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Lieber Leser

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Mädchenware: Kriminalroman
Mädchenware: Kriminalroman
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Es wird düster wenn der Steiger kommt, 16. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mädchenware: Kriminalroman (Kindle Edition)
Über Norbert Horsts neuen Roman zu schreiben legt nahe potentiellen Käufern erst einmal deutlich zu machen was dieser Roman alles nicht ist:
kein Thriller, kein Serienkiller Aufguß, kein CSI / Profiler Kaffesatzleser Blödsinn, kein Whodunit sondern ein Polizeikrimi der realistischen Sorte.
Das heißt: kein genialer Kommissar, sondern ein Kommissar der Teil eines Teams ist, Ermittlungsarbeit die genau das ist: Arbeit. Keine genialen Einflüsterungen sondern Abklappern aller noch so entfernt liegenden Spuren um puzzleartig ein stimmiges Gesamtbild zu erhalten. Das dauert. Einblicke in die polizeiorganistorischen und ermittlungstechnischen Abläufe inklusive, ist der Autor doch selbst Kriminalbeamter.

Steiger, der hier in seinem zweiten Fall ermittelt, wird in eine Mordkommission berufen als bei einer zunächst völlig rätselhaften Schießerei eine Prostituierte erschossen und eine weitere schwer verletzt wird. Offenbar gibt es noch ein merkwürdiges drittes Opfer, das angeschossen wurde aber vom Tatort fliehen konnte. Der Leser ist den ermitteltenden Beamten voraus, er erfährt zwischen den Ermittlungskapiteln mehr über die Hintergründe.
Horst beschreibt hier an realen Fällen orientiert wie osteuropäische Mädchen als Prostituierte in Deutschland landen. Nicht freiwillig. Der Leser erfährt etwas über die sozialen Hintergründe, erhält Einblick in recht banale Abläufe die in Abgünde führen, die hier unsentimental und nüchtern geschildert werden. Ein düsterer Kriminalroman der offenbar eng an der Realität entlang geschrieben ist. Machtkämpfe in der einschlägigen Szene inklusive.
Nebenbei wird Polizeialltag mit seinen realen Risiken geschildert. Steiger und seine Kollegen von der Eingreiftruppe geraten gleich zu Beginn in eine Situation die perfekt organisiert scheint, aber doch eskaliert. Die Folgen ziehen sich durch den Roman und geben den Figuren Tiefe. Dazu trägt natürlich auch Steiger selbst bei, der ein wenig den einsamen Wolf gibt, gelegentlich aneckt und nur überschaubare Sozialkontakte außerhalb der Arbeit pflegt. Einer davon ist umittelbar in die Mordereignisse verwickelt.

Norbert Horst gelingt es Steiger an die bekannten einsamen, etwas kaputten Kommissare anderer Krimis anzulehnen ohne es zu übertreiben. Das Steiger als Schalkefan in Dortmund mitunter vorsichtig sein muss ist klar. So agiert auch Norbert Horst, der hier einen mehr als grundsoliden Krimi vorlegt. Viel Arbeit, mitunter gute Ideen, Beharrlichkeit, ehrliche Typen die auch mal Konflikte haben, nie den Blick auf die Realität verlieren und sich auch mal eine wenig Sentimentalität leisten. Meister der Herzen.
Das was der Tatort im TV sein möchte, und nur selten erreicht, ein Abbild der Bundesdeutschen Realität liefern, gelingt Norbert Horst mit diesem ehrlichen und düsterem Roman. Lesen.


Smart Cover Lenovo S8-50 8 Inch Case Stand Slim Flip S8-50F (Blue)
Smart Cover Lenovo S8-50 8 Inch Case Stand Slim Flip S8-50F (Blue)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schützt, schaltet und steht, 7. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Verarbeitung und Funktionalität des Cases sind einwandfrei. Das Tablet sitzt fest in der Hülle, alle Bedienelemente, Anschlüsse und Kamera sowie Blitz LED bleiben frei zugänglich.Die Aufstellfunktion funktioniert prima. Zugeklappt hält der Magnetverschluß den Schutzdeckel fest und schaltet das Tablet zuverlässig in den Standby Mode.

Als nettes Gimmick gibts einen Stift mit Touchfunktion dazu.

Leider ist das Material relativ glatt, ein raueres, griffigeres Material wäre schöner gewesen. Insgesamt aber ein gutes, funktionales Case.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 15, 2015 4:25 PM CET


Lenovo TAB S8-50F - Tablet - Android 4.4 (KitKat), 59426775
Lenovo TAB S8-50F - Tablet - Android 4.4 (KitKat), 59426775
Wird angeboten von AV-Shop
Preis: EUR 212,43

34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 8 Zoll Preis Leistungs Sieger, 28. Januar 2015
Lenovos S8 50 Tablet wurde vom Hersteller offenbar stiefmütterlich promoted. Anders ist kaum zu erklären, warum das Gerät nicht auf den einschlägigen Internetseiten und Zeitschriften für Furore sorgt. Da man die WiFi Variante bereits für 199€, und die WiFi+4G Variante für 249€ kaufen kann (Saturn oder Media Markt), erhält man für das Gebotene nach meiner Ansicht den derzeitigen Preis Leistungssieger bei 8 Zoll Tablets.
Da die Produktbeschreibung hier bei Amazon nicht richtig übersichtlich und vollständig ist, kurz zu den Fakten:

8 Zoll IPS-LCD Display, Auflösung 1900x1200 (283ppi)
210x124x7,9 mm, ca.300g
Intel Z3745 Chipsatz, 2 GB Ram
Speicher 16 GB, ca. 11,2 GB frei (bei WiFi + 4G LTE Variante), per Micro SDHC um 64GB erweiterbar
Android 4.4.2
WLan 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS, 3,5mm Audio, Micro USB, 2 Frontlautsprecher (mit Dolby Audio)
Frontkamera mit 1,6MP; Hauptkamera mit 8MP und LED Blitz
Akku 4290mAh

Was heißt das nun?

Gerät ist leicht und liegt dank gummierter Rückseite gut in der Hand. Kein glattes Plastik und kein edles Alu das einem aus der Hand flutscht
Die Verarbeitung ist gut. Kein Knarzen oder irgendwie instabil wirkendes Gehäuse
Das Display ist klasse. Alles ist wunderbar scharf, hell (lt. Internet Test max. bei ca.410 cd/m2, das ist ein guter Wert) schöne Farben, sehr guter Kontrast und schwarz ist tatsächlich schwarz. Blickwinkelstabil ist es sowieso. Einen Sensor der die Helligkeit automatisch anpasst gibt es aber nicht.
Der Intel Chipsatz braucht sich vor ARM Prozessoren nicht verstecken:

Benchmarkwerte aus dem Netz, als Vergleich Nexus 7(2013)

Lenovo S8-50 / Nexus 7(2013)

Antutu ~33000 / 19963
Quadrant ~16000 / 5874
GFX Bench 3.0
TRex off screen 17,5fps / 16
TRex on screen 16,1fps / 16

Vellamo
HTML 2998 / 1663
Metal 1144

Sunspider 1.02 684ms / 1127ms (niedriger ist besser)

Das zweite Nexus 7 ist ebenso wie das auch gern gelobte LG 8.3 Pad (ansonsten leistungsfähiger als Nexus 7 (2013) )hinsichtlich Grafikleistung nicht leistungsfähiger als das Lenovo. Sonstige Leistungsdaten sind beim Lenovo deutlich höher als bei diesen beiden Tablets.

Ich habe noch nicht so viel damit gespielt, aber Asphalt 7 läuft z.B. absolut flüssig.
Ansonsten: kein Ruckeln, alles öffnet sich zügig, Surfen via Chrome Browser ist sehr schnell. Ich hatte vorher ein Samsung Galaxy Note 8.0, das Lenovo ist bei höherer Auflösung in jeder Hinsicht schneller.

Frontlautsprecher, an den Schmalseiten des Geräts. Das hat kaum ein Tablet, meistens sitzen die hinten oder unten, beim Lenovo geht der Klang in Richtung Benutzer. Lautstärke ist ok, könnte etwas höher sein. Klangqualität ist gut (besser als beim Note 8.0) und kann per Dolby Software angepasst werden (Musik, Film, Games etc.)
Von den 16 GB Speicher sind bei mir (LTE Variante) ca. 11,2 GB frei gewesen. Speicherkarte mit 32 GB wurde klaglos erkannt und arbeitet problemlos.

Die 8MP Kamera macht gute Bilder, Autofokus ist etwas langsam, dafür gibt's aber einen Blitz. Das hat kaum ein Tablet.
USB Port ist OTG fähig (konnte ich bisher nur mit USB Stick probieren, war kein Problem)
Vorinstallierte Apps halten sich in Grenzen. Dabei sind ein guter Dateimanager, Apps zur Synchronisierung und eine Security App, die auch zur Speicherbereinigung genutzt werden kann, App Rechte anzeigt und einen Ad Blocker beinhaltet.

Der Lenovo Launcher imitiert iOS, d.h. auch: alles landet auf den Home Screens, einen App Drawer gibt es nicht. Das ist ebenso wie das Icon Design Geschmackssache. Funktionieren tut die Lenovo Variante gut. Ich hab mir trotzdem meinen Nova Launcher installiert. Oberfläche läuft sehr flüssig.

Wo ist der Haken? Die Akkulaufzeit ist nicht rekordverdächtig. Von mir geschätzte reine Laufzeit (ohne Standbye) mit einem Mix aus Surfen, Internetradio und Spielen (Asphalt 7) ca. 5h.
Ein Test im Internet nennt 10h Laufleistung für einen WLAN Surftest, und 5h für Laufzeit unter Last. Das kommt mir zu hoch vor. Ich werde das noch genauer prüfen und hier updaten.

Vergleicht man das Gebotene, incl. Akkulaufleistung, mit dem was in dieser Preisklasse derzeit am Markt ist, ist das Lenovo eigentlich konkurrenzlos. Kein Asus Memo Pad, auch nicht die neuen, kein aktuelles Acer mit FHD Display, ist besser ausgestattet. Deren Akkulaufzeiten sind nicht besser. Die alte Garde (Nexus7 (2013) und LG 8.3 Pad) bietet ebenfalls nicht mehr, ist aber weniger leistungsfähig (das Nexus hat wohl bessere Akkuleistung, allerdings bei 7 Zoll).

Update zur Akkulaufleistung:

Ich habe die folgende Zeiten bei der genannten Nutzung gemessen. Genauer gesagt hochgerechnet von meinem Akkuverbrauch nach notierten Zeiten. Bei der Rechnung bin ich davon ausgegangen, dass der Akku von 100% auf 10% Ladung genutzt wir, also 90% Verbrauch. Auf Null nutzt man normalerweise ja doch nicht, zumal so tiefe Entladungen nicht gut für den Akku sind (10% ist schon sehr niedrig).

ca.4 h bei 60% Surfen, 30% Spielen, 10% Internetradio (über Lautsprecher). Bei 18h Standby (WLAN an)ca. 8% Akkuleistung verbraucht.
Video Laufzeit ebenfalls ca. 4h.

Bei Video war die Displaybeleuchtung etwas über der Hälfte, was ich als völlig ausreichende Helligkeit empfand. Beim Surfen und Spielen ca. auf einem Drittel vom Maximum.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2015 2:42 PM MEST


Der letzte Mann, der alles wusste: Das Leben des exzentrischen Genies Athanasius Kircher
Der letzte Mann, der alles wusste: Das Leben des exzentrischen Genies Athanasius Kircher
Preis: EUR 18,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es irrt der Mensch, solang er strebt, 21. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ob Athanasius Kircher nun tatsächlich der letzte Mann war der alles Wissen seiner Zeit parat hatte, sei dahingestellt. Derartige Aussagen waren und sind ohnehin nicht zu beweisen. Das der deutsche Verlag aber sowohl Titel als auch Untertitel des Buchs gegenüber der englischen Originalausgabe unnötigerweise völlig verändert hat, ist eine traurige Wahrheit. Aus "A Man of Misconceptions" einen "Mann der alles wusste" zu machen ist ein gewagter Sprung.
Der Untertitel muss im deutschen aus "The Life of an Eccentric in an Age of Change" ein "exzentrisches Genie" machen. Wozu? Dass der Mann ein Genie war darf angezweifelt werden, wenn man Kommentare von Zeitgenossen und Historikern im Buch aufmerksam liest. Schmälert das seine Leistungen? Wohl kaum. Das "Age of Change" im Untertitel wird dafür weggelassen. Das 17. Jahrhundert war aber genau das und John Glassie nutzt das Leben und Werk Kirchers ja gerade um den Umbruch hin zu einer mathematisch wissenschaftlichen, durch Experimente verifizierten Wirklichkeitsbeschreibung zu erläutern.

Die mystischen, alchemistischen, lediglich Behauptungen aufstellenden und pseudo Erklärungen benutzenden Gelehrten vorheriger Jahrhunderte verschwanden natürlich ebenso wenig über Nacht wie ein modernes wissenschaftliches Denken sich holterdiepolter durchsetzen konnte. Selbst ein Isaac Newton war ein großer Anhänger der Alchemie und verwand große Teile seiner Zeit mit Dingen die heute unter Esoterik fallen dürften. Alles und jeder ist eben seiner Zeit verhaftet und nur mit Blick auf historische Umstände zu bewerten.
Das alles macht John Glassie deutlich, wenn er den Leser am Leben Athansius Kirchers durch das Jahrhundert teilhaben lässt. Der Mann der früh den Jesuiten beitritt verbringt sein Leben forschend, schreibend und von großer Neugier und vielfältigsten Interessen geprägt im Schoß der Kirche.
Ob Hieroglyphen, Astronomie, Vulkanismus, Biologie, Magnetismus, Musik, Mathematik, Geographie oder Medizin, Kircher verfasste umfangreiche Bücher mit wunderbaren Illustrationen zu allen denkbaren Themen. Kircher nutzte alle ihm zur Verfügung stehenden Wissensquellen seiner Zeit und scheute auch nicht davor zurück schlicht abzuschreiben. Seine Bücher gaben dadurch aber auch einen Überblick über das Wissen seiner Zeit. Oder das was für Wissen im Sinne von erwiesenen Tatsachen gehalten wurde. Umfangreich sind seine Werke nicht zuletzt auch, weil er alle erdenklichen Aspekte seines Gegenstandes beleuchtete oder schlicht vom Thema abschweifte.

Im Werk Kirchers und seiner Rezeption durch Zeitgenossen, darunter große Wissenschaftler wie Descartes und Leibniz, wird deutlich wie über die Jahrzehnte das Experiment als Mittel der Wissenschaft Bedeutung erlangt. Kircher tut sich schwer diese empirische Methodik in sein Denken aufzunehmen, gleiches gilt für die zunehmende Bedeutung der Mathematik als Mittel der exakten Wissenschaft. Einerseits ist Kircher ein wissenschaftlicher Star seiner Zeit, seine Bücher erzielen hohe Auflagen, er wird überall in Europa gelesen, korrespondiert mit Gelehrten und Adligen, andererseits wird vieles was er veröffentlicht und behauptet mit Skepsis betrachtet, ja einige Gelehrte sprechen ihm schlicht die Kompetenz ab.
Fakt bleibt, dass seine Arbeiten zur Entschlüsselung der Hieroglyphen zum großen Teil falsch waren, aber sein Gedanke koptische Texte seien einer der Schlüssel zum Rätsel ihrer Bedeutung goldrichtig war. Sein Gedanken zu Vulkanismus und Wasserströmungen im Erdinneren sind aus heutiger Sicht haarsträubend, die Erkenntnis dass die Pest durch Mikroorganismen verursacht wird war dagegen seiner Zeit voraus. Auch wenn das was er vermutlich ins einem Mikroskop sah gar keine Mikroben waren. Der Magnetismus hat in der modernen Technik eine überragende Bedeutung. Ohne Verständnis des Magnetismus gäbe es keine Elektrizität wie wir sie heute nutzen. Kircher widmete sich ihr Zeit seines Lebens.
Glassie macht deutlich wo Kircher irrte. Irrtümer und Missverständnisse führen manchmal zu richtigen Erkenntnissen, die trotzdem auf falschen Annahmen beruhen. Der Autor zeigt aber auch wo Kircher an Behauptungen festhält, wo diese näheren Betrachtungen nicht mehr standhalten können. Da ist das kohärente Weltbild wichtiger als nackte Tatsachen. Nicht frei von Eitelkeit, ein Selbstdarsteller und durchaus auf seinen Vorteil bedacht, hat man teils den Eindruck der Mann hat mitunter Dinge schlicht vorgetäuscht um an Ansehen zu gewinnen.
Dennoch, Kirchers Veröffentlichungen und Denken haben ohne Zweifel viele Zeitgenossen, und Forscher die auf ihn folgten, beeinflusst.

Glassie gelingt es zu zeigen, dass Naturphilosophen des 17 Jahrhunderts ein anderes Verständnis von der Welt, der Wissenschaft und dem Weg zur Erkenntnis hatten.
Ein gutes, sehr lesbares Buch, das eine große Persönlichkeit ins rechte, nicht immer schmeichelhafte, Licht rückt und dabei auch die Geburtswehen der modernen Wissenschaft beschreibt.


funny girl
funny girl
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Witz als Familien- und Gesellschaftstherapie, 12. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: funny girl (Kindle Edition)
Braucht es einen männlichen, in England lebenden Neuseeländer um über die Unterdrückung von Frauen in Familien aus dem muslimischen Kulturkreis zu schreiben? Was kann McCarten dem Leser über das Aufwachsen und den Alltag junger, kurdischer Frauen nahebringen, die den Konflikt zwischen der Kultur ihrer Eltern und dem ihrer britischen Altersgenossen aushalten müssen? Die Antwort ist simpel: nichts was der Leser nicht schon anderswo gelesen, im Fernsehen gesehen, in Spielfilmen oder Dokumentationen verarbeitet und in Zeitschriften breitgetreten gesehen hätte. Eine unterhaltsame Lektüre ist sein Roman trotzdem.

Azime, die Hauptfigur des Romans, ist 20 Jahre alt und Tochter kurdischer Einwanderer die in London leben. Sie kümmert sich um die Buchhaltung im väterlichen Möbelgeschäft, die sie komplett unterfordert. Frustriert da die Eltern sie gängeln und sie wenig unternehmen kann, dass nicht durch die Eltern kontrolliert oder direkt verboten wird. Ein moslemisches Mädchen das Selbstmord begeht, oder wurde sie gar ermordet, wird für Azime zum Schlüsselerlebnis. Hatte sie davor mit ihrem Leben gehadert, versucht sie nun nicht nur diesem Tod auf den Grund zu gehen, sondern auch aus ihrem Leben auszubrechen.
Das schlagfertige, kluge und witzige Mädchen, das Comedy liebt und Gags sammelt entschließt sich als Stand Up Comedian Karriere zu machen. Öffentliche Witze über Sex, Moral und Alltag in moslemischen Familien, über ihre persönlichen Erfahrungen im Spannungsfeld der unterschiedlichen Kulturen erzeugen zunächst eine Welle der Empörung die Azime in Gefahr bringt.
McCarten schildert das Leben und die Konflikte in Azimes Familie. Die bietet mit Azimes kleiner Schwester und dem halbwüchsigen Bruder Gelegenheit unterschiedliche Aspekte des Kulturkreises zu beleuchten. Azime ist eine starke Figur mit deren Aufbegehren, aber auch mit deren Ohnmacht der Leser sich identifizieren kann. Sie begleiten wir zum Comedy Kurs, zu Treffen mit einer verheirateten Freundin die unter ihrem Ehemann und dessen Familie leidet, sind dabei wenn sie durch die Mutter vermittelte Heiratskandidaten trifft. Kurz: der Autor hat Nebenpersonen in die Handlung eingeflochten, die ihm erlauben eine Vielzahl von Problemen und Konflikten aufzugreifen.

McCarten hat diesen leicht zu lesenden, lässigen Ton den angelsächsische Autoren so mühelos beherrschen. Witz und Ironie gepaart mit Ernsthaftigkeit und zeitgemäßer Thematik, mit authentisch wirkenden Figuren und guten Dialogen, was soll da schief gehen? Nun, folgendes:
Erstens rennt McCarten natürlich offene Türen ein, denn welcher seiner Leser wollte ernsthaft für Unterdrückung von Frauen, gegen freie Meinungsäußerung und Selbstverwirklichung sein? Da bleibt nicht viel an dem der Leser sich reiben kann und wenig Neues.
Zweitens ist die Lösung des Hauptkonflikts, die Ablehnung von Azimes Comedy Karriere durch ihre Familie, doch recht abrupt und der Sinneswandel ihres Vaters wenig überzeugend. Überhaupt ist die Art der Auflösung anderer Konflikte, die ich hier nicht spoilern möchte, etwas zu harmonisch bzw. weicht kontroverseren, eventuell auch wirklichkeitsnäheren Szenarien aus.

Am Ende bleibt ein gut erzählter Roman, der einen schwierigen Stoff in eine unterhaltsame, spannende Geschichte verpackt. Die Kombination von Coming of Age, Familienproblemen, gepaart mit gesellschaftlich relevanten Themen die am Ende aber nicht allzu kontrovers daherkommen, machen McCartens Roman zu einem guten, in seinen besten Szenen zum Nachdenken anregenden Roman der aber nichts Neues zu seinen Themen bereithält. Locker drei Sterne, am Vierten kratzte der Autor dann und wann, ganz reichts am Ende aber nicht.


Dorn
Dorn
von Thilo Corzilius
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 3 Helden retten gerade noch den 4ten Stern, 8. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Dorn (Taschenbuch)
Der rechtschaffene Markgraf Deckard des kleinsten Fürstentums des Ehernen Reiches auf dem Kontinent Dorn wird in eine Intrige verwickelt, die den Bestand des Reiches bedroht. Das ausgerechnet eine Elbin, also ein Mitglied des Volkes, das durch die Menschen vor über 300 Jahren in die Bedeutungslosigkeit gesandt wurde, ihn in das gefährlichste Abenteuer seines Lebens zieht ist beileibe kein Zufall.
Der Autor schickt seinen Helden auf eine gefahrvolle Reise durch den Kontinent um seine Welt zu retten. Begleitet von tapferen Freunden, verfolgt von einem geheimnisvollen Attentäter und als Verräter gebrandmarkt trotzt er großen Gefahren. Stets beseelt davon seinem Volk zu dienen und Schaden abzuwenden. Große Schlachten, viel Überzeugungsarbeit, Kämpfe, etwas Magie, viel Patriotismus und nimmermüdes einstehen für Gerechtigkeit sind die Eckpfeiler des Handlungsverlaufs.

Der Autor hat einen flüssigen Erzählton gefunden. Für meinen Geschmack beinhaltet der allerdings immer wieder etwas zu moderne Wortwahl und Formulierungen. Der Held wird genauso rechtschaffend beschrieben wie sich das oben anhört und das wird im Verlauf der Handlung auch immer wieder gerne und viel zu häufig hervorgehoben. Wobei es weniger das gut sein an sich ist das nervt, sondern die Art wie dieses dargestellt wird. Statt den Grafen häufiger durch seine Taten zu charakterisieren, hört der Leser ihn seine Philosophie und politische Absicht immer wieder darlegen. Dass in einer mittelalterlichen Welt, mit vom Adel und König regierten Ländereien derart demokratische Gesinnung und moderne Lebensphilosophie beim adligen Helden vorherrscht, überzeugt auch nicht durchweg.

Die Handlung insgesamt ist schön aufgebaut, spannend und mit dem rechten Maß an Action, beschreibenden Passagen und Geheimnissen versehen um den Leser bei der Stange zu halten. Dann und wann knirscht es schon mal, wenn man sich als Leser fragen muss warum einige Fragen vom Helden nicht schon viel früher gestellt wurden oder wichtige Informationen und Ansatzpunkte zur Konfliktlösung erst mal ignoriert werden. Romantische Liebe kann das nicht ausbügeln, schadet aber in solch einer Mixtur nie.
Das ist alles weder neu noch tiefschürfend ausgearbeitet, hat wie oben gesagt ein paar holprige Punkte in der Konstruktion, langweilet aber auch nicht mit ausufernder Erzählweise. Das Buch findet für das was zu erzählen ist das rechte Maß und das ist mehr als einige Fantasy Autoren mit ihren mehrbändigen Werken von sich behaupten können. Ich hab's gerne gelesen und hatte meinen Spaß, auch wenn es nicht der ganz große Wurf ist. Wer Lust auf ein wenig "guilty pleasure" hat liegt hier richtig.


Das Flirren am Horizont: Roman
Das Flirren am Horizont: Roman
Preis: EUR 14,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hitzeschock, 4. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Flirrende Hitze im extrem heißen Sommer 1976. Für den 13jährigen Auguste wird dies ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Sommer. Der Bauernhof in der Schweiz auf dem der Junge mit seinen Eltern, seiner Schwester, Großvater so wie einem mit Downsyndrom geborenen Knecht aufwächst, wird am Ende von Dürre und Hitze kein beschaulicher, unbeschwerter Lebensmittelpunkt mehr sein.

Roland Buti erzählt aus Sicht des Jungen vom Leben auf dem Bauernhof. Nicht mit dem verklärten Blick eines Außenstehenden, sondern durch die Augen eines Jungen vom Land. Fortwährend gilt es etwas zu tun, Instand zu setzen, sich um Tiere zu kümmern, auszumisten oder Ordnung zu schaffen. Das Arbeitsethos des Vaters gibt auch dem Jungen Orientierung, dem aber auch Zeit für sich bleibt. Man hat nie den Eindruck, dass Auguste über die Maßen eingespannt wird.
Ganz traditionell kümmert sich die Mutter um den Haushalt. Alle anderen Belange des Hofs scheinen Sie nicht zu betreffen, ja Sie scheint nicht ganz an diesen Ort zu gehören. Schon durch ihren zarten Körperbau und ihr zurückhaltendes Wesen will Sie nicht recht zu den handfesten Notwendigkeiten bäuerlichen Lebens passen.

Schöne Landschaftsschilderungen und stimmungsvolle Bilder des Lebens sind in die Handlung eingebettet und der Autor lässt dabei die Zeit wiederaufleben in der der Roman spielt. Die flimmernde Hitze wird für Augustes Vater zum Überlebenskampf, denn seine größte Sorge gilt seiner Hühneraufzucht. Tausende von Tieren sind durch die Hitze zu bringen und zu mästen anderenfalls wird der notwendige Gewinn zum Abzahlen des neuen Stalls für eben diese Hühner nicht zu erzielen sein.
Während rundherum die Landschaft zu verdorren beginnt, taucht wie aus dem Nichts eine Frau aus dem Dorf auf. Eine Freundin der Mutter. Sie bringt das eingespielte, vertraute Leben auf dem Hof aus dem Gleichgewicht. Mutter, Vater, selbst der Knecht werden durch ihre Anwesenheit aus den gewohnten Bahnen geworfen, Gefühle freigesetzt und für Auguste markieren die sich ergebenden Entwicklungen den Weg zum Erwachsen werden.

Der flirrende Horizont, der äußeres Zeichen der folgenschweren Dürre ist, markiert das Ende einer Epoche des bäuerlichen Lebens wie der Vater es zu Leben versucht. Sein Arbeitsethos der mit dem Respekt gegenüber den ihm anvertrauten Tieren einhergeht, seine beharrlich auf das Notwendige gerichtete Arbeitsalltag ist sympathisch, macht ihn aber zunächst blind für die um ihn vorgehenden Veränderungen. Später steht er ihnen hilflos gegenüber.
Die Moderne hält Einzug und eröffnet neue Möglichkeiten, erschüttert aber auch tradierte Lebens- und Arbeitsformen. Gleichermaßen wird für Auguste das flirrende, verwirrende Bild des Lebens der Erwachsenen erkennbar. Die Jugend ist vorbei, sicher geglaubtes erweist sich als brüchig.
Roland Buti meistert mit schönem Erzählton die Schilderung der Ereignisse eines extremen Sommers, eines Ausbruchs in ein anderes Leben und letztlich einer Zeitenwende.


Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten: Ein viktorianischer Krimi (Inspector Swanson: Baker Street Bibliothek 1)
Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten: Ein viktorianischer Krimi (Inspector Swanson: Baker Street Bibliothek 1)
Preis: EUR 6,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Fluch der bösen Tat, 31. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn ein Inspector von Scotland Yard mit einem diensteifrigen Untergebenen im London Queen Victorias ermittelt, dabei Arthur Conan Doyle, Oscar Wilde und einer sehr jungen Agatha Christie über den Weg läuft kann das dröges Abklappern sattsam bekannter Whodunit Klischees werden, oder eine gelungene Hommage an eben dieses klassische Krimimuster sein. Letzteres ist Robert C. Marley auf sehr sympathische Weise gelungen.
Sein Roman um den titelgebenden Inspector führt den Leser in die Welt der Goldschmiede, derer drei auf spektakuläre Art ins Jenseits befördert werden. Die Tatumstände sind jeweils mysteriös und der Inspector und seine Mitarbeiter treffen im Laufe der Ermittlungen auf interessante, aber auch merkwürdige Charaktere. Ebenso oft laufen die Ermittlungen aber auch ins Leere, und die Polizisten scheinen der Lösung des Falls keinen Schritt näher zu kommen. Im Lauf der Geschichte kristallisiert sich jedoch heraus, dass der im Titel genannte Diamant von zentraler Bedeutung für den Fall ist.
Der Täter wird schließlich in einer schönen Wende präsentiert, als alle Beteiligten und Verdächtigen bei einem großen Fest zusammenkommen. Wenn`s das nicht schon mal irgendwo gegeben hat...

Marley hat es nicht nur verstanden einen schönen Kriminalfall zu konstruieren, er hat auch quicklebendige Charaktere denen man gerne durch die Geschichte folgt. Sein Personal ist erwartungsgemäß nicht frei von Klischees, was sie sicher auch nicht sein sollen. Der Autor trifft aber stets den richtigen Ton, der einerseits von großer Sympathie für seine Figuren und das Genre zeugt, aber andererseits humorvolle Unteröne hat. So entsteht ein durchaus spannender Krimi mit ironischer Note, mit liebenswerten Helden, schönen Dialogen und einem lockeren Tonfall, dem es gelingt das späte 19te Jahrhundert lebendig werden zu lassen ohne je altbacken zu wirken. Ein moderner Whodunit mit Augenzwinkern der beste Unterhaltung bietet.


Schwarzlicht
Schwarzlicht
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düsseldorf Confidential, 20. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schwarzlicht (Kindle Edition)
Ein toterMinisterpräsident, ertrunken oder doch ermordet?, Schwarzgeld, Korruption, politische Strippenziehereien und ein Behördenapparat dem sein öffentliches Bild im Zweifel wichtiger ist als die Wahrheit: eine Menge Stoff für einen Krimi. Horst Eckert meistert das nicht nur souverän, er packt auch noch eine Ermittlertruppe in seinen Roman, die schon einiges an gemeinsamer Vergangenheit mit sich herumschleppen. Nicht alle sind sich grün und die eigene Karriere ist manchem näher als die Kollegen.

Horst Eckert erzählt geradlinig, mit Gespür dafür wie "die Leute" tatsächlich reden. Gute Dialoge in einer ebenso spannenden wie gut entwickelten Geschichte mit einer interessanten Hauptfigur. Ermittlungsarbeit, Polizeiinterne Querelen sowie politische Einflussnahme auf die Polizeiführung schildert der Autor gekonnt, ohne dass der Leser je den Überblick verlieren würde. Wendungen in der Handlung, gewitzte Dialoge und privates aus dem Leben der Hauptfigur sorgen für Abwechslung ohne dass die Haupthandlung aus den Augen verloren geht.
Eckerts Geschichte und ihre Protagonisten sind im Heute verankert, realistisch und illusionslos im Blick auf die Verhältnisse in unserem Land. Ein gelungener deutscher Krimi in bester Noir Tradition. Leseempfehlung.


The Epigenetics Revolution: How Modern Biology is Rewriting Our Understanding of Genetics, Disease and Inheritance
The Epigenetics Revolution: How Modern Biology is Rewriting Our Understanding of Genetics, Disease and Inheritance
von Nessa Carey
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Stammzelle zum Ich, 16. Dezember 2014
Von der Stammzelle zur Vererbung erworbener Eigenschaften: Epigenetik ist auf vielfältige Weise die treibende Kraft in der Ontogenese aller Lebewesen. Dabei gibt es zwischen Pflanzen, Insekten und Säugetieren große Unterschiede, aber auch fundamentale Gemeinsamkeiten der molekularen Abläufe.

Nessa Carey versteht es vorbildlich ihr Thema darzustellen. Sie beginnt mit verblüffenden, den herkömmlichen Darwinistischen Vorstellungen zur Vererbung wiedersprechenden Beobachtungen (Vererbung von Eigenschaften ausgelöst durch Hungern bei den Eltern). Dann wird Sie grundsätzlich und legt dar, wie sich nach der Befruchtung von Eizellen aus totipotenten Zellen all die hochspezalisierten Zellen des menschlichen Körpers formen. Wie es tatsächlich möglich ist diesen Vorgang rückgängig zu machen und warum das Interesse von Medizinern hieran so groß ist.
Es wird deutlich gemacht das epigenetische Faktoren dafür verantwortlich sind, dass die in allen Zellen vorhandene DNA auf spezifische Weise gesteuert wird. Das heißt bestimmte Gene werden ausgeschaltet, eingeschaltet bzw. hemmende oder verstärkende Faktoren wirken auf bestimmte Genexpressionen ein.
Carey erläutert eine Vielzahl von Aspekten ihres Themas, z.B. wie es sein kann, das eineiige Zwillinge, die absolut identisches Genom haben, dennoch Unterschiede in körperlichen Merkmalen aufweisen oder an unterschiedlichen Krankheiten leiden. Was es es mit dem Imprinting auf sich hat, also der Tatsche das es wichtig ist von welchem Geschlecht bestimmte Gene weitergegeben werden. Oder wie sich bei Bienen über die Nahrung der Lebensweg der Biene (die eigentlich Klone sind)zu Arbeiterin, Königin oder Drohne ausdifferenziert. Der Alterungsprozess, Krebserkrankungen usw.,vieles, viel verblüffendes und faszinierendes aus einem der spannensten Felder innerhalb der Biologie erklärt die Autorin.

Carey versteht es den Leser an das Thema heranzuführen, Abläufe mit Abbildungen zu Unterstützen, den Stoff schrittweise auszubauen und dabei verständlich zu bleiben. Mitunter sind es viele Details die aufeinader aufbauen, Konzentration ist also schon erforderlich. Aber die Autorin ist so klug bestimmte Sachverhalte wieder kurz ins Gedächtnis zu rufen wo es zum Verständnis erforderlich ist.
So versteht die Autorin es die Balance zwischen ausreichendem Tiefgang und populärer Darstellung zu halten. Viele Beispiele, angenehme Ausführlichkeit ohne Redundanzen und immer wieder spannende Themenfelder halten den Leser bei Laune. Außerdem in angenehmen Ton, gut verständlich geschrieben. Nessa Carey vermittelt ihre Faszination für die Epignetik ohne überschwängliche zu werden, denn Sie macht auch sehr deutlich das viele Mechanismen der Epignetik ungeklärt sind.

Wer einen verständlichen, aktuellen, aber keineswegs im Flachwasser populärer Darstellungen dümpelenden Einblick darüber erhalten möchte was Epigenetik ist, was sie heute leisten kann und welche Hoffnungen auf ihr liegen, kommt um diese Buch nicht herum.


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