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Rezensionen verfasst von
Kai Ullrich
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MCSA/MCSE Windows Server 2003 verwalten und warten. Für Examen 70-290, m. CD-ROM
MCSA/MCSE Windows Server 2003 verwalten und warten. Für Examen 70-290, m. CD-ROM
von Stephan Hirsch
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mit mehr Sorgfalt hätte das was werden können, 25. Dezember 2005
Dieses Buch versucht den Leser mit 144 Prüfungsfragen auf die 70-290 Prüfung für den MS Certified System Engineer vorzubereiten. Es fällt auf, dass die Fragen ein breites Spektrum abzudecken, sodass Lücken in der Vorbereitung wohl schnell auffallen dürften. Alle Lösungen werden detailliert erläutert, und dabei kann man sehr viel lernen. Dieser Punkt hat mir sehr geholfen, da in den Prüfungen unheimlich viele "Off-the-record"-Fragen vorkommen. Soweit das Positive. Leider gibt es eine Reihe von Negativ-Punkten, die mich ziemlich geärgert haben. Zunächst einmal wirbt das Buch damit, auch die neuen Simulationsfragen in den Prüfungen abzudecken, um dann in der Einführung sogleich einzuschränken, dass das in einem Buch naturgemäß nur mit Abstrichen umzusetzen sei. Die sog. Simulationsfragen bestehen dann aus 2-3 Screenshots und einer Beschreibung dessen, was der Prüfling zu tun hat. Überprüfung der "Lösung" besteht dann im Vergleichen der Lösungsbeschreibung mit dem, was man als Prüfling versucht hätte. Naja, nicht so richtig prickelnd. Dann haben die Autoren auf ihren Web-Seiten eine Reihe von Links zusammengetragen, die auf wichtige Artikel der MS Knowledge Base bzw. Support Center verzweigen. Das ist auch hilfreich, nur leider sind etliche dieser Links schon seit einiger Zeit nicht mehr aktualisiert worden, sodass man öfter mal auf einer Fehlerseite landet, weil Microsoft die entsprechenden Artikel inzwischen aus dem Verkehr gezogen hat oder der Weiterleitungs-Link fehlerhaft ist. Das mit Abstand Schlimmste ist aber, dass die Fragen voller Fehler stecken. Zum Teil ist das so krass, dass man sich fragt, ob dieses Buch überhaupt jemand korrekturgelesen hat. Das geht von schlampig formulierten Aufgabenstellungen, denen für die korrekte Beantwortung wesentliche Informationen fehlen bis hin zu Pfadangaben, die in Aufgabenstellung und Lösungsbeschreibung vollkommen unterschiedlich sind. Irren ist menschlich und jedes Buch hat Fehler, aber hier tritt das in einer Häufung auf, die ich bei dem Preis absolut nicht ok finde.


Der Dreißigjährige Krieg
Der Dreißigjährige Krieg
von Georg Schmidt
  Taschenbuch

24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplizierte Materie auf rund hundert Seiten, 29. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Dreißigjährige Krieg (Taschenbuch)
Ich musste dieses Buch zweimal lesen, bevor ich diese Rezension schreiben konnte, und auch jetzt sehe ich vieles nur noch verschwommen. Das ist aber nicht dem Autor anzulasten. Er schifft souverän durch die Materie, die 30 Jahre zwischen 1618 und 1648, die Deutschland prägten. Die Zahl der beteiligten Parteien, Ihrer Querbeziehungen, Interessen usw. ist so groß, dass es wahrscheinlich weit mehr als den Gesamtumfang des Buches einnehmen würde, sie erschöpfend darzustellen. Ganz zu schweigen vom ewigen Hin- und her der Kampfhandlungen, die Truppen ziehen durch ganz Deutschland, die Städte wechseln ständig ihre Herren, Bündnisse werden geschmiedet und zerfallen, usw.
Für jene, denen das alles konfus vorkommt, sage ich, dass ich letztlich zufrieden bin (4 Sterne), denn nun weiß ich, worum es ging, wer die Protagonisten waren, welches Ihre Motive und Rollen waren (Habsburger, Spanier, Schweden, Gustav Adolf, Wallenstein) und was der grobe Ablauf der Geschehnisse war. Ich weiß nicht, ob man mehr von einem so dünnen Büchlein erwarten kann.
Problemlos vorstellen kann ich mir jetzt auch, wieso dieser Krieg für seine Zeitgenossen und die nachfolgenden Generation ein absolutes Trauma gewesen sein muss (hier hätte der Autor vielleicht noch etwas tiefer einsteigen können, das menschliche Leid der Deutschen wird nur kurz gestreift).
Für den geschichtsinteressierten Leser, der über diesen Abschnitt deutscher Geschichte im Bilde sein will, die richtige Wahl.


Der Europäische Traum: Die Vision einer leisen Supermacht
Der Europäische Traum: Die Vision einer leisen Supermacht
von Jeremy Rifkin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Europäische Traum - die Alternative zum Amerikanischen?, 29. Mai 2005
Der Europäische Traum - die Alternative zum Amerikanischen?
Wenn ich Bücher von Jeremy Rifkin lese, weiß ich immer nicht so richtig, ob ich einem echten Trend-Setter begegnet oder eher einem Luftikus aufgesessen bin.
Sein neuster Erguss - "Der Europäische Traum" - stellt die Europäische Union als gesellschaftlich-politischen Gegenentwurf zu den USA dar. Dabei entpuppt sich Rifkin, wie schon so oft, als Europa-Fan, ohne dabei allerdings Vor- oder Nachteile der jeweiligen Seite des Antlantiks über einen Kamm zu scheren. Vielmehr werden alle betrachteten Aspekte immer einer genauen Analyse unterzogen und die historische Genese der jeweiligen Gesellschaften miteinbezogen.
Die These des Buches lautet im Kern: Die Idee, die hinter der Vereinigung Europas steckt, nämlich eine -wie er es nennt- "leise Supermacht" zu errichten, die Ihre Stärke durch Konsens und Harmonie sowie dem friedlichen Streben nach Wohlstand
erreicht, sei dem amerikanischen Streben nach wirtschaftlicher und politischer Hegemonie letztendlich überlegen.
So etwas aus dem Munde eines Amerikaners zu hören, ist natürlich erstmal eine tolle Sache. Und Rifkin holt immer wieder weit aus und versucht die These zu untermauern. Das liest sich nett und interessant, doch bisweilen kann man sich des Eindrucks nicht
erwehren, dass er die Dinge etwas zu rosig sieht. Letztendlich kann man das Buch als hintergründigen Vergleich zwischen amerikanischer und europäischer Denkweise betrachten und so gesehen ist es wirklich interessant und gut zu lesen.


Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft: Neue Konzepte für das 21. Jahrhundert
Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft: Neue Konzepte für das 21. Jahrhundert
von Jeremy Rifkin
  Broschiert
Preis: EUR 21,90

24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Plädoyer für eine andere Gesellschaft?, 10. Januar 2005
Die meisten westlichen Industriestaaten leiden unter hoher Arbeitslosigkeit, trotz fortschreitender Produktivität und hoher Unternehmensgewinne. In seinem Buch versucht Rifkin, das Problem grundlegend zu analysieren und konfrontiert uns mit seinen Resultaten: Der technologische Fortschritt werde Industriearbeitsplätze heutiger Prägung in naher Zukunft vollständig überflüssig machen. Der dabei entstehende Produktivitätszuwachs werde nicht reichen, ausreichend hohe Nachfrage zu erzeugen, um wieder großflächig Menschen in Lohn und Brot zu bringen, da immer mehr Leute entlassen würden und somit nur noch wenige über die Mittel verfügten, die billiger produzierten Waren zu kaufen.
Das ist die zentrale Aussage des Buches, die er immer wieder wiederholt: Der technologische Fortschritt vernichtet en masse Arbeitsplätze, ohne dass dafür Ersatz entstünde. Als Folge spaltet sich die Gesellschaft in Gewinner und Verlierer: Erstere nennt er "Wissensarbeiter" - hoch qualifizierte, mehrsprachige, überall einsetzbare Akademiker, die neue Produkte, Herstellungsmethoden ersinnen und umsetzen. Auf der anderen Seite die große Masse derer, die - von "technologischer Arbeitslosigkeit" betroffen - in der voll automatisierten Industrie nicht mehr gebraucht werden. Die Folge: Auch eine räumliche Spaltung, Staaten investieren in Polizei und Gefängnisse, Hochkonjunktur der privaten Sicherheitsdienstleister, marodierende Banden, privat gesicherte Wohlstandsinseln der Reichen (wie in den USA schon zu beobachten), usw.
Rifkin gilt als Wirtschaftsexperte, Intellektueller und Visionär. Sein Buch besticht zum einen durch eine treffende Beobachtungsgabe (obwohl US-Amerikaner, ist er über Europa hervorragend informiert), er untermauert seine Aussagen mit Massen von Quellenangaben und vielen, vielen konkreten Beispielen. So wirken seine Kernaussagen stets gut belegt, reflektiert und untermauert.
Negativ zu Buche stehen die permanente Wiederholung der zentralen Thesen sowie die Tatsache, dass er eine Lösung des Problems präsentiert (der Ausbau des "dritten Sektors"), die zwar schön klingt, aber nicht so wirkt, als sei sie schon über das Vor-Planungsstadium herausgekommen.
Insgesamt muss ich das Buch aber empfehlen. Es macht nachdenklich. Und lässt das Rufen unserer Politiker nach mehr Wachstum erscheinen wie der Ruf des Krebskranken nach einem Aderlass.


Die purpurnen Flüsse: Thriller
Die purpurnen Flüsse: Thriller
von Jean-Christophe Grangé
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Großmeister des Thrillers, 10. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die purpurnen Flüsse: Thriller (Taschenbuch)
Jean-Christophe Grangé ist der unbestrittene Großmeister des Thrillers. Daran besteht für mich kein Zweifel mehr. Seine Bücher sind spannend von der ersten bis zur letzten Minute, die Geschichten sind kompliziert und hervorragend konstruiert, wenig voraussehbar und finden immer ein überraschendes Ende.
Das vorliegende Werk ist dem ein oder anderen vielleicht bekannt durch den Film mit Jean Reno und Vincent Cassel. Es beginnt zeitgleich an zwei Orten: Während in einem entlegenen Ort in den französischen Alpen Kommissar Niemans glaubt, einem brutalen Serienkiller hinterherzujagen und dabei versucht, das bizarre Treiben an der ansässigen Eliteuniversität zu entschlüsseln, wird in einem 300km entfernten Provinzkaff ein Grab geschändet und in einer Grundschule alle Dokumente über einen bestimmten Jahrgang gestohlen. Während sich die beiden Handlungsstränge langsam einander annähern ist der Leser gefesselt und kann sich - von Fragezeichen umgeben - nicht von der Lektüre trennen.
Brillante, kurzweilige Unterhaltung. Wo hat dieser Mann seine Ideen her? Ich hoffe, er beschert uns noch viele Bücher.


Tour des Lebens. Wie ich den Krebs besiegte und die Tour de France gewann
Tour des Lebens. Wie ich den Krebs besiegte und die Tour de France gewann
von Lance Armstrong
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bewegende Geschichte, 22. November 2004
Mittlerweile kennt jeder den Star, 6-maligen Gewinner der Tour de France, Lance Armstrong, der wegen Krebs mit einem Bein im Grab stand. Gerade mit dem Rückblick einiger Jahre, wo nun die Öffentlichkeit dazu neigt, seine Person zu verklären, ist dieses Buch wichtig. Denn es schildert nüchtern, ohne Pathos oder Heldengetue die Geschichte des aufsteigenden Radfahrers, der eines Tages merkt, das etwas nicht stimmt, und bald darauf gesagt bekommt, dass er Krebs im fortgeschrittenen Stadium hat. Lance schildert völlig sachlich, wie es ihm und seiner Umgebung erging, wie er den richtigen Platz für die Therapie suchte, wie ihm Familie, Freunde, Ärzte und Krankenhauspersonal geholfen haben, die schlimme Zeit zu überstehen, und wie er letztlich nach langem Kampf gesiegt hat (es waren wohl insgesamt nur ein paar Monate bis zur Genesung, mir kam es aber subjektiv viel länger vor). Er erspart dem Leser nichts, weder unappetitliche Details der Krankheit noch onkologische Fachbegriffe.
Einen nicht unbeträchtlichen Teil nimmt der Neustart NACH der Krankheit ein, denn - manch einer weiß es gar nicht - Lance hätte fast nicht mehr Fuß gefasst im Radsport, so sehr hatte er Orientierungsprobleme in seinem neuen Leben.
Eine phantastische Geschichte, die nahe geht. Ich hoffe, sie kann denen, die es brauchen, Kraft geben.


Die weiße Massai
Die weiße Massai
von Corinne Hofmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Man leidet unter Stil und dem, was sich die Autorin antut, 22. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Die weiße Massai (Taschenbuch)
Ich habe lange überlegt, ob es Sinn hat, über dieses Buch eine Rezension zu schreiben. Dann begriff ich es als Herausforderung, ein paar Zeilen zu schreiben, mit der der Leser, der es noch nicht kennt, wirklich etwas anfangen kann, und dabei gleichzeitig
den Unmut, der einen unweigerlich überkommt wenn man an diese Geschichte denkt, zu bändigen.
Aber zur Sache: Eine junge Schweizerin fährt nach Kenia in den Urlaub und lernt dort die Liebe ihres Lebens kennen. Macht mit dem Freund Schluss und beschließt, nach Afrika zu gehen und den Glücklichen (?) zu heiraten. Soweit nichts Ungewöhnliches. Einziges Problem: Es handelt sich nicht um einen "gewöhnlichen" Kenianer, sondern um einen reinrassigen Massai-Krieger, der mit seiner Sippe in der Steppe/Savanne/was auch immer lebt. Was noch ganz gut losgeht (er ist sehr liebe- und verständnisvoll, bewahrt sie mit einem Vorwand sogar vor der rituell üblichen Beschneidung der Frauen vor der Hochzeit) entwickelt sich langsam aber sicher -der skeptische Leser hat es von Anfang an geahnt- zum Albtraum. Ihr Gatte ist chronisch eifersüchtig, unzuverlässig und so
vieles mehr, verhandelt schonmal mit seinen besten Kumpels über eine mögliche Hochzeit mit der erst wenige Monate alten gemeinsamen Tochter usw. Für unsere junge Frau natürlich
ein Martyrium. Als sie dann endlich beschließt, wieder zurück nach Europa zu gehen, muss sie dabei die üblichen Probleme überwinden, denn man kennt es ja aus anderen geringfügig rückständigen Ländern: Frauen und Kinder sind sozusagen Eigentum der Männer und dürfen ohne deren Erlaubnis wenig, schon gar nicht das Land verlassen.
Soweit zum Inhalt.
Es handelt sich hier um einen sehr persönlichen Lebensbericht, wer Betrachtungen über das Leben eines Naturvolkes erwartet hat, der wird enttäuscht. Der Stil ist eigentlich ein einziges Subjekt-Prädikat-Objekt-Stakkato und das einzige, was einen zum Weiterlesen motiviert, ist, dass man nach den sich aneinanderreihenden Demütigungen unbedingt noch den Moment erleben will, wo sie ihm endlich den Laufpass gibt. Man fragt sich zwar bei jeder Seite ungefähr 10mal "WIE KANN MAN NUR SO NAIV SEIN????" aber irgendwann hat man verstanden, dass es eben Leute gibt, die anders ticken als man selber.
Es gibt ja einige Bücher, wo Leute abgefahrene Sachen abseits der vorgefertigten Pfade der Zivilisation tun und ich finde es nicht uninteressant, den Clash der Zivilisationen mal am konkreten Beispiel zu beobachten. Deswegen 2 Sterne, auch wenn der simple Stil und die nicht enden wollende Leidensfähigkeit der Autorin verdammt nerven.


Laufen
Laufen
von Herbert Jost
  Taschenbuch

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solides Trainingsbuch, 11. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Laufen (Taschenbuch)
Hinter dem absolut schnörkellosen Titel "Laufen" verbirgt sich ein ebenso schnörkelloses Buch über eine der beliebtesten Sportarten der Menschheit. Der Autor behandelt auf rund 200 Seiten alles, was ums Laufen herum von Interesse ist: Verschiedene Wettkampftypen (Kurz-, Mittel-, Langstrecke, Crosslauf, Ultralanglauf usw.), Funktionsweise der Fortbewegungsmittel (wie sind Knie, Füße, Gelenke anatomisch gebaut), andere wissenswerte Dinge über den den Einfluss des Laufens auf den Körper (Kreislauf, Stoffwechsel, Hormonhaushalt, usw.), Material (Schuhe, Kleidung, Pulsmesser), Dehnung nach dem Laufen, Trainingsformen (Grundlagenausdauer, Kraftausdauer, ...), häufige Verletzungstypen und ihre Behandlung ... (man könnte die Liste noch lange fortsetzen).
Nicht unbedingt ein Buch für jemanden, der etwas bestimmtes (z.B. Marathon) im Sinn hat (da gibt es spezialisiertere Werke), aber ein hervorragendes Nachschlagewerk ums Thema Laufen und eine gute Ausgangsposition für jemanden, der sich erst einmal von der Theorie ein Bild machen will.


Ausdauertrainer Triathlon: Training mit System
Ausdauertrainer Triathlon: Training mit System
von Kuno Hottenrott
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Trainingsbuch, 11. Oktober 2004
Als eigentlich reiner Langstreckenläufer hatte ich mir aus einer Laune heraus dieses Buch gekauft, um ein wenig mehr über das Phänomen Triathlon zu erfahren. Ich erstand damit ein Werk, welches nach einer kurzen Betrachtung des Mythos' Triathlon und seiner Entstehung sich ebenso kurz der Technik der einzelnen Disziplinen widmet, um sodann detailliert die einzelnen Trainingstypen (Ausdauertraining, Intervalltraining, Fahrtspiel, Kopplungstraining, usw.) -jeweils für Schwimmen, Radfahren und Laufen- darzustellen. Die Auswahl ist sehr groß und damit entsprechend unübersichtlich, aber bekanntlich ist Triathlon ja sehr trainingsintensiv. Zu jeder Trainingsform wird versucht, das Belastungsprofil anhand von Pulsbereich und Laktatgehalt des Blutes objektivierbar zu charakterisieren. Trainingspläne für Kurz-, Mittel- und Langdistanz bilden den krönenden Abschluss des Trainingsteils. Zum Schluß wird noch auf Dehnung eingegangen.
Unterm Strich muss man sagen: Das Buch gibt eine solide, wissenschaftlich fundierte Anleitung zu effektivem Training. Wer mehr über Mythen, Idole, Annekdoten dieser Sportart erfahren will, hat das falsche Buch erwischt. Praktische Tipps für Organisation, Wechsel u.ä. sind auch Mangelware, ebenso wie eine Würdigung des notwendigen Materials. Aufgrund des Titels ist dies wohl okay so, was mich allerdings schon gestört hat, ist, dass nicht mehr gesagt wird über den Pulsmesser und das Laktatmessgerät, da sie ja eine zentrale Rolle bei der Findung des richtigen Belastungsprofils spielen. Verzweifelt habe ich Hinweise gesucht wie: Wo kaufe ich die Dinger, wieviel Geld muss ich sinnvollerweise investieren, worauf muss ich achten? Das kostet leider den fünften Punkt. Für den, der wissen will, auf was für ein Training er sich einstellen muss, trotzdem eine lohnende Investition.


Sparta: Geschichte, Gesellschaft, Kultur
Sparta: Geschichte, Gesellschaft, Kultur
von Ernst Baltrusch
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweilig und informativ, 27. September 2004
Schon antike Historiker stellten sich die Frage, wie eine kleine Stadt auf der Peloponnes Griechenland jahrhundertelang dominieren konnte. Obwohl sich der Begriff "Sparta" als Synonym für gnadenlose Disziplin, Kargheit und Härte im kollektiven Bewusstsein der Menschheit festgesetzt hat, ist den meisten Zeitgenossen nicht bekannt, was Sparta wirklich ausgemacht hat. Dieses Buch gibt in der gewohnt kompakten und verständlichen Art eine Antwort. Die systematische Erziehung der Jugend und das menschenverachtende Gesellschaftssystem, welche eine stahlharte Kriegerkaste hervorbrachten, werden ebenso beschrieben wie Kultur, Politik und historischer Kontext. Dabei verschweigt der Autor nicht die schwierige Quellenlage (denn Sparta schottete sich, um nicht zu "verweichlichen", vor Kontakt mit der Fremde ab, und so waren vermutlich schon in der Antike Fakten von Legenden und Vorurteilen nicht leicht unterscheidbar) und unterzieht die verfügbaren Informationen jeweils einer angemessenen Prüfung.
Eine interessante Lektüre, die nicht nur die Eingangsfrage beantwortet, sondern das populäre Bild des antiken Griechenlands (Stichwort "Wiege der Demokratie") um einen kontrastreichen Farbton anreichert.


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