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Rezensionen verfasst von
Ruby R.

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In unnütz toller Wut
In unnütz toller Wut
von Maarten 't Hart
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gesunder Menschenverstand, 29. April 2006
Rezension bezieht sich auf: In unnütz toller Wut (Taschenbuch)
"In unnütz toller Wut" war mein erstes Buch von 't Hart, ich hatte es eigentlich meinem Vater geschenkt und es später zum Lesen bekommen. Ich war ziemlich begeistert. Mir gefällt an seiner Erzählweise das wie zufällig erscheinende Einfließen seiner Lebensweisheit und letztendlich seiner recht sympathischen Einstellung zu verschiedenen Alltäglichkeiten und realen Begebenheiten. So zum Beispiel der Umgang mit der Geflügelpest in den Niederlanden.

Mir gefällt seine Art, die Dinge und Personen immer mit einem zwinkernden Auge zu betrachten. Eine meiner Lieblingszenen ist die Taxifahrt zum Filmstudio mit einem suizidgefährdeten Taxifahrer...

Danach hatte ich "Die schwarzen Vögel" gelesen, soweit ich weiss eines seiner ersten Bücher aus den 90er Jahren. Gerade bei diesen zeitlich auseinander liegenden Büchern sieht man gut, wie sehr die männlichen Hauptprotagonisten die Ansichten des Schriftstellers annehmen (nebenbei bemerkt mit einer erstaunlich guten Interpretation des weiblichen Gefühlszustandes in diesem Buch).


Der kleine Freund: Roman
Der kleine Freund: Roman
von Donna Tartt
  Taschenbuch

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gerne gelesen, 29. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Freund: Roman (Taschenbuch)
Die Story erinnert mich an den Film "Short Cuts". Wer den Film kennt, weiss sicher noch, dass er im Kino mit (einer?) Pause lief wegen Überlänge. Eigentlich gibt es in dem Film bis auf den Unfall des kleinen Jungen keine Handlung, die sich auf eine Lösung -von was auch immer- hinbewegt, ausser dem Zusammenführen der einzelnen Personen in eine Art Handlungsnetz. Genauso ist es in "Der kleine Freund". Hauptfigur ist ein kleines, sonderbares Mädchen, dessen Familie nach dem Tod des Bruders in eine Lethargie verfällt. Das Mädchen ist besessen davon, den Mörder ihres Bruders zu finden. Vieles bleibt ungesagt und offen, zum Beispiel warum niemand mit ihr so richtig über den Tod des Bruder spricht oder wie das Leben und Empfinden der Schwester weitergeht nach dem anfänglichen Kapitel über sie. Aber es ist Donna Tartt's Roman; welche Handlungen ich gerne noch vervollständigt gelesen hätte, kann sie offen lassen wie sie will... Wie in ihrem ersten Buch habe ich Probleme, ihre Beschreibungen von Orten bildlich umzusetzen, umso mehr gefallen mir ihre Charakterbeschreibungen, die sehr differenziert sind. Trotz der vielen Seiten sollte man beim Lesen unbedingt dranbleiben, um den Faden nicht zu verlieren, weil nicht eine Handlung ansich ständig weiter aufgebaut wird, sondern die Schwere und Leichtigkeit des Seins im Vordergrund steht...


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