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Rezensionen verfasst von
Michael Schwarz (Hannover)
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37/das Moor der Vergangenen
37/das Moor der Vergangenen
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Point Whitmark - Herrliche Schlammschlachten mit Moorleiche, 21. April 2013
Rezension bezieht sich auf: 37/das Moor der Vergangenen (Audio CD)
Was habe ich mich gefreut, als endlich die neue "Point Whitmark"-Folge auf den Markt kam. Eine Erleichterung nach all dem rechtlichen Hin und Her.
Und, um es gleich vorweg zu nehmen, die Geschichte ist mal wieder großartig, spannend und atmosphärisch dicht, wie beim "Blutmaler" oder "Spinnenwald".
Derek, Tom und Jay geraten in einem Moor nicht nur in einen Fall aus der Vergangenheit, sondern auch an eine seltsame "Kurklinik", schräge Persönlichkeiten, eine verrückte Frau und eine Moorleiche mit lila Fliege. Beste Zutaten für eine neue, aktionreiche und - wie immer - auch humorvolle Folge unserer Lieblingsreporter.

Es gab ja auch immer mal Kritik an der Entwicklung von Point Whitmark, hin zu atmosphärischen Abenteuern, die ein wenig die Gabriel-Burns-Trademarks aufgreifen ohne freilich realen Horror zu bieten.
Ich finde diese Entwicklung begrüßenswert, da sich so keine zu großen Schnittmengen mit den drei ??? ergeben, deren Fälle doch etwas anders "spezialgelagert" sind.
Natürlich ist ein Whitmark-Hörspiel immer etwas gruseliger und eignet sich für die ein oder andere, zarter besaitete Seele nicht zum Einschlafen. Aber, was soll's? Die Fälle sind toll inszeniert, die drei Protagonisten mit ihren Charakteren gut herausgearbeitet und insgesamt bieten die Folgen viel Vergnügen, Gänsehaut und beste Unterhaltung.

5 Sterne für ein tolles Hörspiel!!!

What About Now (Limited Deluxe Edition im Digipack inkl. 4 Bonustracks)
What About Now (Limited Deluxe Edition im Digipack inkl. 4 Bonustracks)
Preis: EUR 14,99

22 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Once upon a time in New Jersey..., 9. März 2013
Es war einmal eine Hard Rock Band aus New Jersey, die die 80er und 90er Jahre prägte, wie kaum eine andere Gruppe und weit über 100 Millionen Alben verkauft hat.
Nach 33 Jahren erscheint nun ihre neueste Scheibe.

Der erste Eindruck des neuen BON JOVI-Albums "What about now" ist: "sehr poppig".

Die Platte kommt mit einem interessanten Cover daher, das meineserachtens um ein Vielfaches besser ist, als alles nach "These Days". Kein Bandfoto, keine Nabelschau der neuen Frisuren (die eigentlich immer die gleichen sind, seit Jahren...), sondern ein gelungenes Gemälde als Plattform für das Gesamtdesign. Sehr schön...

Nun aber zur Musik: Das Album startet mit der schon bekannten Single "Because we can". Leider ist mir persönlich der Song ein wenig zu aufgesetzt, zu catchy und ich mag es nicht, wenn ein Lied mit dem Refrain losgeht. Insofern werde ich den Song "live" sicher mögen, aber er wird nicht in meiner persönlichen BON JOVI Top 20 landen. Sei es drum.

Es gibt in der Folge von "What about now" genügend Lieder, die mir sehr zusagen. "I'm With You" ist solch eine Perle. Tolle Harmonien, interessante Vocal-Variation in der Bridge, klasse!
Meine weiteren Favoriten sind die unglaubliche Ballade "Room at the end of the world", ein Gänsehaut-Song der epischen Kategorie, das super-eingängige "That's what the water made me" sowie das hymnische "Beautiful World". Alle anderen Songs sind BON JOVI-Nummern auf hohem Niveau.

Warum dann trotz der marginalen Kritik an der ersten Single nur vier Sterne?
Ich hätte mir persönlich doch mehr Ecken und Kanten erhofft. Einfach mal die ROCK-Sau rauslassen, nach vorne gehen. Es muss nicht immer ein Übersong wie "Runaway", "Livin' on a Prayer" oder "Keep the Faith" sein, aber es wäre schön gewesen mehr "Reibungsmaterial" zu haben. So ist "What about now" ein schöner Gesamtgenuss, fordert den Hörer aber nicht heraus, sich wirklich mit dem Material auseinader zu setzten.

Ich sehe schon die Schlagzeilen des ROLLING STONE: "BON JOVI ersticken an der neuen Seichtigkeit..."
Ach - hören wir doch damit auf jeder Band ständig auf die "Innovationsfinger" zu schauen. Natürlich geht es nicht um Stillstand und der Fortschritt der Popmusik sollte nicht ausgebremst werden. Aber kann man einer Band wie BON JOVI, die schon ALLES erlebt hat, nicht einfach ein schönes, poppiges Album zugestehen?
Wenn ich Innovation haben will, höre ich lieber bei RADIOHEAD oder FRANK OCEAN rein.
Die Nörgler brauchen die Scheibe ja nicht zu kaufen.
Ich jedenfalls freue mich TROTZ poppiger Ausrichtung von "What about now" auf ein fettes Konzert im Sommer.

Lay your hands on me...
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2013 2:18 PM CET


160/Geheimnisvolle Botschaften
160/Geheimnisvolle Botschaften
Preis: EUR 5,90

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die drei ??? vs. Indiana Jones, 8. März 2013
Rezension bezieht sich auf: 160/Geheimnisvolle Botschaften (Audio CD)
Beim Hören der neuesten Folge unserer jugendlichen Lieblinge aus Rocky Beach überkommt mich das Gefühl der Beliebigkeit.
Frei nach dem Motto: Ach, wir müssen ein neues Abenteuer produzieren! Dann nehmen wir doch einfach mal ein altes Buch (aber bloß nicht zu alt!!) und die Stimme von Indiana Jones, verrühren das Ganze mit einer leidlich spannenden, aber möglichst alt bekannten Story und schon haben wir einen neuen Fall.
Ich befürchte so oder so ähnlich ist es bei Folge Nr. 160 "Geheimnisvolle Botschaften" passiert.

Zur Story: Justus, Peter und Bob bekommen von einem Geschichtsprofessor und dessen Tochter den Auftrag ein gestohlenes Buch aus Pergament wiederzufinden. Schnell stoßen die drei ??? auf einen möglichen Täter. Auf den Spuren des Einbrechers wundern sie sich darüber, warum jemand ein altes, aber wertloses Buch mit Minnelyrik stiehlt. Als sie entdecken, dass das Buch ein Geheimnis birgt, geraten sie ins Visier der Verbrecher und finden sich auf einer abenteuerlichen Jagd nach einem Schatz wieder...

Was sich spannend anhört, ist es nur in Maßen. Neben der - wie immer - guten Sprecherleistung der drei ??? und der Partizipation der Stimme von Harrison Ford (Wolfgang Pampel) fallen mir negativ die unsägliche Musik auf sowie die oben angesprochene Problematik der Beliebigkeit.
Es ist so, als wenn man einen saftigen Kirschkuchen erwartet und dann doch nur in einen okay-schmeckenden, etwas trockenen Sandkuchen beißt.
Die Geschichte ist vorhersehbar, Verweise zu anderen Fällen der drei ??? fallen nicht schwer, die Komplizin des Prof. Jones ist unsäglich unterirdisch und insgesamt erweckt "Geheimnisvolle Botschaften" den Eindruck der Künstlickeit. Das Gefühl hatte ich beispielsweise auch beim Fall "SMS aus dem Grab": Instant-Krimi, nicht schlecht, aber auch nicht so richtig gut.
Summa summarum ist diese Episode okay, mehr aber auch nicht. Sie ist recht nett, aber kein Meilenstein.
Trotzdem: Viel Spaß beim Hören!

Magma
Magma
Preis: EUR 9,29

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selige Sehnsucht - Mächtiges Magma, 16. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Magma (MP3-Download)
Ein Wunderwerk der Auferstehung präsentieren uns da die alten Indie-Rocker von Selig.
Sie starteten in den 90ern, als Sinnsuche und Rock noch eine Verbindung hatten und warfen damals ein Debüt auf den Markt, das nach wie vor sagenumwoben und immer noch unerreicht ist.
Das zweite Werk "Hier" war düsterer, subversiver; der dritte Longplayer "Blender" ein Spiel mit der modernen Technik, das Selig nicht gewinnen konnten.
Es folgte die lange Auszeit, die Phase der Selbstverwirklichung, der Findung und der Solo-/Neuband-Alben (Plewka, Zinoba und Co.).
2009 kam dann "Und endlich unendlich" auf den Markt und Selig wie Phönix aus der Asche wieder. An Bord die Hitsingle "Wir werden uns wiedersehen", die vor allem in der Performance mit Ina Müller unglaublich berührte.
Ein Jahr später erschien "Von Ewigkeit zu Ewigkeit" und man kam nicht umhin zu bemerken, dass Selig nicht mehr so frisch und innovativ wirkten, wie in ihrer Sturmphase. Zu viele Selbstzitate waren auf den beiden Alben nach dem "Wiedersehen".
Und jetzt das!
"Magma" ist ein Wahnsinnswerk, ein Juwel zwischen all dem austauschbaren Alltags-Deutschrock-Einerlei. Es erhebt sich mächtig und überrollt dich mit superben Liedern voller Schmerz und Hintersinn.
Der Anfang könnte kaum besser sein. "Ich lüge nie" ist eine fette, ironische Opening-Symphonie, fröhlich, lockend, frivol.
Dann "Alles auf einmal": eine Hitsingle, einer dieser Songs, auf die man ewig wartet. Perfekter Pop!
"Sie scheint" erinnert mich an die Songs von "Hier", doch mit einem Strahl Sonne.
"Schwester Schwermut" ist deutsche Liedkunst in Perfektion.
Danach kann das Niveau nicht ganz gehalten werden, ohne dass "Der Tag wird kommen", "Danke" und "Wenn ich an dich denke" schlecht wären.
Aber dann: "433" ein Grungezitat, wie aus seligen Alice Chains oder Pearl Jam-Zeiten (gestrig-frisch mit dicksten Gitarren)!
"Love and Peace" hat eine unglaublich geile Schraddelgitarre plus Schweineorgel und erinnert ohne sich Anzubiedern an die Vitalität von Kraftklub, während "Zeit" eine traumhafte Ballade skizziert und "Bring mich heim" Hoffnung und gute Laune macht.
Den Abschluss bildet "Magma". Dieser Song macht seinem Namen alle Ehre, ist zäh, rollt dräuend und könnte trotz seiner Länge von über 5 Minuten noch viel, viel länger sein.
Man muss dieses Album einfach lieben! Vielleicht spinn' ich auch gerade, aber ich habe mich wohl in einen Haufen "Magma" verknallt.

Gruselkabinett Folge 68 - Die Legende von Sleepy Hollow
Gruselkabinett Folge 68 - Die Legende von Sleepy Hollow
Preis: EUR 6,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Amüsanter Halloween ohne Grusel im Auenland, 16. Februar 2013
Mein Titel dieser Rezension sagt schon fast alles. "Die Legende von Sleepy Hollow" bezieht sich nur marginal auf den bekannten Film mit Johnny Depp, der ja nun ein hohes Maß an Grusel und Blut aufzuweisen hatte.
Bei diesem Hörspiel findet man sich nunmehr eher in eine etwas rauere Version einer Version des Zauberlehrlings "Lukas Kümmel" versetzt.
Jens Wawrczeck, seines Zeichens Obersympath und Sprecher von Peter Shaw (die drei ???) verleiht der tragischen Hauptfigur, Itchabod Crane, seine Stimme.
Crane kommt als neuer Schulmeister in das idyllische Tal "Sleepy Hollow". Er verliebt sich in die Tocher des reichsten Bauern, hat jedoch einen mächtigen und intriganten Nebenbuhler, der ihn zu pisacken beginnt. In der Halloweennacht schließlich besiegelt sich Cranes Schicksal auf eine verheerende Art und Weise...
Was sich spannend anhört, ist in dieser Folge der "GRUSELKABINETT"-Reihe eher beschaulich und recht witzig angelegt. Richtige Spannung oder gar Gruselthrill kommen kaum auf.
Die Folge ist durchaus auch für Kinder geeignet, sehr charmant aufgrund der Auenland-ähnlichen Darstellung des Tals, der liebevollen Erzählweise und natürlich der tollen Präsenz von Jens Wawrczeck als Sprecher.
Mir hat es gefallen. Gegruselt habe ich mich nicht. Deshalb empfehle ich für den Gänsehauteffekt doch eher andere Folgen dieser Reihe, wie "Pickmans Modell", "Der Untergang des Hauses Usher", "Das verfluchte Haus" oder "Schwarze Krallen".

The Collection
The Collection
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 6,90

4.0 von 5 Sternen Extreme - The Collection, die bessere "Best Of", 14. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: The Collection (Audio CD)
Neben diesem Album gibt es von der fantastischen Band Extreme noch die "Best of Extreme", die nur mit 13 Songs aufwartet, während bei der "Collection" immerhin 15 Stücke geboten werden.
Der Schwerpunkt liegt hier auf den ersten beiden Alben. Von "Three Sides..." und "Waiting for the Punchline" gibt es jeweils nur zwei Lieder, was mich zu einem Punktabzug veranlasst, da ich insbesondere "Three Sides..." für das Meisterwerk der Band halte und ein Lied wie "Tragic Comic" schmerzlich vermisse. Ansonsten sind natürlich die üblichen "Verdächtigen" dabei: "More than Words", "Get the Funk out", "Kid Ego" oder "Cupid's Dead" und vor allem "When I'm President"
Für Einsteiger in die Welt der Funk-Metal-Könige eine tolle Sache und "wie gesagt" definitiv die bessere Alternative zu der alt bekannten "Best of".

Straight Out of Hell (Limited Premium Edition)
Straight Out of Hell (Limited Premium Edition)
Preis: EUR 13,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Album der ewigen Kürbis-Metaller, 3. Februar 2013
Um eins gleich vorweg zu stellen: Ich freue mich über jede Veröffentlichung aus den Häusern Helloween, Gamma Ray oder Unisonic und mir geht der ständige Kiske vs. Deris-Diskurs oder andere Hahnenkämpfe alter gegen neuer Fans der Kürbisse tierisch gegen den Strich.

"Straight out of Hell" ist ein tolles, lautes und buntes Metalalbum geworden und steht in bester Tradition guter Melodiebögen und klassisch-fetter Helloweenchöre.
Die absoluten Kracher auf diesem Werk sind meines Erachtens der leicht progressive Opener "Nabatea" (wird mit jedem Hören besser), das hymnische und an alte Pink Cream 69-Zeiten erinnernde "Waiting for the Thunder", der Titeltrack mit seinen sehr klassischen Heavy Metal-Anleihen und das großartige "Make Fire catch the Fly". Diese Songs zeigen die herausragende Stellung Helloweens als eine der immer noch wichtigsten und kreativsten Bands des Genres.
Schwächen sehe ich bei der seltsam-überflüssigen "Dedicated to Freddy Mercury"-Nummer "Wanna be God" (Was soll das?), dem etwas nichtssagenden "Live Now" oder dem Sascha Gerstner-Song "Asshole" (a bisserl sehr platt, lieber Sascha). Ist natürlich alles Geschmackssache.
Fakt ist, dass man mit "Straight out of Hell" ein gutes Helloween-Album bekommt, dass Spaß macht, nicht ganz an "7 Sinners" oder "Gambling with the Devil" heranreichen kann, aber ehrlich nach vorne geht. Ich freu mich auf die Tour!

I'm Not There
I'm Not There
DVD ~ Christian Bale
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Überambitionierte Hommage an Old Bob, 28. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: I'm Not There (DVD)
Nach dem Genuss von "I'm Not There" muss ich leider konstatieren, dass der Film doch recht verquast daherkommt und nur durch die tolle Musik (der Soundtrack ist absolut lohnenswert) und die grandiosen Schauspieler (Blanchett, Bale, Ledger etc.) vor dem Prädikat "Kunsthochschulkitsch" bewahrt werden kann.
Dabei ist die Idee großartig, Dylan in verschiedenen Lebensphasen durch unterschiedlichste Schauspieler verkörpern zu lassen. Die Story zieht sich von den 50ies bis in die 70ies und springt hin und her, untermalt von der einen oder anderen gelungenen visuellen Zwischensequenz.
Interessant dabei, dass nie der Name Bob Dylan fällt und Cate Blanchett als einzige Frau in der Actor-Riege dem Meister am Ähnlichsten sieht.
Soweit, so gut.
Das "Zugemüteführen" dieses Streifens führt allerdings zu leichten Kopfschmerzen, da das Werk einfach zu sperrig und unzugänglich ist. Das selbe Gefühl, dass man momentan bei Meister Bob himself hat, kommt auch bei diesem Film auf: Genörgel, Unzufriedenheit, gute Musik (keine Frage) und Spinnerstes (siehe letztes ROLLING STONE-Interview 11/2012).
Natürlich möchte ich Dylan um Nichts in der Welt seine Relevanz absprechen, jedoch geht mir der Hype der Alt-Herren-Fraktion um ihn und das ständige "Auf-Nr.-1-Gehieve" seiner Veröffentlichungen auf die Nerven.
"I'm Not There" ist offensichtlich nur für absolute Insider, die Bobs Geschichte in und auswendig kennen und mit der Muttermilch aufgesogen haben.
Sollen sie den Film schauen. Ich mag ihn nicht.
Ich meine: Wie arrogant und elitär ist das? Was war die Absicht dahinter? Wollte man Bob Dylan einem breiten Publikum näher bringen? Dann haben die Macher kräftig daneben geschossen.
Es muss ja nicht immer etwas Biografisches à la "Walk The Line" sein, aber so dann doch nicht.
Zwei Sterne für tolle Musik und geniale Schauspieler.

She
She
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monumentales und modernes Rock-Meisterwerk, 18. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: She (MP3-Download)
Ray Wilson hat mit "She" ein absolutes Meisterwerk moderner Rockkunst veröffentlicht. Der Mann, der mit "Inside" einen Riesenhit in den 90er Jahren gehabt hat und Genesis mit seiner markanten und rauen Stimme zu dem genialen Album "Calling All Stations" verholfen hat, veröffentlichte in den letzten Jahren nicht nur Alben als Solokünstler, sondern auch mit seiner alten Band Stiltskin.
Das Album "She" startet furios mit drei postapokalyptischen Rocknummern, die modern und gleichzeitig organisch klingen. Fette Gitarren, ausgefeilte Arrangements, superb produzierten, veredelt mit vielen Wendungen knallen "Fly High", "Taking Time" und auch der Titeltrack mehr, als der Kenner erwarten durfte. In "Taking Time" wurden interessanterweise die "spoken words" aus Iron Maidens "The Number Of The Beast" eingebaut.
"Yellow Lemon Sun" ist danach eine tatsächlich sonnige Single, die so auch auf Rays Soloalben hätte erscheinen können: Toll, eingängig, süchtigmachend.
So könnte man über alle Lieder auf diesem Album lobende Worte verlieren. Abwechslung ist Trumpf. Die Texte packen mal zu, regen mal zum Nachdenken an oder beides.
Herausragend ist mit Sicherheit das Epos "Constantly Reminded", dass auch "live" immer von Ray und seiner Band performed wird.
Summa summarum ein rockmusikalischer Hochgenuss, der nur unzureichend dem Post-Grunge zuzuordnen ist. Ray Wilson und Stiltskin sind viel mehr. Sie haben einen unverwechselbaren, genialen und eigenen Stil.
Ein Pflichtkauf für Genießer!

159/Nacht der Tiger
159/Nacht der Tiger
Preis: EUR 7,99

29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die drei ??? und Bob der Bau(ch)meister, 17. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: 159/Nacht der Tiger (Audio CD)
Nach vielen, vielen halbgaren Geschichten entdeckt man beim Drei ???-Fall Nr. 159 "Nacht der Tiger", dass Herr Marco Sonnleitner all seine Kreativität in die Waagschale geworfen und endlich mal wieder ein gutes Script auf den Markt gebracht hat, das dann auch noch in einer tollen Hörspielumsetzung gipfelt.

"Nacht der Tiger" hat Spannung, Dramatik, Witz und Charme. Dabei hört sich der Plot noch recht simpel an:
Als nachts in die Zentrale der drei ??? eingebrochen wird, entdecken Justus, Peter und Bob, dass der "Besucher" sich in ihren PC gehackt hat und ihnen verschlüsselte Mitteilungen in Gedichtform sendet. Diese führen unsere drei Freunde auf die Spur einer Bande von Autodieben, die sich mit Tigermasken tarnen. Dramatisch wird es, als offensichtlich wird, dass die Täter aus dem Kreis der Polizei von Rocky Beach stammen...

An Stelle der Unausgegorenheiten und Überfrachtungen der letzten Sonnleitner-Fälle haben wir es hier mit einem klaren Handlungsstrang zu tun, quasi einer sehr klassischen "Drei ??? Folge", ähnlich dem Fall "Automarder", nur besser erzählt und zeitgemäß inszeniert. Durch die klare Linie fallen lustige Schmankerl am Rande umso positiver auf.
Beispielsweise Bobs geniale, neuerworbene Bauchrednerkünste, die in dieser Geschichte noch an wichtiger Stelle zur Geltung kommen werden. Hier wird ein netter Bogen zum Fall "Singende Schlange" und zu Mr. Asmodi geschlagen.
Dann der Vergleich von Bobs Bauchrednerstimme mit Gollum aus "Herr der Ringe". Köstlich, da Andreas Fröhlich (also Bob) Gollum tatsächlich synchronisiert.
Auch das Wortspiel der drei Detektive in Bezug auf "Fragen, die schwer im Magen liegen" ist ein netter Verweis auf die "Seltsame Wecker Live Tour" der drei ???. Charmant! Dazu Peters Witz zu Beginn des Hörspiels über den Kommentar des Arztes bei Justus' Geburt und die herrliche Wortschöpfung "Eiter-Ustel"...

Der geneigte Leser merkt schon: Man sollte sich das Hörspiel schnellstmöglich zu Gemüte führen, denn ganz nebenbei, ist der Fall wirklich ein spannendes Stück Detektivarbeit mit netten kleinen Wendungen, zwar an der einen oder anderen Stelle etwas vorhersehbar, aber immer höchst unterhaltsam.

Bleibt mir noch zu erwähnen, dass in dieser Folge besonders der Einsatz von Tante Mathilda, Onkel Titus, Morton und Inspektor Cotta wunderbar inszeniert wurde.

Fazit: Ein Wohlfühlfall der drei ??? mit einer klassischen Detektivstory, genialen und humorvollen Einwürfen, tollen Stimmen und viel Atmosphäre. So kann es weitergehen, lieber Herr Sonnleitner.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 18, 2013 12:25 AM CET


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