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Rezensionen verfasst von
theEcstatic

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Hits
Hits
Preis: EUR 6,66

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist wirklich verwunderlich...., 10. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Hits (Audio CD)
... welche Songs es auf dieses "Greatest Hits" Album geschafft haben - oder vielmehr welche nicht. Während ich mit den ersten 7 Songs (allesamt von Billy Talent I und II) vollkommen einverstanden bin, verwundert mich die Auswahl der folgenden 5 Songs doch ein wenig (von Billy Talent III und Dead Silence). Sicherlich ist die Auswahl von Songs für ein Greatest Hits Album immer subjektiv und einige Fans werden, je nach persönlichen Präferenzen, entweder enttäuscht zurückbleiben oder vollends auf ihre Kosten kommen, dieser Umstand sollte jedem klar sein. Dennoch: die zwei mit Abstand besten Songs von Billy Talent III, Hanging by a Thread und Turn Your Back, fehlen hier. Stattdessen haben es Devil on My Shoulder und Rusted from The Rain auf die Platte geschafft. Zudem frage ich mich, ob Stand Up and Run wirklich notwendigerweise auf den Rohling gepresst werden musste, für mich der einzige Skip-Track auf Dead Silence.
Ein weiterer Kritikpunkt, den ich habe, ist der Umfang der CD. Die Jungs aus Kanada haben viele sehr gute Tracks aufgenommen und dann nur 12 davon auszuwählen ist, jedenfalls für mich ein wenig unverständlich. Wieso nicht 14-16 Tracks wählen, plus zwei neue Bonustracks? Diese sind übrigens einfache Spitze und könnten unterschiedlicher nicht sein, einmal voll auf die zwölf mit Kingdom of Zod und einmal melancholische Trauerbewältigung in der Akustikversion von Chasing the Sun.

Über die DVD will ich gar nicht viele Worte verlieren, wer schon einmal auf einem Billy Talent Konzert war wird durch die Live-Aufnahmen einige Deja-Vú Erlebnisse haben und nochmal richtig mitgehen. BT ist einfach eine der besten Livebands, die ich bisher miterleben durfte!

Empfehlen kann ich dieses Album aber aufgrund der oben genannten Kritikpunkte nur Personen, die bisher noch nicht alle Billy Talent Alben besitzen oder die kürzlich erst auf die Band aufmerksam geworden sind. Für alle anderen gilt: Kann man haben (aufgrund der Bonustracks), muss man aber nicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 8, 2015 1:10 PM CET


No Poison No Paradise
No Poison No Paradise
Preis: EUR 19,98

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnt gut, 18. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Poison No Paradise (Audio CD)
So, da ist sie also nun; die neue von Black Milk. Mit gerade einmal 46 Minuten ist es dann doch eine recht kurze Platte geworden, aber es ist immer eine Freude, dem Detroiter Produzenten/MC auf Albumlänge zuzuhören.

No Poison, No Paradise kommt was die Produktionen angeht sehr düster daher. Jedenfalls düsterer als alles, was man bisher von ihm hören konnte. Sie sind auch dieses Mal wieder astrein und besser als das, was man auf 90% der HipHop-Alben finden kann, allerdings fehlt mir oftmals der letzte Spin, der den Beats den letzten Schliff gegeben hätte.
Aber nicht nur die Beats haben sich seit "Album of the Year" mächtig verändert, auch lyrisch hat Black Milk auf diesem Album etwas zu sagen, oder vielmehr zu erzählen. Er erschafft den fiktiven Charakter "Sonny", aus dessen Sicht der Zuhörer Geschichten aus dem Leben Curtis Cross's erfährt. Das Konzept hinter dem Album ist eine gelungene Idee und Black Milk lässt beim Storytelling ungeahnte Qualitäten als MC aufblitzen, allerdings erfindet er hier das Rad nicht neu. Die Themen sind von vielen Rappern bisher auf verschiedenen Konzeptalben aufgenommen worden - der ewige Kampf von Gut und Böse, Geld und Frauen. Zudem scheinen die Songs nur im Kontext des Albums ihre volle Kraft entfalten zu können und wirken einzeln zwar gut, aber aus ihrem Zusammenhang gerissen.

Alles in allem schafft es Black Milk auch auf dieser Platte mit gut abgestimmten Produktionen, einem Konzept hinter dem Album und verbessertem Storytelling eine einzigartige und stimmige - wenn auch düstere - Atmosphäre zu schaffen. Dies führt aber auch dazu, dass es wenige klare Glanzmomente gibt, aber bei der hohen Qualität aller Songs ist dies auch nicht weiter schlimm. Was bleibt ist ein durchweg gutes Album auf dem sich Black Milk mal wieder neu erfunden hat. Von mir gibts daher 4 von 5 Sternen und eine klare Kaufempfehlung.

Anspieltips: Interpret Sabotage, Ghetto Demf, Sunday's Best, Monday's Worst


Welcome to the Freakshow
Welcome to the Freakshow
Preis: EUR 10,98

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nah an der Perfektion..., 6. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Welcome to the Freakshow (Audio CD)
Vorab möchte ich sagen, dass ich seit "Lips of an Angel" absoluter Hinder-Fan bin. Eigentlich ist Rock so überhaupt nicht mein Musikgeschmack, aber Hinder haben es durch energiegeladene Rockhymnen und wunderschöne Balladen geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. "Take it to the Limit" fand ich schon genial, "The All American Nightmare" habe ich im Anschluss regelrecht gesuchtet. Umso mehr freute ich mich dann auf ihre neue, die heute morgen mit zwei Tagen Verspätung in meinem Briefkasten lag. (kein Vorwurf an Amazon, bei Import CDs habe ich schon wesentlich größere Engpässe bei Lieferungen erlebt. Wegen der verspäteten Lieferung einen Stern für das Produkt zu vergeben entspricht nicht dem Zweck, warum wir das hier tun, aber seis drum. Der Ärger über solche Menschen muss eben mal raus ;))
To cut a long story short, ich wurde keineswegs enttäuscht, meine (sehr hohen) Erwartungen wurden allerdings auch nicht so recht erfüllt.

Im Vorfeld wurde ja schon bekannt, dass Hinder auf diesem Album ein wenig mehr experimentieren würden als auf den Vorgängern. Von Hardrock über Country bis zu Pop sollte ein regelrechter Mix aus verschiedenen Richtungen entstehen. Als dann aber der erste Track "Save Me" aus den Boxen dröhnte, wurde meine Sorge, dass Hinder eventuell einen anderen Musikstil einschlagen würden, in den Hintergrund gerückt. Eine klasse Uptempo Nummer mit Hooks, die schnell ins Ohr gehen und hängenbleiben. Einfach ein Opener, wie man ihn von Hinder kennt und ihn sich wünscht!
Track zwei ("Ladies come First") schlägt musikalisch in die gleiche Kerbe; ein Song mit anzüglicher Lyrik und harten, dennoch melodischen Gitarren kanngut und gerne als Partyhymne bezeichnet werden! Ein fall von Vintage-Hinder, gefällt mir gut. "Should have Known Better" ist die erste Semi-Ballade des Albums. Ähnliches Konzept wie bei den vorherigen Alben, die Kraft und Emotionen in Winkler's Stimme und eine schöne Melodie machen den Song zu einem Highlight.
Danach gehts mit dem Titelsong "Freakshow" wieder mit Vollgas weiter. Die besten Gitarrenriffs und ein Hook zum Mitgröhlen erwarten den Hörer hier.

Bisher macht das Album echt sehr viel Spaß und wenn die Qualität so dicht wie in der ersten Hälfte des Albums wäre, hätten Hinder auch 6 Sterne von mir bekommen. Leider finden sich insbesondere im Mittelteile viele Lückenfüller und Songs, die meinen Finger magisch auf die Skiptaste ziehen.
So hat "Talk to Me" lyrisch durchaus etwas zu bieten und hätte eine schöne Hinder-Ballade werden können. Leider fehlt hier völlig die Energie - sowohl in Winkler's Stimme als auch in der Musik. Gleiches gilt im Prinzip für "Get me Away From You" und "Is It Just Me", ich spüre einfach nicht den Herzschmerz und die Energie, eben das, was Balladen von Hinder so reizvoll und besonders gemacht haben. Sehr sehr schade, hier wurde einiges Potenzial liegengelassen.
"I Don't Wanna Believe" ist da schon deutlich besser, ein Song der auf die Tränendrüsen drückt und eine dichte Atmosphäre erzeugt. Er erinnert mich stark an "Lips of an Angel", kommt an dieses aber nicht ganz heran.
Zum Schluss des Albums gibts dann mit "See you in Hell" und "Wanna Be Rich" nochmal voll auf die 12, was das Album dann doch noch abrundet und einen starken Abgang darstellt.

Hinder haben sich mit dem Album (Gott sei Dank!) nicht neu erfunden und sind ihrer musikalischen Linie größtenteils treu geblieben. Im Vergleich zum Vorgänger finden wir auf "Welcome to the Freakshow" noch mehr Balladen, was per se eigentlich nichts Schlechtes ist. Leider fehlt oftmals die Leidenschaft und die Kraft, was Hinder-Balladen für mich so attraktiv gemacht hat. Wir finden auf dem Album aber auch viele Songs, die zweifellos zu den besten gehören, die die Jungs aus Oklahoma je aufgenommen haben - sowohl von der Reife in den Texten als auch in den nahezu perfekten Produktionen und schönen Gitarrenriffs. Die Band zeichnet sich aber meiner Meinung nach nicht durch Perfektion aus, sondern durch die emotionalen Songs die mich vollkommen mitreißen, was hier an manchen Stellen nicht der Fall ist.
Dennoch ist das Album rock-solid, viele Highlights (Anspieltipps wären hier beispielsweise "Ladies Come First", "Should have Known Better" oder "Wanna Be Rich") und manch durchschnittlicher Song ist auf der Scheibe zu finden. Deswegen gibts von mir einen Punkt Abzug und 4 satte Sterne.

Das alles ist aber Kritik auf sehr hohem Niveau und Musikgeschmack ist bekanntlich ja immer subjektiv. Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen mit der Rezension helfen, ich habe die Investition von 16 Euro jedenfalls nicht bereut! Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 2, 2013 4:18 PM CET


A Dream Deferred
A Dream Deferred
Preis: EUR 18,35

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen From Rags to Riches, 11. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: A Dream Deferred (Audio CD)
"A Dream Deferred" ist das mittlerweile dritte Studioalbum (die Collabo mit 9th Wonder nicht mitgerechnet) des New Yorker Rappers Skyzoo. Nachdem er sein letztes Werk "Live from the Tape Deck" ausschließlich von !llmind produzieren ließ, greift Skyzoo auf "A Dream Deferred" wieder auf mehrere Producer zurück - um ein paar namentlich zu nennen wären da !llmind, 9th Wonder, Black Milk und DJ Khalil - was auf jeden Fall zu mehr Abwechslung beiträgt als es bei seinem letzten Album der Fall war. Skyzoos persönliche und geniale Lyrik kehrt auch wieder auf das Niveau seiner LP "The Salvation" zurück was mich persönlich sehr gefreut hat.

Nach mehrfachem Hören befand ich das Album für absolut hörenswert und beschloss diese Rezension zu schreiben, als mir etwas in der CD-Hülle auffiel. Im Feld direkt neben der Disc kann man folgendes Gedicht von Langston Hughes, der eine der führenden Personen des New Negro Movement in den 1920ern war, finden:

What happens to a dream deferred?

Does it dry up
like a raisin in the sun?
Or fester like a sore—
And then run?
Does it stink like rotten meat?
Or crust and sugar over—
like a syrupy sweet?

Maybe it just sags
like a heavy load.

Or does it explode?

Ich dachte einige Zeit lang über dieses Gedicht nach, hörte noch aufmerksamer auf Skyzoos Lyrik in den Songs und kurz darauf wurde mir klar: "A Dream Deferred" ist ja noch geiler als ich dachte.
Skyzoo zeigt, wie sehr ein Traum aufblühen und Realität werden kann, wenn man alles dafür tut und andere Dinge opfert. Manchmal im Leben kann es aber passieren, dass wir unsere Träume in den Hintergrund rücken müssen, was aber nicht heißt, dass diese Träume für immer aus der Welt sind - was uns direkt zu dem Titel "A Dream Deferred" bringt. Man kann dieses Album in mehrere Akte unterteilen, was ich an einer kurzen Beschreibung und Kritik an den einzelnen Songs etwas genauer ausführen möchte. Wem das zu lange dauert, kann auch mein knackig zusammengefasstes Fazit lesen ;)

In den ersten Songs des Albums beschreibt Skyzoo im Prinzip seine Version des Amerikanischen Traums „from rags to riches“: Ein Junge aus ärmlichen Verhältnissen will einen sozialen Aufstieg und alles was damit einhergeht– Geld, Anerkennung, Ruhm und Frauen.
„Dreams in A Basement“ ist ein toller Opener, der Beat ist ruhig, sodass der Fokus auf Skyzoos Reimen liegt. Jill Scott sing dazu einen butterweichen Refrain, was dem Song den Feinschliff gibt – guter musikalischer Start in die Reise von Skyzoos Leben, auf die er uns auf diesem Album mitnimmt.
„Jansport Strings“ kommt schon einen Tick dynamischer daher, der Beat besticht durch die verwendeten Trompetenklänge. Skyzoo rappt von seinem früheren Leben und erwähnt im Refrain noch den in den Mittneunzigern wegen Mordes inhaftierten Rapper Chi-Ali. („I tell them: One time up for Chi-Ali, .... , My momma prayed that I wouldn’t be Chi-Ali, Now my momma’s straight cause I wanna be Chi-Ali”).
Die rauhe Stimme Freeways und der schlichte Beat (!llmind beschränkt sich hier auf mächtige Drums und eine schöne Klaviermelodie im Hintergrund) machen „Pockets Full“ zum ersten richtigen Highlight des Albums.
Auf „Give it up“ hören wir dann zum ersten Mal Elektro- und Danceeinflüsse gepaart mit einem mächtigen Beat und harten Drums. Im Refrain kann man zudem noch orientalische Klänge hören, was dem Song auf jeden Fall etwas Mystisches gibt. Skyzoo gibt auf diesem imposanten Beat auch zum ersten Mal richtig Gas und flowt ungewohnt taktgenau. Die immer wiederkehrende Elektromelodie auf dem Beat verliert allerdings nach einiger Zeit an Reiz und ob DJ Prince als Feature wirklich notwendig war, lasse ich mal dahingestellt. Dennoch ein echtes Brett, vom Beat etwas experimenteller als auf seinen vorherigen Alben und ein klasse Flow machen „Give it up“ zu einem der besten Songs des Albums.

„Glass Ceilings“ ist nicht nur ein weiterer guter Song auf dem Album, er stellt vielmehr eine Art Übergang zum nächsten Akt des Albums dar. Skyzoo rappt über seine Vergangenheit, als sein Traum, den er in den ersten Songs ausführlich beschrieben hat, langsam Form annimmt und Realität wird. Trotzdem immernoch gefangen zwischen seinem Traum und der Realität, die ihn umgibt beschreibt Skyzoo seine Zeit zwischen Undergroundrapper und öffentlicher Aufmerksamkeit. Immernoch tief genug, um auf den Boden schauen zu können, dennoch das Ziel im Auge, an die Spitze zu kommen.

„Range Rover Rhythm“, „The Knowing” und “Drew and Derwin” beschreiben dann den Traum, der Realität wurde. Lyrisch stehen hier die Annehmlichkeiten im Vordergrund, die in sein Leben traten: Autos (Range Rover Rhythm) und Frauen (The Knowing, Drew and Derwin). Range Rover Rhythm finde ich persönlich sehr gelungen, es passt einfach alles. Ein nicht zu überladener Beat, der trotzdem einen ganz besonderen Sound durch Elektroeinflüsse, Trompeten und dezente Bässe kreiert und Skyzoos Flow und Lyrics machen den Song zu meinem persönlichen Highlight auf dem Album.

In den nächsten Songs (u.A. „How to make it through Hysteria“) erzählt Skyzoo von Hindernissen, die es auf dem Weg zum Ziel immer wieder geben kann und zeigt Wege auf, diese zu überwinden.
Nachdem !llmind praktisch für die Produktionen der ersten Hälfte des Albums war, geben sich auf der zweiten Hälfte DJ Khalil, Focus, Black Milk und Tall Black Guy die Ehre, was man an der Verschiedenheit der Beats merkt.
Auf „Spike Lee was my Hero“ und „The Cost of Sleep“ rappt Skyzoo von der Erfüllung seines Traums und reflektiert seinen Weg dorthin und den Ort, von dem er kam. Ein wunderbarer Abschluss des Albums, der auch noch ein klasse Feature von Talib Kweli enthält.

Fazit:
Wenn man alles in seiner Gesamtheit betrachtet, ist man von dieser Scheibe mehr als nur beeindruckt, mich hat sie wie kaum eine andere gefesselt und nicht mehr losgelassen. From rags to riches, wie es schon in der Überschrift der Rezension steht, ist der rote Faden des Albums. Skyzoo nahm ein Gedicht aus der Blütezeit des American Dreams, wandte es auf seine persönliche Lebensgeschichte an und was herauskam war „A Dream Deferred“.
Sicherlich hat das Album auch den einen oder anderen schwächeren Song (The Rage of Romello will mir beispielsweise einfach nicht ins Ohr) und ich hatte das Gefühl, dass das unglaublich stimmige Bild der Geschichte durch die Vielzahl an Produzenten in der zweiten Hälfte des Albums etwas nachlässt. Das alles ist aber Kritik auf sehr sehr hohem Niveau.
Skyzoo hat ein Stück Lyrik als Leitfaden für sein Album gewählt, gewohnt intelligente Lyrik und dazu noch astreine, abwechslungsreiche und teilweise experimentelle (aber gelungene!) Beats auf eine Scheibe gepresst, die mehr als nur eine CD ist – es ist die Geschichte eines Traums. Ein Traum, mit dem sich ein jeder von uns identifizieren kann. Wir alle haben verschiedene Träume, wir alle haben einen steinigen Weg den wir gehen müssen um sie zu erreichen. Aber wir alle können es schaffen, wenn wir ambitioniert genug sind.
Es kommt nicht mehr oft vor, dass ein Album eine Geschichte von Anfang bis Ende erzählt, mit der man sich auch noch identifizieren kann und die – in manchen Fällen Ansporn und Mut zugleich sein kann.
Leider wird dieses Album nicht die Anerkennung finden, die es verdient. Ich hoffe dennoch, dass Skyzoo weiterhin Musik allerhöchster Qualität abliefern wird, denn „A Dream Deferred“ ist etwas ganz Besonderes.

Uneingeschränkte Kaufempfehlung.


Let Me In
Let Me In
DVD ~ Kodi Smit-McPhee
Preis: EUR 5,55

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der etwas andere Vampir-Thriller, 20. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Let Me In (DVD)
Das Wichtigste zuerst: Ich habe das schwedische Original "So finster die Nacht" NICHT gesehen und kann somit "Let Me In" auch nicht mit diesem vergleichen. Im Vorfeld erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass Regisseur Matt Reeves beont hat, dass es sich bei "Let Me In" nicht um eine Neuverfilmung des bereits angesprochenen schwedischen Originals handelt, sondern vielmehr um eine Neuverfilmung des gleichnamigen Buches von John Ajvide Lindqvist, welches ich ebenfalls nicht gelesen habe. Buchvorlage hin oder her, bin ich der Meinung, dass ein Film auch immer alleine bestehen muss - und das tut "Let Me In" auf eindrucksvolle Weise.

Anders als alle bisherigen Filme, die auch nur ansatzweise das Thema "Vampire" behandeln oder zumindest aufgreifen, werde ich mir diesen Film wohl noch unzählige Male anschauen. Mobbing, Aggressionen, Außenseitertum, Trennung, Erwachsenwerden und die Unschuld der ersten Liebe - grandios gespielt von zwei der besten Nachwuchsschauspieler Hollywoods. Chloe Grace Moretz gefiel mir zwar nicht ganz so gut wie in "Kick-Ass" und kommt auch nicht an das grandiose Spiel von Kodi-Smit McPhee heran, bietet aber dennoch eine sehr gute Leistung. Auch die Harmonie zwischen den beiden könnte besser nicht sein, was die eigentümliche Beziehung auf jeden Fall sehr glaubwürdig wirken lässt; die restliche Besetzung ist ebenfalls sehr gut gecastet und ausgewählt worden.

Reeves hat es geschafft, eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen, die Macht der Bilder auf den Zuschauer wirken zu lassen, ohne die Macht der Worte zu vergessen und die wundervoll erzählte Story mit einigen Schockern und blutigen Szenen aufzupeppen. Der Soundtrack zum Film intensiviert diese Atmosphäre grandios und ist sehr gelungen.

Ich habe eigentlich nichts Großartiges ewartet, als ich den Film vorgestern Abend in den DVD-Spieler eingeworfen habe und umso mehr wurde ich umgehauen. Da kam "Let Me In" als kleiner Arthouse-Streifen daher und hat sich zwischen "The Help", "The Fighter" und "Black Swan" nahtlos in meine Lieblingsfilme des Jahres 2011 eingereiht.
Der Cast, die liebevoll erzählte Geschichte, ernste und erwachsene Themen mit Tiefgang, eine klasse Charakterzeichnung, gute und perfekt platzierte Special Effects machen dieses Vampirdrama einzigartig und zu einer der Top-Produktionen des Genres.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung von mir.


Strange Clouds
Strange Clouds
Preis: EUR 13,49

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen BoB does it all..., 22. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Strange Clouds (Audio CD)
Nach seinem Debutalbum "The Adventures of Bobby Ray" wirft B.o.B nun seinen Sophomore-Longplayer "Strange Clouds" auf den Markt. In meinen Augen schafft es zur Zeit niemand, verschiedene Musikrichtungen so zu kombinieren wie B.o.B. Seine Kreativität und die Mühelosigkeit, mit der er diese Sounds nicht nur auf einen Track packt, sondern etwas völlig Neues daraus erschafft, sucht Seinesgleichen. Nach seinem mehr als gelungenen Debut bereits als "Andre 1500" gefeiert - als Anlehnung an den großartigen Andre 3000 von Outkast - liegt die Messlatte bei seinem Nachfolger natürlich hoch. Auch meine persönlichen Erwartungen an das Ausnahmetalent aus Atlanta waren extrem hoch - wird es derselbe Bobby Ray sein, der durch seinen innovativen und kreativen Stil besticht oder wird das Album im gewöhnlichen HipHop/Pop-Einheitsbrei enden wie die letzten Werke seines Labelchefs T.I.?
Ein Blick auf die Features lassen sowohl Positives als schlimme Befürchtungen aufkommen, aber dazu später mehr. Generell kann man aber festhalten, dass sich B.o.B mit insgesamt 10 verschiedenen Gästen viel Verstärkung geholt hat - darunter Interpreten mit Rang und Namen wie Trey Songz, Chris Brown oder Nicki Minaj aber auch eher unbekannte Vertreter wie Lauriana Mae. Ich habe mich lange mit dem Album beschäftigt, daher ist die Rezension auch dementsprechend lang geworden. Aber genug der Vorrede, Track by Track:

Nachdem Morgan Freeman eine Art Intro zu "Bombs Away" gesprochen hat, geht Bobby Ray sehr energisch und engagiert auf einem wuchtigen Beat zur Sache. Dass er einen Track auch nur durch seine Raps veredeln kann, ist spätestens seit seiner Kollabo mit Tech Nine in "Am I A Psycho?" bekannt, dennoch singt er den Refrain selbst. Ein guter erster Track, der Lust auf mehr macht.
Ein elektronischer Beat und ein sich zu oft wiederholender Hook erwartet den Zuhörer bei dem zweiten Lied "Ray Bands", in dem sich die Lyrics um das andere Geschlecht drehen. Aus diesem Beat, der wirklich sehr innovativ wirkt, hätte man mehr machen können und hat eindeutig Potenzial liegen lassen. Das ist allerdings nicht weiter tragisch, denn mit "So Hard To Breathe" zündet BoB einen Knaller, der auch auf sein Debutalbum gepasst hätte. Ganz ohne Features rappt und singt er über die Musikindustrie, seinen Ruhm und den damit einhergehenden Druck. ("And it's so hard to breathe, yeah/ And even more so to sleep when no-one cares/ It was all I can eat/ But now I'm sinking, so deep, I can't come up for air") Den intovertierten und nachdenklichen BoB dieses Tracks mag ich persönlich am liebsten, das erste Highlight des Albums.
Nun folgt einer der Tracks auf den ich sehr gespannt war - die Kollabo von Country-Sternchen Taylor Swift und Bobby. Auf "Both of Us" liefern beide auch einen mehr als anständigen Part ab, leider sind Refrain und Strophen nicht perfekt abgestimmt. Der Song geht zugegebenermaßen auch zwischen dem fantastischen "So Hard To Breathe" und dem gleichnamigen Song des Albums "Strange Clouds" mit Lil Wayne etwas unter. Eigentlich halte ich nicht viel von Lil Wayne's Musik, allerdings muss ich ihm zugestehen, dass er mit seinem eigenen Stil im Musikgeschäft erfolgreich wurde. Eben dieser Stil gepaart mit einigen anständigen Lines, ein mächtiger Beat, der wieder sehr elektronisch und mit viel Wumms daherkommt, machen diesen Song zu einem Highlight. Dass BoB eine gute Leistung bringt, muss ich wohl nicht erwähnen.
Mit "So Good" haben wir es mit der ersten Single des Albums zu tun. Ein gute-Laune-Beat in seiner reinsten Form, auf den BoB ein paar lockere Strophen rappt und Ryan Tedder den Refrain singt. Verliert trotz meiner ersten Erwartung nach mehrfachem Hören nicht den Reiz, was ich nach ca. 12 Durchläufen der CD getrost über alle Songs des Albums sagen kann.
Nach diesem Ausflug in den Pop nimmt uns BoB wieder mit in die Welt des HipHop. "Play For Keeps" ist vermutlich zusammen mit "Strange Clouds" der Track, den man komplett der Richtung HipHop zuordnen kann. Lyrisch erwartet uns hier etwas besonderes, BoB rappt hungrig und muss sich wahrlich vor keinem MC verstecken. "Play For Keeps" erinnert mich irgendwie stark an "Bet I" von seinem Vorgängeralbum. An sich ein klasse Track, der aber eher auf seine Mixtapes gepasst hätte; er wirkt auf der Platte einfach irgendwie deplaziert. Freunde des Sprachgesangs werden den Song dennoch lieben.
Auf "Arena" gibt sich BoB's Labelchef T.I. die Ehre. Zur Verstärkung holte man sich noch Chris Brown ins Boot, der einen butterweichen Refrain singt. Wieder rappt BoB auf höchstem Niveau und man ist langsam der Auffassung, dass der Mann einfach alles kann. T.I. flowt lässig über den Beat und trägt wenigstens zur Diversität des Albums bei.
Nicki Minaj brachte letztes Jahr frischen Wind in das Rap-Geschäft, wurde dann aber konstant schlechter. Dementsprechend gespannt war ich, ob sie auf "Out of my Mind" eine ansprechende Leistung bringen kann. Um es kurz zu machen: Das Lied ist DER Totalausfall des Albums und der einzige Skip-Track. Der Beat ist furchtbar penetrant und überladen, Nicki übertreibt und überdreht komplett. Auch BoB kann den Song durch seine Performance nicht retten. Extrem schlecht. Ich frage mich ob BoB mit dem Track zufrieden war und warum er ihn mit auf das Album gepackt hat. Druck des Labels? Verkaufszahlen? Mag sein. Ich habe nur Angst davor, diesen Song wegen der beiden großen Namen und der Generation Elektrobeat als weitere Single im Radio zu erleben.
Nach dem eher unspektakulären aber dennoch guten "Never Let You Go", bei dem BoB wieder sehr persönliche Zeilen vorträgt und Ryan Tedder erneut einen schönen Refrain singt (der Song erinnert mich irgendwie auch an "Coming Up" von Lupe Fiascos Album "Lasers"), folgt ein weiteres Highlight.
Die mir bis vor drei Tagen völlig unbekannte Lauriana Mae stellt mit ihrem Refrain alle anderen Features mühelos in den Schatten und harmoniert perfekt mit BoB, der erneut Lyrics rausfeuert, bei denen es sich lohnt, zuzuhören. Das beste Lied des Albums, ohne jeden Zweifel.
Durch "Circles" werden wir noch einmal mitgenommen in die Zeit von "The Adventures of Bobby Ray". Ohne Features rappt und singt Bobby auf einem fröhlichen Beat. Der Song ist die perfekte Überleitung zu "Just A Sign" und "Castles". "Just A Sign" besticht durch seinen entspannten, elektronischen Beat und die guten Leistungen von BoB und Playboy Tre, der nach seinem Auftritt auf "Bet I" aus seinem Vorgängeralbum wieder eine gute Leistung bringt. Mit fast sechs Minuten ist es das längste Lied des Albums, wird allerdings zu keinem Zeitpunkt langweilig. "Castles" ist dann wieder eine Spur lebhafter und wird von Trey Songz mit einem hervorragenden Refrain veredelt. Zu guter Letzt bildet "Where Are You" einen perfekten Abschluss für sein zweites Album "Strange Clouds".

Was ist also zu sagen, wenn man das Album in seiner Gesamtheit betrachtet? Es ist B.o.B sicherlich wieder gelungen, einen sehr sehr soliden Longplayer zu produzieren. Das Album ist in vielen Stellen seinem Vorgänger "The Adventures of Bobby Ray" sehr ähnlich, auf der anderen Seite aber auch wesentlich elektronischer geworden, was irgendwie ein allgemeiner Trend ist. Es erinnert mich an einigen Stellen auch an "Lasers" von Lupe Fiasco, der Bobbys neues Werk kürzlich auf seiner Facebook-Seite als "dope" bezeichnete. ;) Meine Bedenken, dass die Features eventuell seinen Stil in den Hintergrund rücken - was auch bereits von einem Vorredner kritisiert wurde - erwiesen sich als unbegründet. Sie wurden sorgfältig ausgewählt und ergänzen ihn perfekt.
Einzig der Song "Out Of My Mind" mit Minaj ist richtig schlecht geworden, der Rest ist mit großer Hingabe produziert worden und die Texte wurden größtenteils mit Herzblut geschrieben; die ein oder andere große Perle erwartet den aufmerksamen Zuhörer sicherlich. B.o.B wurde mit diesem Album (noch) kommerzieller als bei seinem Debut, seine Musik hat aber mit dem üblichen Einheitsbrei weiterhin nichts zu tun. Uneingeschränkte Kaufempfehlung, gerade bei dem Preis von 13 Euro.


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