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LEXI
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Gott im Leid begegnen
Gott im Leid begegnen
von Timothy Keller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,00

5.0 von 5 Sternen Gott im Leid begegnen, 19. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Gott im Leid begegnen (Gebundene Ausgabe)
„Alles ist nützlich, was Gott uns schickt; nichts kann gut für uns sein, was er uns verweigert.“ (John Newton)

Der Autor und zugleich Pastor der Redeemer Presbyterien Church in Manhattan hat sich in seinem Buch „Gott im Leid begegnen“ mit einem Thema befasst, das wir – sofern es uns nicht gerade selber betrifft - gerne verdrängen, oder dem wir uns erst dann stellen, wenn wir dann tatsächlich einmal damit konfrontiert werden.

Die vierhundert Seiten dieses Buches bestehen aus drei Teilen, die ihrerseits wieder in verschiedene Kapitel gegliedert sind. Gleich zu Beginn beschäftigt sich Timothy Keller mit den Sichtweisen der verschiedenen Kulturen auf das Leid, er betrachtet es auch aus säkularer Weltsicht und vergleicht dazu die christliche Kultur des Leides. Das Leid ist lediglich die Titelüberschrift, das eigentliche „Kernthema“. Timothy Keller bringt jedoch eine große Menge anderer Themen in seine Abhandlung ein, die allesamt hoch interessant und sehr vielschichtig sind. So befasst er sich beispielsweise mit der Theodizee, der Rechtfertigung der Wege Gottes mit den Menschen und der Auferstehung. Er schreibt zudem ausführlich über den Säkularismus, beleuchtet das Leid aus der Sicht des Buddhismus, führt die Karma-Lehre an und befasst sich intensiv mit dem Sterben am Kreuz und der Auferstehung Jesu. Dieses Buch birgt eine wahre Fülle an Informationen, die konzentriert gelesen werden möchten. Um seine theoretischen Ausführungen aufzulockern, lässt der Autor in seinem Buch immer wieder Menschen zu Wort kommen, die aus ihrem Leben erzählen. Sie berichten vom Leid, dass sie ertragen mussten und ihren Umgang damit.

Der letzte Abschnitt des Buches befasst sich mit einem der größten Trostbücher der Weltgeschichte, dem Buch Hiob. Hier geht der Autor sehr ausführlich darauf ein und bezeichnet die Geschichte Hiobs sogar als „Miniaturversion von dem, was Gott in unserem Leben und in der Weltgeschichte tut. Gott hat einen Plan für diese Welt, in den er auch das Böse eingebaut hat. In Büchern wie dem Buch Hiob zieht Gott den Vorhang einen Augenblick lang zur Seite, um uns zu zeigen, dass er das Böse nur so zulässt, dass es das Gegenteil von dem erreichen muss, was es will.“

„Gott im Leid begegnen“ ist ein Buch, das bereits im Vorfeld durch seine optische Aufmachung beeindruckt. Auf dem tiefschwarzen Umschlag erscheint ein heller, weißer Riss, in dessen Zentrum in großen, roten und erhabenen Lettern das Wort „Gott“ geschrieben steht. Eine sehr symbolträchtige Gestaltung, die durch ihre schlichte, edle Optik elegant und vor allen Dingen enorm ansprechend wirkt. Der Inhalt hält, was das Äußere verspricht: Timothy Keller liefert klare Fakten, mit vielen Bibelstellen unterlegt und durch in kursiver Schrift gehaltene Zitate bereichert. Die Themenfülle ist gewaltig, und die bereits zuvor erwähnten Tatsachenberichte sowie einige persönliche Erlebnisse des Autors tragen zu einer lockeren Gestaltung des Inhalts bei.

Besonders beeindruckt hat mich ein Zitat des Autors im Zuge seiner Analyse der Josefsgeschichte (Buch Hiob): „Gott gibt uns sehr oft nicht das, um was wir ihn bitten, sondern das, um was wir ihn gebeten hätten, wenn wir alles gewusst hätten, was er weiß.“

Ich empfand die Lektüre dieses Buches als fesselnd und überaus bereichernd. Trotz des ernsten Kernthemas ist es ein Buch, das keine Resignation oder gar Angst vermittelt, sondern Hoffnung und Zuversicht verspricht. „Gott im Leid begegnen“ war für mich ein sehr wertvolles Sachbuch, das jedem ans Herz legen möchte, der sich mit dem Thema „Leid“ beschäftigt.


Wenn der Hoffnung Flügel wachsen: Roman.
Wenn der Hoffnung Flügel wachsen: Roman.
von Janette Oke
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen WUNDERSCHÖN!, 19. Juni 2016
Alles im Leben hat seinen Preis. Oft bedeutet die Entscheidung, in eine bestimmte Richtung voranzugehen, dass man gezwungen ist, anderes loszulassen, darunter auch die Menschen, die einem am Herzen liegen.“(William Thatcher)

Janette Oke, die „Grande Dame“ der christlichen Siedler-Romane hat den Nachfolgeband von „Aufbruch ins Ungewisse“ gemeinsam mit ihrer Tochter Laurel Oke Logan geschrieben. Auf den ersten Buchseiten wird dem Leser ein kleiner Überblick über die handelnden Figuren und deren Funktionen gegeben – eine wertvolle Orientierungshilfe, die ich mir im Grunde für jedes Buch wünschen würde.

Im vorliegenden Buch „Wenn der Hoffnung Flügel wachsen“ kehrt Elizabeth Thatcher nach ihrem ersten Unterrichtsjahr als Lehrerin in der Kleinstadt Coal Valley für die Zeit der Sommerferien zu ihrer Familie nach Toronto zurück. Diese konfrontiert sie mit einer als Überraschung geplanten sechswöchigen Kreuzfahrt entlang der Ostküste, die Priscilla Thatcher gemeinsam mit ihren Töchtern Elizabeth, Margret und Julie unternehmen soll. Hierbei werden die Damen des Hauses Thatcher von Priscillas engster Freundin Edith Montclair und deren Tochter Victoria sowie zwei Bediensteten begleitet. Als Reisebegleiter sorgt William Thatchers Freund Emile Laurent für die Sicherheit der Reisegesellschaft, eine Aufgabe, die der sympathische ältere Herr sehr ernst nimmt.

Janette Oke beschreibt auf weit über 300 Buchseiten die Vorbereitungen und den Verlauf dieser Reise, bedient sich hierbei exzellent ausgearbeiteter handelnder Personen und besticht mit ihrem unvergleichlich schönen Schreibstil. Die gewählte Ausdrucksweise, die detaillierten und teilweise liebevollen Beschreibungen von Situationen und Landschaften und nicht zuletzt die Tatsache, dass der Glaube an Gott eine bedeutende Rolle spielt, tragen dazu bei, Janette Oke zu einer meiner favorisierten Autorinnen zu zählen. Obgleich ein Großteil der Handlungen ein gemächliches Tempo vorlegt, habe ich diese Lektüre aufgrund der bereits erwähnten Vorzüge des Schreibstils über alle Maßen genossen. Man erfährt zudem auch einiges über die Lebensart der Angehörigen der wohlhabenden Bevölkerungsschicht, wobei durch die vergleichenden Gedanken der Protagonistin Elizabeth Thatcher die Belanglosigkeit mancher „Sorgen“ im Vergleich zu deren Erfahrungen im armen Bergarbeiterort Coal Valley verdeutlicht werden. Man erfährt durch die drei Thatcher-Schwestern zudem einiges über die strenge Etikette, der die jungen Damen der höheren Gesellschaft unterlagen, sowohl was deren Erziehung, deren Auftreten in der Öffentlichkeit, deren Bildung, der Kleiderwahl, aber auch wichtigen Dingen wie der Wahl des zukünftigen Ehemannes betraf.

Im letzten Drittel des Buches erhöht sich dann der Spannungsaufbau durch einen eingebauten Kriminalfall, der bis zur letzten Seite für einige Aufregung bei den Thatchers sorgt.

Ich bedauerte lediglich, dass der sich anbahnenden zarten Liebesbeziehung zwischen Elizabeth Thatcher und „ihrem Mountie“ Jarrick Thornton äußerst wenig Raum gegeben wurde und sich die Kontakte der beiden lediglich auf Briefe, Telefonate und einen kurzen Auftritt Jacks beschränkte. Eine Tatsache, die den Lesegenuss zwar keinesfalls zu schmälern vermochte, die jedoch meine Erwartungshaltung auf den nächsten Band umso mehr steigerte.

Wie auch beim ersten Band ist dem Verlag auch hier die Gestaltung des Buchcovers vortrefflich gelungen. Die sehr authentisch dargestellte Protagonistin Elizabeth Thatcher wird der Beschreibung im Roman voll und ganz gerecht, sowohl ihre Haarfarbe und die Angewohnheit, ihr Haar stets aufgesteckt zu tragen, als auch ihre Kleidung hätte nicht treffender abgebildet werden können. Die elegante junge Frau steht an der Reling eines Kreuzfahrtschiffes, das Gesicht dem Betrachter halb zugewandt, während im Hintergrund ein majestätisches Herrenhaus und ein in warmen Farbtönen gestalteter Himmel zu sehen ist. Allein die Optik verleitet bereits dazu, dieses Buch zur Hand zu nehmen…

Fazit: „Wenn der Hoffnung Flügel wachsen“ ist ein Roman einer meiner Lieblingsautorinnen, den ich kaum zur Seite legen konnte und der mir ausnehmend gut gefallen hat. Ich möchte dieses Buch jedem ans Herz legen, der ein Faible für Siedler-Romane hat und für den christliche Werte in einem Buch von maßgeblicher Bedeutung sind.


Du bist dir anvertraut
Du bist dir anvertraut
von Tamara Hinz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,95

5.0 von 5 Sternen WEISST DU, DU BIST DIR ANVERTRAUT!, 19. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Du bist dir anvertraut (Gebundene Ausgabe)
„Wie wird man so? So authentisch, so souverän, so humorvoll, so geradlinig, so stark, so liebevoll und wertschätzend, so unglaublich… jesusähnlich?“

Tamara Hinz bemüht sich, in diesem 260 Seiten zählenden Buch auf sechzehn Kapiteln auf diese Frage einzugehen. Im ersten Teil des Buches konzentriert die Autorin sich auf das, was unser Leben ausmacht. Im zweiten Teil geht sie auf das Wachsen und Veränderungen ein, während der dritte und letzte Teil das Ziel im Blick hat.

Ihr Leitthema definiert sie, indem sie schreibt:“ Weißt du, du bist dir anvertraut und bist verantwortlich dafür, was du aus dir und deinem Leben machst.“. So befasst sie sich beispielsweise mit der Grundversorgung des inneren Menschen, dem Gebet, dem Bibellesen, der Gemeinschaft mit anderen Christen oder damit, herauszufinden, wie wir persönlich diese und andere wichtige Themen im Leben umsetzen können, was wir brauchen, damit unser Leben gelingt. Und jene Dinge zu benennen, die unserem Leben nicht gut tun, die uns schaden oder unser Wachstum hemmen.
Geistiges und persönliches Wachstum sind stets mit Veränderungen verbunden. In diesem Buch analysiert die Autorin notwendige Umgestaltungsprozesse und weist darauf hin, wie wichtig das eigene Wollen für eine Abkehr von schädlichen und zerstörerischen Lebenssituationen, Denk- und Verhaltensmustern ist. Sie beschäftigt sich auch eingehend mit der Frage nach dem Ziel unserer geistlichen und persönlichen Entwicklung und hilft dem Leser, sein eigenes Leben genauer unter die Lupe zu nehmen. Sehr offen und freimütig erzählt sie immer wieder von eigenen persönlichen Erfahrungen, Erfolgen und Niederlagen, von ihrem eigenen Entwicklungsweg. Sie versucht zu vermitteln, wie wichtig es ist, bei allem Einsatz für andere auch seine eigene Mitte niemals aus den Augen zu verlieren und auch gut für sich selber zu sorgen. Die Bibel bleibt hierbei stets ihr wichtigster Impulsgeber, die entsprechenden zahlreichen Bibelstellen wurden in kursiver Schrift gedruckt.

„Du bist dir anvertraut“ ist ein Sachbuch, das mich tief bewegt und über alle Maßen angesprochen hat. Die Lektüre war eine durch die Autorin begleitete Reflektion auf mein eigenes Leben, sie hat mich inspiriert und mir wertvolle Aspekte mit auf den Weg gegeben. Es ist mit Sicherheit ein Buch, das ich nicht nur einmal zur Hand nehmen werde, ich sehe es vielmehr als einen stark praxisorientierten Wegbegleiter, der genau zur richtigen Zeit in mein Leben trat. Für mich persönlich stellt dieses Buch das Highlight des heurigen Lesejahres im Sachbuch-Bereich dar!

„Unser innerer und unser äußerer Mensch wurden uns für dieses Leben anvertraut. Es geht darum, mit ihnen – also mit unserer ganzen Person – im Einklang zu leben. Es geht darum, uns zu fordern, aber nicht zu überfordern. Es geht darum, bis an den Rand unserer Grenzen zu gehen, diese Grenzen aber nicht zu überschreiten. ES geht darum, den steten Abbau unserer Ressourcen und unsere Vergänglichkeit zu akzeptieren. Es geht darum, uns mit unserem ganzen Sein, vom ersten bis zum letzten Atemzug, Gott zur Verfügung zu stellen!“


Ein anderes Leben
Ein anderes Leben
von Elizabeth Musser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen L‘essentiel est invisible pour les yeux!, 19. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Ein anderes Leben (Gebundene Ausgabe)
„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“.

Ophélie Duchemin und Samuel Cebrian verband in ihrer Kindheit und Jugend nicht nur gemeinsame Interessen wie beispielsweise die Liebe zur Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry. Ophélie mit ihrem scharfen Verstand und ihrer Art, alles zu hinterfragen, forderte ihren besten Freund und Seelenverwandten Samuel zudem auch auf intellektueller Ebene, häufig sogar in Diskussionen über ihren gemeinsamen Glauben an Gott. Als Samuel ihr eines Tages seine zukünftige Ehefrau Annie vorstellte und nach der Hochzeit mit ihr ein Leben auf der Überholspur führte, zog Ophélie sich mit gebrochenem Herzen zurück. Ihre Freundschaft zu Samuel war irgendwann zu tiefer Liebe geworden, die sie ihm jedoch aufgrund der neuen Situation nicht mehr zu gestehen wagte. Nach einem folgenschweren Autounfall verschwand Samuel plötzlich ohne ein Lebenszeichen.

Drei Jahre später taucht ein gebildeter, zurückhaltender Obdachloser mit einer verkrüppelten Hand auf, der sich als selbst ernannter Leibwächter anderer unterkunftsloser Menschen betrachtet. Er rettet sie aus der Kälte und versucht alles, deren Leben erträglicher zu machen…

Die Hauptpersonen dieses Buches sind definitiv Gabriella und David Duchemins Tochter Ophélie und deren ehemaliger Jugendfreund Samuel Cebrian. Elizabeth Musser hat jedoch die meisten Figuren ihrer Vorgängerbücher ebenfalls in die Handlung eingebracht und ich durfte mich über ein Wiedersehen mit vertraut gewordenen Personen freuen. Die Autorin hat eine wundervolle Begabung, Geschichte lebendig zu machen und ihre handelnden Personen so realistisch zu beschreiben, dass man sie nach dem Zuschlagen der letzten Buchseite tatsächlich zu vermissen meint.

In einem zweiten Handlungsstrang wird die hoch spannende und abenteuerliche Liebesgeschichte zwischen einem Franko-Amerikaner und einer Muslimin, die zum Christentum konvertierte, erzählt. Eric Hoffmann, der dreiundzwanzigjährige Bruder Ophélies, lernt während seines Studiums die neunzehnjährige Rislène Namani kennen. Die Tochter algerischer Einwanderer begeht in den Augen ihres Vaters eine Todsünde, als sie zum christlichen Glauben konvertiert – sie wird verprügelt, nach Algerien verschleppt und in allergrößter Eile eine Zwangsheirat mit einem Muslimen arrangiert. Eric und Rislène sind verzweifelt, eine Flucht aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Algerien scheint unmöglich. Ob die christliche Gemeinde der Hoffmans mit ihren vielen Kontakten nach Algerien Rislène retten kann?

Einmal mehr hat Elizabeth Musser mich mit einem ihrer Romane voll und ganz in ihren Bann gezogen. Die in tief berührendem Schreibstil verfassten beiden Handlungsstränge, die sie geschickt miteinander zu verflechten verstand, bilden den Kern ihres Buches. Liebenswerte und exzellent gezeichnete Protagonisten und sehr viele, sympathische Nebenfiguren machen die Lektüre zu einem Lese-Erlebnis. Es werden gewichtige Themen behandelt. Die Autorin berichtet von den fürchterlichen Zuständen im vom Krieg gebeutelten Algerien, den fanatischen Auswüchsen des Islam, aber auch von der tristen Situation der Obdachlosen in Frankreich. Zudem führt dieses Buch die blutige Christenverfolgung in muslimischen Ländern drastisch vor Augen, wo der Besitz einer Bibel oder das Bekenntnis zum Christentum ein Todesurteil für die gesamte Familie bedeutet. Die Autorin hat diese äußerst sensiblen Themen ausgezeichnet und sehr einfühlsam behandelt und daraus einen Roman gemacht, der nicht nur unterhält, sondern seine Leser vor allen Dingen auch nachdenklich zurück lässt. Man verspürt nach Lektüre dieses Buches große Dankbarkeit dafür, in einer freien westlichen Welt leben und seinen Glauben frei äußern und ausleben zu dürfen. Ich habe „Ein anderes Leben“ von Elizabeth Musser über alle Maßen genossen und freue mich auf sämtliche zukünftige Neuerscheinungen dieser bemerkenswerten Autorin!


Geist Gottes: Ein Buch über Heiligkeit, Kraft und Gottes Gegenwart
Geist Gottes: Ein Buch über Heiligkeit, Kraft und Gottes Gegenwart
von Leo Bigger
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Ein Buch über die Heiligkeit, Gottes Kraft und Gegenwart, 5. Juni 2016
„Die eigentliche Frage lautet nicht: „Wie bekomme ich mehr vom Heiligen Geist?“ Sondern: „Wie kannst Du, Heiliger Geist, mehr von mir bekommen?“

Leo Bigger, Pastor, Buchautor, Gastredner und TV-Prediger präsentiert mit seiner Neuerscheinung „Geist Gottes“ ein außergewöhnliches Buch. Das äußert sich bereits bei der Optik. Die großformatige Broschur (26 x 21 cm) passt nicht so einfach in jede Handtasche, der Farbdruck hat einen ziemlich intensiven Geruch. Dafür punktet das Buch mit der Gestaltung des Buchcovers mit der großen Taube im Vordergrund, den riesigen weißen Lettern bei Nennung von Titel und Autor, sowie der ansprechenden farblichen Gestaltung. Die vielen großformatigen, oft sogar ganze Seiten ausfüllenden Farbfotos lockern den Text auf und füllen das Buch beinahe zu zwei Drittel. Die verschiedenen Schriftfarben haben mir gut gefallen, die helle bzw. weiße Schrift auf rein schwarzem Hintergrund bereiteten mir beim Lesen jedoch ein wenig Mühe.

Der Inhalt ist in acht Kapitel aufgeteilt, die sich mit den Themen Trost, Kraft, Weisheit, Wunder, Inspiration, Glück, Geduld und Treue beschäftigen. Jedes Buchkapitel beginnt mit einem doppelseitigen Bild, einer Kapitelüberschrift sowie einem Bibelzitat. Auf jeder Seite des jeweiligen Kapitels ist das entsprechende Schlagwort angeführt, und zwar dort, wo in der Regel die Buchseitenanzahl zu stehen pflegt. Diese wiederum befindet sich auf der linken Buchseite, die sehr kleine Größe der Zahlen macht dem Leser die Orientierung nicht ganz so einfach.

Leo Bigger schreibt in klaren, verständlichen Worten, manchmal recht salopp, und geht an einigen Stellen sogar mit einer gehörigen Portion Humor daran, sich dem Thema „Heiliger Geist“ zu widmen. Dieser Humor ist oftmals so skurril, dass man beinahe lauthals los lachen möchte. So schreibt er beispielsweise: „Er speiste Tausende mit fünf Broten und zwei Fischen. Der Fish-Mac war erfunden. Von erfolgreichen Geschäftsleuten im 20. Jahrhundert aufgenommen und nachgemacht. Außer, dass sie damit richtig Kohle machen. Bei Jesus aß man umsonst. Er war der Gastro-King! Innovativ, sehr gastfreundlich und der beste weit und breit.“ 

Seine Ausführungen zum Thema „Heiliger Geist“ belegt er mit vielen Bibelzitaten. Zudem bringt er eine Menge Erzählungen und Schicksalsberichte aus dem realen Leben ein, schreibt praxisorientiert, Mut machend, Zuversicht spendend – einfach zutiefst positiv und motivierend. Leo Bigger besitzt meines Erachtens die Fähigkeit, Menschen mit seinen Worten zu begeistern. Zudem ist die Sprache jener der Jugend von heute angepasst, und die Vielfalt an Themen, denen er sich widmet, wird durch die aufregende und viele Bilder enthaltende Gestaltung des Buches aufgelockert.

„Geist Gottes“ ist eine Lektüre, die mir ausnehmend gut gefallen hat. Sie brachte mich zum Nachdenken – und wie erwähnt auch einige Male durch die saloppe Ausdrucksweise zum Schmunzeln, ich empfand sie als anregend und motivierend. Ein Buch, das ich sehr gerne weiter empfehle und das mich auf die anderen Werke dieses Autors neugierig gemacht hat.


Die Klientin
Die Klientin
von Randy Singer
  Broschiert
Preis: EUR 18,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent – und bislang mein Favorit unter den Büchern Randy Singers!, 26. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Klientin (Broschiert)
„Ich habe abgedrückt und ich bin froh, dass er tot ist. Aber keine Sorge, das werde ich der Jury gegenüber nicht erwähnen.“

Die sechzehnjährige Tara Bannister steckt in großen Schwierigkeiten. Ihre leblos-braunen Augen und das hämischen Lächeln, das dieser Aussage folgt, tragen nicht dazu bei, auch nur einen einzigen Menschen von ihrer Unschuld zu überzeugen. Nachdem sie ihren gewalttätigen Stiefvater James ermordet hat, sprechen alle Beweise am Tatort gegen sie. Als Taras Anwältin wird die fünfunddreißigjährige Leslie Connors engagiert, für die es zugleich der erste Mordfall sein wird, den sie vor Gericht vertreten soll. Gemeinsam mit ihrem Seniorpartner Brad Carson, der bereits seit elf Jahren als Anwalt tätig ist und ihr tatkräftig zur Seite steht, beginnt Leslie, Nachforschungen anzustellen. Doch Leslie täte gut daran, den klugen Ratschlag eines ihrer früheren Mentoren „Nimm die Aussage deines Mandanten niemals für bare Münze“ zu beherzigen. Tara ist starrköpfig und ihr Verhalten oftmals unkooperativ, einzig ihrem elfjährigen Bruder Jamie gegenüber verhält sie sich liebevoll und beschützend. Der Junge leidet an einer neuropsychiatrischen Erkrankung, dem Tourettesyndrom, sowie an ADS, was oftmals zu respektlosem Verhalten und unkontrollierbaren Wutausbrüchen führt. In Mitchell Taylor findet Leslie einen höchst engagierten und klugen Gegner, denn Mitchell arbeitet für die Staatsanwaltschaft. Da der Bezirksstaatsanwalt Harlan Fowler nicht nur ein Kumpel des Mordopfers James Bannister war, sondern sich zugleich auch ein Freund der Familie war, übertrug er diesen Fall aufgrund persönlicher Befangenheit an Mitchell. Doch die Beharrlichkeit in den Bemühungen des Bezirksstaatsanwalts, trotz erdrückender Beweislast gegen Tara einen Deal auszuhandeln, weckt Leslies Misstrauen. Gibt es in diesem Fall eigentlich irgendetwas, das so ist, wie es scheint?

Ein Buch aus der Ich-Perspektive und im Präsens geschrieben – normalerweise hätte mich dieser Schreibstil unwiderruflich dazu gebracht, diese Lektüre nicht anzufassen und auf gar keinen Fall zu lesen, denn diese Kombination verleidet mir jegliches Lesevergnügen. Einzig die Tatsache, dass ich bereits Bücher dieses Autors gelesen und sie allesamt für ausgezeichnet befunden habe, bewog mich dazu, mich nun entgegen meiner festen Überzeugungen dieser Neuerscheinung Randy Singers zu widmen. Und ich muss an dieser Stelle gestehen, dass ich die Lektüre von „Die Klientin“ so sehr genossen habe, wie kein anderes Buch dieses Autors zuvor. „John Grisham trifft C.S. Lewis. In „Die Klientin“ vermengt Singer juristische Finten mit biblischer Wahrheit und lässt diese Mixtur in das Leben seiner höchst unterhaltsamen Figuren einfließen. Das Ergebnis ist explosiv und liefert reichlich Denkanstöße – ein wahres Lesevergnügen.“ Dieser Aussage von Brandilyn Collins kann ich nicht zustimmen. Zugegeben: diese Mischung aus juristischen Finten und biblischer Wahrheit machten das Buch für mich zum bislang besten Werk, das ich von Randy Singer lesen durfte. Auch das Ergebnis ist explosiv. Als ehemaliger begeisterter Leser und Fan von John Grisham rangiert Randy Singer als Autor von Anwalt- und Gerichtsthriller jedoch bereits seit seinem ersten Roman in meiner persönlichen „Best-of-Liste“ weit über diesem Autor. Denn Randy Singer behauptet von sich selber: „Ich sehe es als meine Berufung an, „von der Weisheit Gottes zu reden, die im Geheimnis verborgen ist“ (1. Korinther 2,7). Was könnte es Schöneres geben? „Dieser Meinung kann ich mich nur anschließen. Ich mochte die Bücher John Grishams. Aber Randy Singer versteht es darüber hinaus meisterhaft, den christlichen Glauben überzeugend in seine Geschichte einzuweben. Ein Faktor, auf den ich mittlerweile großen Wert lege. Und dies ist ihm bei diesem Buch ganz besonders hervorragend gelungen. Die Beschäftigung mit den Inhalten von „Pardon, ich bin Christ“, einem exzellenten Werk des großartigen Dichters, Gelehrten und Philosophen C. S. Lewis haben für meinen persönlichen Lesegeschmack dieses Buch in einer unnachahmlichen Art und Weise bereichert. Es handelt sich nunmehr nicht nur um einen spannenden Anwaltsthriller, sondern beinhaltet auch christliche Werte. Neben den Themen „Gewalt in der Familie, Tourettesyndrom, Herzkrankheiten und dem Vertreten schuldiger Mandanten“ baut der der Autor zudem auch eine zarte Liebesgeschichte zwischen Taras Anwältin und ihrem Seniorpartner ein.

Angesichts der Themenvielfalt und der glaubwürdigen, in einnehmendem Schreibstil dargebrachten Geschichte sowie einem gewissen Spannungsbogen wurde mir im Verlauf der 440 Seiten dieses Buches niemals auch nur eine Sekunde langweilig. Die handelnden Figuren wurden authentisch dargestellt, und das Protagonisten-Paar Leslie und Brad um einige interessante Nebenfiguren erweitert. Der skurrile Humor der eigenwilligen alten Angestellte der Kanzlei namens Bella brachte mich wiederholte Male zum Schmunzeln und ich empfand ihre Dialoge mit Leslie und Brad äußerst unterhaltsam.

FAZIT: Ich habe die Lektüre dieses Buches, das mich nicht nur ausgezeichnet unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht hat, über alle Maßen genossen und möchte „Die Klientin“ all jenen Lesern ans Herz legen, die gerne Anwaltsthriller lesen, für die jedoch zugleich auch das Vorhandensein christlicher Werte in einem Buch von Bedeutung ist.

Exzellent – und bislang mein Favorit unter den Büchern Randy Singers!


Wie angelt man sich einen Prinzen?: Roman
Wie angelt man sich einen Prinzen?: Roman
von Rachel Hauck
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Der Ruf der wahren Liebe., 22. Mai 2016
Ich wurde für dich geschaffen. Ich weiß es.

Eine Geschichte, wie es ein Poet nicht schöner ersinnen könnte. Ein Märchen, das Realität wurde. Stephen Stratton, der Prinz of Brighton Kingdom, verliebt sich in die kultivierte, kluge und nebenbei noch millionenschwere amerikanische Erbin Corina Del Rey. In einer geheimen romantischen Zeremonie heiraten die beiden Liebenden vor dem Einsatz des Prinzen in Afghanistan. Die ehemalige Miss Georgia mit den bernsteinfarbenen Augen und den langen dunklen Locken stellt nicht nur wegen ihrer strahlenden Schönheit, sondern zugleich auch aufgrund ihrer Intelligenz, ihres eleganten Auftretens, ihrer perfekten Manieren und ihres guten Herzens eine perfekte Prinzessin dar. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit dem Paar, und bereits wenige Wochen nach ihrer heimlichen Liebesheirat schlägt es grausam zu. Corina verliert in Afghanistan ihren über alles geliebten Zwillingsbruder Carlos und zugleich auch ihren Ehemann Stephen. Im Gegensatz zu Carlos stirbt Stephen zwar nicht, kehrt aber als gebrochener Mann aus dem Krieg zurück. Und nichts ist mehr, wie es war. Stephen ist kalt, distanziert und weist Corina zurück. Jeglicher Kontakt zwischen den beiden wird abgebrochen. Bis nach über fünf Jahren plötzlich taucht ein Dokument auftaucht, das Stephen aus seiner Lethargie reißt und ihn zum Handeln zwingt. Er macht seine Ehefrau ausfindig und verlangt von ihr eine Unterschrift zur Annullierung der Ehe. Corina hingegen möchte die Liebe ihres Lebens nicht so einfach aufgeben und kämpft um Stephens Herz. „Lebe reichlich“ ist die Devise ihres Denkens, Fühlens und Handelns, und sie weiß Gott in diesem Kampf auf ihrer Seite.

Wie bereits eingangs erwähnt handelt es sich hierbei um ein Märchen, den Traum, einmal Prinzessin zu sein, den wohl jedes kleine Mädchen einmal in ihrem Leben träumte. Ein Traum, der für Corina Del Rey in Erfüllung gegangen war. Ich stehe Büchern, in denen sämtliche Protagonisten jung, wunderschön und reich sind, mittlerweile eher skeptisch gegenüber. Da es sich hierbei jedoch um ein „Märchen für Erwachsene“ handelt, in dessen Mittelpunkt die Liebesgeschichte zwischen einem Prinzen und seiner Prinzessin steht, fand ich es sogar passend. Zudem stellt Rachel Hauck sich der Herausforderung und thematisiert in dieser Glitzerwelt auch die Probleme, die das Leben mit sich bringt. Es geht um Schicksalsschläge, die sowohl Menschen aus der armen, als auch jene der vermögenden Bevölkerungsschicht betreffen. Die Bewältigung traumatischer Kriegserlebnisse, Schuld und Reue, aber auch Vergebung und aufrichtige uneigennützige Liebe sind große Themen in diesem Buch, das im Übrigen die Fortsetzung der beiden Vorgänger „Es war einmal ein Prinz“ und „Prinzessin wider Willen“ darstellt. Die Lektüre dieser beiden ersten Bände ist zwar meines Erachtens keine zwingende Voraussetzung, ich fand es jedoch schön, einigen der handelnden Figuren durch kurze Rückblicken in die Vergangenheit im aktuellen dritten Band wieder begegnen zu dürfen.
Der Glaube wird zu Beginn eher nur dezent ins Buch eingebracht, gewinnt jedoch im Verlauf der Handlung immer mehr an Intensität und Bedeutung. Rachel Hauck bringt auch eine Begebenheit ein, die man nur als „unerklärlich“ bezeichnen mag. Der Hintergrund um das große Geheimnis des Herrenhauses und den beiden alten Wirtsleuten Adelaide und Brill wird zwar bis zuletzt nur angedeutet, stellt aber eine Bereicherung in dieser märchenhaften Erzählung dar.

Wenn man an dieses Buch mit keiner allzu großen Erwartungshaltung heran geht und es als modernes Märchen betrachtet, wird man auf keinen Fall enttäuscht werden. Ich für meine Person habe diese zauberhafte Liebesgeschichte und den Ausflug in die glitzernde Welt der Königshäuser sehr genossen, vor allem, weil sie nicht nur aus Illusionen und Schein bestand, sondern Dingen auch auf den Grund ging, und die Könige, Prinzen und Prinzessinnen nicht glorifizierte, sondern mit menschlichen Fehlern und Schwächen versah.


Die Liebe Gottes: Einblicke in Gottes unergründliches Wesen und Handeln
Die Liebe Gottes: Einblicke in Gottes unergründliches Wesen und Handeln
von John F MacArthur
  Broschiert
Preis: EUR 5,90

5.0 von 5 Sternen Einblicke in Gottes unergründliches Wesen und Handeln, 16. Mai 2016
„Die Liebe Gottes ist letztendlich die Grundlage aller unserer Hoffnungen. Sie ist das, wonach wir uns am tiefsten sehnen. Sie ist der Ursprung und die Erfüllung unseres Glaubens. Sie ist die einzige Grundlage seiner Gnade gegenüber uns. Seine Liebe ist auch unser Garant für ewigen Segen. Seine Liebe durchdringt und umgibt jeden Aspekt unseres Lebens als Christ.“

„Die Liebe Gottes“ von John MacArthur ist kein Buch, das man rasch durchliest und anschließend wieder zur Seite legt. Es handelt sich vielmehr um eine sehr anspruchsvolle Lektüre, in der der Autor eine Auslegung der Bibel präsentiert. Zentrales Thema ist, wie bereits der Buchtitel klar zum Ausdruck bringt, die Liebe Gottes, auf welche Art diese Liebe Gottes Wesen definiert, inwiefern er alle Menschen liebt und in welcher einzigartigen und besonderen Weise seine Liebe den Gläubigen gilt.

Bereits in der Einleitung erwähnt John MacArthur das Lied „Die Liebe Gottes“ von F.M. Lehman, das titelgebend für sein Werk war, und bezieht sich dabei speziell auf die dritte Strophe. Bezug nehmend auf die Bibel bezeichnet er Gottes Güte, liebevolle Barmherzigkeit, Geduld, Langmut und Gnade als Segnungen und Ausdrücke seiner Liebe. Er weist im Zusammenhang auf diese Liebe Gottes auch auf die daraus resultierenden Fragen hin, wie beispielsweise jener nach der Hölle, der Sünde, dem Leid, den Sorgen und Schmerzen, Naturkatastrophen und dem Sündenfall. In späterer Folge vertieft er dieses Thema und behandelt die Fragen nach dem Warum.

Der Autor führt unter anderem auch einige bedeutende Prediger und deren Einstellung zur Liebe Gottes an und erwähnt hierbei Jonathan Edwards, Charles Finney, D.L. Moody, Harry Moorhouse und Harry Emerson Fosdick. Er erörtert kurz die Trivialisierung der Liebe in unserer Kultur und weist auf den großen Unterschied zur Liebe hin, wie sie in der Bibel dargestellt wird. Darauf geht er dann auch ein, und endet mit dem eindringlichen Hinweis auf das Herzstück des Evangeliums, dem Tod Jesu am Kreuz als „Sünde sühnendes Opfer“.

Unter vielen interessanten Hinweisen und Bibelzitaten hat mich besonders das berühmte Gleichnis vom verlorenen Sohn berührt, wo John MacArthur Gottes Liebe mit jener des Vaters zu seinem reumütig heimkehrenden Sohn vergleicht.

Auf dem Buchcover erkennt man einen hellen Wolkenhimmel und eine grüne Landschaft. Beides wirkt freundlich und durch die Farbgestaltung zugleich auch sehr einnehmend. Der Buchtitel ist durch den Kreis als Umrahmung originell im Zentrum des Covers platziert, der Klappentext ausführlich und Neugierde erweckend verfasst.

„Die Liebe Gottes“ ist eine Lektüre, für die man sich Zeit lassen und das man auf sich wirken lassen sollte. Gottes Liebe wird aus vielen verschiedenen Perspektiven beleuchtet, eine Menge Bibelzitate werden vom Autor ins Buch eingebracht, und er ist um eine bibeltreue Auslegung bemüht. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich durch den Klappentext angesprochen fühlt und dessen Neugier auf John MacArthurs Auslegungen geweckt wurde.


Ganz weit draußen: Manchmal muss man erst ganz weit raus, um zu sich selbst zu finden
Ganz weit draußen: Manchmal muss man erst ganz weit raus, um zu sich selbst zu finden
von Maria Anna Leenen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Wartezeit ist geschenkte Zeit für Gebet und Meditation, 15. Mai 2016
Dieses Haus ist eine Einsiedelei, keine Pension oder gar ein Hotel. Einsiedler haben in allen Jahrhunderten Menschen Zuflucht gewährt. In dieser Tradition stehe ich auch. Genießen Sie die Zeit, die Ihnen hier geschenkt wird. Kommen Sie zur Ruhe. Und wenn Sie Fragen haben, werde ich versuchen, sie zu beantworten. Was meinen Sie: Können Sie sich darauf einlassen?“

Und Tessa Maibucher lässt sich darauf ein. Nachdem der Druck in ihrem Alltag immer größer, die Streitigkeiten mit ihrem Lebensgefährten Timo immer heftiger, ihre innere Unruhe und ihre inneren Fesseln immer stärker werden und Tessa schließlich keine Energiereserven mehr übrig hat, trifft sie eine spontane Entscheidung. Sie lässt sich für einige Wochen von ihrem Arbeitsplatz im Briefzentrum beurlauben und kehrt in die karg eingerichtete Gästeklause zur Einsiedlerin Marie zurück, die ihr kurz zuvor nach einem Fahrradunfall Unterschlupf gab und sie verarztet hatte. Vom stressigen, mit unzähligen Aktivitäten vollgestopften Alltag und der Last der Verantwortung befreit dauert es einige Tage, bis Tessa sich in der Stille des Eichenwaldes in Maries Obhut zurechtfindet. Doch nach und nach öffnet sie sich, lädt schwere Lasten in Gesprächen mit Marie ab, beginnt die stille Zeit zu schätzen und die Ursache ihrer Abkehr vom Glauben kommt langsam an die Oberfläche…

Maria Anna Leenen hat mich mit ihrer ruhigen, unaufdringlichen aber zutiefst beeindruckenden Erzählung auf mehreren Ebenen angesprochen. Zunächst die Beschreibung des extrem fordernden beruflichen und privaten Alltags ihrer Protagonistin Tess Maibucher, die wohl auf sehr viele berufstätige Frauen in der heutigen Zeit zutreffen mag. Als weiteren Aspekt thematisiert sie die fehlende Zeit zur Stille ein, wobei mich der Rat eines alten und weisen Ordensmannes an Marie tief beeindruckte: „Wartezeit ist geschenkte Zeit für Gebet und Meditation“. Innehalten und Wartezeit auf diese Art und Weise zu nutzen wird im modernen hektischen Leben so gut wie gar nicht praktiziert… wie wertvoll diese geschenkte Zeit jedoch gestaltet werden kann, hat Maria Anna Leenen mir wieder klar und deutlich vor Augen geführt.

Sehr interessant fand ich die Ausführungen darüber, welch immensen Schaden ein falsches Gottesbild bei einem Menschen anrichten, und welch fatale Konsequenzen dies für seinen Glauben haben kann. Ein weiterer, für mich wertvoller Punkt, waren die einzelnen Schritte zur Meditation von Schriftworten, die Marie in diesem Buch ihrem Gast Tessa als kleine Anleitung mit auf den Weg gibt. Die doppelseitigen Schwarz-Weiß-Fotografien im Buch lockerten den Inhalt ein wenig auf. Das Buchcover kann man nur als „prachtvoll“ bezeichnen. Wenn man sich die Zeit nimmt, sich in das Titelbild zu vertiefen, wird man zwangsläufig von der überwältigenden Schönheit der abgebildeten Landschaft und des malerischen Himmels in den Bann gezogen.

Fazit: ein Buch mit wenigen Seiten, aber sehr wertvollem Inhalt, das man aufgrund der darin enthaltenen Glaubenserkenntnisse, Zitate und Gedichte vermutlich öfter als nur einmal zur Hand nimmt. Nachfolgend zwei Zitate, die mich tief berührt haben:

Meine Aufgabe als Einsiedlerin besteht im Grunde genommen nur darin, diesen Impuls wahrzunehmen und ihn groß, mächtig und mein Leben bestimmend werden zu lassen. Und was ist das für ein Impuls? Ganz einfach: es ist die Sehnsucht nach Gott. Nach einem Leben mit ihn und in ihm und für ihn.“

Nicht alles, was Schaden zufügt, muss zum Nachteil werden. Manche angebliche Schwäche können wir nach einiger Zeit als Stärke nutzen, denn in allem sind deine Spuren, in allem ist deine Kraft, deine Weisheit, deine Güte wirksam, Gott.“

Das Einzige, das mich während der Lektüre störte, war die Verwendung einiger Schimpfwörter. Ich empfand es ein wenig deplatziert, als Tessa ihren Lebensgefährten beispielsweise als „faule Sau“ tituliert, mit Ausdrücken wie „Shit“ und „Idiot“ um sich wirft, oder gar ihre Gastgeberin Marie verbal mit „Sind Sie blöd?“ attackiert… ich bewerte dieses Buch jedoch trotz dieses winzigen Kritikpunktes mit uneingeschränkten fünf Bewertungssternen.


Bei Anruf Herzklopfen: Roman.
Bei Anruf Herzklopfen: Roman.
von Lorna Seilstad
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Wenn ich muss, kann ich alles!, 15. Mai 2016
Die knapp zwanzigjährige Hannah Gregory übernimmt nach dem frühen Tod der Eltern die Vormundschaft für ihre beiden jüngeren Schwestern Charlotte und Tessa und zu ihrer tiefen Trauer um den Verlust kommt auch noch die finanzielle Sorge um ihr Auskommen. Schon sehr rasch stellt sich heraus, dass ihr Elternhaus mit Hypotheken belastet ist und sie eine neue Bleibe suchen müssen. Dem mitfühlenden und sympathischen Junganwalt Lincoln Cole kommt die undankbare Aufgabe zu, die nahende Zwangsversteigerung anzukündigen und die drei Mädchen aufzufordern, das Anwesen zu räumen. Hannahs Frustration und ihr Zorn richten sich an den Überbringer dieser schlechten Botschaft, der jedoch seinerseits versucht, den Gregorys unterstützend unter die Arme zu greifen. Hannah musste bereits nach dem Tod der Eltern ihr Studium der Rechtswissenschaften am Drake College abbrechen und ihr Traum, Anwältin zu werden, rückte in scheinbar unerreichbare Ferne. Um ihre jüngeren Schwestern ernähren zu können, ist sie nun auch noch darauf angewiesen, eine Anstellung zu finden. Sie bewirbt sich um die Position einer Telefonistin bei der Iowa-Telefongesellschaft. Die intelligente und eigensinnige junge Frau, die sich stets weigerte, jeglichen Konventionen zu entsprechen, ist plötzlich in einem von unzähligen Vorschriften und Verboten reglementierten Alltag gefangen. Als Hannahs bester Freund aus Jugendtagen plötzlich in Schwierigkeiten gerät, überwindet sie ihren Stolz und bittet Lincoln Cole um seinen Beistand als Rechtsanwalt für Walt Calloway…

Die mir bislang unbekannte Autorin Lorna Seilstad hat mich mit ihrem Roman überrascht. In weit über 300 Buchseiten ist es ihr gelungen, die Elemente Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Vergebung in eine Herz erwärmende Geschichte zu verarbeiten. Dabei bedient sie sich lebendig gezeichneter Protagonisten und äußerst sympathischen Nebenfiguren. Das größte Augenmerk wird auf Hannah Gregory und Lincoln Cole gelegt, doch auch die beiden Geschwister der Protagonistin kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Charlotte und Tess werden ebenfalls stark ins Geschehen einbezogen, ihre Gedanken- und Gefühlswelt offenbart die Autorin durch Gespräche zwischen den drei Schwestern. Die interessanteste Nebenfigur war für mich jedoch Lincolns exzentrische Tante Sam, die mein Herz im Sturm erobert hat. Sie war amüsant, liebenswert, und die ältere Dame sprühte vor Humor und Lebensfreude. Ich fand es schön, dass dem christlichen Glauben in diesem Buch ein hoher Stellenwert zukam und sich die Autorin offenbar auch intensiv mit den Themen „Gleichberechtigung der Frauen“, „Gewerkschaftsbewegung“ und dem anstrengenden Arbeitsalltag der Telefonistinnen beschäftigt hat. Auf diese Art und Weise entstand ein Roman, der mir großes Lesevergnügen bereitet hat und den ich uneingeschränkt weiter empfehle.

Der einzige, winzige Kritikpunkt bezieht sich auf die optische Aufmachung des Buches. Diese lässt - abgesehen vom aussagekräftigen Titel - bereits erahnen, dass Liebe und Romantik eine gewisse inhaltliche Rolle spielen. Leider muss ich jedoch anmerken, dass die Abbildung der jungen Dame auf dem Buchcover so gar nicht der inhaltlichen Beschreibung der Protagonistin Hannah Gregory entspricht. Kleid, Spitzenbesatz, Hut und sogar die Brosche auf dem Bild sind gut getroffen, im Buch ist jedoch hinsichtlich der äußeren Erscheinung der ältesten Gregory-Schwester von „Haaren in der Farbe von Apfelmost“ sowie „Locken, die wie Gold glänzen“, und von „karamellbraunen Augen“ die Rede. Das Mädchen auf dem Buchcover hat jedoch braunes Haar und kristallblaue Augen… schade!


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