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Beiträge von Erasmus
Top-Rezensenten Rang: 79.450
Hilfreiche Bewertungen: 35
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Rezensionen verfasst von Erasmus "1letter4u" (Basel)
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3.0 von 5 Sternen
Weniger wäre mehr, 16. Dezember 2012
Das Buch hat mich gepackt, ich fand es faszinierend und bewegend. Leider fand ich aber die Geschichte nach dem Auszug von Ida und Useppe aus dem Asyl in Pietralata etwas weniger spannend. Den Monolog von David Segre in der Schenke in einem andern Vorort von Rom fand ich zu lang und durch den Opiumnebel, in dem sich David befindet, auch sehr fragwürdig. Der Schluss, der gänzlich überschattet wird von Useppes Epilepsie, ist traurig und durch die treue Hündin Bella ergreifend. Meines Erachtens hat die Autorin den Roman formal und stofflich nicht bewältigt. Der Stoff würde für drei Bände oder drei Romane reichen. Davids Monolog ist wohl ein Bruchstück eines nie beendeten Werks über Religionen, und die Krankheitsgeschichte Useppes ist der Versuch, Erscheinungsformen und Verlauf von Epilepsie anhand des Romanhelden zu schildern. Selbst die Idee, die historischen Ereignisse sozusagen als Chronik den einzelnen Kapiteln voranzustellen, überzeugt nicht wirklich, denn damit bleibt die Geschichte (Historie) aussen vor, in der erzählten Geschichte aber beschränkt sich das Historische auf den Überlebenskampf der kleinen Leuten, ohne auf die politischen Zusammenhänge und Hintergründe näher einzugehen. Der Erfolg des Buches in Italien ist gut verständlich, könnte sich aber so vor allem wegen der Längen möglicherweise nicht halten. Sorry!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Spinnrad und Seidenschal, 11. März 2011
Marcella Maier erzählt die Lebensgeschichten ihrer Ururgrossmutter Alma (1797-1877), ihrer Urgrossmutter Lisabetta (1831-1913), ihrer Grossmutter Maria (1867-1957) und ihrer Mutter Nina (1890-1975), die sich wie gesponnene Fäden ineinander verschlingen und zu einem unzerreissbaren, fortlaufenden und vielfarbigen Band verweben. Es ist die Erfolgsgeschichte von vier starken Frauen, die Hunger und Not, Kriegswirren und Witwenschaft mit Lebensmut und Intelligenz überwinden, mit rastloser Arbeit das Leben bestehen und durch Anstand und Liebenswürdigkeit immer wieder Menschen finden, die ihnen helfen. Aber es ist auch ein Stück Schweizergeschichte, wie aus dem südlichsten Zipfel des Bergells Menschen sich ins Engadin aufmachen und dort zum wirtschaftlichen Aufschwung und zur internationalen Berühmtheit dieser einmaligen Landschaft beitragen. Symbolisch für den Zusammenhalt und das Weitergehen der Familiengeschichte bis in die fünfte Generation sind ein besonders gutes Spinnrad und ein wunderschöner feiner Seidenschal. - Vielleicht sollte man erwähnen, dass die Autorin auf der Welle der oral history schwimmt, aber es ist unbestreitbar, dass sie erzählen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Argentinien in der Wirtschaftskrise, 27. Februar 2011
Mit "Die Donnerstagswitwen" begeben wir uns auf den lateinamerikanischen Kontinent. Claudia Piñeiro (geb. 1960) studierte Wirtschaft und verdiente ihr Geld zuerst einmal als Wirtschaftsprüferin, bevor sie als Schriftstellerin Erfolge feiern konnte. Sie ist also vom Fach, wenn sie über die Wirtschaftskrise von 2001 in Argentinien schreibt, aber eben, kein Fachbuch, sondern einen Roman. Anhand der Ehepaare und ihrer Kinder, die 50 km ausserhalb der Hauptstadt Buenos Aires im geschützten County oder Estate La Cascada leben, beschreibt sie die katastrophalen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg in der gehobenen Mittelschicht: kaum jemand, dem es gelingt, eine Arbeit zu finden. Es sind ausgerechnet zwei Frauen, die innerhalb ihres Countys als Maklerin oder Landschaftsgärtnerin etwas Geld verdienen, die Männer hingegen leben auf ihre Kosten oder greifen zu kriminellen Methoden. Korruption im grossen Stil wird mehrfach angedeutet, allerdings spielt sie sich (vorerst) ausserhalb des Wohnbezirks ab, diese Männer aber sind gefährlich. Wenn am Schluss die beiden Protagonisten Virginia und Ronie Guevara den Zweikampf zwischen Tano Scaglia und Gustavo Masotta, der als Selbstmord getarnt ist, aufdecken, gibt es nur noch eines: Flucht nach Florida. Das Buch hat Qualitäten, denn es zeigt die wirtschaftliche Krise aus der Innensicht der grossbürgerlichen Schicht, die es versteht, sich abzuschirmen und normalerweise keinerlei Einblick in ihre Mechanismen gewährt. Wie ernst jener wirtschaftliche Zusammenbruch war, zeigt die hohe Zahl von Auswanderern weg von Argentinien. Es ging nicht darum, die Ärmel hochzukrempeln, denn es gab schlicht keine Arbeit mehr, da das Ausland nicht mehr in Argentinien investierte (vgl. die holländische Firma Troost im Roman). Die Frage ist nur: Will man mit diesen Reichen Mitleid haben? Ist Golfspielen ein Lebensinhalt? Und wer bezahlt letztlich ihren Reichtum? Das Buch schliesst mit einem Aufstand der armen Bevölkerung, das Ende ist offen. Überhaupt werden viele Probleme angeschnitten, aber nicht wirklich diskutiert. Trotzdem sehr lesenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Theater in Romanform - bitte lesen Sie ein!, 18. Dezember 2010
"Ein neuer Fall für Kommissar Hunkeler: Ein havariertes Hausboot auf dem Rhein. Ein verschwundener Intendant. Ein handfester Theaterskandal. Eine unwahrscheinliche Liebe. Und ein paar alte Rechnungen. Peter Hunkeler vom Kriminalkommissariat Basel ermittelt." (Diogenes Verlag) Diese wenigen Sätze auf der Rückseite des Umschlags genügen, um zum neuesten Roman von Hansjörg Schneider greifen zu lassen. Denn Kommissar Hunkeler ist ein Begriff und steht für gute Unterhaltung, für genaue Gesellschaftsanalysen und für sehr persönliche Erinnerungen an ein bewegtes Basel. Es sei nur so viel verraten: Es waren nicht die Aale, die die Augen des Opfers, Bernhard Vetter, aus den Augenhöhlen holten, und es war auch nicht der Intendant selber, der sich blendete. Wer war der dritte Mann? Nun, Kommissar Hunkeler löst auch diesen Fall. Der Roman ist gut gebaut, er ist spannend, und die dicht verwobenen Handlungsstränge führen zu einer so überraschenden wie zwingenden Lösung. Die Flusslandschaft erinnert an Georges Simenons frühen Roman: "Der Treidler der Providence." Überhaupt hat Kommissar Hunkeler eine Seelenverwandtschaft mit Commissaire Maigret. Dazu gehört, dass man sich ihre Vornamen nicht zu merken braucht, die ja auch ganz unauffällig und in erster Linie zeittypisch sind: Jules, Peter. Und wenn ein Autor keinen Vornamen mehr braucht, ist er zum Begriff geworden. Wir wünschen Hansjörg Schneider weiterhin gutes Gelingen!
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5.0 von 5 Sternen
Das "Schatzkästchen" - 200 Jahre jung, 18. Dezember 2010
Der Insel-Verlag hat dankenswerterweise zwei sehr schöne Bände von Johann Peter Hebel (1760-1826) herausgebracht: das "Schatzkästchen des rheinischen Hausfreundes" und die "Kalendergeschichten". Die aktuellen Neuauflagen sind mit schönen Umschlagbildern geschmückt, welche die alten Holzschnitte ersetzen. Nun, man kann nicht von den "Kalendergeschichten" sprechen, ohne auf das "Schatzkästchen" hinzuweisen, und umgekehrt, hängen doch die beiden Bände eng zusammen. Hebel redigierte während mehreren Jahren den Landkalender für das badische Markgräflerland und schrieb hierfür zahlreiche Kalendergeschichten. Der Cotta-Verlag veröffentlichte 1811 die schönsten Geschichten. Es sind aber im Kalender weitere Geschichten, Rätsel, Beobachtungen und philosophische Betrachtungen enthalten, die erst 1973 als notwendige Ergänzung zum "Schatzkästchen" erfasst und herausgegeben wurden. Der Insel-Verlag veröffentlichte sodann 1984 den Nachdruck der Ausgabe von 1811 und ergänzte sie mit sämtlichen Kalendergeschichten aus dem "Rheinländischen Hausfreund" der Jahre 1808-1819. Der Herausgeber Jan Knopf zitiert im Nachwort Ernst Bloch, der "Unverhofftes Wiedersehen", auch als "Das Bergwerk von Falun" bekannt, "die schönste Geschichte der Welt" nannte!
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5.0 von 5 Sternen
Kalendergeschichten - Geschichten fürs ganze Jahr, 18. Dezember 2010
Der Insel-Verlag hat dankenswerterweise zwei sehr schöne Bände von Johann Peter Hebel (1760-1826) herausgebracht: das "Schatzkästchen des rheinischen Hausfreundes" und die "Kalendergeschichten". Die aktuellen Neuauflagen sind mit schönen Umschlagbildern geschmückt, welche die alten Holzschnitte ersetzen. Im Innern sind die Holzschnitte von Ludwig Richter aber erhalten geblieben. Nun, man kann nicht von den "Kalendergeschichten" sprechen, ohne auf das "Schatzkästchen" hinzuweisen, und umgekehrt, hängen doch die beiden Bände eng zusammen. Hebel redigierte während mehreren Jahren den Landkalender für das badische Markgräflerland und schrieb hierfür zahlreiche Kalendergeschichten. Der Cotta-Verlag veröffentlichte 1811 die schönsten Geschichten. Es sind aber im Kalender weitere Geschichten, Rätsel, Beobachtungen und philosophische Betrachtungen enthalten, die erst viel später als notwendige Ergänzung zum "Schatzkästchen" erfasst und herausgegeben wurden. Der Insel-Verlag konnte Ernst Bloch für das Verfassen eines Nachwortes gewinnen, und schon allein deswegen ist dieser Band unbedingt empfehlenswert!
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5.0 von 5 Sternen
When love becomes more than a physical experience, 19. November 2010
On a beautiful summer day Joe (Daniel Craig) is about to make a proposal of marriage to his girlfriend Claire (Samantha Morton) at a picnic, when suddenly a red hot-air balloon lands next to them in the field. But then the balloon starts going up again. Joe and some other bystanders hang on to draw the vehicle down. They don't succeed, however, and the balloonist gets killed. From this moment, nothing is the same as before. One of the rescuers, Jed (Rhys Ifans), is so confused by the accident that Joe comforts him. Henceforth, Jed pursues Joe, saying he has to talk to him. Joe tries to escape. Claire does not believe him when he says that Jed is a stalker. The action mounts to a tense conclusion in which Joe nearly kills Jed. When Claire tells him on the phone that Jed is with her, he is alarmed and immediately goes to see her. Now, it is Jed who nearly kills Claire. In the end Joe and Claire repeat their picnic, but a proposal of marriage is not necessary anymore. And Jed is in a psychiatric clinic writing this story. The film (2006) is an adaptation by Roger Michell of the novel with the same title by Ian McEwan (1998). Joe is a highly academic somehow anaemic person. Daniel Craig, who plays the leading role, of course, is that not at all. Right at the beginning when he goes to the scene of the accident, thanks to some subtle camera work, we follow him from behind from Jed's point of view, which helps us to understand. Jed appears as a hippy or homeless person. He could simply be a homosexual, but, indeed, he is a psychopath. The plot is exciting, the climax is a scene worthy of James Bond at his best in "A Quantum of Solace". Ian McEwan was born in 1948 in Aldershot and lives nowadays in Oxford. He has been honoured with several prizes. Though "Enduring love" is already quite old, it is one of his best works. Its theme is love: Is love just a question of biology, or is it more? Joe, an Oxford professor of philosophy, strives to maintain a scientist's point of view. But the events puzzle him. He cares about Claire, and he notices this when he almost loses her. In the end he might even have a quantum of understanding for Jed's desperate search for love. Please, buy the DVD. You won't regret it.
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5.0 von 5 Sternen
52,000 miles with the Transglobe Expedition 1979-1982, 10. November 2010
"To the ends of the earth" is the fascinating account of a three-year transglobe expedition from pole to pole along the polar axis, covering 52,000 miles as an overland journey. Sir Ranulph Fiennes leaves Greenwich on September 2 1979 on board of the vessel Benjamin Bowring. He starts with his wife and two other men, following the 00 meridian through the Sahara by car, then again by ship to Antarctica. There they hibernate for eleven months. Having reached the South Pole at Christmas 1980, the three men go on to Scott's Base on the 1800 meridian by a foolhardy rally on skidoos down over frozen waterfalls and endless glacier fields of crevasses. Benji Bee takes the whole crew to Alaska, where the second part of the transglobe expedition starts. Sir Ranulph Fiennes and Charles Burton drive up the Yukon river on a whaler, then set out in Tuktoyaktuk for the breakneck Northwest passage. This time they hibernate in Alert (Canada) for four months. Eventually they depart for the North Pole, even though ice conditions are most precarious. They reach it on Easter 1982. However, the most difficult part of the journey will be the way down to Spitsbergen. They ride on a floe for seven months, losing piece by piece of their icy craft, being attacked by hungry polar bears, getting into a mess of drifting icebergs. Their ship rescues them successfully, and they are back in Greenwich three years later almost to the day, on 29 August 1982. Sir Ranulph Fiennes is not only a great sportsman, but also an excellent writer. The report of his expedition is as exciting as a thriller. On the other hand, he never ignores the scientific aspects of his journey, so the report gives all required details in appendices at the end of the book. He and his team create a new record in the long history of polar expeditions. The transglobe expedition will remain his best achievement in life. The book would suit anybody interested in adventures. Nevertheless, I would like to express some doubts about similar expeditions today. Adventurers of all colours are invading the arctic and antarctic regions, destroying the last natural areas, exploiting the last natural reserves. Therefore, the book must be looked at carefully. Not all dreams come true.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Kanallandschaft mit einer Prise Exotik, 24. Juni 2010
Es ist der vierte Maigret-Roman (entstanden 1930) von Georges Simenon (1903-1989). Er steht mit einer ganzen Reihe (18 Bände) für die frühen Maigret-Romane, die der Autor zwischen 1929 und 1933 schrieb. Erst 1939 setzte er die begonnene Reihe um die Figur des Kommissars in Form von weiteren Romanen fort, nachdem er während sechs Jahren ausschliesslich Erzählungen verfasst hat, immerhin 28, die eine uneinheitliche Biografie des Kommissars zeichnen und fast wie ein Kreuzworträtsel jeweils einen bestimmten Fall schnell aufklären. Dieser frühe Roman hingegen ist getragen von einer dichten Atmosphäre voller Nebel, der dem Marne-Kanal entsteigt. Es geht um eine traditionelle Art der Schifffahrt mit Pferdetransport, es geht um Arme und Reiche, und es geht um Liebe und Tod. Die Schlüsselfigur ist ein Mann von aussergewöhnlichen Körperkräften. Sein Beruf, sein Charakter, die Frauengestalten, die Yacht des englischen Colonel und seine Entourage sind auch in anderen Romanen vertreten und helfen zum Verständnis von Maigrets Welt, in der er so erfolgreich agiert, vor allem wegen seiner Hartnäckigkeit und wegen seiner detektivischen Intelligenz. Für den "Treidler" gilt, dass Simenon sich hier wie in den allerersten Romanen an pathologische Formen des Kriminellen hält, ähnlich wie Edgar Wallace, dass der Kriminelle sozusagen ein Sonderfall ist und dadurch das Selbstverständnis der Gesellschaft nicht gefährdet. Später hat Simenon die kriminellen Taten gerade im durchschnittlichen, alltäglichen bürgerlichen Milieu angesiedelt und aufgedeckt. So hat Simenons Verständnis des Kriminalromans sich von 1939-1972 weiterentwickelt. Wen wundert's, bei einer so langen Schaffensperiode! Und doch ziehen sich Namen und Motive versatzstückartig durch sein ganzes Werk. Dadurch wird Maigrets Welt so schön kompakt, einheitlich, verständlich und vertraut.
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5.0 von 5 Sternen
"Er ist ein interesanter und komplizierter kleiner Bursche." (Josie Cliff, persönliche Assistentin, über RW), 21. Dezember 2009
Das Buch "Somebody someday" ist ein tolles Buch, um Robbie Williams kennenzulernen. Natürlich glauben wir alle, RW zu kennen. Aber erst die Gegenüberstellung von Rob und Robbie, die der Autor Mark McCrum vornimmt, um den Privatmann vom Entertainer, der der Öffentlichkeit gehört und der die Öffentlichkeit sucht, zu unterscheiden, erlaubt einen tiefen Einblick in des Sängers persönliche Wünsche und Kämpfe. Das Buch ist die Schilderung der Europatour 2001, bei der RW zum ersten Mal clean blieb und die damit die entscheidende Wende brachte. Das Porträt ist zugleich spannend und liebevoll. Ausser RW werden aber auch die Mitglieder der Band und der Crew vorgestellt. Es ist ein Riesenapparat, für dessen Funktionieren der Boss - RW - die Verantwortung trägt. Er muss seine Leute bei der Stange halten, und das tut er! Man wird sich allerdings fragen müssen, ob in Zeiten des Klimawandels Gigs überhaupt noch verantwortbar sind. Auf diesem Hintergrund hat der Tourbericht geradezu dokumentarischen Wert.
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