig aus hinter den Boney.M-Kulissen. Also: ich finde das Album gut. Wer übrigens die volle Packung möchte, der sollte sich zu diesem Album auch noch die "Rarities und Long Versions Vol.3" holen. darauf gibt es den Extended Remix von "Exodus" und "Somewhere In The World" und alternative Versionen von "Wild Planet", "Future World" und "10,000 Lightyears".


Now - A Celebratory 50th Anniversary Album
Now - A Celebratory 50th Anniversary Album
Preis: EUR 19,27

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Say A Little Prayer, das gefühlte 3000. Mal, 10. Dezember 2012
Ich kann mich meinem "Vorredner" nur anschließen: als ich hörte, dass Dionne Warwick zu ihrem 50. Bühnenjubiläum noch einmal ältere Titel aufnehmen möchte, dachte auch ich nur frei nach Loriots "Pappa ante portas": "Bitte, Heinrich, alles, nur das nicht!". Die Alben "Dionne sings Dionne" und "Dionne sings Dionne 2" waren eher Mittelklasse und "My Friends and Me", auf dem Dionne ihre Bacharach / David-Erfolge mit anderen Künstlern im Duett sang, war ein Katastophe- stimmlich uninspiriert, musikalisch schwach und künstlerisch völlig belanglos. Das letzte Album von Dionne "Only Trust Your Heart" mit Jazz-Standards war da schon eine große Verbesserung, die sich jetzt Gott sei Dank mit "Now" zjm großen Teil fortsetzt. Die Songs "Love Is Still The Answer", "99 Miles", "Is There Anybody Out There", "It Was Almost Like A Song" und "Be Aware" sind endlich mal wieder echte Warwick-Klassiker, gut instrumentiert und produziert von Phil Ramone, der auch schon andere Song-Diven wie Frau Streisand unterstützte. Dennoch muss ich sagen: die gefühlte 3000. Aufnahme von Songs wie "Say A Little Prayer", "Reacht Out For Me" oder "Don't Make Me Over" finde ich vollkommen überflüssig. Erstens sind sie nicht besser als die Originale (wie auch?) und zweitens wird hier dann doch sehr deutlich, dass Dionnes Stimme mittlerweile auf der Tiefe eines Opernbasses agiert. Das meine ich gar nicht böse, Sänger werden älter und Stimmen verändern sich, aber wer nur die Orignale kennt und jetzt die Neuaufnahmen hört, wird sich schon wundern. Einzige Ausnahme in meinen Ohren: die wirklich hervorrragend gelungene Version von "Make It Easy On Yourself". Dionne at her best, eine langsame Ballade, gesungen mit (und auch das sage ich voller Respekt) Altersweisheit und einer gewissen Zerbrechlichkeit. Alles in allem also ein Album, auf dem mindestens sechs bis sieben Titel absolut hörenswert sind. Die neuen Titel passen dann auch wieder sehr gut zu Dionnes mittlerweile sehr tiefen Stimme.
Drei Sterne gibt es aber auch noch aus einem anderen Grund: in verschiendenen Interviews hat Miss Warwick behauptet, sie habe die Titel für dieses Album von Fans, Freunden, ja sogar von Leuten auf der Straße auswählen lassen, die sie selbst (also Dionne) einfach mal so nach ihren Lieblingsliedern gefragt hat. Ach! Ach? Und da hat kein einziger mal einen Titel aus den 15 Jahren genannt, die sie von 1979 bis 1993 bei Arista unter Vertrag war??? Keinem einzigen fiel ein Titel wie "I'll Never Love This Way Again" ein, niemand kannte "Heartbreaker", "Deja Vu" oder "Finders Of Lost Loves"??? Niemand erinnerte sich an "No One In The World" oder "Extravagant Gestures" (übrigens auch ein Titel von Bacharach, der meines Erachtens aufgrund seiner Thematik und Stimmung ganz hervorragend auf "NOW" gepasst hätte)????? Mmmmh, fast scheint es so, als möchte Dionne von diesen Titeln nichts mehr wissen, was aber keinen Sinn macht, wenn man 50 Jahre im Shobusiness feiert und dann ein Drittel dieser Karriere musikalische einfach streicht. Ich glaube, es gibt genug Fans, die gerade die Arista- Phase sehr schätzen und sich da vielleicht auch den einen oder anderen Song auf "NOW" gerne gesehen hätten. So bleibt diese neue CD ein sehr eingeschränkter Rückblick, der mit Sicherheit vieles vergisst und manche Perle aus Warwicks Repertoire unter den Tisch fallen lässt. Deswegen nur drei Sterne.


Abba (Deluxe Edition inkl. 3 Bonustracks)
Abba (Deluxe Edition inkl. 3 Bonustracks)
Wird angeboten von RevisionNet UK
Preis: EUR 16,54

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Jetzt reicht es aber wirklich!, 30. November 2012
Ich schließ mich meinem "Vorredner" NTG an. Was ABBA bzw. ihre Plattenfirma bei den sogenannten Deluxe-Editions ihrer Alben versemmeln, geht auf keine Kuh- bzw. Fanhaut mehr.
Mal ganz abgesehen davon,dass ich von einer Deluxe-Edition erwarte, dass zumindest ALLE Promo-Videos zu den Album-Singles vorhanden sind (hier fehlen sie alle!), ist auf diesem Album nichts, aber auch gar nichts, was NEU wäre. Noch ärgerlicher finde ich allerdings, dass als Bonus-Tracks mal wieder Songs genommen werden, die mit dem Original-Album fast gar nichts zu tun haben. "Crazy World" wurde zwar während der Sessions zu diesem Album aufgenommen. Das, was wir hier als Bonus-Track vorgesetzt bekommen, ist aber der Mix bzw. die bearbeitete Version aus dem Jahr 1976. Ähnliches gilt für das "Medley". Auch hier gibt es einen Original-Mix aus dem Jahr 1975, aber wieder mal wurde auf dieser "Deluxe"-Edition der Mix aus dem jahr 1978 verwendet. Ganz furchtbar finde ich es allerdings, wenn dann auch noch die spanische Version von "Mamma Mia" auftaucht, die erst 1980 aufgenommen wurde und mit dem Original-Album nicht das Geringste zu tun hat. Wieder einmal (wie bei fast allen anderen "Deluxe"-Editions von ABBA auch) muss man sich fragen: warum nicht wenigstens EIN Titel aus den Archiven ("Ricky Rock'n'Roller" zum Beispiel)? Hat man denn Nichts aus der "The Visitors"- Deluxe-Edition gelernt, die sich mit Sicherheit besser verkaufte und große Aufmerksamkeit in der Presse erregte, weil bisher unveröffentlichte Aufnahmen und Versionen von "Like An Angel Passing Through My Room" darauf waren? Diese langweiligen "Deluxe"- Editions werden mittlerweile von jedem One-Hit-Wonder besser gemacht. Und auch von den großen Gruppen wie The Beatles, Fleetwood Mac, Rolling Stones oder The Eagles. Die weigern sich nämlich nicht, auch mal etwas aus den Archiven ans Tageslicht zu fördern. So, wie Björn und Benny mit diesen "Deluxe"-Editions umgehen, wächst bei mir die Langweile mit jedem Re-release. Einfach weil man schon alles tausend Mal gehört hat und es nix Neues gibt. Welcher Fan soll denn diesen "Deluxe"-Mist noch kaufen? Als ABBA-Fan geht mir das zunehmenend auf die Nerven. Herzlichen Dank auch, aber dieses Album wird nicht gekauft. So. Sorry, aber ich finde das ist einfach Geldschneiderei.


Now
Now
Wird angeboten von Side Two
Preis: EUR 8,78

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Seeeehr schön mit kleinen Schwächen, 9. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Now (Audio CD)
So, nun ist es also da, das Album zum 50jährigten von Dionne Warwick. Nachdem sie im vergangenen Jahr mit dem angejazzten "Only Trust Your Heart" den künstlerischen Boden wieder gut machen konnte, den sie zuvor durch Billigproduktionen verloren hatte, war ich gespannt, ob dieses neue Album ebenfalls an diese Qualität heran reichen würde. Die Antwort ist beherztes "Jein". Zunächst einmal zu den Neueinspielungen der alten Hits wie "Always Something There To Remind Me" oder "I Say A Little Prayer: gähn! Ich glaube, mittlerweile hat Dionne selbst schon keine Ahnung mehr, wie oft sie diese Titel jetzt neu aufgenommen hat und verbessern lässt sich da nichts, denn die Originalversionen sind einfach die besten. Zwei Ausnahmen gibt es allerdings bei diesen Neueinspielungen: die neue Version von "Don't Make Me Over" (obwohl mittlerweile gefühlte drei Oktaven tiefer gelegt) ist sehr gut. Hier zeigt Dionne dann doch noch einmal, was sie kann. Sensationell ist die Version von "Make It Easy On Yourself". Eine schleichende, fast schon zerbrechlich wirkende Instrumentierung, eine Dionne, die leise vom Abschiedsschmerz singt: hier passen Musik, Stimme und Inhalt perfekt zusammen.
Zu den neuen Songs: großartig "Love Is Still The Answer", für mich der beste Song des ganzen Albums. Ein leichter sommerlicher Groove, die Stimme von Dionne- das reicht und man fühlt sich nach 30 Sekunden, als würde man in einem Cabrio unter den Palmen von Los Angeles durchfahren. Clever, dass das nächste Lied "99 Miles From LA" heißt. Leichter Bossa Nova-Groove, melancholische Lyrics und schon wieder eine Dionne, die mit ihrer tiefen Stimme den Text auf den Punkt bringt. Etwas anderes kann ich auch über die Single "Is There Anybody Out There" nicht sagen. Diese neuen Songs sind perfekt auf Ms Warwicks Leib geschneidert, nehmen Rücksicht auf ihre älter gewordene Stimme. Das ist nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil: dieses leicht angekratzte, rauchige Timbre passt ganz wunderbar zu den neuen Songs,weniger allerdings zu den neuen Fassungen der alten Hits. Mit Verlaub: warum muss eine fast 72jährige denn Zeilen singen wie "Are you there with another girl"? und das mit einer Stimme, die definitv nicht mehr "girl" ist? Da lobe ich mir doch eine Aufnahme wie "It Was Almost Like A Song": Klavier, Orchester und Madame, die mit viel Altersweisheit behaupten darf "Love was almost like a song too sad to write". Wunderbar. Und wunderbar ebenfalls, dass Dionne Warwick und ihr Produzent Phil Ramone darauf geachtet haben, ECHTE Instrumente einzusetzen. Mit Grausen erinnert sich hier vielleicht noch so manch einer an das billige Computer-Gedudel auf dem furchtbaren Werk "My Friends And Me". Auf "NOW" wird Dionnes Stimme eingekuschelt zwischen Strings, Pianos, leisen Drums, Bass und Gitarre. Fazit: ein schönes Jubiläumsalbum. Noch schöner allerdings wäre es gewesen, wenn im Jubiläumsrepertoire auch noch ein paar Songs aus der Arista-Zeit von Dionne Warwick aufgetaucht wären. Kein "I'll Never Love This Way Again", kein "No Night So Long", kein "Extravgant Gestures" und auch kein "Yours". Es ist, als hätte diese Zeit für Ms Warwick aufgehört zu existieren und zwischen 1968 und 2012 gar nix passiert wäre. Schade. Ansonsten ein empfehlenswertes Album für all diejenigen, die mit der leichen stimmlichen Melancholie einer großen Künstlerin und einer klasssichen Instrumentierung ihre Winterabende verschönern wollen.


Samsara
Samsara

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so ganz gelungen, 25. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Samsara (MP3-Download)
Auch ich habe sehr lange auf eine neue CD von Alice gewartet. "Viaggo in Italia" stammt immerhin aus dem Jahre 2003, danach gab es "nur" noch das Live-Album "Lungo la Strada", das allerdings äußerst gelungen war. Nun also endlich eine komplett neue CD. Aus Erfahrung weiß ich, dass nicht jede Alice-CD gleich im Ohr hängenbleibt. Schon auf früheren Werken wie "Mezzogiorno sulle Alpi" oder "Charade" musste man genauer und öfter hinhören, um den Reiz der Arrangements zu erfassen, die Feinheiten erkennen. Nun also nach langer Wartezeit "Samsara". Ich gebe meinem "Vorredner" Recht: schon beim ersten Titel "Mourire d'amore" ist sie wieder da, diese einmalige Stimme,die mit sich selbst hoch und tief im Duett singt. Gespannt wartet man auf den nächsten Song, "Nata Ieri". Gelungen, wenn auch nicht allzu eingängig. Es folgt der meiner Ansicht nach "typischste" Alice-Titel der gesamten CD "Orientanmento". Sehnsucht, Wärme, wunderbare Vocals-alles da, was man an Alice liebt und schätz. Spätestens beim vierten Titel aber fiel mir auf, dass die gesamte musikalische Begleitung anfängt, synthetisch zu klingen. Wie schon auf "Viaggo in Italia" verwendet Alice keine echten Drums, sondern Computer-Rhythmen und das lässt viele der Songs gar zu künstlich und wenig abwechslungsreich klingen. Klar, die Melodien sind gut, wenn auch manchmal ein wenig zu verschachtelt, beispielsweise auf dem Duett mit Martino, aber diese sterile Sound ist auf rund 46 Minuten Länge gezogen dann doch zu monoton. "Il Cielo" oder "Casa Cambia" hätten sicherlich noch eindrucksvoller gewirkt mit echten Instrumenten. Ich habe das Album jetzt sehr oft gehört und irgendwie schleicht sich bei mir die Frage ein, warum Alice dafür fast zehn Jahre gebraucht hat. Nichts wirkt hier besonders aufwändig oder speziell, sondern eher beiläufig und normal. Für ein großes musikalisches Comeback wird diese Produktion sicherlich nicht ausreichen, aber es ist immer eine Freude, einer dermaßen außergwöhnlichen Sängerin zuzuhören. Ich finde es auch immer unglücklich, aktuelle Werke mit früheren Produktionen zu vergleichen, aber wo ist eigentlich die Songschreiberin Alice gebieben??? Nur zwei eigene Titel nach 18 Jahren (die letzten eigenen Songs erschienen auf "Exit") finde ich ein bisschen wenig und auch dadurch wird der Eindruck verstärkt, dass hier eine gewisse Ideenlosigkeit herrscht. Drei Sterne gibt es aber dafür, dass endlich wieder eine neue Alice-CD erschienen ist. Klar, auch die landet in der Sammlung, aber ein Favorit wird sie wahrscheinlich nicht werden. Ich hätte mir dir musikalische Wiedergeburt von Alice ein bisschen eindrucksvoller gewünscht, auch wenn diese Frau natürlich überhaupt nichts mehr beweisen muss. Nur wie gesagt: dieses Album hätte musikalisch abwechslungsreicher sein können. Auch da gebe ich meinem "Vorredner" recht: niemand erwartet von Alice ein Dance-Album, ich glaube, das wäre auch ganz schrecklich geworden, denn diese Art von Ausflügen sind ihr noch nie besonder gut bekommen (man denke nur an die "Per Elisa"- Version aus dem Album "Personal Jukebox" oder "Non ero mai sola" aus dem "Charade- Album). Aber: ein bisschen mehr Kraft, ein bisschen mehr geerdete Sounds hätten dieses Album besser klingen lassen. "Park Hotel" aus dem Jahre 1986 bestand auch hauptsächlich aus ruhigen Titeln, die mit einem kleinen Kreis von vier Musikern eingespielt wurden. Aber: es waren eben echte Drums, echte Bässe, echte Klaviere, di man da hörte und das wertete die ganze Produktion auf. Genau das fehlt mir bei "Samsara". Also: "Samsara" ist keine Alice-Katastrophe, aber auch kein Alice-Highlight. Irgendwo so in der Mitte und gerade das schreibe ich nicht gerne über ein Alice-Album.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2012 7:32 PM CET


The Visitors (Deluxe Edition)
The Visitors (Deluxe Edition)
Preis: EUR 31,09

27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Elendige Schnipselei, 20. April 2012
Rezension bezieht sich auf: The Visitors (Deluxe Edition) (Audio CD)
Diese Rezension bezieht sich auf die im April 2012 erschienene Deluxe- Version von "The Visitors". Ich kann mich leider der Begeisterung vieler anderer Fans nicht so ganz anschließen. Die Songs vom Original- Album sind(bis auf das alberne "Two For The Price Of One") natürlich alle gut. Aber bei dieser Deluxe- Version stört mich so einiges. Großartig ist, das mit dem Demo- Medley "From A Twinkling Star" gezeigt wird, wie sich der Titel "Like An Angel Passing Through my Room" entwickelt hat: vom Demo, auf dem Björn singt über die schnellere Version, die Agnetha und Frida gemeinsam singen bis hin zur ruhigeren Frida- Version. ABER: warum immer nur Schnipsel, warum nie mal eine ganze Version??? Das hat mich schon auf dem Box- Set "Thank You For The Music" gestört", auf dem unveröffentlichte Titel nur in kurzen Ausschnitten zu hören waren. Es kann doch wohl nicht so unglaublich riskant sein, mal zwei drei bisher unveröffentlichte Versionen KOMPLETT zu veröffentlichen. Diese Schnipselei finde ich einfach nur noch langweilig und ich gehöre nicht zu den Fans, die sagen: "Na Gott sei Dank, wenigstens ist überhaupt mal was Unveröffentlichtes auf dem Album". Nein, das hätte man besser machen können. Es gibt beispielsweise mindestens zwei Alternativ- Versionen von "When All Is Said And Done", warum sind die nicht mit auf dieser Ausgabe von "The Visitors"? Nein, statt dessen landen so durchschnittliche Songs wie "You Owe Me One" und "I Am The City" auf dieser Version und zumindest von "You Owe Me One" weiß man, dass Benny darüber gesagt hat: "When we finished recording this song I remember thinking: "Dont' care much for that one"". Also, was hat dieser Song dann hier zu suchen, warum gibt es nicht endlich mal das wunderbare "Just Like That" in voller Länge und zwei Alternativversionen, von denen jeder Fan weiß, dass sie existieren? Solche Versionen haben alle großen Bands veröffentlicht und was die Beatles gemachte haben, die Stones oder auch Fleetwood Mac, dafür sollten sich auch ABBA nicht zu schade sein. Nein, ich bin mit der Auswahl der Bonus- Tracks nicht zufrieden. Minuspunkte gibt es auch mal wieder (wie bei vielen ABBA- Deluxe- Alben) für die DVD. Wieso fehlen denn die Videos der beiden Singles "One Of Us" und "Head Over Heels"b (genauso peinlich wie das Fehlen des Videoclips von "The Winner Takes It All" auf der "Super Trouper- Deluxe- Edition"). Die beiden Songs waren die Hits des Albums (naja, zumindest "One Of Us", "Head Over Heels" ja weniger). Warum statt dessen lediglich der Videoclip zu "When All Is Said And Done" auftaucht, das nur in wenigen Ländern eine Single war, bleibt ein Rätsel der Plattenfirma und der Gruppe, von der ich mal annehme, dass sie diese Deluxe- Version zumindest abgenickt hat. Die DVD hat eine Laufzeit von etwas über 56 Minuten, zwei Clips von insgesamt acht Minuten hätten da locker noch drauf gepasst und gehören zu dieser Deluxe- Version eigentlich dazu.
Fazit: ein paar unveröffentlichte Klänge, wenig Neues und ein paar Patzer wie die fehlenden Videos machen dieser Ausgabe nicht wirklich "Deluxe", sondern eher durchschnittlich. Schade, dass ABBA jetzt mit fast alles Re- Releases so viele Chancen verpasst haben...
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 26, 2012 1:20 AM MEST


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