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Beiträge von T.Geyer, lesen...
Top-Rezensenten Rang: 3.604
Hilfreiche Bewertungen: 153
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Rezensionen verfasst von T.Geyer, lesenundmehr.wordpress.com
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4.0 von 5 Sternen
Junge Autorin, gutes Debüt, 22. Mai 2013
Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie, und ich bin sehr angetan. Die Autorin hat eine sehr schöne, fantastische Welt geschaffen, die sehr gut ausgestaltet ist. Dabei verliert sie sich nicht in Details, sondern legt das Augenmerk auf die Geschichte an sich, so dass sich auch bei jungen Lesern sicher sofortiges Lesevergnügen einstellt. Die Geschichte begeistert auch durch die unterschiedlichen Gestalten, die man im Verlauf kennen lernt. Sie sind nicht immer direkt als gut oder böse zu kennzeichnen, manchmal ergibt sich das erst im Verlauf der Handlung. Vielschichtige Spannungsmomente komplettieren die Geschichte, so dass man immer weiter lesen möchte. Der Schreibstil ist auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten und lässt sich dadurch sehr flüssig und zügig lesen. Auch die Kapitellängen fand ich sehr gut gewählt. Gerade für jüngere Kinder sind die Kapitel nicht zu lang, zudem sind sie nochmals in Abschnitte unterteilt, so dass man jederzeit unterbrechen kann. Hier und da hätte ich mir persönlich gewünscht, dass die Gefühle und Gedanken der Hauptpersonen etwas mehr Raum eingenommen hätten, und auch die Problembewältigung hätte etwas detailreicher sein können. Da dies allerdings ein Buch für jüngere Leser ist, halte ich die Ausgestaltung für ausreichend. Was mich persönlich auch ein ganz klein wenig gestört hat war, dass die Autorin an einigen Stellen die spätere Handlung schon vorweg genommen hat. Doch das hat meinen Lesespaß nur sehr gering gemindert, und auch hier ist es vermutlich so, dass man als Erwachsener anders liest, und dass das für Kinder/Jugendliche durchaus o.k. ist. Ein modernes Märchen, vorwiegend für Kinder und jüngere Jugendliche, wobei die Geschichte auch mich als Erwachsenen begeistern konnte. Zum vor- und selber lesen ebenso gut geeignet wie als Klassenlektüre.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
das Buch hat mich sehr berührt, 26. April 2013
Dies ist die Geschichte von Will und Lou. Anders als im Klappentext beschrieben, würde ich nicht unbedingt von einer Liebesgeschichte sprechen, auch wenn dies einen Teil des Kerns ausmacht. Für mich ist es in der Hauptsache eher eine Schicksalsbegegnung. Will ist erfolgreich, vermögend, sportlich und hat eine attraktive Partnerin. Doch plötzlich verändert ein Unfall sein ganzes Leben. Die Diagnose Tetraplegie wirft all seine Pläne und Wünsche über den Haufen und raubt ihm den Lebenswillen. Tetraplegie war mir zwar ein Begriff, aber die Darstellung der Erkrankung in all ihren Facetten schockierte mich hin und wieder doch. Dass Will, der eine recht bewegte Vergangenheit hatte, damit nicht umgehen kann, schien mir irgendwann nur allzu verständlich. Ihm gegenüber steht Lou. Sie kommt aus der Arbeiterschicht, wirkt auf den ersten Blick etwas exzentrisch, ist aber sehr liebenswert und denkt immer mehr an Andere als an sich selbst. Für meinen Geschmack war sie manchmal etwas zu devot, so dass ich sie gerne geschüttelt hätte, damit sie endlich aufwacht. Auf der Suche nach einer neuen Arbeit landet sie in einer befristeten Anstellung bei den Traynors, und somit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Will und Lou könnten unterschiedlicher nicht sein und haben anfangs daher auch einige Probleme persönlicher Art zu bewältigen. Lou möchte Will gerne den Lebensmut zurück geben, er begegnet ihr abweisend und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Doch Lous stets positive Art veranlasst Will dazu, dass er seine emotionale Mauer einreist. In kleinen Schritten kommen sie sich immer näher. Beide versuchen das Leben des Anderen nach eigenen Maßstäben positiv zu beeinflussen. Ob das gelingen kann ? Ich fand die Geschichte wundervoll und traurig zugleich und kann mir gut vorstellen, dass es solche Schicksale und schicksalhafte Entscheidungen nicht nur in Romanen gibt. Die Gegensätzlichkeit der Charaktere war sehr gut gewählt. Lou war mir von Anfang an sympathisch, bei Will dauerte es etwas länger. Über den gesamten Roman hinweg lernten sie voneinander, entwickelten sich und wuchsen zu einer festen Einheit zusammen. Es war Phasenweise kaum vorstellbar, dass es das Schicksal nicht gut mit ihnen meinen könnte. Aber so sehr ich mich für die Beiden freute, schwang trotzdem immer ein etwas flaues Gefühl mit, wenn wieder ein Rückschlag daher kam. Auch wenn das Buch von dem Zusammenspiel zwischen Lou und Will lebt, sticht Lou als Charakter eindeutig hervor. Sie macht mit Abstand die größte Entwicklung durch. Alles ist sehr nachvollziehbar, bemerkenswert und ich konnte es ihr von Herzen gönnen. Doch auch die Nebenfiguren, obwohl sie seltener in Erscheinung traten, hatten eine sehr gute Präsenz. Wills Eltern erschienen mir zwar recht kalt, doch dieser Eindruck wurde spätestens dann revidiert, als Jeder in einem Kapitel selber zu Wort kam. So erlangte man auch einen sehr guten und aufschlussreichen Einblick in ihre Gefühlswelt, der einiges verständlicher erscheinen lies. Hier wurde unter anderem deutlich, dass die Erkrankung eines Angehörigen, in diesem Fall die eines (erwachsenen) Kindes, weitreichende Folgen für alle Beteiligten haben kann. Ein Umstand, den man ja doch mal gerne vergisst.... Ein hochemotionaler Roman, der mich tief bewegt und zum Nachdenken angeregt hat. Zurück bleibt die Frage, wie viel die Liebe im Leben eines Menschen bewirken kann. Vermutlich viel, aber manchmal einfach nicht genug...
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4.0 von 5 Sternen
Interessante Charaktere, spannende Geschichte, 24. April 2013
Direkt am Anfang wird der Leser mit den Hauptfiguren bekannt gemacht, und erfährt auch sofort was Annas Gabe ist. Kurze Zeit später nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, wobei ich allerdings zu bemängeln hätte, dass der Klappentext schon fast etwas zu viel verrät. Ich muss allerdings auch zugeben, dass mich das nur wenig gestört hat. Dafür war der Schreibstil einfach viel zu klar und angenehm zu lesen. Die Geschichte war spannend, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Annas Kampf etwas spektakulärer gewesen wäre. Aber die Ideen, die die Autorin hierzu hatte, fand ich trotzdem sehr gut weil ungewöhnlich. Auch Annas Astral-Reisen blieben leicht hinter meinen Erwartungen zurück. Hier hätte ich mir etwas mehr Ausschmückung erhofft. Aber auch trotz dieser Kritik verflog Seite um Seite, weil die Kapitelenden oft sehr spannend waren, und das Buch war viel zu schnell zu Ende. Die Charaktere waren für mich von vornherein so, wie sie sein sollten. Es gab die sympathischen Figuren, wie Anna, Rei und Seth und die Unsympathischen wie Taylor. Daneben gab es noch viele Personen, von denen ich erst im Verlauf der Geschichte einen kompletten Eindruck bekam. Manchmal wusste ich bis zum Schluss nicht genau, wo ich sie emotional einordnen sollte. Was alle Charakteren aber gemeinsam hatten war, dass sie mir sehr natürlich und echt erschienen. Zudem war es ihre Unterschiedlichkeit und ihr Zusammenspiel, die die Geschichte sehr authentisch (Annas Gabe mal außen vor gelassen) und lebendig wirken lies. Wenn man sich auf genauere Interpretationen einlässt merkt man, dass dieses Buch durchaus gesellschaftskritische Ansätze verfolgt. Ob das so gewollt war oder nicht kann ich nicht beurteilen, aber für meinen Geschmack ist das gut gelungen. Eine Figur, die mich diesbezüglich nachdenklich gemacht hat, war Reis Mutter. Ich bin mir immer noch nicht ganz schlüssig, aber ich denke dass die Autorin hier eine etwas abgeschwächte Form der „Tigermutter“ darstellen wollte. Das fand ich sehr interessant. Ebenso werden Themen wie Stalking, Mobbing, (häusliche) Gewalt und Alkoholismus angesprochen. Das, in dieser recht geballten Form, in einem Jugendbuch zu lesen, hat mich positiv überrascht. Eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
leider etwas schwach im Mittelteil, 28. März 2013
Dies ist bereits der siebte Fall für Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen, für mich war es der Erste. Ich fand jedoch ohne weitere Schwierigkeiten in die Geschichte hinein. Manchmal ist es ganz gut, wenn man die Personen und ihre Entwicklung vorher schon kennt, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass mir irgendetwas fehlt. Der Autor hat alle Charaktere, die für die Handlung relevant waren, sehr gut und ausführlich skizziert. Dabei hat er einen authentischen, gesellschaftlichen Querschnitt geschaffen, der es in sich hat. Man findet die unterschiedlichsten Wesenszüge, die mir mal sympathisch, mal auch äußerst unsympathisch waren. Da es die Romanfiguren ebenso empfanden, waren Reibereien vorprogrammiert. Meistens hatte ich damit auch kein Problem, nur manchmal war mir das Ganze dann doch etwas zu überspitzt dargestellt. Im Grunde bin ich ein Fan von starken Frauen in gehobenen Positionen. Ich muss jedoch sagen, dass ich den Untertitel „Der siebte Fall für Ann Kathrin Klaasen“ nur bedingt passend finde. Er macht zwar klar, dass es sechs Vorgänger gibt, suggeriert allerdings auch, dass die Hauptfigur Ann Kathrin im Vordergrund steht, und das war hier nicht unbedingt so. Hier stehen einige Personen recht gleichberechtigt im Handlungsverlauf nebeneinander. Es hat mich zwar nicht weiter gestört, aber die ursprüngliche Erwartungshaltung war eine Andere. Was die Geschichte an sich angeht, so fängt alles mit einem sehr grausamen Zufallsfund an, und die Ermittlungen beginnen. Ergänzt wird die Handlung durch mehrere überraschende Wenden, persönliche Erlebnisse der Ermittler und anderen Protas und weiteren Delikten, die mit der ursprünglichen Tat zusammen hängen oder auch nur einen Nebenschauplatz darstellen konnten. Der Autor hat es gut verstanden, mich immer wieder erneut zu verwirren. So konnte ich bis zum Schluss gut miträtseln, wer der Täter und was sein Motiv sein könnte. Einer der wenigen Minuspunkte ist für mich leider, dass sich die Handlung im Mittelteil etwas stark hinzieht. Ich hatte das Gefühl, dass nicht wirklich etwas Neues passiert, und man sich stattdessen im Kreis dreht. Hier hätte man die Geschichte gut etwas straffen können. Ein spannender Krimi, gut kombiniert mit persönlichen Erlebnissen der Romanfiguren. Sehr gut gezeichnete Figuren und wunderbare Umgebungsbeschreibungen lassen die Geschichte lebendig werden.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Überspitzt, aber genial, 21. März 2013
Schon nach der Leseprobe war mir klar: dieses Buch muss ich lesen. Bereits auf den ersten Seiten habe ich so viel gelacht wie selten. Bezeichnende Kapitelüberschriften „Wie man Blutegeln das Fliegen beibringt“ oder „Die Steigerung von Wahnsinn lautet – Elternabend“ ließen mich schon schmunzelnd erahnen, was mich im Folgendem wohl erwartet. Man wird direkt ins Geschehen katapultiert und lernt die diversen Figuren des Romans nach und nach kennen. Allen voran Josephine Chaos, ihres Zeichens schwangere Gynäkologin. Sie erzählt Geschichten aus ihrem Klinikalltag und zieht dabei gnadenlos über Patienten, Schwestern, Ärzte und Hebammen her, wobei Letztere noch vergleichsweise gut wegkommen. Außerdem erfährt man so manches über ihr Familienleben, welches sich auch nicht immer einfach gestaltet. Da in diesem Buch die „Ich-Perspektive“ gewählt wurde, war Josephine für mich eine perfekte Identifikationsfigur. Egal ob Klinik oder häusliche Umgebung, ich konnte das meiste sehr gut nachempfinden. Hilfreich war hier allerdings sicherlich, dass ich selber lange Jahre auf einer Gynäkologie gearbeitet habe und Mutter bin. Was die Klinikgeschichten anbelangt, so könnte man zu der Annahme gelangen, dass Josephine alle Anderen für unfähig hält. Ich denke, dass das auch garnicht so falsch ist. Es spricht für ihr ausgeprägtes Ego und dafür, dass sie für ihre Begriffe normal geblieben ist. Im Familienleben gestaltet sich das jedoch etwas anders. Hier ist es auch die Erzählerin selbst, die manchmal recht kritisch mit sich selbst umgeht. Das fand ich nicht nur glaubwürdig, sondern auch sehr sympathisch. Trotzdem bleibt sie immer die Power-Frau. Die Autorin hat Figuren gezeichnet, die es in sich haben. Alle wirken mal mehr, mal weniger überspitzt, und sie tragen zumeist bezeichnende Namen wie Bambi, Dr. Rotz, O-Helga oder Frau Sorge. Das alles mag sehr klischeehaft anmuten, aber ich garantiere: Personen, zu denen diese Namen wie die Faust auf's Auge passen, gibt es wirklich! Man muss nur in einigen Krankenhäusern gearbeitet haben, dann weiß man das. Natürlich treten sie nicht so geballt auf, wie es in diesem Roman dargestellt wird. Aber über die vielen „Normalos“ zu schreiben, die es zweifelsohne auch gibt, wäre nunmal äußerst langweilig. Von daher hat die Autorin aus meiner Sicht alles richtig gemacht. Bei allem Lob möchte ich aber auch zwei Sachen anmerken, die mir nicht ganz so gefallen haben. Der laxe Sprachumgang, mit immer wiederkehrendem „Ächt jetzt!“ war mir manchmal etwas zu viel. Auf den letzten Seiten hatte ich zudem den leichten Eindruck, dass sich die Geschichten in Teilen wiederholen. Das konnte den positiven Gesamteindruck allerdings nicht schmälern. Warum dieses Buch in die Kategorie „Sachbuch“ einsortiert wurde erklärt sich dadurch, dass man es mit vielen medizinischen Begriffen zu tun bekommt, die, wenn sie unbekannt sein sollten, sehr gut im Anhang erklärt werden. Für mich ist es jedoch trotzdem eher ein „Lachbuch“. Unterhaltsam, lustig und überdreht, mit vielen Quäntchen Wahrheit – vom Anfang bis zum Ende.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Schräg und gut, 14. März 2013
Dieses Buch und ich, wir hatten es nicht leicht miteinander. Obwohl ich die Leseprobe kannte ahnte ich nicht, dass nahezu das gesamte Buch im eMail-Stil geschrieben ist. Auch der Klappentext suggeriert das in keiner Weise. Ich muss zugeben, dass dieser Stil nicht unbedingt mein Liebling ist, trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Alles fing an mit dem Satz „Sehr geehrter Herr Willis, geht es Ihnen gut?“, und damit nahm die Geschichte ihren Lauf. Herr (Bruce) Willis antwortete nicht, und so folgte eMail um eMail, was einem stalking gleichkam. Der Autor, der doch so gerne wollte dass Herr Willis in seinem Buch mitspielt, war in seinen Mitteilungen verständnisvoll, sauer, traurig, gleichgültig oder er machte deutlich, dass er einfach nur die Nase voll hat. In der nächsten Mail jedoch fleht er geradezu darum, ob sich Herr Willis denn nicht doch melden wolle. Quasi nebenbei erfuhr ich dann noch, wie die Geschichte um den Bankberater denn aussehen soll. Unterbrochen werden diese eMails von kurzen Sequenzen aus dem Leben des „echten“, ehemaligen Bankberaters, und das lockerte die ganze Geschichte nochmals auf. Diese Abschnitte waren, wie eigentlich das gesamte Buch, völlig überspitzt, und gerade deswegen sehr amüsant zu lesen. Eine Figur, die irgendwo zwischen Tragik, irrwitziger Philosophie und unfreiwilliger Komik hängen geblieben ist, verfolgt man einfach gerne. Der Autor besticht in seinem Buch durch sehr ungewöhnliche Ideen und einen skurrilen, teilweise staubtrockenen Humor. Beides muss man mögen, oder man muss sich zumindest darauf einlassen wollen. Zudem sollte man ein Faible für feinsinnigen Wortwitz haben, denn das war es, was mir mit am besten gefallen hat. Nicht jeder Autor ist in der Lage, solch ein Thema so unterhaltsam in Sprache zu verpacken. Trotz des Lobes zeigt das Buch besonders im Mittelteil hier und da immer mal wieder kleinere Längen. Hier hätte ich mir eine kleine Straffung gewünscht. Das ist ein Buch, welches die Gemüter spalten dürfte. Ich kann es Lesern empfehlen, die abgedrehte Geschichten, einen ungewöhnlichen, gleichsam feinsinnigen Humor und Wortwitz mögen und sprachliche Feinheiten zu schätzen wissen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Gute Ideen, aber leider eine weniger gute Umsetzung..., 8. März 2013
Es ging behutsam mit der Geschichte los, und so hatte ich erstmal Zeit die Figuren, hier besonders Jillan, kennen zu lernen. Er war mir von Anfang an sehr sympathisch, denn er war ein zurückhaltender, junger Mann, der es nicht einfach hatte. Er wurde zum Außenseiter degradiert, doch man wusste vorerst nicht genau warum. Was ich auch ausführlich kennen lernte war die Umgebung in der Jillan aufwuchs. Die Umgebungsbeschreibungen fand ich sehr gut und detailreich, doch dann folgte die Erklärung des Regimes. Denn hier waren sogenannte Erlöser die Herrscher der Welt, die Erlöser brachten und bewahrten das Heil, man musste den Erlösern danken, den Erlösern sei daher stets Lob und Preis…. Das war es, was Jillans Lehrer vermittelte, (kritische) Fragen erstickte er im Keim. Nicht nur Jillan, sondern auch mir war das leider etwas Erlösung zuviel. Ich empfand diese stetige Propaganda als recht nervig, zumal sie die Geschichte kaum voran brachte. Ich gebe aber gerne zu, dass der Autor durch diese Darstellung einen sehr guten Einblick in das totalitäre Regime lieferte. Hinzu kamen Begebenheiten unter Tage, die ich mehr als verwirrend fand. Ich konnte dieses Geschöpf mit Namen Freda weder einordnen, noch konnte ich ansatzweise erkennen was sie mit der Geschichte zu tun haben würde. Dies alles hatte daher leider zur Folge, dass ich ca. 160 Seiten benötigte, bis ich halbwegs in der Geschichte angekommen war. Andere Leser hätten hier vermutlich schon aufgegeben. Als Jillan ungewollt Magie wirkt, nimmt die Geschichte Fahrt auf und entwickelte sich gut weiter. Sie war in Teilen immer noch etwas mysteriös und undurchsichtig, aber ebenso spannend. Es gab Figuren, die mir sehr sympathisch waren. Hier konnte ich richtig mitfiebern. Es gab auch „die Bösen“, zu denen eindeutig Azual zu zählen ist. Er war das personifizierte Böse schlechthin, in seinen Machenschaften überaus überheblich, grausam und berechnend. Was mich an ihm allerdings faszinierte war die Diskrepanz zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Entwicklung der Geschichte war in vielen Teilen nicht vorhersehbar. Manches konnte mich daher positiv überraschen. Überschattet wurde dies jedoch vom schwierigen Anfang der Geschichte, mehreren Handlungssträngen, die für meinen Geschmack etwas zu holprig zusammen geführt wurden, und von einer Figur, mit der ich gar nichts anfangen konnte, weil sie zu viel Fäkalsprache benutzte. Ich habe nichts gegen ungewöhnliche Charaktere, aber zu viel ist zu viel. Eine Geschichte mit Potential, die mich aber leider nur mäßig überzeugen konnte. An einigen Stellen zu ausufernd, zu verwirrend oder zu holprig. Sehr schade….
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5.0 von 5 Sternen
Nachschlag bitte..., 3. März 2013
Weil es einfacher ist, rezensiere ich alle 12 Folgen auf einmal. ______________ Die locker, leichte Musik am Anfang machte mir schon gute Laune. Als dann die Hauptpersonen vorgestellt wurden ahnte ich schon, dass das sehr interessant werden könnte. Der Fairness halber muss ich sagen, dass ich das erste Hörbuch “nur” ganz gut fand, aber es animierte mich immerhin auch die zweite Folge zu kaufen, und spätestens ab dann war ich hin und weg… Die Geschichte wird von Sandra, der Sachensucherin, in der Ich-Form erzählt. Dadurch erhielt ich den Eindruck mittendrin, statt nur dabei zu sein. Mit von der Partie sind dann noch ihr stets hilfsbereiter und bester Freund Nils, ihre Social-Media süchtige Freundin Klaudi und ihr homosexueller Freund und Coffeeshop-Besitzer Captain, der viele Schätzchen, aber keinen Schatz hat. Die einzelnen Episoden erzählen im wesentlichen von den Aufträgen die Sandra entgegen nimmt, und von dem was ihr auf der Suche nach den Objekten, als auch privat so alles passiert. Sie sucht und findet letzte Ruhestätten, Untote, irgendwelche Säulen, die dann nicht mehr gebraucht werden und so einiges mehr. Nur für sich selbst findet sie scheinbar nicht das was sie sucht. Man konnte mit Sandra lachen, bangen und gemeinsam die Augen rollen. Letzteres besonders dann, wenn Klaudi wieder mal eine unfreiwillige Schote nach der Anderen riss, und dies dann auch noch mit ihren diversen Facebook-Freunden teilte. Köstlich! Manchmal hätte ich ihr zu gerne zugerufen „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, aber einmal war ihre Mitteilungssucht dann nicht nur unterhaltsam, sondern auch äußerst nützlich… Doch nicht nur die Hauptfiguren waren klasse. Die Autorin hat es ebenso geschafft auch die Nebenfiguren, wie z.B. Sandras Eltern, wunderbar in Szene zu setzen. Besonders der Vater, der immer auf Sparsamkeit bedacht ist und von den neuen Technologien ungefähr so viel Ahnung hat wie ein Hund von der Mäusejagd, hatte es mir angetan. Ein Unikum, dass mich oftmals laut auflachen lies… Die Geschichte alleine wäre allerdings nur halb so gut ohne die hervorragende, sprachliche Umsetzung. Franziska Wulf hat im wahrsten Sinne den richtigen Ton getroffen. Sprechtempo und Stimmfarben wurden sehr gekonnt und variabel eingesetzt. Selten war für mich das hören eines Buches solch ein Genuss. Eine Sitcom für die Ohren. Witzig, spannend, unterhaltsam -schade, dass es nur 12 Folgen gibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Einfach lustig, 3. März 2013
Weil es einfacher ist, rezensiere ich alle 12 Folgen auf einmal. ______________ Die locker, leichte Musik am Anfang machte mir schon gute Laune. Als dann die Hauptpersonen vorgestellt wurden ahnte ich schon, dass das sehr interessant werden könnte. Der Fairness halber muss ich sagen, dass ich das erste Hörbuch “nur” ganz gut fand, aber es animierte mich immerhin auch die zweite Folge zu kaufen, und spätestens ab dann war ich hin und weg… Die Geschichte wird von Sandra, der Sachensucherin, in der Ich-Form erzählt. Dadurch erhielt ich den Eindruck mittendrin, statt nur dabei zu sein. Mit von der Partie sind dann noch ihr stets hilfsbereiter und bester Freund Nils, ihre Social-Media süchtige Freundin Klaudi und ihr homosexueller Freund und Coffeeshop-Besitzer Captain, der viele Schätzchen, aber keinen Schatz hat. Die einzelnen Episoden erzählen im wesentlichen von den Aufträgen die Sandra entgegen nimmt, und von dem was ihr auf der Suche nach den Objekten, als auch privat so alles passiert. Sie sucht und findet letzte Ruhestätten, Untote, irgendwelche Säulen, die dann nicht mehr gebraucht werden und so einiges mehr. Nur für sich selbst findet sie scheinbar nicht das was sie sucht. Man konnte mit Sandra lachen, bangen und gemeinsam die Augen rollen. Letzteres besonders dann, wenn Klaudi wieder mal eine unfreiwillige Schote nach der Anderen riss, und dies dann auch noch mit ihren diversen Facebook-Freunden teilte. Köstlich! Manchmal hätte ich ihr zu gerne zugerufen „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, aber einmal war ihre Mitteilungssucht dann nicht nur unterhaltsam, sondern auch äußerst nützlich… Doch nicht nur die Hauptfiguren waren klasse. Die Autorin hat es ebenso geschafft auch die Nebenfiguren, wie z.B. Sandras Eltern, wunderbar in Szene zu setzen. Besonders der Vater, der immer auf Sparsamkeit bedacht ist und von den neuen Technologien ungefähr so viel Ahnung hat wie ein Hund von der Mäusejagd, hatte es mir angetan. Ein Unikum, dass mich oftmals laut auflachen lies… Die Geschichte alleine wäre allerdings nur halb so gut ohne die hervorragende, sprachliche Umsetzung. Franziska Wulf hat im wahrsten Sinne den richtigen Ton getroffen. Sprechtempo und Stimmfarben wurden sehr gekonnt und variabel eingesetzt. Selten war für mich das hören eines Buches solch ein Genuss. Eine Sitcom für die Ohren. Witzig, spannend, unterhaltsam -schade, dass es nur 12 Folgen gibt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Eine Sitcom für die Ohren, 3. März 2013
Weil es einfacher ist, rezensiere ich alle 12 Folgen auf einmal. Ich möchte allerdings anmerken, dass ich der ersten Folge nur 4 Sterne, den weiteren Folgen 5 Sterne gegeben habe __________________________ Die locker, leichte Musik am Anfang machte mir schon gute Laune. Als dann die Hauptpersonen vorgestellt wurden ahnte ich schon, dass das sehr interessant werden könnte. Der Fairness halber muss ich sagen, dass ich das erste Hörbuch “nur” ganz gut fand, aber es animierte mich immerhin auch die zweite Folge zu kaufen, und spätestens ab dann war ich hin und weg… Die Geschichte wird von Sandra, der Sachensucherin, in der Ich-Form erzählt. Dadurch erhielt ich den Eindruck mittendrin, statt nur dabei zu sein. Mit von der Partie sind dann noch ihr stets hilfsbereiter und bester Freund Nils, ihre Social-Media süchtige Freundin Klaudi und ihr homosexueller Freund und Coffeeshop-Besitzer Captain, der viele Schätzchen, aber keinen Schatz hat. Die einzelnen Episoden erzählen im wesentlichen von den Aufträgen die Sandra entgegen nimmt, und von dem was ihr auf der Suche nach den Objekten, als auch privat so alles passiert. Sie sucht und findet letzte Ruhestätten, Untote, irgendwelche Säulen, die dann nicht mehr gebraucht werden und so einiges mehr. Nur für sich selbst findet sie scheinbar nicht das was sie sucht. Man konnte mit Sandra lachen, bangen und gemeinsam die Augen rollen. Letzteres besonders dann, wenn Klaudi wieder mal eine unfreiwillige Schote nach der Anderen riss, und dies dann auch noch mit ihren diversen Facebook-Freunden teilte. Köstlich! Manchmal hätte ich ihr zu gerne zugerufen „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, aber einmal war ihre Mitteilungssucht dann nicht nur unterhaltsam, sondern auch äußerst nützlich… Doch nicht nur die Hauptfiguren waren klasse. Die Autorin hat es ebenso geschafft auch die Nebenfiguren, wie z.B. Sandras Eltern, wunderbar in Szene zu setzen. Besonders der Vater, der immer auf Sparsamkeit bedacht ist und von den neuen Technologien ungefähr so viel Ahnung hat wie ein Hund von der Mäusejagd, hatte es mir angetan. Ein Unikum, dass mich oftmals laut auflachen lies… Die Geschichte alleine wäre allerdings nur halb so gut ohne die hervorragende, sprachliche Umsetzung. Franziska Wulf hat im wahrsten Sinne den richtigen Ton getroffen. Sprechtempo und Stimmfarben wurden sehr gekonnt und variabel eingesetzt. Selten war für mich das hören eines Buches solch ein Genuss. Eine Sitcom für die Ohren. Witzig, spannend, unterhaltsam - schade, dass es nur 12 Folgen gibt.
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