Profil für M. H. > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von M. H.
Top-Rezensenten Rang: 363.665
Hilfreiche Bewertungen: 128

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
M. H.

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Requiem for the Indifferent (Limited Digibook inkl. Magnet / exklusiv bei Amazon.de)
Requiem for the Indifferent (Limited Digibook inkl. Magnet / exklusiv bei Amazon.de)

12 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Uninspiriert - Nervtötend - Epica!, 9. März 2012
Auf den ersten Blick ist das neue Album "Requiem for the Indifferent" von Epica nicht wirklich toll. Aber man denkt sich dennoch, dass manche Momente interessant erscheinen und wagt einen Kauf, da man schließlich jedes Album der niederländischen Symphonic Metaller besitzt.

Auf den zweiten Blick ist das Album dann allerdings eine Frechheit!

Bereits beim Anblick des Covers, welches man schon im Januar zu Gesicht bekam, war ich ein wenig entsetzt. Es trifft zumindest meinen Geschmack überhaupt nicht. Ansonsten ist das Artwork des Digibooks okay. Es ist zumindest ein roter Faden zu erkennen, der stetig verfolgt wird.

Zur Musik: Ich muss sagen, dass selbst für mich als Musikwissenschaftsstudent das Album äußerst schwer zu verdauen ist. Sicherlich kann man all die Komplexität der insgesamt 14 Songs (mit Bonustrack) nicht beim ersten Durchlauf erfassen, das ist bei Epica auch nicht das erste Mal. Was mich wirklich ärgert ist die Tatsache, dass KEIN einziger Song hängen bleibt. Wer ein Paradebeispiel für totale Zerstückelung von Songs hören will, bei denen Themen aufgestellt werden, die nach 10 Sekunden vom nächsten abgelöst werden und selten noch einmal auftauchen, der ist hier wirklich gut bedient. Es gibt Momente, in denen eine bestimmte Eingängigkeit kurz aufblitzt; diese werden dann allerdings von, sagen wir, "gewöhnungsbedürftigen" Akkordfolgen sofort wieder "zerstört". Das beste Exempel ist hier der Titel Nummer 12 "Avalanche". Das super Intro lässt wirklich auf einen epischen Song schließen, bei dem Gänsehautfeeling erzeugt werden könnte. Pustekuchen! Unmittelbar nach der Strophe werden wieder diese ewig nervigen progressiven Gitarrensoli rauf und runter gekloppt, die jegliche Spannung zu Nichte machen.
Auch die Balladen wissen Epica auf diesem Album gekonnt zu verunstalten. "Delirium" beginnt mit einer Vokalise auf "M" und "A" (wie bereits bei "Living a Lie" vom Album "The Divine Conspiracy" gehört --> zynischer Seitenhieb)und wirkt zuerst wirklich schön. Aber der Rest plätschert einfach vor sich hin, eigentlich wie alle Songs: Eintönige Refrains, unambitionierte Choreinsätze, die ziemlich abgedroschen sind, sowie die ewige Leier von der schlechten, sich selbst zerstörenden Menschheit, die wir nun bereits auf dem fünften Album in Folge zu hören bekommen. Wo sind die Krachersongs der Vorgängeralben geblieben?? Großes Kino wie, ach was, eigentlich bei ALLEN Epica-Songs der Vorgängeralben kann ich hier leider nicht bei EINEM einzigen finden. Ach ja, hatte ich schon die schrecklich schrille Stimme von Simone erwähnt? Ja, tatsächlich, ich dachte ebenfalls, ich höre nicht richtig. Aber auf "Requiem for the Indifferent" scheint sie uns allen eine Lektion in Sachen "Wer schreit am besten wie am Spieß?" erteilen zu wollen. Ebenso nervtötend!

Gute Ansätze sind zum Beispiel in der Strophe von "Internal Warfare" sowie im Refrain von "Deter the Tyrant" und "Guilty Demeanor" zu erkennen. Aber Ansätze reichen eben für eine Band wie Epica nicht, zumal diese von Totalausfällen wie dem Titeltrack wieder mehr als wet gemacht werden. In einem Interview hat Songwriter Mark Jansen gesagt, die Band wolle den Kurs, den "Design Your Universe" eingeschlagen hat, halten und sich "nur" auf ein besseres Songwriting konzentrieren. --> Muss ich dazu jetzt noch irgendetwas sagen??

Beim nächsten Mal wird's hoffentlich wieder besser und die Progressivität zu Gunsten der Eingängigkeit zurück geschraubt.

Zwei Sterne gibt's im Übrigen nur dafür, dass die Band hier wenigstens versucht, dem poppigen Einheitsbrei von heute etwas Abwechslungsreichtum einzuhauchen. Ich weiß in dem Fall allerdings nicht, was mir dann am Ende lieber ist...
Kommentar Kommentare (34) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 9, 2012 4:16 PM CET


Imaginaerum
Imaginaerum
Preis: EUR 18,99

23 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nightwish - Imaginaerum, 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Imaginaerum (Audio CD)
Nach vier Jahren ist es endlich soweit: Nachdem das neue Machwerk Imaginaerum" der Finnen von Nightwish bereits am 30.11. in deren Heimatland veröffentlicht wurde, läuft der Verkauf ab heute auch im restlichen Europa an und ich meine, prophezeien zu dürfen, dass bereits heute mehrere tausend Exemplare dieses Juwels über Ladentheken gehen und sämtliche Download-Portale glühen werden. Nicht ohne Grund:
Nightwish beweisen mit dieser Scheibe endgültig, dass sie und nur sie das Zenit am Himmel des symphonischen Power Metals darstellen. Fleißig probte man im Sommer 2010 bereits die Songs in ihrer Rohfassung um gegen Ende des letzten Jahres das Studio zu betreten und es erst im Juni 2011 wieder zu verlassen. Dieser lange und harte Arbeitsprozess beinhaltete natürlich auch wieder die Zusammenarbeit mit Pip Williams, dem Arranger der Orchesterparts, dem London Session Orchestra sowie dem Chor. Bereits seit 2004 bilden diese Komponenten das Fundament unter den Metal-Riffs und den wunderbar abwechslungsreichen Gesangsparts der beiden Sänger von Nightwish und gehören mittlerweile zur Bandtradition.
Wer bis dato immer noch zur Fraktion Anette-Olzon-Hasser" gehörte, der sollte jetzt einmal ganz genau seine Lauscher aufsperren und darf nun staunen. Frau Olzon zeigt auf Imaginaerum" nämlich mehr Facetten einer menschlichen Stimme als es Frau Turunen jemals auf einem Nightwish- oder Soloalbum vollbringen konnte. Doch nicht nur Anette, sondern auch Gesangsröhre Marco schlägt neue Töne an. Von ganz sanft geht es über typisch-rockig bis an den Rand des Growlings, welches bei Nightwish ebenso neu und frisch erscheint wie der Einsatz des Kinderchores, mal sanft, mal morbide.
Zu den einzelnen Songs:

01 - Taikatalvi
Seichtes Intro mit sanften finnischen Vocals seitens Marco Hietala, einer Spieluhr zu Beginn und einer sich steigernden orchestralen Pomposität, die sich im Opener Storytime" auflöst. (8/10)
02 - Storytime
Die erste Single, die bereits am 11.11. veröffentlicht wurde zeigt alle für Nightwish typischen Facetten auf. Die Strophe ist erzählend gehalten und der Chorus bleibt sofort im Ohr. Wunderbarer C-Teil mit opulentem und pathetischem Chor. Tolles Outro! Man könnte sich nur ein wenig daran stören, dass das Hauptriff vom Song Master Passion Greed" des Vorgängeralbums Dark Passion Play" abgekupfert zu sein scheint. Trotzdem ein Knaller! (9/10)
03 - Ghost River
Sehr hart und abwechslungsreich geht es weiter. Super Song, erinnert sehr an Van Halen und anderen Power Metal! Die Bridge mit den derben Vocals von Marco und den verzweifelten Einwürfen von Anette ist so merkwürdig und teuflisch, dass es einen friert, aber im positiven Sinne. Der super Chorus erfährt gegen Ende eine großartige Steigerung durch den Einsatz des Kinderchores. Unfehlbarer Song! (10/10)
04 - Slow, Love, Slow
Eine düster anmutende Jazznummer, wie sie bei Nightwish zum ersten Mal Anwendung findet. Sie steht der Band aber gut zu Gesichte! Tolle Lyrics und eine dramatische Steigerung am Schluss, in der Anette ihr ganzes Können unter Beweis stellen kann, machen den Song unverwechselbar! (9/10)
05 - I Want My Tears Back...
...ist das neue Wish I Had an Angel", nur nicht so düster. Ein echter Hit mit positivem Charakter, der sich live bestimmt sehr gut umsetzen lässt und Laune macht! Mit erstaunlich wenig Lyrics, aber einem umso ausgefeilteren und Party-Stimmung aufkommen lassendem C-Teil wird der Song zur neuen Bandhymne aufsteigen! Ein Kracher, der ohne Orchester und Chor, aber viel Dudelsack- und Gitarreneinsatz sowie super Gesangsduetten der Frontsänger daher kommt! (9/10)
06 - Scaretale
Einfach außergewöhnlich! Auch totales Neuland in der Bandgeschichte. Unzählige Dissonanzen im orchestralen Intro, ein morbide flüsternder und lachender Kinderchor und hexenhafter wilder Gesang von Anette wechseln sich ab mit typischen Zirkusmelodien im Mittelteil und einer unglaublichen Vocal-Performance von Marco, der hier als eine Art Zirkusdirektor auftritt. Ein opulenter Song von über sieben Minuten Länge, wie er noch nie vorgekommen ist! Eindeutig ein großes Highlight! (10/10)
07 - Arabesque
Kurzes, aber tolles Instrumental mit aufgefeiltem Orchester- und Chorarrangement im arabischen Stil! Stellt Last of the Wilds" vom Vorgängeralbum meiner Meinung nach bei Weitem in den Schatten! (9/10)
08 - Turn Loose the Mermaids
Dieses Stück zeigt erneut deutlich Anettes großartige Steigerung ihrer vokalen Leistung. Erzählend und träumerisch kommt die Ballade, die mit rein akustischen Elementen auskommt, daher. Tolle Geigen und Flöten sowie ein hammermäßig-sehnsüchtiger C-Teil, der an Westernfilme erinnert, was dem Gesicht des Titels sehr gut steht. (10/10)
09 - Rest Calm
Mein momentaner Favorit! Dieses siebenminütige Lied ist ebenso Neuland wie Scaretale". Eine sehr doomige Mid-Tempo-Nummer, die von Tuomas einmal als Funeral March" bezeichnet wurde. Dieser Titel steht dem Song vor allem gegen Ende sehr gut, in dem der Refrain zwar wie am Anfang gesungen wird, das Arrangement aber völlig gegensätzlich zu dem akustischen und heiterem Anfangschorus aufgebaut ist. Ein Song, der sich immer mehr steigert und zum Schluss völlig aus der Bahn gerät. Abwechslungsreich, spannend und mit purem Gänsehautfaktor ausgestattet verdient der Song volle 10/10 Punkten!
10 - The Crow, the Owl and the Dove
Die dritte und letzte Nummer der "ruhigen Triade" ab Song Nummer acht. Ein tolles Refrain-Duett zwischen Marco und Anette, die die Strophen allein übernimmt und träumerisch und atmosphärisch die Geschichte der drei Vögel erzählt, die für Stolz, Weisheit und Liebe einstehen. Die sanften Vocals vom Dudelsackspieler Troy Donockley im C-Teil runden den Song ab, der vermutlich die zweite oder dritte Singleauskopplung wird. (9/10)
11 - Last Ride of the Day
Wow! Was für eine Power dieser Song ausstrahlt! Die staccatohaft gesungene Strophe von Anette wird abgelöst von einer Bridge, die pure Gänsehaut verursacht und verläuft sich in einen asiatisch-anmutenden Duett-Refrain, der volle Power gibt! Ein wunderbares Gitarrensolo sowie tolle Orchester- und Chormelodien machen diesen Song komplett. (10/10)
12 - Song of Myself
Zum Schluss noch ein ganz großes Highlight! Song of Myself stellt The Poet and the Pendulum" und meiner Meinung nach das großartige Ghost Love Score" vom Once-Album in den Schatten! Mit teils merkwürdiger Rhythmik, die den Song sehr spannend macht, einem opulenten Chor- und Orchestereinsatz, einem großartigen Refrain und viel Abwechlungsreichtum wird der Song zu einer 13:30-minütigen Mammutnummer. From a Dusty Bookshelf" bildet das orchestrale Intro, des viergeteilten Songs, dessen Teile nicht klar voneinander abtrennbar sind. Weiter geht es mit dem Hauptteil All that Great Heart Lying Still", in dem Anette sehr rockig daher kommt. Das folgende Piano Black" ist so dermaßen schön, dass man es kaum glauben kann und stellt, passend zum Titel eine wunderbare Klavierlinie heraus. Enden tut der Song mit dem Teil namens Love", der ein sechseinhalb-minütiges Gedicht darstellt, welches Tuomas` Familie und Freunde rezitieren. Sehr emotional durch die langsame Steigerung der musikalischen Untermalung! (10/10)
13 - Imaginaerum
Zum allerletzten Abschluss gibt es nochmal ein Orchester-Arrangement, welches viele der Songs (aber nicht alle!) des Albums noch einmal Revue passieren lässt und die Hauptthemen ineinander verarbeitet. Eine tolle Idee mit noch großartigerer Umsetzung, die noch einmal die Höchstpunktzahl verdient! Wer Orchester mag, kommt hier voll auf seine Kosten!

Zum Artwork:
Ein tolles Bild von einem imaginären und düsteren Themenpark, entworfen von Toxic Angel, untermalt die Intention des Konzeptalbums, sein Leben zu genießen. Dabei verzichtet Toxic Angel aber nicht auf die nötige Düsterheit, die Nightwish als Metalband natürlich zu Gesicht steht. Super Umsetzung auch durch das dreiteilige Digipack, in der das Bild sich voll entfalten kann.
Nightwish waren niemals besser und verdienen mit ihrem neuen Machwerk Imaginaerum" einfach vollsten Respekt! Man darf nun auf den wahrscheinlich im April 2012 folgenden Film zum Konzeptalbum warten und sich auf die visuelle Umsetzung des düsteren Vergnügungsparks, aber auch dessen strahlende Seiten freuen!
Die Musik dazu bekommt jedenfalls alle Daumen nach oben und ein großes positives Ausrufezeichen! Weiter so, Nightwish!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 2, 2011 12:45 AM CET


Storytime (Ltd. Digipak)
Storytime (Ltd. Digipak)
Preis: EUR 9,76

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nightwish - Storytime, 11. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Storytime (Ltd. Digipak) (Audio CD)
Da ist sie endlich, die neue Single von Nightwish! Die Finnen haben sich seit der Veröffentlichung ihrer letzten Single "The Islander" im Mai 2008 sehr viel Zeit gelassen, doch das Resultat ist wirklich atemberaubend: "Storytime" ist ein kraftvoller, eingängiger Song, der alles vereint, was man von Nightwish erwartet und dennoch neu und frisch wirkt.
Es geht los mit dem Single Edit des Songs, der fürs Radio und den Videoclip um ca. 01:30 gekürzt wurde. Es wirkt aber nicht zusammengestückelt, sondern sehr sinnvoll und präzise geschnitten, was bei Kürzungen oft leider nicht der Fall ist.
Es folgt die Albumversion, die 05:28 min lang ist. Der Song beginnt mit einem chorischen Fade-in. Unmittelbar danach schließt sich auch schon das Hauptriff an, zunächst orchestral und mit Keyboad, danach mit den Gitarren und Schlagzeug. Das Riff ist sehr eingängig und haut wirklich richtig rein! Man könnte allerdings behaupten, es sei eins zu eins vom Song "Master Passion Greed" aus dem Vorgängeralbum übernommen. Das ist zwar etwas merkwürdig, gerade wegen der Offensichtlichkeit, tut aber der Genialität des Songs nichts ab, da alles sehr gut zusammenpasst. Die Strophe ist dann sehr einfach und stimmlich erzählend gehalten. Anette singt hier auf naive, kindliche Art und Weise von einer Winterreise voll von Träumen, Imagination und Fantasie. An dieser Stelle sei gesagt, dass Nightwish somit auch mit dem Veröffentlichungszeitraum ins Schwarze getroffen haben, denn der Song und auch das in drei Wochen folgende Album "Imaginaerum" passen perfekt in die Weihnachtszeit.
Der Chorus des Songs ist wirklich der ultimative Ohrwurm. Bereits nach dem ersten Hören bleibt die Meldodie im Kopf und wird ihn garantiert so schnell nicht wieder verlassen.
Der darauf folgende C-Part mit Kinderchor, Erwachsenenchor und Orchester erinnert eindeutig an die Century Child-Epoche. Diese Stelle hat wirklich Gänsehautfaktor und überzeugt mit ihrem Abwechslungsreichtum im Vergleich zum Rest des Songs. Danach folgen wieder Refrain und Outro, welches nochmal richtig abgeht und die volle Nightwish-Manier aufzuzeigen vermag.
Track 03 ist dann die Albumversion als Instrumental. Hier kann man sofort mitsingen, was nicht schwer fällt, bei diesem eingängigen Song ;-)
Mit "Storytime" ist Nightwish erneut ein Geniestreich gelungen, der auch mehr überzeugt als das vergleichbare "Amaranth" von Dark Passion Play.
Gelobt sei auch das Artwork der Single, welches wirlich klar verdeutlicht, dass mit der Single und dem Album wie in einem Buch ein neues Kapitel aufgeschlagen wird, in dem sich Anette nicht mehr beweisen muss, diese düstere Zeit im Schatten des Rauswurfs von Tarja endgültig vorbei ist und Tuomas bei seinen neuen Komposition seiner Fantasie einfach freien Lauf lassen kann. Viel Spaß beim Reinhören und staunen!


Evermore Darkly
Evermore Darkly
Preis: EUR 16,96

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Na ja..., 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Evermore Darkly (Audio CD)
Da ist sie nun, die neue EP von Cradle of Filth. Später erschienen, als geplant. Aber ob es derer überhaupt bedarf sei mal dahingestellt. Die Länge der CD ist mit 8 Songs und einer Spielzeit von ca. 43 Minuten wirklich gut und man hat mehr Musik als bei manch einem Full-Length-Album einer anderen Band. Aber Qualität ist wirklich etwas anderes:

01 - Transmission from Hell
- sinnloses Intro mit nervigem und viel zu langem Sprechtext sowie komischem Gerausche! Mehr kann ich dazu nicht sagen!

02 - Thank Your Lucky Scars
- ganz nett, aber auch nicht mehr. Ein typischer moderner Cradle of Filth Song, wovon es aber eindeutig bessere gibt. Leider auch der einzige, wirklich neue Song auf der ganzen EP. Hätte man allerdings auch als Bonustrack bereits auf die Special Edition des Albums packen können.

03 - Forgive Me Father I Have Sinned (Elder Version)
- diese Demoversion ist musikalisch und aufnahmetechnisch natürlich schlechter als die finale Albumversion auf Darkly, Darkly Venus Aversa (keine laszive Frauenstimme, kein geniales Gitarrensolo am Ende und kein auf diesem wunderbar harmonischen Dur endender Song). Genau aus diesem Grund weiß ich auch nicht, wozu man sie den Fans dann antun muss...

04 - Lilith Immaculate (Extended Length)
- überflüssiger Orchesterpart nach dem zweiten Chorus! Hätte man jenen von Anfang an gleich auf das richtige Album gebracht, hätte das vielleicht noch gepasst. Da man den Song aber bereits ohne gut kennt, weil er wirklich grandios ist, wirkt dieser ruhige und atmosphärische Mittelteil einfach nur lieblos hineingeschoben und deplaziert.

05 - The Persecution Song (Elder Version)
- eine noch schlechtere Version des ohnehin schon recht schwachen Songs.

06 - Forgive Me Father (I'm in a Trance)
- *Räusper* ... Es gibt Dinge, die sollte man besser nicht kommentieren...

07 - The Spawn of Love and War (Elder Version)
- Der Song ist gut, aber auch wieder nur in der finalen Version. Hier wirkt er wirklich sehr roh und ist schlecht produziert. Das ist wie gesagt klar, bei einer Demo-Version, aber ich finde Demos eben nur dann sinnvoll, wenn auch der Endsong vorher noch anders klang und nicht einfach nur genauso, nur mit schlechterer Audioqualität, was leider hier wieder der Fall ist.

08 - Summer Dying Fast (Orchestral Version)
- Ich muss sagen, dass diese Orchesterversion wirklich gut ist, weil ich ohnehin auf Orchester stehe und die Idee mit dem orchestralen "Midnight in the Labyrinth" Album, was im nächsten Jahr folgt, wirklich gut finde. Allerdings wird man diese Version von "Summer Dying Fast" auch auf dem besagten kommenden Album finden, wodurch sie hier wiedermal deplaziert wirkt.

Insgesamt sind die Songs leider überhaupt nicht aufeinander abgestimmt und wirklich nicht notwendig zu hören. Eine wahllose Aneinanderreihung von aussortieren B-Seiten, die man sich getrost hätte sparen können.

Die DVD ist dagegen schon besser. Leider wird die wirklich interessante Dokumentation "You can't polish a turd, but you can roll it in glitter" von dem überaus schlechten Konzert auf dem Graspop Festival im Juni diesen Jahres etwas heruntergezogen. Dani Filth "singt" hier einfach nur furchtbar, sieht aus wie Pumuckel mit Clownsschminke und die Songauswahl ist auch nicht wirklich prickelnd. Bereits nach dem Opener "Heaven Torn Asunder" möchte man am liebsten abschalten, weil es so grausig gesungen ist, würde einem das Geld nicht leidtun, was man für die EP ausgegeben hat. Na ja und das Promovideo von Lilith Immaculate kennt nun wirklich jeder bereits. Das hätte hier auch niemand wirklich gebraucht. Wer dieses sehen will, sollte sich stattdessen lieber YouTube bedienen. Dort ist es ausnahmsweise mal nicht gesperrt.

Ich gebe nur 2 Sterne, weil das Artwork der EP wirklich super aussieht! (Aber warum hat man zur Hölle das FSK Zeichen draufgedruckt, anstatt einfach einen Sticker zu nehmen! Dadurch wird leider auch das super Cover ein wenig verunstaltet...)

Alles in Allem also nicht wirklich eine sinnvolle Investition. Für diejenigen, die es doch kaufen wollen: Viel Spaß beim Bereuen ;-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 30, 2011 11:59 AM CET


All Beauty Must Die (Special Edition im Digipack inkl. 3 Bonustracks)
All Beauty Must Die (Special Edition im Digipack inkl. 3 Bonustracks)
Preis: EUR 14,95

8 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen (How Can Symphonic Metal) Hurt So Bad??, 3. Mai 2011
Autsch! Das war ja wohl nichts. Ich verstehe nicht, wie dieses Album so in den Himmel gehoben wird und sogar Platz 10 der Albumcharts belegen kann. Es gibt Bands, die Musik diesen Genres spielen, die wesentlich mehr Talent haben. Bei Krypteria ist die Sängerin schlecht (ein x-beliebiges Popstimmchen, was man überall hört), die Lieder sind billig geschrieben und produziert, das Album ist schlecht abgemischt und Chor und Orchester wirken aufgesetzt und passen nicht in die schlechten Lieder rein. Ich frage mich auch, warum gerade Krypteria jetzt den Soundtrack zur BVB-Meisterschaft liefern sollen?? Wenn der BVB schon Žne Metalband engagieren will, dann soll er doch auch Žne gute deutsche Band nehmen, wie z.B. Leaves' Eyes, Edguy o.Ä. So. Mehr gibt es leider zu dem Album nicht zu sagen.

Ich vergebe nur zwei Sterne, weil das Album E-Gitarren hat und sich "Metal" schimpft und ich einen Stern nur bei Nicht-Metal-Alben vergeben würde, weil jene noch schlechter sind. Der andere Grund ist, dass ich Doro Pesch und Tobi Sammet mag, die auf dem Album auch vertreten sind.


The Enigma Of Life
The Enigma Of Life
Preis: EUR 9,99

8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Further and further down..., 26. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Enigma Of Life (MP3-Download)
Das neue Album von Sirenia ist mehr als enttäuschend!

Nicht nur, dass man die Textstelle "bring me further down bla bla bla" jetzt schon auf dem dritten Sirenia Album in Folge in nahezu jedem Song hört, nein, jetzt schaffen es auch noch die Songs sich nicht mehr von einander zu unterscheiden!

Ich verstehe Morten Veland nicht, dass er es nicht merkt, dass alle Songs einfach nur gleich klingen und die Texte auch einfach nur gleich sind.

Bei "The 13th Floor" hat es mich nicht gestört, weil die Lieder (außer vllt "Lost in Life") wirklich alle gut, unterschiedlich und eingängig wären. Man hatte auch überdurchschnittliche Stücke wie z.B. "The Mind Maelstrom" dabei.

Aber bei diesem Album ist man wirklich sprachlos... Weder sind die Songs irgendwie eingängig, noch gut. Mir fällt hier wirklich kein einziges Lied ein, bei dem ich sage: Mensch, dafür lohnt es sich doch, das Album zu haben. Auch Ailyn singt schrecklich! Auf "The 13th Floor" gefällt sie mir seht gut. Hier quietscht sie einfach nur. Erinnert irgendwie an die Sängerin von Aqua. Traurig aber wahr!

Fazit: Tausend mal gehörte Riffs, Refrains und Texte. Eine Enttäuschung, die den Kauf nicht wert ist! (zwei Sterne gibt es übrigens nur, weil das Coverartwork gut aussieht!)
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 29, 2011 7:56 AM CET


Sitra Ahra
Sitra Ahra
Preis: EUR 12,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Back to 2004, 17. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Sitra Ahra (Audio CD)
Mit Sitra Ahra gehen Therion einen Schritt zurück von Gothic Kabbalah zu den Vorgängern Lemuria und Sirius B. Würde sich sozusagen vom Stil her als Fortsetzung für eine Trilogie gut machen. Der Sound erinnert fast gar nicht an den Stil von Gothic Kabbalah. Soloparts der Sänger werden wieder deutlich zugunsten von Chören zurückgeschraubt. Die Gitarrenriffs erinnern auch wieder deutlicher an die beiden 2004er Alben und auch die oft merkwürdigen Rhythmen, die sich auf Gothic Kabbalah fanden werden zugunsten von schlichten 3/4 und 4/4 Takten wieder abgeschafft. Alles in allem werden die Songstrukturen wieder deutlich simpler, was aber nicht negativ gemeint ist! Songtexte sind wie immer super kreativ und nicht so banal wie man es heutzutage leider viel zu oft erlebt. Allein die Titel der CD machen Lust darauf, hineinzuhören. An dieser Stelle sei auch das Layout einmal gelobt! Die Aufmachung des Albums sieht einfach super aus! Klassikelemente kommen auch auf diesem Therionalbum bei weitem nicht zu kurz. Der klassische Therionsound ist also wieder zurück! Die Highlights auf Sitra Ahra sind nach erstem Durchlauf für mich Land of Canaan, Hellequin und Cú Chulainn. Eher schwächer dagegen sind bis jetzt 2012 und Din. Der eigentliche Grund nur 4 Sterne zu geben und nicht 5 ist aber, dass die Soundqualittät nicht so überragend ist. Hier ist im Vergleich zu vorigen Therion Alben oder allgemein gesagt: zu den heutigen Möglichkeiten eindeutig noch Luft nach oben. Man hat manchmal das Gefühl, als sein einige Instrumente (vor allem die Gitarren) und vor allem auch die Chöre viel zu leise eingestellt, was teils schon störend ist und schade um die sehr gute Musik, die trotz des teils verbesserungswürdigen Sounds den Kauf mehr als rechtfertigt!


What Lies Beneath (Limited Deluxe Edition)
What Lies Beneath (Limited Deluxe Edition)

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tarja in Höchstform!!, 5. September 2010
Was auch immer "daneben liegen" mag, es hat Tarja so sehr inspiriert, dass sie dieses Hammeralbum abliefert! Von der ersten bis zur letzten Sekunde übertrifft es My Winter Storm bei weitem. Die Songs sind alle sehr reif und hochentwickelt. Man merkt Tarja deutlich an, dass sie ihren eigenen Weg zu finden scheint. Was auf My Winter Storm noch auf Teufel komm raus produziert schien (viele kurze Stücke, einfach gestrickte Kompositionen, einfache Melodien, teils überflüssige kurze Instrumentale) ist auf What Lies Beneath viel kompakter geworden, eben reifer und ausgefeilter. Auch hat man nicht mehr das Gefühl, dass sie mit Nightwish im Zwist liegt, sondern der alten Band nun endgültig den Rücken zukehrt und selbst gute Sachen auf die Beine zu stellen weiß. Zu den einzelnen Songs:

01. Anteroom of Death
- eindeutig der beste Song, den Tarja je veröffentlicht hat. Es gelingt ihr in diesem Song zahlreiche Stile miteinander zu vereinen. Witziges Intro (hört sich an wie ein Soundcheck), danach geniale Cembalobegleitung im Strophenteil, komplett konträrer Refrain, abrupte Übergänge, Generalpausen, super Gänsehaut-Chorpassage im Mittelteil und bombastischer Abschluss. Chorteil klingt fast wie Bohemian Rhapsody von Queen. Sicherlich davon inspiriert. Toller Opener! (5 und mehr Sterne)

02. Until My Last Breath
- tolles Lied im klassischen Strophe-Refrain-Schema, typisch für eine Tracknummer 2. Schönes Gitarrenriff in der Überleitung am Anfang, sehr gegensätzlich zum Rest des Songs. Auch schönes Musikvideo dazu ;-) (4 Sterne)

03. I Feel Immortal
- Gänsehaut-Feeling pur! Anfang sehr bombastisch, fast wie bei Filmmusik von Herr der Ringe oder Ähnlichem. Hübsche Melodie, tolles Klavier, toller Refrain. Insgesamt eine der vier Balladen des Albums, die es in sich hat. (4,5 Sterne)

04. In for a Kill
- sehr merkwürdiger Song, äußerst düster, klingt am Anfang fast expressionistisch, sehr hart mit gesanglich großem Tonumfang, was für Tarja natürlich keine Hürde ist ;-)Insgesamt super, mal was anderes! (4,5 Sterne)

05. Underneath
- schöne Ballade, ähnlich wie I Feel Immortal aufgebaut. (4,5 Sterne)

06. Little Lies
- wieder härter, ansonsten auch normaler Song im Strophe-Refrain Stil mit C-Teil, der es in sich hat. Tolle Chorpassagen und interessante Melodik (4,5 Sterne)

07. Rivers of Lust
- akustische Ballade ohne Schlagzeug, toller Gesang, der im Vordergrund steht und teils auch mal ohne Instrumentalbegleitung zu überzeugen weiß (4,5 Sterne)

08. Dark Star
- darauf hat man gewartet! Tarja mit Phil Labontes dezent eingesetzen Growls, wer (wie ich) Fan davon ist, wird den Song sehr mögen. Insgesamt mit das härteste Stück des Albums, aber nicht unbedingt sehr düster. (4,5 Sterne)

09. Falling Awake
- wie ich finde, das schwächste Stück des Albums, klanglich nichts Besonderes, netter Song aber mehr leider auch nicht (3 Sterne)

10. Archive of Lost Dreams
- letzte Ballade des Albums, ähnlich wie Rivers of Lust, aber leider auch nicht so stark, teils auch ohne Instrumentalbegleitung, aber auch nett anzuhören (4 Sterne)

11. Crimson Deep
- noch ein Highlight des Albums als Abschluss, über 7 Minuten lang, besonderer Song, vllt etwas untypisch für Tarja aber tolle Komposition mit schönem Klavierteil in der Mitte und großem Bombast (5 Sterne)

Bonus-Tracks:

12. We Are
- nett, nicht mehr und nicht weniger! Man denkt am Anfang es sei eine akustische Ballade, aber dies ist es am Ende keineswegs, aufgrund harter Gitarrenriffe und düsteren Melodien, die im Refrain am Ende dazu kommen. (3,5 Sterne)

13. Naiad
- Toller Song! Äußerst interessante Percussions am Anfang und in der Mitte. Auch über 7 Minuten und wirklich gelungenes Stück! (5 Sterne)

14. Still of the Night
- erstaunlich gutes Cover von Whitesnake mit überragendem Gesang seitens Tarja und schönem Orchesterklang im Mittelteil! Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil der Song nicht "auf Tarjas Mist gewachsen" ist ^^ (4,5 Sterne)

Alles in allem ist What Lies Beneath den Kauf 10Mal mehr wert als My Winter Storm, obwohl das jetzt auch kein schelchtes Album ist, aber wer Tarja für sich neu entdeckt hat und jene, die ihre Karriere bereits lange verfolgen und Fan sind sowieso, werden merken, wie deutlich sie sich weiter entwickelt und über sich selbst hinaus wächst, zumal sie alle Songs auch noch mit selbst geschrieben hat. Vielleicht hätte sie das bei My Winter Storm auch machen sollen, denn das einzige Lied, welches da aus ihrer Feder stammte, ist Oasis und das ist auch noch das mit Abstand beste Stück, hätte ich mir auf What Lies Beneath gewünscht, ebenso wie ein paar mehr von den tollen Chorpassagen wie man sie bei Anteroom of Death finden kann, dann wäre das Album gänzlich perfekt. :-) Aber auch so kann man hier getrost fünf Sterne vergeben und einen Kauf mehr als empfehlen! Mach weiter so, Tarja!!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 24, 2010 9:40 PM MEST


Rubicon (Ltd. Digipak)
Rubicon (Ltd. Digipak)
Preis: EUR 16,46

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New Horizons, 27. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Rubicon (Ltd. Digipak) (Audio CD)
Mehr als 3,5 Jahre ist es her, seit der letzte Longplayer Illumination mit Sängerin Vibeke veröffentlicht wurde. Bereits an diesem Album hat man bemerkt, dass Tristania neue Wege einschlagen wollen: die Songs werden kompakter, das Strophe-Refrain-Schema stellt sich bei fast jedem Song ein und diese werden für den Hörer immer zugänglicher. Mit Mariangela am Micro und im Jahr 2010 angekommen wird dies nun noch deutlicher, was aber keines Falls von Nachteil für den SOund der Band sein kann. Natürlich ist Tristania heute nicht mehr mit dem Tristania der 90er Jahre zu vergleichen, der Sound der Band hat sich komplett umgestellt, eigentlich ist nichts mehr von den klassischen Klostergesängen und komplexen Gefügen der Lieder zu erkennen. Doch diese neue Zugänglichkeit von Tristanias Songs macht sich nach Illumination auf Rubicon ein weiteres Mal bezahlt. Hier arbeitet man mit aufwendig durchdachten Melodien im Strophenteil sowie genialen Refrains, die einfach reinhauen und überzeugen. Die Songs sind oft ähnlich aufgebaut (z.B. Year of the Rat, Patriot Games, The Emerald Piper), doch können durch ihre guten Riffs und dem durchaus abwechslungsreichen Gesangsparts von Mary und Osten, sowie Growls und Screams von Kjetil wahrlich überzeugen.
Des Weiteren ist zu bemerken, dass es bei Rubicon deutlich mehr männliche Parts im Clean-Vocal-Bereich gibt, als es bei Tristania jemals zuvor gegeben hat. Doch auch dies kann nicht von Nachteil sein, denn die Stimme von Sänger Osten ist äußerst "männlich" und klingt durch ihre Tiefe und Düsterkeit einfach genial.
Auf dem kompletten Album tauscht man illuminatiorische Weichheit gegen rubiconische Härte ein. Doch auch an soften Klängen soll es nicht mangeln. Hierbei ist besonders das Gänsehaut verursachende Exile hervorzuheben.
Besonders interessant ist auch die Tatsache, dass der überlange Song Illumination den Titel des Vorgänger-Longplayers trägt und mit seinen wunderschönen Melodien und qualitativ überdurchschnittlich hochwertigen Gesangsparts den Hörer durchaus mehr verzaubern können als einiges Material auf dem gleichnamigen Vorgängeralbum.
Kurzum: Tristania haben sich äußerst positiv weiterentwickelt und mit Rubicon selbst übertroffen.
Mariangela stellt sich für die neuen Songs als äußerst passend heraus, auch wenn ich ihre Interpretationen der alten Songs nicht immer mag, überzeugt sie hier umso mehr.
Ein genialer Lichtblick im unerträglichen 2010er Mainstream-Techno-Trott, den man nicht länger mit anhören kann!
Anspieltipps: Year of the Rat, Patriot Games, Exile, Vulture, Magical Fix


Ashes/Ltd.ed.Digi
Ashes/Ltd.ed.Digi
Preis: EUR 18,06

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keines Wegs der Abstieg!, 26. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Ashes/Ltd.ed.Digi (Audio CD)
Ich finde es eine Frechheit, wenn man hier schreibt, dass "Ashes" der Abstieg von Tristania sein soll oder dass man früher wenn man von Tristania gesprochen hat, eigentlich Morten Veland meinte. Sicher, Morten ist ein Ausnahmetalent, aber wenn man Tristania richtig kennen würde und nicht nur alles nachquatscht, was andere sagen bzw. schreiben, wüsste man auch, dass Morten z.B. auf "Beyond the Veil" keinesfalls alle Stücke geschrieben hat! Bei den beiden wunderbaren Stücken "Opus Relinque" oder "Heretique" hat er nicht einmal mitgeschrieben, die stammen nämlich von Einar Moen und Anders Hidle, aber Hauptsache erstmal sagen, dass seit Mortens Ausstieg alles schlecht sei! Genau wie "World of Glass" mit fantastischen Stücken wie "Wormwood", "Tender Trip on Earth" und auch das Titelstück, wo einige behaupten es sei schlecht, weil kein Morten Veland mehr da ist.
Sicherlich geht man bei "Ashes" vom symphonischen etwas weg, was schade ist, dass es keine Chöre mehr gibt, aber das ist halt die Veränderung von Tristania, die man akzeptieren muss, es kann ja auch nicht jedes Album gleich sein! SIcherlich muss man sich an die extremen Growls in einigen Liedern erst gewöhnen, dafür schlagen die dann aber um so mehr ein! Auch Vibeke, die ja nun leider weg ist (mit der Demurtas kann man vielleicht von Tristanias Abstieg sprechen, aber man sollte dennoch das neue Album abwarten!), liefert eine ausgezeichnete Leistung ab, mal etwas tiefer, z.B. im Opener "Libre", aber dennoch hervorragend wie eh und je! Die besten Stücke des Albums sind meiner Meinung nach "Libre", "Circus" und "Endogenisis", aber eigentliich gefallen alle sehr gut! "Circus" zum Beispiel mag auf den ersten Blick belanglos wirken, aber in Verbindung mit den Lyrics und dem mysteriösen Einstieg unschlagbar!
Bevor man hier also vom "Abstieg" Tristanias spricht, sollte man sich die CD auch mal richtig anhören und dabei zum Beispiel auch bemerken, dass "Nine Destinies and a Downfall" von Sirenia, der Abstieg von Morten Veland ist, denn dieses Album ist offentlichtlich viel schlechter als "Ashes" oder "Illumination" von Tristania!
Bei "Ashes" ist auch die Cover- und CD-Gestaltung äußerst positiv hervorzuheben. Eigentlich ist das Album rundum gelungen. Viel Spaß beim Reinhören!


Seite: 1 | 2