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Rezensionen verfasst von
Christian Kurtz (Mainz)
(REAL NAME)   

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HP Officejet Pro 8600 N911a e-All-in-One Tintenstrahl Multifunktionsgerät (Scanner, Kopierer, Drucker und Fax)
HP Officejet Pro 8600 N911a e-All-in-One Tintenstrahl Multifunktionsgerät (Scanner, Kopierer, Drucker und Fax)
Wird angeboten von F Trade GmbH
Preis: EUR 279,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Druck ausüben!, 4. Dezember 2012
Nach etlichen Jahren mal wieder eine Rezi von mir, der Grund? Ich habe mir einen tollen Drucker gekauft und seit ca. 3 Monaten in Betrieb.

Ich bin seit einigen Jahren selbständig und brauchte für meinen uralt HP Tintenstrahler und aufgrund beengter Platzverhältnisse in Büro einen passablen Ersatz. Ich wünschte mir einen Drucker, der alles kann, sparsam ist, Netzwerkfähig sollte er sein und wenn er dann noch hübsch ausschaut im Büro, dann wäre er perfekt für mich geeignet.

Ich bin nicht besonders markenfixiert, somit habe ich mir unvoreingenommen Drucker von Lexmark, Brother, Epson und HP angeschaut. Ich hätte mir auch beinahe einen Epson gekauft, bzw. hatte ich ihn schon in der Hand, als der Verkäufer mich darauf aufmerksam machte, dass bei Epson gerade einige Rückläufer und Montagsgeräte vom Band laufen würden.

Also habe ich mich nach erneuter Recherche im Internet für den HP Officejet 8600 Pro entschieden.

Installation: (4 Sterne)
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Der Drucker läuft bei mir im Netzwerk (WLAN) absolut problemfrei. Er lässt sich von zwei Workstations (LAN) und einem Laptop (WLAN) ansteuern. Die Treiber funktionieren auf XP und zwei Win7 64-bit und ließen sich auch problemlos installieren. Ich kann von meinem Android-Smartphone ebenso drucken, wie per Mail über das Internet von einem anderen PC aus. Dazu wurde dem Drucker eine eigene Mailadresse zugewiesen (läuft über die HP-Homepage). Nettes Gimmick.

Einziges Manko: Der Scanauftrag lief nach einigen Wochen nur noch per Software von jeweiligen PC aus. Scans über den Drucker direkt via WLAN an den angeschlossenen PC zu senden verweigert er. Wahrscheinlich müsste ich nur den Drucker neu einrichten, bin ich aber im Moment zu faul für. (4 Sterne)

Performance & Verarbeitung: (5 Sterne)
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Der Drucker druckt schnell, sauber und vom Druckbild her perfekt. Ich drucke viel Text, wenige Bilder und nie Fotos.
Die Scans sind astrein und gestochen scharf. Die EInstellungen reichen von 100 dpi bis 4800 dpi, i.d.R. scanne ich mit 200 dpi was absolut ausreichend ist, z.B. für Farbkopien. Wenn die Scannereinheit zurückfährt, fängt er nach einigen Scans zu quietschen an, das nervt etwas. Vieleicht kann man die Führungsschiene etwas nachschmieren.
Wenn man möchte kann man auch beidseitig drucken, der Drucker beherrscht also auch den Duplexdruck, toll! Ansonsten ist der Drucker aus dunkelbraunem Hartplastik. Die Scanvorrichtung (der Deckel!) macht einen soliden Eindruck. Der Einzelblatteinzug tut was er tun soll, ins Papierfach passen vielleicht 200 Seiten Normalpapier. Papiereinzug klappt unten wie oben sehr gut. Ich vergebe trotz leichter Schwächen (das quietschen) volle Punktzahl für die Performance & Verarbeitung. (5 Sterne)

Verbrauch: (5 Sterne)
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Beim Verbrauch hat mich der Drucker vollends überzeugt. Ich besitze den Drucker seit ca. 3 Monaten, habe bisher über 1100 Seiten gedruckt und knapp 200 Seiten gescannt. Dazu kommen noch ein paar Faxe. Das weiß ich so genau, weil man sich einen detaillierten Bericht ausdrucken lassen kann. Es sind immer noch die werksseitig verbauten Druckerpatronen drin, die ja nur zu 50% gefüllt sind. Ich habe mir direkt noch einen Satz XL-Patronen dazugekauft, wenn das mit dem Verbrauch so weitergeht, reichen diese XL-Patronen locker für 3000 Drucke. Für einen Tintenstrahler ist das sensationell! Weswegen ich 6 Sterne vergeben würde, wenn es denn möglich wäre. (5 Sterne)

Fazit: (5 Sterne)
====

Perfekter Drucker für kleine Büros oder für die ambitionierte Heimdruckerei. Robust, schnell, relativ leise und sparsam, läuft solide auf verschiedenen Betriebssystemen. Was will man mehr?
Leichte Probleme mit dem Treiber, die aber bei HP wohl zum guten Ton gehören und mittlerweile so ne Art Tradition ist, sehe ich drüber hinweg, weil er unterm Strich das tut, was ich von ihm will, ohne große Rumklickerei.

Für das Geld ist der Drucker wirklich sehr zu empfehlen.


Half-Life 2: The Orange Box
Half-Life 2: The Orange Box
Preis: EUR 8,46

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Take it like a man, shorty!", 28. Dezember 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Half-Life 2: The Orange Box (Computerspiel)
Die Orange Box, endlich ist sie mein, gerade erst zu Weihnachten bekommen, schon durchgezoggt, zumindest die Episode 2 und Portal, Team Fortress 2 schon insgesamt 10h gespielt und Half-Life und die Episode 1 besitze ich schon länger. Wie, 5 Spiele in einer Box? Gibt es das wirklich, für 45 Euro? Ja, das ist kein Traum, sondern Wirklichkeit. Und das tollste: Für alle, die HL2 und die Episode 1 schon besitzen: Man kann die beiden Titel einem Freund oder einer Freundin schenken, die es eben noch nicht besitzen. Fair!

Half-Life 2, Episode 1 und 2:
Sie versuchen als Dr. Gordon Freeman die Welt von den bösen Combine zu befreien und ballern sich im wohl besten Egoshooter aller Zeiten durch eine recht komplexe Geschichte, gespickt mit extrem vielen und abwechslungsreichen Ballereien und Rätseln. Allerdings ist dieses Spiel wohl auch nur Spielern ab 18 Jahren nahezulegen, denn der Titel enthält viel deftige Kost. So gilt es Combinesoldaten, Zombies, Mutanten und riesige Strider auszuschalten, teilweise mit herkömmlichen Bleispritzen, teilweise mit herumliegenden Gegenständen wie z.B. Sägeblätter, Gasflaschen, Ölfässer oder einfach Steine, die man mithilfe der Gravitygun aufheeben und wegschleudern kann. Dabei liegt der Focus eindeutig NICHT auf möglichst brutale Vorgehensweisen, sondern man muss stets geschickt und durchdacht vorgehen, denn die Gravitygun ist auch eine gut gemachte Physikspielerei und Schlüssel zu so manchem Rätsel. HL2 ist eben ein Erwachsenenspiel mit etwas Köpfchen. Die Episoden 1 und 2 setzten die Geschichte fort. Anzusiedeln ist das Ganze in einer Welt fern in der Zukunft, ein bißchen Sci-Fi, ein bißchen Endzeit, ein bißchen "Krieg der Welten".

Portal:
Dieses Spiel ist wohl eines der intelligentesten und witzigsten Spiele unserer Zeit und sollte Bestandteil eines modernen IQ-Tests werden! Man ist eine Art menschliches Versuchskaninchen und soll, ähnlich wie die Laborratte im Labyrinth, mithilfe einer Portalkanone möglichst effektiv durch die Testkammern kommen. Dabei gibt es keine Gegner zu meucheln oder irgendwelche Kriege zu gewinnen, sondern einzig und allein den besten Weg zu finden. Tolles Gehirnjogging in 3D, teilweise extrem anspruchsvoll und gegen Ende mit einer tollen Wendung versehen, die den Spielspaß erst so richtig anheizt. Zudem ist dieses Spiel innerhalb kurzer Zeit so beliebt geworden, dass es im Netz mittlerweile dutzende Karten herunterzuladen gibt. Angesiedelt ist dieses Spiel im HL2-Universum...

Team Fortress 2:
Zugegeben, ich war anfangs skeptisch, aber innerhalb weniger Minuten hat es dieser Teamshooter geschafft, mich absolut in den Bann zu ziehen. In genialer Comicgrafik hat Valve hier einen Meilenstein im teambasierten Shooterhimmel geschaffen. Die 9 Klassen (Soldier, Engineer, Pyro, Demoman, Heavy, Medic, Scout, Spy und Sniper), die Karten und das Gameplay sind wirklich 100%ig ausbalanciert, und es gewinnt nur das Team, das besser zusammen harmoniert. Jede Klasse hat ihre speziellen Eigenschaften. Die Maps sind teilweise spiegelgleich, teilweise nicht, und eben dort wird dann einmal so herum und einmal andersherum gespielt. Die Spielmodi sind irgendwie neu und witzig und getroffene Gegner zerspritzen (zumindest in der deutschen Version) nicht in einer Wolke aus Blut, Knochensplittern und Gehirnmasse (sowas gibte es sowieso in keinem Computerspiel!!), sondern in Quietscheentchen, Zahnräder, Spiralen und Schrauben. Lustig! Abgrundet wird dieses extrem witzige Spiel durch die vielen individuellen comichaften Kommentare und Bewegungen der Figuren. Grandios!

Hardwareanforderungen:
Das ganze Paket läuft schon auf älteren PCs einwandfrei, da die verwendete SOURCE-Engine sehr asketisch mit der bereitgestellten Hardware umgeht. Als Beispiel sei mal mein PC genannt: AMD 64 3500, ATi X850XT, 2 GB RAM und 20GB Festplattenplatz, wenn man das gesamte Paket installieren möchte, reichen aus, um alles in der höchsten Detailstufe genießen zu können. Dabei sieht alles ziemlich lecker aus, vielleicht nicht ganz so top super-duper-über-genial, wie bei Crysis, dafür braucht man aber auch keine neue Hardware im Wert eines Gebrauchtwagens. Allein dafür gibt es 5 Sterne extra von mir.

Fazit:
Sowas gabs vorher noch nicht, sowas wird es auch in Zukunft nicht mehr geben, 5 Toptitel für 45 Euro, mit insgesamt ca. 30h Spielspaß für das komplette HL2 (inkl. Episode 1 und 2), 5h Spaß für die Portal-Geschichte, ohne die vielen Stunden, die man mit kostenlos im Netz gesaugten Karten haben wird und Team Fortress 2, dem absoluten Counterstrike-Killer in Comicgrafik. "Take it like a man, shorty!"


Tom Clancy's Ghost Recon: Advanced Warfighter 2
Tom Clancy's Ghost Recon: Advanced Warfighter 2
Wird angeboten von Bossversand Multimedia Movie Game and Bookstore

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als der Vorgänger (Erwachsenenspiel!), 12. August 2007
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Diese Rezension basiert auf der Singleplayerkampagne, die ich vor kurzem komplett durchgespielt habe.

Vorweg gesagt ist dieses Spiel in zweierlei Hinsicht kein Kinderspiel und wirklich nur was für Militaristen und geübte Taktikshooterspieler im Erwachsenenalter. Genreneulinge werden an diesem Titel anfangs (meiner Meinung nach) keinen bis wenig Spaß haben. Warum?

GRAW2 ist im Prinzip eine Weiterentwicklung seines direkten Vorgängers, jedoch wurden einige Features meiner Meinung nach verbessert und einige Dinge aus dem Jahre alten Vorgänger Ghost Recon übernommen. Das hat mich wirklich positiv überrascht. Man hat endlich wieder eine richtige Taktikkarte, auf der man seine KI Kameraden wie Schachfiguren auf dem Schachbrett herumschieben kann. Sehr gut gelungen. Kann aber auch für Einsteiger überfordernd sein, mitten im Gefecht seine Männer zu kommandieren.

Die Schwierigkeit der einzelnen Missionen ist je nach eingestelltem Grad anspruchsvoll bis sauschwer. Jedoch hilft die Sofortspeicherfunktion die im Gegensatz zum Vorgänger wieder mit einprogrammiert wurde ungemein. Dicker Pluspunkt. Dadurch kann man knifflige Stellen etwas entschärfen. Ich selbst habe die Kampagne, die 10 Missionen umfasst und bei mir insgesamt etwa 15h Spielzeit hatte, auf "Hart" durchgespielt. Allerdings bin ich ein geübter Taktikshooter Spieler. Für mich ist dieses Spiel durchaus ein Highlight, auf das ich mich gefreut habe. Trotzdem wirken die Missionen etwas aneinander geklatscht, sind für sich genommen aber recht abwechslungsreich gestaltet und teilweise anspruchsvoller als beim Vorgänger, der ja bekanntermaßen nur in Mexico City spielte.

Hier bei GRAW2 spielt die Story nur wenige Tage nach den Ereignissen aus Teil 1, jedoch kommen die Ghostst etwas weiter rum und besuchen Juarez, einen Staudamm und einen Grenzübergang zwischen Mexico und den USA. Sogar eine Map die komplett draussen spielt und die Sprengung einer Brücke zum Auftrag hat, erinnert mich sehr stark an eine Map aus dem Spiel Ghost Recon aus dem Jahr 2000. Dafür gibt's einen Nostalgiepunkt extra!

Die KI der Kameraden wurde etwas verbessert, ist aber dennoch manchmal noch etwas tapsig. Aber im Großen und Ganzen funktioniert sie recht ordentlich, dafür, dass die Pappkameraden manchmal richtig komplexe Dinge erledigen müssen.

Die Grafik ist mehr als nur ordentlich und vermittelt einen glaubhaften Eindruck. Einige Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Tatsache, dass man an kleinsten Hindernissen hängenbleibt, stören, aber man gewöhnt sich dran. Dafür gibt's nur einen halben Punkt Abzug.

Fazit. Wer einen recht leistungsstarken PC besitzt (ich spiele mit einer ATi X850XT, 2GB RAM und einem AMD 64 3500), wird auf mittlerer bis hoher Detailstufe richtig ordentlich was auf die Augen bekommen. Die Physik, die Explosionen und vor allem das Handling der Waffen sind sehr originalgetreu umgesetzt. Diesmal kann man auch Gegnerwaffen aufheben, was aber ein echter Soldat nur im Notfall tun würde. Die Story hat Schwächen und das Gamedesign ist wirklich sehr anspruchsvoll. Kleines Schmankerl: Die Gegner verhalten sich sehr glaubwürdig und sind keine Supermänner, die aus allen Lagen immer haargenau ins Ziel (sprich ihren Avatarkopf) treffen, sondern auch mal unaufmerksam sind und schlecht schießen. Darauf sollte man sich jedoch nie verlassen. Man wird auch mal unter Sperrfeuer genommen und von anderen Bots umlaufen!

Für Taktikfreunde, Hartgesottene und vor allem erfahrene Spieler ein Muss, für interessierte Neueinsteiger gilt Geduld haben und sich ins Spiel erst einmal einfinden. Wer Ballerorgien á la Half-Life 2 (Topspiel!) oder ähnliches erwartet sollte die Finger davon lassen.


Effloresce
Effloresce
Wird angeboten von ZOverstocksDE
Preis: EUR 7,96

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "...abgefahren, wirklich abgefahren!", 5. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Effloresce (Audio CD)
Also Oceansize haben hier ein Platte abgeliefert, die wirklich Zeit zum Reifen braucht. Ich habe mir die Platte zugelegt, weil ich mal was komplett neues auf dem Plattenteller haben wollte. Also habe ich mir kurzerhand die Rezensionen hier auf AMazon angeschaut und bin irgendwann bei Oceansize hängengeblieben. Aufgrund der guten Rezis habe ich mir die Platte irgendwann vor mehr als einem Jahr zugelegt. Da lag sie dann, nach zwei-, dreimaligem hören, hat mich nicht wirklich bewegt. ALso wurde sie ein Staubfänger in meinem Plattenregal.

Eines Tages habe ich mir mit einem Freund im Zuge der vielen "Porcupine Tree", "Tool", "Amplifier", "Archive" und "Opeth" Nächte bei viel Bier und etlichen Kippen eben diese Platte ausgegraben und plötzlich hat sie mich unglaublich geflasht. Seitdem ist es eine meiner Lieblingsplatten.

Allein der "One day all this..." Song ist der blanke Hammer, der Opener ist einfach nur unbeschreiblich.

Ich finde den Vergleich mit Tool auch sehr an den Haaren herbeigezogen, aber letztendlich ist es wohl so, wer Tool (u.ä.) mag, wird an Oceansize nicht drumherum kommen. Gottseidank. Die Platte hat mich bereichert.

Beispiel "Rinsed", dieser Song fließt und verändert sich permanent, bleibt nie gleich ständig wird variiert, etwas, das ich so vorher so noch nie zu Gehör bekommen habe. Praktisch in jedem Takt in diesem Song ist ein Detail anders gespielt, und somit ist dieser Song von Anfang bis Ende in einem ständigen Fluss.

4 Punkte für eine wirklich tolle Platte, die kaum Verbesserungspotential hat (Ich hätte gerne 9 von 10 vergeben oder 90% aber da andere Platten von anderen Bands eben noch einen Tick besser sind, gebe ich eben "nur" 4 grandiose Punkte!).


S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl
S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl
Wird angeboten von Better Games GmbH
Preis: EUR 7,99

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Strahlende Schönheit - ein Spiel für Erwachsene!, 16. April 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Die Basis meiner Rezension stellen bisher 23h Gesamtspielzeit für die Einzelspielerkampagne dar.

Ich hab mich von dem Hype im Vorfeld um S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl (im Folgenden kurz SSC genannt) nicht anstecken lassen. Vor einigen Jahren, als ich die ersten Screenshots sah, war ich ob der fotorealistischen Umsetzung der Gegend um Prypjat und dem AKW in Tschernobyl wirklich angetan, danach hab ich es aber wieder vergessen. Es gab ja Titel wie Half Life 2 und Ghost Recon - Advanced Warfighter zu bespielen.

Wer wie ich in erster Linie realitätsnahe Taktikshooter mag, wird von SSC sehr angenehm überrascht sein. Warum? Ganz einfach:

Die angebotenen Gefechte sind ' je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad ' von Anfang an recht knackig und herausfordernd, bis unlösbar schwer. Ich als alter Shooterhase hab den zweiten von insgesamt fünf Schwierigkeitsgraden gewählt. Der nächste ist schon unglaublich schwer geraten. Aber mit dem zweiten ist es nicht zu schwer und nicht zu einfach. Die Gegner verhalten sich relativ intelligent und versuchen sich auch recht taktisch in einem Gefecht zu bewegen. Man wird umlaufen, unter Sperrfeuer und von mehreren Seiten gleichzeitig unter Beschuss genommen.

Die Rollenspielinhalte sind recht dürftig aber ergänzen den Shooter um eine in dieser Form bei Shootern seltene Komponente. Durch das handeln und sammeln von Artefakten, Waffen, Munition, Nahrungsmitteln, Medikits und Ausrüstung mit anderen Stalkern oder Händlern, kann man seinen Charakter recht schnell verbessern. Außerdem motiviert es ungemein. Diese Motivation wird allerdings später wieder etwas gebremst, weil man am Ende nur noch Reichtümer anhäuft, aber für das viele Geld keine wirklich tollen, exklusiven Dinge bekommt.

Die Auftragslage bei diesem Spiel ist je nach Gusto entweder zielorientiert, also Richtung schnelles durchspielen, oder umfangreich, wenn man viele Nebenquests beackern möchte.

Die Story finde ich für ein Spiel unglaublich gut gelungen und sehr spannend umgesetzt, dazu trägt nicht zuletzt noch die tolle Atmosphäre des Spiels bei. Geniale Endzeitstimmung, tolle Umsetzung des Verhaltens der NPCs, verschiedene Gegnergruppen, nicht nur Mutanten und Zombies, die eher dünn gesäht sind, was sehr zum gelungenen Gameplay beiträgt, Dungeons, Schießereien mit Soldaten, die Suche nach Artefakten, alles vermischt sich zu einem recht abwechslungsreichen Gameplay. Mich macht das total an.

Die Geschichte ist alles andere als linear erzählt, denn man kann jederzeit den Erzählstrang für irgendwelche mehr oder weniger umfangreiche Nebenquests verlassen.

Technisch gesehen ist SSC äußerst Anspruchvoll und verlangt in der höchsten Detailstufe einen High-End PC. Als Beispiel soll mein PC herhalten: 3,5 GHz Prozessor, 1,5 GB DDRRAM und eine X850XT lassen das Spiel bei mir auf mittleren Detaileinstellungen aber hoher Texturqualität je nach Situation zwischen 30 und 45 Frames pro Sekunde (fps, ermittelt mit Fraps) laufen,, bei einer Auflösung von 1280 x 1024 (wegen des 19 Zoll Monitors). Damit sieht es aber trotzdem noch extrem gut aus. Ab und zu hat man mal einen kurzen Nachlade lag und an gewissen Stellen eine wenige Sekunden dauerndes Ruckeln, aber bei Schießereien spielt das keine Rolle. Meist tritt das auf, wenn man einen krassen Umgebungswechsel hat und die Umwelt frisch in den Arbeitsspeicher geladen wird.

Fazit:

SSC ist für mich jeden Cent wert. Ein absoluter Half Life 2 Killer. Ich bin mal gespannt, wie der Multiplayerpart wird, den ich erst antesten werde, wenn ich die fesselnde Einzelspielerkampagne durch habe. Aber 30h Spielspaß sind dafür schon anzusetzen, wenn man sich ein wenig Zeit lässt und nicht auf der leichtesten Stufe spielt. Dennoch werden Genreneulinge wohl anfangs noch Probleme haben, weil es doch recht anspruchsvoll programmiert ist. Besonders gegen Ende wird es richtig deftig und sauschwer.

Abzüge gibt es für die vielen kleinen und kleineren Bugs, die den Spielspaß aber kaum zu trüben vermögen. Meist ist es nur ein schlampiges Debugging und eine schlechte Lokalisierung (Übersetzung ins Deutsche). Auch hört man die meisten NPCs nur auf Russisch reden, aber das trägt meiner Meinung nach zur gelungenen Atmo bei. Die Passagen, die die Story vorantreiben sind textlich genau richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig. Genau die richtige Mischung zwischen ballern und lesen.


Command & Conquer 3: Tiberium Wars
Command & Conquer 3: Tiberium Wars
Wird angeboten von Bossversand Multimedia Movie Game and Bookstore
Preis: EUR 39,99

24 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen im Dienst (Demo gespielt!), 11. März 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ich hab die letzten Tage immer mal wieder die gerade erschienene Demo zu Command & Conquer 3 - Tiberium Wars (in der Folge CC3 genannt) gespielt, die überraschenderweise für eine Demo recht umfangreich daherkommt. Man kann das Tutorial spielen, eine Demo Mission, Kapitel eins der GDI Kampagne und eine Skirmishpartie (schnelles Spiel gegen den Computer) spielen. Prima! Jedoch fehlt der Zugang zu Mehrspielerpartien über das Internet. Somit erhält man also einen wirklich guten Einblick in das Gameplay. Zudem wird man mit einem 3 Minuten Filmchen, das die erste Kampagnenmission einleitet verwöhnt. Diese Filme sind sowieso das Salz in der Suppe der Einzelspielerkampagne und traditioneller Bestandteil der C&C Reihe. Nur diesmal hat man sich wirklich besondere Mühe gemacht und echte Hollywoodschauspieler engagiert, so z.B. Micheal Ironside oder Billy Dee Williams, den so mancher aus den alten Star Wars Filmen kennt (Lando Calrissian).

Um was geht es überhaupt?

CC3 ist ein sogenanntes Aufbaustrategiespiel. Man muss einen Rohstoff ernten (hier das namensgebende Tiberium), für das man Credits erhält, mit denen man wiederrum Gebäude, Soldaten und Fahrzeuge bauen kann. Mit diesen versucht man dann seinen Gegner strategisch auszuspielen. Das funktioniert sowohl im Einzelspielermodus gegen den PC, als auch mit anderen Menschen via Internet. So einfach ist das.

Nach der Installation der Demo war ich gespannt, ob und wie das Spiel auf meiner Kiste läuft (XP 64 3500, X850XT, 1,5GB RAM) und ich muss sagen, ich war mehr als angenehm überrascht, dass das Spiel wirklich super flüssig auf den beinahe höchsten Einstellungen läuft (1280 x 1024, da ich einen 19 Zoll TFT habe).

Ein Spiel ist ein Kunstprodukt und somit Geschmackssache. Da ich ein alter C&C Fan bin, gefällt mir das neue CC3 wirklich super gut. Der Sprung in das 3D Zeitalter ist mehr als gelungen, man findet sich sofort wieder zurecht und Einsteiger werden sowieso nur wenig Probleme bekommen, denn CC3 spielt sich sehr intuitiv und man bekommt während der Einzelspielerkampagne anfangs ständig Tipps zur Vorgehensweise. Leider (wie ich finde) kommt ausser einer dritten, bisher unbekannten Partei, neben den altbekannten Brüdern von NOD und der Global Defense Initiative (GDI), den sogenannten SCRIN Aliens, nichts Neues an Einheiten dazu. Das hat man quasi vom direkten Vorgänger (C&C - Tiberian Sun von 1999) 1:1 übernommen. Einige Details sind anders, aber die Anzahl der Einheiten zu Lande und in der Luft sind praktisch identisch. Immerhin, doch etwas mehr Vielfalt oder zumindest Modifizierbarkeit der Einheiten hätte ich mir schon gewünscht. Immerhin kann man in seinem "Tech-Center" verschiedene Einheiten upgraden.

Die Grafik ist nicht ganz Stand der heutigen Technik, aber auch alles andere als häßlich, was allerdings dafür sorgt, dass das Spiel auch auf etwas älteren PCs laufen wird. Was ich wiederrum super finde. Dennoch sollte man nicht versuchen, das Spiel auf einem Commodore Amiga zum laufen zu bringen (wenn sie verstehen was ich meine ;o).

Nichts desto trotz geht auf dem Bildschirm ziemlich ansehnlich und in 3D die Post ab. Die Explosionen und das Geschützfeuer der Einheiten ist wirklich toll anzuschauen und von C&C - Alarmstufe Rot hat man übernommen, dass die Infanterieeinheiten in Gebäuden stationiert werden können.

Fazit:

Unterm Strich bekommt der Echtzeitstrategiefan mit CC3 - Tiberium Wars einen würdigen und modernen Nachfolger zur altehrwürdigen Westwood Reihe geliefert, der in meinen Augen jeden Cent der 50 Euro wert ist, denn der Umfang und die Spieltiefe ist wie immer enorm und bietet wirklich ultralangen Spielspaß. CC3 bietet dem C&C Fan das beste aus allen bisherigen Teilen im Gewand des vor-Vorgängers "Tiberium Sun" von 1999. Über die Preispolitik kann man geteilter Meinung sein, 55 Euro bzw. 60 Euro (für die Kane Edition) sind aber erstmal teuer. Leute die gerne sparen, sollten ein paar Monate warten und sich die Zeit solange mit der Demo verkürzen. Irgendwann wird auch dieses Spiel zum Budget-Titel werden, spätestens dann sollte man aber zugreifen.


Command & Conquer 3 - Tiberium Wars [Kane Edition]
Command & Conquer 3 - Tiberium Wars [Kane Edition]

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen im Dienst! (Demo gespielt!), 5. März 2007
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Ich hab die letzten Tage immer mal wieder die gerade erschienene Demo zu Command & Conquer 3 - Tiberium Wars (in der Folge CC3 genannt) gespielt, die überraschenderweise für eine Demo recht umfangreich daherkommt. Man kann das Tutorial spielen, eine Demo Mission, Kapitel eins der GDI Kampagne und eine Skirmishpartie (schnelles Spiel gegen den Computer) spielen. Prima! Jedoch fehlt der Zugang zu Mehrspielerpartien über das Internet. Somit erhält man also einen wirklich guten Einblick in das Gameplay. Zudem wird man mit einem 3 Minuten Filmchen, das die erste Kampagnenmission einleitet verwöhnt. Diese Filme sind sowieso das Salz in der Suppe der Einzelspielerkampagne und traditioneller Bestandteil der C&C Reihe. Nur diesmal hat man sich wirklich besondere Mühe gemacht und echte Hollywoodschauspieler engagiert, so z.B. Micheal Ironside oder Billy Dee Williams, den so mancher aus den alten Star Wars Filmen kennt (Lando Calrissian).

Um was geht es überhaupt?

CC3 ist ein sogenanntes Aufbaustrategiespiel. Man muss einen Rohstoff ernten (hier das namensgebende Tiberium), für das man Credits erhält, mit denen man wiederrum Gebäude, Soldaten und Fahrzeuge bauen kann. Mit diesen versucht man dann seinen Gegner strategisch auszuspielen. Das funktioniert sowohl im Einzelspielermodus gegen den PC, als auch mit anderen Menschen via Internet. So einfach ist das.

Nach der Installation der Demo war ich gespannt, ob und wie das Spiel auf meiner Kiste läuft (XP 64 3500, X850XT, 1,5GB RAM) und ich muss sagen, ich war mehr als angenehm überrascht, dass das Spiel wirklich super flüssig auf den beinahe höchsten Einstellungen läuft (1280 x 1024, da ich einen 19 Zoll TFT habe).

Ein Spiel ist ein Kunstprodukt und somit Geschmackssache. Da ich ein alter C&C Fan bin, gefällt mir das neue CC3 wirklich super gut. Der Sprung in das 3D Zeitalter ist mehr als gelungen, man findet sich sofort wieder zurecht und Einsteiger werden sowieso nur wenig Probleme bekommen, denn CC3 spielt sich sehr intuitiv und man bekommt während der Einzelspielerkampagne anfangs ständig Tipps zur Vorgehensweise. Leider (wie ich finde) kommt ausser einer dritten, bisher unbekannten Partei, neben den altbekannten Brüdern von NOD und der Global Defense Initiative (GDI), den sogenannten SCRIN Aliens, nichts Neues an Einheiten dazu. Das hat man quasi vom direkten Vorgänger (C&C - Tiberian Sun von 1999) 1:1 übernommen. Einige Details sind anders, aber die Anzahl der Einheiten zu Lande und in der Luft sind praktisch identisch. Immerhin, doch etwas mehr Vielfalt oder zumindest Modifizierbarkeit der Einheiten hätte ich mir schon gewünscht.

Die Grafik ist nicht ganz Stand der heutigen Technik, aber auch alles andere als häßlich, was allerdings dafür sorgt, dass das Spiel auch auf etwas älteren PCs laufen wird. Was ich wiederrum super finde. Dennoch sollte man nicht versuchen, das Spiel auf einem Commodore Amiga zum laufen zu bringen (wenn sie verstehen was ich meine ;o).

Nichts desto trotz geht auf dem Bildschirm ziemlich ansehnlich und in 3D die Post ab. Die Explosionen und das Geschützfeuer der Einheiten ist wirklich toll anzuschauen und von C&C - Alarmstufe Rot hat man übernommen, dass die Infanterieeinheiten in Gebäuden stationiert werden können.

Fazit:

Unterm Strich bekommt der Echtzeitstrategiefan mit CC3 - Tiberium Wars einen würdigen und modernen Nachfolger zur altehrwürdigen Westwood Reihe geliefert, der in meinen Augen jeden Cent der 50 Euro wert ist, denn der Umfang und die Spieltiefe ist wie immer enorm und bietet wirklich ultralangen Spielspaß. Leute die gerne sparen, sollten ein paar Monate warten und sich die Zeit solange mit der Demo verkürzen. Irgendwann wird auch dieses Spiel zum Budget-Titel werden, spätestens dann sollte man aber zugreifen.


10,000 Days
10,000 Days
Preis: EUR 10,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen An 10000 Tagen hören!, 6. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: 10,000 Days (Audio CD)
Led Zeppelin, the Rolling Stones, Metallica, Pink Floyd, verdammt jede Rockband der Geschichte hat etwas, das solche Menschen sagen lässt: 'Das klingt ja immer gleich!' Aber genau das macht eine Genre prägende Band nun mal aus. Die Beatles klangen auch immer nach den Beatles, so what?

Zur Platte:
Mir gefällt die '10000days' wieder besser als die 'Lateralus'. Da ich im Frühsommer endlich die Gelegenheit hatte, mich auch live von den Qualitäten dieser Band zu überzeugen, weiß ich auch, was mir an Platten wie 'Aenima' oder '10000days' besser gefällt, als an der 'Lateralus'. Die Musik ist für mich einfach etwas eingängiger, einfacher und nicht so komplex wie auf der 'Lateralus'. Nichts desto trotz finde ich die 'Lateralus' auf verdammt hohem Niveau nicht so gut wie die '10000days'. Natürlich klingt TOOL nach TOOL, aber das MUSS auch so sein! Alles andere wäre fake! Ich tu' mir schwer, die Musik zu beschreiben, ich halte es da ähnlich wie Frank Zappa: 'Talking about music is like dancing about architecture!'

Was ich beschreiben kann, ist was die Musik in mir anstellt. Es gibt kaum eine Band die mich mit ihrer Musik so konsequent mit Energie auflädt, wie TOOL.

Für TOOL Einsteiger seien die frühen Platten ans Herz gelegt. Man sollte sich chronologisch durch das Werk dieser Band hören, sonst 'versteht' man die Platten wie die 'Lateralus' (genial) und die '10000days' (noch genialer) nicht. Allein Song Nr. 5 auf der neuen Platte 'The Pot' ist eine pure Gänsehautnummer und schwelgt in musikalischen Zitaten der frühen Metalmusik. Das Riff ist ' meiner Meinung nach ' old-school metal, die Stimme von Maynard James Keenan ist berauschend und Anfangs engelsgleich, später kräftig und düster. Ich dachte beim ersten hören: 'Verdammt, wer singt dieses Lied??' Dennoch ist dieser Song eingängig und 'simpel' wie schon lange kein Song mehr von TOOL. Genau meine Schiene.

Wer TOOL Fan ist, und diese Platte noch nicht besitzt, dem ist nicht zu helfen. Wer TOOL Fan werden will, kann getrost alles kaufen, sollte sich aber Zeit nehmen, um sich in die Musik hinein zu arbeiten (ich hasse das Wort 'arbeiten' im Zusammenhang mit Musik!).


Jackie Brown
Jackie Brown
DVD ~ Pam Grier
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 12,91

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Across 110th street..., 20. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Jackie Brown (DVD)
....pimps try to catch a woman that's weak

Aber Jackie Brown ist alles andere als schwach! Vielleicht die beste Story, die Tarantino jeh verfilmt hat und wahrscheinlich der am meisten unterschätzte Film von ihm obendrein.

Über die Story möchte ich eigentlich nichts verraten, denn selten schafft es ein Regisseur, eine recht komplexe Handlung dermaßen eingängig in einem wenig turbulenten Plot aufzubauen, wie in Jackie Brown. Zugleich stellt der Film einen angenehmen Bruch zu seinen früheren Filmen dar, indem er auf plakative Gewaltdarstellungen verzichtet, ganz einfach weil dieser Film sie nicht braucht. Der Film lebt von seiner ausführlich erzählten Geschichte, den langen Dialogen und genügend Zeit, um die anderen Personen des Films genau zu charakterisieren. Nichts desto trotz verstrickt sich die Hauptfigur immer weiter in einem Strudel aus Gewalt, der am Schluß seinen kurzen, aber dennoch dramatischen Höhepunkt findet. Dennoch ist die Gewalt nie Mittel zum Zweck der Effekthascherei oder Überzeichnung, sondern ist tragender Bestandteil der Geschichte, mehr als in Filmen wie Resevoir Dogs oder Kill Bill. Sie ist subtiler eingesetzt, es ist fast schon "Film Noir"-Stimmung, deshalb gewinnt der Film für mich an Glaubwürdigkeit. Wer am Blutorgien wie Reservoir Dogs denkt und etwas derartiges erwartet, liegt mit diesem Film wohl daneben. Wer sich gerne Filme mit viel Handlung anguckt, eben auch erzählendes Kino mag, wird diesen modernen Klassiker mögen.

Die weiteren Rollen neben Pam Grier (Tarantino soll ihr die Rolle quasi auf den Leib geschrieben haben) sind exquisit besetzt, Robert Forster, Bridget Fonda, Samuel L. Jackson, Robert de Niro, Micheal Keaton, es entsteht fast der Eindruck, als ob Tarantino nur mit dem Finger zu schnipsen bräuchte, um die am besten passenden Schauspieler für seine Streifen zu bekommen.

Tarantino in Topform.


Half-Life 2: Episode One (DVD-ROM)
Half-Life 2: Episode One (DVD-ROM)

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Episode 1 gespielt, 5. Juli 2006
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Valve versucht mit Episode 1 etwas ganz Neues: Statt ein komplettes Spiel auf dem Markt zu bringen, auf das die Community schlimmstenfalls 5 Jahre warten muss (wie bei Half Life 2), hat man sich dazu entschlossen, den neuesten Streich im Leben des Gordon Freeman aufzusplitten in 3 Episoden, die im Halbjahresrythmus erscheinen sollen. Den Anfang macht, natürlich, die Episode 1. Früher hieß die mal Aftermath" und sollte am Stück präsentiert werden.

Was ist neu? Neu ist, dass man endlich moderne Effekte nutzt wie z.B. High Dynamic Range" oder kurz HDR, zu deutsch Überblendeffekt". Auf der Grafikseite ist das auch schon alles, was man der Episode 1 an neuen Grafikfeatures spendiert hat.

Die Geschichte knüpft an die Ereignisse vom Vorgänger an, und spinnt die Geschichte konsequent weiter. Nachdem nun der fiese Dr. Breen beseitigt wurde, droht in City 17 die Zitadelle zu explodieren und weite teile des Landes zu verwüsten. Freeman und Alyx stellen sich dieser Aufgabe und versuchen, die Welt zu retten.

Dabei spielt Alyx eine weitaus umfangreichere Rolle als im Vorgänger. War sie dort noch schmückendes Beiwerk, ist sie nun eine NPC Hauptfigur, die Freeman ständig unter die Arme greift, Feuerschutz gibt und mit schlauen Sprüchen Ereignisse kommentiert. Dabei sollte man ihr schon ein wenig zuhören, denn sonst verpasst man evtl. wichtige Infos.

Die Episode 1 ist etwas cineastischer geworden als der Vorgänger und besticht mit ein wenig mehr ingame-zwischensequenzen. Es wird etwas mehr erzählt und die Geschichte bekommt so einen anderen drive. Das kann gefallen oder nerven, mir gefällts. Bleibt einem doch so zwischen den Actionparts mehr Zeit zum verschnaufen. Die Action ist wieder etwas mehr shooter als Autorennspiel, Schießereien mit Combines und Zombies wechseln sich schön ab. Dabei ist es gelungen, diese Action stimmig in die Rahmenhandlung einzubauen.

Fazit: Für 20 bekommt man ein ordentliches Stück Spielspass, und wenn man die Schwierigkeitsstufe auf schwer stellt, hat man auch länger als 6h Spaß am zoggn. So lange soll die Spielzeit der Episode 1 dauern. Im Prinzip ist es eine Vollversion, die auch ohne Half Life 2 läuft. Sehr gut!. Manche meinen, für 6h Spiel wären 20 zu viel, da kann ich nur entgegnen, dass man nachher für 60 18 bis 20h Spiel bekommt, und Half Life 2 hatte für 50 einen Tick weniger Spielzeit. Unterm Strich nimmt sich das nichts. Außerdem sollte einem das beste Action-Adventure aller Zeiten das schon wert sein. Für mich hat sich der Kauf gelohnt.

PC Anforderungen: Hoch, sehr hoch!! Ich spiele an einem XP 3500 (64bit), ATi X850XT, 1,5 GB RAM. Bei mir läuft das Spiel mit max. Details und 1280x 1024 absolut flüssig. Wer Half Life 2 bei sich laufen hatte, wird kaum Einbußen mit der Episode 1 hinnehmen müssen, aber Vorsicht: HDR braucht Extraperformance.


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