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Beiträge von Claus Brunner
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Rezensionen verfasst von
Claus Brunner

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Wagner: Tristan und Isolde (Gesamtaufnahme, 14.-19. Mai 1943)
Wagner: Tristan und Isolde (Gesamtaufnahme, 14.-19. Mai 1943)

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlicher Tristan!, 24. April 2004
Vorweg: ein Tristan nicht für jedermann! Wer das Werk nicht kennt, der lasse von dieser Aufnahme die Finger. Wer aber hörbar nacherleben möchte wie ein Tristan im Kriegsjahr 1943 in Berlin geklungen hat, dem wird Erstaunliches geboten: ein grandioser, wenngleich rhetorisch etwas über das Ziel hinausschießender Max Lorenz als Tristan, eine feurige Paula Buchner als Isolde, eine pastose Margarete Klose in der Rolle der Brangäne, und die überaus deutlich deklamierenden Herren Prohaska und Hofmann als Kurwenal, bzw. König Marke. Gute bis sehr gute Sängerleistungen also, wenn nicht alles ein wenig eckig und klotzig geraten wäre. Aber der Zeitgeschmack forderte vermutlich seinen Tribut, und so hört man viel Stahl in den Stimmen und wenig Schmelz, viel hitziges Gefecht und wenig Liebestaumel. Wie ein Abbild des gar nicht mehr so fernen Krieges auch im Orchester: manch Stahlgewitter und mitunter klobige Tonmassierungen, bei einem wenig inspiriertem Dirigat Robert Hegers. Aber vielleicht ist doch auch die Tonqualität ein wenig schuld an all der Markigkeit; denn so gut der Zustand dieses Radiomitschnittes ist (von einem kleinen Aussetzer im dritten Aufzug einmal abgesehen), so trocken, ja kratzig ist manchmal der Ton, dabei von wenig Wärme und Fülle in der Tiefe.
Was aber bleibt und dabei über alles hinausragt, ist der wild-emphatische Tristan von Max Lorenz. Mögen manche seine Leistung übertrieben finden - und sicher würde eine solche Darbietung auf den heutigen Bühnen viel Kopfschütteln erregen -, mich überwältigt er immer wieder! Diese Vehemenz und dieser Furor sind einerseits so extrem, dabei andererseits so einzigartig, dass man diesen Tristan - im Gegensatz zu so manchem Rollenvertreter seither - bestimmt nicht vergisst.


Tristan und Isolde (Ga)
Tristan und Isolde (Ga)
Preis: EUR 32,99

33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunde der Tristan-Diskographie, 12. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Tristan und Isolde (Ga) (Audio CD)
Selten, sehr selten, aber eben doch hin und wieder geschieht es, dass ein ideales Tristan-und-Isolden-Paar zusammen trifft: so Kirsten Flagstad und Lauritz Melchior, Gertrude Grob-Prandl und Max Lorenz, Birgit Nilsson und Jon Vickers, oder eben Martha Mödl und Ramón Vinay. Leider aber traf sich bis dato noch nie ein solches Traumpaar vor Studio-Mikrophonen, sodass man auf diverse Live-Aufnahmen zurückgreifen muss, und diese sind - wie so oft - von unterschiedlicher technischer Qualität, haben jedoch den Vorteil, dass sie zumeist viel mehr Theateratmosphäre vermitteln als - leider häufig - sterile Studioproduktionen. Dieser Mitschnitt einer mittlerweile legendären Bayreuther Aufführung, der ersten dieses Werkes nach dem Krieg, ist dabei von erstaunlicher guter Klangqualität (Mono!).
Herbert von Karajan gibt hier seine dichteste und packendste Wagner-Deutung und die Protagonisten - allen voran Martha Mödl - singen mit großem Engagement. Dass die Wahl des Tristan auf den Chilenen Vinay traf, war damals eine kleine Sensation, stand doch noch eine stattliche Anzahl erprobter Wagner-Recken aus dem deutschsprachigen Raum zur Verfügung. Auch die Wahl Martha Mödls als Isolde war ein kleines Wagnis. Beide waren so gänzlich anders als alles bisher in Sachen Tristan auf dem „grünen Hügel" gehörte und gesehene. Ihr Bühnenspiel soll von zwingender Intensität gewesen sein, ihr Gesang ist es nachhörbar nicht minder. Dabei ist beider Timbre doch gewöhnungsbedürftig. Die Stimmen sind dunkel getönt, mit ausgesprochener Mezzo-bzw. Baritoncharakteristik, eher bronzefarben und von erdigem Klang, und sie harmonieren perfekt. Doch anders als ihr großes Vorgängerpaar Flagstad/Melchior bekamen sie recht bald Probleme mit den höher liegenden Passagen dieses Werkes. Hier aber ist noch nichts davon zu hören und selbst die gefürchteten hohen C zu Beginn des Liebesduetts singt Mödl sicher und energiegeladen. Überhaupt singt sie die Partie sehr suggestiv, mit manchmal geradezu rasender Heftigkeit, während Tristans Ausbrüche im dritten Aufzug vielleicht Jon Vickers intensiver gestaltet hat und Lauritz Melchior durch unangestrengtes, facettenreiches Singen triumphiert, aber Ramón Vinay ist endlich einmal der niedergestreckte Hüne, der sich einem verletzten Löwen gleich mit furchterregendem Gebrüll gegen den eigenen Untergang auch da vokal zu stemmen vermag, wo so viele Tristane dem Stimmtod entgegen röcheln. Mich beeindruckt das, aber es ist sicher nicht „everybody's cup of tea".
Ira Malaniuk und vor allem Hans Hotter singen kompetent und mit Leidenschaft, sodass sich alles zu einer außergewöhnlichen Aufführung rundet, bei der die Glanzlichter die Partnerschaft Mödl/Vinay und das Dirigat Karajans bilden
Ein Muss für jeden der gerne einen elektrisierenden Theaterabend nacherleben möchte, wer aber auf der Suche nach dem puren, sich selbst genügenden Wohlklang ist, der lasse eher Hände und Ohren davon.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 11, 2012 9:16 PM MEST


Berlioz: les Troyens
Berlioz: les Troyens
Wird angeboten von AZALEE-KLASSIK-DE
Preis: EUR 70,00

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz große Oper..., 9. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Berlioz: les Troyens (Audio CD)
......übertreffen konnte sich Sir Colin Davis wohl nur selbst. Seine mittlerweile schon legendär gewordene erste Aufnahme dieses gewaltigen Werkes hat so etwas wie eine Rehabilitation der „Trojaner“ eingeleitet, nachdem sie entweder völlig ignoriert oder aber in verstümmelten Fassungen auf die Bühnen gebracht wurden. Seither, und dank Sir Colin Davis unermüdlichem Eintreten als Anwalt der Werke von Berlioz, haben die „Trojaner“ erheblich an Reputation gewonnen und gerade diese Aufnahme wird sicher weiter dazu beitragen diesem zum Inbegriff der „Grand-Opéra“ gewordenen Werk zu noch größerer Popularität zu verhelfen.
Im Gegensatz zur Aufnahme von 1969 erklingen diese „Trojaner“ dichter, konzentrierter und dynamischer, bei gleichzeitig besser aufeinander abgestimmter Temporelationen und mit einer homogeneren Ensembleleistung. Josephine Veasey und Jon Vickers als Dido und Enée singen in der ersten Aufnahme zwar leidenschaftlicher und intensiver aber vor allem Petra Lang als Cassandre in der neuen Einspielung stellt die ältere von Berit Lindholm deutlich in die Schatten. Welche Aufnahme also; im Grunde beide, doch mit einer leichten Präferenz zu dieser im Jahre 2000 enstandenen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 16, 2011 10:50 AM CET


Giuseppe Verdi: Otello (Oper) (Gesamtaufnahme) (2 CD)
Giuseppe Verdi: Otello (Oper) (Gesamtaufnahme) (2 CD)
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 21,99

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blow-Up "Otello" für Hi-Fi Enthusiasten, 3. September 2003
.Zunächst: Wer grandioses Orchesterspektakel sucht, dem sei diese Aufnahme durchaus empfohlen; wer aber eine ausgewogenere, theaternahe Werkwiedergabe - möglichst den Intentionen Verdis folgend - sucht, dem sei von diesem "Otello" durchaus abzuraten.
Hingewiesen sei der Sucher auf die etwas ältere Einspielung unter Serafin, mit dem jungen, grandiosen Jon Vickers und einem nicht minder überzeugenden Tito Gobbi als Jago. Wer sich aber nicht scheut noch ältere Ton-Konserven in Betracht zu ziehen, dem seien dringend die Live-Mitschnitte aus der Met von 1938 unter Panizza, mit dem fulminanten Otello Giovanni Martinellis, oder von 1948 unter Fritz Busch, mit dem phantastischen Otello Ramon Vinays, sowie die schon legendäre NBC-Produktion unter Toscanini von 1947, wiederum mit dem eindringlichen Ramon Vinay, empfohlen. Wer möchte kann hier Shakespeares dramatische Dichte und Verdis kongeniale musikalische Umsetzung in perfekter Übereinstimmung hörbar nacherleben. Das Drama pulsiert, die Tempi sind zügig, die Sänger engagiert, "Otello"-Theater total.
Diese zweite Einspielung Karajans aber bietet von all dem nur noch klägliche Reste. Stattdessen geht der Dirigent selbstverliebt im pompösen Orchestersound baden. Das Drama aber bleibt in dieser Aufgeblähtheit weitgehend auf der Strecke. Sicher, Jon Vickers ist - wie meist - brillant, wenngleich die Stimme im Vergleich zu früheren Aufnahmen an Frische verloren hat und manche Vokalverfärbungen hörbar sind. Dagegen bleibt Frenis Desdemona neutral und Glossops Jago wenig überzeugend.
Wer die drei "at their best" hören will, sollte einmal in den Live-Mitschnitt aus Salzburg von 1971 hineinhören. Da hört man all das, was hier hätte verwirklicht werden können: ein dynamisches Dirigat und beste Sängerleistungen (hervorzuheben: ein Vickers-Otello von schier unglaublichem Furor!).
So mag diese wenige Jahre später entstandene Aufnahme als Soundtrack für eine im übrigen ziemlich kitschig geratene Video-Produktion akzeptabel sein, als Werkinterpretation aber fällt sie um einiges hinter Serafins und Toscaninis Produktion zurück.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2010 9:17 PM CET


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