Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos Microsoft Surface Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Zule > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Zule
Top-Rezensenten Rang: 3.587.642
Hilfreiche Bewertungen: 54

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Zule

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Chi Sei
Chi Sei
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen Einfach wunderschön, 27. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chi Sei (MP3-Download)
Ein einzigartig schöner Titel von Milva, markant und gefühlvoll zugleich interpretiert. Lädt zum Träumen ein. Da das gesamte Album eine Seltenheit ist, lohnt sich hier der MP3 Download, entweder einzeln oder gesamt, allemal. Danke Amazon =)


Weightless
Weightless
Preis: EUR 1,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Olivia zurück im Pop-Olymp, 20. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Weightless (MP3-Download)
Nachdem ONJ die letzten Jahre sehr erfolgreich mit New Age- und klassischer Jazz-Musik gewesen ist, startet sie jetzt - passend zum Filmprojekt "A few best men", in dem sie auch mitspielt, wieder mit pop- und danceorientierter Musik durch, die in Zusammenarbeit mit John Farrar, dem sie seit den 70gern als Songwriter und Produzent einige ihre größten Hits (u. a. Physical, Magic, I Honestly Love You, You're the One That I Want etc.) zu verdanken hat. Und bereits mit diesem Opener zum extravagantem Soundtrack-Album, "Weigthless", wird deutlich, dass die Zusammenarbeit der beiden nach langer Pause noch immer sehr gut funktioniert. Dieser Song ist zeitgemäß, hat eine tolle Hook, sehr gut abgemischte Vocals samt Backgroundstimmen, ein tolles Gitarrensolo und macht einfach Spaß. Er wird m. M. n. mit jedem Hören besser. Olivia, thanks for it :)...I confess my heart's in a mess.

5 Sterne von mir.


Panic of Girls (Limited Edition Collector's Pack)
Panic of Girls (Limited Edition Collector's Pack)

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mother...in the night...", 23. Juni 2011
Bevor ich ausführlich auf das lang erwartete neue Blondie-Album eingehe, hier erst einmal die Trackliste der regulären Version:

01. D Day
02. What I Heard
03. Mother
04. The End The End
05. Girlie Girlie
06. Love Doesn't Frighten Me
07. Words In My Mouth
08. Sunday Smile
09. Wipe Off My Sweat
10. Le Bleu
11. China Shoes

Es liegt ein langer Weg hinter Blondie und der - geduldig wartenden - internationalen Fan-Gemeinde. Acht Jahre hat es gedauert, seitdem das letzte Album, The Curse Of Blondie, im Jahr 2003 veröffentlich wurde. Panic Of Girls ist das nun mittlerweile dritte Album seit der Reunion im Jahr 1999. Dazu bleibt zu sagen, dass Blondie fast durchgängig seit der Zeit der Wiedervereinigung jedes Jahr lange Touren hinter sich gebracht haben und durch das "Life on the Road" die Studioarbeit erst einmal warten musste. Obwohl Debbie Harry und Chris Stein durchgängig an Songtexten gearbeitet haben und Debbie Harry im Jahr 2007 ein Solo-Album namens "Necessary Evil" zusammen mit dem New Yorker Produzentenduo Super Buddah schrieb und von letztgenannten auch produzieren ließ, sollte erst im Jahr 2008 der Funke für die gesamte Band überspringen, als Blondie während ihrer "Parallel Lines 30th Anniversary Tour" durchweg auf positive Reaktionen stießen und so der Anstoß dazu gegeben war, auch mit neuem Material wieder zu touren und in der Musikwelt von heute einmal mehr Ihren Platz zu behaupten und Präsenz zu zeigen.

Im Winter 2008 wurde dieser Gedanke noch konkreter, während sich auch Leadsängerin und New Wave/Punk/Pop-Ikone Debbie Harry in Interviews positiv dazu äußerte, dass nach ihrem Soloalbum ein neues Blondie-Album nun der nächst logische Schritt sei.

Im Jahr 2009 gingen Blondie zusammen mit der Sängerin Pat Benatar auf eine große Sommertour durch die Vereinigten Staaten, wobei die ersten Shows mit dem neuen Song "Love Doesn't Frighten Me" eröffnet wurden. Kurioserweise verschwand dieser Song nach wenigen Konzerten wieder von den Setlisten, doch lieb gerade der Song-Name der Blondie-Internetgemeinde stetig ein Begriff. Dies sollte ein erster Hinweis auf das bereits neugeschriebene Material sein. Ab Herbst/Winter 2009 wurde schließlich bekannt, dass sich Blondie mit ihrem derzeitigen Line-Up in ein Studio nach Woodstock zurückgezogen hatten, um zusammen mit dem Produzenten der "Killers", Jeff Saltzman, neue Songs einzuspielen und zu produzieren.

Ein erstes Resultat dieser Aufnahmen wurde den Fans im Dezember 2009 zum Geschenk gemacht, als der rockige Weihnachtssong "We Three Kings" (übrigens Blondie's erster Weihnachtstitel, wenn man die "Weihnachtsvariante" des Songs "Rapture" aus dem Jahr 1980 - damals nur auf einer Flexi-Disc erhältlich - nicht mitrechnet) zum freien Download auf Blondie offizieller Homepage ([...]) angeboten und sogar ein Low Budget Video online gestellt wurde, welches die Band beim Performen in der Umgebung des Tonstudios zeigte.

Bilder dieser Session im Freien sollten später auch im Booklet zur neuen CD enthalten sein.

Nachdem die Hauptaufnahmen Anfang 2010 abgeschlossen waren, gingen Blondie nochmals im Mai 2010 ins Studio, um zwei weitere Songs aufzunehmen. Hierbei entstand unter der Leitung des bekannten Produzenten Kato Khandwala (My Chemical Romance) u. a. die aktuelle Leadsingle zum Album, "Mother".

Geschrieben von Debbie Harry, ist dieser Song eine Hommage an einen gleichnamigen Club in New York City, in dem legendäre Szene-Partys gefeiert wurden. Nachdem dieser Club vor einigen Jahren seine Türen schloss, war es für Debbie Harry nach eigenen Aussagen ein sehr trauriges und ungewohntes Gefühl, nicht mehr zu wissen, auf welche Motto-Veranstaltungen sie von nun an jeden Dienstagabend im bizarren New Yorker Nachtleben gehen sollte.

Mit "Panic Of Girls" bleiben Blondie sich selbst treu...sie verfolgen weiterhin die Devise, dass es nichts gibt, was nicht erlaubt ist und so wurde hier eine Song-Collection zusammengestellt, die sich an vielen verschiedenen Musikstilen bedient und diesmal sogar mehrsprachig auftritt. So singt Debbie Harry in Französisch ("Le Bleu") und im Song "Wipe Off My Sweat" in einem Mix aus Englisch und Spanisch, von Fans und Kritikern gern als Spanglish" bezeichnet.

Den Aufmacher zum Album stellt der Song "D Day" dar, geschrieben von Debbie Harry und Super Buddah. Auch wenn der Song ebenso auf Debbie Harry's Solo Album "Necessary Evil" gepasst hätte, wurde hier durch die Blondie/Saltzman-Produktion ein Electro-Rock-Opener geschaffen, der bombastischer nicht hätte ausfallen können: Mit dem hypnotisierenden Refrain ("Debbie-Devil don't you dare!") wird jeder Hörer sofort in den Bann dieses Electro/Rock-Songs gezogen.

Der zweite Song, "What I Heard" stammt aus der Feder des neuen Blondie Keayboarders Matt Katz-Bohen, der diesen Songs zusammen mit seiner Frau ausgearbeitet hatte und den Blondie sofort für Sound-Kompatibel erachteten. Sein Debut feierte "What I Heard" bereits 2010 beim legendären englischen Ilse of Wight-Festival, wonach durchweg positive Reaktionen folgten. Die Fans hatten hier den ersten richtungweisenden Song präsentiert bekommen, der sich nahtlos in den Blondie-Katalog einfügte.

Songs wie "Mother" (ganz in der Tradition des neuen Klassikers "Maria" von 1999) und "Words in My Mouth" beinhalten die typische Blondie-Note: Gitarrensound gemischt mit leichten Electro-Elementen, aber dennoch genau auf den Punkt gebracht und wundervoll von der gereiften Stimme Debbie Harry's untermalt.

Mit den Songs "The End The End" und "Girlie Girlie", letzterer ein Cover des 80ger Jahre Hits von Sophia George, sowie dem Cover Song "Sunday Smile" der Band Beirut beweisen Blondie, dass sie als Meister aller Genres" nach wie vor auch Reggae beherrschen.

Mit einem weiteren Song von Matt Katz-Bohen repräsentiert "Love Doesn't Frighten Me" die genau andere Seite Blondie's: Schnelle Gitarren, Keyboards und eingängige Texte beherrschen diese schnelle Nummer, die sofort beim ersten Hören mitreißt. Die gesamte Produktion ist zeitgemäß und spielt dennoch mit Vintage-Elementen, sodass dieser Song bereits den Stempel "Zeitloser Klassiker" verdient hätte. Ebenso die abschließende Nummer namens "China Shoes"...wer die vorherigen neuen Blondie-Alben "No Exit" und "The Curse of Blondie" kennt und gemocht hat, wird diesen Song lieben. Leicht melancholisch, dennoch rockig und mit einem sehr eingägigen Refrain ("I left a note on the back page of your book...remember me, remember me that you're mine, remember me when you get to the last line") brennt sich dieser Song förmlich ins Gedächtnis und wird zum klassischen Ohrwurm.

Die Exoten dieses Albums sind definitiv "Wipe Off My Sweat", eine schnelle pop-disco-dance Nummer, in der Debbie Harry eindrucksvoll beweist, welche coole Note spanische Textzeilen gemischt mit englischen Passagen ergeben. Eindrucksvoll geht es danach in den Bereich des französischen Chansons: Mit "Le bleu" wollten Blondie eine Hommage an französische Meister ihres Faches (wie z. B. Gainsbourg) kreieren und genau dies ist gelungen: Diese französische Ballade mit tollem Chorus ("Je suis un animal") ist mehr als eingängig und entführt in romantische Träumereien. Auch wenn einige Kritiker bislang meinen, Blondie würden sich hier zu vielen Klischees bedienen...wenn das Resultat so ausfällt, dann gern mehr davon.

Insgesamt war dieses Album überfällig. Mehr als 2 Jahre seit Produktionsbeginn mussten die Fans warten, wobei die Veröffentlichungstermine durch Probleme mit diversen Plattenfirmen stetig nur grob angekündigt wurden und mehrmals auch verschoben wurden. In den letzten Monaten tauchten fast wöchentlich neue Meldungen auf. Das Warten hat jetzt offiziell ein Ende...endlich ein Grund zur "Panic". Und eins ist sicher: "Panic Of Girls" hat seinen Platz in Blondie's Discographie...und der Musikwelt allgemein, mehr als verdient.

Vor der Veröffentlichung des regulären Albums wurde Panic of Girls bereits exklusiv in diesem Fan Pack in England auf den Martk gebracht, welches u. a. ein 132-seitiges Magazin mit neuen Bildern der Band, Interviews und nie gezeigte Photos aus dem Archiv von Blondie Gründungsmitglied Chris Stein beinhaltet. Zudem ist ein Poster des eindrucksvollen Covers des Amsterdamer Künstlers Chris Berens beigelegt, welches die Band in einer surrealen Märchenlandschaft portraitiert. Als Bonus gab es zur regulären CD (hier in einer eindrucksvollen Buchhülle eingefasst) zwei Bonus-Tracks, die nur in diesem Pack erhältlich sind:

"Horizental Twist" ist ein erstklassiger Blondie rock/punk/electro Song, der bereits ab der ersten Zeile zu begeistern weiß und mit dem Refrain ("Fancy that, fancy this...Horizontal Twist") seinen Höhepunkt erreicht, während mit "Mirame" ein weiterer in spanisch gesungener Song seinen Platz auf der CD gefunden hat. Diese beiden Tracks hätten auch bestens auf die reguläre CD-Ausgabe gepasst. Vielleicht wird dies ja noch nachgeholt. In -Blondieland- gibt es schließlich fast nichts, was es nicht gibt. Und wie das Cover der CD eindrucksvoll zeigt...Musik kann entführen und das Tor zu ungeahnten kreativen Welten öffnen. Genau dies spiegelt "Panic Of Girls" für mich wieder.

Fazit: Blondie sind - nochmals - zurückgekehrt und haben nichts verlernt. Sie haben das, was sie seit fast 40 Jahren beherrschen, perfektioniert. Ich gebe 10/10.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 5, 2011 11:04 PM MEST


Parallel Lines:Deluxe Collector's Edition
Parallel Lines:Deluxe Collector's Edition
Preis: EUR 16,33

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos gut..., 20. März 2009
Gibt es wirklich perfekte Musikalben? Gibt es Alben, die ein Zeugnis über die Zeit des Erscheinens ablegen und dennoch nach vielen Jahren immer noch aktuell sind? Gibt es Alben, die gute Texte mit toller Musik und einer Vielfalt von verspielten Sounds verschiedener Genres mischen? Gibt es Alben, auf denen charismatische Frontfiguren jedem Song das gewisse "Etwas" verleihen?

Jeder, der darüber nachdenkt, wird sofort sein persönliches Lieblingsalbum, seine Lieblingsband, einen bestimmten Song, oder den oder die Lieblingssänger/in vor Augen haben und kurz lächeln.

Doch für viele Fans der Rock/Pop/Alternative-Musik treffen diese Aussagen u. a. auf ein ganz bestimmtes Album zu. Ein Album, dass auch heute noch in den Ranglisten von Magazinen, wie z.B. dem Rolling Stone Magazine, einen hohen Stellenwert hat, in England sogar fast jedes Jahr erneut in die Charts einsteigt (selbstverständlich aufgrund unzähliger Re-Releases über die vergangenen 30 Jahre hinweg), aber dennoch...PARALLEL LINES von Blondie ist ein musikalischer Zeitzeuge einer frühen Musikszene, die den Weg für das ebnete, was für uns alle heute selbstverständlich ist, auch wenn nicht mehr viele Bands (in der Zeit der schnelllebigen Acts und Casting-Show-"Ich gewinne dann ein Jahr nach Erscheinen eh einen Echo und verschwinde danach wieder in der Versenkung"-Gewinnern) das Zeug dazu haben, etwas zeitlos Gutes zu erschaffen, wie z.B. ein perfektes Album.

Die Geschichte dieses Albums ist sehr komplex. Wir schreiben das Jahr 1978. New York. Der Punk boomt, New Wave beginnt zu wachsen, Underground-Schuppen wie das CBGB's haben den Weg für Bands wie die Ramones und Figuren wie Pattie Smith frei gemacht. Und auch eine Band um eine ehemalige Serviererin aus dem berühmten Max' Kansas City, die zwischenzeitlich auch als Playboy-Bunny arbeitete, nachdem sie ihr Kunststudium schmiss und sich in einigen anderen Bands versuchte, wurde ein nicht zu unterschätzender Teil dieser neuen Bewegung. Debbie Harry und Blondie waren durchs Punk-Movement zumindest in Europa keine Unbekannten mehr, ihre ersten beiden Alben ("Blondie" von 1976 und "Plastic Letters" von 1977) hatten ihnen zudem in Australien mit "In The Flesh" den ersten #1 Hit überhaupt beschert, in England war "Denis" vom zweiten Longplayer zu einer Pop-Hyme geworden.

Blondie hatten Stil. Ihren ganz eigenen Stil. Sie versuchen sich in fast allen Musikstilen und kreierten daraus ihren eigenen speziellen Mix. Modisch und musikalisch schlugen sie neue Seiten auf. Nachdem sie vom Private Stock Label durch die damals weitreichend bekannte Chrysalis Musikgruppe "aufgekauft" worden waren, nachdem man vor allem das Potential der blonden Frontfrau erkannt hatte, sahen die Verantwortlichen nun die Zeit gekommen, Debbie Harry und Blondie auf eine neue Ebene zu heben. Die Musik sollte sich vom schroffen Punk-Sound, gemischt mit sechziger Jahre Girlgroup-Sound, zu etwas kommerziellem entwickeln. Radiofreundlichkeit wurde groß geschrieben, wurde durch dieses Medium in einer Zeit vor MTV und dem Internet hierüber noch über Erfolg oder Misserfolg entschieden. Mike Chapmann, Produzent unzähliger Hits für Gruppen wie Sweet und maßgeblich für den Erfolg von Suzie Quatro verantwortlich, wurde verpflichtet, sich die blonde Punk-Schönheit mit ihren Jungs anzuschauen, ihnen den Weg auf den nächsten Erfolgslevel zu ebnen und ihnen somit den letzten Feinschliff zu verpassen.

Diese Zusammenarbeit kann man als eine Art kreatives Chaos bezeichnen, arbeitete der Produzent, der es gewohnt war, dass man ihm blind vertraute und den eigenen musikalischen Stil genau seinen Vorstellungen anpasste, nun mit eigenwilligen Bowery-Kids zusammen, die genau wussten, wie ihre Songs klingen sollten...wollte man schließlich den eigenen Stil, die Herkunft und vor allem die Szenefreunde aus der Punkwelt des CBGB's nicht verraten oder gar verleugnen. Debbie Harry erinnerte sich in einer von der BBC eigens über sie gedrehten Biographie daran, wie hart und neu Chapmans Stil zu arbeiten für die Gruppe war: "You did it once, you can do it twice. And better. Okay, let's try this again. And again. And again". Eine ganz andere Art zu recorden, als es Blondie von den ersten beiden Alben gewohnt waren, die, unter der Leitung von Craig Leon, eher die verspielte Naivität der Band genau einfing und eben diese Stücke dadurch anders authentisch wirken, als die perfekten Platten, die später mit Chapman noch folgen sollten.

Nach unzähligen Nächten im Studio, kleinerer Fights zwischen Band und Produzenten, wobei auch schon mal aus Wut und Trotz ein zu damaliger Zeit teures Studioinventar zerstört wurde, entstand etwas großes...und allen Beteiligten wurde dies immer deutlicher, umso mehr Stücke fertig gestellt wurden. Durch den kreativen Input dieser Zusammenarbeit schrieb Debbie Harry z.B. in nur einer Nacht den Song "Pretty Baby", inspiriert durch den gleichnamigen Film über eine Kinderprostituierte, gespielt von Brooke Shields. Dies ist ein Song, der auch heute noch, grad bei Live-Konzerten, einen besonderen Stellenwert durch die bittersüßen Lyrics inne hat.

Zugleich übernahm Chapman die Initative bei einem Song, den die Band seit Ihrer Gründung in verschiedenster Form mit sich trug: den sog. "Disco Song"...der weder als Raggae- noch als Funk-Version richtig funktionieren wollte. Mike Chapman nahm sich dessen an und kreierte mit der Band einen als Hommage an die Disco-Zeit gedachten Song, der sarkastisch das Ende der Disco-Ära einläuten sollte, diese jedoch mit seinem neuartigen Synthie-Sound auf einen neuen Level empor hob: "Heart Of Glass".

"Heart Of Glass" wurde Blondies erster Nummer # 1-Hit in den USA, UK und in vielen anderen Ländern der Welt (u.a. auch Deutschland, Schweiz & Österreich).

30 Jahre nach der Ersterscheinung des Albums, welches neben den vorstehend genannten Songs auch noch Kulthits wie "One Way Or Another" und den # 1 Song Sunday Girl" enthält, ist und bleibt Parallel Lines -Blondies Masterpiece- und wird von Fans und Kritikern weltweit gleichermaßen geliebt.

Diese Sonderedition bietet neben den 12 regulären Album-Tracks noch vier Bonustitel (die leider nicht sonderlich erwähnenswert sind, aber dennoch eine nette Ergänzung, grad für neue oder jüngere Fans, bieten), sowie eine DVD mit einigen Promo-Clips und einen bislang unveröffentlichten Auftritt der Gruppe um Debbie Harry mit "Sunday Girl" bei der britischen Ausgabe von Top Of The Pops.

Blondie ist Kult. Parallel Lines ist Kunst. Was für eine zeitlos gelungene Mischung...

Tracks:

Hanging On The Telephone
Der Opener der Platte. Ein wütender Song über die bekannte Situation, auf einen Anruf zu warten, oder am Telefon einfach abgewürgt zu werden, wenn noch so viele Dinge unausgesprochen sind. Schnell. Hart. Wütend. Einfach gut.

One Way Or Another
Kaum ein anderer Blondie-Song wurde so oft in Filmen verwendet, bzw. besitzt mittlerweile soviel Kult-Faktor, wie dieser Smash-Rocker, der aus der Sicht eines Stalkers erzählt wird. This song's gonna getcha...getcha...getcha...

Picture This
Die etwas andere Liebeserklärung. Bester Moment: "I'll give you my finest hour. The one I'll spent watching you shower".

Fade Away And Radiate
Ein langsamer, düsterer Song, der als Blondie's Einstieg in die New Wave Szene angesehen werden kann. Synthie-Sound, in Kombination mit einmaligen Drums, bis der Song am Ende mit einem Gitarrenriff ausklingt, welches ein leichtes Raggae-Feeling aufkommen lässt.

Pretty Baby
Wie bereits erwähnt, Debbie Harrys Song, in dem sie die Thematik des gleichnamigen Films mit der damaligen Jungschauspielerin Brooke Shields aufgreift. Bittersüß, zum dahinschmelzen.

I Know But I Don't Know
Ich weiß, aber ich weiß es nicht. Es kümmert mich, aber es kümmert mich auch nicht...wunderbar verwirrter Rocksong über so viele Aussagen, die sich sodann sofort wieder aufheben. Einmalige Riffs, toll gesungen im Duett mit Gitarrist Frank Infante, der heute nicht mehr zum aktuellen Line-Up der Band gehört. Dieser Song war 2008 live während der "Parallel Lines 30th Aniversary"-Tour ein absolutes Highlight.

11:59
Jeder von uns kennt die Momente, wo man spürt, es ist kurz vor zwölf und nichts kann einem mehr helfen. Und trotzdem will man überleben, einfach nicht aufgeben kann und will. Hören und gut finden. Blondie at it's best.

Will Anything Happen?
Wie bereits auch "Hanging On The Telephone" ist dieser Song ein Cover. Blondie setzen hier eine rockige Marke, die kaum zu überbieten ist. Smashige Lyrics verbinden sich mit Gitarrenriffs und Drums zu einem perfekten Ganzen. Unbedingt anhören!

Sungay Girl
Poppig geht's weiter. Nummer 1-Hit aus England, #2 in Deutschland 1979. In Anlehnung an Debbie Harrys Kater "Sunday Man" wird hier die Geschichte über ein süßes Girlie Girls erzählt...cold as ice cream but still as sweet. Heute noch genauso smashig wie vor dreißig Jahren.

Heart Of Glass
Disco meets Rock & Pop & New Wave. Blondie's internationale Durchbruch-Single ist ein zeitloser Hit. Nummer 1 in unzähligen Ländern, auch heute noch in vielen Ranking-Shows ganz oben und das deutlichste Anzeichen dafür, dass Kunst manchmal länger braucht, um auch als diese erkannt zu werden. Anhören, genießen...und irgendwann nur noch tanzen.
Leider ist auch bei dieser Jubiläums-Edition, wie bei vielen anderen Versionen, die Extended Disco-Version mit über 5 min. Länge verwendet worden, wobei die Single-Version als Bonus-Track zu finden ist. Die Original-Version von Heart Of Glass mit 3:54 min. wird somit auch weiterhin nur auf den frühen CD-Versionen aus den 80gern, sowie den ersten Remastered Versionen von 1994 zu finden bleiben. Schade, aber bei einem solchen Hit ist es nachvollziehbar, dass die Verantwortlichen gerade hierbei mit der Extended Version den gesamten Ausmaß der Genialität des Songs bezeugen wollen.

I'm Gonna Love You Too
Blondie covern Buddy Holly. Ein etwas skuriler Moment des Albums, der durch den coolen Gesang und die passenden Gitarren sofort zum Fuß-Wippen animiert...
gefolgt von...

Just Go Away
Das letzte Stück auf dem Album zeigt, wie deutliche Ansagen auszusehen haben. Debbie Harrys Aufforderung, von jemandem in Ruh gelassen zu werden, schwankt zwischen Agression und Leidenschaft. Der perfekte Abschluss.

Nach erfolgreicher Jubiläumstour zu diesem Album im vergangenen Jahr und mit aktuellen Konzerten in 2009, wobei die meisten Stücke ebenso Beachtung finden, selbstverständlich in Verbindung mit späteren Hits bis zur Trennung im Jahr 1982 und ab der Wiedervereinigung im Jahr 1999, gepaart mit einigen Debbie Harry Solo-Titeln, machen Blondie weiterhin deutlich, wie zeitlos und perfekt aufeinander abgestimmt die Songs zusammenpassen, ohne dabei die individuelle Entwicklung der Band und der Frontfrau als Solokünstlerin außer Acht zu lassen.

Wer die Chance hat, Blondie live zu erleben sollte dies unbedingt tun. Und wem dieses Vergnügen nicht zu Teil wird, sollte seine Sammlung entweder mit dieser Scheibe starten, oder erweitern...und einfach genießen.

"Once I had a love..."
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 17, 2014 7:35 AM MEST


Necessary Evil
Necessary Evil
Preis: EUR 9,99

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Debbie Harry...das Warten hat sich gelohnt!, 15. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Necessary Evil (Audio CD)
Von Zule - alle meine Rezensionen ansehen

Normalerweise ist ein "Blondie"-Fan daran gewöhnt, lang auf neue Alben zu warten. Sicher, nach der Trennung der Gruppe im Jahr 1982 war es 1998 mehr als eine Überraschung, als die wohl bekannteste Punk/Rock/Pop/New Wave Band der späten 70ger/frühen 80ger wieder zusammenkam, doch Debbie Harry und ihre Band schafften das, wovon viele Künstler, die den gewagten Versuch eines Comebacks starten, nur träumen können...zwei außergewöhnlich gute Studio-Alben, zwei absolut überzeugende Live-Alben, unzählige Touren und...die Aufnahme in die Rock & Roll Hall Of Fame im März 2006.

Bewundernswert hierbei bleibt, dass sich Debbie Harry, die seit ihrem Solo-Debüt mit dem Album "KooKoo" im Jahr 1981 immer wieder an ihrer Solokarriere arbeiterte, nebenbei erfolgreich schauspielerte und mit verschiedenen anderen Projekten, wie zum Beisspiel der Kollaboration mit den Jazz Passengern und Moby im Jahr 2006, mehr als ausgelastet war, nun wieder auf den Pfad der "Alleingängerin" begibt und nach ihrem letzten Soloalbum "Debravation" aus dem Jahr 1993 nun mit "Necessary Evil" ein Album vorlegt, das es in sich hat. So zieht sie alle Register und beweist, dass sie sich, wie eh und jeh, nicht hinter Künstlerinnen wie P!nk, Madonna, Gwen Stefanie, Rhianna etc. verstecken muss.

Die Künstlerin, die einst das Bild der selbstbewussten Frontfrau prägte und durch ihre außergewöhnlichen Looks und ihre enorme Musikalität zur Ikone wurde, beweist auf "Necessary Evil", dass sie es schlichtweg drauf hat. Sie bewegt sich durch die verschiedenen Genres, ohne dabei an Professionalität oder Können zu verlieren.

Die erste Single, "Two Times Blue", klingt wie eine Mischung aus Blondie's Comeback Hit "Maria" (toppte die Charts in mehr als 14 Ländern) und den Kompositionen von The Cure. Getragen von Debbies unvergleichlichem vokalistischem Können, schreit dieser Song geradezu nach Hit.

Mit den Songs "School For Scandal", "You're Too Hot" (diesen Song kann man wahrlich mit Worten kaum beschreiben) und "Whiteout" beweist sie, dass die Diva des Punks einfach weiß, wie man rockt. Und das nicht zu knapp. Einer Ikone der CBGB-Ära kann halt niemand auf diesem Gebiet etwas vor machen.

Der Ohrwurm-Knaller "Charm Alarm" vereint die Sängerin sodann mit Guy Furrow, besser bekannt aus "Miss Guy", der Frontfigur der New Yorker "Toilet Böys".

Sanftere Töne schlägt Debbie bei der hintverdächtigen Ballade "If I Had You" an, ebenso stellt sie die eingängige Frage "What Is Love"...ein Song, der unter die Haut geht. Selbst wenn in der Mitte des Songs ein Vorgeschmack auf den experimentellen Song "Jen Jen" geliefert wird, produziert von ihrem langjährigen Blondie-Partner Chris Stein, verliert der Song weder an Würde, noch an Ausdruckskraft. Letzterer beweist sein Können ebenso als Produzent des Songs "Naked Eye", der mehr die "Blondie"-Richtung einschlägt, aber sich aber dennoch in die Reihe solcher Debbie Harry Solo-Tracks wie "Maybe For Sure" und "Communion" einreihen kann.

Alles in allem gelingt es Debbie Harry, was sich viele Künstler nur wünschen können: Altbekanntes beizubehalten, dennoch frisch und neu zu klingen und dabei einfach eine Stilistik und Professionalität vorzuweisen, die ihres Gleichen suchen...und niemand wird jemals wieder den Ohrwurm "Heat Of The Moment" aus dem Kopf bekommen, wenn man erst einmal gehört hat, wie Debbie Harry genau diese vier Worte zu atmosphärischen Jungle-Pop-Rhythmen ins Mikrofon flüstert.

Die Zusammenarbeit mit dem New Yorker Produzentenduo "Supper Buddah" seit dem Jahr 2005 hat sich mehr als gelohnt.

Miss Harry...we salute you and are waiting for this necessary evil!


Necessary Evil
Necessary Evil
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 18,48

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Debbie Harry...das Warten hat sich gelohnt!, 10. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Necessary Evil (Audio CD)
Normalerweise ist ein "Blondie"-Fan daran gewöhnt, lang auf neue Alben zu warten. Sicher, nach der Trennung der Gruppe im Jahr 1982 war es 1998 mehr als eine Überraschung, als die wohl bekannteste Punk/Rock/Pop/New Wave Band der späten 70ger/frühen 80ger wieder zusammenkam, doch Debbie Harry und ihre Band schafften das, wovon viele Künstler, die den gewagten Versuch eines Comebacks starten, nur träumen können...zwei außergewöhnlich gute Studio-Alben, zwei absolut überzeugende Live-Alben, unzählige Touren und...die Aufnahme in die Rock & Roll Hall Of Fame im März 2006.

Bewundernswert hierbei bleibt, dass sich Debbie Harry, die seit ihrem Solo-Debüt mit dem Album "KooKoo" im Jahr 1981 immer wieder an ihrer Solokarriere arbeiterte, nebenbei erfolgreich schauspielerte und mit verschiedenen anderen Projekten, wie zum Beisspiel der Kollaboration mit den Jazz Passengern und Moby im Jahr 2006, mehr als ausgelastet war, nun wieder auf den Pfad der "Alleingängerin" begibt und nach ihrem letzten Soloalbum "Debravation" aus dem Jahr 1993 nun mit "Necessary Evil" ein Album vorlegt, das es in sich hat. So zieht sie alle Register und beweist, dass sie sich, wie eh und jeh, nicht hinter Künstlerinnen wie P!nk, Madonna, Gwen Stefanie, Rhianna etc. verstecken muss.

Die Künstlerin, die einst das Bild der selbstbewussten Frontfrau prägte und durch ihre außergewöhnlichen Looks und ihre enorme Musikalität zur Ikone wurde, beweist auf "Necessary Evil", dass sie es schlichtweg drauf hat. Sie bewegt sich durch die verschiedenen Genres, ohne dabei an Professionalität oder Können zu verlieren.

Die erste Single, "Two Times Blue", klingt wie eine Mischung aus Blondie's Comeback Hit "Maria" (toppte die Charts in mehr als 14 Ländern) und den Kompositionen von The Cure. Getragen von Debbies unvergleichlichem vokalistischem Können, schreit dieser Song geradezu nach Hit.

Mit den Songs "School For Scandal" und "Whiteout" beweist sie, dass die Diva des Punks einfach weiß, wie man rockt. Und das nicht zu knapp. Einer Ikone der CBGB-Ära kann halt niemand auf diesem Gebiet etwas vor machen.

Der Ohrwurm-Knaller "Charm Alarm" vereint die Sängerin sodann mit Guy Farrow, besser bekannt aus "MissGuy", der Frontfigur der New Yorker "Toilet Böys".

Sanftere Töne schlägt Debbie bei der wunderschönen und hintverdächtigen Ballade "If I Had You" an, ebenso stellt sie die eingängige Frage "What Is Love"...ein Song, der unter die Haut geht. Selbst wenn in der Mitte des Songs ein Vorgeschmack auf den experimentellen Song "Jen Jen" geliefert wird, produziert von ihrem langjährigen Blondie-Partner Chris Stein, verliert der Song weder an Würde, noch an Ausdruckskraft.

Alles in allem gelingt es Debbie Harry, was sich viele Künstler nur wünschen können Altbekanntes beizubehalten, dennoch frisch und neu zu klingen und dabei einfach eine Stilistik und Professionalität vorzuweisen, die ihres Gleichen suchen.

Die Zusammenarbeit seit 2005 mit dem New Yorker Produzentenduo "Supper Buddah" hat sich mehr als gelohnt.

Miss Harry...we salute you and are waiting for this necessary evil!


Blondie - Live
Blondie - Live
DVD ~ Blondie
Wird angeboten von rockpile19
Preis: EUR 7,33

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blondie Live...wie immer rockig und cool, 3. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Blondie - Live (DVD)
Nachdem Blondie 1998 durch Europa getourt waren, um ihr Comeback-Album "No Exit" den Fans noch vor dem Erscheinen der Platte vorzustellen und um zu beweisen, wie einwandfrei sie ihre damaligen Hits wieder performen konnten, stand das Musik-Jahr 1999 ab Februar komplett im Zeichen von Blondie und Debbie Harry. Am 10.02.1999 war es dann soweit und Blondie gaben in der New York Town Hall den Auftakt zu ihrer ersten US Tour seit 1982. Diese DVD beeinhaltet das gesamte fulminante Konzert, vom schnellen, rock/poppigen Opener 'Dreaming', bis hin zum Kultsong der Disco-Ära, 'Heart Of Glass', der den Abschluss von 16 genialen Tracks bildet, bei denen sich die gesamte Band sichtlich für ihr Publikum verausgabt. Coolness und Können treffen hier unmittelbar aufeinander und machen dieses Konzert damit zu einem Highlight. 5 Sterne sind daher mehr als berechtigt. Außerdem bildet das Musik-Video zur zweiten Single-Auskopplung aus dem Album 'No Exit', 'Nothing Is Real But The Girl', ein besonderes Schmanckerl.


Seite: 1