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Rezensionen verfasst von
Hannibal

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Batman: The Man Who Laughs SC (Joker)
Batman: The Man Who Laughs SC (Joker)
von Ed Brubaker
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einmal Top und einmal Flop., 29. April 2012
Diese Geschichte knüpft inhaltlich an "Batman: Das erste Jahr", bzw. an die Geschichte "Batman and the Mad Monk (Dark Moon Rising Vol. 2)" an. Beschrieben wird Batmans erste Konfrontation mit dem Joker. Allzuviel möchte ich nicht verraten, nur soviel sei gesagt: Der Joker taucht (scheinbar) urplötzlich in Gotham auf und droht in makabren Fernsehansprachen damit bestimmte reiche Leute mit einem Toxin zu töten, das ihre Gesichter zu verzerrten Fratzen entstellt. Batman/Bruce Wayne und Officer Jim Gordon läuft ein ums andere Mal die Zeit davon, denn der Joker plant noch schlimmeres...

Klingt spannend, ist es auch. Knackige, schön kolorierte Zeichnungen, ein Joker nach Maß, soll heißen vollkommen verrückt und dauergrinsend und eine intensive Handlung. Mehr Kaufgründe braucht es doch eigentlich nicht, oder?
Dennoch muss ich mich meinem Vorrezensenten anschließen. Die zweite Story in diesem Band ist eine Batman/Green Lantern-Geschichte. Diese ist jedoch schwach geraten und grade im Vergleich mit dem ersten Teil des Comics eher mau. Es geht um eine Reihe von Serienmorden, die nach gleichem Muster verübt werden wie einst einige Morde in den 50er Jahren. Was schon auf dem Papier (oder besser gesagt Bildschirm) nicht spannend klingt, wird auch in Comicform nicht besser. Mir persönlich gefällt schon Robin als Sidekick nicht, schließlich ist Batman ein einsamer Ritter und kein Teamworker. Das ist wohl auch der Hauptgrund warum die Geschichte nur vor sich hin dümpelt. Zwischen den Protagonisten stimmt die Chemie einfach nicht - und warum zur Hölle sieht Green Lantern in Zivil genauso aus wie Bruce Wayne in blond?! Auch die eigentlich hübschen Zeichnungen täuschen nicht über diesen schon zuvor treffend titulierten "Lückenfüller" hinweg.

Dennoch ist allein die erste Geschichte den Kauf wert und wer Freude an Superhelden-Mash-Ups hat wird ja vielleicht sogar mit der zweiten Story warm...?


Batman: Das erste Jahr
Batman: Das erste Jahr
von Frank Miller
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aus den Augen eines Comic-Neulings., 29. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Batman: Das erste Jahr (Broschiert)
(Ja, ich bin großer Fan von Christopher Nolans Batman-Trilogie und ja, das ist mein erster Batman-Comic. Vielleicht helfen meine Eindrücke anderen Einsteigern.)

Dieser Comic legte den Grundstein für die vielen modernen Batman-Interpretationen, die noch folgen sollten. Auch "Batman Begins" wurde wesentlich von diesem Buch beeinflusst. Bruce Wayne, Playboy, Lebemann und Großkonzernerbe, der im jungen Kindesalter beide Elternteile durch Mord verlor, sagt dem Verbrechen in seiner Stadt den Kampf an. Zwar werden hier nicht detailliert Bruce Waynes Ausbildung und seine Reisen beschrieben, aber Batmans erstes Jahr zeigt deutlich wohin die Reise gehen wird. Zugegeben: Der dunkle Ritter spielt hier augenscheinlich nicht die Hauptrolle, diese nimmt der Police-Officer und spätere Batman-Vertraute Jim Gordon ein, welcher zu Beginn der Handlung erst nach Gotham zieht. Aus seiner und aus Bruce Waynes/Batmans Sicht wird die Handlung beschrieben. Diese führt den Leser sehr behutsam in die Welt von Gotham City ein. Superschurken oder ausartende Kämpfe (von Batman Flucht vor den Cops abgesehen) sucht man hier vergebens, die Handlung dreht sich hauptsächlich um die kriminellen Machenschaften der Mafia, allen voran dem "Römer"...

Wer zum ersten Mal "Batman: Das erste Jahr" aufschlägt wird vielleicht enttäuscht sein, ob der kargen und detailarmen Zeichnungen, den anfangs etwas verwirrenden parataktischen Monologen der Protagonisten und der generell etwas gemäßigt scheinenden Handlung. Doch es lohnt sich trotzdem. Warum? Nunja, zum einen ist dieser Comic wie eingangs erwähnt ein Grundstein für alle folgenden modernen Batman-Comics und zum anderen zeichnet sich hier schon fast überdeutlich ab, was den dunklen Ritter zu so einem beliebten Superhelden-Phänomen macht: Seine Menschlichkeit und die Authentizität. Ohne Superkräfte und zunächst noch sehr stümperhaft und überstürzt geht Batman vor, leistet sich etliche Fehler. Und jedes Mal hofft man, dass Bruce Wayne aus seinen Fehlern lernt, man fiebert mit ihm mit. Wie dieses Buch trotz einiger oberflächlicher Makel dieses Gefühl von Verbundenheit und Spannung schafft...ich weiß es nicht, aber die Hauptsache ist doch, dass man mit Batmans erstem Jahr einen tollen Comic kauft! Und das ist doch das Wichtigste.

Wer nach diesem Comic noch nicht genug hat (davon ist auszugehen), der kann, falls er chronologisch die Batman-Saga fortführen will, mit den nur auf englisch verfügbaren Comics "Batman & the Monster Men" und "Batman and the Mad Monk (Dark Moon Rising Vol. 2)" weitermachen. Oder der Leser nimmt den kurzen Weg direkt zum Buch "Batman: The Man Who Laughs SC (Joker)", welches Batmans Erzfeind Joker einführt. Wer des Englischen nicht mächtig ist kann auch einfach seine Comicreise mit den beiden preisgekrönten und auch auf deutsch erschienenen Graphic Novels "Batman: Das lange Halloween" und "Batman: Dark Victory" fortsetzen. So bildet man am Besten eine Grundlage für DCs Batman-Universum.
Jetzt bleibt mir nichts anderes mehr, als viel Spaß beim Lesen zu wünschen!


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