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Rezensionen verfasst von
Herr Tulpenberger "Tulip"

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Ob(Servant) Ltd.Edition
Ob(Servant) Ltd.Edition
Preis: EUR 26,88

2.0 von 5 Sternen Größtenteils eine Enttäuschung, 21. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Ob(Servant) Ltd.Edition (Audio CD)
Nachdem die Band mit "Sceptre of the Ancients" ihr opus magnum aufgenommen hatte, kann die tasmanische Tech-Death Truppe um die Brüder Dave und Joe Haley auch auf der aktuelle Scheibe nicht mehr an dieses Niveau anknüpfen. Nach dem Abgang von Sänger Matthew Chalk in 2004 ist die Band einfach nicht mehr dieselbe.

Klar, Dave Haley, ein absoluter Ausnahmedrummer, sorgt wieder für offene Kinnladen. Es ist einfach unglaublich, was dieser Mann hinter der Schießbude zu leisten im Stande ist. Ich empfehle jedem Freund des guten Drummings, sich die Liveaufnahmen auf YouTube, bei denen die Kamera auf ihn fokusiert ist, anzuschauen.

Auch Bruder Joe Haley spielt fabelhaft, nur finde ich, nicht mehr so ideen- und melodiereich wie noch auf 'Sceptre'. Insbesondere das abgefahrene Picking ist auf Observant seltener zu finden. Auch finde ich, fehlt es den Songs an diesen Ohrwurmriffs, die sich unweigerlich ins Hirn bohren, wie sie auf 'Sceptre' zu finden sind (ich sag nur Lacertine Forest).

Cameron Grant's Spiel auf dem Bass lässt kaum Kritik zu und sorgt zusammen mit den Drums für einen eindrucksvollen Auftritt der Rhytmusgruppe.

Es ist der Shouter, Jason Peppiatt, der im Wesentlichen den Gesamteindruck (zer-)stört. Seine uninspirierten, in jedem Song gleich klingenden und dadurch schnell nervigen Vocals machen die Platte für mich nahezu unhörbar und lassen in mir den ständigen Wunsch nach Instrumentalsongs (und dabei bin ich ausgesprochener Gesangsfan)aufkeimen. Hinzu kommt ein Übermaß an Hall-Effekt auf den Vocals, das die Sache nicht besser macht. Auch wenn Chalki's Gesang nicht jedermanns Sache war, so war er doch sehr abwechslungsreich - für einen Death Metal Shouter geradezu experimentell - und trug entscheidend zum besonderen Sound der Band bei.

Alles in allem hat diese Scheibe mit den Psycroptic, wie ich sie liebe, nicht viel gemein und könnte von jeder beliebigen, technisch versierten Death Metal Band sein. Irrelevant.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 24, 2011 6:17 PM MEST


Jack Keane
Jack Keane
Wird angeboten von welle11
Preis: EUR 14,40

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das wahrscheinlich meist überschätzte Adventure aller Zeiten, 30. März 2009
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Jack Keane (Computerspiel)
Monatelang war es zu hören und zu lesen: Jack Keane, der neue Stern am Adventurehimmel. Von den deutschen Spielezeitschriften wurde das (von deutschen Entwicklern programmierte ;) ) Spiel über den grünen Klee gelobt. Damals hatte ich keinen Rechner, der den Anforderungen genügte. Wegen des allgegenwärtigen Lobes (und neuem Rechner) habe ich mir das Spiel nun vor kurzen zugelegt. Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass ich absoluter Adventurefan und -veteran bin. Seit den frühen Tagen von Lucasarts habe ich immer gerne Point&Click Adventures gespielt und alle Spielarten deises Genres kennengelernt (von komisch bis gruselig - von 1st person bis 3rd person), weshalb ich einigen Vergleich habe. Nun jedoch zu Jack Keane:

Mit einiger Vorfreude und zugegebenermaßen recht hohen Erwartungen legte ich los - und wurde schnell enttäuscht. Der Held ist charakterlich eindimensional und wirkt eine billig zusammengeschusterte Kopie alter Adventurehelden ohne Schneid. Der viel gepriesene Humor ist recht geistlos, beschränkt sich zumeist auf flache Kalauer und wirkt oftmals von den Genregrößen abgekupfert; lachen konnte ich nie. Die Dialoge (m.E. die größte Schwäche des Spiels) sind langweilig, vorhersehbar, und oftmals fehlerhaft. Dabei ist für mich die Qualität der Dialoge und der Humor bei derartigen Adventures das Wichtigste überhaupt. Damit steht und fällt ein (Comic-) Adventure! Darüber hinaus wirken die Rätsel oft konstruiert und manchmal sinnentleert (z.B. die Sache mit dem Stern im Hotel). Die Kameraperspektiven nerven nicht nur an einer Stelle und Spannung kommt kaum auf. Während die Grafik recht schön gelungen ist, vermögen Musik und Sprecher nicht zu überzeugen. Nach nur wenigen Stunden gab ich das Spielen enttäuscht und entnervt auf. Alles in allem war das Spiel für mich DIE Enttäuschung 2008 und taugt m.E. nur für Adventureneulinge, deren Ansprüche mangels Spielerfahrung mit den großen Klassikern des Genres noch nicht allzu hochgeschraubt sind.

Sorry, aber das musste jetzt einfach mal gesagt werden.


A Vampyre Story
A Vampyre Story

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf ein Adventure dieser Qualität habe ich seit Jahren gewartet, 3. Januar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: A Vampyre Story (Computerspiel)
...und außer mir sicherlich noch viele, die die guten alten Lucas Arts Klassiker in unvergessener Erinnerung behalten haben und deren Charme, intelligenten Humor und die beispiellose Verschrobenheit schmerzlich vermissen. Ich sollte besser sagen: vermisst haben, denn A Vampyre Story (fortan AVS)lässt genau diese Sorte Adventure auf fabelhafte Weise auferstehen und zwar im sprichwörtlichen Sinne.

Mit der französischen Vampir-Diva Mona und ihrem zynischen Begleiter und aberwitzigen Sidekick, der Fledermaus Froderick, haben die Entwickler von AVS die schönsten, lustigsten und fantastischsten Charaktere seit Day of the Tentacle geschaffen. Das Dou Infernale sprüht nur so vor Ironie, Sarkasmus und Wortwitz. Ständig werden intelligente und kreative Anspielungen auf Genreklassiker sowie Literatur und Filme gemacht. Dabei haben die deutschen Sprecher hervorragende Arbeit geleistet. Die bezaubernde Mona spricht mit liebenswertem französischem Akzent, die Übersetzungen sind überwiegend grandios geraten, sodass der tolle Wortwitz erhalten blieb, und es wird sogar richtig gut betont und nicht lediglich unemotional heruntergelesen. Selten habe ich mich in letzter Zeit über eine solch gute Sprechleistung freuen dürfen.

Das grafische sowie das Sounddesign des Spiels sind traumhaft schön und erzeugen eine dichte Atmosphäre. Der schräge Komikstil war nicht mehr so schön zu sehen seit Day of the Tentacle. Man fühlt sich sofort in die verschiedenen Örtlichkeiten hereinversetzt. Alles ist detailreich und leibevoll gestaltet, es gibt viele interessante, schräge und außergewöhnliche Orte zu erkunden. Was manche Rezensenten mit unscharfer Auflösung meinen, ist mir ein Rätsel geblieben. Grafische Mängel sind mir jedenfalls nicht aufgefallen. Auch dass die Rätsel zu schwer oder gar unlogisch seien, ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar. Das Rätseldesign ist originell aber stets nachvollziebar. Natürlich sind die Rätsel knackig und dem Hintergrund der Geschichte entsprechend schräg (jedoch kein Vergleich zu fragwürdigen Rätseln a la Tony Tough). Aber schließlich will ich nicht immer nur irgendeinen Schlüssel suchen oder das zigste Schieberätsel lösen müssen. Zu erwähnen ist außerdem die Idee der Entwickler, Mona typische Vampireigenschaften, wie die Verwandlung in eine Fledermaus oder den Vampirbiss zu verleihen, was das Gameplay um außergewöhnliche Möglichkeiten bereichert.

Mit Patch gespielt (was aber unerlässlich sein soll, da die Bugdichte in der ersten Version sehr hoch sein soll), lassen sich nur wenige kleine Bugs feststellen, die die Spielfreude kaum trüben. Das etwas abrupte Ende mag zunächst etwas verstören, macht aber nur noch mehr Lust auf die geplanten Fortsetzungen. Ich freue mich jedenfalls schon darauf.

Fazit: Aufgrund der liebenswerten Zeichnung der Hauptfiguren, der tollen Gestaltung der Umgebung, der überragenden Qualität der Dialoge, des sprühenden feinen Humors aus Wortwitz und handfesten Kalauern sowie der knackigen Rätsel und der sagenhaft schönen Atmosphäre des Spiels schlägt AVS die sogenannten Sternchen der Adventurebranche der letzten Jahre (bzw. Jahrzehnte - Jack Keane, Runnaway etc. und sogar Monkey Island 3 und 4) um Längen. Für mich ist AVS das beste Adventure seit Day of the Tentacle und Grim Fandango. Für alle Adventurefans ein absoluter Pflichtkauf!


Ein dickes Fell: Kriminalroman
Ein dickes Fell: Kriminalroman
von Heinrich Steinfest
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvoll aber sehr gut lesbar und höchst komisch dazu!, 12. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Ein dickes Fell: Kriminalroman (Taschenbuch)
Zu Anfang sei gesagt, dass dieses grandiose Buch nichts für den gewöhnlichen Krimileser ist. Es ist weder ein klassisch britischer Krimi mit einem leicht exzentrischen, etwas in die Jahre gekommenen noch ein Schwedenkrimi mit depressivem Ermittler vor Winterlandschaft. Es vielmehr ist ein Fest für den Liebhaber gekonnter, verspielter und ausufernder Sprache, ein Genuss für denjenigen, der gerne mit der Zunge schnalzt ob der sprachlichen Darstellungskunst eines Schriftstellers. Es ist ein komischer Mann für zwischendurch. Ein Trivialmann gewissermaßen. Ich habe selten so gestaunt und gelacht. Und ich habe in den letzten Jahren selten ein so gutes und unterhaltsames Buch gelesen. Nicht umsonst wurde dieses "opus magnum" des großartigen Heinrich Steinfest von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt. Wer sich nicht zu den Krimipuristen zählt, wer auch etwas überzeichnete Charaktere mag und sich dazu noch gerne überraschen lässt, wird von diesem Buch noch Monate, nachdem er es gelesen hat, in den höchsten Tönen schwärmen. Ansonsten ist es eben Perlen vor die weiblichen Schweine.


Pretty.Odd.
Pretty.Odd.
Preis: EUR 5,99

4.0 von 5 Sternen Erstaunlich mutig, 10. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Pretty.Odd. (Audio CD)
Trotz des Lippenbekenntnisses am Anfang der Platte: Don't worry, we're still the same band" hat sich musikalisch bei Panic at the disco einiges geändert. Die schon auf "a fever..." erkennbare Affinität zum Eklektizismus und zum 60er u. 70er Pop wird hier nun konsequent ausgelebt.
Die Beatles-Anleihen sind unverkennbar, doch auch Queen blitzt hervor. Als ich die Reviews einiger meiner Vorredner las war mir, auch ohne die Platte jemals gehört zu haben, sofort klar, dass die Jungs den Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Der Teeniekram wurde abgeschüttelt, die nervigen Elektro-Elemente wurden ausgemerzt und das Songwriting noch verbessert. Die geliebten (stellenweise unfassbaren) Ohrwürmer blieben uns jedoch erhalten. Die ganze Platte versprüht einen Zauberer von Oz oder Alice im Wunderland Charme. Leider wird "Pretty Odd" gegen Ende etwas zu harmlos. Eins steht jedoch fest: die Jungs müssen einen Riesenspaß bei der Aufnahme dieses Albums gehabt haben, denn es klingt als hätte sich nicht nur einer von ihnen einen Kindertraum erfüllt.


New Maps of Hell
New Maps of Hell
Preis: EUR 14,98

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Bank, 24. August 2007
Rezension bezieht sich auf: New Maps of Hell (Audio CD)
Will ich abgefahrene, frische, zuvor niemals gehoerte Musik hoeren, kaufe ich keinen Punkrock und ich kaufe kein BR-Album. Doch was an dieser Stelle einmal gesagt werden muss, ist, dass man wohl eingestehen muss, dass kaum eine Band so verlaesslich gute Alben schreibt wie BR. Das gilt natuerlich fuer Leute, die mit BR noch nie etwas anfangen konnten, oder "Punkrock Song" bzw. "Raise your Voice" als Hoehepunkte des BR-Schaffens betrachten, nicht unbedingt als Binsenweisheit. Doch nun mal zu den Fakten des Albums: hier stehen 6 Anfang- bzw. Mittvierziger und zeigen so mancher Band des ihres Genres dermassen wo der Hammer haengt, dass es eine wahre Freude ist. Schnell, laut und immer absolut melodisch und eingaengig. Doch das ist nicht einmal das Beste! Das, was viele der Schmaeher vieleicht nicht wahrhaben wollen ist: es ist tatsaechlich so, dass das Album von Mal zu Mal waechst, wie man es normalerweise nur von von den Innovatoren des Rock, von sperrigen, aussergewoehnlichen Alben kennt. Mag es vieleicht daran liegen, das BR doch nicht immer gleich klingen (obwohl Sie mit Greg Graffin wohl ueber einen der Saenger des Genres mit dem hoechsten Wiedererkennungswert verfuegen)? Sicher, mit "New maps of hell" knuepfen BR an "No control" und "Against the grain" Tage an, nur das Graffin und Gurewitz heute nun einmal ueber 10-20 Jahre mehr Songwriting- und Arrangementerfahrung verfuegen (und den besseren Schlagzeuger; sorry Bobby). Mit all dem gebuehrenden Respekt gegenueber, und aller Liebe zu den vorgenannten Alben (und der entsprechenden Nostalgie eines laengst vergangenen Teenagerdaseins) muss ich sagen, dass dies vielleicht das beste Album ist, das BR je geschrieben haben. Basta!


From Beale Street to Oblivion
From Beale Street to Oblivion
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 41,04

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer haette das gedacht!, 24. August 2007
Rezension bezieht sich auf: From Beale Street to Oblivion (Audio CD)
Nach ihrem sehr an den damaligen Genrehelden Helmet orientierten Debutalbum, welches durchaus wirkliche Hoehepunkte hatte, man denke nur an "Coca Cola & Armorgeddon, I like it, like it; yes I do!", und dem mitlerweile nicht mehr erhaeltlichen Schwartenkracher "Elephant Riders" hatte ich die Jungs schon abgeschrieben. Es folgten keineswegs schlechte, aber dennoch halbgare, uninspirierte weitere Alben und man vermochte kaum noch auf den grossen Wurf zu hoffen. Vorallem gesanglich hatte man nichts zu bieten. Die ewig gleich klingenden Riffs vermochten ebenso wenig, wirkliche Spannung zu erzeugen. Doch mit "From Beale Street to Oblivion" ist es ihnen nun doch geglueckt. Vorallem mein lang gehegter Wunsch, man moege doch nun endlich mal melodisch singen, wurde erhoert. Clutch rocken so ueberzeugend wie nie zu vor. Das Songwriting wurde deutlich verbessert und ist absolut stimmig. Auch klingen Clutch abwechslungsreicher als je zuvor, trotz unverkennbaren (und deshalb immer aehnlich klingenden)Gitarrensounds (ich denke es liegt am um Klassen besseren, melodischeren Gesang und dem 1a Songwriting...). Textlich hat man ein neues Niveau erreicht und selbst das Artwork weiss zu begeistern. Fazit: das ist das beste Album, das Clutch je gemacht haben. Die Bluesrocker haben nun endlich das gemacht, was Sie am besten koennen: Bluesrock (ohne Helmet-Anklaenge ;)). SUPER!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 14, 2008 11:33 AM MEST


Puzzle
Puzzle
Preis: EUR 5,99

15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartungen, Vorbehalte und Sylepolizistentum über Bord!, 16. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Puzzle (Audio CD)
Noch bevor ich die insgesamt zwiespältigen Rezensionen der großen deutschen Musikmagazine zu diesem Album gelesen hatte, holte ich mir noch am Tag der Veröffentlichung die neue Scheibe der drei Schotten ins Haus.

Den Nachfolger von "Infinity Land" hatte ich seit langem mit Spannung erwartet. Hatte mich besagter Vorgänger von "Puzzles" doch wochen- ja monatelang verzückt und zu Bekehrungskreuzzügen in meiner Bekanntschaft veranlasst. Mir wahr klar: bloß keine Erwartungshaltung, das kann nur schiefgehen.

Seit zwei Wochen rotiert nun endlich der noch frisch duftende Silberling in meinem Player und noch immer steigt er von Mal zu Mal in meinem Ansehen. Mit Ausnahme des Titels, der die meisten Rezensenten zum Foo Fighters Vergleich bewegt (und auch dieser ist überdurchschnittlich gut)sind auf dieser Scheibe nur "Hits". Musikalisch auf gewohnt höchstem Niveau präsentieren uns die Jungs Songperlen, dass man nur mit der Zunge schnalzen möchte. Zwar sind die Stücke im Vergleich zu den Vorgänger-Alben insgesamt sehr viel eingängiger und die Platte wesentlich besser produziert als alle vor ihr, jedoch steckt die Seele wie so oft im Detail. Das Arrangement der Stücke ist ausnahmslos erstklassig, rund und stimmig, alles ist da wo es hingehört. Das Klangbild ist vielschichtig und bietet trotzdem jedem Instrument den Raum, den es zur Entfaltung benötigt. Nichts ist "fett" oder gar übersättigt. Was die angeblich fehlende Komplexität oder mangelnden Spleen angeht, der einigen meiner Vorredner zufolge auf den Wechsel zum Major zurückzuführen sei, so kann ich dazu nur sagen: verfolge die Entwicklung von "Vertigo Of Bliss" zu "Infinity Land" und führe diese konsequent fort, wirf alle Erwartungen, Vorurteile und das Stylepolizistentum über Board und hör gut zu. Achte auf die kleinen Feinheiten, die du bei den Foo Fighters oder gar wirklich belanglosen Bands niemals finden wirst. Verschachtelte Songstruckturen und schräge Rhytmen hatten wir schon. Dass sie das können, haben uns Biffy Clyro schon bewiesen. Dass sie begnatete Songschreiber mit dem so seltenen feinen Gespür für Hooks sind, dass sie es verstehen eingägig zu sein, ohne belanglos zu werden, haben sie uns mit "Puzzles" nun auch gezeigt. Danke dafür.

Diese Platte macht glücklich!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2009 7:41 PM CET


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