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Rezensionen verfasst von
"batcat6"

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Yin
Yin
von Akif Pirinçci
  Taschenbuch

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Trivial, 25. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Yin (Taschenbuch)
Anfänglich mutet die Geschichte noch einigermaßen spannend an, obwohl ein gewisser Hang zur Trivialliteratur nicht ganz abzusprechen ist. Nach 200 Seiten wird die Handlung dermaßen platt und vorhersehbar, dass ich es nicht mehr schaffte weiterzulesen und nach 300 Seiten genervt aufgab. Das Thema des Aussterbens der menschlichen Rasse und die dadurch auftretenden Veränderungen für die Frauen klingt verlockend und entführt dazu das Buch gleich lesen zu wollen. Die Charaktere der 7 Frauen, die der Autor herausgreift sind nicht sehr ausgereift und sind extrem in jeder Hinsicht, so dass so manche Aktion mehr als an der Haaren herbeigezogen ist. Der Stil des Autors ist grundsätzlich gut, aber die Ausführung ist als eher mangelhaft zu bezeichnen, Schwarzmalerei wechselt mit Klischeedenken ab; der Erfolg dieses Buches ist nicht ganz nachvollziehbar.


Die schwarze Insel: Roman
Die schwarze Insel: Roman
von Carlo Lucarelli
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes packendes Ende, 11. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Die schwarze Insel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das italienische Original (L'isola dell'angelo caduto) kann wirklich empfohlen werden. Immer wieder gelingt es dem Autor die Atmosphäre für den Leser greifbar zu machen: so ist es auch diesmal, als wir den sympathischen Kommissar und seine kranke Frau kennenlernen. Auch diesmal verknüpft der Autor die Handlung an ein Lied - wie auch bereits im Buch „Der Kampfhund" (Un giorno dopo l'altro) um hier die gedrückte, beklemmende Stimmung im Hause des Commissario Mirandas und seiner dem Wahnsinn verfallenden Frau zu beschreiben. Die Handlung, angesiedelt in den 20er Jahren zur Zeit des Aufkommens des Faschismus beschreibt die Zeit, in der Querdenker einfach auf eine Insel verbannt wurden, sehr gut. Auf dieser vergessenen Gefängisinsel geschehen als Selbstmord getarnte Morde, denen der Kommissar - nicht ohne einige Stolpersteine aus dem Weg räumen zu müssen - nachgehen muß. Das Ende ist verblüffend und so unglaublich, dass dieses Buch nur jedem Fan ans Herz gelegt werden kann. Lucarelli schreibt anspruchsvoll und liefert gleichzeitig auch Einblick in geschichtliche Ereignisse.


Tea-Bag: Roman
Tea-Bag: Roman
von Henning Mankell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ernste Thematik mit humoristischem Touch, 20. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Tea-Bag: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein ganz anderes Buch von Henning Mankell, bei dem man nicht umhin kommt, trotz des ernsten Inhalts zu schmunzeln. Mankell befasst sich diesmal mit zwei unterschiedlichen Themenkreisen - mit der Einwanderer- und Flüchtlingsthematik einerseits und mit Schriftstellern andererseits - beide Handlungsstränge greifen nach und nach ineinander über. Jesper Humlin ein gelangweilter, hedonistischer Schriftsteller, überdrüssig des Lebens und der Liebe kommt nolens volens auf einer Lesung in Kontakt mit der Flüchtlingsthematik und beginnt darin das Ziel seiner Suche nach der Sinnhaftigkeit seines Daseins und der Suche nach einem Thema für seinen nächsten Roman zu sehen. Immer mehr wird Humlin in das Schicksal der Einwanderermädchen und ihrer Geschichte verstrickt. Henning Mankell erzählt die Metamorphose des Schriftstellers nicht ohne Humor und schafft neben all der Tragik auch humoristische Komponenten, die dieses Buch sehr lesenswert machen.


Kim Novak badete nie im See von Genezareth
Kim Novak badete nie im See von Genezareth
von Hakan Nesser
  Gebundene Ausgabe

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmalig gut, 23. April 2003
Sobald man dieses Buch begonnen hat, weiß man warum Hakan Nesser mit diesem Buch Aufsehen erregt hat und warum sich sein Ruf darauf begründet. Das Buch ist spannend bis zur sprichwörtlichen letzten Seite auf der er uns wieder einmal mehr überrascht. Hakan Nesser verlässt sein gewohntes Terrain rund um Kommissar Van Veeteren und blickt zurück zum Sommer Anfang der 60ger Jahre wo der 14jährige Erik und sein Freund Edmund die Schulferien verbringen und in jugendliche Schwärmereien zur Geliebten des älteren Bruders verfallen. Hormongeschwängerte Sommerluft, die Gefühle zweier Teenager auf der Schwelle zum Erwachsenwerden und der Mordfall selbst machen aus der Geschichte wirklich weitaus mehr als einen herkömmlichen Krimi. Nach dem Rückblick in eine längst vergangene Zeit haben wir jedoch Gelegenheit den Fortgang der Geschichte in der Jetzt-Zeit zu erleben und dürfen uns auf einiges gefasst machen. Das Ende selbst gibt Anlass zu jeglicher Art von Spekulation, zumal nicht ganz eindeutig hervorgeht wie sich die Tat 25 Jahre zuvor tatsächlich zugetragen hat und so jeder Leser selbst zum Kommissar wird. Einmalig im Stil und in der Beschreibung einer längst vergangene Ära, der Umgang der Jugendlichen mit den Themen Mord, Krankheit und Sex ist bemerkenswert gut wiedergegeben und sorgt für ein Wochenende mit Muße.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 30, 2012 3:00 PM CET


Selbs Justiz
Selbs Justiz
von Bernhard Schlink
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erfrischend gut, 8. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Selbs Justiz (Taschenbuch)
Privatdetektiv Selb ist wahrlich eine sympathische Erscheinung, der man mit Fortschreiten der Handlung so einiges abgewinnen kann. Das Buch ist kein Krimi im herkömmlichen Sinne, sondern bietet kurzweilige Unterhaltung mit Spannung, Vergangenheitsbewältigung und schließlich auch eine Liebesgeschichte, denn Gerhard Selb beweist uns einmal mehr dass er selbst als rüstiger Endsechziger noch lange nicht zum alten Eisen gehört und den Genüssen des Lebens alles andere als abgeneigt ist. So verbingt der Leser gemeinsam mit Selbs langjährigen Freunden spannende Momente beim Kartenspiel, reist zurück zu den Jahren wo er noch als Nazi-Staatsanwalt tätig war und dürfen uns an den zynischen Kommentaren zu seiner Ehe mit Klärchen erfreuen. Der Stil Schlinks ist es schließlich der das Buch zu einem besonderen Genuß macht; schließlich ist sein Schreibstil spätesetens sein „ Die Vorleserin" bestens bekannt. Dass er allerdings auch gute Krimis schreibt, war mir bis dato unbekannt.


Schatten: Roman
Schatten: Roman
von Robert Schneider
  Gebundene Ausgabe

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein kluges Buch, 25. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Schatten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch erzählt einige Grundweisheiten über Liebe, über Loslassen, Freiheit und verpasste Gelegenheiten. Gut 200 Seiten lang ist dieses Plädoyer, eingepackt in eine wunderschöne Geschichte um zwei Freundinnen, die einander nach 26 Jahren wieder gegenüberstehen. 200 Seiten lang lassen uns diese beiden Menschen an den Höhen und Tiefen ihres Lebens in einer Art Rückblende teilhaben. Im Mittelpunkt der Story steht Collin, der Mann mit dem die eine Freundin verheiratet war; der jedoch nur von der anderen geliebt wurde. Wir dürfen an diesem Abend als stille Gäste dabei sein, wenn die gnadenlose Bilanz des Lebens gezogen wird. Nicht oft bietet sich einem eine solche Gelegenheit, das muß man Robert Schneider schon lassen. Mitunter muß man manche Passagen mehrmals lesen um die Schönheit der Sprache und den Gehalt der Worte zu genießen.


Chourmo
Chourmo
von Jean C Izzo
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mediterranes Feeling, 20. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Chourmo (Taschenbuch)
Ein Krimi, der Lust auf mehr macht, vor allem auf mehr von Fabio Montale, den lässigen Commissaire der nirgends anders als im Melting-Pot Marseille ermittelt oder besser gesagt ermittelt hat, ganz klar scheint dies nicht zu sein, denn Fabio Montale hat die Nase voll von der Polizei und sich ins Privatleben zurückgezogen. Private Hintergründe seiner schönen Cousine lassen ihn jedoch nicht lange untätig sein und liefern uns das was man einen gelungenen Krimi nennt, der mit nichts geringerem als gutem Essen, mediterraner Stimmung und dem Laissez-faire eines italienischen Einwanderers gespickt ist - für Krimifeinschmecker eben. Mafia, Fremdenhass, intrigante Machenschaften und Enthüllungen in der Familie sind die Ingredienzien, die aus diesem Buch ein wahres Freudenfest machen. Und wo die nächste Urlaubsreise hingeht, ist für Montale-Fans auch ganz klar: ganz sicher in den Süden, nach Frankreich oder Italien eben.


Die Quadratur des Glücks
Die Quadratur des Glücks
von Rohinton Mistry
  Gebundene Ausgabe

29 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 20. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Quadratur des Glücks (Gebundene Ausgabe)
Der langersehnte Nachfolgeroman von Rohinton Mistry hat uns alle neugierig gemacht um uns im gleichen Atemzug und nach dem Lesen der ersten 200 Seiten bereits wieder auf den Boden der Realität zurückzuholen, denn „Die Quadratur des Glücks" kann in keinster Weise an das Gleichgewicht der Welt heranreichen. Kleinbürgerlich und eng ist die Atmosphäre des Buches und vermag uns nicht einmal für eine Weile in den chaotischen Alltag Bombay zu entführen. Die Handlung spannt sich nicht über den gesamten indischen Subkontinent wie bei seinem preisgekrönten Meisterwerk, sondern beschreibt das Schicksal einer einzigen Familie bis in alle lesens- und nicht lesenswerten Details. Die Erinnerungen des alten, ans Bett gefesselten Patriarchen Nariman sind lediglich kurze Rückblenden die aufgrund ihrer Skurrilität ruhig hätten etwas länger ausfallen können, da die Liebesgeschichte des Parsi-Sohnes zu einer Christin bestimmt mehr Stoff hergegeben hätte. Insgesamt quält man sich mühsam Richtung Schluß und kann nur wehmütig an „Das Gleichgewicht der Welt" zurückdenken.


Die Rückkehr des Tanzlehrers: Roman
Die Rückkehr des Tanzlehrers: Roman
von Henning Mankell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Altbekanntes neu verpackt, 3. Januar 2003
Man fragt sich allen Ernstes warum Kurt Wallander einem Stefan Lindmann weichen mußte, wenn doch der Erzählstil haargenau derselbe geblieben ist, der uns allen aus den zahlreichen Ystadkrimis bekannt ist. Ist das Privatleben Wallanders schon zu sehr ausgereizt worden, uns die Umgebung Südschwedens schon allzu vertraut gewesen als dass es hier noch genug Nährboden für neue Verbrechen liefern könnte? Spannend am Anfang und gegen Ende bringt Mankell Altbekanntes zu Papier; leider zieht sich die Handlung im Mittelteil dermaßen in die Länge und kann selbst mit den tristen Schilderungen des privaten Umfeldes Stefan Lindmanns kaum Höhepunkte bieten. Ganz entschieden nicht Mankells wichtigstes Buch, aber mittelmäßige Unterhaltung.


Ein perfekter Freund: Roman
Ein perfekter Freund: Roman
von Martin Suter
  Gebundene Ausgabe

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überrascht nur am Schluß, 19. Dezember 2002
Martin Suter beweist einmal mehr, dass er als Werbetexter sein Handwerk gelernt hat, was sich in seinem schon aus „Die dunkle Seite des Mondes" bekannt schnodrig pointierten Stil niederschlägt. Leider nicht ganz so gut wie der „Pilzthriller", aber ein sich flüssig lesendes Buch mit einer kleinen Überraschung am Ende. Fabio Rossi, Journalist verliert nach einem Überfall 50 Tage seines Lebens aus dem Gedächtnis, welche er mühsam rekonstruieren muß. Er erkennt, dass nichts so ist wie es scheint und nichts so war wie es vor dem Gedächtnisverlust schien. Im Laufe dieser Rekonstruktion muß er also mit der ein oder anderen Überraschung fertig werden, so dass sich am Ende Unerwartetes ergibt. Der Autor besticht auch durch sein Fachwissen im medizinisch-ethischen Bereich, was das Buch trotz der teilweise mangelnden Spannung lesenswert macht.


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