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Rezensionen verfasst von
Oliver M "zeeman" (Überseekolleg)

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A Thousand Suns
A Thousand Suns
Preis: EUR 5,55

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Pop" mit künstlerischem Anspruch, 24. September 2010
Rezension bezieht sich auf: A Thousand Suns (Audio CD)
Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Die schlechte durchschnittliche Bewertung des neuen LP-Albums beweist ein weiteres Mal nichts weiter als die Engstirnigkeit der breiten Masse, und das ist gar nicht als ein Vorwurf zu verstehen - sondern eher als Tatsache. Sicher, jedem das seine, und auch meine Meinung ist nur subjektiv. Allerdings meine ich verstanden zu haben, wie dieses Konzept-Album zu genießen ist. "A Thousand Suns" ist von der Band als Gesamtkunstwerk gedacht gewesen und sollte auch als ein solches betrachtet werden. Dennoch liest man fast ausschließlich Kritiken wie "Die Single-Auskopplung ist zwar ganz gut, aber der Rest..."

In Wirklichkeit war bei Linkin Park noch nie ein Album wie das andere. Es ist eine ständige, konsequente Weiterentwicklung zu verzeichnen, und genau das weiß ich an ihrer Musik so zu schätzen. Von (relativ) hartem, aber dennoch melodischem Metal mit leichten HipHop-Einflüssen über erwachsene, nachdenkliche Rockmusik bis hin zu völlig experimentellem High-End-Shit hat sich diese Gruppe schon in jedes erdenkliche Feld gewagt - und bleibt dabei auch noch massenkompatibel - wer sonst schafft diesen Spagat?

Selbsternannte Musik-Kenner mögen mich nun auslachen, aber ich sage es trotzdem: Ja, ich halte "A Thousand Suns" in gewisser Weise für progressiv und avantgardistisch. Um das zu erkennen, muss man dem Album jedoch Zeit zum Wachsen geben. Einzelne Songs zu besprechen, halte ich an dieser Stelle für sinnlos. Jede andere meiner Rezensionen ist zwar so aufgebaut, aber hier verzichte ich darauf. Texte, Inhalt, Sound - hier stimmt einfach alles. Nur eben nicht auf den ersten Blick.

Linkin Park liefern mit ihrem neuen Album einen frischen, zeitlosen Stilmix ab, der bestimmt noch seine Nachahmer finden wird. Es könnte eventuell sogar die Begründung einer neuen, überflüssigen Genre-Bezeichnung sein. Genau so wie damals "Nu Metal"... Den letzten fehlenden Stern vergebe ich an dieser Stelle nur deswegen nicht, weil es eben theoretisch noch besser ginge.

Empfehlung für aufgeschlossene Musikliebhaber ohne Scheuklappen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 28, 2010 11:05 AM MEST


Krieg & Frieden: Krieg
Krieg & Frieden: Krieg
Wird angeboten von beatillz mailorder
Preis: EUR 34,90

4.0 von 5 Sternen Positiv überrascht!, 22. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Krieg & Frieden: Krieg (Audio CD)
Als ich vor ca. drei Jahren das erste Mal einen Release von Hirntot zu hören bekam, fand ich den noch recht primitiv und beschränkt. Aber nicht, weil mir die Thematik der Texte nicht zugesagt hat - ganz im Gegenteil, ich bin schon ein Liebhaber von Horror, Thrill und Action. Nur fand ich die Art und Weise, wie das hier umgesetzt wurde, irgendwie abstoßend. MC Basstard oder Kaisa hatten das schon besser vorgemacht.

Mittlerweile müsste allerdings selbst der größte Hater zugeben, dass Blokkmonsta und Uzi sich drastisch gesteigert haben. Die Lyrics auf "Krieg & Frieden" sind abwechslungsreich, aussagekräftig und überraschend niveauvoll. Selbiges gilt auch für den instrumentalen Teil der Platte. Es handelt sich, wie meistens bei Hirntot, um synthetische Beats mit leichtem Memphis-Einfluss. Diesmal sind sie jedoch wesentlich melodischer und sauberer produziert als früher. Thematisch dreht sich der Großteil der Tracks um bedrohlich reale Visionen des Schreckens, deren theoretische Möglichkeit (keine Fantasy!) dem Hörer sowohl zu denken gibt, als auch das Fürchten lehrt.

Die wenigen, aber ausgewählten Features bereichern das Album durchaus. So hat zum Beispiel B-Tight auf "Killer-Instinkt" einen der besten Parts, den er meiner Meinung nach je geschrieben hat - und MC Basstard (den man ebenfalls nur lieben oder hassen kann) überzeugt wie immer.

Der einzige negative Kritikpunkt, den ich habe, ist der Rap-Flow der beiden Interpreten. Der ist zwar energiegeladen und aggressiv, aber leider auch fast immer gleich. Das wird auf die Dauer etwas monoton; für's nächste Album würde ich mir wünschen dass daran noch gefeilt wird. Aber "Psychokore" ist nunmal kein konventioneller HipHop, und von daher kann man schon mal über so was hinwegsehen. Immerhin lässt sich auch eine Steigerung im Bereich der Refrains verzeichnen. "Krieg & Frieden" hat mich vom Spötter zum Befürworter von Hirntot gemacht, wozu auch das Blokkmonsta-Interview in der JUICE beigetragen hat. Top-CD.


Pray IV Reign
Pray IV Reign
Preis: EUR 13,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rückschritt aus meiner Sicht, 5. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Pray IV Reign (Audio CD)
Bis jetzt sind die Solo-Alben von Jim Jones mit jedem neuen Release besser geworden - vielleicht nicht viel, aber doch spürbar. So gesehen stellte zuletzt "Hustler's P.O.M.E." den Höhepunkt seines bisherigen Schaffens dar: Das Album war vom Klangbild her düster, futuristisch und kalt, was genau den Nerv der Zeit traf und mit einem ersten Platz in den US-Rap Charts belohnt wurde. Vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass Jones nun nicht auf diesem erfolgreichen Konzept aufbaut, sondern mit "Pray IV Reign" wieder mehr in Richtung der Anfänge geht; Stimmung und Sound erinnern leicht an "Harlem: Diary of a Summer".

Jim Jones ist nach wie vor ein guter Rapper, und zwar in erster Linie deshalb, weil er sich aus der (mittlerweile riesigen) Masse von ähnlichen Künstlern abhebt. Seine eindringliche Stimme und der ewig gleich bleibende, aber sehr eigensinnige Flow verleihen ihm einen starken Wiedererkennungswert. Ein besonderes Markenzeichen von Jones ist, dass er mehr als jeder andere Rapper mit sogenannten Adlibs und Cut-Ins arbeitet. Das bedeutet, dass man ihn im Hintergrund ständig irgendwelche Kommentare zu seinem eigenen Text brabbeln hört. Je nachdem wie man gerade gelaunt ist, kann das entweder anstrengend oder interessant sein. Das gleiche gilt für seine häufigen, langen Outro-Monologe: Jim Jones - der Rapper mit dem größten Mitteilungsbedürfnis.

Dass sich inhaltlich/thematisch auch auf "Pray IV Reign" wieder nichts geändert hat, dürfte eigentlich niemanden überraschen. Jones reminisziert gerne und gut, schwärmt dabei von den großen Zeiten seines Aufstiegs und wägt die Vor- und Nachteile eines harten Ghetto-Lebens gegeneinander ab. Und das sind dann noch die tiefgründigeren Momente des Albums. Ansonsten dreht es sich wie üblich um falsche Freunde, die Industrie, allen möglichen Luxus und das schöne Geschlecht. Auffällige Highlights sucht man vergeblich, trotzdem hält das Album ein insgesamt hohes Qualitätsniveau. Da bei den Diplomats seit längerem der Haussegen schief hängt, beschränken sich die Features auf Jim's Byrd Gang-Kollegen (NOE ist ein Geheimtipp, den man im Auge behalten sollte) sowie eine Handvoll mehr oder weniger bekannte R'n'B-Vögel und erfreulicherweise Chefstyler Ludacris. Von der ursprünglichen Crew gibt sich lediglich Juelz die Ehre.

Fazit: Einerseits ist das Album zu gut geworden, um es als Totalausfall bezeichnen zu können. Andererseits wird es bestimmt viele, die von "Hustler's P.O.M.E." begeistert waren, enttäuschen. Wo ist sie geblieben, diese unheimlich gute Mixtur aus abgefahrenen Beats und paranoidem Gedankengut? Zu viele Tracks plätschern relativ uninspiriert vor sich hin, ohne aufregende Höhepunkte zu bieten. Jones leidet wie die meisten seiner Konkurrenten an der HipHop-Volkskrankheit namens Redundanz und verliert sich vor lauter Ladies, Drogen und Sportwagen in unerträglicher Belanglosigkeit. Dass er dieses Jahr ausnahmsweise mal keine werbewirksamen Promo-Skandale im Rücken hat, kommt für ihn erschwerend hinzu. Für "Pray IV Reign" sollte man nur Geld ausgeben, wenn man unbedingt eine Sammlung komplettieren muss; den dritten Stern gibt es nur aus Sympathie.


Bassquiat 4 Life
Bassquiat 4 Life
Preis: EUR 15,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absoluter Geheimtipp., 29. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Bassquiat 4 Life (Audio CD)
Normalerweise sind meine Plattenkritiken etwas ausführlicher und gehen auf besondere Details des jeweiligen Albums ein. In diesem Fall macht es jedoch keinen Sinn, denn "BQ 4 Life" ist von vorne bis hinten ein einziges großes Highlight. Hier finden sich alle Zutaten, die guter HipHop braucht: Drei Rapper mit sehr unterschiedlichen Styles, die nur durch ihre energiegeladene Präsenz einen gemeinsamen Nenner finden. Vielfalt und Abwechslung was die lyrischen Inhalte angeht, eine professionelle Produktion und Traum-Features (Kool Savas, Samy Deluxe)...

Gefallen hat mir, dass die Songs zwar sehr unterschiedliche Grundstimmungen haben (aggressiv, nachdenklich, ernst, albern, traurig) - dabei aber allesamt mit ungeheurer Power umgesetzt wurden, was sowohl für den Rap als auch für die Beats gilt. Hier hat anscheinend ein Haufen ambitionierter Künstler viel Arbeit und Liebe in das Album gesteckt. Natürlich kann man darüber streiten, ob nun an dieser oder jener Textstelle die Grenze des schlechten Geschmacks überschritten wurde, eins steht jedoch fest: Bassquiat versuchen nicht krampfhaft, irgendeiner Zielgruppe zu gefallen. Und gefallen gerade deswegen. Wenn Battle, dann richtig "auf's Maul", und wenn Herzschmerz, dann glaubwürdig und vollkommen unpeinlich. Auf das künstliche Erzwingen von Konzeptsongs wird verzichtet, BQ steht eher für die bestmögliche und originellste Version der bekannten Standardthemen.

Was hier geschafft wurde, ist nicht weniger als der fast unmögliche Spagat, lustig zu sein, dabei vom Hörer todernst genommen zu werden und auch noch authentisch zu bleiben. Und das auf genickbrechenden Beats - was will man mehr.


Liebling, Ich Habe Das Label Geschrumpft
Liebling, Ich Habe Das Label Geschrumpft
Preis: EUR 20,30

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider DLX-Release, 27. Januar 2009
Label-Politik hin oder her: Was Sam musikalisch auf die Beine stellt hatte schon immer Hand und Fuß. Und ich persönlich höre eigentlich auch lieber drei individuelle Ausnahmekünstler, anstatt ein Dutzend Rapper auf einem Mixtape, von denen höchstens fünf wirklich talentiert sind. So folgt "Liebling, Ich Habe Das Label Geschrumpft" offensichtlich der Maxime Qualität statt Quantität, und das Konzept geht auf. Denn hier treffen drei MCs aufeinander, die jeder für sich einen unikaten und vor allem gleichwertigen Stil besitzen - keiner wird als fünftes Rad am Wagen mitgezogen.

Ali A$ eröffnet den Sampler mit einem der stärksten Intros der letzten Jahre, indem er die jüngste Entwicklung des Deutschraps in Form eines Märchens erzählt. Das lässt natürlich auf ein innovatives Album hoffen, und die Erwartungen werden nicht enttäuscht. Mit zwei kleinen Ausnahmen: Die endgültige Version von "Weil Es Zeit Ist Jetzt" lässt den wahnsinnig rollenden Groove des gleichnamigen JUICE-Exclusives vermissen, und der Beat von "Künstler Bin" wurde einfach mal ganz dreist von "Best Of Both Worlds" (Jay-Z & R. Kelly) abgekupfert, um nicht zu sagen "gebitet". Trotzdem ist der Song gut geworden, inhaltlich wird hier die Schattenseite des Stardaseins beleuchtet. Noch gekonnter wird dieses Thema von Tua und Ali aufgegriffen, auch wenn man bei ihnen noch längst nicht von Stars sprechen kann. "Luftschloss" hat mit seinem Gesangsrefrain etwas von guter, melodischer Popmusik, was im Kontrast zu den starken Rap-Lyrics dazwischen ein Highlight der Platte ergibt. Auch auf "Marketing" gibt sich Tua authentisch und selbstreflektiert, was ihn für mich als Hörer ausgesprochen sympathisch macht. Außerdem scheint er nicht weniger als ein Allround-Talent zu sein, da er sich auch mit sehr frischen und leicht experimentellen Beats an der Produktion beteiligt hat.

Was Samy betrifft, entsteht beim Hören der Eindruck, dass er sich vor der Veröffentlichung seiner nächsten Solo-LP nochmal so richtig austoben wollte. Diese wurde nämlich als relativ ernstes, erwachsenes Werk angekündigt, und so nutzt der Baus auf "Liebling..." die Gelegenheit, um ordentlich zu boasten. Und dass er darin nach wie vor der beste ist, beweist er auf Tracks wie "Besser Is Das", "Mitten In Der Nacht" und vor allem dem großartigen Skit. Letzteres hebt sich mit seinem stilvollen funky Beat am stärksten vom Rest ab. Aber auch sonst ist die instrumentale Palette überzeugend ausgefallen, was in erster Linie an mächtigen Basslines und chillig kühlen Synthesizer-Klängen liegt. Die größte Stärke des Samplers bleiben allerdings die intelligenten und abwechslungsreichen Texte, die einfach etwas mehr Gehalt haben als was man von Rap so gewohnt ist. Wer das bezweifelt, soll erstmal in "Jung & Motiviert" oder "Was Für Ein Pech" reinhören, und dann nochmal drüber nachdenken. Ehrliche Lyrik mit Anspruch, technisch auf hohem Niveau umgesetzt - gäbe es mehr Rap wie diesen, hätte der deutsche HipHop in der Öffentlichkeit ein besseres Bild.


Bombe
Bombe
Preis: EUR 20,30

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Butter aufs Brot, Milch ins Glas., 3. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Bombe (Audio CD)
Rapper wie Ali A$ sind das, was der kränkelnde deutsche Mainstream-HipHop gerade am dringendsten braucht. Er bringt thematische Abwechslung, Eloquenz und Humor zurück in den Rap, ohne sich dabei künstlich zum Kasper zu machen. Die Krönung des ganzen sind allerdings die selten gehörten Skills. Wenn Ali seine komplexen Endlos-Reimketten konstruiert und dabei immer wieder kurze Doubletime-Attacken einflechtet, ist man als Rap-Kenner beeindruckt. Nebenbei schüttelt er noch ganz lässig die unmöglichsten Metaphern aus dem Ärmel als wäre das gar nichts. Hinsichtlich der Technik kann er sich also schon fast mit Virtuosen wie Kool Savas oder Samy Deluxe messen; von den Newcomern reichen ihm höchstens Kollegah oder Gregpipe das Wasser.

Das Album beginnt mit einer kleinen Hommage an den Oldschool-Klassiker "Rapper's Delight", doch man merkt bereits in welche Richtung es musikalisch gehen wird: Mit Synthesizer-Staccato und hymnischem Digi-Orchester erinnert die Produktion leicht an Timbaland. Überhaupt scheint Ali A$ ein Freund des aktuellen Stils zu sein, und so bewegt sich der instrumentale Teil auf "Bombe" zwischen elektronischem Clubsound, Crunk und R'n'B - dies ist Deutschrap für Leute, die sonst gerne Dipset, Lil Wayne oder Kanye West hören. Löblicherweise verzichtet Ali dabei auf stumpfes Nachahmen seiner Lieblingskünstler, lässt sich lediglich ein wenig inspirieren und bleibt individuell.

Was die lyrischen Inhalte angeht, ist Vielseitigkeit angesagt. Als Deluxe-Artist hat Ali natürlich eine Menge Battlerap im Programm, und auch der obligatorische Lovesong darf nicht fehlen. "Mir Geht Es Gut" mit Emory erinnert stark an Illo's "Ich Brauch Deine Liebe Nicht", zieht im Vergleich mit diesem Track jedoch knapp den kürzeren. Das Album strotzt aber auch vor erfrischend witzigen Konzeptsongs. Zunächst metzelt sich Ali auf "Ich Bin Ein Star" verbal durch die halbe deutsche Medienlandschaft. Später führt er mit "Rückwärts Einparken" à la Soulja Boy einen neuen Tanz ein, bevor er den Hörer abschließend auf "Hoffnungsloser Fall" an einer psychotherapeutischen Sitzung teilnehmen lässt. Der grauenhaft schief gesungene Autotune-Refrain auf "Hier" stößt einem beim ersten Hören sauer auf und man fragt sich ob das ernst gemeint ist. Trotzdem erwischt man sich dabei, dass man das Lied nochmal zurückskippt; und spätestens nach dem dritten Hören ist man süchtig danach und singt begeistert mit. Ein Highlight der Platte ist "Vielleicht", das mit eingängigem Hook und traumhaften Beat überzeugt. Hier beweist Ali, dass er tiefgründige Poesie ebensogut schreiben kann wie prolliges Gepose. Das gleiche gilt für "Irgendjemand", dem Ali einem verstorbenen Freund gewidmet hat. Doch anstatt deswegen in Selbstmitleid zu baden, erweist Ali ihm die letzte Ehre in Form einer sehr würdevollen Reminiszenz an vergangene Tage und gemeinsame Erlebnisse.

Fazit: Lustiger Rap muss nicht peinlich sein. Ali A$ kombiniert Wortwitz, Punchlines und Flows zu wirklich guter, niveauvoller Musik und trifft damit den Nerv der Zeit. Jeder dem in letzter Zeit die Stumpfheit, künstliche Härte und Redundanz im HipHop zum Hals raushing, sollte auf jeden Fall mal reinhören.


Product of the 80's
Product of the 80's
Preis: EUR 20,51

4.0 von 5 Sternen P keep spittin' !, 24. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Product of the 80's (Audio CD)
Meinen persönlichen Lieblingsrapper Prodigy (nicht zu verwechseln mit den englischen Electropunks) höre ich in letzter Zeit solo fast noch lieber als im Duett mit seinem Langzeitpartner Havoc. Das mag daran liegen, dass Prodigy etwas schafft, das vor allem im HipHop nur wenigen Interpreten gelingt: Er bleibt seinem bewährten Style treu, passt sich nicht dem Mainstream an (auch wenn G-Unit-Hater das behaupten) und wirkt dabei trotzdem nicht altbacken oder gar redundant. In einem offiziellen Mixtape von ihm steckt die Arbeit und demzufolge auch die Qualität eines Albums; man erinnere sich an das großartige, von Alchemist produzierte "Return of the Mac". Dieses hatte eher den Soul-Vibe der 70er Jahre, während "Product of the 80's", wie der Name schon sagt, klanglich in der 80ern anzusiedeln ist. Hier war alles kalt, grell, künstlich und bunt. Und genauso klingt die CD, jedenfalls zum Großteil. Dennoch ist die Stimmung hier wesentlich bedrohlicher als auf den letzten Alben von Mobb Deep, was besonders die alten Fans freuen dürfte. Wer jetzt meint, Prodigy sei doch gar kein Produkt der 80er, wird schon im Intro mit einem Cut aus dem Free Agents Track "Watch That N****" belehrt. "I'm from the era of the 70's, but this is for my peoples that was born in the 80's" heißt es da. Nun gut.

Nach den ersten paar Titeln stellt man erleichtert fest, dass es hier textlich anscheinend nicht um die 80er geht; lediglich das Soundgewand enthält Einflüsse aus dieser Zeit, wie z.B. Samples aus 8-Bit-Videospielen und Oldschool-Drums. So ist es nur folgerichtig, dass auch das bekannte Vinylplatten-Knistern hier einem Radio-Störgeräusch weichen musste. Diesen frischen Wind verdanken wir dem Produzententeam Sid Roams, das auch schon u.a. für Evidence und Papoose gearbeitet hat und für ca. 90 Prozent der Beats auf dem Mixtape verantwortlich ist. Ansonsten ist Prodigys Rap das geblieben, was er seit jeher war, ein urbaner Actionthriller zum Hören. In den Nebenrollen: Twin Gambino von Infamous Mobb und der weniger bekannte Un Pacino. Die erreichen zwar nicht das Niveau des H.N.I.C., müssen sich aber auch nicht hinter ihm verstecken und sorgen mit ihren zusätzlichen Vocals für etwas Abwechslung.

Wenn Capital P. spittet, gibt es nichts zu lachen. Außer natürlich, wenn er gerade eine bekannte Redewendung verdreht (I'm so hungry, I could eat a horse / I'm so thirsty, I could drink a horse's blood). Seine unverwechselbar düstere Stimme und den zurückgelehnten, aber sehr eindringlichen und präzisen Flow kann man als Rap-Fan nur lieben. Wer sonst spricht auf eine solche Weise Wahrheiten aus, die vom Rest der Szene wahrscheinlich nicht gerne gehört werden? Wie immer berichtet er von einem Leben zwischen Straße, Club, Aufnahmekabine und Büro. Dabei geht es alles andere als friedlich und legal zu. Geld, Drogen, Sex und Gewalt bestimmen die Hochs und Tiefs. Jeder der sich etwas genauer mit der Person Albert Johnson beschäftigt hat, wird sich kaum noch fragen ob all das auch authentisch ist. So kann man sich knapp eine Stunde lang davon überzeugen, dass echter Gangsta-Rap alles andere als tot ist, bevor Prodigy abschließend auf "Am I Crazy" seine Karriere Revue passieren lässt.

In Anbetracht seiner Inhaftierung für drei Jahre war es wohl kein kluger Schachzug, "Product of the 80's" so kurz nach "H.N.I.C. 2" zu veröffentlichen. Oder sollte Prodigy für die verbleibenden zwei Jahre vielleicht noch ein Ass im Ärmel haben? Ich für meinen Teil hoffe es zumindest. Kleine Randnotiz: Dass ein Mixtape im eleganten, aufklappbaren Papp-Case und mit Inlay daherkommt, gab es bisher auch noch nie.


The Recession
The Recession
Preis: EUR 18,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "I tell you what, this is what I tell you.", 20. November 2008
Rezension bezieht sich auf: The Recession (Audio CD)
Stimmt, Young Jeezy macht auch mit seinem dritten Def Jam-Album keine Experimente und tut was er am besten kann. Aber warum sollte man auch ändern, was gut ist? Klar, bisher waren sich eigentlich all seine Alben und Mixtapes stilistisch stark ähnlich. Aber wie die sogenannten Fans reagieren, wenn man als Musiker mal etwas gänzlich neues ausprobiert, wissen wir ja mittlerweile auch schon - rechtmachen kann man es ihnen so oder so nicht. Gerade deshalb breche ich auch eine Lanze für "The Recession", denn es handelt sich dabei um ein professionell produziertes, sehr reifes Album, das einfach nur Spaß macht und mit jedem Hören noch etwas besser wird. Und genau da liegt der Unterschied zum vorangegangenen "The Inspiration", das mich zwar sofort begeistern konnte, später jedoch relativ schnell langweilig wurde.

Jeezy hat sich rap-technisch definitiv gesteigert - zwar nicht sehr, aber doch merklich. Sein Flow ist etwas schneller, kantiger und variantenreicher als früher, und was die Texte betrifft scheint er sich diesmal auch mehr ins Zeug gelegt zu haben. Wie immer beweist er ein gutes Gespür für eingängige Hooks und überzeugt nach wie vor mit der charismatischsten Stimme im ganzen US-Rap. Natürlich ist seine Reimsyntax eher simpel, aber man darf schließlich nicht vergessen dass Jeezy ein Dirty South Artist und kein New Yorker Straßenpoet wie Nas ist.

Die von vielen Hörern kritisierten "immer gleich klingenden Beats" sind meiner Meinung nach eher ein kohärentes klangliches Gesamtbild. Dieses wird in erster Linie von einer kalten, synthetischen Instrumentierung dominiert und erinnert dank Streichern, Pianos, Fanfaren und Chor eher an Filmsoundtracks als an HipHop. Angetrieben wird das ganze vom heutzutage nicht mehr wegzudenkenden Hi-Hat-Gewitter und wuchtigen Bässen. Wer diesen modernen Style mag, kommt hier also voll auf seine Kosten.

Abgesehen davon gibt es sehr wohl auch Beats, die sich vom Rest abheben. "Circulate" ist der erste Track, der hier aus der Reihe tanzt. Genau wie beim darauf folgenden "Word Play" kann man sich hier über einen wunderschönen Soul-Sound freuen, der Jeezys eindringliche Vocals fast noch besser zu tragen vermag als das düstere Geballer am Anfang der LP. Überhaupt gibt es auf "The Recession" eine größere Anzahl von emotional wirkenden Songs als auf den älteren Alben. Dafür hat Jeezy sich unter anderem die Sänger Anthony Hamilton und Trey Songz ins Boot geholt (letzterer ist Rap-Fans von diversen Kollaborationen mit den Diplomats bekannt). So schafft es z.B. "Takin It There", nachdenklich und gefühlvoll zu sein, ohne dabei ins Peinliche abzurutschen. Ab diesem Punkt jagd dann ein Highlight das nächste. "Don't Do It", den ich für den besten Track des Albums halte, erfüllt einen mit einer so andächtigen Stimmung, dass man fast zu Tränen gerührt wird - vorausgesetzt man ist in der Lage, sich darauf einzulassen. Young Jeezy straft dabei auch diejenigen Kritiker Lügen, die ihm mangelnden lyrischen Tiefgang vorwerfen. Die Single "Put On" rollt auf Chrom über die Straßen, und Kanye West zeigt hier, dass der "Autotune" genannte Vocoder-Effekt doch nicht unbedingt so schlecht ist wie sein Ruf. Abschließend werden dann noch die letzten Gerüchte über eventuellen Beef mit Nas begraben (man erinnere sich an die "HipHop is dead"-Diskussion), indem der God's Son einen beeindruckenden Gastpart auf "My President" zum Besten gibt.

In seiner Gesamtheit ist "The Recession" das beste Jeezy-Album bisher. Zugegeben: Manchmal ist er wirklich unfreiwillig komisch, aber das heitert die ganze Geschichte auch auf. Ich persönlich feiere so herrlich schwachsinnige Ansagen wie "I tell you what, this is what I tell you!". Wer Jeezy bisher nicht mochte, wird sich auch jetzt nicht begeistern können. Alle anderen können mit ruhigem Gewissen zugreifen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 16, 2009 9:03 PM MEST


Best Of Freestyles Mixtape
Best Of Freestyles Mixtape
Wird angeboten von Sonic-Sound (Preise inkl. MwSt.)
Preis: EUR 21,77

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beste Unterhaltung für Rap-Fans, 20. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Best Of Freestyles Mixtape (Audio CD)
Samy Deluxe, oft dafür kritisiert über die Jahre den "Biss" verloren zu haben, muss man eins lassen: Er hält seine wahren Fans bei der Stange. In regelmäßigen Abständen veröffentlicht er überdurchschnittlich gute Mixtapes, um die Wartezeiten auf das neuste Album zu verkürzen. Und während diese Mixtapes meist in Form eines etwas weniger ausgereiften Albums oder Labelsamplers daherkommen, handelt es sich bei "Best Of Freestyles" tatsächlich um ein Mixtape im ursprünglichen Sinn. Das sollte vor allem die früheren Fans freuen, die mit dem aktuellen Deluxe-Style weniger anfangen können als mit dem alten.

Auf der CD wechseln sich ausgewählte Live-Mitschnitte mit extra für das Mixtape aufgenommenen Studio-Freestyles ab. Vor allem unter letzteren befinden sich einige relativ lustlos wirkende Darbietungen. Trotzdem schafft es der Wickeda MC meistens, das Ruder nochmal rumzureißen und bringt den Hörer mit witzigen Wortspielen zum Schmunzeln. Jeder der selbst freestylet, ist noch mehr als andere in der Lage, diesen Hörgenuss zu feiern. Denn dafür muss man verstanden haben, dass es dabei in erster Linie darauf ankommt, dass sich das Gesagte reimt. Lyrische Inhalte oder überhaupt ein Sinn sind eher zweitrangig. Wenn man das berücksichtigt, kann man Samy ein gewisses Talent auch nicht absprechen. Was ich dagegen nicht nachvollziehen kann, ist dass viele ihn als "besten Freestyler Deutschlands" bezeichnen. Samys Freestyles sind gut und unterhalten mich - sie beeindrucken mich allerdings kein Stück; ich kenne persönlich eine Hand voll Leute die beim Freestylen genau dieses Niveau erreichen. Genau wie Samy benutzen auch sie Füllphrasen und Floskeln, um die Bedenkzeit für den nächsten Reim zu überbrücken. Dazu kommt, dass es bei Samys Freestyles keine thematische Abwechslung gibt. Es geht in der Regel darum, Stimmung zu machen, dass Publikum zum Jubeln zu bringen, sich selbst zu repräsentieren und andere Rapper zu dissen.

Dennoch ist das Mixtape eine lohnende Investition. Das von DJ Mixwell liebevoll zusammengestellte Material wurde gediegen abgemischt und transportiert den Vibe vergangener Zeiten sehr gekonnt. Für Fans wie mich ist es eine wahre Freude, Samy zum Beispiel auf bekannten US-Beats rappen zu hören. Die von diversen TV-Shows entnommenen Beiträge sind eine nette Dreingabe. Interessant ist auch der Vergleich mit dem zehn Jahre alten Eimsbush Tape "Ultimate Freestyles". Damals waren die Reime noch viel assoziativer. Man merkt, dass Samy mittlerweile viel routinierter dabei vorgeht. Er kickt oft Doppelreime, was bei einer so spontanen Improvisation natürlich eine Leistung ist. Ein absolutes Highlight ist der großartige Freestyle über Nas' "If I Ruled The World", das ist Samy in Bestform.

Insgesamt hat mich dieser Release positiv überrascht. Ich hatte eigentlich vermutet, dass ich ihn mir höchstens ein- bis zweimal aus reiner Neugier anhören würde. Nun hör ich das Teil schon seit Tagen und es wird nicht langweilig; es hat mich sogar inspiriert selbst mal wieder zum Mic zu greifen. Dafür vier Sterne. DELUXE!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 12, 2009 2:55 PM MEST


Brass Knuckles
Brass Knuckles
Preis: EUR 8,25

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein typischer Grower..., 11. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Brass Knuckles (Audio CD)
"Country Grammar" war seinerzeit eins der besten Debüts des Jahres, und "Nellyville", zumindest meiner Meinung nach, ein Style-Manifest erster Güte. Danach kamen erstmal ein paar weniger überzeugende Releases, gefolgt von einer so langen Wartezeit, dass man Nelly schon im Ruhestand wähnte. Dementsprechend hoch waren natürlich die Erwartungen an dieses Comeback - klar, dass man da nur enttäuscht werden kann. Darum will ich versuchen diese seltsam betitelte CD möglichst objektiv zu bewerten. Beim ersten Hören war ich auch enttäuscht. Der erste Eindruck war eher der eines relativ willkürlich zusammengeklatschten Mixtapes. Die meisten Tracks wollten nicht richtig ins Ohr gehen, obwohl sie nicht ganz schlecht waren, aber alles kam irgendwie durchschnittlich rüber. Da ich aber, was aktuelle Alben angeht, auch nichts sehr viel besseres zur Hand hatte, hab ich mir "Brass Knuckles" die Woche nach dem Kauf trotzdem noch täglich angehört. Und siehe da, die Lieder "wachsen" tatsächlich, dieses Phänomen kennt man ja schon. Ein Beispiel dafür ist "Long Night" mit Usher. Ein belangloses Stück Popmusik, dass sich erst nach mehrmaligem Hören als unheimlich angenehmer Slowjam entpuppt. Ähnlich verhält es sich mit "Lie", das Melodie und Bounce gekonnt vereint und schnell zu einem Ohrwurm der positiven Sorte wird.

"Brass Knuckles" ist komplett mit Features überladen. Dadurch wird zwar für viel Abwechslung gesorgt, nur hat man in den meisten Fällen den Eindruck, dass die rappenden und singenden Gäste hier auf Sparflamme unterwegs sind - von Rick Ross, T.I. & Co. ist man besseres gewohnt. Noch schwächer präsentieren sich die Grand Seigneurs LL Cool J und Chuck D. Sie sind wahrscheinlich nur dabei, um zu zeigen, dass Nelly trotz seiner Respektlosigkeit gegenüber KRS-One noch in der Lage ist, den alten Veteranen ihre gebührende Ehre zu erweisen. Für Nate Dogg gilt zwar das gleiche, es ist aber schön, nach seinem Schlaganfall mal wieder ein Lebenszeichen von ihm zu vernehmen. Positiv überraschen tut hingegen Fergie, die es tatsächlich schafft einen ernstzunehmenden Rap-Part zu kicken. "Party People", auf dem sie zu Gast ist, ist ohnhehin ein Highlight - simpel, aber effektiv. Der Beat ist düster, die ersten Verse von Nelly und Fergie werden jeweils nochmal in "Screwed 'n' Chopped" wiederholt, bevor dann am Ende ein kurzes, aber beeindruckendes Flow-Feuerwerk abgebrannt wird. Knallt! Der relaxte Funk-Groove und lyrische Anspruch von "Self-Esteem" ist genau das, was man danach zum Entspannen braucht. Das darauf folgende "Body On Me" mit Akon und Ashanti ist zwar nur leichte Kost, aber sehr gediegen und tanzflächentauglich.

Polow Da Don, der sich in letzter Zeit einen Namen als Produzent für Rich Boy und Nas gemacht hat, ist hier gleich mehrfach vertreten und liefert saubere Arbeit ab. Von den Neptunes, die ja eigentlich nicht zu unrecht als brillant gelten, kommt man sich allerdings veralbert vor: Ihr Instrumental zu "Let It Go Lil' Mama" klingt ungefähr so, als wäre es 2005 bei der Produktion der Slim Thug LP in den Papierkorb gewandert und nun wieder ausgegraben worden. Erstaunlich dass ein Rapper wie Nelly sich mit so drittklassigem Material zufrieden gibt! Zum Glück wird man später noch mit etwas mehr Qualität entschädigt. "Who F***s Wit Me" ist eine sehr smoothe Uptempo-Nummer, die mit Gitarrenklängen und schnellen Raps den perfekten Soundtrack für Autofahrten an Spätsommerabenden darstellt.

In seiner Gesamtheit ist das Album auf keinen Fall so schlecht wie sein Ruf. Nelly beweist Gesangsqualitäten und gehört auch als MC noch nicht zum alten Eisen. Man muss bei aller Sympathie aber auch ehrlich zugeben, dass "Brass Knuckles" wirklich nicht zum besten gehört, was er bisher abgeliefert hat.


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