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LEXI

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Julia - die bestellte Braut
Julia - die bestellte Braut
von Melissa Jagears
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

2.0 von 5 Sternen Dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen, 22. März 2015
Als die Eisenbahn im Frühling des Jahres 1876 in Salt Flatts Halt macht, bringt sie eine zierliche, dunkelhaarige und sehr modisch gekleidete junge Frau zu ihrem zukünftigen Ehemann. Die bezaubernde Julia Lockwood kommt aufgrund eines regen Briefwechsels mit Rachel Stanton als so genannte 'Katalogbraut' nach Kansas und möchte ein neues Leben an der Seite des attraktiven Farmers beginnen. Everett Cline hat bereits einige gescheiterte Versuche der Brautwerbung hinter sich und war seinem Nachbarn und besten Freund Dexter Stanton sowie dessen gewiefter Ehefrau Rachel nichtsahnend in die Stadt gefolgt, wo ihn die Ankunft der wunderschönen Dame aus Boston regelrecht überrumpelte. Everett ist geprägt von vier Fehlschlägen bei seiner Suche nach der Frau fürs Leben, und die Betätigung Rachels als Ehevermittlerin trägt nicht gerade zu seiner Laune bei. So reagiert er bei diesem Zusammentreffen entsprechend kühl und reserviert, doch auch die fremde junge Frau mit den dunklen Augen und der anmutigen Figur scheint ein düsteres Geheimnis mit sich herum zu schleppen. Ob die beiden jungen Menschen ihre Zweifel hinter sich lassen, die Hürden gemeinsam überwinden und ihr Glück finden werden, ist Inhalt dieses Buches.

Ich war zugegebenermaßen sehr gespannt auf dieses Erstlingswerk der mir bislang unbekannten Autorin Melissa Jagears und dem Thema 'Braut auf Bestellung'. Mein Faible für Romane, die sich inhaltlich mit der Besiedelung des Wilden Westens beschäftigen, trug ebenfalls dazu bei, mich für dieses Buch zu entscheiden. Leider hat es jedoch meinen Erwartungen nicht entsprochen. Obgleich die Autorin sich bemüht, ihre Geschichte abwechselnd aus der Sicht Everett Clines und Julia Lockwoods zu erzählen und so der Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten Ausdruck zu verleihen, konnte mich der Schreibstil nicht begeistern. Die beinahe übergangslose Wandlung der modischen, reichen und an keinerlei körperliche Arbeit gewöhnten jungen Lady aus Boston zur hart anpackenden Farmersfrau, die kocht, näht, flickt, den Garten bepflanzt, die Tiere versorgt und sogar eigenhändig das Dach des Hauses repariert, war für mich in keiner Weise glaubwürdig dargestellt. Obgleich ich in einigen Nebenfiguren ein paar sympathische Züge entdeckte, waren deren Charakterbeschreibungen viel zu karg, um mich tatsächlich für sie erwärmen zu können. Einige Nebenfiguren empfand ich nicht ganz glaubwürdig und durchdacht, wobei ich mich hier speziell auf das Ehepaar Ned und Helga beziehe.

Der ins Buch eingebrachte christliche Glaube wirkt für mich ein wenig konstruiert, letztendlich waren es aber vor allem die Emotionen, die mich nicht zu überzeugen vermochten. Es wird für meinen Geschmack viel zu oft auf den inneren Konflikt des armen, attraktiven Farmers, den keine Frau haben wollte, hingewiesen. Auch Julia, deren übermäßiger Gehorsam bar jeglichen Selbstbewusstseins zu sein scheint, deutet permanent auf ihre geheimnisvolle Vergangenheit und ihre Schuldgefühle hin, lässt den Leser aber bis zum Ende des Buches darüber im Unklaren.

'Julia ' die bestellte Braut' empfand ich leider als trivial und zutiefst klischeebehaftet, die Lektüre hinterließ einen schalen Nachgeschmack. Ich mag gut recherchierte historische Romane mit überzeugenden und einnehmenden Protagonisten äußerst gerne, das vorliegende Buch mit dem zugegebenermaßen sehr verlockenden Cover konnte mich inhaltlich jedoch leider nicht überzeugen.


Als das Leben stehen blieb
Als das Leben stehen blieb
von Ute Horn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Als das Leben stehen blieb, 17. März 2015
„Mama, was willst du ändern, wenn du am Mittwoch gesund aufwachen darfst? Welche Wünsche sind noch offen in deinem Leben?“

„Als das Leben stehen blieb“ – Dr. med. Ute Horn gab dem Buch über die Zeit nach ihrer Erkrankung einen ganz besonders zutreffenden Titel. Denn das Leben der Autorin und siebenfachen Mutter stand im Juni des Jahres 2012 im Alter von 58 Jahren tatsächlich unvermittelt still, als eine gutartige Gefäßanomalie in ihrem Kopf zu bluten begann und Ute Horn daraufhin mit einem epileptischen Anfall und vorübergehenden Sprachverlust konfrontiert wurde. In ihrer Neuerscheinung berichtet sie über ihre Ängste bis zum Eintreffen des Notarztes, der sie ins Krankenhaus brachte, über die Reaktionen ihrer Familie und Freunde, über die Zeit ihres Krankenhausaufenthaltes und die Vorbereitungen zur Kopfoperation mit ungewissem Ausgang. Ute Horn versammelte daraufhin all ihre sieben Kinder und ihr Pflegekind noch einmal um sich, um Unausgesprochenes und Ungeklärtes zu bereinigen.

Als gläubige Christin erwähnt sie in ihren Ausführungen auch das rege Gebetsleben ihrer Familie und Gemeinde sowie ihre Gotteserfahrungen. Nachdem der Verdacht auf einen möglichen Gehirntumor sich nicht bestätigte, konnte das Kavernom in ihrem Kopf in einer mehrstündigen Operation durch einen Neurochirurgen entfernt werden, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.

In ihrem Buch lässt die Ich-Erzählerin Ute Horn ihre Leserschaft an ihren persönlichsten Erfahrungen teilhaben, beginnend mit der Diagnosestellung, über den Krankenhausalltag sowie die Anschlussheilbehandlung während eines Rehabilitationsaufenthalts bis hin zur Rückkehr in ihr turbulentes Leben als Ehefrau eines Mediziners, Hausfrau, siebenfache Mutter, Referentin und Buchautorin.

„Als das Leben stehen blieb“ wird mit berührenden Worten ihres Sohnes eingeleitet, tituliert als „Gedanken des ältesten Sohnes“. In insgesamt 33 Kapiteln schildert die Autorin anschließend den Krankheitsverlauf und die Auswirkungen, die dieser schwere Schicksalsschlag auf ihr gesamtes Umfeld hatte. Zwischendurch lässt sie abwechselnd Familie, Freunde oder Bekannte durch Briefe oder selbst verfasste Gedichte zu Wort kommen. Letztendlich verleiht sie im „Nachklang“ ihrer großen Dankbarkeit Gott gegenüber Ausdruck, der sie „berührt hat, ihr Hoffnung schenkte“ und schließt mit ihrem Leitsatz „Nicht „Hauptsache gesund“, sondern „Hauptsache in seiner Hand“.

Eine beeindruckende Lebensgeschichte über eine Frau, die ihren Optimismus und ihr Gottesvertrauen auch in den schlimmsten Stunden ihres Lebens nicht verlor.

„Im Leben geht es nicht darum, gute Karten zu haben, sondern auch mit einem schlechten Blatt gut zu spielen“… eine weise Lebenseinstellung!


Lebe gefährlich!
Lebe gefährlich!
von Mark Batterson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen Kleine, kühne Taten können die Welt verändern, 17. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Lebe gefährlich! (Gebundene Ausgabe)
Mark Batterson ist Hauptpastor und Gründer der „National Community Church“, einigen Tochtergemeinden, dem „Ebenezer-Café“ in Washington, sowie erfolgreicher Buchautor. In seinem neuesten Werk „Lebe gefährlich!“ erzählt er in insgesamt sieben Kapiteln vom Leben als geistliches Abenteuer und ermutigt seine Leserschaft zum Ausbruch aus den Käfigen der Verantwortlichkeit, der Routine, der Annahmen, der Schuld, des Versagens und der Angst. Er ist der Meinung, dass genannte Käfige es verhindern, jene geistlichen Abenteuer zu erleben, die Gott für uns bereithält. In motivierenden Worten macht Mark Batterson deutlich, dass das Leben zu einem großen Abenteuer werden kann, wenn wir dem Heiligen Geist nachfolgen. Den Heiligen Geist bezeichnet er in Anlehnung an die wörtliche Übersetzung keltischer Christen als „An Geadh Glas“ (nämlich Wildgans), und die Führung durch den Geist Gottes als „Wildgansjagd“.

In jedem einzelnen Buchkapitel widmet der Autor sich einem dieser Käfige und zeigt Wege auf, daraus auszubrechen, Verantwortung für die Leidenschaft zu übernehmen, die Gott in unsere Herzen gelegt hat. Der engagierte Pastor betrachtet eine verschlossene Türe im Leben „als von Gott gewollte Umwege, bei denen wir Menschen es nicht in der Hand haben, wie unser Leben verläuft.“ Die Entscheidung jedoch, wie wir darauf reagieren, obliege alleine uns selber. Ich muss sagen, dass mich diese Lektüre ein wenig nachdenklich zurück gelassen hat. Leben denn nicht die meisten von uns in der „Komfortzone“, wie der Autor es beschreibt? Ein bequemes Christentum, wo vieles bereits alltäglich und zur Routine geworden ist, wo geistliches Wachstum stagnierte und die Erfüllung des Missionsauftrags nur halbherzig oder gar nicht betrieben wird ?

Mark Battersons Ausführungen sind faszinierend, begeisternd, anregend. Seiner Meinung nach können kleine, kühne Tagen die Welt verändern – und als Beispiel führt er an dieser Stelle Martin Luther an, der zum damaligen Zeitpunkt nicht ahnen konnte, dass er durch die Veröffentlichung seiner 95 Thesen Weltgeschichte schreiben würde.

Dieses Buch zu beschreiben, ohne den Inhalt vorwegzunehmen, ist schwierig. Ich möchte mich daher auf einige Zitate daraus beschränken, die mich nachdenklich machten und tief beeindruckten:

„Manchmal muss man scheitern, damit man dahin kommt, wo Gott einen haben möchte“

„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.“ (Sprüche 16,9). „Gott sei Dank für fehlgeschlagene Pläne.“

„Wenn unsere Pläne scheitern, dann öffnen wir uns für andere Möglichkeiten. Häufig ändert ein solches Erlebnis die Richtung unseres Lebens.“

Wir wissen die Erfüllung eines Traumes viel mehr zu schätzen, je länger wir darauf warten müssen. Dinge, die wir uns nicht erarbeiten oder auf die wir nicht warten müssen, nehmen wir gerne als selbstverständlich hin.“ – diese Worte bezieht der Autor nicht nur auf seine eigenen Träume, die Gründung der National Community Church, ihrer Tochtergemeinden, und der Gründung des Ebenezer-Cafés betreffend.“

„Der schwere Weg ist der beste Weg“.

FAZIT
Ich empfand „Lebe gefährlich!“ als wahren Lebensbegleiter, der motiviert; eindrucksvoll präsentiert durch ein Buchcover, welches ebenso wie sein Inhalt aufrüttelt und Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ein leidenschaftliches Buch mit ganz besonderer Aussagekraft… lesen!!!


Wem gehört das Geld?: Ein biblischer Leitfaden für den Umgang mit Gottes Reichtum
Wem gehört das Geld?: Ein biblischer Leitfaden für den Umgang mit Gottes Reichtum
von John MacArthur
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Geben ist Seliger als Nehmen, 17. März 2015
„Es ist nicht falsch, weise zu sparen, anzulegen und sich zu versichern, aber es ist falsch, diesen Dingen mehr zu vertrauen als Gott.“

John MacArthur ist US-amerikanischer Pastor, Prediger, Theologe und Autor (Herausgeber einer Studienbibel sowie Verfasser zahlreicher Bibelkommentare und theologischer Publikationen). Er befasst sich in diesem Leitfaden mit der Verwaltung bzw. dem Umgang mit Geld. McArthur spricht über das Sparen, das Planen, den Konsum und das Teilen mit unseren Mitmenschen.

In den insgesamt neun Kapiteln dieses Buches beschäftigt er sich mit dem Wesen des Geldes, dem Reiz des Materialismus, den biblischen Leitlinien und Warnungen, den biblischen Mitteln des Gelderwerbs und dessen Verwalterschaft. Er beleuchtet unsere Einstellung zum Geld und spricht über das Geben und weist auf das biblische Vorbild dazu hin, bezieht sich dabei auf zahlreiche Bibelstellen, die er zitiert und auslegt. MacArthur schreibt auch sehr viel über den Zehnten und über den Weg zu wahrem Wohlstand, und auch Glücksspiele und die damit verbundenen verführerischen Phantasien dazu sind Themen dieser Abhandlung.

Die einzelnen Kapitel werden durch ein Bibelzitat in kursiver Schrift eingeleitet, doch auch seine nachfolgenden Ausführungen belegt der Autor mit Quellenangaben zu Beispielen aus der Bibel. Im Anhang findet man einen detaillierten Studienleitfaden, bei dem zu jedem vorangegangenen Kapitel eine kurze Zusammenfassung und Fragen präsentiert werden. John MacArthur schließt mit einem Gebetsanliegen und diversen praktischen Anwendungen zu den einzelnen Inhalten.

Die intensive und gründliche Beschäftigung mit dem Thema „Geld“ aus biblischer Sicht ist dem Autor meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Durch die vielen Beispiele aus der Bibel wurden John MacArthurs Ausführungen niemals langweilig, die detaillierten Quellenverweise ermöglichen ein rasches und gezieltes Nachschlagen, um Inhalte zu vertiefen bzw. im Kontext nachzulesen. „Wem gehört das Geld?“ ist sicherlich kein einfaches, mit Sicherheit sogar ein unbequemes Thema, mit dem man sich als Leser auseinander setzt. Ein biblischer Leitfaden, der den Umgang mit Gottes Reichtum nachhaltig ins Bewusstsein ruft – und Veränderungen zu bewirken vermag.

„Der großzügige Christ muss niemals fürchten, nicht genug zu haben. Denn je mehr du gibst, desto mehr wird Gott dir zurückgeben.“


AHA
AHA
von Kyle Idleman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Öffne uns die Augen, damit wir sehen., 17. März 2015
Rezension bezieht sich auf: AHA (Gebundene Ausgabe)
„Veränderung oder Tod. Was wäre, wenn Sie vor dieser Alternative stünden? Was wäre, wenn eine anerkannte Kapazität eines bestimmten Fachgebietes Ihnen mitteilen würde, dass Sie Ihre Art zu denken und zu handeln, tief greifend und dauerhaft verändern müssten? Und wenn nicht, dann würde sich Ihre Zeit auf der Erde bald ihrem Ende zuneigen – und zwar viel früher als eigentlich notwendig. Könnten Sie sich verändern, wenn es wirklich darauf ankommt? Wenn es um Leben oder Tod geht?“

Kyle Idleman ist Pastor der Southeast Christian Church in Louisville, Kentucky. Nach einigen einleitenden Worten über das so genannte „AHA-Prinzip“ erzählt er in insgesamt drei Buchkapiteln Details über das „Aufwachen (plötzliche Erkenntnis) – Hingucken (schonungslose Ehrlichkeit) – und Anpacken (sofortiges Handeln)“, den drei Komponenten dieses Prinzips. Das Aha-Prinzip bedeutet für Kyle Idleman „ein plötzliches Aufblitzen, das zu einem Moment führt, in dem wir uns gegenüber ganz ehrlich sind, was dauerhafte Veränderungen nach sich zieht. Genau zur richtigen Zeit kollidiert das Leben eines Menschen mit dem Wort Gottes und der Kraft des Heiligen Geistes, und alles verändert sich.“

In seinen Ausführungen liefert der Autor dazu einige Geschichten aus der Praxis, zitiert und deutet aber auch Begebenheiten aus der Bibel. So zieht sich beispielsweise die Geschichte vom verlorenen Sohn, oder auch die Prophezeiung des Untergangs der Stadt Ninive wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Kyle Idlemans Schreibstil ist flüssig und einnehmend. Die Lektüre wird durch die immer wieder mit dem Inhalt verwobene, teilweise mit Humor dargebrachten Erzählungen aus seinen persönlichen Lebenserfahrungen und den vielen Querverweisen auf Bibelzitate nie langweilig. Eine hilfreiche Zusammenfassung und Anregung zur Selbstreflektion stellen die Fragen zum Text am Ende des Buches dar. Hier bietet der Autor zu jedem einzelnen Kapitel zielgerichtete Fragen sowie einen kleinen Lösungsansatz als Hilfestellung an.

Am meisten beeindruckte mich die Reaktion der Eltern eines seiner Freunde, als jener in vielen Lebensbereichen versagte und sich letztendlich hilfesuchend an sie wandte – ein junger Mann, dessen AHA-Erlebnis spät, aber nicht zu spät, kam:

„Meine Eltern hörten mir zu, und dann sagten sie drei Worte. Sie sagten nicht: „Dann ändere dich.“. Sie sagten nicht: „Bring’s in Ordnung.“ Sie sagten nicht: „Hol dir Hilfe.“ Sie sagten nicht: „Lös deine Probleme.“ Sie sagten nicht: „Wir lieben dich.“ Sie sagten nicht: „“Wir vergeben dir.“ Es war noch viel besser. Sie sagten zu mir: „Komm nach Hause.“


Skarabäus und Schmetterling: Roman.
Skarabäus und Schmetterling: Roman.
von Elisabeth Büchle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Ein echtes Lese-Highlight!, 17. März 2015
„Skarabäus und Schmetterling“, das neueste Werk aus der Feder der Autorin Elisabeth Büchle, besticht bereits mit seiner Optik. Majestätische Pyramiden im Wüstensand, in goldenes Licht getaucht, als Hintergrund dezente, aber gut erkennbare Hieroglyphen – all das verführt regelrecht dazu, das Buch zur Hand zu nehmen und sich in den Klappentext zu vertiefen. Spätestens dann ist es um Fans dieser Autorin geschehen: die Aussicht auf ein grandioses Abenteuer, das einen Erzählzeitraum von beinahe einhundert Jahren umfasst, in dem das historisches Großereignis der Entdeckung der geheimnisumwitterten Grabanlage des Pharaos Tutanchamun im Tal der Könige eine tragende Rolle spielt, ist zu verlockend, um es wieder wegzulegen. Die Lektüre dieses in drei Zeitebenen spielenden Romans entpuppte sich für mich als atemberaubend. Der rätselhafte Prolog, der ein Ereignis in Ägypten im Jahre 1327 andeutet, bei dem eine junge Ägypterin und ihr Geliebter ihre Heimat verlassen und sich auf die Suche nach dem Gott der Hebräer machen, vollendet sich erst ganz zum Schluss, am Ende des Buches, in Form eines entschlüsselnden Epilogs.

Das Buch wurde in zwei Teile mit insgesamt 54 Kapiteln gegliedert, wobei es zunächst den Anschein hat, als handle es sich um zwei völlig verschiedene Geschichten. Doch sehr rasch erkennt man, wie sehr die beiden Teile ineinander überfließen, sie sich ergänzen bzw. aufeinander Bezug nehmen.

Im ersten Teil stellt die Autorin den Lesern ihre 20jährige Protagonistin Sarah Hofmann vor, die bei der besten Freundin ihrer Mutter aufwuchs. Die verwitwete Lady Alison Clifford mit dem exzentrischen Lebensstil, dem großen Wissen und der Begeisterung für alles Geheimnisvolle weckte mit ihrer unkonventionellen energischen Art das schüchterne Mädchen nach und nach aus ihrer Lethargie. Aus dem zurückgezogenen, sanften und freundlichen stillen Kind wurde eine feinfühlige junge Dame, die durch die richtigen Kontakte und das Ansehen ihrer Ziehmutter in der Aristokratie ein Leben in Sorgenfreiheit führte. Die britische Countess vermittelte dem ihr anvertrauten Kind auch ihren unerschütterlichen Glauben und liebte Sarah wie eine Tochter. Als Lady Alison erfuhr, dass der befreundete Lord Carnavon eine neuerliche Ausgrabung in Ägypten unter der Leitung des Archäologen Howard Carter finanzieren würde, ließ sie sich nicht davon abbringen, den Earl gemeinsam mit Sarah ins Tal der Könige zu begleiten. Bereits auf der Überfahrt trafen die beiden Damen auf einen lebenslustigen Abenteurer aus Deutschland, der sich als Andreas Sattler vorstellt. Er und sein Reisegefährte, der zuvorkommende höfliche Antiquitätenhändler namens Jacob Miller boten sich den beiden alleine reisenden Frauen als Begleiter an. Als es in Ägypten zu einigen gefährlichen und beinahe tödlichen Zwischenfällen kam, die sich auffallend auf Sarah konzentrieren, weckte dies nicht nur in Andreas den Beschützerinstinkt. Eine junge Ägypterin und das Geheimnis um ihren verschollenen Vater Martin Hofmann sowie das Rätsel um die Identität ihres unerbittlichen Verfolgers ließen Sarah nicht zu Atem kommen…

Im zweiten Teil des Buches wurde ich mit neuen Protagonisten und unbekannten Namen sowie einem Thriller konfrontiert, dessen Spannungsbogen kontinuierlich zunahm. Im London des Jahres 2011 wurde der angehende Kriminologe und Mitarbeiter des Scotland Yard, Duke Taylor, für Ermittlungen rekrutiert, die sich mit dem plötzlichen Auftauchen von Originalen aus dem Grab Tutenchamuns befassten. Der muskulöse Polizist internationaler Herkunft sollte der Familie der 21jährigen Studentin Rahel Höfling auf den Zahn fühlen, in deren Besitz Scotland Yard wertvolle Artefakte aus dem Pharaonengrab in Millionenhöhe vermutete. Der charmante Ermittler heftete sich an Rahels Fährte und fungierte schon bald als deren Beschützer gegen Anschläge, eine Situation, die jener ihrer Ururgroßmutter Sarah frappierend ähnelte. Die zierliche und intelligente Studentin konnte zudem auf ihre guten Freunde zählen, die unerschütterlich zu ihr standen, nämlich das Ehepaar Emma und Daniel Ritter sowie Rahels ehemaligen Klassenkameraden und „großen Bruder an ihrer Seite“, Falk Jäger. Gemeinsam mit ihnen versuchte Rahel, hinter die Beweggründe für die Anschläge zu kommen und wurde immer tiefer in ein Gespinst von Lügen, Geheimnissen und Abenteuer verwickelt…

Diese bis ins Detail perfekt gelungene Melange aus hervorragend recherchierten historischen Ereignissen, Abenteuer und Liebe, gewürzt mit einer kräftigen Portion Humor bescherte mir ein unvergessliches Lesevergnügen und es war schlichtweg unmöglich, es wieder aus der Hand zu legen. Ein Buch mit vorprogrammiertem Suchtfaktor, das für meine Person besonders mit hervorragend ausgearbeiteten, vielschichtigen und zutiefst einnehmenden handelnden Personen glänzt – etwas, das ich durchaus als eines von Elisabeth Büchles Markenzeichen benennen würde. Jene Figuren sind es auch, die meines Erachtens diesem Buch Leben einhauchen und es zu einem mitreißenden Epos machen, dessen Sogwirkung man sich einfach nicht entziehen kann. Die Autorin hat nicht nur die äußerlichen Erscheinungsmerkmale ihrer Personen, sondern auch deren Charaktereigenschaften liebevoll und detailliert gezeichnet, so dass sie mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz wuchsen. Den größten Lesegenuss empfand ich bei den unzähligen Wortgeplänkeln, ausgelöst durch die raubeinige Suffragette Lady Alison, Rahels ehemaliger Lehrerin Emma, sowie Rahels Klassenkamerad Falk. Eine beeindruckende und nicht minder humorvolle Nebenfigur bietet die schrullige Kakteenliebhaberin Mary, Rahels Großmutter. Abgerundet wird das Ganze durch eine Beschreibung der Landschaft, insbesondere der Grabstätten im Tal der Könige, die einem den Eindruck vermittelte, selber vor Ort zu sein und das Gelesene auch tatsächlich „mit zu erleben“.

Elisabeth Büchle brilliert in diesem Roman nicht nur durch einen in äußerst einnehmendem Schreibstil präsentierten, ausgefeilten Plot, sondern hat neben ihrer Generationen umfassenden Geschichte voller Spannung, Romantik und Humor auch christliche Werte, wie den Glauben an Gott und die Kraft der Vergebung, in ihr Buch verwoben.

„Skarabäus und Schmetterlinge“ ist eine Lektüre, die ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann, ein Buch, das für meinen Lesegeschmack bislang den Höhepunkt von Elisabeth Büchles Werken darstellt. Ein grandioses Familienepos, das man in atemloser Spannung und mit tiefen Emotionen verfolgt und nicht mehr aus der Hand legen möchte.


Mein Gebet macht uns stark
Mein Gebet macht uns stark
von Stormie Omartian
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Die Macht des Gebets in der Ehe, 17. März 2015
„Das Gebet stellt eine ganz besondere Form der Kommunikation dar, die über unseren menschlichen Verstand hinausgeht.“

Während es Stormie Omartian in ihrem Buch „Mein Gebet macht mich stark“ um betende Frauen geht, konzentriert sie sich im vorliegenden Buch „Mein Gebet macht uns stark“ auf deren Ehemänner. Gleich zu Beginn weist die Autorin darauf hin, dass sie das Gebet für den Ehemann „als Kanal betrachtet, durch den die Kraft Gottes in dessen Leben fließen kann“. Sie plädiert dafür, der Macht des Gebets zu vertrauen, unter alle eigenen Bemühungen und Wünsche einen Schlussstrich zu ziehen und sich ausschließlich auf die Kraft Gottes zu verlassen. Stormie Omartian bestätigt zugleich aber auch, dass es nicht immer leicht ist, Rücksichtslosigkeit, Beleidigungen, Gleichgültigkeit, irritierendes oder gar nachlässiges Verhalten zu verzeihen und für diese Person zu beten. Jedoch stellen Verhaltensweisen wie permanente Argumentationen, Ignorieren, Aus-dem-Weg-gehen, Diskutieren oder Beleidigt sein ihrer Meinung nach ebenfalls keine Lösungen dar. Sie meint vielmehr, dass eine Voraussetzung dafür, für den eigenen Ehemann zu beten, nicht nur ein zeitlicher Faktor ist, sondern dass man vielmehr darum bitten sollte, dass die eigenen negativen Emotionen wie beispielsweise Bitterkeit, Groll oder Zorn aus unsern Herzen genommen werden sollen. Es umfasst auf alle Fälle die Bereitschaft zuzulassen, sich selbst zu verändern.

Die Themenvielfalt in diesem Buch ist groß. Stormie Omartian widmet sich der Beziehung, der Ehe, der Familie, der Sexualität, den Gedanken, Ängsten, Versuchungen, und vielen anderen Aspekten. Nach einigen einleitenden Worten geht die Autorin in insgesamt 31 Kapiteln jeweils auf ein bestimmtes Thema zunächst theoretisch und mit praktischen Beispielen verbunden ein, um anschließend einen dazu passenden Gebetsvorschlag zu präsentieren. Sie schließt jedes Kapitel mit Zitaten aus der Bibel und gibt stets auch einen Quellenverweis dazu an. In diesem Sinne würde ich dieses Buch weniger als Sachbuch, sondern vielmehr als Arbeitsbuch bezeichnen, das man immer wieder zur Hand nimmt, um nachzulesen und sich von Stormie Omartian inspirieren zu lassen. Ihre klugen Ausführungen und ihre wunderschön formulierten Gebetsvorschläge regen an, es ihr gleich zu tun und sich an eigenen Formulierungen zu versuchen.

Fazit: „Mein Gebet macht uns stark“ ist ein motivierender Ratgeber und wertvoller Lebens- bzw. Gebetsbegleiter für Frauen, der nicht nur die eigene Sicht auf Dinge verändern kann, sondern auch dazu in der Lage ist, eine Ehe stark zu machen.


Finales Manifesto: Der letzte große Kampf der Menschheit
Finales Manifesto: Der letzte große Kampf der Menschheit
von Charles Haddon Spurgeon
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen „Willkommen im größten Kampf der Menschheitsgeschichte“, 17. März 2015
Der Prediger und Pastor Charles Haddon Spurgeons spricht in seinem Werk „Finales Manifesto“ über seinen Glauben. Im Grunde handelt es sich um eine Botschaft, die 1891 in einem der letzten Predigerseminar-Konferenzen vom Autor gehalten wurden. Da dies meine erste „Begegnung“ mit Charles Haddon Spurgeon war, wusste ich abgesehen davon kaum, was mich erwarten würde. Ich muss gestehen, dass mich die Lektüre überraschte – sowohl seine Aktualität, als auch die direkten Worte, die der Autor an seine Leserschaft richtet. Deutlich und mitreißend spricht er aus, was ihm am Herzen liegt. Spurgeon liegt sehr viel an der Autorität der Schrift und der Rechtfertigung durch Glauben und er weist ganz klar auf Missstände hin. Er kritisiert die Übel der Zeit, die unersättliche Gier nach Unterhaltung, die Einzug in die Gemeinden gehalten hat, weist auf unfromme und nicht wirklich gläubige Prediger hin und nennt das Gebet eine Zuflucht und Hauptwaffe beim Schutz der Wahrheit. Spurgeon kämpft gegen falsche Lehre, Verweltlichung und Sünde und bezeichnet die Bibel als unsere Rüstkammer. Er predigt, „dass in der Heiligen Schrift alles offenbart wird, was der Mensch in geistlichen Fragen jemals brauchen könne, in ihr finde man Balsam für jede Wunde“, schreibt er. Demzufolge drängt er darauf, sich intensiver mit der Bibel zu beschäftigen, mehr Zeit damit zu verbringen, sie von Anfang bis zum Ende durchzulesen, und sie im geistlichen Beruf als alleinige Grundlage für Predigten zu verwenden.

Interessant waren auch seine Ausführungen zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Versuchen, Bibel und Wissenschaft miteinander in Einklang zu bringen, oder aber seine Meinung zur Säuglingstaufe. Spurgeon definiert das Wort „Kirche“ ebenso, wie er hinterfragt, was eine „Gemeinde“ eigentlich zur Gemeinde macht. Er weist zudem auf die Wichtigkeit des gemeinsamen Gebets hin und spricht sich gegen Müßiggang und den Wunsch nach Unterhaltung in einer Gemeinde aus, wünscht sich vielmehr „wirkende Gemeinden“. Auch dem Heiligen Geist ist ein Abschnitt dieses Buches gewidmet, der lt. Spurgeon durch nichts zu ersetzen ist.

Ein dünnes Büchlein, mit beeindruckenden, klaren Worten und mitreißender Botschaft!


Die Duck Commander Familie
Die Duck Commander Familie
von Korie Robertson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Glaube - Sippe - Entenjagd, 17. März 2015
„Mann, du hast die Enten nicht angelockt. Du hast sie kommandiert.“ Und so wurde das Familienunternehmen „Duck Commander“ geboren.

Die Familie Robertson aus West Monroe in Louisiana war mir bereits aus dem Vorgängerbuch „Happy, happy, happy“ ein Begriff. Umso neugieriger war ich nun natürlich auf dessen Fortsetzung, in dem der 43jährige Sohn des Firmengründers Willie Robertson und dessen Ehefrau Korie zu Wort kommen. Der Buchtitel könnte kaum passender gewählt sein – „Die Duck Commander Familie – Glaube, Sippe, Entenjagd“. Genau das sind jene Werte, die bei den Robertsons hoch gehalten werden. Da für die Robertsons der Esstisch eine äußerst wichtige Rolle spielt und als zentraler Ort der Zusammenkunft der Familie gilt, dreht sich neben dem Glauben und der Familie auch alles stets um das gemeinsame Essen. Die Zeit am Tisch gilt bei den Robertsons als Familienzeit. Am Esstisch lernten die Kinder der Robertsons wichtige Lektionen für ihr Leben, wie beispielsweise Respekt, Dankbarkeit, sich für seine Überzeugungen und Träume einzusetzen, Zufriedenheit, Motivation, und vor allen Dingen Gastfreundschaft.

Was mich dazu bewogen hat, dieses Buch zu lesen, war die Neugier auf die restlichen Familienmitglieder der Robertsons, auf weiterführende Informationen zu deren Leben, deren Alltag, Plänen und Träumen. Obgleich „Die Duck Commander Familie“ ein Nachfolgebuch über die berühmte Familie ist, kann es durchaus auch eigenständig gelesen werden. Die wichtigsten Meilensteine aus der Jungend, Kindheit, dem Lebensweg und der Geschichte der Firmengründung bis hin zur Gegenwart werden hier noch einmal zusammengefasst, diesmal jedoch aus der Sicht von Willie Robertson. Abwechselnd mit seiner Ehefrau Korie, deren Erzählungen im Gegensatz zu jenen ihres Mannes in kursiver Schrift gedruckt sind, und die einiges aus ihrer eigenen Kindheit preisgeben, berichten die beiden auch von ihrem Unternehmen, bei dem Willie als Geschäftsführer fungiert und Produkte für die Entenjagd herstellt. Gemeinsam mit Korie gründete Willie auch Buck Commander, wo nicht Enten, sondern Wild die Jagdbeute darstellt.

„Duck Commander“ begann unspektakulär mit einem Mann namens Phil Robertson, der einen großen Traum hatte. Und was als kleines Familienunternehmen begann, wurde mittlerweile durch den Vertrieb von Entenlockpfeifen, DVDs sowie durch eine eigene Reality-Fernseh-Show zu einer Firma mit Millionenumsätzen. Sowohl Willie mit seiner Ehefrau Korie und den fünf gemeinsamen Kindern, als auch die anderen Geschwister, Eltern und viele nahe Verwandte leben und arbeiten gemeinsam in diesem Unternehmen.

Korie bezeichnet ihren Ehemann als „starke, charismatische Persönlichkeit, als einen Mann, der das große Ganze im Blick hat, der große Ideen und tiefe Überzeugungen hat.“ Die beiden stellen jedoch nicht nur die Firma und deren Mitarbeiter vor, sie geben in ihrem Buch auch Ratschläge für das Gelingen einer guten und funktionierenden Ehe. Freimütig gestatten sie ihren Lesern in insgesamt 17 Kapiteln Einblicke in ihr Alltagsleben, ihren Job, die Familie, die Ernährungsgewohnheiten, ihre Träume und Ziele. Jedes Kapitel beginnt mit einem Bibelvers im Fettdruck, und endet mit einem Kochrezept aus dem Hause Robertson, in dem Miss Kay für ihre legendären Kochkünste bekannt ist. Die Zutatenliste der Rezepte sowie Phil Robertsons Slogan „Rise, kill and eat“ sind wohl für Vegetarier nicht ganz so geeignet, zarten Gemütern könnte die Beschreibung des Inhalts der alten Tiefkühltruhe, bestehend aus Unmengen überfahrener Katzen, Hunden, Hirschen, Enten usw. als Fleischvorrat für die Familie, oder die teilweise recht eigentümliche Jagdgewohnheiten des Clangründers, einer erlegten Ente noch einmal in den Kopf zu beißen um zu prüfen, ob sie auch tatsächlich tot ist, ein wenig auf den Magen schlagen. Bestimmte Detail-Beschreibungen hinsichtlich der Koch- und Essgewohnheiten oder der Zubereitung von beispielsweise Fröschen habe ich aus diesem Grund – man möge mir dies nachsehen – teilweise überlesen.

Im Vergleich zum Vorgängerbuch „Happy, happy, happy“ fand ich den zweiten Teil dieser Familiengeschichte aufgrund der vielen Wiederholungen nun nicht ganz so interessant, erfuhr aber dennoch wieder Neues aus dem „Robertson-Alltag“. Eine eigenwillige, individualistisch lebender Clan, dessen Prioritäten der familiäre Zusammenhalt, der Glaube, das Essen, - und natürlich der Entenjagd – gelten. Eine unterhaltsame, teilweise amüsante Geschichte über eine Familie, die in den USA bereits Kultstatus hat.


Bedingungslos geliebt: Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater
Bedingungslos geliebt: Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater
von Timothy Keller
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Das Gleichnis vom verlorenen Sohn, 17. März 2015
„Das Geheimnis der Liebe Gottes: Sie ist vorleistungsfrei zu haben. Jederzeit und mit Ewigkeitshorizont. Das ist die Lehrstunde für das Leben von großen und kleinen Brüdern und Schwestern.“

Der amerikanische Pastor und Autor Timothy Keller macht im Buch „Bedingungslos geliebt“ das bekannte Gleichnis aus dem fünfzehnten Kapitel des Lukas-Evangeliums zu seinem Thema. Er möchte in seinen Ausführungen dazu die wesentlichen Dinge der christlichen Botschaft, nämlich des Evangeliums, darlegen, und empfiehlt dieses Buch sowohl wissbegierigen Außenstehenden wie auch Gläubigen.

Timothy Keller erläutert zunächst die Grundbedeutung dieses Gleichnisses, das auch „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ genannt wird, und wirft dabei sofort ein, dass dabei im Grunde nicht nur der jüngere Sohn, sondern vielmehr auch der ältere eine bedeutende Rolle spielt. Der Autor zeigt auf, wie dieses Gleichnis zu unserem Verständnis der Bibel als Ganzes beitragen kann und weist darauf hin, wie die Lehre der Bibel sich auf die Art und Weise unseres Lebens auswirkt. Timothy Keller analysiert dieses Gleichnis, wirft Aspekte auf, auf die man vielleicht selber noch niemals aufmerksam wurde und besticht durch einen sehr einnehmenden und mit Praxisbeispielen versehenen theoretischen Inhalt.

Der Autor weist auf die rückhaltlose Gnade Gottes als eine lebensverändernde und Hoffnung bringende Erfahrung hin und sieht als eigentliche Zielgruppe dieses Gleichnisses fromme und bibeltreu lebende Christen, womit er ältere Brüder im Sinne dieses Gleichnisses, aber auch Pharisäer meint.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn – vielfach gehört bzw. gelesen, aber aus einem vollkommen anderen, neuen Blickwinkel betrachtet – eine sehr empfehlenswerte und interessante Lektüre!


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